CH336072A - Verfahren zur Herstellung neuer Alkyl-aminoalkylphenothiazinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Alkyl-aminoalkylphenothiazinen

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CH336072A
CH336072A CH336072DA CH336072A CH 336072 A CH336072 A CH 336072A CH 336072D A CH336072D A CH 336072DA CH 336072 A CH336072 A CH 336072A
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acid
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cyclopentyl
aminoalkylphenothiazines
salts
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Karl Dr Hoffmann
Ernst Dr Urech
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Ciba Geigy
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Description


  Verfahren zur Herstellung neuer     Alkyl-aminoalkylphenothiazinen       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein       Verfahren    zur Herstellung von     Phenothiazinen    der  
EMI0001.0004     
  
    Formel
<tb>  I
<tb>  ,<B><I>,#j</I></B>\Ni
<tb>  LR
<tb>  CH2 <SEP> CH2-CHZ <SEP> N-@
<tb>  CH3       worin R Wasserstoff oder Chlor bedeutet. Diese     Pheno-          thiazine    sowie ihre     Salze    mit Säuren, die zur Bil  dung therapeutisch verwendbarer Salze geeignet sind,  zeigen eine Reihe von charakteristischen Hemmun  gen des     Zentralnervensystems    verbunden mit ver  schiedenartigen, spezifischen antagonistischen bzw.

         spasmolytischen    Wirkungen neben einer langdauern  den Blutdrucksenkung.  



  Die genannten Wirkungen sind in ausserordentlich  feinem Masse von der     Struktur    der genannten     Pheno-          thiazine    abhängig, und geringste Veränderungen im       Molekühlbau    vermindern die genannten Effekte oder  bringen sie zum Verschwinden. So zeigen zum Bei  spiel Verbindungen der gezeigten Formel, in welchen  der     Cyclopentylrest    durch einen     Cyclohexylrest    er  setzt ist, bei gleicher Toxizität eine zehnmal schwä  chere     blutdrucksenkende    Wirkung, eine viel schwä  chere     zentralhemmende    Wirkung und geringe bis  keine     Spasmolyse.     



  Die neuen     Phenothiazine    werden erfindungsgemäss  erhalten, indem man ein     Phenothiazin    der Formel  
EMI0001.0021     
    worin R Wasserstoff oder Chlor bedeutet, mit einem       r        ea        'ktionsfähi-en        C        Ester        des        y-(N-Cyclopentyl-N-me-          thyl-amino)-propanols    umsetzt. Als reaktionsfähige  Ester kommen insbesondere solche mit starken anor  ganischen oder organischen Säuren, beispielsweise  mit     Halogenwasserstoffsäuren,    wie z. B.

   Chlorwasser  stoffsäure, oder mit organischen     Sulfonsäuren,    wie  z. B.     p-Toluolsulfonsäure,    in Betracht. Die Reaktion  wird     vorteilhaft        in    Gegenwart eines     zur    Neutralisie  rung der entstehenden Säure geeigneten Kondensa  tionsmittels und/oder in Gegenwart eines Lösungs  mittels bei Raum- oder erhöhter Temperatur vor  genommen.  



  Je nach der Arbeitsweise erhält man die neuen  Verbindungen in Form ihrer Basen oder Salze. Aus  den Salzen können in an sich bekannter Weise die  freien     Aminbasen    gewonnen werden. Von letzteren  wiederum lassen sich durch Umsetzung mit Säuren,  die zur Bildung therapeutisch verwendbarer     Salze     geeignet sind,     Salze    gewinnen, wie z.

   B. der Halogen  wasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Salpetersäure, Phos  phorsäure,     Rhodanwasserstoffsäure,    Essigsäure,     Pro-          pionsäure,        Oxalsäure,        Malonsäure,    Bernsteinsäure,  Apfelsäure,     Methansulfonsäure,        Athansulfonsäure,          Oxyäthansulfonsäure,    Benzol- oder     Toluolsulfonsäure     oder von therapeutisch wirksamen Säuren.  



  Die neuen Verbindungen können als     Heilmittel,     z. B.     in    Form     pharmazeutischer    Präparate, Verwen  dung finden, welche sie oder ihre     Salze    in Mischung  mit einem für die     enterale,        parenterale    oder     topicale     Applikation geeigneten pharmazeutischen organischen  oder anorganischen, festen oder     flüssigen    Träger  material enthalten. Für die Bildung desselben kom  men solche Stoffe in Frage, die mit den neuen Ver  bindungen nicht reagieren, wie z. B.

   Wasser, Gelatine,  Milchzucker, Stärke,     Magnesiumstearat,        Talk,    pflanz  liche Öle,     Benzylalkohole,    Gummi, Polyalkylengly-    
EMI0002.0001     
         kole,    Vaseline, Cholesterin oder andere bekannte  Arzneimittelträger. Die pharmazeutischen Präparate  können zum Beispiel als Tabletten, Dragees, Salben,  Cremen oder in flüssiger Form als Lösungen, Suspen  sionen oder Emulsionen vorliegen.

