Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen In der Patentschrift Nr. 310250 ist ein Verfah ren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen beschrie ben, welches darin besteht, dass man 1 Mol der Tetrazoverbindung aus einem 4,4'-Diamino-1,1'-di- phenyl der Zusammensetzung
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worin x -OH, -OCHS, -OCZH5, -OCH2 - COOH oder -COOH bedeutet,
mit 2 Mol einer Aminoazo- verbindung der Zusammensetzung
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worin R Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Aralkyl oder Aryl bedeutet, und der Kern A weitere Substituenten mit Ausnahme der Carboxylgruppe tragen kann, bzw.
gleichzeitig oder in beliebiger Reihenfolge mit 1 Mol einer derartigen Aminoazoverbindung und 1 Mol einer von dieser verschiedenen Aminoazoverbindung derselben allgemeinen Zusammensetzung, bzw. in beliebiger Reihenfolge mit 1 Mol einer derartigen Aminoazoverbindung und 1 Mol einer beliebigen andern, eine oder mehrere zur Metallkomplexbildung befähigende Gruppen aufweisenden Azokomponente kuppelt.
Es wurde nun gefunden, dass man ebenfalls wert volle Polyazofarbstoffe erhält, wenn man im vor stehend beschriebenen Verfahren die Aminoazover- bindung der Zusammensetzung (II) durch eine Aminoazoverbindung der Zusammensetzung
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ersetzt, worin R' Alkyl, Cycloalkyl, Aralkyl oder Aryl bedeutet, und der Kern E weitere Substituenten tragen kann.
Die 4,4'-Diamino-1,1'-diphenyle der Zusammen setzung (I), welche zum Aufbau der Polyazofarb- stoffe nach dem vorliegenden Verfahren in Frage kommen, sind dieselben, wie sie in der Patentschrift Nr. 310250 beschrieben sind.
Die Aminoazoverbindungen der Zusammen setzung (III) werden durch Kuppeln von diazotierten 2-Amino-l-oxybenzol-6-carbonsäuren mit am Stick stoffatom substituierten Abkömmlingen der 2-Amino- 5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure in saurem Medium hergestellt.
Als 2-Amino-l-oxybenzol-6-carbonsäuren kommen zum Beispiel in Betracht 2-Amino-l-oxy- benzol-6-carbonsäure selbst, 2-Amino-l-oxy-6-carb- oxybenzol-4-sulfonsäure, 2-Amino-l-oxy-4-methyl- sulfonylbenzol-6-carbonsäure, 2-Amino-l-oxy-6-carb- oxybenzol-4-sulfonsäureamid und seine am Sulfamid- stickstoff methylierten, äthylierten,
dimethylierten und diäthylierten Abkömmlinge, 2-Amino-l-oxy-6- carboxybenzöl-4-sulfonsäurephenylamid und die im Kern der Phenylamidgruppe halogenierten, alkylier- ten, alkoxylierten Verbindungen und anderweitig substituierten Derivate wie etwa das 2-Amino-l-oxy- 6-carboxybenzol-4-sulfonsäure - (3'- carboxy - 4' - oxy)- phenylamid,
ferner 2-Amino-l-oxy-4-nitrobenzol-6- carbonsäure und 2-Amino-l-oxy-4-chlorbenzol-6-car- bonsäure. Als Substituenten am Stickstoffatom der 2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure eignen sich in erster Linie Alkyl- und Cycloalkylreste wie bei spielsweise Methyl, Äthyl, Propyl, Oxäthyl und Cyclohexyl, einkernige Arylreste wie Phenyl,
(2'- bzw. 3'- bzw. 4'-Methyl)-phenyl, (3'- bzw. 4'-Chlor)- phenyl, (4'-Amino)-phenyl, (4'-Carboxy)-phenyl, (3'-Carboxy-4'-oxy)-phenyl, (3'- bzw. 4'-Sulfo)- phenyl, (3'- bzw. 4'-Sulfamido)-phenyl, ferner zwei kernige Arylreste wie (4"-Amino)-1',1"-diphenyl und Aralkylreste wie Benzyl.
