verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe Die vorliegende Erfindung betrifft neue, wertvolle Azofarbstoffe, die mindestens eine aeylierte Sulfonsäureamidgruppe und minde stens eine Gruppe der Formel <B>-S02</B> (NH)n-1 R <B>X</B> enthalten, worin R einen aliphatischen Rest, n eine ganze Zahl im Werte von höchstens 2 und X einen labilen, unter Mitnahme des Bin- dungs-Elektronenpaa.res leicht.
abspaltbaren Substituenten bedeuten. - In den Gruppen der Formel (1) sind als labile Substituenten X solche austauschbare Substituenten zu verstehen, welche in alkali- sehen Mitteln unter Mitnahme des Bindungs- Elektronenpaares leicht. abzuspalten sind, wie z. B. Schwefelsäureester, eine Sulfonsäure- estergi2ippe oder vor allem ein Halogenatom, z.
B. ein Chloratom. Zweekmässig stehen diese labilen Substituenten in ;-Stellung, vorzugs leise aber in ss-Stellung des aliphatischen Restes R, weleher über die -NN-Gruppe (n = 2) oder direkt. (n = 1) an die -SO,- Gruppe in a-Stellung gebunden ist. Der ali- phatisehe Rest R kann weitere Substituenten enthalten, wie z.
B. eine Oxygruppe. Beson ders wertvoll sind die Farbstoffe der vorlie genden Erfindung, die als Gruppe der angege benen Formel (1) eine y-, vor allem aber eine f-Chloralky lsulfonsäureamidgruppe, z. B. eine f-Chloräthylsulfonsäureamidgruppe aufwei sen.
rieben einer Gruppe dieser Art müssen die erfindungsgemässen Farbstoffe mindestens eine acylierte Sulfonsäureamidgruppe, zweck mässig eine solche der Formel (\?) -S02- NH-acyl enthalten, worin der Acylrest sich von den verschiedensten Säuren wie z. B. von alipha- tischen oder aromatischen Carbonsäuren, vor zugsweise aber von aliphatischen oder aroma tischen Sulfonsäuren ableiten kann.
Der Acyl- rest kann somit beispielsweise ein Acetyl-, n-Butyryl-, Benzoyl-, p-tertiär-Butylbenzoyl-, p-Chlorbenzoylrest, vorzugsweise aber ein Sul- fonylrest sein, wie z. B. den Methansulfonyl-, @thansulfonyl-, n-Butansulfonyl-, p-Methyl- benzolsulfonyl-, o- oder p-Chlorbenzolsulfonyl- rest.
Zweckmässig werden die erfindungsge mässen Farbstoffe aus Farbstoffkomponenten hergestellt, die die genannten Gruppen bereits enthalten. Die zu verwendenden Farbstoff komponenten können selbstverständlich wei tere Substituenten enthalten, -wie z. B.
Halo genatome, Nitrogruppen, Acylamino-, Alkyl- oder Alkoaygruppen. Es werden aber vorzugs weise solche Diazov erbindinmgen verwendet, die in o-Stellung zur Diazogruppe keine-OH- Gruppe enthalten.
Farbstoffkomponenten, die eine acylierte Sulfonsäureamidgruppe enthalten, können nach an sich bekannten Methoden durch Acy- lierung der entsprechenden unsubstituierten Sulfonsäureamide mittels beliebigen Säure halogeniden, z. B. mittels aliphatischen oder aromatischen Carbonsäurechloriden oder vor allem mittels aliphatischen oder aromatischen Sulfonsäurechloriden hergestellt werden.
Da bei müssen gegebenenfalls die im zu acylieren- den Produkt möglicherweise vorhandenen Oxy- oder Aminogruppen geschützt oder noch nicht als solche, sondern in Form von nach der Acylierung in diese Gruppen überführbaren Substituenten vorhanden sein. Es ist in ge wissen Fällen auch möglich, anstelle der ent sprechenden unacylierten Sulfonsäureamide die entsprechenden Sulfonsäuren zu verwen den, wobei, nachdem weitere empfindliche Gruppen z.
