CH335570A - Verfahren und Mittel zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums, insbesondere zur Bekämpfung von Unkraut - Google Patents

Verfahren und Mittel zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums, insbesondere zur Bekämpfung von Unkraut

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CH335570A
CH335570A CH335570DA CH335570A CH 335570 A CH335570 A CH 335570A CH 335570D A CH335570D A CH 335570DA CH 335570 A CH335570 A CH 335570A
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Hans Dr Gysin
Enrico Dr Knuesli
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Geigy Ag J R
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N43/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds
    • A01N43/64Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with three nitrogen atoms as the only ring hetero atoms
    • A01N43/661,3,5-Triazines, not hydrogenated and not substituted at the ring nitrogen atoms

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Description


  Verfahren und     Mittel    zur     Beeinflussung    des     Pflanzenwachstums,     insbesondere zur Bekämpfung von Unkraut    Es hat sich überraschenderweise gezeigt, dass       Triazine    der Formel  
EMI0001.0005     
    worin X und Y Sauerstoff oder Schwefel  n 0 oder 1    R,     R1    und     R,    Wasserstoff oder Kohlenwasserstoff  reste bedeuten, bereits in sehr niedriger Konzen  tration auf Pflanzen wachstumshemmend und ab  tötend wirken.  



  Verbindungen der oben definierten Formel sind  zum Beispiel durch Umsetzung von     Cyanurchlorid     mit geeigneten Alkoholen oder     Mercaptanen    und  Aminen, gegebenenfalls gefolgt von reduktiver Ent  fernung eines noch verbliebenen Chloratoms, her  stellbar.  



  Sie eignen sich vorzüglich als     Wirkstoffe    für  Unkrautbekämpfungsmittel, sowohl zur selektiven       Abtötung    von Unkräutern unter     Kulturpflanzen    wie  auch zur totalen     Abtötung    und Verhinderung un  erwünschten Pflanzenwuchses. Unter Unkräutern  werden hierbei auch unerwünschte, zum Beispiel  vorher oder in der Nähe angebaute     Kulturpflanzen     verstanden.

   Die oben definierten Verbindungen  eignen sich weiterhin auch als Wirkstoffe zur Aus  übung anderer hemmender     Beeinflussungen    des       Pflanzenwachstums,        insbesondere        Entblätterung,     Reifebeschleunigung durch vorzeitiges Austrocknen,    zum Beispiel von Kartoffelpflanzen, ferner auch Ver  minderung des     Fruchtansatzes,    Verzögerung der  Blüte, Verlängerung der Ernteperiode und der La  gerfähigkeit.  



  In geeigneten Konzentrationen sind die erfin  dungsgemäss verwendbaren Wirkstoffe unter Umstän  den auch     als        keimungsfördernde        bzw.        als        bewurze-          lungsfördernde    Mittel verwendbar. Auch kann sich  eine     hemmende    Beeinflussung des Wachstums von  Pflanzenteilen, zum Beispiel der Blätter, Jungtriebe  oder Ausläufer indirekt in einer qualitativen oder  quantitativen Förderung anderer Teile, zum Bei  spiel der Wurzeln oder Früchte,     auswirken,    und  unter Umständen auch eine stärkere Düngung er  möglichen.  



  Als Wirkstoffe kommen beispielsweise die nach  stehenden     Triazinverbindungen        in    Frage:       2,4-Diäthoxy-6-äthylamino-s-triazin,    F.: 107-109   und       2,4-Diäthoxy-6-diäthylamino-s-triazin,    F.: 47,5 bis  50,5 .  



  Die erfindungsgemäss zu verwendenden Wirk  stoffe zur     Beeinflussung    des Pflanzenwachstums  können Lösungen, Emulsionen, Suspensionen oder       Stäubemittel    darstellen, die Anwendungsformen rich  ten sich ganz nach den Verwendungszwecken. Le  diglich müssen     alle        Applikationsformen    eine feine       Verteilbarkeit    der Wirksubstanz gewährleisten.

   Ins  besondere bei der totalen     Abtötung    von Pflanzen  wuchs, bei der vorzeitigen Austrocknung sowie der       Entblätterung    kann die Wirkung durch die Verwen  dung von an sich     phytotoxischen    Trägerstoffen, wie  zum Beispiel hochsiedenden     Mineralölfraktionen    oder       Chlorkohlenwasserstoffen,    verstärkt werden; ander-           seits    kommt die Selektivität der Wachstumshemmung  bei der Verwendung von gegenüber Pflanzen in  differenten Trägerstoffen, zum Beispiel in der selek  tiven Unkrautbekämpfung unter Umständen deut  licher zur Geltung.

