CH336822A - Verfahren zur Herstellung von 17a-Oxy-20-keto-21-acyloxy-steroiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 17a-Oxy-20-keto-21-acyloxy-steroiden

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CH336822A
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Paul Schneider William
Alexander Hogg John
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Upjohn Co
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Description


      Verfahren    zur Herstellung von     17a-Oxy-20-keto-21-acyloxy-steroiden       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein  Verfahren zur Herstellung von     17a-Oxy-20-keto-21-          acyloxy-steroiden    durch Sauerstoffeinführung in       J        i7        (ao)-21-acyloxy-steroide    mit     Osmiumtetroxyd    und  Wasserstoffperoxyd, das dadurch gekennzeichnet ist,  dass man in Gegenwart eines aromatischen tertiären       N-heterocyclischen    Amins arbeitet.  



  Mit Hilfe dieses Verfahrens können     Cortison,          Hydrocortison,        11-Epihydrocortison    und     17a-Oxy--          11-desoxy-corticosteron    und deren Ester leichter als  bisher hergestellt werden. Insbesondere lassen sich  auch     17a-Oxy-20-keto-21        acetoxy-steroide    nach dem  neuen Verfahren erhalten.  



  Ferner erhält man eine wesentliche höhere Aus  beute an     17u-Oxy-20-keto-21-acyloxy-steroid,    als  wenn man in Abwesenheit des Amins arbeitet. Diese  höheren Ausbeuten erscheinen als höhere Ausbeute  pro Einheit der Reaktionszeit und des     Osmium-          tetroxyds    sowie als höhere Ausbeute an isolierbarem  Produkt. Demzufolge bietet das Verfahren Wirtschaft  lichkeit hinsichtlich des Ausgangsmaterials, der  Reagenzien und der Zeit und liefert zudem noch     ein     Produkt, das weniger     Osmiumtetroxyd        enthält    oder  aus dem letzteres leichter     entfernbar    ist, sowie von  verbesserter Farbe.  



  Die Verwendung von     Osmiumtetroxyd    zur     I7ber-          führung    von Verbindungen mit Doppelbindung     in          Glycole    ist eine bekannte Reaktion. Dabei lagert sich  das     Osmiumtetroxyd    unter Bildung eines     cyclischen     Esters der     Osmiumsäure    an die Doppelbindung an,  der nach Hydrolyse, die gewöhnlich mit     wässrigem          Natriumsulfit    erfolgt, das     Glycol    liefert.

   Diese Reak  tion wurde in den USA-Patenten     Nrn.   <B>2265143,</B>  2275790, 2492194 und 2493780 beschrieben, wo        (z0)-21-Acyloxy-pregnansteroide        gewöhnlich    mit       äquimolekularen    Mengen     Osmiumtetroxyd    behandelt  und dann mit     wässrigem        Natriumsulfit        hydrolysiert       werden, um ein     17,20,21-Trioxy-pregnansteroid    her  zustellen.

   Das USA-Patent Nr. 2493780 beschreibt  auch, dass man Wasserstoffperoxyd zusammen mit  einer katalytischen Menge     Osmiumtetroxyd    verwen  den kann. Ähnliche     Hydroxylierungs(Glycolysie-          rungs)reaktionen    mit eine Doppelbindung enthalten  den Verbindungen,     H202    und katalytischen Mengen  Metalloxyd finden sich in den USA-Patenten  Nm. 2373942, 2402566, 2414385 und 2437648.  



       Prins    und     Reichstein,        Helv.        Chim.    Acta, 25, 300  (1942) teilen mit, dass die Oxydation des     cyclischen          Osmiumsäureesters    eines in der Seitenkette unge  sättigten     Steroids    mit Chlorsäure zum     Oxy-ketosteroid          führt,    statt nur zum     Glycolsteroid    bei der Hydrolyse  des     Osmiumsäureesters    mit     wässrigem        Natriumsulfit.          Miescher    und     Schmidlin,

          Helv.        Chim.    Acta, 33, 1840  (1950) ersetzten die Chlorsäure durch     H202    als Oxy  dationsmittel für den     Osmiumsäureester    des     Steroids     und sagen im USA-Patent Nr. 2668816,     dass    man  auch     Alkylperoxyde    und     Persäuren    verwenden- kann.  Diese Reaktion ergibt aber pro Zeiteinheit ausser  ordentlich schlechte Ausbeuten, da sie 48-96 Stun  den oder mehr zur Erreichung     einer    maximalen Aus  beute von etwa 4804 erfordert.

   Seither teilten       Miescher    und     Schmidlin    mit, dass die Reaktion durch  Licht katalysiert wird (USA-Patent Nr. 2662854),  doch ist die Zunahme der Reaktionsgeschwindigkeit  selbst dann nur gering. So zeigen ihre Beispiele Reak  tionszeiten von 20 Stunden oder mehr bis zu 80 Stun  den.  



  Es zeigte sich nun, dass gemäss vorliegender Er  findung die Reaktionsgeschwindigkeit stark erhöht  werden kann, wenn man in Anwesenheit eines aro  matischen     tert.        N-heterocyclischen    Amins arbeitet.  Das erfindungsgemässe Verfahren ermöglicht eine     10-          bis    600fache oder noch höhere Steigerung der Reak  tionsgeschwindigkeit ohne Einbusse der Gesamtaus-      beute an     17a-Oxy-20-keto-21-acyloxy-steroid.    Ausser  dem ist diese Beschleunigung der Reaktion in der  Regel von einer merklichen Erhöhung der Gesamt  ausbeute an     17a-Oxy-20-keto-21-acyloxy-steroid    be  gleitet.