B. durch Acylierung geschützt worden sind, die -S03H-Gruppe in bekannter Weise in eine -S02C1-Gruppe übergeführt, das erhaltene Sulfonchlorid mit aliphatischen oder aromatischen Amiden zu acylierten Sul- fonsäureamiden umgesetzt wird und die ge schützten empfindlichen Gruppen wieder in Freiheit gesetzt werden.
Als Beispiele von in Betracht kommenden Ausgangsstoffen seien die folgenden erwähnt.: A. Eine acylierte Sulfonsäureamidgruppe enthaltende Komponenten wie Diazoverbindungen aus 1 Aminobenzol-3- oder -4-sulfonsäure- N-acetylamid, 4-Methyl- oder 4-Methoxy-l-aminobenzol- 3-sulfonsäure-N-benzoyl-amid, 1-Aminobenzol-2-sulfonsäure-N- (methan- sulfonyl) -amid, 1.-Aminobenzol-2-,
-3- oder -4-sulfonsäure- N- (p-toluolsulfonyl) -amid, 2-Chlor-l-aminobenzol-5-sulfonsäure-N- benzolsulfonyl-amid, 4-ll_ethyl-l-aminobenzol-2-sulfonsäure-N- benzolsulfonyl-amid, 1-Amino-2-methyl-5-sulfonsäure-N-benzol- sulfonyl-amid, 1-Amino-2,
6-dichlor-4-sulfonsäure-N- benzolsulfonyl-amid und Kupplungskomponenten wie 1-Oxynaphthalin-4- oder -5-sulfonsäure- N-acetyl-amid, 2-Oxynaphthalin-3-, -4-, -5-, -6- oder -7-sulfonsäure-N-benzoy 1-amid, 8-Oxy ehinolin-5-sulfonsäure-N-(p-toluol- sulfonyl)-amid, 2-Aininonaphthalin-6-sulfonsäure-N- benzolsulfonyl-amid,
2-Amino-8-oxynaphtlia.lin-6-sulfonsäure- N- (p-toluolsulfonyl) -amid, 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäur e- N-benzolsulfony l-amid, 2-Amino-8-oxy naphthalin-6-sulfonsäur e- N-2', 5'-diehlorbenzoyl-amid, 1- (a-Naphthyl)
-3-metliy l-5-pyr azolon-4'- sulfonsäure-N-aeetylamid, 1-Phenyl-3-methyl-5-py razolon-2'-, -3'- oder -4'-sulfonsäure-N-(p-toluolsulfonyl)- amid, 1-Phenyl-3-methyl-5-py razolon-2'-, -3'- oder -4'-sulfonsäure-N-benzolsulfonyl-amid, 1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-2'-ehlor-5'- sulfonsäure- (N-benzolsulfonyl) -amid,
1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-2', 6'-dichlor- 4'-sulfonsäure- (N-benzolsulfonyl) -amid, 1-Acetoacetylaminobenzol-2-, -3- oder -4-sulfonsäure-N-benzoylamid, 1-Acetoacetylaminobenzol-2-,
-3- oder -4-sulfonsäure-N-benzolsulfonyl-amid. Die erwähnten P3-razolonkupplungskompo- nenten können aus eine acylierte Sulfonsäure- amidgruppe enthaltenden Arylaminen herge stellt werden,. indem man solche Amine diano tiert, die erhaltenen Diazoverbindungen zu Hydrazinen z.
B. mittels Alkalibisulfiten oder Stannoehlorid reduziert und die erhaltenen Hydrazirie mit Aeylessigsäureamiden oder mit A.cylessigsäureester, insbesondere Acetessig- säuremethyl- oder -ätliy lester, kondensiert, tvobei die Pvrazolonbildunm sich ohne Versei- fung der acylierten 'ulfonsäiireamidgruppe vollzieht.
