Einrichtung zum Zuführen der Schussspulen zum Spulenwechselautomaten eines Webstuhles Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ein richtung zum Zuführen der Schussspulen zum Spulemweehselautoniaten eines Webstuhles.
Es ist. bekannt, am Spulenweehsela.utoma.- ten von Webstühlen einen we.gnehmbaren Be hälter vorzusehen, in welchem die Spulen reihenweise hintereinander und lose gelageet sind. Da.
hierbei nur ein einziger derartiger Behälter am Webstuhl angeordnet ist, muss derselbe notwendigerweise jeweils dann, wenn die letzte Spule den Behälter verlassen hat., gegen einen mit Spulen gefüllten Behälter ausgewechselt werden. Das Bedienungsperso nal des Webstuhles ist daher gezwungen, auf diesen Augenblick achtzugeben.
Verfliesst zwi schen dem Leerwerden des Behälters und iiem :lnsweehseln desselben gegen einen gefüllten Beliü.lter eine zu lange Zeitspanne, so kann es passieren, dass deni Webstuhl der Sehuss- faden aus-elit. Wird der Behälter jedoch zu Früh en einen vollen ausgewechselt, so werden unnötigerweise einige Spulen mit dem Behälter weggenommen.
Die geschilderten Nachteile sind beider er- 1'indLin(,@s#)eniässen.Einrielitunbsbeseitigt, welche sieb dadurch auszeichnet, dass mindestens zwei getrennte, mit Führungsmitteln für je min destens eine Reihe von Spulen versehene Be hälter voneinander unabhängig lösbar am Webstuhl angeordnet sind, von welchen Be hältern jeder nach Entleerung, die unter dein Einfluss einer kontinuierlich auf die in ihm befindlielier Spulen wirkenden Kraft erfolgt, einzeln gegen einen gefüllten Behälter aus wechselbar ist, damit.
nach Einleitung eines Auswechselvorganges immer eine Spule aus einem der Behälter dem Spulenwechselauto- mat.en zugeführi wird.
Ist ein Behälter leer geworden, so kann das Auswechseln desselben gegen einen ge füllten Behälter zu einem beliebigen Zeit punkt geschehen, bevor der letzte der Behäl ter -ebenfalls leer wird. Für das Auswechseln steht somit eine bedeutend längere Zeitspanne zur Verfügung als bei der eingangs erwähn ten bekannten Einrichtung, weshalb das Be dienungspersonal nicht auf den richtigen Augenblick zum Wechseln der Behälter auf passen muss.
In der beigefügten Zeichnung sind einige Ausführ-Lingsbeispiele von erfindungsgemässen Einrichtungen schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel und Teile eines Webstuhles mit Spulenweelr- selautoma.t im Aufriss und teils im Schnitt nach der Linie I-I in Fig. 2.
Fig. 2 stellt in grösserem Massstab einen Querschnitt nach der Linie II-II in Fig.1 dar. Fig. 3 zeigt in analoger Darstellung ein zweites Ausführungsbeispiel im Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 4.
Fig. 4 zeigt einen Horizontalschnitt, nach der Linie IV-IV in Fig. 3.
Fig. 5 ist eine zu Fig. 3 analoge Darstel lung eines Ausführungsbeispiels für einen Zweifarbenwebstuhl. Fig. 6 zeigt ein anderes Ausführungsbei spiel für einen Einfarbenwebstu.hl teils in Seitenansicht und teils im senkrechten Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 7.
Fig. 7 veranschaulicht dasselbe teils in Draufsicht und teils im Schnitt nach der Li nie VII-VII in Fig. 6.
Fig. 7ca stellt einen Querschnitt nach der Linie a-a in Fig. 6 dar.
Fig. ä ist die zu Fig. 6 analoge Darstel lung eines weiteren Ausführungsbeispiels, und Fig. 9 zeigt ebenfalls in analoger Darstel lung ein letztes Ausführungsbeispiel.
Zum besseren Verständnis sind in Fig. 1 einige an sich bekannte Teile eines mechani schen Webstuhles dargestellt. Mit 4 ist die Ladensohle bezeichnet, auf welcher der Schützen 5 beweglich geführt ist. 6 ist der Schlagstock zum Antrieb des Schützen 5, der eine Spule 2 enthält. 7 ist ein Fadenwächter mit einer zugehörigen Schere B. Mit 9 ist ein Breithalter für das erzeugte Gewebe bezeich net, und 10 ist eine zugehörige Schere.