   Ausserdem werden diese Ergebnisse mit klei  neren Mengen     Osmiumtetroxyd    als beim     Verfahren     an     Miescher    und     Schmidlin    erhalten. So zeigt es  sich, dass man im erfindungsgemässen Verfahren nur  0,002     Moläquivalente        Osmiumtetroxyd,    bezogen auf  das     Ausgangssteroid,    zu verwenden braucht, um die  Reaktion wirksam, ohne Einbusse an der Ausbeute  des     17a-Oxy-20-keto-21-acyloxy-steroids    durchzufüh  ren.

   Mit nur 0,05     Moläquivalenten        Osmiumtetroxyd,     was etwa der Hälfte der von     Miescher    und     Schmidlin     verwendeten Menge entspricht, erhält man wesentlich       verbesserte    Ausbeuten des gewünschten     17a-Oxy-20-          keto-21-acyloxy-steroids.    Ausserdem braucht man  kein Licht wie beim Verfahren von     Miescher    und       Schmidlin,    wodurch der Prozess auf industrieller Basis  leichter durchzuführen ist.  



  Die im Verfahren verwendeten     tert.        N-hetero-          cyclischen    Amine der aromatischen Reihe sind da  durch gekennzeichnet, dass ihr     Aminstickstoff    ein  Glied einer     >C-N    =     C < -Gruppe    in einem aroma  tischen Ring darstellt, wie z.

   B. in den     Pyridinen,    wie       Pyridin,        Picolin,    a- und     f-Lutidin,   <I>a-,</I>     P-    und     y-          Collidin,        Propylpyridin,    die     Parvoline    und     Chinolin,          Isochinolin,        Pyridopyridin,        Naphtyridin    usw.

   Obschon  man irgendeines dieser aromatischen     tert.-N-hetero-          cyclischen    Amine im erfindungsgemässen Verfahren  verwenden kann, bevorzugt man die Anwendung der       Pyridine,    das heisst des     Pyridins    und seiner Homo  logen, z. B. der     Picoline,        fl-Lutidine,        a-Lutidine,          Collidine    usw., wobei     Pyridin    am meisten bevor  zugt ist.  



  Die Menge des verwendeten Amins ist nicht kri  tisch und kann in weiten Grenzen variieren, ohne die  Reaktionsgeschwindigkeit oder die Reaktionsprodukte  wesentlich zu schädigen, obschon übermässige Men  gen an Amin die Reaktionsgeschwindigkeit unter die  optimale herabsetzen können. Zur Erzielung bester  Ergebnisse     verwendet.man    vorzugsweise einen deut  lichen     molaren        überschuss,    bezogen auf das     Steroid.     



  Zur Durchführung des erfindungsgemässen Ver  fahrens wird das     Ausgangssteroid    vorzugsweise in       einem        inerten    organischen Lösungsmittel gelöst, wie  zum Beispiel in     tert.        Butylalkohol,        Diäthyläther,          Tetrahydrofuran    usw., und das     Osmiumtetroxyd,    das  aromatische     tert.        N-heterocyclische    Amin und das  Wasserstoffperoxyd zugemischt. Es ist vorteilhaft,  jedoch nicht notwendig, das     Osmiumtetroxyd    und das  Amin vor dem Wasserstoffperoxyd zuzugeben.

   Ferner  empfiehlt es sich, das     Osmiumtetroxyd    und das Was  serstoffperoxyd im gleichen Lösungsmittel, das als  Reaktionsmedium verwendet wird, gelöst zuzugeben.  Das aromatische     tert.        N-heterocyclische        Amin    kann  man als solches oder in der gleichen Lösung zu  setzen.  



  Die Menge des     Osmiumtetroxyds    kann in weiten       Grenzen    variieren, z. B. von 0,2     Moläquivalenten       bis zu 0,002     Moläquivalenten.    Vorzugsweise ver  wendet man jedoch nicht mehr als 0,05     Moläquiva-          lente.    Hält man die Menge des     Osmiumtetroxyds     zwischen 0,002 und 0,05     Moläquivalenten,    so ist es  möglich, hohe Ausbeuten des gewünschten Produktes  zu erzielen und das restliche     Osmiumtetroxyd    wirk  sam zu entfernen, indem man die Reaktionsmischung  mit einem     Fällungsmittel    für     Osmiumtetroxyd,

      wie       Natriumsulfit,    ohne Anwendung von Wärme oder  langen Kontaktzeiten behandelt. Man erhält so hohe  Ausbeuten an Produkten von verbesserter Farbe und  Zusammensetzung, ohne dass die     21-Acyloxygruppe     wesentlich     entacyliert    würde.  



  Theoretisch sind für jedes     Mol    in der Reaktion  sich bildenden     Osmiumsäureester    2     Mol    Wasserstoff  peroxyd erforderlich. Es wurde jedoch gefunden,  dass beim Verfahren der vorliegenden Erfindung  mehr als die theoretische Menge     H_0..,    benutzt wer  den     muss,    um eine vollständige Reaktion zu erzielen.  Zur Erreichung bester Resultate muss man deshalb  einen     überschuss    an Wasserstoffperoxyd anwenden.  Beste Ergebnisse erhält man in der Regel bei An  wendung von zwischen 2,2 und 2,7     Äquivalenten     Wasserstoffperoxyd.

   Verwendet man weniger     H20".     so wird die Ausbeute zufolge unvollständiger Reak  tion herabgesetzt. Man kann mehr als 2,75     Mol-          äquivalente        H20"    verwenden, doch sind diese un  erwünscht, speziell wenn man ein     3-Keto-d        4.i7        (zo)-          21-acyloxy-steroid    behandelt.

   Es wurde bei solchen  Steroiden beobachtet, dass übermässige     H20.-Kon-          zentrationen,    dazu neigen, den A-Ring abzubauen;  diese Nebenreaktion verschlechtert jedoch die Ge  samtausbeute an dem gewünschten d     4-3,20-Diketo-          17a-oxy-21-acyloxy-steroid.     



