CH331434A - Verfahren und Vorrichtung zum Giessen von Ortbetonpfählen zu Gründungszwecken - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Giessen von Ortbetonpfählen zu Gründungszwecken

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CH331434A
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Robert Lidberg Artur
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Description


  Verfahren und Vorrichtung zum Giessen von     Ortbetonpfählen    zu Gründungszwecken    Um die Kosten für das     Pfählerammen     beispielsweise bei einem Bauwerk zu vermin  dern, hat man bereits vorgeschlagen, den  Pfahl in einer     zementformährilichen    Vorrich  tung zu giessen, welche zunächst an Stelle  des Pfahles in das Erdreich gerammt wird.  Man hat zu diesem Zwecke ein Rohr mit einer  losen Spitze versehen und das Rohr bis zur  gewünschten Tiefe in den Boden getrieben  und danach mit Beton gefüllt. Während des  Füllens wurde das Rohr allmählich hoch  gezogen, so dass der das     Rohr    umgebende  Boden die Giessform darstellte. Es hat sich  jedoch herausgestellt, dass dieses Verfahren  einige Gefahren in sich birgt, da der Pfahl  z.

   B. durch Wasseradern führen kann, welche  das Bindemittel aus der Füllmasse weg  spülen, so dass der Pfahl unbrauchbar wird.  Anderseits hat dieses Verfahren recht zahl  reiche Vorteile, da man eine teure Bewehrung  des Pfahles und die ziemlich hohen Kosten  für seinen Transport sparen kann.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt ein  Ausschalten der Gefahrenmomente, die mit  dem obigen Verfahren verbunden sind. Die  Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum  Giessen von     Ortbetonpfählen    zu Gründungs  zwecken, unter Verwendung eines längs  geteilten     Vortreibrohres.    Sie ist dadurch ge  kennzeichnet, dass das Rohr mit vorgesetz  tem Rammkopf derart eingerammt wird,     da,ss     zwischen seinem     untern    Rand und der Innen-         fläche    des Kopfes ein Zwischenraum ver  bleibt, worauf das     Vortreibrohr    mit Beton  mischung gefüllt,

   nach Erhärten des Beton  zwecks Lösung vom gebildeten Pfahl noch       mals    etwas eingeschlagen und schliesslich her  ausgezogen wird.  



  Die Erfindung wird nachstehend unter       Bezugnahme    auf beiliegende Zeichnungen  näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen  einige Ausführungsbeispiele einer für die  Durchführung des erfindungsgemässen Ver  fahrens geeigneten Form, d. h.     einer        soge-          nannten    Verschalung.         Fig.    1 ist eine     Seitenansicht    einer Pfahl  giessform.

   Die     Fig.    2, 3 und 4 sind Quer  schnitte durch diese Form längs den Linien       II-II,        III-III    und     IV-IV    in     Fig.    1.     Fig.    5  ist ein Längsschnitt durch eine Giessform  nach     Fig.    1 zu einem gewissen Zeitpunkt  während des     Rammens.    Die     Fig.    6 und 7 sind  ein Längsschnitt bzw. ein     Querschnitt    eines  Teils der Giessform.     Fig.    8 zeigt die Form  nach Beendigung der Giessarbeit.

       Fig.    9 zeigt  eine bei der Form nach     Fig.    1 verwendete       Verschlussvorriehtung.        Fig.    10 ist ein Längs  schnitt durch eine andere Form zu einem ge  wissen     Zeitpunkt    während des     Rammens    der  Form.     Fig.    11 zeigt einige     Teile    derselben  Vorrichtung zu einem andern Zeitpunkt der  Arbeit.     Fig.    12 ist ein Schnitt entlang der  Linie     XII-XII    in     Fig.    10. Die     Fig.    13 und 14      zeigen schliesslich zwei verschiedene Ausfüh  rungen der Formspitzen.  



