CH334607A - Grossbehälter zum Lagern von sterilen, durch Mikroben zersetzbaren Produkten - Google Patents
Grossbehälter zum Lagern von sterilen, durch Mikroben zersetzbaren ProduktenInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
- A01J9/00—Milk receptacles
Landscapes
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- Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)
Description
Grossbehälter zum Lagern von sterilen, durch Mikroben zersetzbaren Produkten Es ist bekannt, dass man durch Mikroben zersetzbare Produkte, z. B. Arzneimittel und Nahrungsmittel, in Flaschen, Weckgl#sern oder Dosen jahrelang infektionsfrei lagern kann. Solche Gef##e sind nur klein. Sie lassen sich daher leicht sterilisieren und steril halten. Die. sterile Abfüllung der Produkte in solche Gefässe ist unter gewissen Voraus- setzungen möglich. In den meisten Fällen aber werden die Produkte, z. B. Obst- und Gemüsekonserven, in den versehlossenen Ge fässen heiss sterilisiert. Man hat auch sehon in grosseren Gefässen vorübergehend Produkte unter sterilen Bedin gungen aufbewahrt. Im allgemeinen erfolgen solche Lagerungen nur für sehr kurze Zeit, nieist nur f#r Stunden oder wenige Tage. Dabei sind dann viele Sicherheitsmassnahmen erforderlich. Die Nähte und Abdiehtungen an den Behältern werden in kurzen Zeitabständen dureh Abflammen oder durch Aufstreichen von Desinfektionsmitteln laufend steril gemacht. Man hat auch Dampfsiege hmgen an gefährdeten Stellen angebracht, das heisst solche Stellen werden durch Dampf auf Temperatur von oder #ber 100# C gehatten. Bei temperaturempfindliehen Produkte ist die Dampfsiegelung oftmals unbrauchbar. Zuweilen ist sie auch wegen der erhöhten Unkosten nicht tragbar und an Transportgefässen ist sie praktiseh nicht durchführbar oder erfordert einen erheblichen Aufwand. Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Grossbehälter zum Lagern von sterilen, durch Mikroben zersetzbaren Produkten, der dadurch gekennzeichnet ist, dass er mit einem für Mikroben undurchlässigen, aber für Gase durchlässigen Filter versehen ist. Der Behä. lter wird anschliessend an Hand der Zeichnung beispielsweise beschrieben. Beispiel 1 Die Zeichnung zeigt einen zylindrischen geschlossenen Lagerbehälter 1 von etwa 200 Liter Volumen. Der Behälter I ist aus rostfreiem Stahl nahtverschweisst verfertigt. Er besitzt ein mit einem Deckel luftdieht ver schliessbares Mannloch 2, einen Einfüllstutzen 3 mit Hahn, einen Abfüllstutzen 4 mit Hahn, ein für Mikroben undurehlässiges, aber für Gase durchlässiges Filter 5 (Sterilfilter), das in einem ¯-f#rmigen oder waagrechten gera- den Rohr 9 vorgesehen ist, welches Rohr 9 auf dem Beh#lter montiert ist und aut seiner Eingangsseite mit einem Hahn 6 versehliessbar ist. Das mit Watte oder Glaswolle gefüllte Filter 5 ist an dem Behälter l so angebracht, da# seine Füllung mit dem-im Behälter befindliehen Gut, beispielsweise eine Flüssig- keit, nicht in Berührung kommt. Das Filter 5 gestattet ohne weiteres eine eventuell vorzu- nehmende Überlagerung des Lagergutes mit steriler Luft, sterilem Stickstoff, Sauerstoff oder andern geeigneten Gasen. Mit dem aber- lagerungsgas kann ferner ein Überdruck in dem Behälter 1 während der Lagerung gehalten werden, und ausserdem kann mit dem #berdruck eine sterile Entleerung des Behäl- ters 1 durchgeführt werden. I) tirch das Filter 5 kann nach entsprechender Bedienung des Hahnes 6 weiterhin ein Druckausgleich vom Behälterinnern nach aussen unter sterilen Bedingungen erfolgen, was bei der Füllung des Behälters 1 oft erforderlieh ist. Die Fugen aufweisenden Verbindungen am Mannloch und an den den