       Gewünschtenfalls    kann man das     H202    langsam  zur Mischung aus     Steroid,        Osmiumtetroxyd    und  Amin geben, z. B. während einer Periode von meh  reren Minuten bis einigen Stunden. Manchmal ver  läuft die Reaktion unter diesen Bedingungen vorteil  hafter, besonders wenn das     Ausgangssteroid    eine       "11-3-Ketogruppe    enthält, die intakt bleiben soll.  Normalerweise kann jedoch das     H.=0.,    praktisch     aui     einmal zugegeben werden, da die Reaktionsgeschwin  digkeit sehr hoch ist.

   In diesem Falle kann es er  wünscht     sein,    zu kühlen, da die Reaktion etwas     exo-          therm    verläuft.     Vorteilhafterweise    wird die Geschwin  digkeit des     H102    Zusatzes so bemessen, dass die  Reaktion beendet ist, wenn der letzte Anteil zuge  setzt wird. Dies kann leicht ermittelt werden, indem  man auf restliche     H.0.,        titriert.     



       Zweckmässigerweise    verwendet man das Wasser  stoffperoxyd in einem organischen Lösungsmittel ge  löst, z. B. in     tert.        Butylalkohol    oder dergleichen,  wobei man zu Beginn für gute Wasserfreiheit sorgt.  Da bei der Reaktion Wasser entsteht, bleibt die  Reaktionsmischung normalerweise nicht wasserfrei;  doch kann man manchmal mit Vorteil ein wirksames       inertes        Trocknungsmittel    oder andere Massnahmen  zur Entfernung des Reaktionswassers verwenden.

    Arbeitet man im Anfang unter wasserfreien Bedin-           gungen,    so erhöht sich die Ausbeute am erwünsch  ten     17-Oxy-20-keto-steroid,    während die Ausbeute  an unerwünschtem     17,20-Dioxy-steroid    entsprechend  zurückgeht.  



  Eine Reaktionstemperatur zwischen etwa 15 und  30  C wird bevorzugt; doch kann man auch bei  etwas höheren oder niedrigeren Temperaturen arbei  ten, z. B. zwischen etwa - 10  C und etwa     -I-    70  C.  Man arbeitet nicht nur aus Zweckmässigkeitsgründen,  sondern auch zwecks Erzielung optimaler Ausbeuten  an     17-Oxy-20-keto-steroid    vorzugsweise bei Zimmer  temperatur.  



  Anstelle der obenerwähnten Lösungsmittel kann  man irgendein Lösungsmittel verwenden, das die       Reaktionsteilnehmer    löst. Der Ausdruck      inertes     Lösungsmittel  entspricht hier der zweiten Definition  von  solvent  in     Hackh's        Chemical        Dictionary,     3. Auflage und bedeutet  Eine     Flüssigkeit,    welche  eine andere Substanz ohne     Änderung    der chemischen  Zusammensetzung auflöst  im Gegensatz     zu    den  Lösungsmitteln, die durch chemische Reaktion lösen.

    Geeignete andere     Lösungsmittel    sind     Cyclohexanon,          Dioxan,        tert:        Amylalkohol,    Äthanol und Methanol.  Vorzugsweise siedet das Lösungsmittel niedrig genug,  um durch Destillation unter vermindertem     Druck    bei  Zimmertemperatur ohne Erhitzen aus der Reaktions  mischung entfernt werden zu können.  



  Während die Reaktion des     417(20)-21-Acyloxy-          steroids        mit        Osmiumtetroxyd    und     H.,02    träge ist und  bis zur Beendigung mindestens 20 Stunden oder mehr  erfordert, ist die Reaktion eines     417(20)-21-Acyloxy-          steroids    mit     Osmiumtetroxyd    und     H,02    in Gegenwart  eines aromatischen, tertiären     N-heterocyclischen     Amins gewöhnlich in weniger als einer Stunde und  manchmal in weniger als 5 Minuten beendet.

   Manch  mal braucht man auch eine längere Zeit; doch selbst  dann wird die Gesamtdauer, wenn überhaupt, nur  selten 8 Stunden übersteigen. Die Ausbeute pro Zeit  einheit wird deshalb im untersten Bereich etwa       0,15         /u        pro        Minute        und        manchmal        bis        zu        10        %        pro     Minute betragen.

   Erwägt man, dass die früher be  kannten Verfahren im besten Falle Ausbeuten von       nicht        wesentlich        mehr        als        0,015%.        pro        Minute     ergaben, so sieht man, dass die Gegenwart eines  aromatischen     tertiären-N-heterocyclischen    Amins die  Reaktion stark beschleunigt. So entsteht nach dem  Verfahren der vorliegenden Erfindung das gewünschte       17-Oxy-20-keto-steroid    mit einer Geschwindigkeit,  die einige 10-600 Mal grösser ist als bei den be  kannten Verfahren.  



  Die Verwendung des aromatischen     tert.-N-hetero-          cyclischen    Amins bringt aber nicht nur die erwähnte  wesentliche Verkürzung der Reaktionszeit mit sich,  sondern bewirkt auch eine wesentliche Ausbeute  steigerung an     17-Oxy-20-keto-steroid.    So erforderte  die Reaktion von     11,;

  -Oxy-21-acetoxy-4,17(20)-          pregnadien-3-on    mit     H20,    und     Osmiumtetroxyd    bis  zur Beendigung 48 Stunden bei einer Ausbeute von       nur        47        %        Hydrocortisonacetat,        während        beim        Arbei-          ten    gemäss vorliegendem Verfahren nach 2 bzw.    6 Stunden Reaktionszeit die Ausbeuten 53 bzw.

         60        %        betragen        (siehe        Beispiel        1).     



  Die ausgesprochene Erhöhung der Reaktionsge  schwindigkeit macht das     erfindungsgemässe    Verfah  ren technisch günstiger und wirtschaftlicher als das  bekannte Verfahren. Auch die überraschende und  merkliche Steigerung der Ausbeute an     Hydrocortison-          acetat    macht das Verfahren wirtschaftlich wertvoll.  Das Verfahren kann mit gleichem Erfolg auch auf  andere     A17(20)_21-Acyloxy-steroide    Anwendung fin  den.  