  Wie am deutlichsten aus den     Fig.    1 und 2  hervorgeht, weist die Form zwei halbzylin  drische Teile 1 und 2 auf, wovon der Teil 2  mit Längsflanschen 3 versehen ist, welche  über die Längskanten des Teils 1 übergreifen.  Jeder der Teile 1 und 2 ist bei dem hier be  schriebenen Beispiel in seiner Längsrichtung  wiederum aus zwei Bestandteilen zusammen  gesetzt, wovon der obere an beiden Enden  mit einer Art von Klauen 4 versehen ist,  welche in entsprechende     Klauen    5 bzw. 6  am untern     Bestandteil    bzw. an einem End  stück 7 eingreifen. Die     Klauen    4 und 5 sind  rundherum genutet.

   In diese     Klauennuten     sind halbkreisförmige     Verschlussbügel    8 ein  gelegt, welche die nacheinander angebrachten       Bestandteile    der Formteile miteinander ver  binden. Das Endstück 7 ist hingegen nur lose  am obern Ende der Form angebracht.  



  Die untern Enden der untern Bestand  teile 1 und 2 sind glatt und     sind    in eine kegel  förmige Formspitze 9 eingeschoben. Diese  Formspitze besitzt einen röhrenförmigen Teil  10 als Führung für     die    beiden Zylinderhälften  1 und 2. Letztgenannte stützen sich mit ihren  beiden     Endflächen    gegen     eine        in    die Form  spitze 9 eingelegte Platte 11, welche zweck  mässig aus federnd nachgiebigem Material  besteht. Ferner sind in der Formspitze 9  kreisbogenförmige Führungen 12 an der Ver  bindungsstelle zwischen den beiden Form  hälften 1 und 2 vorgesehen.  



  Die Form ist mit Hilfe eines Rammbären  in den Erdboden zu treiben und ist zu diesem  Zwecke mit einem Kopfstück 13 versehen,  welches seinerseits mit einer zum Einschieben  in die Form bestimmten zylindrischen Füh  rung 14 versehen ist.     Fig.    1 zeigt das Kopf  stück aus der Form herausgezogen. In seiner  Rammstellung umschliesst der nach unten  gerichtete Mantel     13a    des Kopfstückes den  obern Teil der beiden obern     Bestandteile    1  und 2 sowie das Endstück 7. Das Kopfstück  enthält ferner noch eine     Einlage    15 aus Blei  oder einem     ähnlichen    Material.

      Aus obigem geht hervor, dass die Giess  form während der Arbeit stückweise mit  mehreren Bestandteilen verlängert werden  kann, bis die vorgesehene Rammtiefe erreicht       wird.    Es kommt jedoch häufig vor, dass die  Bodenverhältnisse derart sind, dass das un  tere Pfahlende auf Felsen stösst. Wo dies zu  erwarten ist, ist es zweckmässig, die Pfahl  spitze im Felsen zu verankern, wie aus     Fig.    5  ersichtlich ist.  



  Beim Aufstossen der Formspitze 9 auf  einem Felsen wird die Rammarbeit abge  brochen, und die Platte 11 wird mit hierzu  geeignetem Werkzeug entfernt. Dies     kann     beispielsweise dadurch geschehen, dass man  in die Form einen     klauenähnlichen    Greifer  hinuntergleiten lässt, der die Platte 11 an  ihrem schmalsten Teil fasst. Beim Heraus  ziehen des     Gxreifers    rutscht die Platte infolge  ihrer Federung von den Enden der Form  hälften weg und kann dann aus der Form  herausgezogen werden. Hernach kann man in  die Form eine     Thermitladung        hinuntersenken     und diese in bekannter Weise zünden, wobei  der äusserste Teil der Formspitze 9 abge  brannt wird.

   Anschliessend wird in die Form  ein Führungsrohr 16 hinabgesenkt, welches  mit gegen die     Rohrinnenwand    anliegenden       Zentrierungsrippen    17 versehen ist, so dass es  koaxial liegt. Mit seinem etwas erweiterten  untern Ende     16a        (Fig.    6) liegt dann das Rohr  16 an der Innenseite des nunmehr stumpfen  Kegels an     (Fig.    5). Man führt dann durch das  Führungsrohr ein Bohrwerkzeug 18 nach  unten und bearbeitet damit in bekannter  Art den Felsen unter der Form, so dass ein  Bohrloch     (Fig.    5) entsteht.  



