Frauenkalender zum Ablesen der Tage der Empfängnismöglichkeit. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Frauenkalender zum Ablesen der Tage der Empfängnismöglichkeit der Frau zwi schen zwei Menstruationen. Die Erfindung stützt sich auf die bekannten Theorien der Forscher Prof. Dr. Knaus, Dr. Ogino, Dr. Smuders und anderer.
Sie besteht darin, dass einer feststehenden Zyklusskala mit einer Aufzählung von zirka 40 Tagen zwei Schieber ,sowie verschiebbare Datumskalen zugeordnet sind, welch letztere so einzustel len sind, dass der erste Kalendertag des Menstruationsbeginnens mit der mit 0 be zeichneten Stelle der feststehenden Zyklus skala übereinstimmt, und dass zwei Schieber mit Marken und Zeiger versehen sind, von denen der Zeiger des einen Schiebers auf den Tag des kürzesten Menstruationszyklus, der Zeiger des andern Schiebers auf den Tag des längsten Menstruationszyklus einzustellen ist, und dass Zeiger und Marken der Schieber so angeordnet sind,
dass durch diese auf der Datumskala die Tage der absoluten und die Tage der wahrscheinlichen Empfängnismög- lichkeit gekennzeichnet werden. Mit dem gleichen Kalender kann durch Angliederung einiger Skalen auch der Tag der Niederkunft ermittelt werden.
In beiliegender Zeichnung sind zwei Aus führungsbeispiele veranschaulicht, es zeigt: Fig. 1 lein stabförmiges Gerät in Ansicht, Fig. 2 das Gerät in der Draufsicht, Fig. 3 einen Schnitt durch dasselbe nach der Linie A-B, Fig. 4, 5, 6 und 7 'Schieber, Fig. 8 ein Gerät in Scheibenform in der Draufsicht, Fig. 9 eine Skalenscheibe mit einer Zahlenreihe von 5 Monaten von 28 bis 31 Tagen, Fig. 10 und 11 Schieber,
Fig. 12 die Bodenscheibe mit einer Skala von 0-39, Fig. 13 die Deckscheibe, Fig. 14 die Schaltjahrscheibe, Fig. 15 die Scheibe mit Skala der Wochentage, Fig. 16 die Scheibe mit Monatsnamen, Fig. 17 die Scheibe mit Monatseinteilung zum Einstellen der Scheibe nach Fig. 9, Fig. 18, 19 und 20 Einstellscheiben zur Feststellung des voraussichtlichen Tabes der Geburt, Fig. 21 ein Schema der Theorie.
Fig. 21 zeigt ein Schema, welches die Theorie veranschaulicht. Angenommen der Zyklus sei genau 28 Tage. Auf diese An nahme stützt eich das Schema. Es ,-wird ge bildet durch zwei Zyklusreihen von 28 Tagen <I>a</I> und<I>b,</I> die nebeneinander angeordnet sind. Reihe a beginnt von unten bei 1 mit dem ersten Tag der Menstruation, diese Reihe be zeichnet die Tage von der letzten Menstrua tion gerechnet. Bei Reihe b ist der letzte Tag des Zyklus, also der Tag vor der Menstrua tion oben und mit 1 bezeichnet. Nach der ge nannten Lehre tritt der Eisprung normaler weise am 15. Tag vor dem Tag der nächsten Menstruation ein, man zählt auf Reihe b daher vom kommenden Menstruationstag rückwärts.
Da der Samen zirka 48 Stunden befruchtungsfähig bleibt, beginnt die Be fruchtungsfähigkeit schon zwei Tage vorher, also in diesem Fall schon am 17. Tag vor dem Tag der nächsten Menstruation. Die ge nannten Forscher rechnen ferner, dass sich der Eibläschensprung um zwei Tage nach vorn und um drei Tage zurück verschieben kann. Zur Anwendung der Lehre und des obigen Gerätes ist vor allen Dingen die Kenntnis der Zykluslängen über eine grössere Zeitspanne von mindestens einem Jahr erfor derlich und Voraussetzung.
