Konzeptionsanzeiger Die Erfindung betrifft einen Konzeptionsanzeiger, bestehend aus zwei gegeneinander verschiebbaren Skalenträgern, wovon einer eine Datumsskala und der andere eine Zyklusskala sowie eine Skala für den Schwankungsspielraum aufweist, wobei die Skalen in Felder unterteilt sind.
Die bisher bekannten Ausführungen dieser Art waren verhältnismässig kompliziert. So ist bereits ein scheibenförmiges Gerät zur Periodenberechnung be kanntgeworden, bei dem zwischen der obern Scheibe mit zahlreichen sektorförmigen Ausschnitten und Anlegekanten und der untern Datumsscheibe ein Zei ger- bzw. Abdeckteil drehbar angeordnet ist. Dieser dient zur zusätzlichen Einstellung des Schwankungs spielraumes. Nach einem weiteren bekannten Vor schlag wird auf einem stabförmigen Teil mit einer Monatseinteilung ein Schieber mit vielen Ablesefen- stern verschoben, durch die eine Unzahl von Zahlen sichtbar werden.
Von diesen Zahlenfeldern interes sieren jeweils nur wenige (z. B. vier) für einen be stimmten Fall, so dass die Wahrscheinlichkeit einer Fehlablesung sehr gross ist. Die Handhabung dieser Geräte macht im Hinblick auf ihre Kompliziertheit Schwierigkeiten.
Die aufgezeigten Nachteile werden erfindungsge mäss dadurch vermieden, dass der Zyklusskalenträger ausnehmbare, z. B. ausschneidbare bzw. aufklappbare Skalenfelder besitzt, die individuell wählbar sind und als Anlege- bzw. Ablesemarken für die Datumsskala dienen. Damit können die individuell verschiedenen, für eine bestimmte Person aber meist für lange Zeit gleichbleibenden Daten (Schwankungsspielraum und die kürzeste Regelmonatslänge) auf einfache Weise für oftmalige Benützung markiert werden.
Dies kann durch den Benützer selbst erfolgen, und zwar bei spielsweise durch Ausschneiden der entsprechenden Skalenfelder oder durch Einschneiden der Tren- nungslinien gegen die benachbarten Felder und Zu rückklappen des Feldes um die undurchtrennt ge bliebene Seite. Die zuletzt angegebene Vorgangsweise ,eröffnet den Vorteil, das Feld wieder in die alte Stellung klappen zu können und ein anderes Feld auszunehmen, falls sich die individuellen Daten ge ändert haben. Demgemäss ist die Handhabung des Ge rätes sehr erleichtert.
Schliesslich ist die Wahrschein lichkeit einer Fehlablesung beim Gerät nach der An meldung sehr gering, da die individuell veränder lichen Marken durch Ausnehmen gebildet werden und jeweils nur einen einzigen Zahlenwert der Da tumsskala für eine bestimmte Monatslänge sichtbar machen. Ferner weist das Gerät nur zwei Skalen träger auf, was die Herstellung vereinfacht.
Zweckmässig sind bei zumindest teilweiser Über deckung der Skalen wenigstens teilweise die Marken ausschnitte im Zyklusskalenträger angeordnet, oder es besteht wenigstens der oben befindliche Skalen träger, insbesondere der Zyklusskalenträger, minde stens im Bereich der Skalenüberdeckung aus durch sichtigem Werkstoff. Damit wird das Gerät über sichtlicher.
Mit besonderem Vorteil werden als Skalenträger übereinander angeordnete, im Zentrum miteinander drehbar verbundene, insbesondere gleich grosse Schei ben verwendet, wobei bevorzugt die Scheibe mit der Zyklusskala oben angeordnet ist. In dieser Form ist das Gerät sehr handlich. Wenn die Oberscheibe mit der Zyklusskala im Bereich der äussersten Skalen reihe der Datumsskala über die Tageseinteilung für den kürzesten Regelmonat ausgeschnitten und diese Einteilung am so entstandenen neuen Aussenrand zurückversetzt ist, ergibt sich eine grössere über sichtlichkeit.
Man kann auch den vorhergehenden Eisprung ablesen, wenn auf dem Datumsskalenträger, insbe- sondere auf seiner Rückseite, eine Tageseinteilung für den vorhergehenden Eisprung angebracht wird.