Der Webstuhl weist ferner einen an sich bekannten Spulenweehselautomaten auf zum Auswechseln der leer gewordenen Schu.ssspiile 2 im Webschützen 5 gegen eine frische, voll bewickelte Spule.
Von diesem Spulenwechsel- automaten ist in Fig. 1 und 2 der Spulen- zuführungskanal 3 und in Fig. 2 zusätzlich noch der Hammer 3a dargestellt, welcher dazu bestimmt ist, beim Spulenwechsel eine frische Spule von oben her in den Schützen 5 ein zuschlagen und dadurch den leeren Spulen körper nach unten aus dem Schützen hinaus zustossen.
Der Führungsteil 3 weist an seinem Austrittsende eine schwenkbare Nase 3b auf, die unter dem Einfluss einer nicht dargestell ten Federbestrebt ist, in die Bewegungsbahn der Spulen 2 einzugreifen, um dadurch die jeweils unterste Spule gegen Herausfallen aus dem Führungskanal 3 zu sichern.
Wird die unterste Spule jedoch mittels des Ham mers 3a in den Schützen 3 geschlagen, so schwenkt die Nase 3b entgegen dem Einfluss der genannten Feder selbsttätig aus der Be wegungsbahn dieser Spule hinaus, um ober- halb der Spule wieder nach innen zu seliwen- ken zwecks Sperrung der nächstfolgenden Spule.
Der Fühilingskanal 3 ist nach oben in zwei Teile verzweigt, auf deren jeden ein Behälter 1 lösbar und auswechselbar auf gesteckt ist. Die Behälter 1 dienen zum Zu bringen der vollbewickelten Sehussspulen zum Spulenwechselautomaten und sind je zur Aufnahme einer einzigen Reihe lose hinter einander gestapelter Spulen eingerichtet. Die Spulen 2 weisen je einen verdickten Kopf mit einer Umfangsnut 11 auf, welche zur Führung der Spulen in den Behältern 1 dient.
Zu diesem Zweck ist die eine Stirnwand der Behälter 1 mit. einem Sehlutz 1a versehen, dessen beide Längsränder in die Umfangs- tiuten 11 der Spulen ? .eingreifen.
Dem Zuführungskanal 3 sind zwei schwenk bare Riegel 3c und 3d zugeordnet, welche. in nicht gezeichneter Weise zwangläufig mitein ander in Wirkungsverbindung stehen, derart, dass mit Hilfe der Riegel 3c und 3d wahlweise die Zufuhr der Spulen 2 aus dem einen oder dem andern der Behälter 1 freigegeben bzw. gesperrt erden kann.
Die Spulen ? sind in axialer Richtung durchbohrt, so dass der Faden über die Spitze der Spulen und durch deren Axialbohrung hindurch abgezogen werden kann. An der mit dem Schlitz lcc versehenen Stirnwand weisen die Behälter 1 einen. bolzenförmigen Fadenhalter 12 auf, an welchem die Enden der Fäden lösbar befestigt werden, wenn die Spulen 2 z. B. auf einer Spulmaschine in die Behälter 1 eingefüllt werden. Am Spulen- wechsela.ut.omat.en befindet sieh eine Platte 13a mit einer Fadenklammer 13.
Sobald .ein mit vollbewickelten Spulen 2 gefüllter Behäl ter 1 auf den Führungskanal 3 am Webstuhl aufgesteckt worden ist, löst. man die Enden der Fäden vom Fadenhalter 12 und verbindet sie mit, der Fadenklammer 13, wie Fig. 1 ver anschaulicht.. Nachdem eine frische Spule in den Schützen 5 eingeschlagen worden ist und dieser das Webfach einmal hin und zu rück durchlaufen hat., schneidet. die Schere 1.0 den an der Fadenklammer 13 befestigten Fadenteil 14 ab, so dass dieser nachher lose nach unten hängt.
Mittels der andern Schere 8 wird jeweils das letzte Endstüek 1-1a des Fadenrestes abgeschnitten, der sieh noch auf der praktisch leer gewordenen Spule befin det, die nun aus dem Sehützen 5 ausgestossen wird, wie vorher erläutert.
