CH326960A - Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Polyazofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Polyazofarbstoffe

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CH326960A
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Hans-Rudolf Dr Byland
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Sandoz Ag
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/24Disazo or polyazo compounds

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Description


  Verfahren zur Herstellung metallhaltiger     Polyazofarhstoffe       Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Herstellung metallhalti  ger     Polyazofarbstoffe,    welches darin besteht,  dass man     Polyazofarbstoffe    der Formel  
EMI0001.0004     
    worin x einen zur     Metallkomplexbildung     befähigenden     Substituenten,    beispielsweise  -OH,     -OCHS,        -OC2H5,        -OCH2    -     Cool-,     oder     -COOH,

      ein y den Rest einer     Amino-          azoverbindung    der Zusammensetzung  
EMI0001.0014     
    wobei R für Wasserstoff oder einen     alipha-          tischen,        alicyclischen,        araliphatischen    oder  aromatischen Rest steht, und der     carboxyl-          gruppenfreie    Kern A weitere     Substituenten     tragen kann, und das andere y den Rest  einer beliebigen,

   in     ortho-Stellung    zum kupp  lungsfähigen     Kohlenstoffatom    eine     Hydroxyl-          gruppe    tragenden     Azokomponente    der     Naph-          thalinreihe    einschliesslich einer     Aminoazover-          bindung    der Zusammensetzung     (II)    bedeuten,    mit einem metallabgebenden, vorzugsweise  einem kupier- oder nickelabgebenden, Mittel  behandelt.  



  Die     Kupferung    z. B. kann nach verschie  denen Methoden erfolgen, etwa durch Erhit  zen der Farbstoffe mit Kupfersalzen in  sehwach saurem bis alkalischem Medium,  gegebenenfalls     unter    Anwendung von Druck,  und/oder in Anwesenheit von Ammoniak  und/oder organischen Basen, oder in der kon  zentrierten wässerigen Lösung von Alkali  salzen     niedrigmolekularer        aliphatischer        Mono-          earbonsäuren.    Enthalten die     Polyazofarb-          stoffe    zur     Metallkomplexbildung    befähigende       Alkoxygruppen,

      so hat die     Metallisierung     unter Aufspaltung dieser Gruppen zu erfol  gen.  



  Selbstverständlich muss die Auswahl der  zum Aufbau der     Polyazofarbstoffe    benötigten  Komponenten derart getroffen werden, dass  die     Metallkomplexv        erbindungen    die zu ihrer  Wasserlöslichkeit notwendige Anzahl an     lös-          l.ichmachenden    Gruppen, beispielsweise     Carb-          oxyl-,        Sulfonsäure-,        Sulfonsäureamid-    und       Alkylsulfonylgruppen,    enthalten.

   Metallhal  tige     Polyazofarbstoffe,    welche wohl in Wasser  löslich sind, deren Löslichkeit aber eine be  stimmte Grenze nicht überschreitet, besitzen  oft eine besonders gute Affinität zu den     Cel-          lulosefasern.    Immerhin können auch Farb  stoffe, deren Löslichkeit in warmem Wasser  knapp ist, mit Leichtigkeit bei Temperaturen  über     100     C unter Druck gefärbt werden.      Unter den zur     Metallkomplexbildung    be  fähigenden Gruppen x sind die OH-,     OCH3-          und        COOH-Gruppen    die wichtigsten.  



  Die neuen metallhaltigen     Polyazofarb-          stöffe    zeichnen sich durch die     gute    Salzver  träglichkeit und die klaren, tiefen marine  blauen Töne ihrer Färbungen auf Baumwolle  und Fasern aus regenerierter     Cellulose    aus.  Die Färbungen sind     ätzbar    und besitzen eine  sehr gute Lichtechtheit und gute bis sehr       gute    Wasch- und Wasserechtheit. Besonders  echt sind die mit Kupfer, gegebenenfalls in  komplexgebundener Form, enthaltenden     Poly=            alkylenpoly        aminpräparaten    nachbehandelten  Färbungen.

   Die neuen Farbstoffe reservieren  ausserdem     Acetatkunstseide    und eignen sich  auch für den Druck.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten  die Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichts  prozente, und die Temperaturen sind in Cel  siusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  108,4 Teile des     Trisazofarbstoffes    der Zu  sammensetzung  
EMI0002.0016     
    werden in 100 Teilen     Pyridin,    15 Teilen Na  triumcarbonat und 50 Teilen 25     o/o,igem    Am  moniak in 2000 Teilen Nasser suspendiert.  Man erhitzt die Lösung auf 90 , wobei der  Farbstoff teilweise in Lösung geht.

