Einrichtung zur selbsttätigen Deckelverriegelung einer Wäscheschleuder Die Erfindung bezieht sich auf eine Ein richtung zur selbsttätigen Deckelverriegelung einer Wäscheschleuder, die dazu dient, den Versehhissdeckel der Schleuder so lange ge- s -ehlossen zu halten, bis die Schleudertrommel stillsteht.
Man hat zu diesem Zweck vorge schlagen, die Wäscheschleuder mit einem über den Deckel schwenkbaren Sicherheitshebel zu versehen, der beim Stillsetzen der Schleuder durch ein durch die Reaktionswirkung einer Bremse betätigtes Verriegelungselement so lange in einer den Deckel noch verschliessen den Zwischenstellung festgehalten wird, bis der Antriebsmotor der Schleuder stillsteht. Der Sicherheitshebel ist zu diesem Zweck auf einer senkrechten, drehbar gelagerten Stange befestigt, die in ein Schaltschloss hin einragt, in dem die die Verriegelung der Stange bewirkenden Teile angeordnet sind.
Die Erfindung bezweckt nun eine beson ders vorteilhafte Ausbildung einer Einrich= tung zur selbsttätigen Deckelverriegelung einer Wäscheschleuder mit einer senkrechten, drehbar gelagerten Steuerstange, die in ein Schaltsehloss hineinragt, in dem sich ein durch die Reaktionswirkung einer auf die Schleu dertrommel wirkenden Bremse betätigbares Verriegelungselement befindet, welches die Steuerstange jeweils in einer den Deckel noch verschliessenden Zwischenstellung solange ver riegelt, bis die Schleudertrommel stillsteht.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass in dem Schaltschloss auf einer Achse ein Bremshebel drehbar gelagert ist, an dem das Ende eines die Bremse der Schleuder jeweils gegen die Wirkung einer Feder betätigenden Bowdenkabels befestigt und der in eine die Bremse anziehende Stellung durch einen Schalthebel bewegbar ist, der an der den Deckel der Schleuder sichernden Steuerstange befestigt ist.
Der genannte Bremshebel kann als doppel- armiger Hebel ausgebildet sein, an dessen einem Arm das Bremskabel und an dessen anderem Arm der Schalthebel angreift. Fer ner kann die Einrichtung so ausgebildet sein, dass der Schalthebel als Nockenhebel ausge bildet ist und von der Betriebsstellung der Schleuder, in der er den Motorschalter, der ebenfalls in dem Schaltschloss untergebracht sein kann, in der Einschaltstellung hält, bis zu der Ausserbetriebsstellung einen Winkel von wenigstens angenähert 90 beschreibt und die Mittelstellung des Nockenhebels, in der der Motor ausgeschaltet,
der Deckel aber noch durch das durch die Reaktionswirkung der Bremse betätigte Verriegelungselement gegen das Öffnen gesichert ist, von der Einschalt stellung um wenigstens angenähert 60 ent# fernt ist. Zur Verriegelung der die Deckel sicherung betätigenden Stange in der Brems stellung kann ferner in einem solchen Schalt- schloss als VerHegelimgselement ein Verriege- lungshebel vorgesehen werden, der ebenfalls auf der den Bremshebel tragenden Achse drehbar gelagert sein kann und durch die Reaktionskraft der schwenkbar gelagerten Bremse über ein Bowdenkabel gesteuert ist.
Die Zeichnung zeigt, verschiedene Ausfüh- rungsbeispiele der erfindungsgemässen Ver- riegelungseinrichtung.
In den Fig. 1 bis 4 ist ein erstes Ausfüh rungsbeispiel der Verriegelungseinrichtung an einer Wäscheschleuder dargestellt. Fig. 1 zeigt dabei in perspektivischer Darstellung den Gesamtaufbau der Verriegelungseinrichtimg, während die Fig. 2 bis 4 in schematischer Dar stellung die Wirkungsweise des in dem Schalt schloss untergebrachten Hebelmechanismus er kennen lassen. 1 ist das Gehäuse einer elek tromotorisch angetriebenen Wäscheschleuder, dessen obere Öffnung in an sich bekannter Weise durch einen aufklappbaren Deckel 2 verschliessbar ist.