Es ist. zu bemerken, da.ss für eine be stimmte Anzahl von Webstühlen eine grössere Anzahl von Behältern 1 vorhanden ist., damit stets die einen dieser Behälter mit Spulen 2 aufgefüllt werden können, während sich die andern auf den Webstühlen befinden. Wenn Glas Bedienungspersonal bemerkt, dass an einem Webstuhl einer der Behälter 1 leer ge- worden ist, so nimmt es diesen weg und setzt dafür einen mit, vollbewickelten Spulen ge füllten Behälter 1 auf. Während seiner Ent leerung bleibt jeder Behälter 1 unbeweglich auf dem Webstuhl.
Jedesmal naeh einem Spulenweehsel im Schützen 5 gleiten die Spulen 2 unter dem Einfluss der kontinuier lich auf die Spulen wirkenden Sehwerkraft ein Stück weit nach unten. Die Entleerung des Behälters 1 erfolgt. demnach unter dem Einfluh der Schwerkraft.
Wenn der eine Behälter 1 entleert ist, -eeliseln die Riegel 3c und 3d ihre Stellung, #"o dass nun Spulen aus dem andern Behälter 1 an die Spulenwechselstelle gelangen können. Der leergewordene Behälter kann zu einem beliebigen Zeitpunkt gegen einen mit Spulen gefüllten ausgewechselt werden, bevor der an dere Behälter ebenfalls leer wird.
Für das Auswechseln des leeren Behälters steht, somit eine bedeutend längere Zeitspanne zur Ver fügung als bei bekannten Einrichtungen mit mir einem auswechselbaren Spulenbehälter, der notwendigerweise jeweils dann ausge wechselt werden musste, wenn die letzte Spule den Behälter verlassen hatte.
Die automatische Umsteuerung der Riegel 3c und 3d kann z. B. durch Fühler ausgelöst erden, welche periodisch prüfen, ob die ver- zweigten Teile des Spulenführungskanals 3 noch Spulen enthalten oder nicht.
Bei einer nicht dargestellten Ausfüh rungsvariante wäre es auch möglich, im Be- kälter 1 eine kontinuierlich auf die Spulen einwirkende Feder anzuordnen, welche Spu len nach jedem Spulenwechsel, ein Stück weit aus dem Behälter hinausschiebt. In die sem Fall könnte die Entleerung des Behälters auch von unten nach oben oder in irgendeiner andern Richtung erfolgen.
Bei dem in Fig. 3 und J dargestellten Ausführungsbeispiel sind übereinstimmende Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen wie in Fig. 1 und 2. Der Spulen- wechselautoma.t weist ein U-förmiges Füh rungsstück 15 auf, dessen beide Schenkel je zum Aufstecken eines Behälters 1 mit Spulen 2 eingerichtet. sind. Die Behälter 1 und Spu len 2 haben die gleiche Ausbildung wie mit Bezug auf Fig. 1 und 2 beschrieben worden ist.. Die den beiden Schenkeln des Fühi¯ungs- stüekes 15 zugeführten Spulen sind durch eine Zwischenwand 15a voneinander getrennt.
Zu beiden Seiten der Wand 15a sind Aus trittsöffnungen für die Spulen vorhanden. Schwenkbare Nasen 15b, die unter dem Ein fluss nicht gezeichneter Federn stehen, sper ren die untersten Spulen gegen unbeabsich tigtes Herausgleiten aus dem Führungsstück 15. Mittels einer waagrecht verlaufenden Achse 15c ist. das Führungsstück 15 derart schwenkbar am Webstuhlgestell gelagert, dass wahlweise die eine oder die andere Austritts öffnung über den Webschützen 5 geschwenkt werden kann, wenn sich dieser am betreffen den Ende der Bewegungsbahn befindet.
Mit tels eines Hammers 15d wird in bekannter Weise beim Spulenwechsel jeweils die unmit telbar über dem Webschützen 5 liegende Spule 2 aus dem Führungsstück 15 in den Webschützen eingeschlagen, wobei die betref fende Nase 15b entgegen dem Einfluss der zugehörigen Feder zurückgedrängt und die im Schützen 5 vorhandene Spule nach unten aus demselben ausgestossen wird.
