Einrichtung zur Förderung von Flüssigkeiten, insbesondere zur Versorgung von Brennern mit flüssigem Brennstoff Die Erfindung betrifft eine weitere Aus bildung der im Patentanspruch des Haupt patentes angegebenen Einrichtung zur För derung von Flüssigkeiten, insbesondere zur Versorgung von Brennern mit flüssigem Brennstoff.
Die in dem genannten Patent. beschriebene Einrichtung ist durch eine mit einem Flüs sigkeitsvorrat kommunizierende Steigleitung gekennzeichnet, die oberhalb des Flüssigkeits- vorratsspiegels endet und gegebenenfalls in eine daran angeschlossene Falleitung übergeht und im Bereich der in ihr stehenden Flüssig keitssäule wenigstens teilweise beheizbar ist.
Zur Dosierung der dem Verbraucher zu- efiihrten Flüssigkeitsmenge wird gemäss einem in dieser Patentschrift niedergelegten Vorschlag ein Aufnehmergefäss zwischen dem Verbraucher und dem Flüssigkeitsvorrat ein geschaltet, wobei die Flüssigkeit über die beheizte Steigleitung in das Aufnehmergefäss gefördert und von dort über eine Dosierungs- Vorrichtung dem Verbraucher zugeführt wird.
Gegebenenfalls zuviel geförderte Flüssigkeit fliesst aus dem Aufnehmergefäss über eine Rücklaufleitung in den Vorratsbehälter zu rück.
Es hat sich nun herausgestellt, dass bei dieser Anordnung durch die zurückfliessende warme Flüssigkeit eine unerwünschte und gegebenenfalls schädliche Erwärmung des Flüssigkeitsvorrates im Vorratsbehälter auf tritt. Darüber hinaus hat sich herausgestellt, dass die Durchflussinenge der Flüssigkeit durch die Düse im Aufnehmergefäss wegen der Viskositätsänderungen bei Temperatur- änderungen nicht konstant bleibt,
so dass die Förderung -unregelmässig werden kann.-Dies wirkt sich bei der Förderung von Brennstoff zu einem Brenner gegebenenfalls ausser ordentlich ungünstig aus.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, das ther niische Fördersystem vom Regelsystem ther misch zu trennen. Diese thermische Trennung von Regelsystem und Fördersystem erfolgt z.
B. dadurch, dass die Einrichtung zur Rege lung und Dosierung der Flüssigkeitsabgabe unmittelbar am Vorratsbehälter angeschlos sen ist und so die Flüssigkeit in kaltem Zu stand zum' thermischen Ia'ördersystem gelangt, von wo erst die Förderung auf die Niveau höhe oberhalb des Vorratsbehälterniveaus und die anschliessende Speisung des Verbrauchers erfolgt.
Diese Anordnung hat nicht nur eine Be seitigung der obenerwähnten Nachteile zur Folge, sondern ermöglicht auch die Velwen- Jung eines grösseren Regelquerschnittes, weil bei Förderung z. B. von Öl dieses Öl eine höhere Viskosität im kalten Zustand aufweist, indem es in das Regelsystem eintritt. Ein solcher grösserer Regelquerschnitt neigt aber bedeutend \weniger zu Verstopfungen und es lässt sich damit auch Brennstoff verwenden, der nicht in so hohem Masse @aiisgefiltQrt zu werden braucht, also billiger ist.
Vorzugsweise wird in das thermisehe För- dersystem ein Zweigkreislauf eingeschaltet. Während bei der bisherigen Konstruktion beim Nachstellen der Brennstoffzufuhr in folge der dadurch erfolgenden Temperatur steigerung des nunmehr in geringerer Menge durch die gleiche Erwärmungszone fliessenden Brennstoffes im thermischen Fördersystem Blasenbildung auftreten kann, die zur Schub weisen Förderung von Brennstoff in den Brenner und Russbildung im Brenner führt,
werden diese Nachteile bei der Ausbil dung der Förderung mit Bypass ziun erwärm ten Steigrohr vollständig vermieden.
Ein weiterer Vorteil dieses Nebenkreis laufes besteht darin, dass die Gefahr von Ölrückstandsablagerungen im thermischen Fördersystem vermieden wird. Durch die bis her mögliche Überhitzung im Fördersystem tritt nämlich eine gewisse Polymerisation des Öls auf, die zu Ablagerungen in der Rohr- leitung führt.