  Die aromatisch     heterocyclischen        tert.    Amine, die       erfindungsgemäss    verwendet werden, sind alle dadurch  gekennzeichnet, dass sie von     Wasserstoffperoxyd     unter den     Reaktionsbedingungen    praktisch nicht  angegriffen werden.     Primäre,    sekundäre und die  meisten nichtaromatischen tertiären Amine werden  durch     H202    leicht oxydiert und reagieren mit dem  selben, wodurch der Reaktionsverlauf gestört wird.

    Ausserdem scheint die Anwesenheit eines andern  primären, sekundären oder tertiären Amins als der  aromatischen     tertiären-N-heterocyclischen    Amine die  Reaktionsgeschwindigkeit     nachteilig    zu beeinflussen.  



  Die aromatischen     tertiären-N-heterocyclischen     Amine jedoch wirken in überraschender und vorteil  hafter Weise als Beschleuniger der Reaktion und zur  Erhöhung der Ausbeute. Diese Beschleunigung der  Reaktionsgeschwindigkeit ermöglicht es auch, prak  tisch mit katalytischen Mengen     Osmiumtetroxyd    zu  arbeiten, wodurch 1. der     Osmiumgehalt    des Produktes  ausgesprochen verringert, 2. eine grössere Wirt  schaftlichkeit erreicht und 3. die Reaktion sicherer  gesteuert werden kann.  



  Die     d17(20)-21-Acyloxy-steroide,    vorzugsweise  der     Pregnenreihe,    die sich nach dem Verfahren  der Erfindung in die entsprechenden     17a-Oxy-20-          keto-21-acyloxy-steroide    überführen lassen,     können     durch folgende Formel  
EMI0003.0092     
    dargestellt werden, in der     Ac    den     Acylrest    einer  organischen     Carbonsäure,    der vorzugsweise 1 bis  8     Kohlenstoffatome    enthält, bedeutet, vorzugsweise  den Rest einer     niedrigaliphatischen        Carbonsäure,    ins  besondere der Essigsäure,

   während St einen Steroiden       Cyclopentanpolyhydrophenanthrenkern    bedeutet, der  durch eine Doppelbindung am     Kohlenstoffatom    17  an die oben dargestellte Seitenkette gebunden ist.       Vorteilhafterweise    ist sowohl der     Cyclopentanpoly-          hydrophenanthrenrest    als auch der     Acylrest    frei von       Substituenten    oder Gruppen, die unter den Reaktions  bedingungen von     Osmiumtetroxyd    angegriffen wer  den.

   Ein bevorzugter Typ des     Ausgangssteroids    ist  entweder     gesättigt    oder enthält nur eine     44-Doppel-          bindung,    die mit einer     3-Ketogruppe    gekuppelt ist.

    Es ist     ferner    von Vorteil, wenn die bevorzugten  Ausgangssteroide nur gesättigte     Acylgruppen    ent  halten, da Doppelbindungen, seien sie im Kern oder  im     Acylrest,    manchmal von     Osmiumtetroxyd    und       H202    ebenfalls     angegriffen        werden.    Ausserdem kann      der Kern des     Ausgangssteroids        vorteilhafterweise     eine     Hydroxyl-,        Keto-,        Acyloxy-,        Hydrocarbonoxy-,          Benzyloxygruppe,

      Halogen- oder     Oxydogruppe    oder  Gruppen in 3, 6, 11 und 12 sowie andern Stellungen  des Kernes aufweisen. Das erfindungsgemässe Ver  fahren ist jedoch als Verbesserung früherer Prozesse  zur Einführung von Sauerstoff in     d17(ao)_21-Acyloxy-          steroide    unter Bildung von     17-Oxy-20-keto-21-          acyloxy-steroiden    in seinem weitesten Umfang auf  die Erzeugung von     17-Oxy-20-keto-steroiden    aus  irgendwelchem     A17(20)-21-Acyloxy-steroid    anwendbar.

    Im speziellen jedoch eignet sich das erfindungs  gemässe Verfahren zur Oxydation von in     3-Stellung     Sauerstoff enthaltenden     A17(20)-21-Acyloxy-steroiden     der     Pregnan-    und     Allopregnanreihe,    wie z. B.

      3a- und     3ss-Oxy-21-acetoxy-17(20)-pregnen,     3a,21- und     3ss,21-diacetoxy-17(20)-pregnen,          3a,l        1ss-    und     3ss,11f-dioxy-21-acetoxy-17(20)-          pregnen;

            3a,llss-    und     3ss,llss        dioxy-21-acetoxy-17(20)-          allopregnen,          21-Acetoxy-17(20)-pregnen-3-on,          21-Acetoxy-17(20)-pregnen-3,11-dion,     l     lss-Oxy-21-acetoxy-4,17(20)-pregnadien-3-on,     11     a-Oxy-21-acetoxy-4,17(20)-pregnadien-3-on,          21-Acetoxy-4,17(20)-pregnadien-3,1        1-dion,          21-Acetoxy-4,9(11),          17(20)

  -pregnatrien-3-on       und andern     21-Acyloxyestern    der obengenannten       Verbindungen    und dergleichen, in welchen die     21-          Acyloxygruppe,    z. B.     Formyloxy,        Acetoxy,        Propionyl-          oxy,        Butyryloxy,        Dimethylacetoxy,        Trimethylacetoxy,          Isobutyryloxy,        Valeryloxy,        Hexanoyloxy,        ss-Cyclo-          pentylpropionyloxy,

          Dimethylacetoxy,        Benzoyloxy,          Phenylacetoxy,        Succinoyloxy,        Phthaloyloxy,    ist. Von  diesen Ausgangssteroiden werden besonders diejeni  gen bevorzugt, die folgender Formel entsprechen:  
EMI0004.0058     
    in der     Ac    der     Acylrest    einer organischen     Carbon-          säure,    vorzugsweise einer     niedrig-aliphatischen    Säure,  insbesondere Essigsäure, und R Wasserstoff, eine       a-Acyloxygruppe,    vorzugsweise eine niedrige, z. B.