B. Komponenten, die eine Gruppe der Formel (1) enthalten, wie die Diazoverbin- dungen folgender Amine: 1-Aminobenzol-4-sulfonsä.ure-ss-chlor- äthylamid, 1-Aminobenzol-3,5-di- (sulfonsäure-ss- ehlorä.thylamid), 1-Aminobenzol-4-sulfonsäiire-(y-ehlor- ss-oxyäthy 1) -amid, 1-Aminobenzol-4-sulfonsäure-y-chlor- propylamid,
4-lletliyl-l-aminobenzol-3-sulfoxisäure- ss-eliloräthy lamid, 2,5-Dielilor-l-aminobenzol-4-sulfonsäure- ss-cliloräthylamid, 2-Metlioxy-l-aminobenzol-5-ss-chloräthyl- sulfon, 1-Aminobenzol-2-, -3- oder -4-(ss-toluol- sulfony loxy)-äthy lsulfon, 2,6-Diehlor-l-aminobenzol-4-sulfonsäure- ss-ehloräthyiamid und folgende Kupplungskomponenten:
2-Aminonaphthalin-6-sulfonsäure-fl- cliloräthy lamid, 1-Oxynaplithalin-4- oder -5-sulfonsäure- ss-ehloräthjamid, 2-Oxy naphthalin-6-sulfonsäure-ss-chlor- ä.thylamid, 2-Oxynaphthalin-6-ss-chloräthylsulfon, 1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-2'-, -3'- oder -4'-sulfonsäure-ss-cliloräthylamid,
1-Pheny 1-3-metliyl-5-pyrazolon-3'-sulfon- säui-e-y-chlorpropylamid, 1-Phenyl-3-metliyl-5-py razolon-3'-ss-ehlor- äthyIsulfon, 1-Plienyl-3-metliyl-5-pyrazolon-3'-ss- (p toluolsulfonyloxy)-äthylamid, 1.-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-3'-ss- (p toluolsulfonyloxy)-äthylsulfon.
Die aus den obigen Komponenten erhält lichen Monoazofarbstoffe, die durch Kupp lung einer der unter A genannten Diazover- bindun-en mit einer der unter B erwähnten Kupplungskomponenten oder vor allem durch Kupplung einer der unter B aufgeführten Diazoverbindungen mit einer der unter A ge nannten Kupplungskomponenten aus . nicht stark alkalischem, vorzugsweise aus neutralem bis sehwaeh saurem Mittel hergestellt werden können, sind neu.
Sie sind Azofarbstoffe, die mindestens eine aeylierte Sulfonsäureamidgruppe und minde stens eine Gruppe der Formel @1) -502 @NH@a-1 R enthalten, worin R einen aliphatischen Rest, n eine ganze Zahl im Werte von höchstens 2 und X einen labilen Substituenten bedeuten.
Die Farbstoffe dieser Zusammensetzung, wel che eine Gruppe der Formel (1) enthalten, worin n - 2 ist, können auch anders als durch Kupplung hergestellt werden, indem man die zwei erwähnten Gruppen, nämlich die Gruppe der Formel (1), worin n 2 bedeutet, und die acylierte Sulfonsäureamidgruppe in fertigen, von solchen Gruppen freien Farbstoffen nach an sieh bekannten Methoden einführt, die mu- tatis mutandis auch zur Einführung dieser Gruppen in den weiter oben erwähnten Farb- stoffkomponenten verwendbar sind. Zu diesem Zweck kann man z.
B. nach dem an sich be kannten Verfahren des schweizerischen Pa tentes Nr. 306055 einen Farbstoff, der zwei Sulfonsäuregruppen enthält, in das entspre chende Disulfochlorid umwandeln und letz teres asymmetrisch amidieren, das heisst in der Weise amidieren, dass die eine Sulfochlorid- gruppe, z.
B. durch Umsetzung mit Acyl- amiden in eine acylierte Sulfonsäureamid- gruppe übergeht, während die andere Sulfo- chloridgruppe z. B. durch Umsetzung mit eine ss- oder y-ständige labile Gruppe enthaltenden primären Alkylaminen in eine Gruppe der Formel (1) umgewandelt wird.
Besonders wertvoll sind unter den erfin dungsgemässen neuen Farbstoffen die Mono- azofarbstoffe der Formel
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worin R. den Rest einer Diazokomponente der Naphthalin- oder vorzugsweise der Benzol reihe, B einen aliphatischen Rest, der einen labilen Substituenten, vorzugsweise ein Halo genatom in ;
l oder y-Stellung enthält, n eine ganze Zahl im Werte von höchstens 2 und Pz einen 5-Pyrazolonrest bedeutet, der in 3- oder vor allem in 1-Stellung einen durch eine aeylierte Sulfonsäureamidgruppe substituier ten Arylrest enthält. Zweckmässig sind solche Monoazofarbstoffe von -S03H- und von -COOH-Gruppen frei.
