CH335666A - Verfahren zur Herstellung von N-Alkyl-piperidin-monocarbonsäureaniliden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N-Alkyl-piperidin-monocarbonsäureaniliden

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CH335666A
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Af Ekenstam Bo Dr Ph Thuresson
Harald Egner Borje Per
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Bofors Ab
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      Verfahren    zur Herstellung von     N-Alkyl-piperidin-monocarbonsäureaniliden       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein  Verfahren zur Herstellung von     Piperidin-mono-          carbonsäureaniliden    der Formel:

    
EMI0001.0005     
    In der     Formel    bedeutet     R1    eine     Alkylgruppe,        R2     eine niedere     Alkylgruppe    oder ein Chloratom,     R3     ein Wasserstoffatom, eine     Hydroxylgruppe,    eine nie  dere     Alkylgruppe    oder eine     Alkoxygruppe,    und R4  ein Wasserstoffatom, ein Chloratom, eine niedere       Alkylgruppe    oder eine     Alkoxygruppe.    Ferner kön  nen     R.",

          R3    und     R4    auch     gleichzeitig    Wasserstoff  bedeuten. Verbindungen der oben erwähnten Formel  wurden bisher in der Literatur nicht beschrieben.  



  Die genannten     Amide    erwiesen sich als ausge  zeichnete Lokalanästhetika mit im Verhältnis zu  ihrer Wirksamkeit niedriger Toxizität.  



  Erfindungsgemäss werden die genannten Verbin  dungen durch Hydrierung der entsprechenden     Pyri-          din-carbonsäureanilide    und     Alkylierung    des ring  gebundenen Stickstoffes hergestellt. Die Ausgangs  stoffe werden     ihrerseits    zweckmässig hergestellt,  indem man ein     Pyridin-monocarbonsäurehalogenid     in der üblichen Weise mit einem Anilin, vorzugs  weise in einem organischen Lösungsmittel, umsetzt.  Das derart erhaltene Anilin wird vorteilhaft kata  lytisch hydriert, worauf der ringgebundene Stick  stoff     alkyliert    wird. Die Hydrierung kann mittels ge  wöhnlichen     Hydrierungskatalysatoren    in wässriger    Lösung an einem Salz, z.

   B. dem Hydrochlorid, oder  in einem organischen Lösungsmittel am freien     Amid          durchgeführt    werden. Die Reaktion verläuft am  besten in     alkoholischer    Lösung in Gegenwart von  2     Mol    Essigsäure oder in Eisessig allein, unter Ver  wendung von Platinmohr als Katalysator. Die Hy  drierung findet alsdann leicht bei 2-5 Atmosphä  ren und einer Temperatur von 50-80  C statt.

    Nach Beendigung der Hydrierung kann der Kataly  sator abgesaugt werden, und sodann wird bei Ver  wendung von Alkohol als Lösungsmittel     NaOH    in  Form einer 40-50      /o-igen        wässrigen    Lösung in sol  cher Menge zugesetzt, welche der verwendeten  Essigsäure äquivalent ist. Durch Hinzufügen eines  gleichen Volumens Äther erhält man eine vollstän  dige Ausfällung des     Natriumacetats.    Nach dem Ab  filtrieren des Acetats und Eindampfen zur Trockene  erhält man das hydrierte     Amid    in nahezu völlig  reiner Form.

   Bei der Verwendung von Eisessig als  Lösungsmittel setzt man eine dem     Anilid    äquiva  lente Menge     konzentrierte        Salzsäure    zu und ver  dampft zur Trockene. Das erhaltene     Hydrochlorid     wird sodann in Wasser aufgenommen und mit     Alkali     ausgefällt.  



  Die     Alkylierung    des ringgebundenen Stickstoffes  lässt sich sehr leicht mit     Hilfe    der     üblichen        Alkylie-          r        ungsmittel    durchführen. Bemerkenswert ist dabei  das Fehlen komplizierter Nebenreaktionen. Die       Äthylierung    kann beispielsweise erfolgen, indem  man während     1/4    bis 3 Stunden mit überschüssigem       Diäthylsulfat    auf rund 100 C erhitzt.

   Das     alkylierte     Produkt wird sodann mit Äther, Benzol oder einem  andern geeigneten Lösungsmittel in Form eines       äthylschwefelsauren        Salzes    ausgefällt, die Lösung  wird     abdekantiert,    und das Produkt wird anschlie  ssend     in    Wasser     aufgenommen    und mittels Aktiv-      kohle gereinigt. Die freie Base wird durch Zusatz  von Alkali extrahiert. Nach dem     Abfiltrieren    oder  Extrahieren und Eindampfen zur Trockene ist das  Produkt rein genug, um zur Darstellung von Salzen  zu dienen.

   Die     Alkylierung    kann ferner leicht mittels  andern     Alkylierungsmitteln,    wie     Alkylhalogeniden     oder Ameisensäure und     Formalin,    durchgeführt wer  den.  