Die neuen Polyazofarbstoffe können entweder symmetrisch oder unsymmetrisch aufgebaut sein; für die Herstellung unsymmetrischer Produkte wird das tetrazotierte 4,4'-Diamino-1,1'-diphenyl (I) beispiels weise mit zwei voneinander verschiedenen Aminoazo- verbindungen der Zusammensetzung (III) gekuppelt.
Es ist aber auch möglich, zu unsymmetrischen Polyazofarbstoffen zu gelangen, wenn man 1 Mol tetrazotiertes (I) mit 1 Mol (11I) und 1 Mol einer beliebigen andern, eine oder mehrere zur Metall komplexbildung befähigende Gruppen aufweisenden Azokomponente kuppelt.
Besonders gut geeignete derartige Azokomponenten sind zum Beispiel 1-Oxybenzol-2-carbonsäure, 1-Oxy-6-methylbenzol-2-carbonsäure, 1-Oxynaphthalin-2-carbonsäure, 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure, 1-Oxynaphthalin-4-sulfonsäure, 1-Oxynaphthalin-4-sulfonsäureamid, 2-Oxynaphthalin, 2-Oxynaphthalin-4- bzw. -6- bzw. -7- bzw.
-8-sulfonsäure, die entsprechenden Sulfonsäureamide und Methylsulfone, 1- bzw. 2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure, 1- bzw. 2-Phenylamino-5-oxynaphthalin-7- sulfonsäure, 2-Methylamino- bzw. 2-Äthylamino-5-oxy- naphthalin-7-sulfonsäure, 2-(4'-Oxy-3'-carboxy)-phenylamino-5-oxy- naphthalin-7-sulfonsäure, 2-Phenylamino-5-oxynaphthalin-7,4'-disulfonsäure, 2-Acetylamino- bzw.
2-Benzoylamino-5-oxy- naphthalin-7-sulfonsäure, 2-Amino- bzw. 2-Benzoylamino-8-oxynaphthalin- 6-sulfonsäure, 2-Methylamino- bzw. 2-Oxäthylamino-8- oxynaphthalin-6-sulfonsäure, 1-Amino-8-oxynaphthalin-4-sulfonsäure, 1-Amino-8-oxynaphthalin-2,4-disulfonsäure und 1-Amino- bzw. 2-Butylamino-8-oxynaphthalin- _ 3;
6-disulfonsäure, ferner Verbindungen, welche in Nachbarstellung zu einer enolisierbaren Ketogruppe kuppeln, beispiels weise 5-Pyrazolone, Acylessigsäureamide, Acylessig- säurearylamide, Acylessigsäurealkylamide, Malon- säurederivate, Barbitursäurederivate, Acetylaceton, Benzoylaceton,
4-Oxy-l-alkylchinolone und Dioxy- chinolin.
Von den 5-Pyrazolonen verdienen insbesondere erwähnt zu werden 3-Methyl-5-pyrazolon, 1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon, 1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-3'- oder 4'-sulfonsäureamid, 1-(3'- oder 4'-Methylsulfonyl)-phenyl-3-methyl-5- pyrazolon, 1-(3'- oder 4'-Nitro)-phenyl-3-methyl-5-pyrazolon, 1-(3'- oder 4'-Chlor)-phenyl-3-methyl-5-pyrazolon und 1-(2',5'-Dichlor)-phenyl-3-methyl-5-pyrazolon. Von besonderer Wichtigkeit sind jedoch die Acyl- essigsäurearylamide,
insbesondere Acetoacetylamino- benzol und seine am Benzolkern durch Halogen atome, Amino-, Nitro-, Alkylsulfonyl-, Sulfonsäure-, Sulfonsäureamid-, Carbonsäure- und'oder Azogrup- pen substituierten Abkömmlinge, ferner gegebenen falls weitersubstituierte 1-Acetoacetylaminonaph- thaline, 2-Acetoacetylaminonaphthaline,
die 1-Aceto- acetylaminonaphthalin-mono- und -disulfonsäuren, und die 2-Acetoacetylaminonaphthalin-mono- und -disulfonsäuren.
Die Kupplung von 1 Mol der Tetrazoverbindung aus dem 4,4'-Diamino-1,1'-diphenyl (1) mit 2 Mol der Aminoazoverbindung (III) zu symmetrischen Farbstoffen erfolgt gleichzeitig.