  Wenn dann das Bohrloch im Felsunter  grund die gewünschte Tiefe erreicht hat, wird  der Bohrer 18 wieder hochgezogen, und in das  in dieser Weise entstandene Bohrloch wird  ein Ankereisen 19 solcher Länge hinabge  lassen, dass es bis in die Form hinein hoch  steht     (Fig.    8). Dann wird das Führungsrohr  16 herausgezogen. Die Formteile sind am  besten schon von Anfang an innen mit Fett  oder einem andern Gleitmittel bestrichen, um  zu verhindern, dass die Betonmasse an der      Formwand haften bleibt. Man kann aber auch  erst zu dem jetzt erreichten Zeitpunkt der  Arbeiten diese Fettschicht mit     geeigneten     Vorrichtungen anbringen, woraufhin mit  dem Giessen des Pfahles begonnen werden  kann. Besonders wenn es sich um grössere  Tiefen handelt, ist es hierbei zweckmässig,  für das Füllen z.

   B. einen zylindrischen Be  hälter mit     auslösbarem    Boden zu verwenden,  welcher Behälter mit     Zementmasse    gefüllt  und bis zum untern Ende der Form hinab  gelassen wird. Dort wird die     Zementmasse     aus dem Behälter entleert und der Behälter  hochgezogen und neu gefüllt, worauf     dieses     Verfahren so lange wiederholt     wird,    bis die  Form bis zur     gewünschten    Höhe gefüllt. ist.  Sodann lässt man den Beton erhärten. Wäh  rend des Füllens der Form ist es     zweckmässig,     den Beton zu rütteln.  



  Nach dem Erhärten des Betons sind die  Formteile von dem gegossenen Pfahl abzu  lösen. Infolge der Platte 11 befindet sieh ein  kleiner Zwischenraum zwischen der Form  spitze 9 und den untern Formteilen 1 und     :3.     Wenn man das     Forrnkopfstück    13 durch eine  andere geeignete Auflage ersetzt, kann man  lediglich die eine Formhälfte mit dem Ramm  bären etwas bearbeiten und diese etwa 1 cm  tief     weiterrammen,    so dass sie sich vom Pfahl  löst.

   Nach Anbringen geeigneter Befestigun  gen an den obern Enden der Formhälften  kann man diese als Ganzes oder jede Hälfte  einzeln für sich herausziehen.     Fig.    8 zeigt  schematisch, wie die in der Abbildung links  dargestellte Formhälfte gelockert und bereits  teilweise herausgezogen wurde, ferner wie  das untere Pfahlende in     schiefliegendem     Felsen mit Hilfe eines Ankereisens 19 ver  ankert wurde.  



       @,NTie    aus den Abbildungen ersichtlich ist,  sind die     Verbindungsstellen    zwischen den  verschiedenen Bestandteilen der Formhälften  infolge der Klauen 4 und 5 dicker als die  übrige Form. Um das Rammen zu erleichtern,  ist das stärkere Ende der Formspitze 9 mit  etwas grösserem Durchmesser ausgeführt als  die genannten Verbindungsstellen. Hierdurch  entsteht, wenigstens theoretisch, rings um    den fertiggegossenen Pfahl ein schmaler  Zwischenraum, der sich aber beim Hoch  ziehen der Formteile mit nachrutschender  Erde oder Sand füllt.  



  Falls erwünscht, kann man die Form nur  etwa zu zwei Dritteln emporziehen, so dass  der Pfahl weiterhin an seinem obern Ende  geführt wird, worauf man ihn einige Tage so  stehen lässt, damit das den Pfahl umgebende  Erdreich sich entlang des grösseren Teils der  Pfahllänge genügend setzen kann.  