Sie können zum Färben und Bedrucken verschiedener Materialien, insbesondere stick stoffhaltiger Natur- oder Kunstfasern wie Leder, Seide, Wolle sowie Gebilde aus Super polyamiden oder Superpolyurethanen verwen det werden. Sie eignen sieh zum Färben aus schwach saurem, neutralem bis schwach alka lischem Bade. Die so erhältlichen Färbungen sind gleichmässig und zeichnen sich durch eine gute Lichtechtheit und durch hervorragende Wasch-, Walk- und Alkaliechtheit aus.
Gegenüber den bisher bekannten vergleich baren Farbstoffen, die eine acylierte Sulfon- säureamidgruppe enthalten, weisen die erfin dungsgemässen Farbstoffe den Vorteil einer viel besseren Waschechtheit auf, während sie sich gegenüber den vergleichbaren bekannten Farbstoffen, die eine f-Halogenalkylamid- gruppe aufweisen, durch eine erhöhte Affini tät aus neutralem Bade sowie ebenfalls durch verbesserte Waschechtheit auszeichnen.
In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile, die Prozente Gewichts prozente, und die Temperaturen sind in Cel siusgraden angegeben. <I>Beispiel 1</I> 24,9 Teile 1-Methyl-4-aminobenzol-2-sulfon- säure-N-ss-chloräthyl-amid werden in 75 Vo- lumteilen Wasser gelöst, 25 Volumteile Salz säure (d = 1,18) zugefügt und mit 6,
9 Teilen Natriumnitrit diazotiert. Die Lösung wird unter Rühren innert 15 Minuten in die eis kalte Mischung aus 40 Teilen 1-Phenyl-3- methyl - 5 - pyrazolon- 3'- sulfonsäure - N-benzol- sulfonyl-amid, 5,3 Teilen wasserfreiem Na- triumcarbonat, 30 Teilen kristallisiertem Na triumacetat und 150 Volumteilen Wasser ein getragen.
Nach mehreren Stunden wird der abgeschiedene Farbstoff in üblicher Weise isoliert und getrocknet. Der neue Farbstoff stellt ein rotgelbes Pulver dar, das sich in 'Wasser mit gelber Farbe löst und Wolle aus neutralem Bade in reinen gelben Tönen färbt, die sich vor allem durch hervorragende Nass- echtheiten wie durch eine hohe Lichtechtheit. auszeichnen.
Die Verwendung von 1-Pheni-1-3-methy l-5- pyrazolon - 4' - sulfonsäure - N - benzolsulfonyl- a.mid oder von 1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon- 4'-sulfonsäure-N-äthansulfonyl-amid oder von 1-Phenyl-3-methyl-5-py razolon - 2' - chlor-5'-sul- fonsäure-N-benzolsulfonyl-amid oder von 1- Phenyl - 3 -methyl - 5 -py <RTI
ID="0004.0052"> razolon-2',6'-diehlor-4'- sulfonsäure-N-benzolsulfonyl-amid als Azo- komponenten führt zu ähnlichen Farbstoffen mit ähnlichen Eigenschaften. Die hierbei verwendeten Pyrazolone kön nen wie folgt hergestellt werden 31,2 Teile 3-Aminobenzol-l-sLilfonsäure-N- benzolsulfonyl-amid werden in 125 Volumt.ei- len Wasser unter Zusatz von 5,3 Teilen wasser freiem Natriumcarbonat gelöst.