         Acetoxygruppe,    eine     ss-Oxygruppe    oder ein     Keton-          sauerstoff    (= 0) ist, da sich diese Steroide unter  Verwendung des vorliegenden Verfahrens leicht in  die physiologisch aktiven     Nebennierenrindenhormone          Cortison        (Kendall's    Substanz E) und     Hydrocortison          (Kendall's    Substanz F)     überführen    lassen.

   Ebenfalls  bevorzugt sind die     di-Analoga    der in Formel     1I    dar-    gestellten Verbindungen, in denen R eine     ss-Oxy-          gruppe    ist. Diese Verbindungen lassen sich in dl  Hydrocortison bzw.     dl-Cortison    überführen.

   So ergibt  beispielsweise die Umsetzung von     21-Acetoxy-          4,17(20)-pregnadien-3,11-dion    mit     0s    04 und     H.20..,     in Gegenwart von     Pyridin    nach dem     Verfahren     der vorliegenden Erfindung     Cortisonacetat.    In glei  cher Weise entsteht aus l     lss-Oxy-21-acetoxy-4,17(20)-          pregnadien-3-on    das     llss,17a-Dioxy-21-acetoxy-4-          pregnen-3,20-dion        (Hydrocortisonacetat);

      aus     lla-          Oxy-21-acetoxy-4,17(20)-pregnadien-3-on    das     11a,17a-          Dioxy-21-acetoxy-4-pregnen-3,20-dion,    das mit  Chromsäure leicht zum     Cortisonacetat        oxydiert    wer  den kann (USA-Patent Nr. 2602769 von     Murray     und     Peterson,    veröffentlicht am B. Juli 1952).

   Da  die meisten physiologisch aktiven     Steroide    eine       17a-Oxy-20-keto-21-oxy-    oder     Acyloxygruppierung     besitzen, ermöglicht das erfindungsgemässe Verfah  ren die Umwandlung von     d17('o)-21-Acyloxy-steroiden     in Steroide, die mindestens einen Teil der zur Bil  dung eines physiologisch aktiven     Steroids    erforder  lichen Struktur aufweisen.

   Da man viele synthetische  Methoden zur Einführung einer     J4-3-Ketogruppe     und eines     11-Sauerstoffatoms    in den Steroidkern  kennt, ferner solche zur Entfernung inaktivierender  Gruppen aus demselben, sind auch andere Steroide  als die durch Formel     1I    dargestellten über das erfin  dungsgemässe Verfahren leicht in physiologisch aktive       Rindenhormone        überführbar.     



  Die im Verfahren verwendeten     J17(2 -21-Acyl-          oxysteroide    können auf verschiedene Weise erhalten  werden, z. B. nach der Reaktion von     Dimroth        [Dim-          roth,    Berichte, 71B, 1343 (1938)], die auf     17ss-Oxy-          20-pregnen-steroide    angewendet     21-Oxy-,        21-Acet-          oxy-    oder     21-Brom-17,20-pregnen-steroide    liefert,

    die nach bekannten Verfahren in andere     21-Acyl-          oxy-steroide    übergeführt werden können [siehe     Serini,          Brit.        Pat.    Nr. 213630, Berichte<B>7111,</B> 1313, 1362  (1938), USA-Patente     Nrn.    2267258, 2305727,       Brit.        Pat.    Nr. 467790,     Miescher    und     Mitarb.        Helv.          Chim.    Acta 22, 120, 894 (1939,     Ruzicka    und Müller,       ibid.,    22, 416 755 (1939)].

       Gewünschtenfalls    können  diese Verbindungen auch nach der nachfolgend  beschriebenen     #Methode    oder nach der     USA-Patent-          schrift    Nr. 2 774 776 erhalten werden.  



  Da es gewöhnlich vorteilhaft ist, das Osmium  vom Reaktionsprodukt zu trennen, wird das Reak  tionsgemisch meist mit einem Mittel behandelt, das,  wie beispielsweise     Natriumsulfit,    Schwefelwasserstoff  oder dergleichen, befähigt ist, das Osmium entweder  als freies Osmium oder als Kation eines unlöslichen  Salzes     auszufällen.    Die übliche Arbeitsweise bestand  bisher darin, das Reaktionsgemisch mit     wässrigem          Natriumsulfit    auf höhere Temperaturen, z. B. auf die       Rückflusstemperatur    der Mischung, zu erhitzen.

    Unter diesen Bedingungen wird eine im Reaktions  produkt vorhandene     Acetatgruppe    mindestens teil  weise     hydrolysiert,    und man muss wieder     acetylieren,     um ein vollkommen     acetyliertes    Reaktionsprodukt  zu erhalten.      Nach einer besonderen Ausführungsform der vor  liegenden Erfindung vermischt man das Reaktions  produkt bei etwa Zimmertemperatur oder niedriger  mit     wässrigem        Natriumsulfit,    um das Osmium aus  der Mischung zu entfernen.

   Unter diesen Bedin  gungen bleibt die Acetat- oder eine andere leicht       hydrolysierbare        Estergruppe    im Molekül intakt, und  die beim Arbeiten nach den früheren Verfahren erfor  derliche     Wiederveresterung    kann wegfallen, wodurch  man eine verbesserte Ausbeute an Steroidprodukt  erhält.  



  Die Anwendung geringer Os 04 Konzentrationen  im Reaktionsgemisch, z. B. weniger als etwa 0,05  und vorzugsweise so wenig wie 0,002     Moläquiva-          lente,    berechnet auf das     Ausgangssteroid,    ergibt einen  unbedeutenden Verlust an Reaktionsprodukt, der am  Ende der Reaktion     als    Ester der     Osmiumsäure    auf  gefunden werden kann, wenn die Reaktionsmischung  nicht     hydrolysiert    wird.