  In den meisten Fällen dürfte beim Ram  men der umgebende Erdboden die beiden  Formhälften mit genügender Kraft zusam  menhalten. Man kann jedoch die beiden  Formhälften auch miteinander verbinden.       Fig.    9 zeigt eine solche Verbindung hierfür.  Hier sind um die Form herum offene Ringe 20  angebracht, deren Enden durch ein     Auslö-          sungsorgan    21 lösbar miteinander vereint  sind. Sämtliche     Auslöseorgane    ? 1 sind unter  einander durch ein lose liegendes     Seil,    Draht  seil oder durch eine Kette     22    verbunden.

   Es  ist leicht einzusehen, dass die Ringe 20 nach  erfolgtem Giessen dadurch     geöffnet    werden  können, dass man das Seil oder die Kette 22  nach oben zieht, wobei sich die Ringe der  Reihe nach einzeln     öffnen,    angefangen am  obern Ende der Form. Die beiden Form  hälften werden dadurch voneinander frei.  



  Um das Rammen der Form zu erleichtern,  ist es zweckmässig, abwechselnd die Spitze  und das Rohr zu rammen, wie im folgenden  an Hand der     Fig.    10 bis 12 erläutert wird.  



       Fig.    10 zeigt einen längsgeteilten zylin  drischen     Röhrenformteil    31, dessen unteres  Ende mit einer Formspitze 32 versehen ist,  von der sich beiderseits des Rohres 31 zwei  koaxiale zylindrische Rohrteile 33 und 34  nach oben erstrecken, so dass die Spitze     tele-          skopähnlich    mit genanntem Rohr verbunden  ist. Am obern Ende des Rohres 31     ist    auf  dessen Rand ein Rammpuffer 35 aufgesetzt,  der mit einem Einlagering 36 aus Blei oder  ähnlichem Material versehen ist.  



  In das Rohr 31 ist eine Rammstange 37  eingeführt, deren unteres Ende mit einem  Schuh 38 versehen ist. Dieser Schuh     ist    so      ausgeführt, dass er zu der konischen Innen  seite der Spitze 32 passt und mit dieser zu  sammenarbeiten kann. Der Schuh besitzt zu  nachstehend angegebenem Zwecke dreieckige  Stützen 39. Auf dem obern Ende der Ramm  stange 37     ist    eine Platte 40 lose aufgesetzt  unter Zwischenlage einer Einlage 41 aus Blei  oder ähnlichem Material.  



  Bei 42 wird     schematisch    ein     Ramtnbär     oder eine andere Rammvorrichtung ange  deutet, die eine Bohrung 43 grösseren Durch  messers als der Durchmesser der Ramm  stange 37 besitzt. Der Rammbär ist mit den  üblichen, hier nicht     dargestellten    Aufhänge  vorrichtungen versehen. Bei der Vorrichtung  nach     Fig.    10 arbeitet der Rammbär 42 auf  die Platte 40 und über die Rammstange 37  auf die Formspitze 32.

   Diese kann daher für  sich allein gerammt werden, wobei die Länge  der Rammstange so bemessen ist, dass diese  Stange     nicht    so tief gerammt werden kann,  dass das Rohr 31 aus dem Zwischenraum  zwischen den Rohrteilen 33 und 34 an der  Formspitze herausrutscht und somit ausser  Eingriff mit der Formspitze kommt. Wenn  dann die Platte 40 auf den Puffer 35 aufstösst,       wird    die Platte abgehoben und unmittelbar  gegen den Puffer 35 gerammt, wodurch das  Rohr 31 gerammt wird, siehe     Fig.    11. Wenn  das Rohr 31 den Boden des     zylindrischen          Zwischenraums    zwischen den     Rohrteilen    33  und 34 erreicht hat, wird wiederum die Platte  40 aufgelegt und der Vorgang wiederholt.  