In den Fig. 1 bis 7 ist ein Gerät mit Stabform beschrieben. Ein flacher Holzstab 1 (Fig. 3) ist beidseitig mit U-förmigen Schienen 3 und 4 versehen. Diese Schienen sind länger als der Holzstab 1 und bilden an ihren den Holzstab überragenden Enden 5 und 6 das Lager für Spulen 7 und 7', auf welche ein Band 8 gewickelt ist. Das Band 8 weist eine Aufzeichnung der Monatstage 8' der 12 Monate und die zugehörigen Monats- bezeichnungen 8a des Jahres auf.
Soll der Schalttag eines Schaltjahres berücksichtigt werden, .dann können den 12 Monaten drei weitere Monate, Januar, Februar, -März an gegliedert werden, bei welchen der Monat Februar ?9 Tage aufweist. Das Band 8, dessen beide Enden auf den Spulen 7 und 7' befestigt sind, kann durch Drehen der Spulen mit den Griffen 9 und 10 über den Stab 1 ge zogen werden, so da.ss die Tagesziffern aller 12 Monate auf eine beliebige Stelle des Sta- bes eingestellt werden können.
Auf der U-Schiene 4 ist eine Zyklusskala 11 befestigt. Diese eist die Zahlen 0-40 auf. Die Tageseinheiten aller Skalen haben gleiche Breite. 40 Tage sind ein hochliegen der Zyklus, der nur Ausnahmefälle aus schliesst. Auf der andern Seite des Bandes 8 ist eine verschiebbare Skala 24 mit den Wochentagen, Montag, Dienstag usw. Diese ist durch die Mutter 25 in der gewünschten Stellung feststellbar. Das Band 8 kann nun mit jedem beliebigen Tag im Jahr auf den Tag 0 der Zyklu-skala eingestellt, und durch Einstellen der Woehentagskala 24 wird der betreffende Tag mit seinem Wochentag be zeichnet.
In Fig. 2 ist beispielsweise der Montag der 3. März auf 0 der Zyklusskala 11 ein gestellt. Das bedeutet also, dass am Montag, den 3. März die Menstruation eingetroffen ist. In der U-Schiene 4 ist ein Schlitz 4'. Durch diesen Schlitz 4' greifen die Schrau ben 14 und 14' der Schieber 12 und 13 (Fig. 4, 5, 6). Diese Schieber sind auf der Innenseite der U-Schiene 4 verschiebbar an geordnet und mit den Muttern 14" und 14"' feststellbar. Der Schieber 12 ist unter dem Schieber 13 gelagert. Der Schieber 12 hat eine Zunge 15, welche die Breite einer Tages einheit der Skalen entspricht.
Diese Zunge 15 ist so lang, dass sie die Tagesskala von Band 8 und die Wochentagskala \?4 überbrückt. Der Längsabstand von der Zunge 15 zur Marke 17 beträgt 14 Tage@einheit n, und die helle Stelle 18 hat eine Breite von drei Tageseinheiten, der Rest des Bandes 16 ist gefärbt und in der Zeichnung mit eng inein- anderstehenden Punkten markiert.
Wird nun der Zeiger 15 auf den Tag des längsten Zy- klus der Zyklusskala 11 eingestellt, in Fig. 2 auf 31, dann zeigt die Marke 17 auf der Skala 11 den Tag des Eibläschensprunges an, der nach Fig. 2 mit Mittwoch, den 19. März übereinstimmt. Die helle Stelle 18 als zweite Marke des Randes 16 weist auf drei Tage, den 17., 18. und den 19. der Skala 11 hin, welche mit den Tagen, Donnerstag, Freitag, Samstag, den 21., 22. und 23.
März der Datumskalen übereinstimmt. Diese drei Tage berücksichtigen eine eventuelle Ver spätung des Eibläschensprunges um drei Tage. Die durch die dunkle Stelle des Ran des 16 gekennzeichneten Tage sind die un fruchtbaren Tage nach dem Eibläschen sprung auf der Skala 11 von 21-31, oder vom Sonntag, den 23. März bis Donnerstag, den 3. April auf -den Datumskalen. Der zweite Schieber 13 hat einen Zeiger 20 von derselben Länge und Breite wie Zeiger 15.