Befinden sich im einen Schenkel des U-för migen Führungsstüekes 15 keine Spulen mehr, wird das Führungsstück 15 so ver- sehwenkt, dass die andere über den Webschützen 5 zu liegen kommt und beim nächsten Spulenwechsel eine Spule 2 aus dem andern Schenkel des Führurigs- stiiekes 15 in den Schützen eingeschlagen wird. Die Verschwenkung des Führungs stückes 15 erfolgt vorzugsweise automatisch.
Mit Hilfe der voneinander unabhängig aus weeliselbaren Behälter 1 werden die Spulen 2 dem Führungsstück 15 zugeführt., wie es be reits in bezug auf das erste Ausführungs beispiel beschrieben worden ist. Die Eiden der durch die Axialbohrungen der Spulen hindurchgeführten Sehussfäden sind wie derum an Fadenklammern 13 befestigt..
Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 5 ist ebenfalls ein U-förmiges Fühl-ingsstüek 16 vorhanden, dessen beide Schenkel jedoch für je zwei Spulenreihen eingerichtet sind. Demgemäss können auf jeden Schenkel des Führingsstüekes 16 zwei Behälter 1 getrennt und unabhängig voneinander aufgesteckt werden. Diese Behälter 1 und die Spulen 2 haben die gleiche Ausbildung wie mit Bezug auf Fig. 1 und 2 beschrieben worden ist. 1ni Gegensatz z.
B. nach Fig. 3 und 4 ist liier das Führungsstück 16 feststehend am fVeb- stuhlgestell angeordnet. Es weist eine ein zige Austrittsöffnung auf, die über dein Web- schützen liegt, wenn sich dieser am betref fen- den Ende der Ladensohle befindet..
An iler Austrittsöffnung ist auch hier eine schwenk bare Sperrnase 16a vorhanden, welche die unterste Spule gegen unbeabsichtigtes Hera.tis- fa.llen sichert. Die vier Spu,lenkanäle des Führungsstüekes 16 münden in die gleiche Austrittsöffnung aus, durch welche hindurch ein Hammer 16b jeweils eine Spule in den Schützen einschlagen kann.
Jedem der vier Spulenkanäle ist ein beweglicher Riegel 16e, auch Löffel genannt, zugeordnet, der die S S pulen 2 des betreffenden Kanals daran hin- dert, vor die Austrittsöffnung des Führungs- stückes 16 zu rollen.
Jeder der Riegel 16e ist unabhängig von den andern längs des Um fanges der betreffenden gesperrten Spule be weglich, so da.ss diese Spule zum Hinunter rollen zur Austrittsöffnung freigegeben und die näehstfolgende Spule am Hinunterrollen verhindert werden kann. Zu diesem Zweck sind die Riegel 16c an Schwenkarmen be- festigt, die in Fig. 5 nicht sichtbar sind und um Aehsen geschwenkt- werden können, die mit der Lä.ngsaae der gesperrten Spulen in einer Flucht. liegen.
Das Füliiaingsstüek 16 mit den Riegeln 16e ist an sich bekannt. Die Steuerung der Riegel 16e erfolgt zweek- mä.ssigeiweise automatisch. -Mittels der Behäl ter 1 können den zwei Spiileiilzaiiäleii des einen und des andern Sehenkels des U-förmi- gen Führungsstüekes 16 Spulen mit zwei ver- sehiedenfa.rbigen Fäden zitg-eführt werden.
Der Spulenwechsel im Webschützen ge- sehieht wie folgt: Die Riegel 16c nehmen. üblieherweise eine sperrende Lage ein. Naeli der Einleitung ,eines Spulenwechselvorgan ges wird ein einziger dieser Riegel 16e nach oben bewegt, damit eine Spule der gewünschten Farbe vor die Austrittsöffnung des Füh- rungsstüehes 16 rollen kann.
Die näclistfol- gende Spule des gleichen Spulenkanals wird durch -den Riegel am Hinunterrollen verhin dert. Anschliessend bewegt sieh der Riegel in seine sperrende Ausgangslage zurück, wobei die zweite Spule in diejenige Lage geht, die vorher die erste, jetzt vor der Austritts öffnung liegende Spule eingenommen hatte. Diese Situation ist in Fig. 5 dargestellt.