  Für therapeutische Zwecke verwendet man  zweckmässig die     Salzverbindungen    mit organischen  oder anorganischen Säuren. Als am besten geeignet  erwiesen sich dabei die Hydrochloride.  



  <I>Beispiel 1</I>  Eine Lösung von 141,5 Gewichtsteilen     Picolin-          säurechlorid    in 500 Gewichtsteilen     Toluol,    die durch  Umsetzen einer Suspension von     picolinsaurem    Na  trium in     Toluol    mit     Phosphorpentaeldorid    und an  schliessendem Filtrieren der Lösung erhalten wurde,  wird unter kräftigem Rühren mit 180 Gewichtsteilen,       2,6-Dimethyl-anilin    versetzt. Die Temperatur kann  bis auf 80 C steigen, worauf man die Flüssigkeit  kühlt.

   Nachdem die Reaktion nachgelassen hat, wird  die Temperatur während einer Stunde auf     80G        C     gehalten, worauf zweimal mit 10     o/oiger        Salzsäure,     das erste Mal mit 400 Gewichtsteilen und das zweite  Mal mit 100 Gewichtsteilen, extrahiert wird. Die       salzsaure    Lösung wird sodann mit Aktivkohle be  handelt und mit Alkali bis zum PH-Wert 2,5 aus  gefällt; bei diesem Punkt fällt das     Picolinsäure-2,6-          dimethyl-anilid    in kristalliner Form aus, während;  das überschüssige     2,6-Dimethyl-anilin    in Lösung  bleibt.

   Nach dem     Abfiltrieren    und     Trocknen    wird  das     Picolinsäure-2,6-dimethyl-anilid    zur Ausführung  des erfindungsgemässen Verfahrens in 700 Gewichts  teilen Eisessig aufgenommen. Die Lösung wird so  dann mittels Wasserstoffgas in Gegenwart von 4-5  Gewichtsteilen Platinoxyd bei 5 Atmosphären und  80 C hydriert, bis die berechnete Menge Wasser  stoffgas aufgenommen wurde. Nach dem Abkühlen  wird vom Katalysator abgesaugt, worauf das Filtrat  mit 100 Gewichtsteilen konzentrierter Salzsäure ver  mischt und im Vakuum zur Trockene eingedampft  wird. Der     Eindampfungsrückstand    wird in 1000 Ge  wichtsteilen Wasser gelöst und mit Aktivkohle be  handelt, bis der     pH-Wert    auf rund 5,5 eingestellt  ist.

   Durch vorsichtiges Hinzufügen von Alkali er  hält man einen kristallinen Niederschlag von     Pipe-          colinsäure-2,6-dimethyl-anilid;    dieses     Anilid    wird       abfiltriert,    mit Wasser gewaschen und getrocknet.  10 Gewichtsteile     Pipecolinsäure-2,6-dimethyl-anilid     werden mit 20 Gewichtsteilen     Diäthylsulfat    versetzt  und während 3 Stunden auf 90-100 C erhitzt.

    Nach dem Abkühlen werden 200     Volumteile    Äther  zugesetzt und nach kräftigem Rühren während 5 bis  10 Minuten     abdekantiert.    Diese Prozedur wird mit  weiteren 100     Volumteilen    Äther wiederholt; sodann  wird die als dickes, kristallhaltiges Öl ausgefallene  Substanz in Wasser aufgenommen, mit Aktivkohle  behandelt und mit     Alkali    gefällt. Bei vorsichtiger    Ausfällung erhält man     N-Äthyl-pipecolinsäure-2,6-          dimethyl-anilid    in kristalliner Form.  



  <I>Beispiel</I>  10 Gewichtsteile     Pipecolinsäure-2,6-dimethyl-          anilid,    das gleich wie im     Beispiel    1 hergestellt wurde,  werden in 20     Volumteilen    Methanol gelöst und mit  5 Gewichtsteilen     Kaliumkarbonat    und 5,2 Ge  wichtsteilen     Dimethylsulfat    vermischt. Nach Kochen  am     Rückfluss    während 6 Stunden und unter Rühren  wird die Lösung filtriert und zur Trockene einge  dampft.

   Der Rückstand wird in verdünnter Salzsäure  aufgenommen, mit Aktivkohle behandelt und mit  Alkali gefällt, worauf man     N-Methyl-pipecolinsäure-          2,6-dimethyl-anilid    in kristalliner Form erhält.  



  <I>Beispiel 3</I>  178 Gewichtsteile     Nicotinsäurechlorid    -     hydro-          chlorid    werden in 500 Gewichtsteilen trockenem  Benzol suspendiert, und 141,5 Gewichtsteile       2-Chlor-6-methyl-anilin    unter den gleichen Bedin  gungen wie im Beispiel 1 eingetragen. Nach Ab  saugen, Waschen und Trocknen des gebildeten     Hy-          drochlorids    von     Nicotinsäure-2-chlor-6-methyl-anilid     wird dasselbe in Wasser aufgenommen und mit  Lauge bis zum     pH    6 gefällt, worauf die in kristalliner  Form ausfallende Base in beinahe quantitativer Aus  beute     abfiltriert    werden kann.