Werden unsymme trische Farbstoffe aufgebaut, so kann man die Tetrazo- verbindung aus (I) entweder zuerst mit 1 Mol einer Aminoazoverbindung (III) und hernach mit 1 Mol einer von der ersten verschiedenen Aminoazoverbin- dung (III) kuppeln, oder man vereinigt die Tetrazo- verbindung zuerst mit 1 Mol (III) und hierauf mit 1 Mol einer beliebigen andern Azokomponente,
wobei die letztere auch an erster Stelle zur Kupplung ge bracht werden kann. Es ist ferner möglich, wertvolle Produkte durch gleichzeitige Kupplung der Tetrazo- verbindung mit einem Gemisch aus zwei verschie denen Aminoazoverbindungen (I11) zu erhalten. Die erste Kupplung erfolgt meist ziemlich rasch und wird vorzugsweise in natriumcarbonatalkalischem Medium ausgeführt.
Die entstandene Zwischenver bindung wird entweder isoliert oder aber in Lösung, ohne besondere Aufarbeitung, weiterverwendet. Zur Beschleunigung der zweiten Kupplung fügt man der Reaktionslösung mit Vorteil eine organische ter tiäre Base, wie Pyridin, Chinolin oder ein technisches Pyridinbasengemisch, zu. Die gebildeten Polyazo- farbstoffe werden - wenn nötig - aus der Reak tionslösung ausgesalzen, hierauf abfiltriert und ge trocknet.
Die Farbstoffe sind in Wasser leicht löslich und können sowohl nach einem Einbad- als auch nach einem Nachkupferungsverfahren gefärbt wer- den. Besonders wertvoll ist eine Nachbehandlung mit einem Polyalkylenpolyamin in Gegenwart eines Kupfersalzes.
Die nachfolgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung; hierbei bedeuten die Teile Gewichtsteile, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden ange geben. Die in der Tabelle aufgezeichneten Produkte sind den in den ausgeführten Beispielen beschrie benen ebenbürtig.
<I>Beispiel 1</I> 24,4 Teile 4,4'-Diamino-3,3'-dimethoxy-1,1'-di- phenyl werden in 150 Teilen Wasser und 150 Teilen Eis tetrazotiert. Man versetzt die Tetrazolösung bei 0-2 mit einer alkalischen Lösung von 55,
9 Teilen der durch saure Kupplung von diazotierter 2-Amino- 1-oxy-6-carboxybenzol-4-sulfonsäure mit 2-Phenyl- amino-5-oxynaphthalin - 7 - sulfonsäure erhältlichen Monoazoverbindung und 10 Teilen Natriumcarbonat in 1000 Teilen Wasser. Nach Zugabe einer Lösung von 50 Teilen Natriumcarbonat in 250 Teilen Was ser zur Reaktionsmasse erfolgt in kurzer Zeit die halbseitige Kupplung, und die gebildete Zwischen verbindung fällt vollständig aus.
Sobald die Tetrazo- verbindung völlig verschwunden ist, wird die Reak tionsmasse mit einer Lösung aus 15,2 Teilen 2-Oxy- naphthalin, 4 Teilen Natriumhydroxyd und 300 Tei len Wasser vereinigt. Nach mehrstündigem Rühren ist die Bildung des Trisazofarbstoffes beendigt; er wird mit Natriumchlorid aus der Kupplungsmasse gefällt und hierauf abfiltriert. Der Farbstoff wird durch Umlösen gereinigt, erneut gefällt und abfiltriert und schliesslich getrocknet.
Er ist ein dunkles Pulver, welches sich in Wasser mit dunkelblauer Farbe löst und Baumwolle und Fasern aus regenerierter Cellu- lose in marineblauen Tönen färbt. Durch Behan deln mit Kupfersulfat im ein- oder zweibadigen Ver fahren werden die Färbungen sehr gut wasch-, schweiss- und ausgezeichnet lichtecht.
<I>Beispiel 2</I> 33,2 Teile 4,4'-Diamino-3,3'-dicarboxymethoxy- 1,1-diphenyl werden in 150 Teilen Wasser und 150 Teilen Eis tetrazotiert. Die Tetrazolösung versetzt man bei 0-2 mit einer Lösung von 31,5 Teilen 1-Phenylamino-8-oxynaphthalin-4-sulfonsäure und 10 Teilen Natriumcarbonat in 600 Teilen Wasser. Hierauf streut man 68 Teile festes Natriumbicar- bonat in kleinen Portionen in die Kupplungsmasse ein.