Im Abstand von 16 Tageseinheiten beginnt ein Rand 21, derselbe weist eine verdunkelte Marke von der Breite einer Tageseinheit auf und eine helle Marke 23 von zwei Tagesein heiten. Die Gesamtlänge des Randes 21 ent spricht etwa 20 Tageseinheiten. Der Zeiger 20 wird auf den Tag des kürzesten Zyklus auf der Zyklusskala 11 eingestellt. In Fig. 3 beispielsweise auf den 25. Tag, der mit dem Freitag, den 28. März der Datumskala über einstimmt. Die Marke 22 zeigt auf den Dienstag, den 11. März. Die helle Marke 23 weist auf den 9. und 10. März hin. Die zwei Tage, der 9. und 10. März, bezeichnen die Tage der höchstmöglichen Lebensdauer des Samens.
Die Empfängnismöglichkeit ist aus Fig. 3 somit ersichtlich, sie erstreckt sich vom Dienstag, den 9. März bis und mit Samstag, den 22. März. Die Tage der grösst möglichen Empfängnis sind durch Marken 22 und 17 eingeschlossen und erstrecken sich auf die Tage vom 11. bis 19. März. Die Tage vor dem 9. März sind durch den dunklen Rand 21 als die unfruchtbaren Tage vor dem Eintritt der Menstruation gekennzeich net. Die Tage nach dem 22. März kennzeich nen die unfruchtbaren Tage bis zum nächsten Menstruationsbeginn.
Das Ende des Stabes 1 ist mit einer Platte 26 überdeckt, welche mit Schreibkar ten versehen ist, auf welchen die Daten des Eintrittes der Menstruation und deren Zy klus notiert werden. Dadurch ist eine genaue Kontrolle und die Festlegung der längsten und kürzesten Zyklusse für die Zukunft möglich.
Die Fig. 8 bis 20 zeigen ein Gerät in Scheibenform. Die Grundplatte 30 (Fig. 12) zeigt eine konzentrisch angeordnete Skala 30a von 0-39, wobei 0 der Tag des Men- struationsbeginnes bedeutet. Über dieser Grundplatte und konzentrisch zu dieser dreh bar um die Achse Z angeordnet, ist die Scheibe 31 (Fig. 15) mit den Wochentagen.
Die Scheibe 31 ist im Durchmesser kleiner als der innre Skalenkreis 30a der Grund platte 30, ,so dass dieser sichtbar bleibt. Über der Scheibe 31 ist die Scheibe 32 (Fig: 9) drehbar angeordnet. Diese Scheibe hat auf ihrem, Rand einen Zahlenkreis 32a mit den Monatslängen 31, 30, 31, 31 und 28. Durch diese Einteilung ist es möglich, mit fünf Monatslängen die Übergänge verschieden langer Monate, z. B. vom Januar zum Februar, Februar, März ehe. sowie der gleich langen Monate Juli, August, Dezember, Januar, einzustellen.
Dies ist erforderlich, da bei einer Anordnung von 365 Tagen wie bei dem Stabgerät der Umfang der Scheibe zu gross würde, wodurch das Gerät unhandlich wäre. Zusätzlich zu dieser Scheibe ist .die Scheibe 33 (Fig. 16) mit den verschiedenen Namen der Monatsübergänge. Diese kann so gedreht werden, dass jeweils zwei Monats namen in dem Fenster 34 der Deckplatte 35 sichtbar werden. Das Fenster 34 läuft in demselben Abstand zur Achse Z wie der Zahlenkreis 32a .der Scheibe 32. Die Monats bezeichnungen der Scheibe 33 werden da durch den zugehörigen Monatstagen der Scheibe 32 zugeordnet.
Die Scheibe 32 ist durch ein Rohr mit der Scheibe 36 (Fig. 17) verbunden, so dass durch Drehen der Scheibe 36 auch Scheibe 32 gedreht wird. Über der Scheibe 32 sitzt die Scheibe 37 (Fig. 14). Diese hat eine Skala beginnend mit 29:, 1., 2., 3. etc., sie ist nur in Schaltjahren anzu wenden und wird entsprechend über die Scheibe 32 geschoben. Über dieser Scheibe 37 ist die Scheibe 38 (Fig. 10, der Schieber) drehbar um die Achse Z angeordnet. Diese hat einen Zeiger 39 und eine Zunge 40 mit einer Marke 41 an deren Ende.
Zwischen dem Zeiger 39 und der Marke 41 ist ein Ab sLaud von 14 Tageseinheiten. Wenn der Zei ger 39 auf den letzten Tag des Zyklus ein gestellt ist, dann zeigt die Marke 41 den Tag des als normal angenommenen Ei- sprunges an. Neben der Marke sind die er wähnten drei Sicherheitstage bedingt durch die Verschiebung des Eisprunges nach der nächsten Periode durch den Strich 43 ab gegrenzt. Der Rest der Zunge, welche schraf fiert gezeichnet ist und eine andere Farbe haben kann, zeigt die konzeptionslosen Tage vor der nächsten Menstruation an.