Nach Zusatz von 6,9 Teilen Natriumnitrit wird -diese Mi schung unter starkem Rühren in eine Mi schung von 100 Teilen Eis und 10 Volum- teilen Schwefelsäure (d = 1,8) eingetragen. Nach 20 Minuten wird die abgeschiedene Diazoniumverbindung rasch filtriert und in eine eiskalte Mischung von 45 Volumteilen Natriumbisulfit (55 Vol%, NaHS03), 22 Vo- lumteilen Natriumhydroxyd (300/0)
und 30 Vo- lumteilen Wasser eingetragen. plan rührt eine Stunde bei 0 bis 5 , 2 Stunden bei 20 , erhitzt zum Sieden und lässt innert 1/2 Stunde 70 Vo- lumteile Salzsäure (d = 1,18) zutropfen. Nach weiteren 20 Minuten bei 95 wird auf 20 ge kühlt und filtriert. Der kristalline Nieder schlag, der das Hydrazinderivat darstellt, wird in 150 Volumteilen Wasser unter Zusatz von 5,3 Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat gelöst.
Nach Zutropfen von 13 Volumteilen Acetessigsäureäthylester wird während einer Stunde zum Sieden erhitzt. Nach dieser Zeit werden 18 Volumteile Salzsäure (d =<B>1,18)</B> zugetropft und unter Rühren erkalten gelas sen. Nach Filtrieren und Trocknen erhält man etwa 28 Teile des gesuchten 1-Phenyl-3-methyl- 5-pyrazolon-3'-sulfonsäure - N - benzolsulfonyl- amids der Formel
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das aus viel Wasser zur Reinigung umkristal lisiert werden kann.
Wenn man von 31,2 Teilen 4-Aminobenzol- sulfonsällre - N - benzolsulfonyl-amid ausgeht und gleich verfährt, so erhält man etwa 25 Teile 1-Phenyl.-3-methyl-5-pyrazolon-4'-sul- fonsäure-lV-benzolsulfonyl-amid.
Aus 26,4 Teilen 4-Aminobenzol-4-sulfon- säure-N-äthansulfonyl-amid werden nach dem gleichen Verfahren etwa 19 Teile 1-Phenyl-3- inetliyl-5- py razolon-4'-sulfonsäure-N-ät.hansul- fony 1-amid erhalten.
Aus 34,7 Teilen 3-Amino-4-chlorbenzol-l- sulfonsä.ure-N-benzolsulfonyl-amid erhält man nach derselben Methode etwa 28 Teile 1-Phe- nyl-3-methyl-5-pyrazolon- 2'- chlor - 5' - sulfon- säure-N-beiizolsulfonyl-amid.
Aus 38,1 Teilen 4-Amino-3,5-dichlorbenzol- 7 -sulfonsäure - N - benzolsulfonyl-amid erhält man nach derselben Methode etwa 30 Teile 1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-2',6'-dichlor- 4' sulfonsäure-N-benzolsulfonyl-amid. Beispiel <I>2</I> 24,9 Teile 4-Methyl-l-aminobenzol-3-sulfon- säure-N-ss-chloräthylamid werden in 100 Teilen Wasser unter Zusatz von 26 Teilen Salzsäure (d = 1,18) gelöst und mit einer konzentrierten wässrigen Lösung von 6,9 Teilen Natrium nitrit in üblicher Weise dianotiert.
Die klare Diazolösung wird in einer Lösung von 36 Tei len 1- Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-4'-sulfon- säure - N - äthansulfonyl-amid, 5,3 Teilen Na- triumcarbonat und 20 Teilen kristallisiertem Natriumacetat in 200 Teilen Wasser gegeben. Nach beendeter Kupplung wird auf 80 erhitzt, ausgesalzen, filtriert und getrocknet. Man erhält den Farbstoff der Formel
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Der neue Farbstoff stellt ein rotgelbes Pulver dar, das sich in Wasser mit gelber Farbe löst und Wolle aus neutralem bis schwach saurem Bade rein gelb anfärbt.
Die damit erzielten Färbungen zeichnen sich durch hervorragende Nasseehtheiten sowie durch eine gute Licht echtheit aus.
Das hierbei verwendete 1-Phenyl-3-methyl- 5-py razolon-4'- sulfonsäure-N - äthansulfonyl- amid kann aus 1-Aminobenzol-4-sulfonsäure- N-äthansulfonylamid nach der im letzten Ab- ratz von Beispiel 1 angegebenen Methode er halten werden.
