CH334612A - Kanal an einem Druckelektrolyseur der Filterpressenbauart - Google Patents
Kanal an einem Druckelektrolyseur der FilterpressenbauartInfo
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Description
Kanal an einem Druckelektrolyseur der Filterpressenbauart @t assei-elektrolyseure der Filterpressen- klauart bestehen bekanntlich aus einer Viel zahl von aneinandergereihten, durch Zug anker zu einem Paket zusammengespannten, elektrolytischen Zellen, von denen jede durch ein Diaphragma in einen Anodenraum und einen Kathodenraum unterteilt ist.
Zur ge trennten Ableitung des erzeugten Wasserstof fes und Sauerstoffes dienen dabei zwei Ka näle, welche längs durch das ganze Zellen paket hindurchgeführt sind und von denen der eine mit den Kathodenräumen und der andere mit den Anodenräumen sämtlicher Zellen verbunden ist. Der von den abströmen den Gasen in diese Leitungen mitgerissene Elektrolvt wird dabei in je einem Behälter abgeschieden, dort mit dem kontinuierlich zufliessenden Speisewasser vermischt und über einen oder mehrere Elektrolytkanäle den Zellen wieder von unten her zugeführt.
Die genannten Gas- und Elektrolytkanäle -erden bei bipolaren Druckzersetzerzellen bisher in die Zellenrahmen verlegt;
sie be- s ,-fanden aus aneinandergereihten Ausschnit ten oder Bohrungen, die mit den zugehörigen Zellenräumen durch Querbohrungen verbun- (h#n waren. Infolgedessen lag an den - nur dnrcll einen Dichtungsring voneinander ge- lrennten - Kanten zweier aneinanderstossen- der Bohrung)
-en jeweils die volle Spannung einer Zelle, so dass der im Kanal fliessende Lait;restrom elektriseli im Nebenschluss zu den Zellen lag. Um die hierdurch hervorgerufene elektrolytische Korrosion zu unterdrücken, hat man bereits vorgeschlagen, in die betref fenden Kanäle Nickelröhrchen einzusetzen oder sie mit Asbestzement oder 'dergleichen auszufüttern.
Bei Druck elektrolyseuren nehmen die er wähnten Korrosionserscheinungen ein solches Mass an, dass sie sich mit den bekannten Mit teln nicht mehr beherrschen lassen. Dies hängt damit. zusammen, dass der Nebenschlussweg parallel zu den wesentlich schmaleren Zellen eines Druckelektrolyseurs (Zellenbreite 10 bis 20 mm) erheblich kürzer ist als der Neben- sehlussweg parallel zu den relativ breiten Zellen (Zellenbreite etwa 50-60 mm) eines unter Atmosphärendruck arbeitenden Elek trolyseurs. Der Korrosionsstrom ist daher stärker und aggressiver.
Ausserdem bewäh ren sich die bisher verwendeten Isolations einlagen aus Zement oder Asbestzement in der Druckelektrolyse nicht, weil sie zu brü- ehig sind und einzelne Bestandteile des Ze nientes vom Elektrolyten herausgelöst werden, so dass der Stoff zerfällt und seine Wirkung als Isolationsschicht verliert.
Die Erfindung ermöglicht es, diese Schwie rigkeiten zu beseitigen. Sie betrifft einen aus Teilstücken zusammengesetzten, längs durch das Zellenpaket hindurchgeführten Kanal an einem Druckelektrolyseur der Filterpressen- bauart und besteht darin, dass der Kanal an- mittelbar durch die Zellenräume hindurch geführt und aus mit axialem Abstand anein- andergereihten Buchsen zusammengesetzt ist, die \wenigstens teilweise aus fluorhaltigem Kunststoff bestehen. Die Wandungen eines solchen Kanals sind daher hochisolierend und vorzugsweise völlig frei von metallischen Ein lagen; sie sind z.