   Nun wird  der Masse bei 90  innerhalb von einer halben       Stunde    eine Lösung aus 76 Teilen kristalli  siertem Kupfersulfat und 200 Teilen 25     o/oigem     Ammoniak     zugetropft.    Der Ansatz wird 24  Stunden lang am     Rüchfluss    gekocht; dabei  geht die sich bildende     Kupferkomplexverbin-          dung    vollständig in Lösung.

   Hierauf wird die  Lösung     erkaltengelassen    und daraus der       kupferhaltige        Trisazofarbstoff    durch Zusatz  von 300 Teilen     Natriumchlorid        ausgesalzt.     Man     filtriert    den Farbstoff ab und trocknet  ihn. Er ist ein dunkles Pulver, das sieh in  Wasser mit tiefblauer Farbe löst und Baum  wolle und Fasern aus regenerierter     Cellulose     in marineblauen Tönen von bemerkenswerten       Echtheitseigenschaften    färbt.

           .Beispiel.   <I>2</I>  108,4 Teile des in Beispiel 1 als Ausgangs  produkt verwendeten     Trisazofarbstoffes    wer  den mit 100 Teilen     Pyridin,    15 Teilen     Na-          triumcarbonat    und 50 Teilen 25     ohigem    Am  moniak in 2000 Teilen Wasser gelöst. Diese  Lösung wird innerhalb von einer halben  Stunde mit einer Lösung von 79 Teilen kri  stallisiertem Nickelsulfat (Ni S04     #        6H20)          Lind    400 Teilen 25     o/oigem    Ammoniak ver  setzt; das Ganze wird nun während 24 Stun  den am     Rückfluss    gekocht.

   Man lässt hierauf  die Lösung erkalten, salzt daraus die gebil  dete     Nickelkomplexverbindung    des     Trisazo-          farbstoffes    durch Zusatz von 300 Teilen Na  triumchlorid aus, filtriert sie ab und trock  net sie. Der nickelhaltige     Trisazofarbstoff    ist  ein dunkles Pulver, das sich in Wasser mit  tiefblauer Farbe löst und Baumwolle und  Fasern aus     regenerierter        Cellulose    in marine  blauen Tönen von     bemerkenswerten    Echt  heitseigenschaften färbt.

        <I>Beispiel 3</I>  105,6 Teile des     Trisazofarbstoffes    der Zusammensetzung  
EMI0003.0002     
    werden in 400 Teilen geschmolzenem kristall  wasserhaltigem     Natriumacetat        suspendiert.     Man setzt der Schmelze 80 Teile kristallisier  tes Kupfersulfat zu und erhitzt die Masse  unter Rühren während 24 Stunden am Rück  fluss. Hierauf wird sie mit 2000 Teilen Wasser  verdünnt; man filtriert die ausgeschiedene       Kupferkomplexverbindung    des     Trisazofarb-          stoffes    ab und trocknet sie.

   Der kupferhaltige       Trisazofarbstoff    weist ähnliche     Eigenschaften     auf wie die im Beispiel 1 beschriebene     Kup-          ferkomplexverbindung.     



  <I>Beispiel</I>  Wird der in Beispiel 3 beschriebenen  Schmelze an Stelle von 80 Teilen kristallisier  tem Kupfersulfat 79 Teile kristallisiertes  Nickelsulfat zugesetzt und verfährt man im  übrigen nach den Angaben des Beispiels 3,  so erhält man einen nickelhaltigen     Trisazo-          farbstoff    mit ähnlichen     Eigenschaften,    wie sie    die in Beispiel 2 beschriebene Nickelkomplex  verbindung aufweist.  



  Die Tabelle enthält weitere metallhaltige       Polyazofarbstoffe,    welche in der metallfreien  Form die     Zusammensetzung     
EMI0003.0017     
    besitzen. Kolonne 2 der Tabelle gibt die Be  deutung von x wieder, während in Kolonne 3  die dem einen Rest y zugrunde liegende     Mono-          azoverbindung        (II)    und in Kolonne 4 die dem  andern Rest y zugrunde liegende zweite     Azo-          komponente    zu     finden.    sind.

   In Kolonne 5 ist  das in der     Metallkomplexverbindung    enthal  tene Schwermetall aufgezeichnet, und in  Kolonne 6 sind die Farbtöne der mit den  metallhaltigen     Polyazofarbstoffen    auf     Cellu-          losefasern    gewonnenen Färbungen angegeben.    
EMI0004.0001     
    
EMI0005.0001     
    
EMI0006.0001     
      Das Färben kann z.