Die Skalenträger müssen nicht unbedingt schei benförmig sein. Vielmehr können die Skalen auf in einandergesteckten Rotationskörpern, wie Zylindern, Halbkugeln, Kegeln oder dergleichen, insbesondere an deren Rand, sitzen, wodurch sich die Ausdehnung in einer Richtung oder in zwei Richtungen reduzieren lässt. Dies gilt vor allem bei Benutzung zylindrischer Skalenträger. Auch prismenförmige Skalenträger kommen in Frage, die ineinandergesteckt und gegen einander verschiebbar sind.
In solchen Fällen kann der Datumsskalenträger ein Vierkant- oder Dreikant stab sein, der auf jeder Seitenfläche eine Tagesein teilung für eine andere Monatslänge trägt, wobei dieser Stab mit beliebiger Seitenfläche unter der Zyklusskala einschiebbar ist.
Die fix vorgesehenen Ausschnitte für den Ei- sprung und die bevorstehende Regel können aus Deutlichkeitsgründen schmäler als die Felder der Zyklus- und der Datumsskala gehalten sein. Sehr gut handlich ist das Gerät, wenn in reehensehieber- ähnlicher Ausführung der Datumsskalenträger stab- förmig und der Zyklusskalenträger läuferartig ausCe- bildet sind.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung bei spielsweise erläutert. Die Fig. 1 bis 3 zeigen eine Ausführung mit zwei gleich grossen Scheiben, und zwar Fig. 1 die untere Scheibe von oben, Fig. 2 von unten und Fig. 3 das zusammengestellte Gerät.
Fig. 4 lässt eine Ausgestaltung mit teilweise sektor- förmig ausgeschnittener Oberscheibe erkennen. Fig. 5 gibt eine rechteckige Ausführung wieder. Fig. 6 stellt eine zylindrische, Fig. 7 eine halbkugelige, Fig. 8 eine kegelförmige und Fig. 9 eine Einrich tung mit einem Quader-Datumsträger dar.
Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen wird einer Zahlenskala, die den Tageszahlen eines Kalen dermonates entspricht, eine Skala verschiebbar gegen übergestellt, die im wesentlichen zwei Hauptab schnitte<I>A</I> und<I>D,</I> den ersteren für den kürzesten Regelmonat und den zweiten für den Schwankungs spielraum, aufweist. Durch die individuelle Auswahl der entsprechenden Felder in den beiden Abschnit ten<I>A</I> und<I>D</I> beim Einstellen und Ablesen wird die Berechnungsgrundlage jedem individuell vorkom menden Monatszyklus angepasst.
Bei der Ausfüh rung nach den Fig. 1 bis 3 wird das Gerät durch individuelles Ausnehmen von zwei Feldern<I>a</I> und<I>d</I> der Abschnitte<I>A</I> und<I>D</I> aus der obern Scheibe O gebrauchsfertig gemacht. Nach Einstellen des kürze sten Regelmonates, das heisst durch Einstellen von a auf den Tag t des Regelbeginnes auf der Datums skala<I>T</I> der Scheibe<I>U</I> (Fig. 1) wird ohne weiteres Dazutun automatisch gleichzeitig folgendes abge lesen: erster empfängnisfähiger Tag<I>bei B,</I> frühest möglicher Eisprungtag bei C und letzter empfäng nisfähiger Tag bei D. Ausserdem wird als praktische Ergänzung zur Zyklusberechnung der früheste erste Tag der nächsten Menstruation im Abschnitt E ab gelesen.
Ferner kann man mit diesem Gerät auch den Eisprungtag ermitteln, der der laufenden Regel vor angegangen ist, was eine in manchen Fällen sehr be grüssenswerte Ergänzung sein kann; hierzu dient die Skala V auf der Rückseite der Scheibe U (Fig. 2). Der Berechnungsbereich des Gerätes für den kürze sten Regelmonat beträgt 19 bis 33 Tage. Der Schwankungsspielraum vom kürzesten bis zum läng sten Regelmonat kann 0 bis 12 Tage betragen, was einer Schwankungsbreite von 19 bis 45 Tagen ent spricht und alle praktisch vorkommenden Zyklus fälle umfasst.
