CH383968A - Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten Succinimiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten Succinimiden

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CH383968A
CH383968A CH1010063A CH1010063A CH383968A CH 383968 A CH383968 A CH 383968A CH 1010063 A CH1010063 A CH 1010063A CH 1010063 A CH1010063 A CH 1010063A CH 383968 A CH383968 A CH 383968A
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CH
Switzerland
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benzyl
succinimide
piperidyl
ethanol
preparation
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CH1010063A
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English (en)
Inventor
Ernst Dr Jucker
Rudolf Dr Suess
Original Assignee
Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D471/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00
    • C07D471/02Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00 in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D471/10Spiro-condensed systems

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Hydrogenated Pyridines (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten   Suceinimiden   
Es wurde   gefundlen, dass    man zu neuen   substitu-    ierten Succinimiden der allgemeinen   Forme-1,      I,   
EMI1.1     
 in welcher R ein Wasserstoffatom oder eine niedere Alkylgruppe bedeutet, gelangen kann, indem man von einem substituierten Succinimid der allgemeinen Formel   II,   
EMI1.2     
 in welcher R obige Bedeutung besitzt, die   Benzyl-    gruppe reduktiv abspaltet.



   Die neuen substituierten   Succinimide    obiger Formel I sind farblose, bei Raumtemperatur ölige oder feste kristallisierte Verbindungen. In den üblichen organischen Lösungsmitteln sind sie leicht   lös-    lich, in Wasser dagegen nicht. Mit anorganischen oder organischen Säuren bilden sie beständige, bei Raumtemperatur kristallisierte Salze, die in Wasser leicht   loslich    sind.



   Die neuen Verbindungen stellen wertvolle   Zwi-      schenprodukte    zur Herstellung von Medikamenten dar.



   Die reduktive Abspaltung der Benzylgruppe erfolgt nach bekannten Methoden, z. B. durch   Hy-    drogenolyse,   vorzugsweise mit Wasserstoff/Palladium.   



  Sie kann sowohl an den Salzen wie an den freien Basen erfolgen.



   Die Herstellung der Ausgangsprodukte der Formel II kann gemäss Schweiz. Patent Nr. 375 356 erfolgen. Vorzugsweise geht man von   1-Benzyl-      piperidon- (4) aus,    setzt es mit einer Verbindung der Formel III,
EMI1.3     
 in welcher X für die Cyangruppe oder eine   gege      benenfal'Is    funktionell veränderte Carboxylgruppe steht, in Anwesenheit eines wasserabspaltenden Ka  talysators    zu einer Verbindung der Formel IV
EMI1.4     
 um, überführt diese durch   Blausäure-Anlagerung    in eine Verbindung der Formel V,
EMI1.5     
 überführt diese durch Hydrolyse, Decarboxylierung und Veresterung mit einem   AlkanaT in    einen substituierten   Bernsteinsawrediester    der Formel VI,

  
EMI1.6     
  Salzsäure zu und verdampft die Lösung am Wasser  strahlvakuum zur    Trockne. Anschliessend gibt man 750 cm3 konz.   HCI    zu, kocht 14 Stunden am R ckfluss, kühlt ab und filtriert. Das Filtrat wird zur Trockne eingedampft und der Kolbenrückstand samt Filterrückstand während 60 Stunden über Phosphorpentoxyd getrocknet. Dann übergiesst man die trokkene Kristallmasse mit 500 cm3 abs. Athanol und führt unter Eiskühlung Salzsäuregas bis zur Sättigung ein. Man kocht während 18 Stunden am R ckfluss, kühlt das Reaktionsgemisch ab und filtriert.



  Das Filtrat dampft man wiederum zur Trockne ein, löst den Kolbenrückstand und den Filterrückstand in Biswasser und fügt einen Überschuss an   Pottasche    zu der Lösung. Nun extrahiert man dreimal mit Ather und wäscht die Ätherextrakte je einmal mit Wasser. Der über Natriumsulfat getrocknete Atherextrakt wird eingeengt und der ölige Kolbenrückstand im Kugelrohr destilliert. [(1-Benzyl-4-carb  äthoxy-piperidyl)-4]-essigsäure-äthylester      sied'et    bei 150  unter 0, 03 mm Hg (Temperatur im Luftbad gemessen) :

   schwach   gelbgefärbtes      01.    c)   Spiro- (l-benzyl-piperidyl-4)-N-methyl-succinimid   
15, 0 g   [ (1-Benzyl-4-carbäthoxy-piperidyl)-4]-      essigsäure-äthylester    werden mit einem   Uberschuss    an flüssigem Methylamin während 12 Stunden im Stahlautoklav bei   180     erhitzt. Dann lässt man das überschüssige Methylamin verdampfen und erhitzt den kristallinen Kolbenrückstand noch 4 Stunden auf 200 , bis das bei dieser Temperatur   geschmol-    zene Produkt kei, ne Blasenbildung mehr zeigt. Man nimmt die Substanz in etwas   Athanol    auf, kocht kurz mit etwas Aktivkohle und filtriert.

   Beim Abkühlen fällt das Spiro-   benzySpiperidyl-4)-N-methy2-    succinimid in grossen farblosen Prismen vom Smp.



     111-112     aus.



   Hydrochlorid aus Athanol : Farblose Prismen vom Smp.   254-256 .   