Jetzt bewegt sieh der Hammer 1613 nach unten, um die vor der Austrittsöffnung liegende Spule in den Schützen einzusehlagen. Wenn die Farbe des Schussfa.dens geweehselt werden soll, wiederholen sich die besehrriebenen Vor gänge für eine Spule mit einem andersfarbi gen faden, das heisst für eine Spule im an dern Schenkel des Führun g:
sstüekes 16. Sind im einen Spuleiilzaiial keine Spulen mehr vor handen, so erfolgt die Zuführung der gleieh- farbigen Spulen aus dem andern Sehenkel des gleichen Spulenkanals des M# ührungsstüelzes 16.
Die in Fi'-. 6, 7 und 7(t dargestellte Ein- rielitu.n- dient zum Zuführen von Spulen mit gleielifarbigenchtil.@fäden. Die Spulen werden mittels Behältern 17 zum Spulenweeh- selautomaten gefördert, welche Behälter 3.7 zur Aufnahme mehrerer nebeneinanderlie-en- der Reihen von Spulen ein geriehtet. sind,
wo bei in jeder dieser Reihen die Spulen 2 lose übereinander gelagert sind wie in den bisher beschriebenen Behältern 1. Die Spulen \? selbst weisen die gleiehe Ausbildung auf wie mit. Bezug auf Fig. 1 und 2 beschrieben worden ist. Die Behälter 17 sind an ihren Seitenwänden mit parallel zueinander ver laufenden Schlitzen 17a. <I>bzw.</I> 17b versehen, in denen die Spitze bzw. der Kopf der Spulen 2 geführt ist.
Die Längsränder der Schlitze 17b greifen dabei in die Umgangsnuten 11 der Spulenköpfe ein, um dadurch die Spulen gegen axiale Versehiebung zu sichern. :reder der Behälter 17 ist mit Hilfe von vier Auf- bäng-erollen 18 auf geneigt verlaufenden Füh- rungssehienen 19 fahrbar, so dass eine der Spulenreihen nach der andern über einen Spulenkalial 3 des Spulenwechselautomaten gefahren werden kann.
Für jede Spulenreihe ist an den Behältern 17 eine Klappe 20 vor lianden, die um eine Achse 21 schwenkbar ist und im wesentlichen aus zwei Bügeln be steht, welehe die unterste Spule der betref fenden Spu.lenreilie unter,-reifen können, um die Spulen gegen unbeabsichtigtes Herausfal len zu sichern.
Wenn die nebeneinanderlie- genden Spulenreihen mit Spulen 2 gefüllt sind, können die Klappen 20 nicht in ihre un- wirksame Lage geschwenkt werden, da, die Spulen der benachbarten Reihen selbst die Klappen der nachfolgenden Reihen in ihrer wirksamen Lage sperren.
An jeder Achse 21 ist, ein Betätigungsarm 22 befestigt, und ober halb des Spulenkanals 3 sind die Führungs schienen 19 dureli einen Bügel 19a, miteinan der verbunden, der einen mit den Betäti- gungsarmen \3'? zusammenarbeitenden An <B>,</B> 19b trägt. Wenn ein Betätigungsarm \?2 gegen den Anschlag 19b fährt, wird die betreffende Klappe 20 so verschwenkt, dass die Spulen der zugeordneten Spulenreihe frei werden und in den darunter angeordneten Führungskanal 3 fallen.
Mit Hilfe des Hammers 3a, lässt sieh die jeweils unterste Spule ent- gen der Sperrnase 3b in den Web schützen einsehlagen, wie bereits mit Bezug auf das erste Ausführungsbeispiel erläutert worden ist.
Es ist ein nicht dargestelltes Sehrittsehalt- werk vorgesehen, das ,den in Entleerung be griffenen Behälter 17 stets in einer solchen Lage sperrt, dass die vorderste, noch Spulen 2 enthaltende Spulenreihe jeweils genau über dem Führungskanal 3 liegt, wie Fig. 6 zeigt. Dieses Schrittschaltwerk wird, z. B. mit Hilfe eines die Spulen dieser Reihe abtastenden Fühlorgans, so gesteuert, da.ss der Behälter 17 nach Entleerung einer S.pulenreihe stets so weit vorrückt, dass die folgende Spulen reihe über den Führungskanal 3 zu liegen kommt.
Während der Entleerung einer Spu- lenreib,e steht. der betreffende Behälter 17 immer still.
