CH328904A - Verfahren zur Herstellung von 2,3-ungesättigten Chinuclidin-3-carbonsäure-alkylestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2,3-ungesättigten Chinuclidin-3-carbonsäure-alkylestern

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CH328904A
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Ciba Geigy
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  Verfahren zur Herstellung von     2,3-ungesättigten        Chinuelidin-3-earbonsäure-alkylestern            Chinucliclin-3-earbonsäure    und Abkömm  linge davon sind bis heute nicht bekannt  geworden. Es     wurde    gefunden, dass solche  Verbindungen beständig sind und nach dem  hier beschriebenen Verfahren gut hergestellt  werden können.  



  Ne     vorliegende    Erfindung bezieht sieh  auf ein Verfahren zur Herstellung von 2,3  ungesättigten.     Cliinuelidin-3-carbonsäure-alkyl-          estern.    Das     Verfahren    ist dadurch     gelzenn-          zeichnet,    dass man     3-Chinucliclone    durch An-    lagereng von     Cyanwasserstoffsäure    in     3-Oxy-          3-cy        anöehinuclidine    überführt,

   daraus durch       Alkoholyse    die     3-Oxy-3-ehinuclidin-carbon-          säure-alkylester    herstellt und aus diesen     3-          Oxy-Verbindungen    Wasser abspaltet. Die -so  erhaltenen     2,3-ungesättigten        Chinuclidin-3-car-          bonsäure-alky        lester    können gegebenenfalls zu  den     Chineclidin-3-carbonsäure-alkylestern     hydriert werden.  



  Die Synthese der neuen     Chinuelidin-          derivate    verläuft nach folgendem Schema:  
EMI0001.0028     
         3-Chinucliclon    I wird durch Anlagerung  von Blausäure in (las     3-Oxy-3-eyano-chinu-          clidin        1I    übergeführt. Man geht vorteilhaft  von einem Salz der     Cyanwasserstoffsäure,    wie  dem Kalium- oder     Natriumsalz,    aus und setzt  die Säure in sehwach saurem Reaktionsmedium  in Freiheit; dabei     verwendet    man in erster    Linie ein Salz     des        Chinticlidons    wie ein halogen  saures Salz in wässriger Lösung.

   Die Um  wandlung der     Nitrile        II    in die     Carbonsäure-          alkylester        III    (R =     Alkyl)    erfolgt in an sich  bekannter Weise durch saure     Alkoholyse.    Die       Wasserabspaltung    aus den     3-Oxy-ehinuclidin-          3-carbonsäere-alkylestern        III    erfolgt vorzugs-      weise mit     Thionylchlorid.    Die Doppelbindung  der entsprechenden     2,

  3-ungesättigten        Chinu-          clidinderivate    IV lässt sich mit katalytisch an  geregtem Wasserstoff, insbesondere in Gegen  wart eines     Platinkatalysators,        absättigen.     



  Je nach Ausführungsform des Verfahrens  erhält man die neuen Verbindungen in Form  der freien Basen oder ihrer Salze. Aus den  Salzen lassen sich in üblicher Weise die  Basen gewinnen; freie Basen können nach  bekannten Methoden in ihre Salze abgewandelt  werden. Dabei eignen sich zur Bildung von  therapeutisch verwendbaren Salzen solche mit  anorganischen Säuren, wie z. B.     Halogenwas-          serstoffsäuren,    Schwefelsäuren, Salpetersäure,  Phosphorsäure,     Rhodanwasserstoffsäure    oder  mit organischen Säuren, wie z.

   B. mit Essig  säure,     Propionsäure,        Oxalsäure,        Malonsäure,     Bernsteinsäure,     Äpfelsäure,        Methansulfon-          säure,        Äthansnlfonsäure,        Oxyäthansulfonsäure,     Benzol- oder     Toluolsulfonsäure    oder mit thera  peutisch     wirksamen    Säuren.  



  Die neuen     Chinuclidinderivate    sind thera  peutisch wirksam. So zeigen sie ausgespro  chene     sympathicomimetische    Eigenschaften,  die für eine therapeutische Wirkung auf die  gestörte Darmfunktion praktisch von Bedeu  tung sind. Sie sollen als Heilmittel Verwen  dung finden und als Zwischenprodukte zur       Herstellung    von Desinfektionsmitteln, Textil  hilfsstoffen und von Heilmitteln dienen.  



  Die Erfindung wird in den nachfolgenden  Beispielen beschrieben. Zwischen Gewichts  teilen und     Volumteilen    besteht die gleiche Be  ziehung wie zwischen Gramm und Kubikzenti  meter. Die Temperaturen sind in     Celsius-          Graden    angegeben.

           Beispiel.   <I>1</I>  Zu einer eisgekühlten Lösung von 18 Ge  wichtsteilen     3-Chinuclidonhydrochlorid    in 22,5       Volumteilen    Wasser wird eine Lösung von 7,3  Gewichtsteilen     Kaliumcyanid    in 22,5     Volum-          teilen    Wasser im Laufe von 15 Minuten     zuge-          tropft.    Das alsbald sich ausscheidende kri  stalline     Cyanhydrin    wird noch eine weitere  Stunde bei 0      gerührt,        abfiltriert    und mit  wenig Eiswasser gewaschen.