Die ziun Teil im Kreis strö mende Flüssigkeit ist nämlich nicht nur einer geringeren Erwärmung ausgesetzt, sondern beschleunigt ihre Umlaufgeschwindigkeit bei stärkerer Wärmezufuhr, so dass evtl. sich bildende Ablagerungsteilchen erst gar nicht zum Absetzen kommen können, sondern hin weggeschwemmt werden. Darüber hinaus ist die Flüssigkeit so lange in Bewegung, als noch irgendwelche Wärme vom Brenner auf die beheizte Steigleitung übertragen wird.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes.
Mit 11 ist der Vorratsbehälter für den flüssigen Brennstoff bezeichnet, der aus einem Oberteil 12 und einem Unterteil 13 besteht, in dem der konstante Brennstoffspie gel s aufreehterhalten wird. Der Brennstoff- Spiegel s wird durch die Unterkante des INTiveaurohres 14 bestimmt. Im Behälterteil 13, der mit der Atmosphäre über die Rohr leitung 15 in Verbindung steht, befindet sich ausserdem ein kleines Vorratsgefäss 16 zur Aufnahme der Anheizmenge für den Bren ner, die die thermische Förderung, die spä ter noch im einzelnen beschrieben werden soll, zum Anlaufen bringt.
Aus dem Behälter 13 strömt der Brenn stoff durch die Verbindungsleitung 17 zum Regelgefäss<B>18,</B> das zwei Räume 19, 20 be sitzt. Aus dem Raum 19 tritt der Brennstoff über den Kanal 21 in den mit einer Einstell düse 22 versehenen Raum 20 ein. Die Ein stelldüse 22 weist als Düsenöffnung die Boh rung 23 auf, die von dem Regelorgan 24 ver schlossen werden kann, das durch den Druek der Feder 25 in seine geschlossene Stellung gedrückt wird.
Durch Nachstellen an dem Schraubbolzen 26 erfolgt das Öffnen und Schliessen des Regelorgans 24. Je nach der Öffnung der Bohrung 23 tritt mehr oder weniger Brenn stoff in einen dritten Raum 27 über, von dem der.Brennstoff über die Leitung 28 zum be heizten Steigrohr 29 gelangt, das mit dem Brenner 30 in wärmeleitender Verbindung steht und im Bereiche der Umkehrleitung 31 über dem Niveau s endet.
Durch das Steigrohr 29 steigt infolge des sen Erwärmung der Brennstoff hoch, bis er über die Umkehrleitung 31 in das Fallrohr 32 zurückgelangt, von wo er über die Leitung 33 in den Brenner 30 austritt.
Parallel zum Steigrohr 29 ist ein Über brückungsrohr 34 geschaltet. Die Leitungen 35, 36, 37 sowie der Dreiweghahn 38 dienen zur Versorgung des Brenners mit der Zünd- menge im Behälter 16 je nach Stellung des Hahnes 38. In der gezeichneten Stellung wird der Vorratsbehälter 16 unter Brennstoffvor rat gehalten, während bei einer Drehung um 90 entgegen dem Uhrzeigerssinne (in Pfeil richtung) ein Abfliessen der Zündmenge zum Brenner erfolgt.
Bei einer Drehung des Hahnes 38 um 180 aus der gezeichneten Stellung steht der Vor- ratsbehälterteil 13 unmittelbar, unter Umge hung des Regelsystems 18, mit dem Brenner in Verbindung.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende Der durch das Regelsystem 18 dosierte Brennstoff gelangt in die Steigleitung 29 und wird dort durch deren Erwärmung vom Brenner her über das Niveau s durch die Leitung 31, 32, 33 in den Brenner gefördert.
Bei einer Verringerung der Brennstoff zufuhr durch Nachstellung des Regelorgans \'3 erfolgt bei noch vorhandenem Wärmeüber- sehuss im Brenner eine teilweise Umwälzung des Brennstoffes durch die überbrückungs- leitung 34, wobei sich die Geschwindigkeit dieser Um@välzung nach dem noch vorhan denen Wärmeinhalt des Brenners richtet.
Bei völligem Abstellen der Brennstoffzu fuhr erfolgt nicht gleichzeitig ein Stillstand des thermischen Fördersystems, was zu einer starken Beheizung des Brennstoffes im Steig rohr und damit zur Blasenbildung und zur schubweisen Brennstofförderung führen würde, sondern der Brennstoff zirkuliert durch die Überbrückungsleitung 34, bis er schliesslich beim Erkalten des Brenners zur Ruhe kommt. Dadurch wird jegliche über hitzung des Brennstoffes vermieden.
Neben der Vermeidung der Blasenbildung kann durch die Beseitigung der überhitzungsge- fahr auch keine Polymerisierung des Öls ein treten, so dass Ablagerungen weitestgehend ver mieden oder aber durch den dauernd zirku lierenden Brennstoff von den Wänden der Rohrleitungen abgeschwemmt werden.