Ist ein Behälter 17 ganz geleert, so läuft er auf den Schienen 19 ein Stück weiter nach unten, wo er dann abgenommen und wieder mit vollbewickelten Spulen 2 gefüllt werden kann. Das Füllen der Behälter 17 erfolgt nicht am Webstuhl selbst, sondern z. B. bei einer Spulmaschine. Die gefüllten Behälter 17 werden wieder auf den obern Teil der Schienen 19 aufgesetzt, so da.ss nach Entleeren eines Behälters sofort ein voller Behälter an der Spulenwechselstelle zur Verfügung stellt.
Während beim soeben beschriebenen Aus führungsbeispiel die Führungsschienen 19 ge radlinig über den Spulenwechselautomaten des Webstuhles geführt sind, zeigt Fig. 8 ein anderes Beispiel, bei welchem zwei Paar Füh rungsschienen 19 mit entgegengesetzter Nei gung übereinander angeordnet sind.
Von der untern Endpartie der obern Führungsschie nen 19 gehen zwei Paar vertikale Schienen 23 gegen die obere Endpartie der untern Füh rungsschienen 19, derart, dass die Rollen 18 eines auf den obern Schienen 19 hinablaufen den Behälters 17 mittels der vertikalen Schie nen 23 auf die untern Führungsschienen 19 geleitet werden, von wo der betreffende Be hälter 17 dann zur Spulenwechselstelle läuft, wie mit Bezug auf Fig. 6 und 7 beschrieben worden ist.
Mit dem Unterschied, da.ss die Be hälter 17 gemäss Fig. 8 für eine kleinere An zahl Spulenreihen ausgebildet sind, ist die übrige Ausbildung der Einrichtung gleich wie beim vorhergehenden Beispiel. Der Deutlich keit wegen sind in Fig. 8 der Bügel 19a und der Anschlag 19b nicht eingezeiehnet, obschon diese Elemente natürlich ebenfalls vorhanden sind.
Der Vorteil der Ausbildungsform gemäss Fig. 8 liegt darin, dass von der gleichen Seite des Webstuhles her, vorzugsweise von der Kettbaumseite her, sowohl die mit Spulen ge füllt=en Behälter 17 auf die obern Schienen 1.9 aufgesetzt als auch die leeren Behälter 17 von den untern Schienen abgenommen werden können. Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 6 und 7 muss das Zubringen und Weg nehmen der Behälter 17 auf verschiedenen Seiten des Webstuhles erfolgen.
Die in Fig. 9 dargestellte Ausbildungs form zeigt den gleichen Vorteil wie das Bei spiel nach Fig. B. Der Unterschied liegt in einer andern konstruktiven Lösung zum Her beiführen des Überganges der Behälter 17 von den obern Führungsschienen 19 zu den untern. Gemäss Fig. 9 werden die mit, Spulen 2 gefüllten Behälter 17 auf den obern Schie nen 19 derart aufgesetzt, dass die Rollen 18 unten sind. Am untern Ende der obern Schie nen 19 befindet sich ein Anschlag 24 für die voranlaufenden Rollen 18 jedes Behälters, von welchem Anschlag 24 eine etwa vertikal verlaufende Schiene 25 für jede dieser Rollen nach unten zur untern Führungsschiene 19 geht.
Wenn ein Behälter 17 auf den obern Führungsschienen 19 nach unten rollt und die voranlaufenden Rollen 18 gegen den An schlag 24 fahren, so kippt der ganze Behälter um die Achsen dieser Rollen 18, wie in Fig. 9 mit strichpunktierten Linien angedeutet ist. Gleichzeitig fallen die gegen den Anschlag 24 anliegenden Rollen 18 durch die Schienen 25 nach unten auf die untern Führungsschienen 19, die dann auch die nachlaufenden Rollen des betreffenden Behälters auffangen. Nach her bewegt sich der Behälter zur Spul.en- wechselstelle, wie es bereits mit Bezug auf Fig. 6 und 7 beschrieben worden ist.
In Fig. 9 ist der Anschlag 19b der Einfaehheit wegen ebenfalls nieht eingezeichnet.
Obschon bei allen gezeigten Ausführungs beispielen angenommen ist, die Spulen 2 seien in axialer Richtung durehbolirt und der Fa den werde durch diese Bohrung hindurch ab gezogen, braucht das nicht. immer der Fall zu sein.