   Falls Spuren von     Osmium-          tetroxyd    nicht     unerwünscht    sind, kann man die  Hydrolyse weglassen, wenn man die bevorzugten  niedrigen Konzentrationen anwendet, wodurch das  Verfahren weiter vereinfacht wird. Die ausserordent  lich langsame Reaktion bei den früher angewendeten  Prozessen verbietet bei diesen in der Regel die An  wendung so geringer     Osmiumtetroxydkonzentratio-          nen.    Da die Liefermöglichkeiten für     Osmiumtetroxyd     etwas beschränkt sind und das Produkt toxisch und  gefährlich ist, erleichtert die Anwendung dieser sehr  schwachen Konzentrationen die Anpassung des Ver  fahrens an grosstechnische Anforderungen.  



       Präparation          11ss3        Oxy-21-acetoxy-4,17(20)-pregnadien-3-on          Eine    Lösung von 0,518 g     11ss',21-Dioxy-4,17(20)-          pregnadien-3-on,    hergestellt gemäss USA-Patent  Nr. 2705621, in 5     cm3        Pyridin    wird mit 2     cm-          Essigsäureanhydrid    vermischt und das Ganze  17 Stunden bei Zimmertemperatur     aufbewahrt    und  dann mit zerstossenem Eis versetzt.

   Das ausgefällte       llss-Oxy-21-acetoxy-4,17(20)-pregnadien-3-on    wird       abfiltriert,    in     Benzol    gelöst und dann über einer  Säule von 75 g synthetischem     Magnesiumsüikat           < Florisil         chromatographiert.    Die Säule wird     mit          75-cm?-Portionen    Lösungsmittel folgender Zusam  mensetzung und Reihenfolge     eluiert:

      Benzol, drei  mal     Hexankohlenwasserstoffe         Skellysolve        B     plus       1%        Aceton,        Skellysolve        B        plus    5     %        Aceton,        Skelly-          solve        B        plus        10        %        Aceton,

          Skellysolve        B        plus        15        0/0          Aceton,        Skellysolve        B        plus        20        %        Aceton        und        schliess-          lich    zweimal mit Aceton.

   Die Fraktionen mit 10 0/0       und        15        %        Aceton        werden        vereinigt,        das        Lösungs-          mittel        enfernt    und der feste Rückstand aus einer  Mischung von     Äthylacetat    und     Skellysolve    B um  kristallisiert, wobei man als erste Fraktion 0,253 g       (45%        Ausbeute)        11f3-Oxy-21-acetoxy-4,17(20)

  -          pregnadien-3-on    vom     Smp.    183-186  C erhält.  



  Analyse:     Ber.    für     C23H3204:    C 74,16; H 8,66       Gef.    : C 74,18; H 8,45  C 73,95; H 8,74    In gleicher Weise erhält man durch     Veresterung     von     21-Oxy-4,17(20)-pregnadien-3-on        in    der oben  beschriebenen Weise     mit        Essigsäureanhydrid        21-          Acetoxy-4,17(20)        -pregnadien-3    -     on.    11     a-Oxy-21-          acetoxy-4,17(20)-pregnadien-3-on    und     lla,

  21-Di-          acetoxy-4,17(20)-pregnadien-3-on    erhält man in  gleicher Weise, indem man auf ein     Moläquivalent     einen grossen     molaren        überschuss        Essigsäureanhydrid     einwirken lässt.  



  Andere Ester des     lla,21-Dioxy-4,17(20)-          pregnadien-3-ons,        11ss,21-Dioxy-4,17(20)-pregnadien-          3-ons    und     21-Oxy-4,17(20)-pregnadien-3-ons    wer  den erhalten, wenn man in der oben beschriebenen  Reaktion andere     Säureanhydride    oder     Säurehaloge-          nide    einsetzt, wie     Propionsäureanhydrid,        Benzoyl-          chlorid,        Phthalsäureanhydrid,        Bernsteinsäureanhydrid,          Oxalylchlorid,

          Trimethylacetylchlorid,        Cyclopentano-          propionylchlorid,        Diäthylacetylchlorid,        Phenylpro-          pionylchlorid    und dergleichen. Die     Ameisensäureester     erhält man in der Regel durch     Verwendung    von     etwa     98     o/o.iger    Ameisensäure und eines     Veresterungskata-          lysators.     



  Die Oxydation von     11-Oxy-21-acyloxy-4,17(20)-          pregnadien-3-on    mit Chromsäure     liefert    das entspre  chende     21-Acyloxy-4,17(20)-pregnadien,3,11-dion.       <I>Beispiel 1</I>    a) Zu einer Lösung von 744 mg (2,0     Millimol)     1     lss-Oxy-21-acetoxy-4,17    (20) -     pregnadien    - 3 - an in  30     cm3        tert.        Butylalkohol    gibt man 1     cm3        Pyridin     und 25 mg (0,1     Millimol)

          0s    04 in 8     cm3        tert.          Butylalkohol.    Zu dieser Lösung gibt man 8,36     cm3     (5,0     Millimol)    einer 0,6     molaren    Lösung von 11,02  in     tert.        Butylalkohol.    Der Zusatz dauert eine Stunde,  und die Mischung wird dann eine weitere Stunde ge  rührt.

   Der verwendete     tert.        Butylalkohol    war mit  Natrium getrocknet und wies einen     Feuchtigkeits-          gehalt        von        etwa        0,04,%        auf.     



  Das so erhaltene Reaktionsgemisch wurde sofort  wie folgt aufgearbeitet: Man gibt 600 mg Natrium  sulfit     in    25     cm3    Wasser gelöst zu, rührt 5     Minuten     und konzentriert durch     Destillation    bei etwa 50 mm       Hg        (abs.)    auf etwa 15     cm3.    Das Konzentrat wird       mit        Methylenchlorid    extrahiert.

