CH329737A - Verfahren zur Herstellung von Polyestern durch Polykondensation von Terephthalsäuredi-glycol-estern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyestern durch Polykondensation von Terephthalsäuredi-glycol-estern

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CH329737A
CH329737A CH329737DA CH329737A CH 329737 A CH329737 A CH 329737A CH 329737D A CH329737D A CH 329737DA CH 329737 A CH329737 A CH 329737A
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polycondensation
terephthalic acid
polyesters
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glycol esters
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Heisenberg Erwin Dipl Dr Chem
Erhard Dr Siggel
Watzl Anton Josef Dipl Dr Chem
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Glanzstoff Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/78Preparation processes
    • C08G63/81Preparation processes using solvents

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Verfahren zur Herstellung von Polyestern durch Polykondensation von    Terephthalsäuredi-glycol-estern   Für die Polykondensation von    Terephthal-      säuredi-glyeol-estern   wurde bisher so vorgegangen, dass man den    Ester   auf Temperaturen über den Schmelzpunkt des    Monomeren   hinaus erhitzt und die Kondensation so lange fortsetzt, bis der gewünschte    Polykondensa-      lionsgrad      erreieht   ist. Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass das bei der Reaktion freiwerdende    Gly      col,   z. B.    Äthylengly      col,   sich schwierig aus dem Reaktionsgemisch entfernen lässt.

   Man muss hierzu Vakuum anwenden, um ein gut    verspinnbares   Produkt zu erhalten. Es ist auch ein Verfahren bekanntgeworden,    wonaeh   man die Polykondensation nicht in der Schmelze,    sondern   in Lösung durchführt. Nach    diesem   Verfahren kann man zwar ohne Anwendung von Vakuum arbeiten, jedoch ist es schwierig, aus den fertigen Polykondensaten das Lösungsmittel quantitativ    i   wieder herauszuholen.

   Die bei der    Lösungs-      mittelkonclensation   benutzten Lösungsmittel    sind   bei diesen Temperaturbereichen schon ziemlich sauerstoffempfindlich, so dass bei unerwünschtem Sauerstoff- oder Lufteinbruch eine sehr rasche    Vergilbung   der Lösungsmittel eintritt, welche es erforderlich macht, diese vor Wiederverwendung    destillativ   zu reinigen. 



  Durch das    erfindungsgemässe   Verfahren sollen die oben beschriebenen Nachteile ver- mieden werden. Dieses Verfahren    erfordert   kein Lösungsmittel    und   kein Vakuum, es wird in Dispersion    polykondensiert.   Es gelingt dabei, das freiwerdende    Glycol,   z. B. das    Äthy-      lenglycol,   rasch und vollständig aus dem Reaktionsgemisch zu entfernen, wodurch eine wesentliche Abkürzung der Reaktionszeit erreicht wird. 



  Erfindungsgemäss wird so vorgegangen, dass    Terephthalsäuredi-glycol-ester   nach Dispersion in einem Paraffinkohlenwasserstoff mit einem Siedepunkt von über 300  auf    Poly-      kondensationstemperaturen   erhitzt wird und dass man bei der Polykondensation Dämpfe von    cyclischen      Kohlenwasserstoffen,   die als Mehrfachbindungen höchstens Doppelbindungen von aromatischen Ringen aufweisen, durch die Dispersion leitet. Dadurch wird das bei der Kondensationsreaktion abgespaltene    Glyeol   rasch entfernt. Der Polyester scheidet sieh nach beendeter Reaktion infolge seines hohen spezifischen Gewichtes am Boden des Reaktionsgefässes ab und kann, nachdem er sich von selbst von dem Paraffinkohlenwasserstoff getrennt hat, direkt abgezogen und verwendet werden.

   Der abgezogene Polyester enthält praktisch keine Anteile des verwendeten    Dispersionsmittels.   Gegenüber einer Kondensation in Lösungsmittel kann hier der als 

 <Desc/Clms Page number 2> 

    Dispersionsmittel      verwendete   Paraffinkohlenwasserstoff unbegrenzte Male für die Reaktion wieder benutzt. werden, ohne dass eine Reinigung nötig ist. Beim erfindungsgemässen Verfahren ist es völlig ausgeschlossen, dass    däs   verwendete    Dispersionsmittel   auch bei Sauerstoffeinbruch eine Zersetzung oder    Vergilbung   erleidet, im Gegenteil, es schützt den in ihm    dispergierten   Polyester vor jeglicher Berührung mit Sauerstoff. Es resultieren daher in jedem Fall helle    Produkte   guter physikalischer Daten. 



  Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens ist, dass sich dabei ein    di-      sperser      Verteilungszustand   leicht einstellt, der die Ursache für solche    Polykondensations-      grade   ist, welche    K-Werte   von rund 50 aufweisen. Polykondensate solcher Art sind spinntechnisch besonders geeignet, weil sie in einem    Schmelzviskositätsbereich   liegen,    wel-      eher   keine zu grossen Anforderungen an die Spinnmaschine stellt.

   Bei den bekannten Verfahren der Schmelz- und    Lösungsmittelpoly-      kondensation   muss man durch genaue Dosierung von    kettenabbrechenden   Mitteln stets sorgfältig bemüht sein, nicht zu hohe    Poly-      kondensationsgrade   zu erreichen, um nachher nicht Produkte zu bekommen, die nur Schwierigkeiten in der Spinnmaschine bereiten, ohne    i   zur Qualität der erzeugten Fäden Nennenswertes beizutragen. Auch ist die Wirksamkeit dieser bekannten    Kettenabbrecher   nicht immer hinreichend scharf, so dass mitunter schwankende Ergebnisse beobachtet werden. 



  Das erfindungsgemässe Verfahren gestattet demgegenüber unter Einhaltung kurzer Kondensationszeiten zu Polykondensaten sehr wohl definierter Kondensationsgrade zu gelangen, welche gerade im Bereich der optimal    ver-      u   spinnbaren    Viskositätsbereiche   liegen.

   Dieses Optimum liegt erfahrungsgemäss bei der Lösungsviskosität- der Kondensationsprodukte von    ii      rel.   = 1,70,    K-Wert   = 51,7 (bestimmt    als   1    %ige      Lösung      in      m-Kresol      bei      250).      Beispiel   2 100 g    Dimethylester   der    Terephthalsäure   wurden auf üblichem Wege mit 64 g    ÄtliyIen-      glyeol      unigeestert,

     der    Clyeolüüerschuss   anschliessend    weitgehend      abdestilliert.   Gegen Ende der Destillation wurden 80    em3      Paraf-      finöl   mit Siedepunkt. über 350  zugegeben und ein schnell laufender    R.ührer   eingeschaltet. 



  Unter Steigerung der Temperatur bis    265       würde   während    31/2   Stunden ein auf 180  aufgeheizter    Benzoldampfstrom   durch die fein    dispergierte   Mischung geleitet. 



  Nach Abstellen der Heizung    lind   des    Rühr-      apparates   trat rasch Entmischung ein, das zu Boden abgesunkene weisse Reaktionsprodukt zeigte bei    Fp.249,5    und    K-Wert   49,5 sehr gute fadenbildende Eigenschaften. 



  Beispiel Nach Durchführung der    L;      inesterung,   wie in Beispiel 1. angegeben, und Dispersion in 100    cm3   Paraffinöl mit    Siedepunkt.   über    300    wurde durch das auf 270  aufgeheizte    Reak-      tionsgemisell   unter lebhaftem    Rühren   ein    Stickstoff-Benzoldampfstrom   von    147    in    301/1i      Strömungsgesehwindi-keit   während drei Stunden    hindurchgeleitet.   



  Das    naell   Abstellen der Heizung und des Rührapparates erhaltene Endprodukt zeigte    Pp.      249,5    und bei einem    K-Wert   von 51,0 sehr gute fadenbildende    Eigenschaften.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Polyestern durch Polykondensation von Terephthalsäure- di-glycol-estern, dadurch gekennzeichnet, dass die letzteren Ester nach Dispersion in Paraf- finkohlenwasserstoffen mit einem Siedepunkt von über 300 C auf Polykondensationsteni- peraturen erhitzt werden, und dass man bei der Polykondensation Dämpfe von cycliseben Kohlenwasserstoffen, die als llehi-iaehbincliili- gen höchstens Doppelbindungen von aromati- schien Ringen aufweisen, durch die Dispersion leitet.
CH329737D 1953-08-03 1954-07-27 Verfahren zur Herstellung von Polyestern durch Polykondensation von Terephthalsäuredi-glycol-estern CH329737A (de)

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