Die Innenseite der untern Scheibe U (Fig. 1) ist am Umfang durch radiale Linien, die etwa "-, des Durchmessers der Scheibe lang sind, in 64 gleiche Teile geteilt. Dieser radiale Linienkranz ist durch zwei Kreislinien u1, uz in drei gleiche Teile geteilt, der aussen und innen durch je eine weitere Kreis linie u bzw. u3 begrenzt ist. Im Linienkranz befin den sich, am gleichen Radius beginnend, im Uhr zeigersinne verlaufend dreimal drei Zahlenreihen t und bilden eine dreifache Rundskala. Diese beginnt mit drei schwarzen bzw. farbigen Zahlenreihen auf weissem Grund.
Die äussere Reihe läuft von 1 bis 31, die mittlere von 1 bis 30 und die innere Reihe von 1 bis 28. Anschliessend befinden sich drei anders farbige Zahlenreihen von je 1 bis 31 auf schraffier tem oder sonst kontrastgefärbtem Grund. Wieder an schliessend befinden sich drei kurze, besonders mar kierte Zahlenreihen, welche die restlichen freien Fel der bis zum dreifachen Beginn der erstgenannten Zahlenreihen mit 1>.> ausfüllen. Von den Schluss reihen besteht die äussere Reihe aus den Ziffern 1 und 2, die mittlere aus den Ziffern 1 bis 3 und die innere aus den Ziffern 1 bis 5. Dieser Zahlenkranz T wird als Datumsskala bezeichnet.
Gemäss Fig. 2 befindet sich auf der Rückseite der untern Scheibe U eine entgegen dem Uhrzeiger verlaufende Zahlenreihe V von 17 bis 31, die sich mit 1 bis 16 fortsetzt. Die Zahl 17 dieser Zahlen reihe deckt sich genau mit der 1 der schwarzen äussersten Zahlenreihe auf weissem Grund auf der Vorderseite der untern Scheibe und so fort. Die Zahlenreihe V dient zur Ermittlung des vergangenen Eisprungtages.
Die obere Scheibe O ist in 31 + 2 Sektoren unterteilt. Es sind, wie erwähnt, zwei Sektorengrup pen<I>A</I> und<I>D</I> sowie mit Ausschnitten versehene Sektoren B, C und E vorgesehen, die alle mit Ab schnitte bezeichnet werden. Die einzelnen Sektoren besitzen mit Ausnahme des in der Mitte befindlichen Doppelsektors, der zur Unterscheidung der verschie den langen Kalendermonate dient, die gleiche Breite wie die Sektoren der Zahlenkränze T und V der untern Scheibe U. Von links oben beginnend besit zen die ersten 15 Sektoren des Hauptabschnittes A für die kürzesten Regelmonate in Tagen, die für die Datumseinstellung des Regelbeginnes vorgesehen sind, die gleiche radiale Tiefe wie die äussere Zahlen reihe der untern Scheibe U. Diese Sektorenreihe der Gruppe A ist entgegen dem Uhrzeiger mit den Zah len 19 bis 33 versehen.
Rechts anschliessend an den Sektor mit der Zahl 19 befindet sich ein ausgeschnit tener Sektor Abschnitt B. Dieser dient zum Ablesen des ersten empfängnisfähigen Tages und hat die gleiche Breite wie die einzelnen Zahlensektoren der Scheibe U und eine radiale Tiefe, die der Gesamt höhe der drei Zahlenreihen der untern Scheibe ent spricht, so dass eine ganze Zahlenspalte der untern Scheibe sichtbar wird (siehe Fig. 3). Nach einem Abstand von zwei Sektoren, also dem Doppelsektor f, befindet sich ein gleich tief ausgeschnittener, je doch schmälerer Abschnitt C, der den Tag des Ei- sprunges anzeigt.
Der Doppelsektor f ist quer durch zwei Kreislinien k1, k, geteilt. Dieselben decken sich genau mit den zwei innern Kreislinien u1, u2 der untern Scheibe U. Die so entstandenen Kreisring stücke des Doppelsektors tragen folgende Aufschrif ten: aussen 31 Tage , in der Mitte 30 Tage und innen 28 Tage ; unterhalb des Doppelsektors steht zu lesen: Monat mit . Nach dem Abschnitt C be finden sich rechts anschliessend 13 Sektoren mit der gleichen Breite und Tiefe wie der Abschnitt B.