3 ist die von einem Elektro motor angetriebene Trommelwelle, auf der die der Einfachheit halber fortgelassene Schleu dertrommel befestigt ist. Auf der Trommel welle 3 ist ferner eine Bremsscheibe 4 ange bracht, durch die nach Abschalten des An triebsmotors @ die Trommelweile mittels einer Doppelbackenbremse 5 stillgesetzt werden kann. Zur Betätigung der Bremse dient das Bowdenkabel 6, mittels dessen die beiden Bremsbacken 7 und 8 unter Spannung der Schraubenfeder 9 an die Bremsscheibe 4 an- gedrücl--t werden können.
Die Bremse 5 ist auf einem Hebelarm 10 befestigt, der auf der Trommelwelle 3 drehbar gelagert ist. und beim Anziehen der Bremse von der laufenden Bremsscheibe mitgenommen, gegen die Wir kung einer Feder 11 bis zu einem Anschlag 12 verschwenkt und nach dem Stillstand der Trommel wieder in seine ursprüngliche Lage zurückgezogen wird, wobei (wegen angezoge ner Bremse) die Bremsscheibe und damit die Trommel eine geringe rückläufige Bewegung machen muss.
Diese zwangläufige Bewegung gibt die Garantie für vollständigen Stillstand der Trommel. Der Deckel ?- ist. an einem Arm 13 befe stigt, der auf der im obern Gehäuserand der Schleuder angeordneten Achse 14 drehbar ge lagert ist, auf der ausserdem eine Feder 15 angebracht ist, die den Deckel 2 in die Öff- nungsstellung zu bringen sucht. In dem Ge häuse der Schleuder ist ferner die Steuer stange 16 drehbar gelagert, an deren oberem aus dem Schleudergehäuse herausragendem Ende ein waagrechter Hebelarm 17 befestigt ist, mittels dessen die Steuerstange 16 um ihre Achse gedreht werden kann.
Ein mit dem obern Ende der Schleuderstange verbundener Stift 18, der in einem Schlitz 19 geführt. ist, begrenzt. die Drehbewegung der Steuerstange 16 auf etwa 90 . =Auf der Steuerstange 16 ist ferner eine kreisförmige Scheibe 20 befestigt, die am Umfang mit einem etwa über 30 rei chenden Ausschnitt 21 versehen ist. Ein an dem Hebelarm 13 sitzender nasenartiger Vor sprung ?? ragt. über die Scheibe 20 hinüber. so dass hierdurch der Deckel ? gegen Öffnen gesichert ist. Nur wein der Hebelarm 17 ent gegen dem Uhrzeigersinn so weit versehwenkt wird, dass der Vorsprung 22 in die Ausspa rung 21 eingreifen kann, kann der Deckel 2 geöffnet werden.
Die Verriegelung der Steuer stange 16 erfolgt in der Zv-ischenstellung durch den in dem Schaltschloss 23 vorgesehe nen Hebelmechanismus. In dem Sehaltsehloss, in das das untere Ende der Steuerstange 16 hineinragt, ist an der Steuerstange ein als Nockenhebel 24 ausgebildeter Schalthebel be festigt, durch den beim Drehen der Steuer stange 16 im Uhrzeigersinn der Hebelarm 25 eines Schalters 2:6 gegen Federwirkung in die Einschaltstellung gebracht. werden kann.
Auf der Achse 27 ist nun ein doppelarmiger Bremshebel ?8 angeordnet, dessen eines Ende an dem Nockenhebel 24 anliegt und an dessen anderem Ende das Bowdenkabel 6 angreift. Auf der Achse 27 ist ferner der Verriege- hmgshebel 29 drehbar gelagert, dessen. freies Ende durch das Bowdenkabel 30 mit. dem Hebelarm 10 der Bremseinrichtung verbunden ist und durch die Bewegung des Armes 10 ge steuert wird.
In den Fig. ? bis 4 sind nun die ver schiedenen Stellungen der Hebel des in dem Sehaltsehloss 23 befindlichen Hebelmechanis mus schematisch dargestellt, und zwar zeigt die Fig. 2 die Laufstellung, in welcher der Sehalter 26 eingeschaltet und hierbei der Deckel ? in die Verschlussstellung gebracht ist.
Die Fig. 3 zeigt die Stellung der einzel rien Hebel in der Bremsstellung, in welcher durch Drehen des Hebels 17 um etwa 60 die Steuerstange 16 in die Bremsstellung gebracht ist, in welcher die Bremse eingeschaltet und die Steuerstange 16 gegen weitere Drehung durch den Verriegelungshebel 29, der durch die Reaktionswirkung der Bremse in seiner Verriegelungsstellung gehalten wird, gesichert ist.