B. aussen nicht metallisch ummantelt. Der in ihnen fliessende Neben schlussstroin kann daher keine elektrolyti schen Korrosionen mehr hervorrufen. Die Stärke des erwähnten Nebenschlussstromes kann überdies dadurch auf sehr kleine Werte herabgesetzt werden, dass man die Querboh rungen, welche jeden Kanal mit den zugehö rigen Zellenräumen verbinden, relativ eng macht; der Durchmesser dieser Querbohrun- gen wird daher kleiner als ihre Länge und ihr Querschnitt zweckmässig kleiner als 7 mm2 gewählt.
Bei Verwendung fluorhaltigerKunst- stoffe ist dies ohne weiteres möglich, da diese auch bei den in Driickelektrolyseuren ange wendeten, relativ hohen Betriebstemperaturen (etwa 100-130 ) in der heissen Kalilauge weder quellen noch deformieren und auch dem Angriff des naszenten Sauerstoffes dauernd widerstehen.
Die betreffenden Kunststoffbuchsen wer den vorzugsweise an den bipolaren Scheide wänden der Zelle befestigt und dadurch zu einem durchgehenden Kanal aneinanderge- schlossen, dass man jeweils das Diaphragxna der Zelle unmittelbar als Dichtungsring zwi schen den aufeinanderfolgenden Buchsen be nutzt. Damit ist, ein vollkommen metallfreier (-as- resp. Elektrolytkanal geschaffen.
Der Erfindungsgegenstand sei in beiliegen der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Die Zeichnung gibt. zwei Teilquerschnitte durch eine Zelle eines Druckelektrolyseurs der Filterpressenbauart wieder, welche mit Üasableitungskanä.len ausgerüstet. ist, dabei zeigt: Fig. 1 einen Radialschnitt, der durch die Achse des Wasserstoffableitungskanals gelegt ist und Fig. ? einen Radialsehnitt, der durch die Achse des Sa.uerstoffablcitungskanals gelegt ist.
Die aus flachen Stahlringen bestehenden Zellenrahmen 1. und 2 spannen zwisehen einander den Dichtungsrin- 3 und das aus Asbestpappe bestehende Diaphragma 4 ein.
In jedem der beiden Rahmen ist eine aus Eisenbleeh bestehende bipolare Zellenseheide- wa.nd 1 bzw. 6 oasdieht eingesetzt; diese Seheidewände schliessen die Zelle Z zwi- selien sieh ein, welche vom Diaphragma 4 in den Anodenraum _1 und den Kathoden raum K unterteilt wird.
Die rechts und links anschliessenden Zellen sind völlig gleichartig aufgebaut, aber nur bis zu ihren Diaphrag- nuen 4a. und 41) gezeichnet. An den genann ten Diaphragmen liegen die anodisehen Vor elektroden 7 und 7cc\ sowie die kathodischen Vorelektroden 8a. und 8, z.
B. aus Metall gewebe, an; die aus den Zellenscheidewänden 5, 6 herausgedrüekten Warzen stellen den elektrischen Kontakt zwischen den Vorelek- troden 8,a und 7 resp. 8 und 7a her.
Gemäss Fig. 1. ist der Gasableitungskanal für das im Kathodenraum F gebildete Gas aus den Buehsen 9 und 10 zusammengesetzt. Die Buehse 9 ist in einen kreisrunden Aus schnitt der Seheidewand 5 eingesetzt und mittels eines auf-eschraubten Ringes 11 an ihr befestigt; die Buehse 10 ist in gleicher Weise in die Scheidewand 6 eingesetzt und mittels eines aufgesehraubten Ringes 12 be festigt.
Jede der Buehsen ist. an ihren beiden Enden mit einem Hals ausgerüstet, der in einen kreisförmigen Ausschnitt. der Diaphrag- men 4a-, 4, 4b hineinragt; der Rand des im Diaphragma 4 vorgesehenen Ausschnittes liegt also zwischen dem Sehraubring 11 und der abgedrehten Sehulter der Buchse 10 ein gespannt. Er wirkt daher als Diehtungsring für den Kanal 13, welcher axial durch die Buchsen 9, 10 hindurchführt.