Diese 13 Sektoren tragen von links nach rechts folgende Aufschriften: 0 Tage (Regelmonat immer gleich lang), 1 Tag , 2 Tage , 3 Tage usw. bis 12 Tage , und bilden den Hauptabschnitt D, der für die Ablesung des letzten empfängnisfähigen Tages vorgesehen ist. Das Feld mit dem für den Benützer zutreffenden Wert muss vor der Verwendung des Gerätes ausgenommen werden. Jeder von links nach rechts folgende Sektor schiebt entsprechend seiner Tageszahl den letzten empfängnisfähigen Tag hinaus. Abschliessend befindet sich neben dem Sektor 12 Tage ein weiterer Sektor g mit gleichen Abmessun gen.
Dieser hat die gleiche Aufgabe wie der Doppel sektor f und ist ebenfalls wie dieser durch zwei Kreislinien k3, k4 in drei gleiche Teile geteilt. Im äussern Teil befindet sich die Aufschrift: 31 , im mittleren 30 und im innern Teil 28 . Innerhalb steht wieder zu lesen Monat mit . Rechts davon befindet sich abschliessend der schmale Abschnitt E, der den frühesten ersten Tag der nächsten Menstrua tion anzeigt. Innerhalb den Sektoren 19 bis 33 des Abschnittes A befindet sich die Bezeichnung kürze ster Regelmonat in Tagen , darunter Gerät hier ein stellen! , wieder darunter Bei<I>B, C, D, E</I> das Re chenresultat ablesen! . Der Abschnitt B ist mit Erster E2.-Tag und Abschnitt C mit Eisprung bezeichnet.
Innerhalb den Sektoren 0 bis 12 Tage des Abschnittes D befindet sich die Bezeichnung Schwankungsspielraum in Tagen , darunter Letzter E -Tag . Links daneben, innerhalb des Sektors 0 Tage, steht zu lesen Regelmonat immer gleich lang . Der Abschnitt E ist mit Nächste Regel be zeichnet. Die Gesamtskala der obern Scheibe O mit Ausnahme des Abschnittes D wird als Zyklusskala bezeichnet. Zur Handhabung dieses Konzeptionsanzeigers ist es lediglich erforderlich, dass für den vorliegenden Fall der kürzeste und der längste Regelmonat in Tagen festgestellt wird. Zum Beispiel beträgt der kürzeste Regelmonat 25 Tage, der längste Regel monat 30 Tage, so dass sich ein Schwankungsspiel raum von 5 Tagen ergibt.
Vor der ersten Verwendung des Gerätes ist z. B. mit einer Schere aus der obern Scheibe O vom Ab schnitt<I>A</I> das Viereck<I>a</I> der Zahl herauszuschneiden, die dem kürzesten Regelmonat in Tagen entspricht, im Beispiel also die Zahl 25. Vom Abschnitt D der obern Scheibe wird das Rechteck d, welches dem Schwankungsspielraum bis zum längsten Regelmonat entspricht - im Beispiel sind es 5 Tage - also das Rechteck mit der Bezeichnung 5 Tage heraus geschnitten. Nun ist das Gerät gebrauchsfertig. Wie erwähnt, brauchen diese Felder jedoch nicht ganz herausgeschnitten zu werden. Es ist möglich, diese nur an zwei Seiten einzuschneiden und um die dritte Seite zurückzuklappen bzw. zu biegen.
Durch das Ausnehmen der zwei Zyklusfelder a und d sind die Zahlenreihen der untern Scheibe U sichtbar gewor den, die auch schon auf Grund der vorhandenen freien Felder in den Abschnitten B, C und E der obern Scheibe sichtbar waren. Die drei schwarzen Zahlenreihen der untern Scheibe auf weissem Grund stellen jeweils den 31-, 30- oder 28tägigen Kalender monat dar, in den der erste Tag der Menstruation fällt. Sie dienen zum Ablesen des Resultates in den Abschnitten<I>B, C, D</I> und E innerhalb desselben Kalendermonates.
