CH341158A - Verfahren zur Herstellung neuer Alkyl-aminoalkyl-phenothiazine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Alkyl-aminoalkyl-phenothiazine

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CH341158A
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phenothiazines
acid
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aminoalkyl
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Inventor
Karl Dr Hoffmann
Ernst Dr Urech
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Ciba Geigy
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  • Nitrogen- Or Sulfur-Containing Heterocyclic Ring Compounds With Rings Of Six Or More Members (AREA)

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      Verfahren        zur    Herstellung neuer     Alkyl-aminoalkyl-phenothiazine       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein  Verfahren zur Herstellung von     Phenothiazinen    der  Formel  
EMI0001.0005     
    worin R Wasserstoff oder Chlor bedeutet. Diese       Phenothiazine    sowie ihre Salze mit Säuren, die zur  Bildung therapeutisch verwendbarer Salze geeignet  sind, zeigen eine Reihe von charakteristischen Hem  mungen des     Zentralnervensystems    verbunden mit ver  schiedenartigen, spezifischen antagonistischen bzw.       spasmolytischen    Wirkungen neben einer langdauern  den Blutdrucksenkung.  



  Die genannten Wirkungen sind in ausserordent  lich feinem Masse von der Struktur der genannten       Phenothiazine    abhängig und geringste Veränderun  gen im Molekülbau     vermindern    die genannten     Effekte     oder bringen sie zum Verschwinden. So zeigen z. B.  Verbindungen der gezeigten Formel, in welchen der       Cyclopentylrest    durch einen     Cyclohexylrest    ersetzt  ist, bei gleicher Toxizität eine     10mal    schwächere  blutdrucksenkende Wirkung, eine viel schwächere,  zentralhemmende Wirkung und geringe bis keine       Spasmolyse.     



  Die neuen     Phenothiazine    werden erfindungs  gemäss erhalten, indem man     Phenothiazine    der Formel  
EMI0001.0018     
    worin R Wasserstoff oder Chlor und X eine reak  tionsfähige veresterte     Oxygruppe    bedeuten, mit     Cyclo-          pentylmethylamin    umsetzt.     Als    reaktionsfähige  Ester kommen insbesondere solche     mit    starken anor  ganischen oder     organischen    Säuren, beispielsweise     mit          Halogenwasserstoffsäuren,    wie z.

   B.     Chlorwasserstoff-          säure,    oder     mit    organischen     Sulfonsäuren,    wie z. B.       p-Toluolsulfonsäure,        in    Betracht. Die Reaktion wird  vorteilhaft in Gegenwart eines zur Neutralisierung  der entstehenden Säure geeigneten Kondensationsmit  tels und/oder in Gegenwart eines     Lösungsmittels    bei  Raum- oder erhöhter Temperatur vorgenommen.  



  Je nach der Arbeitsweise erhält man die neuen  Verbindungen in Form ihrer Basen oder     Salze.    Aus  den     Salzen    können in an sich bekannter Weise die  freien     Aminbasen    gewonnen werden. Von letzteren  wiederum lassen sich durch Umsetzung mit Säuren,  die zur Bildung therapeutisch verwendbarer     Salze    ge  eignet sind, Salze gewinnen, wie z.

   B. der Halogen  wasserstoffsäuren,     Schwefelsäure,    Salpetersäure, Phos  phorsäure,     Rhodanwasserstoffsäure,    Essigsäure,     Pro-          pionsäure,        Oxalsäure,        Malonsäure,    Bernsteinsäure,       Äpfelsäure,        Methansulfonsäure,        Äthansulfonsäure,          Oxyäthansulfonsäure,    Benzol- oder     Toluolsulfonsäure     oder von therapeutisch wirksamen Säuren.  



  Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder können in  an sich bekannter Weise hergestellt werden.  