<I>Beispiel 3</I> 22 Teile 4-Aminobenzol-ss=chloräthylsulfon werden wie in Beispiel 2 beschrieben diano tiert. Die Diazolösung wird mit einer Lösung von 40 Teilen 1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon- 3'-sulfonsäure-N-benzolsulfonyl-amid, 5,3 Tei len Natriumcarbonat und 20 Teilen Kalium aeetat in 200 Teilen Wasser vereinigt. Nach fertiger Kupplung wird der gebildete Farb stoff der Formel
EMI0006.0001
ausgesalzen, filtriert und getrocknet. Er färbt Wolle aus neutralem bis schwach saurem Bade in reinen, gelben Tönen von ausgezeichneter Wasch-, Walk- und Lichtechtheit.
Beispiel <I>4</I> 26,5 Teile 2-Methoxy-l-a.minobenzol-5-sul- fonsäure-N-ss-chloräthy1-amid werden wie in Beispiel 2 beschrieben diazotiert. Die Diazo- lösung wird mit.
einer wässrigen Lösung von 44 Teilen 1-Phenyl-3-metliy 1-5-py r azolon-2'- ehlor-5'- sulfonsäure - N - benzolsulfonyl - amid, 5,3 Teilen Natriumcarbonat und 20 Teilen Natriumaeetat vereinigt. Lbliehe Aufarbeitung liefert den Farbstoff der Formel
EMI0006.0020
Der neue Farbstoff färbt Wolle aus neutralem bis schwach saurem Bade in goldgelben Tönen von hervorragenden Nassechtheiten und sehr guter Lichtechtheit.
Das hierbei verwendete 1-Phenyl-3-methyl- 5-pyrazolon-2''-chlor-5'- sulfonsäure - N - benzol- sulfonyl-amid kann nach der im letzten Ab satz von Beispiel 1 beschriebenen Methode erhalten werden, wenn man anstelle der an gegebenen Menge 3-Aminobenzol-l-sulfonsäure- N-benzolsulfonyl-amid 34,7 Teile 1-Amino-2- ehlorbenzol - 5- sulfonsäure - N - benzolsulfonyl - amid verwendet.
In folgender Tabelle sind weitere nach obiger Methode erhältliche Monoazofarbstoffe erwähnt. In Kolonne III ist der Farbton der Färbung angegeben, die man erhält, wenn man Wolle aus neutralem oder schwach essig saurem Bade mit, dem entsprechenden aus den in Kolonne I und II angeführten Diazo- und Azokomponenten hergestellten Monoazofarb- stoff färbt.
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1 <SEP> 1I
<tb> III
<tb> Diazokomponente <SEP> Azokomponente
<tb> 1 <SEP> S02NH-CH2-CHz-CI <SEP> CH3 <SEP> reingelb
<tb> I
<tb> C=NY
<tb> /NO <SEP> I
<tb> NH2 <SEP> CH-C--C <SEP> S02NH-S02-CD
<tb> OH
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I <SEP> II
<tb> III
<tb> Diazokomponente <SEP> Azokomponente
<tb> S02NH-CH2-CH2-CI <SEP> CH3 <SEP> grüngelb
<tb> C <SEP> -N@ <SEP> Cl
<tb> NH2 <SEP> CH-C <SEP> S02NH-S02-0
<tb> OH
<tb> 3 <SEP> <SEP> CH3 <SEP>
<tb> C <SEP> N@ <SEP> Cl
<tb> CH-C/
<tb> CH= <SEP> c"
<tb> Cl
<tb> OH
<tb> 4 <SEP> <SEP> CH3 <SEP> reingelb
<tb> I
<tb> C=NY
<tb> N-o-Cl
<tb> CH=C/ <SEP> SI02NH-S02-CD
<tb> OH
<tb> \5 <SEP> CH3 <SEP> <B>CH3</B> <SEP> >)