   Nach dem Troek-         nen    werden 16 Gewichtsteile des farblosen     3-          Oxy-3-cyano-ellinuclidins    vom     Smp.    153-155   erhalten. Aus     Dioxan    kristallisiert die Ver  bindung in farblosen Prismen vom     Snip.    159   unter Zersetzung. In ganz reinem Zustand  schmilzt sie bei<B>172-1730</B> und liefert ein       Pikrat,    welches nach Kristallisation aus     Iso-          propanol    bei etwa     133-134     unter Gasentwick  lung schmilzt. Die Schmelze erstarrt wieder  und schmilzt schliesslich unter Zersetzung bei  172-173 .  



  10,0 g     3-Oxy-3-eyano-ehinuelidin        werden    in  100     cm3    mit Salzsäure gesättigtem Methanol  während 24 Stunden bei 20      stehengelassen     und anschliessend während 3     Stunden    unter       Rückfluss    gekocht. Man dampft dann im  Vakuum ein, löst den     Riielzstand    in     wenig     Wasser, macht mit     konz.        Kaliumcarbonat-          lösung    stark alkalisch und extrahiert mit.  Chloroform.

   Nach dem Trocknen über     Ka-          liumcarbonat    wird die     Chloroformlösung    ein  gedampft und der Rückstand aus     Chloroform-          Pentan    kristallisiert. Man erhält so das     3-Oxy-          3-earboinethoxy-ehinuelidin    vom F. = 122  als  farblose Kristalle.  



  Mit     Methyljodid    in Aceton erhält man ein       Methjodid    vom     Smp.        191-1J2 .    Das     Pikrat     der Base kristallisiert. aus Äthanol in gelben  Nadeln vom     Smp.    188-189 . Das     Hydro-          chlorid    bildet aus Aceton zu Büscheln ver  einigte Prismen vom     Smp.        I.40-141 .     



  8,8     C & wichtsteile        3-Oxy-3-ea.rboniethoxy-          ehinuclidin    werden     portionenweise    in 50     Vo-          lumteile    eisgekühltes     Thiony        lchlorid    eingetra  gen und die Lösung anschliessend während  48 Stunden unter     Rüekflizss    gekocht. Die ent  standene dunkelgelbe Lösung wird im Va  kuum vollständig eingedampft und der kri  stalline     Rückstand    in heissem Aceton aufge  nommen, mit etwas Tierkohle aufgekocht und  filtriert.

   Beim Einengen der     acetonischen    Lö  sung kristallisieren 7 Gewichtsteile     Hy        dro-          chlorid    des     ungesättigten    Esters in     farblosen     Nadeln vom     Smp.    178-179 .  



       Beispiel   <I>2</I>  Eine Lösung von     64-        Gewichtsteilen    des  in Beispiel 1 beschriebenen 3-Cai@boniethozy-l-           i        itzt        abiev        e   <B>1</B>     o   <B>-</B>     (2,2,2)        -oet-2-enhydroehlorids        in.     



  50     Volumteilen    Methanol wird in Gegenwart       von    0,3 Gewichtsteilen Platin bei Raumtem  peratur und gewöhnlichem Druck hydriert,  wobei die berechnete Menge Wasserstoff auf  genommen wird.  



  Die Lösung wird filtriert und eingedampft  und der     Rüekstand    aus Aceton umkristalli  siert, wobei 6 Gewichtsteile des gesättigten       Esters    als leicht hygroskopisches Hydrochlorid  vom     Smp.    167-169  erhalten werden. Aus  dem     l        Iy        drochlorid    kann mittels     Pikrinsäure    in       ilthanol    das     Pikrat    hergestellt werden, welches  in gelben Nadeln vom     Smp.    155-156  kri  stallisiert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 2,3-unge- sättigten Chinuclidin-3-carbonsäure-alkyl- estern, dadurch gekennzeichnet, dass man 3- Chinuclidone durch Anlagerung von Cyan- wasserstoffsäure in 3-Oxy-3-cyano-chinuclidine überführt, daraus durch Alkoholyse 3-Oxy-3- chinuclidin-carbonsäure-alkylester herstellt und aus diesen 3-Oxy-Verbindungen Wasser abspaltet. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Wasserabspal tung aus den 3-Oxy-Verbindungen mit Hilfe von Thionylchlorid erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die 2,3-Doppelbindung der ungesättigten Chinuclidin-3-carbonsäure-alkylester mit Hilfe von katalytisch angeregtem Wasserstoff hydriert wird.
CH328904D 1954-10-08 1954-10-08 Verfahren zur Herstellung von 2,3-ungesättigten Chinuclidin-3-carbonsäure-alkylestern CH328904A (de)

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