Der Übergang des Resultates in den nächstfolgenden Kalendermonat wird von den anschliessenden andersfarbigen Zahlenreihen auf schraffiertem oder sonstwie kontrastgefärbtem Gnind in der gleichen Weise abgelesen. Bei ,einem eventuel len Übergang in den übernächsten Kalendermonat (wenn der kürzeste Regelmonat mehr als 28 Tage hat) wird das Resultat (nur 3. Monat) von den mit einem Winkel markierten Zahlen abgelesen. Die äussere schwarze Zahlenreihe auf weissem Grund dient ausserdem zum Einstellen des ersten Menstrua tionstages in dem ausgenommenen Feld a des kürze sten Regelmonates im Abschnitt A der obern Scheibe.
Im vorliegenden Beispiel dreht man die beiden Scheiben U und O so, dass die betreffende schwarze Zahl auf weissem Grund der äussern Zahlenreihe, die dem Kalendertag des Regelbeginnes entspricht, z. B. der 7. Jänner, genau unter das ausgenommene Feld a des Abschnittes A, in unserem Beispiel das Viereck der Zahl 25, gebracht wird. Je nachdem," ob der Monat, in den der erste Tag der Menstrua tion fällt, 31, 30 oder 28 Tage hat (im Beispiel sind es 31 Tage), liest man nun von der äussern, mittleren oder innern Zeile, in den entsprechenden (ausgenom menen) Feldern bzw. Abschnitten<I>B, C, D</I> und E das Rechenresultat ab. Bei einem Schaltjahr-Februar wird in der innern Februarspalte, beim Übergang in den Monat März (Zahlen auf schraffiertem Grund), ein Tag abgezogen.
Man liest also vom nächsten Abschnitt B den ersten empfängnisfähigen Tag ab; im Beispiel ist es der 14. Jänner. Vom schmalen Abschnitt C wird der früheste Tag des Eisprunges, das ist der 17. Jänner, abgelesen. (Die grösste Emp fänglichkeit ist etwa 8-10 Stunden vor dem Ei- sprung gegeben, und eine Kohabitation zu dieser Zeit führt sicher zur Schwangerschaft!) Vom ausgenom menen Feld<I>d</I> des Abschnittes<I>D</I> liest man den letzt möglichen empfängnisfähigen Tag ab, das ist der 23. Jänner.
Schliesslich zeigt der schmale Abschnitt E an, wann frühestens der erste Tag der nächsten Menstruation zu erwarten ist, im Beispiel ist es der 1. Februar. Bis zu der gleichen Anzahl der Tage, die der Schwankungsspielraum beträgt, im Beispiel sind .es 5 Tage, können sich Eisprung und nächste Regel verzögern. Auch den Eisprung, der dem lau fenden Regelmonat vorangegangen ist, kann man, wie erwähnt, mit diesem Gerät ermitteln.
Man braucht zu diesem Zweck nur auf der Rückseite der untern Scheibe U die Zahl bzw. den Kalendertag als vergangenen Eisprungtag abzulesen, die gleich deckend unter der schwarzen Datumszahl auf weissem Grund ist, zu der die laufende Regel auftrat, und die im Abschnitt A beim Einstellen des Gerätes unter dem ausgeschnittenen Sektor der Zahl 25 zu liegen kam. Im Beispiel ist es der 23. Dezember. Dies gilt, wenn der vergangene Monat, bei dem der vergangene Eisprung aufgetreten ist, 31 Kalender tage hatte. Bei einem abgelaufenen Kalendermonat mit 30 Tagen wäre es ein Tag zuvor, also der 22. Tag im Monat. Beim Monat Februar mit 28 Tagen wären es drei Tage zuvor, also der 20. Fe bruar, bei einem Schaltjahr sind es zwei<I>Tage zu-</I> vor, also der 21. Februar.
Wenn der Monat, in den der erste Tag der Menstruation fällt, ein 31tägiger Kalendermonat ist und der 2. folgende Monat 30 bzw. 28 Tage hat, wird bei einem eventuellen Über gang des Rechenresultates in dem 3. Monat bei 30 Tagen in der mittleren Zeile bzw. bei 28 Tagen in der innern Zeile (nur!) der 3. folgende Monat (mit einem Winkel markierte Zahlen) abgelesen. Ist der 2. Monat ein Schaltjahr-Februar mit 29 Tagen, so wird beim Ablesen des 3. Monates in der innern (Februar-) Zeile 1 Tag abgezogen.