<tb> I <SEP> I
<tb> 1-S02NH-C12-CH2-CI <SEP> C=NY
<tb> <B>CH= <SEP> C</B> <SEP> 0
<tb> NH2 <SEP> CH-C <SEP> S02NH-S02-<B>CH?</B>-CH3
<tb> OH
<tb> <SEP> CH3 <SEP>
<tb> I
<tb> C=N\
<tb> N- < #D- <SEP> S <SEP> 02NH- <SEP> S <SEP> 02-0
<tb> CH= <SEP> C/
<tb> I
<tb> OH
<tb> 7 <SEP> <SEP> CH3 <SEP> grünstichig
<tb> N@ <SEP> Cl <SEP> gelb
<tb> CH-C <SEP> S02NH-S02
<tb> OH
EMI0008.0001
I <SEP> <B>il</B> <SEP> III
<tb> Diazokomponente <SEP> Azokomponente
<tb> 8 <SEP> CH3 <SEP> CH3 <SEP> grünstlehig
<tb> I <SEP> I <SEP> Cl <SEP> gelb
<tb> -S02NH-CH2-CH2-CI <SEP> C=NY
<tb> NH2 <SEP> CH-C/
<tb> CH= <SEP> cl
<tb> Cl
<tb> OH
<tb> g <SEP> <SEP> CH3 <SEP> reingelb
<tb> C=NY
<tb> N-0
<tb> C <SEP> H=C/ <SEP> S02 <SEP> H-S02
<tb> OH <SEP> I <SEP> - <SEP> -C1
<tb> <B>10</B> <SEP> <SEP> CH3 <SEP>
<tb> I
<tb> N-0 <SEP> Cl
<tb> CH=C/
<SEP> S02NH-S02-O
<tb> OH <SEP> 'Cl
<tb> 11 <SEP> <SEP> CH3 <SEP>
<tb> I
<tb> <B>C--</B>N\
<tb> N-@ <SEP> Cl
<tb> CH=C/ <SEP> S <SEP> 02NH- <SEP> S <SEP> 02-<B>C#></B>-Cl
<tb> OH
<tb> 12 <SEP> 0 <SEP> CH3 <SEP> CH3 <SEP> goldgelb
<tb> I
<tb> -NH2 <SEP> <B>U--</B>N@
<tb> - <SEP> /N-@ <SEP> Cl
<tb> S02NH-CH2-CH2-Cl <SEP> <B>CH</B> <SEP> C <SEP> S02NH-S02--<B> < #></B>
<tb> OH <SEP> Cl
<tb> 13 <SEP> CH3 <SEP> <B>CH2-CH3</B> <SEP> CH3 <SEP> reingelb
<tb> I
<tb> - <SEP> S <SEP> 0 <SEP> 2 <SEP> NH- <SEP> CH-CH2-Cl <SEP> <B>L#----</B>N\
<tb> N-<B> < C#></B> <SEP> Cl
<tb> NH<B>2</B> <SEP> CH-C <SEP> S02NH-S02 <SEP> < t?
<tb> OH <SEP> C1
EMI0009.0001
I <SEP> II
<tb> III
<tb> Diazokomponente <SEP> Azokomponente
<tb> C <SEP> CH3 <SEP> 14 <SEP> reingelb
<tb> -SO2NH- < #l>-SO2NH@ <SEP> C=N\
<tb> N-0 <SEP> Cl
<tb> NI-I2 <SEP> CH2-CH2C1
<tb>
H=C<B>Z</B>
<tb> S <SEP> OzNH- <SEP> S <SEP> Oz #
<tb> OH <SEP> Cl
<tb> CH3 <SEP> CH3
<tb> i
<tb> 15 <SEP> -S <SEP> 0 <SEP> zNH-CHz-CHz-Br <SEP> C=NY
<tb> N-0
<tb> NH2 <SEP> CH-C/ <SEP> ISO2-NH-CO-CH3
<tb> OH <I>Beispiel 5</I> 24,9 Teile 4-Methyl-l-aminobenzol - N - ss chloräthyl-amid werden wie in Beispiel 1 be schrieben diazotiert. Die klare Diazolösung wird zu einer Lösung von 38 Teilen 1-Oxy- naphthalin - 4 - sulfonsäure-N-benzolsulfonyl- amid, 10,
6 Teilen Natriumcarbonat und 12 Tei- len Natriumbicarbonat in 200 Teilen Wasser gegeben. Nach beendeter Kupplung wird mit Essigsäure auf PH 6 gestellt, auf 80 erhitzt, mit 40 Teilen Natriumchlorid versetzt, filtriert und getrocknet. Man erhält den Farbstoff der Formel
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Er stellt ein rotbraunes Pulver dar, das sich in Wasser mit roter Farbe löst und Wolle aus neutralem bis schwach saurem Bade in elbroten Tönen von guter Wasch- und Walk- echtheit färbt.