Die Fig. 4 zeigt die Stellung der Hebel einrichtung in der Ausstellung, in der der Verriegelungshebel infolge Stillstandes der Wäscheschleuder durch die Wirkung der Feder 11 in die Freigabestellung zurückge zogen ist. und die Steuerstange 16 nunmehr durch die Wirkung der Feder 9 in die Frei gabestellung gedreht ist, in welcher die Aus sparung 21 so weit verschwenkt ist, dass der Vorsprung 22 in sie eingreifen kann. Infolge dessen wird jetzt durch die Wirkung der Feder 15 der Deckel 2 selbsttätig geöffnet.
Eine besonders vorteilhafte Ausführung des Hebehneehanismus, der sich in dem Schalt schloss befindet, besteht ferner darin, dass der Schalthebel mit dem freien Ende des Brems hebels durch einen Zwischenhebel gelenkig @ e rbunden ist. Hierdurch wird der Vorteil er.
reicht, dass eine sichere Verbindung zwischen denn Schalthebel und dem Bremshebel geschaf fen ist und sieh der Schalthebel infolge der verringerten Reibung ohne grossen Kraftauf wand in die Bremsstellung bewegen UM Zur Sicherstellung der Beweglichkeit ist dabei i-orteilhaft der Zwischenhebel aus ölgetränk tem Sinterinetall oder dergleichen hergestellt, so dass die Gelenkstellen im Betrieb nicht be sonders überwaellt und geschmiert. zu werden brauchen.
Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Ausbildung des Hebelmechanismus in dem Schaltschloss ist in den Fig. 5, 6 und 7 der Zeichnung schematisch dargestellt, und zwar zeigt. die Fig. 5 wieder den Hebelmechanismus bei der Laufstellung, die Fig. 6 bei der Brems stellung und die Fig. 7 bei Stillstand der Schleuder. 31 ist der Schalthebel, der auf der in dem Lager 32 drehbar gelagerten Steuer stange 33 befestigt ist. 34 ist ein doppelarmi- ger Bremshebel, der auf der Achse 35 sitzt, die in dem Lager 36 gelagert ist.
An dem einen Ende des doppelarmigen Hebels 34 ist wieder das eine Ende des Seilzuges des Bowdenkabels 37 befestigt, dessen anderes Ende mit der Doppelbackenbremse 38 für die Bremsscheibe 39 verbunden ist. Das andere Ende des dop- pelarmigen Hebels 34 ist nun mit dem Ende des Schalthebels 31 durch einen Zwischen hebel 40 verbunden, der aus einem ölgetränk- ten Sintermetall gefertigt ist.
Auf der Achse 35 ist ferner der Verliegelungshebel 41 dreh bar gelagert, dessen Ende durch das Bowden- kabel 42 in derselben, hier nicht besonders dargestellten Weise mit dem die Doppel backenbremse tragenden Schwenkarm verbun den und von diesem gesteuert ist. 43 ist der Motorschalter, der bei der Laufstellung der Schleuder von dem Schalthebel 31 in der Ein schaltstellung gehalten wird. Ausserdem ist noch eine Schraubenfeder 44 mit dem einen Ende an dem Lager 36 und mit dem andern Ende an dem Hebelarm 34 befestigt.
Diese Feder übt bei der Bremsstellung des Hebel mechanismus nur eine verhältnismässig ge ringe Drehkraft auf den Hebelarm 34, da gegen bei der Ausschaltstellung des Gerätes eine starke zusätzliche Drehkraft auf den Hebelarm aus. Der Hebelmechanismus arbei tet im übrigen ebenso wie der in den Fig. 2 bis 4 dargestellte, nur mit dem Unterschied, dass der Zwischenhebel 40 zwischen dem Schalthebel 31 und dem doppelarmigen Hebel 34 vorgesehen ist.
Das Gehäuse des Schaltschlosses kann in verschiedener Weise, z. B. als Gussgehäuse oder Pressstoffgehäuse, ausgebildet sein. Eine besonders vorteilhafte Ausbildung des Schalt schlossgehäuses besteht darin, dass das Ge häuse aus Blech gezogen und durch eine Blechplatte verschlossen ist. Dadurch wird das Gehäuse insbesondere sehr leicht, hat dabei doch eine für alle Anforderungen aus reichende Festigkeit und lässt sich in Massen fertigung billig herstellen. Vorteilhaft hat dabei das Schaltschlossgehäuse eine etwa nierenförmige Gestalt, die der Rundung des Gehäuses der Wäscheschleuder, an dem es be festigt wird, angepasst ist.