   Beispiel 2    Spiro- (piperidyl-4)-succinimid     (2, 8-Diazaspiro [4, 5] decan-1, 3-dion)
Zunächst wird aus [(1-Benzyl-4-carbÏthoxy-pipe  ridyl)-4]-essigsäure-äthylester    und Ammoniak nach dem gleichen Verfahren wie im Beispiel 1 beschrieben   Spiro- (l-benzyl-piperidyl-4)-succinimid    hergestellt ; Smp.   185     nach Kristallisieren aus Athanol ; Hydrochlorid : Smp.   312       (Zers.)    nach Kristallisieren aus Äthanol.



   Die oben erhaltene Verbindung wird zur Abspaltung der   Benzytgruppe    einer katalytischen Hydrierung unterworfen, wie in Beispiel 1 beschrieben.



     Spiro- (piperidyl-4)-succinimid    schmilzt bei 243-244  (Zers.) nach Umkristallisieren aus Athanol ; Hydrochlorid : Smp.   356     (Zers.) nach Umkristallisieren aus ¯thanol/Wasser. und setzt den entstandenen Ester mit Ammoniak oder einem primären Amin der Formel R-NH2 um.



   In den nachfolgenden Beispielen erfolgen alle   Temperaturangaben    in Celsiusgraden. Die Schmelzpunkte sind unkorrigiert.   



   Beispiel I
Spiro- (piperidyl-4)-N-methyl-succinimid     (2-Methyl-2, 8-diazaspiro [4, 5] decan-1, 3-dion)
3, 0 g Spiro-(1-benzyl-piperidyl-4)-N-methyl-succinimid in   100    cm3 Athanol werden mit 300 mg Palladium auf Aktivkohle   (106/oig)    während 12 Stunden unter Normaldruck bei Zimmertemperatur hydriert. Die Wasserstoffaufnahme beträgt 315 cm3 (=   114a/c).    Nach Verdampfen des Athanols wird das rohe   Spiro- (piperidyl-4)-N-methyl-succinimid iin    Kugelrohr im Hochvakuum destilliert : Sdp.   99 /    0, 02 mm Hg (Temperatur im Luftbad gemessen). Es ist eine sehr stark   hygroskopische    Substanz, welche in rechteckigen Prismen vom Smp.   67     kristallisiert.



   Hydrobromid : Verfilzte, feine Nadeln vom Smp.



     292-294     nach Umkristallisieren aus   Athanol/    Wasser.



   Das Ausgangsprodukt kann folgendermassen hergestellt werden : a) (1-Benzyl-piperidyliden-4)-cyanessigsäure  äthylester
50, 0 g   Cyanessigsäure-äthylester,    70, 48 g 1   Benzyl-piperidon-4,    12 cm3 Eisessig und 4 g Ammoniumacetat werden zusammen in 400   cm3    Benzol während 7 Stunden am Rückfluss gekocht. Das gebildete Wasser wird aus dlem Rückfluss mittels eines Wasserabscheiders kontinuierlich entfernt ; nach 7 Stunden sind davon 7 cm3 abgespalten. Die mit Eiswasser abgekühlte Reaktionslösung wird einmal mit gesättigter Pottaschelösung ausgeschüttelt und die wässerige Phase einmal mit Benzol nachgewaschen. Die vereinigten Benzolschichten werden einmal mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft.

   Der   dunkelgefärbte Kol-      benrückstand,    der aus rohem   (1-Benzylpiperidyliden-    4)-cyanessigsäure-äthylester besteht, kristallisiert beim Abkühlen vollständig durch. Der Ester kann ohne weitere Reinigung direkt verwendet werden.



  Aus   Ather/Petroläther    bildet er gelb gefärbte Kristalle vom Smp.   70-71        b) [(l-Benzyl-4-carbäthoxy-piperidyl)-4]- essigsäure-äthylester   
Den obigen Kolbenrückstand löst man in 500 cm3   Sithanol, fügt    250 cm3 Wasser zu und erhitzt die Lösung auf dem kochenden Wasserbad. Während des Erhitzens gibt man 31 g Kaliumcyanid dazu, welches sich unter Umschwenken alsbald löst.

   Nachdem alles in Lösung gegangen ist, hält man während 12 bis 15 Minuten auf   75 ,    fügt dann 250 cm3 2n 
EMI3.1     
 in weRcher R ein Wasserstoffatom oder eine niedere Alkylgruppe bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man von einem substituierten Succinimid der all  gemeinen    Formel   II,   
EMI3.2     
 die Benzylgruppe reduktiv abspaltet.



   Beispiel 3
Spiro-   äthyl-succinimid     (2-Athyl-2, 8-diazaspiro [4, 5]   decan-1, 3-dion)      
Zunächst wird aus [ (l-Benzyl-4-carbäthoxy-    piperidyl)-4] -essigsÏure-Ïthylester und Äthylamin nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 Spiro-(1-benzyl-piperidyl-4)-N-Ïthyl-succinimid hergestellt ; Smp.   104-105     nach Umkristallisieren aus   Athanol.   



   Die Abspaltung der Benzylgruppe erfolgt analog dem obigen   BeispieK und führt zu Spiro-(piperidyl-      4)-N-äthyl-succinimid.    Sehr zähes öl vom Sdp.   107 /    0, 05 mm Hg. Die Verbindung kristallisierte nicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten Succmimiden der allgemeinen Formel I,
CH1010063A 1959-03-25 1959-03-25 Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten Succinimiden CH383968A (de)

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