Die Scheibe 44 sitzt über der Scheibe 38 und bil det den zweiten Schieber ebenfalls drehbar um die Achse Z. Diese hat einen Zeiger 45 und eine Marke 46. Zwischen dem Zeiger 45 und der Marke 46 sind 17 Tageseinheiten. Hinter der Marke 46 sind durch Marke 47 die zwei Sicherheitstage, bedingt durch die längste Lebensdauer dies 'Samens vor dem Beginn der Konzeptionstage abgepresst. Der Zeiger 45 wird auf den kürzesten Tag des Zyklus eingestellt, so dass die Marke 46 den frühesten Tag der absoluten Konzeptions möglichkeit nach der Periode anzeigt.
Die beiden Marken schliessen somit die nach menschlichem Ermessen günstigste Befruch tungszeit ein. Der schraffierte Teil der Scheibe 44 kennzeichnet somit alle unfrucht baren Tage unmittelbar nach dem Menstrua tionsbeginn, währenddem der schraffierte Teil der Scheibe 38 alle unfruchtbaren Tage vor dem nächsten Menstruationsbeginn kenn zeichnet. Die Scheiben 38 und 44 können durch Schrauben 47a, welche durch Schlitze 48 der Deckplatte greifen, verstellt und fest gezogen werden. Wie genauer daher die Zy kluslänge bekannt ist, um so grösser ist die Sicherheit der Konzeptionsmöglichkeit zwi schen den beiden Marken 42 und 46.
Würde beispielsweise der Zyklus genau 28 Tage be tragen, so ergäbe das Gerät genau ein Bild nach der Skala. a der Fig. 21.
Eine weitere Einrichtung in Bezug auf die Stellung der Zeiger 45 und 39 dient zur Feststellung des zu erwartenden Tages der Geburt.
Nach Angaben verschiedener Ärzte beträgt die Zeit von der Befruchtung des Eies bis zum Tage der Geburt zirka 270 5 Tage.
Auf der Deckscheibe 35 ist ein Pfeil 50 und eine Marke 51, welche eine Breite von 5 Tagen hat. Die Scheibe Fig. 18 hat einen Zeiger 52, der ebenfalls eine Breite von 5 Tagen aufweist. Der Abstand von Pfeil 50 bis Mitte Marke 51 der Deckscheibe 35 be trägt 270 Tage, und ebenso lang ist. der Ab stand von Mitte Zeiger 52 bis zur Kante 53 der drehbaren Scheibe Fig. 18. Der durch den Zeiger 45 angezeigte Tag des kürzesten Zyklus wird auf dem Kalender der Scheibe Fig. 20 auf den Pfeil 50 eingestellt. Die Kante 53 der Scheibe Fig. 18 wird auf dem Kalendertag des längsten Zyklus, den Zeiger 39 anzeigt, auf der Scheibe Fig. 20 einge stellt.
Der nun sich zwischen der Marke 51 und dem Zeiger 52 ergebende Zwischenraum zeigt die Tage der voraussichtlichen Nieder- kunft.
Der Vorgang zur Bestimmung der Ta;e der Empfängnismöglichkeit der Frau ist folgender: Ist der Zvklns bekannt und schwankt dieser beispielsweise zwischen dem 25. und dem 31. Tag, so wird, wie aus Fig. 9 ersicht lich, Zeiger 39 auf den 31. und Zeiger 45 auf den 25. Tag der Menstruationsskala ein gestellt. Die i4larke 41 zeigt dann den letz ten Tag des Eisprunges, die Marke 46 den Tag des normalerweise frühesten Eisprunges, während die Striche (Marken) 47 und 43 die konzeptionslosen Tage abgrenzen.
Um diese Tage mit dem Kalenderdatum in Ein klang zu bringen, wird der Kalendertag der Schieber 32, an welchem die Menstruation be ginnt, auf den Tag 0 der Menstruationsskala 30a der Bodenplatte 30 eingestellt und die Wochentage sowie die Monatsbezeichnungen entsprechend zugeordnet.