  Aus obigem geht hervor, dass die Form  durch abwechselndes Rammen des Rohres 31  und der Formspitze 32 gerammt wird. Die       Wirkung    der Rammschläge wird hierdurch  erheblich verbessert, da beim Vorwärtstrei  ben nur der Spitze 32 die beträchtliche Rei  bung zwischen Rohr 31 und umgebendem  Erdboden wegfällt, und umgekehrt vermeidet  man beim darauffolgenden Rammen nur des  Rohres 31 den Widerstand, der beim Ram  men der Spitze 32 bei ihrem Eindringen in  den Boden vorhanden ist.  



       LTm    zu verhindern, dass die an der Innen  wand der Form 31 aufgestrichene und laut  obigem z. B. aus Fett bestehende Schutz-    Schicht dadurch entfernt wird, dass sich der       Rammstangenkopf   <B>3,9</B> in der Form auf und  ab bewegt, sind die bereits genannten     Stützen     39 angebracht, welche den Stangenkopf zen  trieren, dagegen die Fettschicht nicht nen  nenswert beeinflussen.  



  Auch hier sind     Massnahmen    zu     treffen,     damit die verschiedenen Teile des Form  rohres nach dem Erhärten des Betons durch  Rammschläge noch etwas weiter nach unten  getrieben werden können, wodurch die Form  teile sich vom Beton lösen, sofern sie mehr  oder weniger daran haften- oder     hängenblei-          ben.    Das Rohr 31     befindet    sich zu Beginn des  Giessens in einigem Abstand von seiner unter  sten Lage in der Formspitze 32. Nach dem  Erhärten des Betons werden die das Rohr 31  bildenden Teile ein Stück weit nach unten  geschlagen, gegebenenfalls jede Rohrhälfte  für sich, und schliesslich in Teilen heraus  gezogen.  



  Oben wurde angedeutet, wie man bei der  Ausführung nach     Fig.    1 die äusserste Spitze  der Formspitze beispielsweise mit Hilfe einer       Thermitmisehung    abbrennen kann. Die Fi  guren 13 und 14 zeigen Formköpfe, die so  ausgeführt sind, dass man ihre äussern Enden  absprengen kann.  



  Die     Fig.    13 zeigt zwei zylindrische Form  hälften 51 und     5\?,,    welche zusammen die  Form bilden und in einen Formkopf 53 ein  gesetzt sind. Dieser Formkopf ist in Form  eines stumpfen Kegels ausgeführt, der zwecks  Führung der beiden Formhälften 51 und 52  mit zwei Rohrteilen     5.1    und     55    versehen ist.  



  An den     schmäleren    Teil des     kegeligen     Formkopfes schliesst sich ein zylindrischer  Teil 56 an, der eine für den Sprengstoff be  stimmte Tasche darstellt und beispielsweise  aus Stahlrohr hergestellt ist, wobei die Wand  stärke dieses Stahlrohres geringer ist als die  jenige des eigentlichen Formkopfes. Im Teil  56 befindet sich in einigem Abstand von  seinem freien Ende ein nach aussen gewölbter  Boden 57, der aus Werkstoff geringerer  Festigkeit besteht als der Teil 56, z. B. aus  verhältnismässig schwachem Eisenblech.      Um das Sprengen des äussersten Endes  des Formkopfes zu erleichtern, ist der zylin  drische Teil 56 mit Längsschlitzen 58 ver  sehen, die sich von dem eingesetzten Boden  bis zum freien Rand des Teils erstrecken.  



  Bei der in     Fig.    14 dargestellten Ausfüh  rung der Formspitze schliesst sich an den  stumpfen Kegel 59 ein Kegel 60 an, dessen  Kegelwinkel derselbe ist wie derjenige des  Kegelstumpfes, aber dessen Material eine  geringere Festigkeit aufweist. Die in     Fig.    14  gezeigte Formspitze ist für solche Fälle ge  dacht, wo die Form nicht bis auf gewachsenen  Felsen gerammt wird, sondern wo man eine  Grundplatte,     d.h.    eine Art     Fundamentplatte,     für den Pfahl giessen will, was nach Entfernen  der Formspitze möglich ist.  