   B. wie folgt geschehen:  100 Teile in heissem Wasser     vorgenetzte     Baumwolle werden bei     4fl     in ein Färbebad  eingebracht, welches eine Lösung von 1,5 Tei  len des nach Beispiel 1 hergestellten     kupfer-          lialtigen        Polyazofarbstoffes    und 10 Teile  Glaubersalz in 3000 Teilen enthärtetem Was  ser enthält. Im Verlauf von ungefähr 30 Mi  nuten wird das Bad unter     portionenweisem     Zusatz von 20 Teilen Glaubersalz auf 100   erhitzt. Der     Färbeprozess    wird 15 Minuten  lang bei 100  fortgesetzt. Nach Ablauf dieser  Zeit wird das Bad mit weiteren 10 Teilen  Glaubersalz versetzt.

   Man lässt es nun inner  halb von     1..5-2.0    Minuten auf ungefähr 50   abkühlen, nimmt die gefärbte Baumwolle her  aus, spült sie und trocknet sie.  



  Fasern aus regenerierter     Cellulose    werden  auf dieselbe Weise gefärbt.  



  15 Teile des in Beispiel 1 beschriebenen  kupferhaltigen     Polyazofarbstoffes    werden mit       100    Teilen Harnstoff und 45 Teilen     Triätha-          nolamin    in 360 Teilen Wasser aufgekocht.

    Man versetzt die Lösung mit 400 Teilen     Tra-          gant    6     %,        20        Teilen        Natriumphosphat,        40        Tei-          len    eines     anionaktiven    Netzmittels und 10 Tei  len. eines     Antischaummittels,    bedruckt mit  dieser Druckpaste ein Gewebe aus     Viscose-          kunstseide,    trocknet den Druck, dämpft ihn  während     .15-60    Minuten und spült ihn.

   Nach  einer 15minütigen Nachbehandlung mit 1     g/L     eines kupfersalzhaltigen     Polyalkylenpolyamin-          präparates    bei 60  wird der Druck erneut ge  spült und getrocknet.  



  22,5 Teile des nach Beispiel 1 erhältlichen  kupferhaltigen     Trisazofarbstoffes    werden in       1000    Teilen kochendem destilliertem Wasser  gelöst. Man     lä.sst    die Lösung abkühlen und  appliziert sie in erkaltetem Zustande mittels  des     Foulards    auf ein Baumwollstück. Bei  einem.     Abquetscheffekt    von     801/o    (bezogen  auf das Gewicht des Baumwollstückes) wird  eine     Marineblaufärbung    erzielt.  



  Zur Fixierung des aufgebrachten Farb  stoffes unterzieht man das Baumwollstück  einer Behandlung im Dampfbad oder einer  Behandlung im heissen Salzbad, beispielsweise  in einem 20 g Kochsalz je Liter enthaltenden    Bad. Anschliessend wird das Färbegut gespült  und getrocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Polyazofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man Polyazofarbstoffe der Formel EMI0007.0040 worin x einen zur Metallkomplexbildung be fähigenden Substituenten, ein y den Rest einer Aminoazoverbindung der Zusammen setzung EMI0007.0044 wobei R für Wasserstoff oder einen ali- phatischen, alicyelischen, araliphatischen oder aromatischen Rest steht,
    und der carboxyl- gruppenfreie Kern A weitere Substituen- ten tragen kann, und das andere y den Rest einer beliebigen, in ortho-Stellung zum kupp lungsfähigen Kohlenstoffatom eine Hydroxyl- gruppe tragenden Azokomponente der Naph- thalinreihe einschliesslich einer Aminoazover- bindung der Zusammensetzung (II) bedeu ten, mit einem metallabgebenden Mittel be handelt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man einen Poly- azofarbstoff der Formel (I) wählt, in dem das Symbol x OH bedeutet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch 'gekennzeichnet, dass man einen Poly- azofarbstoff der Formel (I) wählt, in dem das Symbol x OCH3 bedeutet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man einen Poly- azofarbstoff der Formel (I) wählt, in dem das Symbol x OC2H5 bedeutet.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man einen Poly- azofarbstoff der Formel (I) wählt, in dem das Symbol x OCH2 # COOH bedeutet. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man einen Poly- azofarbstoff der Formel (I) wählt, in dem das Symbol x COOH bedeutet. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man, wenn x in der Formel (I) eine -OCHS, -OC.H5 oder -OCH2. COOH bedeutet, die Metallisierung unter Aufspaltung dieser Alkoxygruppen aus führt. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als metallab gebendes Mittel ein kupferabgebendes Mittel wählt. $. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als metallab gebendes Mittel ein nickelabgebendes Mittel wählt.
CH326960D 1954-03-05 1954-03-05 Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Polyazofarbstoffe CH326960A (de)

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