   Der Extrakt wird  getrocknet und über 80 g synthetischem     Magne-          siumsilikat        ( Florisü )        chromatographiert.    Die Säule  wird mit     Äthylenchlorid,    das zunehmende Mengen  Aceton     enthält,    entwickelt.

   Das     Ausgangssteroid        be-          findet        sich        in        der        Fraktion,        die        2,5%,        Aceton        ent-          hält.    Ihre Menge ist 1600     cm3    mit einem Gehalt von       140        mg        Ausgangssteroid        (20%).        Das        gewünschte     Produkt,

       Hydrocortisonacetat,    befindet sich in den       711/o    Aceton enthaltenden Fraktionen, mit einem       Gesamtvolumen    von 2000     cm3    und einem Gehalt       von        428        mg        (53%,)        Hydrocortisonacetat.        Die        Aus-          beute,    bezogen auf das in Reaktion getretene     Aus-          gangssteroid    beträgt 67     o/oa    der Theorie.

   Das     Glycol-          Nebenprodukt,        11ss,17a,20    -     Trioxy    - 21-     acetoxy-4-     RTI ID="0005.0217" WI="20" HE="4" LX="1128" LY="2629">  pregnen-3-on        befindet        sich        in        den        15        %        Aceton    ent-      haltenden Fraktionen, deren Gesamtvolumen 800     cm3     mit einem Gehalt an 101 mg (12,5 0/0) des Neben  produktes beträgt.  



  b) Zu     Vergleichszwecken    wird     11ss-Oxy-21-          acetoxy-4,17(20)-pregnadien-3-on    nach dem Verfah  ren von     Miescher    und     Schmidlin    unter Anwendung  von im wesentlichen gleichen Mengen wie unter a)  in     Hydrocortisonacetat        übergeführt.     



  Zu einer Lösung von 744 mg (2,0     Millimol)     1     lss-Oxy-21-acetoxy-4,17    (20) -     pregnadien    - 3 - an in  30     cm3        tert.        Butylalkohol    gibt man bei Zimmer  temperatur 6,18     cm3    (4,0     Millimol)    einer 0,684     mola-          ren    Lösung von     H20,    in     mit    Natrium getrocknetem       tert.        Butylalkohol    und dann tropfenweise eine Lö-         sung    von 52 mg (0,2     Millimol)

          Os    04 in 8     cm3    über  Natrium getrocknetem     tert.        Butylalkohol.    Die Zu  gabe erfolgt im Verlauf von 8 Stunden und die  Mischung wird dann weitere 48 Stunden bei Zim  mertemperatur gehalten. Der getrocknete     tert.        Butyl-          alkohol    hatte einen Feuchtigkeitsgehalt von 0,04 0/0.  



  Die Reaktionsmischung wird dann genau wie       unter        a)        aufgearbeitet.        Man        erhält        53        mg        (7        %)        Aus-          gangsmaterial,        397        mg        (47        %)        Hydrocortisonacetat     und 162 mg     (20")/o)    des     Glycol-Nebenproduktes     11     ss,17a,

  20-Trioxy-21-acetoxy-4-pregnen-3-on.     



  Folgende Tabelle gibt einen Vergleich der Ergeb  nisse nach dem erfindungsgemässen Verfahren a)  mit denjenigen nach dem bekannten Verfahren b);  
EMI0006.0051     
  
    <I>Tabelle</I>
<tb>  Verfahren <SEP> bekanntes <SEP> Verbesserung
<tb>  gemäss <SEP> Erfindung <SEP> Verfahren <SEP> durch <SEP> Erfindung
<tb>  Zurückgewonnenes <SEP> Ausgangssteroid <SEP> 140 <SEP> mg <SEP> 53 <SEP> mg
<tb>  (20104) <SEP> <B>(7%,) <SEP> 1861/9</B>
<tb>  Ausbeute <SEP> an <SEP> Hydrocortisonacetat <SEP> 428 <SEP> mg <SEP> 379 <SEP> mg
<tb>  (53 <SEP> 0/0) <SEP> (471/o) <SEP> 12,7%
<tb>  Ausbeute <SEP> an <SEP> Nebenprodukt
<tb>  (17,20-Dioxy-steroid) <SEP> 101 <SEP> mg <SEP> <B>162</B> <SEP> mg <SEP> <B>37,51/0</B>
<tb>  (12,5%) <SEP> (200/0)

   <SEP> Abnahme <SEP> an
<tb>  Gesamtrückgewinnung <SEP> an <SEP> Ausgangssteroid <SEP> Nebenprodukt
<tb>  und <SEP> Hydrocortisonacetat <SEP> und <SEP> Verhältnis
<tb>  derselben <SEP> zum <SEP> Nebenprodukt <SEP> 568 <SEP> mg <SEP> 432 <SEP> mg <SEP> . <SEP> <B>1131)/[)</B>
<tb>  (5,7:1) <SEP> 2,7:

  1)
<tb>  Zeit <SEP> 2 <SEP> h <SEP> 56 <SEP> h <SEP> 96 <SEP> % <SEP> Zeit  ersparnis       Aus dem in der Tabelle gegebenen Vergleich  sieht man, dass das Verfahren der Erfindung in  allen Beziehungen,     nämlich    Rückgewinnung des       Ausgangssteroids,    Ausbeute an gewünschtem Produkt,  Ausbeute an unerwünschtem Nebenprodukt, Gesamt  gewinnung am     Ausgangssteroid    und gewünschtem  Produkt, Verhältnis derselben zu unerwünschtem  Nebenprodukt und Reaktionszeit, Verbesserungen       mit    sich bringt.  