Es lässt sieh dann an der Innenwand der Schleuder leicht befe stigen und ragt in den für die andern Maschi nenteile benötigten Innenraum der Schleuder nur wenig hervor. Der Motorschalter kann ferner ausserhalb des Schaltschlossgehäuses an gebracht und dabei als Kipphebelschalter aus gebildet sein, der in an sich bekannter Weise mit Schiebekontakten versehen sein kann. Zur Betätigung des Schalters ist dann vorteilhaft an dem Kipphebel des Schalters ein Schalt horn angebracht, in das ein an dem Schalt hebel befestigter Stift eingreift, der durch einen entsprechenden Schlitz des Sehaltschloss- gehäuses nach aussen hervorragt.
Die Fig. 8, 9, 10 und 11 der Zeichnung zeigen ein Ausführungsbeispiel eines in sol eher Weise ausgebildeten Sehaltschlossgehäu- ses im Grundriss, Aufriss, Ansicht von unten und im Querschnitt. Das Gehäuse des Schalt schlosses besteht, wie aus der Zeiehnumg her, vorgeht, aus einer aus Blech gezogenen Schachtel 51 mit nierenförmigem Gruindriss und dem Verschlussdeckel 52.
In dem Gehäuse ist ein Rohrstück 53 drehbar gelagert, das als Verlängerung mit der im Gerätegehäuse dreh bar gelagerten Steuerstange gekuppelt werden kann, auf deren oberem Ende die in Fig. 1 dargestellte Verriegelungsvorrichtung für den Gehäusedeckel der Schleuder angebracht ist. Die untere Lagerstelle des Rohrstückes 53 ist durch eine Filzscheibe 54 abgedichtet. Mit. dem Rohrstück 53 ist, z. B. durch Schweissen, der Schalthebel 55 fest verbunden, an dessen freiem Ende ein Stift 56 befestigt ist.
Der Stift 56 ragt durch eine kreisbogenförmige, schlitzartige öffnung 57 aus dem Deckel 52 des Schaltschlossgehäuses heraus, auf dessen Aussenseite der Kipphebelschalter 58 befestigt ist. Dieser Kipphebelschalter ist, wie insbeson dere die Fig. 10 erkennen lässt, mit Schiebe- kontakten 59 und 60 versehen. An dem Kipp- hebel 61 des Schalters ist ein Schalthorn 62 befestigt, in das der Stift 56 eingreift.
Durch die Leitung 63 ist der Schalter an das Lei tungsnetz ansehliessbar. Die Leitung 6.1 führt von dem Schalter zu dem Antriebsmotor der Schleuder.
Der Stift 56 des Hebels 55 ist ferner durch den aus ölgetränktem Sintermetall bestehen den Zwischenhebel 64 mit dem einen Ende des doppelarmigen Bremshebels 65 verbunden, der mittels der Achse 66 in dem Schaltsehloss- gehäuse drehbar gelagert ist. An dem. andern Arm des doppelarmigen Hebels 65 ist der Seilzug 67 des Bowdenkabels 68 befestigt, das in der oben beschriebenen Weise zur Betäti gung der Bremse dient.
Auf der Achse 66 ist ferner wieder der Verriegelungshebel 69 dreh bar gelagert, dessen freies Ende durch den Seilzug 70 des Bowdenkabels 71 mit dem in der ebenfalls oben beschriebenen Weise die Bremse tragenden Schwenkarm verbunden ist.
Durch die Nase 72 des Verriegelungshebels wird der Stift 56 und damit der Hebelarm 55 in der Bremsstellung gehalten, bis, wie oben ebenfalls beschrieben worden ist, die Trommel bzw. die mit ihm verbundene Bremsscheibe zum Stillstand gekommen ist. Um den beiden Bowdenkabeln 58 und 71 an ihrer Austritts stelle aus dem Sehaltschlossgehäuse 1 eine sichere Führung zu verleihen und das Knieken an dieser Stelle zu verhindern, sind an dem Sehaltschlossgehäuse die beiden Blechwinkel 73 und 74 angebracht,
auf denen die Bowden kabel mittels angeschraubter Blechquerstücke 75 bzw. 76 festgeklemmt sind.