Nach längerem Rühren hat sich die Zwischen verbindung vollständig gebildet, und die Tetrazover- bindung ist verschwunden. Zur Suspension der Zwi schenverbindung wird nun eine Lösung von 55,9 Tei len der durch saure Kupplung von diazotierter 2-Amino-l-oxy-6-carboxybenzol-4-sulfonsäure mit 2-Phenylamino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure, erhält lichen Monoazoverbindung, 40 Teilen Natriumcarbo- nat und 100 Teilen Pyridin in 1000 Teilen Wasser Gegeben.
Nach mehrstündigem Rühren bei 0-2 ist die Bildung des Trisazofarbstoffes beendet; er wird mit Natriumchlorid aus der Kupplungsmasse gefällt und abfiltriert. Der Farbstoff wird durch Umlösen gereinigt, erneut gefällt und abfiltriert und schliess lich getrocknet. Er stellt ein dunkles Pulver dar, das sich in Wasser mit blauer Farbe löst und Baumwolle und Fasern aus regenerierter Cellulose in blau grauen Tönen färbt. Durch Behandeln mit Kupfer sulfat im ein- oder zweibadigen Verfahren werden die Färbungen sehr gut wasch-, schweiss- und lichtecht.
<I>Beispiel 3</I> 24,4 Teile 4,4'-Diamino-3,3'-dimethoxy-1,1'-di- phenyl werden in 150 Teilen Wasser und 150 Teilen Eis tetrazotiert; man trägt die Tetrazolösung in Gegenwart von Pyridin in eine Lösung aus 111,8 Teilen der durch saure Kupplung von diazotierter 2-Amino-l-oxy-6-carboxybenzol-4-sulfonsäure mit 2-Phenylarnino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure erhält- lichen Monoazoverbindung,
300 Teilen 25 %igem Ammoniak und 150 Teilen Wasser ein. Der so erhaltene Tetrakisazofarbstoff wird mit Natrium chlorid aus der Kupplungsmasse abgeschieden und abfiltriert. Der Farbstoff wird durch Umlösen ge reinigt, erneut gefällt und abfiltriert und schliesslich getrocknet. Er ist ein dunkles Pulver, das sich in Wasser mit blauer Farbe löst und Baumwolle und Fasern aus regenerierter Cellulose in marineblauen Tönen färbt. Die gekupferten Färbungen besitzen hervorragende Echtheitseigenschaften.
<I>Beispiel 4</I> 27,2 Teile 4,4'-Diamino-1,1'-diphenyl-3,3'-dicar- bonsäure werden in 250 Teilen Wasser tetrazotiert. Zur Tetrazolösung gibt man eine neutrale Lösung von 17,7 Teilen Acetoacetyl-aminobenzol in 200 Tei len Wasser und streut hierauf 68 Teile festes Na- triumbicarbonat in kleinen Portionen ein. Nach mehr stündigem Rühren bei 0-2 ist die Bildung der Zwi schenverbindung beendet.
Nun gibt man in die Lö sung der Zwischenverbindung eine eiskalte Lösung von 55,9 Teilen der durch saure Kupplung von diazotierter 2-Amino-l-oxy-6-carboxybenzol-4-sulfon- säure mit 2-Phenylamino-5-oxynaphthalin-7-sulfön- säure erhältlichen Monoazoverbindung in 400 Teilen 25 o/oigem Ammoniak, 200 Teilen Pyridin und 600 Teilen Wasser.
Der gebildete Trisazofarbstoff fällt vollständig aus und wird abfiltriert. Der Farb stoff wird durch Umlösen gereinigt, erneut gefällt und abfiltriert und schliesslich getrocknet. Er stellt ein dunkles Pulver dar, das sich in Wasser in violett roter Farbe löst und Baumwolle und Fasern aus regenerierter Cellulose in violettroten Tönen färbt. Werden die Färbungen im ein- oder zweibadigen Verfahren mit Kupfersalzen nachbehandelt, so wer den wasch-, schweiss- und lichtechte, neutrale Grau töne erhalten.