      Zur Herstellung von direkt     versprühbaren    Lö  sungen kommen zum Beispiel     Mineralölfraktionen     von mittlerem bis hohem Siedepunkt, wie     Kerosen     oder Dieselöl, ferner auch     Kohlenteeröle    und Öle  pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sowie     cy-          clische        Kohlenwasserstoffe,    wie     Tetrahydronaphtha-          lin    und     alkylierten        Naphthalinen    in Betracht, welchen  die     erfindungsgemäss    verwendbaren Wirkstoffe, ge  gebenenfalls unter Verwendung geeigneter Hilfs  lösungsmittel,

   wie zum Beispiel     Xylol,    beigefügt  werden. Lösungen in niedriger siedenden Lösungs  mitteln, wie insbesondere Alkoholen, zum Beispiel  Äthylalkohol,     Isopropylalkohol    oder     Methylcyclo-          hexanol,        Ketonen,    zum Beispiel Aceton oder     Cyclo-          hexanon,        Kohlenwasserstoffen,    zum Beispiel Benzol,       Toluol,        Xylol,    ferner in chlorierten Kohlenwasser  stoffen, wie     Tetrachloräthan,        Äthylenchlorid    oder       Trichloräthylen,

      kommen weniger in Betracht zur  direkten Applikation als zur Kombination mit ge  eigneten     Emulgiermitteln    zur Herstellung von Kon  zentraten für die Bereitung wässeriger Emul  sionen.  



  Wässerige     Applikationsformen    werden aus     Emul-          sionskonzentraten,    Pasten oder netzbaren Pulvern  (Spritzpulvern) durch Zusatz von Wasser bereitet.  Zur Herstellung von Emulsionen werden die Wirk  stoffe als solche oder in einem der     obgenannten     Lösungsmittel gelöst, vorzugsweise mittels Netz- oder       Dispergiermitteln,    in Wasser homogenisiert.

   An     ka-          tionaktiven        Emulgier-    oder     Dispergiermitteln    seien  als Beispiele     quaternäre        Ammoniumverbindungen     genannt, an     anionaktiven        Emulgiermitteln    Seife,  Schmierseife,     aliphatische        langkettige    Schwefelsäure  monoester,     aliphatische    oder aromatische     Sulfosäuren,          langkettige        Alkoxyessigsäuren    und an     nichtionogenen          EmuIgiermitteln,

          Polyäthylenäther    von Fettalkoholen  und     Polyäthylenoxydkondensationsprodukte.    Es kön  nen aber auch aus Wirkstoff,     Emulgator    oder     Dis-          pergator    und eventuell Lösungsmittel bestehende  Konzentrate hergestellt werden, die sich zur Ver  dünnung mit Wasser eignen.  



       Stäubemittel    können durch Mischen oder ge  meinsames Vermahlen von Wirksubstanzen mit einem  festen Trägerstoff hergestellt werden. Als solche  kommen in Frage: Talkum,     Diatomeenerde,    Kaolin,       Bentonit,        Calciumcarbonat,    Borsäure,     Tricalcium-          phosphat,    aber auch Holzmehl, Korkmehl, Kohle  und andere Materialien     pflanzlicher    Herkunft. An  derseits können die Trägerstoffe auch mit Lösungen  der Wirkstoffe in flüchtigen Lösungsmitteln im  prägniert werden.

   Durch Zusatz von Netzmitteln  und Schutzkolloiden können pulverförmige Präpa  rate und Pasten in Wasser     suspendierbar    und als  Spritzmittel     verwendbar    gemacht werden.    Die verschiedenen Anwendungsformen können in  üblicher Weise durch Zusatz von Stoffen; welche  die Verteilung, die Haftfestigkeit, die Regenbestän  digkeit und eventuell das     Eindringungsvermögen    ver  bessern, wie von zum Beispiel Fettsäuren, Harzen,  Netzmitteln, Leim, Casein oder     Alginaten    den Ver  wendungszwecken näher angepasst werden.

   Ebenso  lässt sich ihre biologische Wirkung verbreitern durch  Zusatz von Stoffen mit     bakteriziden,        fungiziden    oder  ebenfalls das Pflanzenwachstum     beeinflussenden     Eigenschaften sowie von Düngemitteln.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein  Verfahren zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums,  insbesondere zur Bekämpfung von Unkraut, gekenn  zeichnet durch die Verwendung von Verbindungen  der Formel I. Die Erfindung bezieht sich ebenfalls  auf ein Mittel zur Ausführung dieses     Verfahrens,     welches eine Verbindung der Formel I und einen  festen Trägerstoff enthält.  