Stutzen 3 und 4 zugeordneten Hähnen sind mit Mansehetten 7 flüssigkeitsdicht ummantelt, die einen mit 3 /oiger Phenollosung getr#nkten Gummi- schwamm einschlie#en. Dadurch wird das Hineinwachsen von Mikroorganismen in den Behälter 1 verhindert. Die genannten Manschetten 7 sind an ihren freien Enden durch dicht sehliessende Gummikappen 8, 8a, 8b, in die ebenfalls je ein mit Desinfektionsmitteln getränkter Schwamm eingebracht ist, gesichert. Die Bedienung des Behälters] erfolgt folgenderma#en: Vor seiner Inbetriebnahme wird der Behälter 1 mit Dampf oder noch zweckmässiger mit Sterilisiergasen, z. B. Äthylenoxyd oder Formalin, sterilisiert. Nun wird bei offenem Hahn 6 der Behälter 1 unter sterilen Bedin gungen durch den dem Stutzen 3 zugeord- neten Hahn, nachdem die Gummikappe 8a entfernt worden ist, mit 00 Liter sterilem Serum gefüllt. Dann wird dieser Hahn gesehlossen und durch das Sterilfilter 5 Stickstoff in den Behälter l zur Überlagerung ge drüekt. Der Druck wird auf etwa 0, 4 atii. eingestellt, der Hahn 6 geschlossen und die Gummikappe 8a auf den Stutzen 3 aufgesetzt. Nun sind alle Eingänge in den Behälter 1 dicht verschlossen. Der in dieser Weise ge f#llte Behälter, mit dem aueh Transporte durchgeführt werden können, lässt sich über aeht Monate steri] halten. Die sterile Entnahme des Serums geschieht folgendermassen : Man entfernt an dem dem Stutzen 4 zugeordneten Hahn die Gummikappe 8b und den dieser zugehörigen Sehwamm mit Desinfektionsmittel, schliesst eine sterile Rohrleitung an den Hahn an n und #ffnet diesen. Beispiel 2 Tankwagen : Tank von 10 000 Liter, Aus stattung wie in Beispiel 1, gefüllt mit 800 (i Liter steriler Mileh. Alle Eingänge sind luft dieht verschlossen. #berlagerung mit steriler Luft von etwa 0,3 atü erfolgt durch das fiir Mikroben undurchlässige, aber für Gase durchlässige Sterilfilter 5. Die Trennfuge am Mannloch 2 ist mit einer Gummischwammanschette 7 flüssigkeitsdieht ummantelt und mit einer Gummikappe 8 gesichert. Der Sehwammgummi ist mit Formalinlosung getränkt. Die den Stutzen 3,4 zugeordneten H#hne sind mit Gummikappen 8a, 8 versehen, die einen mit Formalinlosung getränkten Gummi sehwamm enthalten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Gro#beh#lter zum Lagern von sterilen. dureh Mikroben zersetzbaren Produkten, da- durch gekennzeiehnet, dass er mit einem für Mikroben undurchl#ssigen. aber f#r Gase durehlässigen Filter verselten ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Gro#beh#lter nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet. da# s#mtliche Trennt'ugen aufweisende Verbindungen an den Ver schliessorganen mit flüssigkeitsdiehten Mansehetten ummantelt sind. in denen ein mit einem Desinfektionsmittel getränkter Körper. z. B. ein Schwamm, untergebracht ist.2. Grossbehälter naeh Patentansprueh und Unteranspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass alle Manschetten an ihren freien Enden mit Gummikappen flüssigkeitsdieht versehlossen sind, in denen ebenfalls ein mit einem Desinfektionsmittel getränkter Körper, z. B. ein Schwamm, untergebracht ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE334607X | 1953-07-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH334607A true CH334607A (de) | 1958-12-15 |
Family
ID=6217478
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH334607D CH334607A (de) | 1953-07-10 | 1954-07-07 | Grossbehälter zum Lagern von sterilen, durch Mikroben zersetzbaren Produkten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH334607A (de) |
-
1954
- 1954-07-07 CH CH334607D patent/CH334607A/de unknown
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