Die nachfolgende Tabelle zeigt weitere Beispiele. Die Kupplungen des 4,4'-Diamino-1,1'-diphenyls der Zusammensetzung (1) mit den beiden Azokomponen- ten geschieht nach einer der in den Beispielen 1-4 aufgezeichneten Arbeitsweisen.
Die erste Kupplung erfolgt hierbei vorzugsweise in natriumcarbonatalka- lischem Mittel, die zweite gegebenenfalls unter Zu satz von beispielsweise Pyridin, Chinolin oder einem technischen Pyridinbasengemisch. Werden beide Kupplungen gleichzeitig ausgeführt, so fügt man der Kupplungsmasse zur Beschleunigung der Reaktion vorteilhaft gleich zu Beginn eine organische tertiäre Base zu.
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<I><U>Tabelle</U></I>
<tb> (1) <SEP> (2) <SEP> (3) <SEP> - <SEP> (4) <SEP> (5)
<tb> Farbton <SEP> der
<tb> Bei- <SEP> 4,4'-Diamino-1,1'-diphenyl <SEP> Aminoazoverbindung <SEP> gekupferten
<tb> Zweite <SEP> Azokom <SEP> onente
<tb> spiel <SEP> (1) <SEP> (111) <SEP> p <SEP> Färbungen <SEP> auf
<tb> Nr. <SEP> Baumwolle
<tb> 5 <SEP> 4,4'-Diamino-3,3'- <SEP> 1-(2'-Oxy-3'-carboxy)- <SEP> 1-(2'-Oxy-3'-carboxy)- <SEP> marineblau
<tb> dioxy-1,1'-diphenyl <SEP> phenylazo-2-phenylamino- <SEP> phenylazo-2-phenylamino 5-oxynaphthalin-7,5'- <SEP> 5-oxynaphthalin-7,5' disulfonsäure <SEP> disulfonsäure
<tb> 6 <SEP> 4,4'-Diamino-3,3'- <SEP> do. <SEP> 2-Oxynaphthalin-3- <SEP> do.
<tb> dimethoxy-1,1'-diphenyl <SEP> carbonsäure
<tb> 7 <SEP> do. <SEP> do. <SEP> 1-Oxy-4-methylbenzol <SEP> schwarz
<tb> 8 <SEP> do. <SEP> do.
<SEP> 2-Oxynaphthalin-4- <SEP> marineblau
<tb> sulfonsäure
<tb> 9 <SEP> do. <SEP> do. <SEP> 2-Oxynaphthalin-4- <SEP> do.
<tb> sulfonsäureamid
<tb> 10 <SEP> do. <SEP> do. <SEP> 2-[4'-(4"-Amino)-phenyl]- <SEP> blaugrau
<tb> phenylamino-5-oxynaphthalin 7-sulfonsäure
<tb> 11 <SEP> do. <SEP> do. <SEP> 2-[4'-(4"-Amino)-phenyl]- <SEP> rotstichig
<tb> phenylamino-8-oxynaphthalin- <SEP> grau
<tb> 6-sulfonsäure
<tb> 12 <SEP> do. <SEP> do. <SEP> 2-[4'-(4"-Amino)-phenyl]- <SEP> blaugrau
<tb> phenylamino-5-oxynaphthalin 7,3"-disulfonsäure
<tb> 13 <SEP> 4,4'-Diamino-3,3'- <SEP> 1-(2'-Oxy-3'-carboxy)- <SEP> 2-(4'-Methyl)-phenylamino-8- <SEP> rotstichig
<tb> dimethoxy-1,1'-diphenyl <SEP> phenylazo-2-phenylamino- <SEP> oxynaphthalin-6-sulfonsäure <SEP> grau
<tb> 5-oxynaphthalin-7,5' disulfonsäure
<tb> 14 <SEP> do. <SEP> do.