   Nach dem Trocknen  wird die Base zur Durchführung des erfindungsge  mässen Verfahrens in 550 Gewichtsteilen Alkohol  gelöst, mit 120     Gewichtsteilen    Essigsäure und 4-5  Gewichtsteilen Platinoxyd vermischt und darauf bei  einem Wasserstoffgasdruck von 2-5     kg/cm2    und       50     C hydriert. Wenn kein Wasserstoffgas mehr auf  genommen wird, filtriert man den Katalysator ab  und vermischt das Filtrat mit 80 Gewichtsteilen  einer 40-50     ohigen        wässrigen    Lösung von     NaOH     und 500 Gewichtsteilen Äther.

   Nach dem Abkühlen  wird der Niederschlag von     Natriumacetat    abgesaugt  und das Filtrat bis zur Kristallisation eingeengt oder  direkt zur Trockene eingedampft. 10     Gewichtsteile     des direkt zur Trockene eingedampften Rückstandes  (oder des kristallisierten Produktes) werden mit 20  Gewichtsteilen     Diäthylsulfat    versetzt und während  30 Minuten auf 100  C erhitzt. Nach Abkühlen auf  Zimmertemperatur fügt man 40 Teile Wasser hinzu  und extrahiert das überschüssige     Diäthylsulfat    mit  Hilfe eines geeigneten Lösungsmittels, z. B. Äther.

    Die von Äther und     Diäthylsulfat    befreite Lösung  wird mit Aktivkohle behandelt und mit Alkali ge  fällt, worauf     N-Athyl-nipecotinsäure-2-chlor-6-me-          thyl-anilid    in kristalliner Form ausfällt.    <I>Beispiel 4</I>  Eine Lösung von 141,5 Gewichtsteilen     Isonico-          tinsäurechlorid        in    500 Gewichtsteilen trockenem       Toluol    wird unter den gleichen Bedingungen wie im  Beispiel 1 mit 121 Gewichtsteilen     2-Äthyl-anilin    um  gesetzt.

   Beim weiteren Vorgehen und     Hydrieren,     gemäss Beispiel 3 erhält man Isonipecotinsäure-2-           äthyl-anilid.    10 Gewichtsteile dieser Verbindung  werden in 20     Volumteilen        n-Butylalkohol    gelöst     und,     mit     5-Gewichtsteilen        Kaliumcarbonat    und 5,9 Ge  wichtsteilen     n-Butylbromid    vermischt. Nach Kochen  am     Rückfluss    während 10 Stunden unter Rühren  wird die Lösung abgekühlt, filtriert und zur  Trockene eingedampft.

   Der Rückstand wird in ver  dünnter Salzsäure aufgenommen, mit Aktivkohle be  handelt und mit Alkali gefällt, worauf man     N-n-          Butyl-isonipecotinsäure-2-äthyl-anilid    in kristalliner  Form erhält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Piperidin-mono- carbonsäureaniliden der Formel: EMI0003.0013 worin R1 eine Alkylgruppe, R2 eine niedere Alkyl- gruppe oder ein Chloratom, R3 ein Wasserstoffatom, eine Hydroxylgruppe, eine niedere Alkylgruppe oder eine Alkoxygruppe und R4 ein Wasserstoffatom, ein Chloratom, eine niedere Alkylgruppe oder eine Al- koxygruppe, oder R2,
    R3 und R4 gleichzeitig Wasser- Stoff bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man das entsprechende Pyridin-monocarbonsäureanilid hydriert und den ringgebundenen Stickstoff alkyliert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man Picolinsäure-2,6-dimethyl- anilid zu Pipecolinsäure-2,6-dimethyl-anilid hydriert, welches man sodann mit Diäthylsulfat zu N-Äthyl- pipecolinsäure-2,6-dimethyl-anilid umsetzt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man Picoünsäure-2,6-dimethyl- anilid hydriert und das entstandene Pipecolinsäure- 2,6-dimethyl-anilid mit Dimethylsulfat zu N-Methyl- pipecolinsäure-2,6-dimethyl-anilid umsetzt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man Nicotinsäure-2-chlor-6-me- thyl-anilid zu Nipecotinsäure-2-chlor-6-methyl-anilid hydriert, welches man sodann mit Diäthylsulfat zu N-Äthyl-nipecotinsäure-2-chlor-6-methyl-anilid um setzt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man Isonicotinsäure-2-äthyl- anilid zu Isonipecotinsäure-2-äthyl-anilid hydriert, welches man sodann mit n-Butylbromid zu N-n- Butyl-isonipecotinsäure-2-äthyl-anilid umsetzt.
CH335666D 1954-07-21 1955-07-19 Verfahren zur Herstellung von N-Alkyl-piperidin-monocarbonsäureaniliden CH335666A (de)

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