  Die neuen Verbindungen können als Heilmittel,  z. B. in Form pharmazeutischer Präparate, Verwen  dung     finden,    welche sie oder ihre Salze in Mischung  mit einem für die     enterale,        parenterale    oder     topicale     Applikation geeigneten pharmazeutischen organi  schen oder anorganischen, festen oder flüssigen Trä  germaterial enthalten. Für die     Bildung    desselben  kommen solche Stoffe in Frage, die mit den neuen  Verbindungen nicht reagieren, wie z. B.

   Wasser, Ge  latine, Milchzucker, Stärke,     Magnesiumstearat,    Talk,  pflanzliche Öle,     Benzylalkohole,    Gummi, Polyalkylen-           glykole,    Vaseline, Cholesterin oder andere bekannte  Arzneimittelträger. Die pharmazeutischen Präparate  können z. B. als Tabletten, Dragees, Salben, Cremen  oder in flüssiger Form als Lösungen, Suspensionen  oder Emulsionen vorliegen.     Gegebenenfalls    sind sie  sterilisiert und bzw. oder enthalten Hilfsstoffe, wie       Konservierungs-,        Stabilisierungs-,    Netz- oder     Emul-          giermittel,    Salze zur Veränderung des     osmotischen     Druckes oder Puffer.

   Sie können auch noch andere  therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten.  



  In den folgenden Beispielen sind die Tempera  turen in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  Ein Gemisch von 27,5 g     10-(y-Chlor-propyl)-          phenothiazin,    25 g     N-Methyl-cyclopentylamin    und  250     eins    Benzol wird während 5 Stunden auf 80 bis  120  in einem     Druckgefäss    erhitzt. Hierauf wird die  Reaktionsmasse mit     wässrigem    Alkali versetzt, die       Benzollösung    abgetrennt und mit Wasser gewaschen.

    Nach Trocknung der     Benzolschicht    über Pottasche  werden Lösungsmittel und überschüssiges     N-Methyl-          cyclopentylamin        abdestilliert.    Beim Destillieren des  Rückstandes im Vakuum erhält man das     10-[y-(N-          Cyclopentyl-N-methyl-amino)-propyl]-phenothiazin     vom     Kp.o"5    180-190  als hellgelbes Öl.  



  Das Hydrochlorid erhält man beim Versetzen  einer Lösung der Base in     Methyläthylketon    mit der  berechneten Menge alkoholischer     Salzsäure    als farb  loses, wasserlösliches Kristallpulver vom F. 160 bis  162 .  



  <I>Beispiel 2</I>  Ein Gemisch von 31,0 g     10-(y-Chlor-propyl)-3-          chlor-phenothiazin,    25,0g     N-Methyl-cyclopentylamin     und 250     cm3    Benzol wird während 5 Stunden auf  80-120  in einem Druckgefäss erhitzt. Hierauf wird  die Reaktionsmasse mit     wässrigem    Alkali versetzt,  die     Benzollösung    abgetrennt und mit Wasser ge  waschen.

   Nach Trocknung der     Benzolschicht    über    Pottasche werden Lösungsmittel und überschüssiges       N-Methyl-cyclopentylamin        abdestilliert.    Beim Destil  lieren des Rückstandes im Vakuum erhält man das       10-[y-(N-Cyclopentyl-N-methyl-amino)-propyl]-3-          chlor-phenothiazin    vom     Kp.a,4    181 .  



  Das Hydrochlorid erhält man beim Versetzen  einer ätherischen Lösung der Base mit der berech  neten Menge alkoholischer Salzsäure als farbloses,  wasserlösliches Kristallpulver vom F. 136-139        (Zers.).  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Alkyl-amino- alkylphenothiazine der Formel EMI0002.0039 worin R Wasserstoff oder Chlor bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man Phenothiazine der Formel EMI0002.0041 worin X eine reaktionsfähige veresterte Oxygruppe darstellt, mit Cyclopentylmethylamin umsetzt. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man erhaltene basische Verbin dungen mit therapeutisch unwirksamen Säuren in Salze überführt.
CH341158D 1955-07-19 1955-07-19 Verfahren zur Herstellung neuer Alkyl-aminoalkyl-phenothiazine CH341158A (de)

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