Von diesem Kanal 13 gehen die radialen Querbohrungen 14 aus, über welche der bei der Elektrolyse von Wasser im Kathoden raum K entstehende Wasserstoff in den Kanal 13 abströmt. Der in Fig. '? dargestellte Ableitungskanal Für das im Anodenrauen <B>A</B> gebildete Gas ist.
aus völlig gleichartigen BLtehsen 9a., 10a und Befestigungsringen 11a., 12a aufgebaut; die Buchsen liegen lediglich in umgedrehter Rich tung, so dass die Querbohrungen 1.4a in die betreffenden Anodenräume münden und da her bei der Wasserelektrolyse den erzeugten Sauerstoff in den Kanal 13a. ableiten.
Die Buchsen 9, 10 bzw. 9a, 10a können i. B. massiv aus Tetrafluoräthylen oder Tri- 1-'ltio rätliylen hergestellt werden. Man kann atteh Formstücke verwenden, welche aus einer 11isehung von Asbest und fluorhaltigem Kunststoff verpresst sind.
Formkörper aus solchem Kunststoff sind bei 100-1300C ehe iniseh vollkommen beständig und werden weder von der als Elektrolyt benutzten heissen Balilauge noch von naszierendem Sauerstoff oder elektrolytischen Einflüssen des Stromes angegriffen; ausserdem wirken sie elektrisch hochisolierend. Die auf weniger als 7 Quadrat millimeter Querschnitt bemessenen Bohrun gen 1.1 bzw. 1.4a stellen infolge ihres kleinen Querschnittes und ihrer Länge einen so hohen e lektrolytisehen Widerstand dar, dass die Stromstärke im elektrolytischen Nebensehluss, den die Kanäle 13, 13a zu den Elektroden systemen der Zelle Z bilden, nur noch einen sehr kleinen Wert annimmt.
In völlig gleicher Weise wie die in Fig. 1 und \? dargestellten Gasableitungskanäle kön nen auch die im untern Teil der Zelle ange ordneten Elektrolytrückführungskanäle aus gestaltet werden. Man kommt, deshalb für die Herstellung sämtlicher, durch den Elektroly- seur hindurchführender Kanäle mit einheit lichen, aus Kunststoff leicht herstellbaren Formstücken (Buchse 9, Ring 11) aus.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Aus Teilstücken zusammengesetzter, längs durch das Zellenpaket hindurchgeführter Kanal an einem Druekelektrolyseur der Fil- terpressenbauart, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (13) unmittelbar durch die Zellenräume hindurchgeführt und aus mit axialem Abstand aneinandergereihten Buch sen (9, 10) zusammengesetzt ist., die wenig stens teilweise aus fluorhaltigem Kunststoff bestehen. UNTERANSPRÜCHE 1.Kanal nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet., dass die zwecks Anschluss der Zellenräume an den Kanal in den Buchsen (9, 10) vorgesehenen Querbohrungen (14) einen Durchmesser besitzen, der kleiner als ihre Länge bemessen ist. 2. Kanal nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der ein zelnen Querbohrungen kleiner als 7 min9 ist. 3. Kanal nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Buchsen an bipolaren Zellenscheidewänden (5, 6) befestigt und da durch aneinander angeschlossen sind, dass das Zellendiaphragma (4) unmittelbar als Dich tungsring zwischen aufeinanderfolgenden Buchsen eingespannt ist. 4.Kanal nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchsen aus einer Mischung von Asbest mit fluorhaltigem Kunststoff bestehen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH334612T | 1955-04-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH334612A true CH334612A (de) | 1958-12-15 |
Family
ID=4503238
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH334612D CH334612A (de) | 1955-04-01 | 1955-04-01 | Kanal an einem Druckelektrolyseur der Filterpressenbauart |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH334612A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2484464A1 (fr) * | 1980-02-04 | 1981-12-18 | Electricite De France | Electrolyseur sous pression du type filtre presse |
-
1955
- 1955-04-01 CH CH334612D patent/CH334612A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2484464A1 (fr) * | 1980-02-04 | 1981-12-18 | Electricite De France | Electrolyseur sous pression du type filtre presse |
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