Die beiden Scheiben U und O können aus jedem für diesen Zweck geeigneten (einschliesslich durch sichtigen) Material angefertigt sein. Statt der beiden auszuschneidenden Zyklusfelder<I>a</I> und<I>d</I> in den Ab schnitten<I>A</I> und<I>D</I> können auch, wie schon erwähnt, Deckklappen zur Freilegung der jeweils betreffen den zwei Zyklus- bzw. Schwankungsspielraumfelder in den Abschnitten<I>A</I> und<I>D</I> auf der obern Scheibe vorgesehen sein.
Eine der beiden Scheiben kann auch auf einer quadratischen oder rechteckigen Unterlage ange bracht oder aufgedruckt bzw. eine oder beide Schei ben in einem Gehäuse drehbar befestigt oder nur eine von beiden darin fest montiert sein. Das gleiche gilt auch für die im folgenden behandelten abge änderten Ausführungen in Rechenschieber-, Zylin- der-, Kugel- oder Kegelform und dergleichen. Es können auch die Abschnitte C für den Eisprung und E für die nächte Regel aus Vereinfachungsgründen wegbleiben. Bei allen Ausführungen kann auch eine vierte Zahlenreihe für den Schaltjahr-Februar hinzu gefügt werden.
Nach Fig. 4 ist zwecks Erweiterung der Berech nungsmöglichkeiten (Ermittlung der Länge der ein zelnen Regelmonate) im Abschnitt A der obern Scheibe die entgegen dem Uhrzeigersinn verlaufende Zahlenreihe von 19-33 durch den Ergänzungsab schnitt A;F von 34-45 die Gesamtskala auf 19-45 erweitert. Ausserdem sind der Abschnitt A und der Ergänzungsabschnitt A;F um die Breite der äussern Zahlenreihe der untern Scheibe nach innen verlegt, so dass diese über die Abschnitte<I>A + A .F</I> vorsteht. Bei dieser Ausführung kann auf die Ausnehmbarkeit der Zahlenfelder im Abschnitt A verzichtet werden.
Statt des Ausschneidens des jeweils in Frage kommen den Zahlenfeldes im Abschnitt A, kann dasselbe zwecks Kennzeichnung des kürzesten Regelmonates in Tagen etwa mit Rotstift markiert werden.
Will man nun die Länge der einzelnen Regel monate ermitteln, gehe man folgendermassen vor: Man bringt die Datumszahl des neuen Regelbe- ginnes (vom 1. bis 17. Zahl auf schraffiertem oder sonstwie kontrastgefärbtem Grund und vom 18. bis 31. schwarze Zahl auf weissem Grund) im Abschnitt A in das entsprechende Zahlenfeld (31, 30, 28 oder 29), das der Länge des Kalendermonates entspricht, in den der 1. Tag des vorangegangenen Regelmonates fällt, und liest unter der betreffenden Datumszahl des vorangegangenen Regelbeginnes, im Abschnitt <I>A</I> oder A/F, die Länge des vorangegangenen Regel monates ab.
Hat der vorangegangene Regelmonat weniger Tage als der Kalendermonat, in den der Beginn fällt, so wird rechts vom Einstellfeld die gesuchte Länge abgelesen, hat es jedoch mehr Tage, so wird die gesuchte Länge links vom Einstellfeld abgelesen (bis AF).
Fällt der vorangegangene sowie der neue Regel beginn in den gleichen Kalendermonat, so wird ohne Rücksicht auf die Kalendermonatslänge im Zahlen feld 31 das Datum des neuen Regelbeginnes einge stellt.
Wenn sich der gesuchte Regelmonat zwischen drei Kalendermonaten befindet, von denen der mitt lere 30, 28 bzw. 29 Tage hat, so wird auf das be treffende Zahlenfeld des mittleren Kalendermonates (30, 28 bzw. 29) der neue Regelbeginn eingestellt.