<SEP> 1-Phenylamino-8-oxy- <SEP> blaugrau
<tb> naphthalin-4-sulfonsäure
<tb> 15 <SEP> 4,4'-Diamino-1,1'- <SEP> do. <SEP> 1-(2'-Oxy-3'-carboxy)- <SEP> marineblau
<tb> diphenyl-3,3'-dicarbon- <SEP> phenylazo-2-phenylamino säure <SEP> 5-oxynaphthalin-7,5' disulfonsäure
<tb> 16 <SEP> do. <SEP> do. <SEP> 1-Phenylamino-8-oxy- <SEP> blaugrau
<tb> naphthalin-4-sulfonsäure
<tb> 17 <SEP> 4,4'-Diamino-3,3'- <SEP> 1-(2'-Oxy-3'-carboxy-5'- <SEP> 1-Oxynaphthalin-4- <SEP> marineblau
<tb> dimethoxy-1,1'-diphenyl <SEP> nitro)-phenylazo-2-phenyl- <SEP> sulfonsäure
<tb> amino-5-oxynaphthalin 7-sulfonsäure
<tb> 18 <SEP> do. <SEP> 1-(2'-Oxy-3'-carboxy-5'- <SEP> 2-Oxynaphthalin <SEP> do.
<tb> sulfo)-phenylazo-2-(3' carboxy-4'-oxy)-phenyl amino-5-oxynaphthalin 7-sulfonsäure
<tb> 19 <SEP> do. <SEP> do.
<SEP> 2-[4'-(4"-Amino)-phenyl]- <SEP> blaugrau
<tb> phenylamino-5-oxynaphthalin 7-sulfonsäure
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<I>Tabelle</I> <SEP> (Fortsetzung)
<tb> (I) <SEP> (2) <SEP> (3) <SEP> (4) <SEP> (5)
<tb> 20 <SEP> 4,4'-Diamino-3,3'- <SEP> 1-(2'-Oxy-3'-carboxy)- <SEP> 2-Oxynaphthalin <SEP> marineblau
<tb> dimethoxy-1,1'-diphenyl <SEP> phenylazo-2-methylamino 5-oxynaphthalin-7,5' disulfonsäure
<tb> 21 <SEP> do. <SEP> 1-(2'-Oxy-3'-carboxy)- <SEP> do.
<SEP> do.
<tb> phenylazo-2-oxäthylamino 5-oxynaphthalin-7,5' disulfonsäure
<tb> 22 <SEP> 4,4'-Diamino-3,3'- <SEP> 1-(2'-Oxy-3'-carboxy)- <SEP> 1-Phenylamino-8-oxy- <SEP> blaugrau
<tb> diäthoxy-1,1'-diphenyl <SEP> phenylazo-2-propylamino- <SEP> naphthalin-4-sulfonsäure
<tb> 5-oxynaphthalin-7,5' disulfonsäure
<tb> 23 <SEP> 4,4'-Diamino-3,3'- <SEP> 1-(2'-Oxy-3'-carboxy)- <SEP> 2-Oxynaphthalin <SEP> marineblau
<tb> dimethoxy-1,1'-diphenyl <SEP> phenylazo-2-cyclohexyl amino-5-oxynaphthalin 7,5'-disulfonsäure
<tb> 24 <SEP> do. <SEP> 1-(2'-Oxy-3'-carboxy)- <SEP> do. <SEP> do.
<tb> phenylazo-2-benzylamino 5-oxynaphthalin-7,5' disulfonsäure
<tb> 25 <SEP> do.
<SEP> 1-(2'-Oxy-3'-carboxy-5'- <SEP> 1-(2'-Oxy-3'-carboxy-5'- <SEP> do.
<tb> sulfo)-phenylazo-2-(3'- <SEP> sulfo)-phenylazo-2-(3' sulfonamido)-phenylamino- <SEP> sulfonamido)-phenylamino 5-oxynaphthalin-7- <SEP> 5-oxynaphthalin-7 sulfonsäure <SEP> sulfonsäure
<tb> 26 <SEP> 4,4'-Diamino-1,1'- <SEP> do. <SEP> 1-Phenyl-3-methyl- <SEP> schwarz
<tb> diphenyl-3,3'-dicarbon- <SEP> 5-pyrazolon
<tb> säure
<tb> 27 <SEP> do. <SEP> 1-(2'-Oxy-3'-carboxy-5'- <SEP> Acetoacetylaminobenzol <SEP> do.
<tb> nitro)-phenylazo-2-phenyl amino-5-oxynaphthalin 7-sulfonsäure
<tb> 28 <SEP> do. <SEP> do. <SEP> 1-(3'-Chlor)-phenyl-3- <SEP> do.
<tb> methyl-5-pyrazolon
<tb> 29 <SEP> do. <SEP> 1-(2'-Oxy-3'-carboxy)- <SEP> 1-Acetoacetylaminobenzol- <SEP> do.