  Die Vorrichtung     ist    derart ausgeführt,  dass sie folgendermassen     wirkt:    Um die Be  schaffenheit der verschiedenen Erdschichten  und allenfalls auch um die Bodentiefe     bis    zu  etwa vorhandenem Felsen festzustellen, wird  im Boden ein Loch grösseren Durchmessers  als der geschwächte Spitzenteil der Form  spitze     geschaffen,    und die Giessform wird     bis     zur gewünschten Tiefe     hinuntergetrieben,     wobei die Formspitze sich den örtlich gelten  den Bodenverhältnissen anpasst. Dann wird  in die äusserste Spitze der Form eine durch  praktische Erfahrung ermittelte Menge  Sprengstoff, z. B.

   Dynamit, hinabgelassen und  dort gesprengt, wobei der geschwächte Teil  der Formspitze abgesprengt wird. Die Spreng  ladung ist vorher abzudecken, was am besten  dadurch geschieht, dass man wenigstens den  untern     \feil    der Formspitze mit Wasser füllt.  Man kann anschliessend mit optischen Be  trachtungsgeräten feststellen, ob die Spren  gung die gewünschte Wirkung gezeitigt hat,  und wenn dies der Fall ist, wird im Felsen in  bekannter Weise gebohrt. In das dadurch  erhaltene Bohrloch wird ein Ankereisen ein  gesetzt und dann der Betonpfahl in der in  Zusammenhang mit den     Fig.    1-7 beschrie  benen Art gegossen.  



  Die Erfindung ist nicht auf die oben be  schriebenen und in den Zeichnungsblättern  dargestellten Ausführungen beschränkt.

Claims (1)

  1. P ATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Giessen von Ortbeton- pfählen zu Gründungszwecken unter Ver wendung eines längsgeteilten Vortreibrohres, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr mit vorgesetztem Rammkopf derart eingerammt wird, dass zwischen seinem untern Rand und der Innenfläche des Kopfes ein Zwischenraum verbleibt, worauf das Vortreibrohr mit Beton mischung gefüllt, nach Erhärten des Betons zwecks Lösung vom gebildeten Pfahl noch mals etwas eingeschlagen und schliesslich herausgezogen wird.
    II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I mit einem in der Längsrichtung aufgeteilten Vortreib- rohr, an dessen unterem Ende ein das Hinab treiben des Rohres in den Boden erleichtern der, die Teile zusammenhaltender Beschlag in Form eines kegeligen Kopfes angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem untern Ende des Rohres und dem Kopf eine Zwischenplatte eingelegt ist, welche nach dem Hinabtreiben des Rohres heraus nehmbar ist, um die Teile des Rohres nach beendetem Giessen jedes für sich noch ein Stück tiefer treiben zu können,
    damit sich die Teile vom Pfahl lösen. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Rohr und der Kopf getrennt durch abwechselndes Rammen nach unten getrieben werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Vortreibrohr vor dem Einfüllen des Betons mit einem eine Verbindung zwischen Rohr und Beton ver hindernden Stoff bestrichen wird. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf aus einem stumpfen Kegel besteht, dessen schma leres Ende durch einen zylindrischen Teil verlängert ist, wobei die Wandstärke dieses Teils geringer ist als diejenige des Kegel stumpfes, und dass in diesem Teil ein Boden geringerer Festigkeit als die des Teils ein gesetzt ist. 4. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden im Abstand vom freien Ende des Teils eingesetzt Ist. 5. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden gegen das freie Ende gewölbt ist. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch eine durch das Vor- treibrohr in der Längsrichtung gehende, den Kopf zu betätigen bestimmte Rammstange, einen Rammbär, der mit einer Mittelbohrung grösserer Breite als die der Rammstange ver sehen ist, um ein Rammen nur des Rohres allein zu ermöglichen, und zwar durch Schla gen des Rammbären auf einen auf der obern Kante des Rohres angebrachten Ramm puffer, durch den die Rammstange nach oben ragt, sowie durch eine am obern Ende der Rammstange anbringbare Platte, um ein Rammen nur der Rammstange ohne Beein trächtigung des Vortreibrohres zu ermög lichen.
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