<I>Beispiel 6</I> Ersetzt man das im Beispiel 5 genannte 1-Oxynaphthalin - 4 - sulfonsäure-N-benzolsul- fonyl-amid durch 40 Teile 1,7-Dioxynaph- thalin-3-sulfonsäure-N-benzolsulfonyl-amid, so erhält man den Farbstoff der Formel
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der Wolle aus neutralem bis schwach saurem Bade in reinen, roten Tönen von guter Wasch und Walkechtheit färbt.
<I>Beispiel<B>7</B></I> 24,9 Teile 4-Methyl-l-aminobenzol-3-sulfon- säure-N-fl-chloräthyl-amid werden nach Bei spiel 1 diazotiert und zu einer mit Essigsäure auf pg = 5-6 eingestellten Lösung von 40 Tei len 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure-N- benzolsülföriyl=ämid- (aus -dem in Beispiel 6 genannten 1,7-Dioxynaphthalin-3-sulfonsäure- N-benzolsulfonyl-amid durch Umsetzen mit Ammoniak unter Druck bereitet), 5,3 Teilen Natriumcarbonat und 30 Teilen kristallisier tem Natriumacetat in 200 Teilen Wasser ge geben.
Nach beendeter Kupplung wird auf 60 erhitzt, mit 50 Teilen Natriumehlorid versetzt, filtriert und getrocknet. Man erhält den Farb stoff der Formel
EMI0010.0013
Er stellt ein rotbraunes Pulver dar, das sich in Wasser mit roter Farbe löst und Wolle aus neutralem bis schwach saurem Bade in reinen, roten Tönen von guter Wasch-, Walk- und Lichtechtheit färbt.
Beispiel <I>8</I> 38,5 Teile 1-Methyl-4-aminobenzol-2-sul- fonsäure-ss-(p-tolziolsulfonyl)-oxyäthylamid der Formel
EMI0010.0017
werden in 100 Teilen Wasser und 25 Teilen Salzsäure (d = 1,18) mit 6,9 Teilen Natrium nitrit diazotiert und mit einer Lösung von 40 Teilen 1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-3'- sulfonsäiire-N-benzolsulfonyl-amid und 30 Tei- ]en kristallisiertem Natriumacetat in 300 Tei len Wasser vereinigt.
Nach beendigter Kupp lung wird der gebildete Farbstoff, der als freie Säure der Formel
EMI0010.0023
entspricht, äusgesalzen, filtriert und getrocknet. Man erhält so ein orangerotes Pulver, das sich in Wasser mit gelber Farbe löst; es färbt Wolle aus neutralem bis sehwach saurem Bade in reinen gelben Tönen von ausgezeichneter Wasch-, Walk- und Lichtechtheit.
Beispiel <I>9</I> 40 Teile 1-Methoxy-2-aminobenzol-4-sulfon- säure-fl'-(p-toluolsulfonyl)-oxyäthylamid der Formel
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werden nach Beispiel 1 diazotiert und mit einer Lösung von 48 Teilen 1-Phenyl-3-methyl- 5-py razolon-3'-sulfonsäure-N - (2', 5'-dichlorben- zolsulfonyl)-amid und 30 Teilen kristallisier- tem Natriumacetat in 300 Teilen Wasser ver einigt.
Nach Ausscheidung und Filtration er hält man den Farbstoff, der als freie Säure der Formel
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entspricht. Getrocknet stellt er ein gelbrotes Pulver dar, das sich in Wasser mit gelber Farbe löst und Wolle aus neutralem bis schwach saurem Bade in reinen gelben Tönen von ausgezeichneter Wasch-, Walk- und Licht echtheit färbt. Aus den Diazo- und Azokomponenten der Kolonne I und II der folgenden Tabelle erhält man nach obiger Methode ähnliche Farbstoffe, die Wolle aus neutralem bis schwach saurem Bade in den in Kolonne III angeführten Tönen färben.
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