CH329737A - Verfahren zur Herstellung von Polyestern durch Polykondensation von Terephthalsäuredi-glycol-estern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Polyestern durch Polykondensation von Terephthalsäuredi-glycol-esternInfo
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Description
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Verfahren zur Herstellung von Polyestern durch Polykondensation von Terephthalsäuredi-glycol-estern Für die Polykondensation von Terephthal- säuredi-glyeol-estern wurde bisher so vorgegangen, dass man den Ester auf Temperaturen über den Schmelzpunkt des Monomeren hinaus erhitzt und die Kondensation so lange fortsetzt, bis der gewünschte Polykondensa- lionsgrad erreieht ist. Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass das bei der Reaktion freiwerdende Gly col, z. B. Äthylengly col, sich schwierig aus dem Reaktionsgemisch entfernen lässt.
Man muss hierzu Vakuum anwenden, um ein gut verspinnbares Produkt zu erhalten. Es ist auch ein Verfahren bekanntgeworden, wonaeh man die Polykondensation nicht in der Schmelze, sondern in Lösung durchführt. Nach diesem Verfahren kann man zwar ohne Anwendung von Vakuum arbeiten, jedoch ist es schwierig, aus den fertigen Polykondensaten das Lösungsmittel quantitativ i wieder herauszuholen.
Die bei der Lösungs- mittelkonclensation benutzten Lösungsmittel sind bei diesen Temperaturbereichen schon ziemlich sauerstoffempfindlich, so dass bei unerwünschtem Sauerstoff- oder Lufteinbruch eine sehr rasche Vergilbung der Lösungsmittel eintritt, welche es erforderlich macht, diese vor Wiederverwendung destillativ zu reinigen.
Durch das erfindungsgemässe Verfahren sollen die oben beschriebenen Nachteile ver- mieden werden. Dieses Verfahren erfordert kein Lösungsmittel und kein Vakuum, es wird in Dispersion polykondensiert. Es gelingt dabei, das freiwerdende Glycol, z. B. das Äthy- lenglycol, rasch und vollständig aus dem Reaktionsgemisch zu entfernen, wodurch eine wesentliche Abkürzung der Reaktionszeit erreicht wird.
Erfindungsgemäss wird so vorgegangen, dass Terephthalsäuredi-glycol-ester nach Dispersion in einem Paraffinkohlenwasserstoff mit einem Siedepunkt von über 300 auf Poly- kondensationstemperaturen erhitzt wird und dass man bei der Polykondensation Dämpfe von cyclischen Kohlenwasserstoffen, die als Mehrfachbindungen höchstens Doppelbindungen von aromatischen Ringen aufweisen, durch die Dispersion leitet. Dadurch wird das bei der Kondensationsreaktion abgespaltene Glyeol rasch entfernt. Der Polyester scheidet sieh nach beendeter Reaktion infolge seines hohen spezifischen Gewichtes am Boden des Reaktionsgefässes ab und kann, nachdem er sich von selbst von dem Paraffinkohlenwasserstoff getrennt hat, direkt abgezogen und verwendet werden.
Der abgezogene Polyester enthält praktisch keine Anteile des verwendeten Dispersionsmittels. Gegenüber einer Kondensation in Lösungsmittel kann hier der als
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Dispersionsmittel verwendete Paraffinkohlenwasserstoff unbegrenzte Male für die Reaktion wieder benutzt. werden, ohne dass eine Reinigung nötig ist. Beim erfindungsgemässen Verfahren ist es völlig ausgeschlossen, dass däs verwendete Dispersionsmittel auch bei Sauerstoffeinbruch eine Zersetzung oder Vergilbung erleidet, im Gegenteil, es schützt den in ihm dispergierten Polyester vor jeglicher Berührung mit Sauerstoff. Es resultieren daher in jedem Fall helle Produkte guter physikalischer Daten.
Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens ist, dass sich dabei ein di- sperser Verteilungszustand leicht einstellt, der die Ursache für solche Polykondensations- grade ist, welche K-Werte von rund 50 aufweisen. Polykondensate solcher Art sind spinntechnisch besonders geeignet, weil sie in einem Schmelzviskositätsbereich liegen, wel- eher keine zu grossen Anforderungen an die Spinnmaschine stellt.
Bei den bekannten Verfahren der Schmelz- und Lösungsmittelpoly- kondensation muss man durch genaue Dosierung von kettenabbrechenden Mitteln stets sorgfältig bemüht sein, nicht zu hohe Poly- kondensationsgrade zu erreichen, um nachher nicht Produkte zu bekommen, die nur Schwierigkeiten in der Spinnmaschine bereiten, ohne i zur Qualität der erzeugten Fäden Nennenswertes beizutragen. Auch ist die Wirksamkeit dieser bekannten Kettenabbrecher nicht immer hinreichend scharf, so dass mitunter schwankende Ergebnisse beobachtet werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren gestattet demgegenüber unter Einhaltung kurzer Kondensationszeiten zu Polykondensaten sehr wohl definierter Kondensationsgrade zu gelangen, welche gerade im Bereich der optimal ver- u spinnbaren Viskositätsbereiche liegen.
Dieses Optimum liegt erfahrungsgemäss bei der Lösungsviskosität- der Kondensationsprodukte von ii rel. = 1,70, K-Wert = 51,7 (bestimmt als 1 %ige Lösung in m-Kresol bei 250). Beispiel 2 100 g Dimethylester der Terephthalsäure wurden auf üblichem Wege mit 64 g ÄtliyIen- glyeol unigeestert,
der Clyeolüüerschuss anschliessend weitgehend abdestilliert. Gegen Ende der Destillation wurden 80 em3 Paraf- finöl mit Siedepunkt. über 350 zugegeben und ein schnell laufender R.ührer eingeschaltet.
Unter Steigerung der Temperatur bis 265 würde während 31/2 Stunden ein auf 180 aufgeheizter Benzoldampfstrom durch die fein dispergierte Mischung geleitet.
Nach Abstellen der Heizung lind des Rühr- apparates trat rasch Entmischung ein, das zu Boden abgesunkene weisse Reaktionsprodukt zeigte bei Fp.249,5 und K-Wert 49,5 sehr gute fadenbildende Eigenschaften.
Beispiel Nach Durchführung der L; inesterung, wie in Beispiel 1. angegeben, und Dispersion in 100 cm3 Paraffinöl mit Siedepunkt. über 300 wurde durch das auf 270 aufgeheizte Reak- tionsgemisell unter lebhaftem Rühren ein Stickstoff-Benzoldampfstrom von 147 in 301/1i Strömungsgesehwindi-keit während drei Stunden hindurchgeleitet.
Das naell Abstellen der Heizung und des Rührapparates erhaltene Endprodukt zeigte Pp. 249,5 und bei einem K-Wert von 51,0 sehr gute fadenbildende Eigenschaften.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Polyestern durch Polykondensation von Terephthalsäure- di-glycol-estern, dadurch gekennzeichnet, dass die letzteren Ester nach Dispersion in Paraf- finkohlenwasserstoffen mit einem Siedepunkt von über 300 C auf Polykondensationsteni- peraturen erhitzt werden, und dass man bei der Polykondensation Dämpfe von cycliseben Kohlenwasserstoffen, die als llehi-iaehbincliili- gen höchstens Doppelbindungen von aromati- schien Ringen aufweisen, durch die Dispersion leitet.
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|---|---|---|---|
| CH329737D CH329737A (de) | 1953-08-03 | 1954-07-27 | Verfahren zur Herstellung von Polyestern durch Polykondensation von Terephthalsäuredi-glycol-estern |
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| CH (1) | CH329737A (de) |
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