   Gegebenenfalls  sind sie     sterilisiert    und bzw. oder enthalten     Hilfs-          stoffe    wie     Konservierungs-,        Stabilisierungs-,        Netz-          oder        Emulgiermittel,        Salze    zur Veränderung des     os-          motischen    Druckes oder Puffer. Sie können auch noch  andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten.  



  In den folgenden Beispielen sind die Temperatu  ren     in    Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  34,7 g     3-Chlor-phenothiazin    erhitzt     man    mit 7,6 g       Natriumamid        in    400     cm3        Dioxan        bis    zum Nachlassen  der     Ammoniakentwicklung;    hierauf gibt man 34,0 g       N-Cyclopentyl-N-methyl-y-amino-propylchlorid,    ge  löst in 60     cm3        Dioxan,    innerhalb 1 Stunde langsam  zu.

   Man lässt das Gemisch noch während 11/2 Stunden  kochen, kühlt ab und zerstört den     überschuss    an     Na-          triumamid    mit Alkohol. Das Lösungsmittel wird im  Vakuum     abdestilliert    und der Rückstand     in    Äther  und Wasser aufgenommen. Die     Atherlösung    wäscht  man mit Wasser aus, trocknet und verdampft das  Lösungsmittel. Das verbleibende öl destilliert man  im Vakuum, wobei man das     10-[y-(N-Cyclopentyl-N-          methyl-amino)-propyl]-3-chlor-phenothiazin    der For  mel    als gelbliches öl vom     Kp.0,2    200-210  erhält.  



  Das Hydrochlorid erhält man beim Versetzen  einer ätherischen Lösung der Base mit der berechne  ten Menge alkoholischer     Salzsäure    als farbloses, was  serlösliches Kristallpulver vom F. 136-139      (Zers.).     



  An Stelle von     Dioxan    lässt sich auch ein anderes,       indifferentes    Lösungsmittel, wie Benzol,     Toluol    oder       Xylol,    verwenden. An Stelle des Chlorids des     N-          Cyclopentyl-N        methyl-y-amino-propanols    kann ein  anderer reaktionsfähiger Ester dieses     Aminoalkohols     verwendet werden, wie z.

   B. das     Bromid,    das     Jodid     und das Benzol- oder     p-Toluolsulfonat.    Das     Natrium-          amid    kann durch ein anderes säurebindendes Mittel,  wie Kalium- oder     Lithiumamid,        Lithiumhydrid,    Ka  lium- oder     Natriumhydroxyd    und andere mehr, er  setzt werden.  



  <I>Beispiel 2</I>  39,8g     Phenothiazin    erhitzt man mit 9,5g     Na-          1'        in    200     em3        Dioxan    bis     zum    Nachlassen  der     Ammoniakentwicklung,    hierauf gibt man 40,0 g       N-Cyclopentyl-N-methyl-y-amino-propylchlorid,    ge  löst     in    80     cm3        Dioxan,    innerhalb 1 Stunde langsam         zu.    Man lässt das Gemisch noch während     l1/2    Stunden  kochen,

   kühlt ab und zerstört den     überschuss    an     Na-          triumamid    mit Alkohol. Das Lösungsmittel wird im  Vakuum     abdestilliert    und der Rückstand in Äther  und Wasser aufgenommen. Die Ätherlösung wäscht  man mit Wasser aus, trocknet und verdampft das  Lösungsmittel. Das verbleibende Öl destilliert man im  Vakuum, wobei man das     10-[y-(N-Cyclopentyl-N-me-          thyl-amino)-propyl]-phenothiazin    der Formel  
EMI0002.0073     
    als gelbliches öl vom     Kp.0,20    185-195  erhält.

    Das Hydrochlorid erhält man beim Versetzen  einer Lösung der Base in     Methyläthylketon    mit der  berechneten Menge alkoholischer Salzsäure als farb  loses, wasserlösliches Kristallpulver vom F. 160 bis  162 .  



  Die Kondensation kann man auch ohne Verwen  dung eines säurebindenden Mittels ausführen; dazu  lässt man zum Beispiel     N-Cyclopentyl-N-methyl-y=          amino-propylchlorid    zu geschmolzenem     Phenothiazin     unter Rühren bei 170-180      zutropfen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Alkyl-amino- alkyl-phenothiazinen der Formel EMI0002.0082 worin R Wasserstoff oder Chlor bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Phenothiazin der Formel EMI0002.0085 mit einem reaktionsfähigen Ester des y-(N-Cyclopen- tyl-N-methyl-amino)-propanols umsetzt. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man erhaltene basische Verbindungen mit therapeutisch unwirksamen Säuren in Salze über führt.
CH336072D 1955-07-19 1955-07-19 Verfahren zur Herstellung neuer Alkyl-aminoalkylphenothiazinen CH336072A (de)

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