  Weitere Reaktionen wurden     durchgeführt,    bei  denen die unter a) beschriebenen Bedingungen abge  ändert wurden. Zum Beispiel zeigte es sich, dass unter  optimalen Bedingungen Reaktionszeiten von nur  5 Minuten genügen, um die Reaktion zu Ende zu  führen. Weiter ergab sich, dass nur 0,002     Moläqui-          valente    Os 04, berechnet auf das     Ausgangssteroid    er  forderlich sind, um beste Ausbeuten an gewünschtem  Produkt zu erhalten. Obschon bei diesen niedrigen  Konzentrationen an Os 04 die Reaktionsgeschwindig  keit etwas     abfällt,    kann man sie durch Erhöhung der  Reaktionstemperatur leicht wieder erhöhen.

   Es  zeigte sich auch, dass manchmal der Zusatz von     0s    04  und Amin vor der Zugabe des     H202    die Ausbeute  an gewünschtem Produkt erhöht. Obschon die Reak-         tion    selbst in Anwesenheit von merklichen Mengen  Wasser in einer Weise verläuft, die derjenigen der  bekannten Verfahren überlegen ist, wurde gefunden,  dass beim Arbeiten unter möglichst wasserfreien Be  dingungen die Ausbeute an     17-Oxy-20-ketoprodukt     verbessert wird.  



  <I>Beispiel 2</I>  Verwendet man im Verfahren des Beispiels la als  Ausgangsmaterial     21-Acetoxy-4,17(20)-pregnadien-          3,11-dion,    so     erhält    man     17a-Oxy-21-acetoxy-4-          pregnen-3,11,20-trion        (Cortisonacetat)    in gleicher  Ausbeute wie das     Hydrocortison    im Beispiel la.

      <I>Beispiel 3</I>  In gleicher Weise wie im Beispiel la erhält man       17a-Oxy-21-acetoxy-4-pregnen-3,20-dion    (Acetat der  Substanz S) bei Verwendung von     21-Acetoxy-          4,17(20)-pregnadien-3-on    als     Ausgangssteroid    in der       dort    beschriebenen Reaktion.  



  <I>Beispiel 4</I>  11     a,17a-Dioxy-21-acetoxy-4-pregnen    - 3,20 -     dion     erhält man nach der im Beispiel la angegebenen  Arbeitsweise, wenn man l la-Oxy-21-acetoxy-           4,17(20)-pregnadien-3-on    als     Ausgangssteroid    ver  wendet.  



  In analoger Weise kann man andere     Acyloxyester     von     Cortison,    Substanz S und 1 l     a,17a,21-Trioxy-4-          pregnen-3,20-dion    erhalten, indem man die in den  Beispielen 1-4 verwendeten     21-Acetoxy-4,17(20)-          pregnadienone    durch die geeigneten     21-Acyloxy-          4,17(20)-pregnadienone    ersetzt, in denen die       Acyloxygruppe        Formyloxy,        Propionyloxy,        Butyryl-          oxy,        Dimethylacetoxy,

          Valeryloxy,        Trimethyl-          acetoxy,        Phenylacetoxy,        Benzoyloxy,        Heptanoyloxy,          Hexanoyloxy,        Cyclopentanopropionyloxy,        Phenyl-          propionyloxy    oder dergleichen ist.

       llf=Oxy-21-acet-          oxy-1,4,17(20)-pregnatrien-3-on    und     21-Acetoxy-          1,4,17(20)-pregnatrien-3,11-dion    werden in analoger  Weise in     11fl',17a-Dioxy-21-acetoxy-1,4-pregnadien-          3,20-dion    bzw. in     17a-Oxy-21-acetoxy-1,4-preg-          nadien-3,11,20-trion    übergeführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 17a-Oxy-20-keto- 21-acyloxy-steroiden durch Behandlung von d17(2o)- 21-Acyloxy-steroiden mit Osmiumtetroxyd und Was serstoffperoxyd, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart eines aromatischen tertiären N-hetero- cyclischen Amins arbeitet. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Menge des Osmiumtetroxyds pro Mol des A17(20)_21-Acyloxy-steroids kleiner ist als 0,2 Moläquivalente. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das A17(20)_21-Acyloxy-steroid ein eine d4-3-Ketogruppe enthaltendes Steroid der Pregnanreihe ist. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man pro Mol des Ausgangs- steroids zwischen 2,2 und 2,75 Moläquivalente Wasserstoffperoxyd verwendet. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man zwischen 0,05 und 0,002 Moläquivalenten Osmiumtetroxyd verwendet. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man das Reaktionsprodukt vor der Entfernung des Lösungsmittels bei Zimmertem- peratur mit einer wässrigen Natriumsulfitlösung be handelt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein A17(20)-21-Acyloxy-steroid in einem niedrig siedenden inerten Lösungsmittel löst, dieser Lösung Osmiumtetroxyd und ein aromatisches tertiär-N-heterocyclisches Amin zusetzt und dann mit Wasserstoffperoxyd versetzt. 7. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein 21-Acyloxy-4,17(20)- pregnadienon verwendet. B.
    Verfahren nach Patentanspruch zur Herstel lung von 17a-Oxy-21-acyloxy-4-pregnen-3,20-dion, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 21-Acyloxy- 4,17(20)-pregnadien-3-on der Formel EMI0007.0071 in der Ac den Acylrest einer organischen Carbon- säure und R Wasserstoff, a-Acyloxy-, a-Hydroxyl, ss-Hydroxyl oder Ketonsauerstoff ist, mit weniger.
    als 0,02 Moläquivalenten Osmiumtetroxyd und mit 2-3 Moläquivalenten Wasserstoffperoxyd in tertiä ren Butylalkohol enthaltendem Pyridin mischt. 9. Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man von llss-Oxy-21-acetoxy- 4,17(20)-pregnadien-3-on ausgeht. 10. Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man von lla-Oxy-21-acetoxy- 4,17(20)-pregnadien-3-on ausgeht. 11.
    Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man von 21-Acetoxy-4,17(20)- pregnadien-3,11-dion ausgeht. 12. Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man von 21-Acetoxy-4,17(20)- pregnadien-3-on ausgeht.
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