<I>Beispiele</I> 1. Vorhergehender Regelbeginn 7. Jänner, neuer Regelbeginn 5. Februar. Man stellt die Zahl 5 auf schraffiertem Grund im Zahlenfeld 31 des Abschnit tes A ein und liest rechts unter der Datumszahl 7 auf schraffiertem Grund die Länge des vorangegan genen Regelmonates mit 29 Tagen ab. 2. Vorangegangener Regelbeginn 5. Februar, neuer Regelbeginn 7. März. Hier stellt man die Zahl 7 auf schraffiertem Grund im Zahlenfeld 28 ein und liest unter der Datumszahl 5 auf schraffiertem Grund links die Länge des vorangegangenen Regel monates mit 30 Tagen ab.
3. Vorangegangener Regelbeginn 7. März, neuer Regelbeginn 18. April. Hier wird die schwarze Zahl <B>18</B> auf weissem Grund im Zahlenfeld 31 eingestellt und unter der schwarzen Datumszahl 7 auf weissem Grund links im Abschnitt A/F liest man die Länge des vorangegangenen Regelmonates mit 42 Tagen ab.
4. Vorangegangener Regelbeginn 18. April, neuer Regelbeginn 13. Mai. Man stellt die Zahl 13 auf schraffiertem Grund im Zahlenfeld 30 ein und liest unter der Datumszahl 18 auf schraffiertem Grund rechts die Länge des vorangegangenen Regelmonates mit 25 Tagen ab.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführung als Rechenschieber ist der Träger R der Datumsskala T linealartig ausgebildet. Die Zyklusskala ist in diesem Falle auf einem darüber laufenden Schieber S ange bracht; sonst ist das Prinzip bei den Abschnitten A, <I>B, C, D</I> vollkommen gleich wie bei der scheiben förmigen Ausführung. Bei dieser Ausbildungsform ist der Läufer S mit Ausschnitten und ausnehmbaren Feldern versehen. In der Zeichnung Fig. 5 ist das Feld des Abschnittes D mit dem Zahlenwert 5 aus geschnitten.
Ebenso können die Abschnitte A/F und E, wie bei allen Modifikationen des Erfindungsgegen standes, auch bei der Rechenschieberform vorgesehen sein.
Bei der zylinder-, halbkugel- bzw. kegelförmigen Ausführung nach den Fig. 6 bis 8 ist die Datums skala auf einem Zylinder Z, einem Halbkugelmantel H bzw. einem Kegelmantel K angebracht; darüber befindet sich ein grösserer, drehbar angebrachter Hohlzylinder Z1, ein grösserer Halbkugelmantel H1 oder ein grösserer Kegelmantel K1, auf dem die Zy klusskala mit den gleichen Abschnitten und aus nehmbaren bzw. aufklappbaren Feldern wie bei der Ausführung in Scheibenform angebracht ist.
Bei der zylinderförmigen Ausführung kann eine drei- oder vierfache Datumsskala als verschiebbarer Rundstab in einem gegebenenfalls bei L längsge schlitzten Hohlzylinderstab untergebracht sein. Der Längsschlitz erleichtert dabei sehr das Schneiden bzw. Ausnehmen (Zurückklappen) der gewünschten Felder.
Bei der Ausführung der Skalenträger als Halb kugeln H und H1 bzw. Kegel K und K1 (Fig. 7 und 8) befinden sich die beiden Skalen jeweils am Äquator der ineinandergesteckten Halbkugeln bzw. am Ba sisrand der ineinandergesteckten Kegel.
Statt eines hohlen Rundstabes kann auch gemäss Fig. 9 ein hohler Vier- oder Dreikantstab H2 mit der darauf angebrachten Zyklusskala verwendet werden, indem ein dazu passender Vier- oder Dreikantstab P mit den darauf befindlichen Datumsskalen mit der jeweils in Frage kommenden Skalenfläche seitlich eingeschoben wird. Jede der vier Flächen F1 bis F4 des dargestellten Vierkantstabes P trägt die Zahlen reihe für eine andere Kalendermonatslänge.
Bei dieser Ausführung (Fig. 9) ist je ein Feld a und<I>d</I> der Abschnitte<I>A</I> und<I>D</I> aufgeklappt darge stellt.
Insbesondere bei den Ausführungen nach den Fig. 5 bis 9 ist es aus Gründen der übersichtlichkeit sehr vorteilhaft, wenn die aussenliegenden Skalen träger aus durchsichtigem Material bestehen.