  Des weiteren werden folgende Beispiele für  typische     Applikationsmittel    und -formen angeführt:  Zur Illustration der im allgemeinen Teil er  wähnten     Applikationsgebiete    werden einige ausge  wählte Beispiele und die erzielten Resultate auf  geführt.    <I>Beispiel 1</I>  80 Teile     2-Äthylamino    - 4,6 -     diäthoxy-s-triazin     werden mit<B>19,5</B> Teilen fester,     inerter    Trägersubstanz,  zum Beispiel Talk, Kaolin,     Kieselgur,        Bentonit    und  0,5 Teilen Haftmittel, zum Beispiel     Stearinsäure,          Olein    in einer geeigneten Kugelmühle zu grösster  Feinheit vermahlen.

   Das Gemisch dient als Stäube  mittel.  



  <I>Beispiel 2</I>  In Saatschalen wurden je eine Reihe (10 Samen)  Weizen, Senf, Luzerne und Karotten mit einer Saat  tiefe von 3 cm und je eine zweite Reihe derselben  Samenarten mit einer Saattiefe von 1 cm gesät und  leicht begossen. Anschliessend wurden die Saatschalen  mit 0,1 Liter pro     m'>    von 2prozentigen Emulsionen  oder Suspensionen der zu prüfenden Verbindungen  (je nach ihrem Aggregatzustand) bespritzt, entspre  chend 2 g Wirksubstanz pro     m2.     



  Nach 21 Tagen waren in den mit     2,4-Diäthoxy-          6-diäthoxylamino-s-triazin    behandelten Saatschalen  die Luzerne abgestorben, die übrigen Pflanzen da  gegen nicht geschädigt.  



  Sofern die erfindungsgemäss verwendbaren Wirk  stoffe eine freie     Hydroxyl-    oder     Mercaptogruppe    ent  halten, lassen sie sich, insbesondere wenn eine mehr  oder weniger grosse Wasserlöslichkeit der Wirkstoffe  gewünscht wird, auch in Form ihrer Salze mit geeig  neten Basen anwenden. Ebenso können Wirkstoffe  mit basischem Charakter auch in Form ihrer Salze  mit geeigneten Säuren zur Anwendung gelangen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Beeinflussung des Pflanzenwachs tums, insbesondere zur Bekämpfung von Unkraut, gekennzeichnet durch die Verwendung von Ver bindungen der Formel EMI0003.0001 worin X und Y Sauerstoff oder Schwefel n 0 oder 1 R, R1 und R,., Wasserstoff oder Kohlenwasser stoffreste bedeuten. UNTERANSPRCCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass X und Y Sauerstoff, n = 1 und R, R1 und Rniedere Alkylgruppen bedeuten. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass X und Y Sauerstoff, n = 1, R und R1 niedere Alkylgruppen und R, Wasser stoff bedeuten. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass X und Y Sauerstoff, n = 1 und R, R1 und R," Athylgruppen bedeuten. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass X und Y Sauerstoff, n = 1, R und R1 Äthylgruppen und R, Wasserstoff be deuten.
    PATENTANSPRUCH II Mittel zur Ausführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Verbindung der Formel EMI0003.0020 worin X, Y, n, R, R1 und R2 die im Patentan spruch I angegebene Bedeutung haben und einen festen Trägerstoff enthält. UNTERANSPRÜCHE 5. Mittel gemäss Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass X und Y Sauerstoff, n = 1 und R1, R und R, niedere Alkylgruppen bedeuten. 6.
    Mittel gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass X und Y Sauerstoff, n = 1, R und R1 niedere Alkylgruppen und R, Wasser stoff bedeuten. 7. Mittel gemäss Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass X und Y Sauerstoff, n = 1 und R, R1 und R, Äthylgruppen bedeuten. B. Mittel gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass X und Y Sauerstoff, n = 1, R und R, Äthylgruppen und R, Wasserstoff be deuten.
CH335570D 1955-01-14 1955-01-14 Verfahren und Mittel zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums, insbesondere zur Bekämpfung von Unkraut CH335570A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1138978B (de) * 1960-05-12 1962-10-31 Degussa Mittel zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums
DE1255982B (de) * 1960-10-29 1967-12-07 Geigy Ag J R Herbizides Mittel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1138978B (de) * 1960-05-12 1962-10-31 Degussa Mittel zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums
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