<tb> phenylazo-2-phenylamino- <SEP> 3-sulfonsäureamid
<tb> 5-oxynaphthalin-7,5' disulfonsäure <SEP> 30 <SEP> do. <SEP> do.
<SEP> 1-Acetoacetylamino- <SEP> do. <SEP> naphthalin
<tb> 31 <SEP> do. <SEP> 1-(2'-Oxy-3'-carboxy-5'- <SEP> 2-Acetoacetylamino- <SEP> do,
<tb> nitro)-phenylazo-2-phenyl- <SEP> naphthalin
<tb> amino-5-oxynaphthalin 7-sulfonsäure
<tb> 32 <SEP> 4,4'-Diamino-1,1'- <SEP> do. <SEP> 4-Acetoacetylamino-1,1'-azo- <SEP> schwarz
<tb> diphenyl-3,3'-dicarbon- <SEP> benzol-3,4'-disulfonsäure
<tb> säure
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<I>Tabelle</I> <SEP> (Fortsetzung)
<tb> (1) <SEP> (2) <SEP> (3) <SEP> (4) <SEP> (5)
<tb> 33 <SEP> 4,4'-Diamino-3,3'- <SEP> 1-(2'-Oxy-3'-carboxy)- <SEP> 1-Acetylamino-8-oxy- <SEP> grau
<tb> dicarboxymethoxy- <SEP> phenylazo-2-phenylamino- <SEP> naphthalin-4-sulfonsäure
<tb> 1,1'-diphenyl <SEP> 5-oxynaphthalin-7,5 disulfonsäure
<tb> 34 <SEP> do. <SEP> do.
<SEP> 1-Phenylamino-5-oxy- <SEP> grau
<tb> naphthalin-7-sulfonsäure
<tb> 35 <SEP> 4,4'-Diamino-3,3'- <SEP> do. <SEP> 1-(2'-Oxy-5'-sulfonamido)- <SEP> marineblau
<tb> dimethoxy-1,1'-diphenyl <SEP> phenylazo-2-phenylamino 5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure <I>Färbevorschrift</I> a) 10 Teile vorgenetzte Baumwolle werden in 300 Teilen Wasser von 40 eingetragen. Man ver setzt das Bad hierauf mit der konzentrierten wäss- rigen Lösung aus 0,6 Teilen des nach Beispiel 1 erhältlichen Farbstoffes und bringt es innerhalb von 30 Minuten zum Kochen.
Im Verlaufe des Erwär- mens gibt man dem Färbebad in kleinen Portionen 3 Teile Natriumsulfat in Form einer konzentrierten wässrigen Lösung zu. Man hält die Flotte während weiteren 30 Minuten im Kochen, fügt ihr dann 1 Teil Natriumsulfat zu und lässt sie langsam auf 40 er kalten.
Man kann wie folgt nachkupfern: Das Färbegut wird hierauf gründlich gespült und in einem frischen Bad, bestehend aus 300 Teilen Wasser, 0,3 Teilen. Essigsäure und 0,3 Teilen Kupfersulfat, während 30 Minuten bei 70 behandelt. Die so metallisierte Färbung wird gespült und getrocknet.
An Stelle der 0,3 Teile Kupfersulfat des Nach behandlungsbades können auch 0,3 Teile eines kup ferhaltigen Polyalkylenpolyamins verwendet werden.
b) 15 Teile des in Beispiel 1 beschriebenen Farb stoffes werden mit 100 Teilen Harnstoff und 45 Tei len Triäthanolamin in 360 Teilen Wasser aufgekocht. Die Lösung versetzt man mit 400 Teilen Tragant <B>60/9,</B> 20 Teilen Natriumphosphat, 40 Teilen eines anionaktiven Netzmittels und 10 Teilen eines Anti- schaummittels.
Man bedruckt ein Gewebe aus Viscosekunstseide mit dieser Druckpaste, trocknet den Druck, dämpft ihn während 45-60 Minuten und spült ihn. Nach einer 15minutigen Nachbehandlung mit 1 g/Liter eines kupfersalzhaltigen Polyalkylenpolyaminpräpa- rates bei 60 wird der Druck erneut gespült und getrocknet.