CH336922A - Verfahren zur Herstellung indigoider Farbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung indigoider Farbstoffe

Info

Publication number
CH336922A
CH336922A CH336922DA CH336922A CH 336922 A CH336922 A CH 336922A CH 336922D A CH336922D A CH 336922DA CH 336922 A CH336922 A CH 336922A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
parts
production
dyes
dibromoisatin
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Dr Schobel
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Publication of CH336922A publication Critical patent/CH336922A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B7/00Indigoid dyes
    • C09B7/06Indone-thionapthene indigos

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung     indigoider    Farbstoffe    Es wurde gefunden, dass man wertvolle     indigoide     Farbstoffe erhält, welche der allgemeinen Formel  
EMI0001.0003     
    entsprechen, worin     Hal    Halogen und n eine Zahl  im Werte von 1 bis 3 bedeutet, wenn man ein       8-Halogen-1,2-naphthoxythiophen    mit     Isatin    oder  mit dessen im     Benzolkern        halogenierten    Derivaten  kondensiert.  



  Ein für das vorliegende Verfahren besonders  geeigneter     Ausgangsstoff    stellt das     8-Chlor-1,2-          naphthoxythiophen    dar. Dieses kann nach bekann  tem Verfahren durch     Ringschluss    aus dem     8-Chlor-          1-naphthyl-thioglycolsäurechlorid    mittels Alumi  niumchlorid erhalten werden.  



  Als zweite Komponente kommen dem     unsubsti-          tuierten        Isatin    vor allem die im     Benzolkern        halo-          genierten    Derivate des     Isatins    in Frage, insbesondere  die Mono- und     Dibromisatine.     



  Besonders wertvoll erweist sich der Farbstoff,  der erhalten wird, wenn man das     8-Chlor-1,2-          naphthoxythiophen    mit     5,7-Dibromisatin    kondensiert.  



  Die Kondensation kann in bekannter Weise  durch Zusammenbringen der Komponenten in einem  indifferenten Lösungsmittel, wie Benzol, oder in  einem chlorierten Benzol, insbesondere Monochlor  benzol, z. B. bei leicht erhöhter Temperatur, herbei  geführt werden.  



  Als besonders zweckmässig erweist es sich, den       Ringschluss    des     8-Chlor-l-naphthyl-thioglycolsäure-          chlorids    zum     8-Chlor-1,2-naphtholoxythiophen    und    die nachfolgende Kondensation desselben mit dem       Isatin    im gleichen Reaktionsmedium, also ohne  Isolierung des Zwischenproduktes, durchzuführen.  



  Die erhaltenen Farbstoffe, insbesondere aber  der Farbstoff der Formel  
EMI0001.0031     
    können in bekannter Weise zum Färben der ver  schiedensten Materialien, wie Wolle, Seide, Super  polyamidfasern,     Acetatkunstseide,    insbesondere aber  von Fasern     natürlicher    und regenerierter     Cellulose     verwendet werden. Sie eignen sich jedoch insbeson  dere zum Drucken nach den üblichen Verfahren,  beispielsweise auch im Gemisch mit andern     Küpen-          farbstoffen.    Man erhält     damit    Drucke von gedeckten  braunen Tönen, die sich durch gute Licht- und Reib  echtheit auszeichnen.  



  Die Farbstoffe können auch in an sich bekannter  Weise in     Leukoesterderivate,    insbesondere     Leuko-          schwefelsäureester        übergeführt    und nach den in die  ser     Farbstoffklasse    üblichen Methoden zum Färben  und Drucken verwendet werden.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Ge  wichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die  Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  253 Teile     8-Chlor-l-naphthyl-thioglykolsäure,     <B>1800</B> Teile Chlorbenzol und 98 Teile     Phosphor-          trichlorid    werden auf 95      geheizt    und einige Stun-      den bei dieser Temperatur gehalten. Nach dem Ab  kühlen auf 45  trägt man 140 Teile Aluminium  chlorid ein, wobei sich durch     Ringschluss    das       8-Chlor-1,2-naphthoxythiophen    bildet. Zu dieser  Reaktionsmasse gibt man eine     Anschlämmung    von  305 Teilen     5,7-Dibromisatin    in 500 Teilen Chlor  benzol und     heizt    auf 95 . Nach kurzer Zeit bildet  sich ein dunkelbrauner Farbstoff.

   Zu dessen Isolie  rung wird das Chlorbenzol mit Wasserdampf ab  destilliert. Das zurückbleibende Produkt wird fil  triert, mit verdünnter Natronlauge gereinigt und  getrocknet. Der Farbstoff bildet ein braunviolettes  Pulver, das sich in     konzentrierter    Schwefelsäure mit  weinroter Farbe löst und Baumwolle aus gelber       Küpe    in     schwärzlichbraunen    Tönen färbt.  



  <I>Beispiel 2</I>  Ersetzt man in Beispiel 1 das     5,7-Dibromisatin     durch 216 Teile     5,7-Dichlorisatin,    so erhält man  einen Farbstoff von ähnlichen Eigenschaften.  



  <I>Beispiel 3</I>  Ersetzt man     in    Beispiel 1 das     5,7-Dibromisatin     durch 226 Teile     5-Bromisatin,    so erhält man eben  falls einen Farbstoff von ähnlichen Eigenschaften.  <I>Beispiel 4</I>  Ersetzt man in Beispiel 1 das     5,7-Dibromisatin     durch 147     Isatin,    so bildet sich ein braunes Pulver,  das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit rot  violetter Farbe löst und Baumwolle aus gelber       Küpe    in braunen Tönen färbt.  



  <I>Färbevorschrift</I>  30     Teile    des nach Beispiel 1 erhaltenen Farb  stoffes werden mit 20 Teilen Alkohol und 120  Teilen Wasser gut     angenetzt,    dann gemischt mit  700 Teilen     Pottascheverdickung,    30 Teilen Natron  lauge von 36  B6, 20 Teilen     Natriumhydrosulfit    und  auf 50 bis 60  erwärmt. Nach dem Abkühlen wer  den noch 80     Teile        Natriumformaldehydsulfoxylat     zugegeben und auf der     Nassfarbenmühle    gemahlen.

    Nach dem Drucken und Trocknen wird während  8 Stunden im luftfreien     Matherplatt    gedämpft, in  kaltem Wasser gespült, dann bei 40      reoxydiert,    mit    3 Teilen/Liter     Perborat    und 2 Teilen Essigsäure       40'%        gespült        und        während        10        Minuten        bei        80        bis'     90  geseift. Zum Schluss wird nochmals gut gespült.

    
EMI0002.0036     
  
    Herstellung <SEP> der <SEP> Pottascheverdickung:
<tb>  70 <SEP> Teile <SEP> Weizenstärke <SEP> werden <SEP> mit <SEP> einem <SEP> Ge  misch <SEP> von
<tb>  100 <SEP> Teilen <SEP> Wasser,
<tb>  <B>100</B> <SEP> Teilen <SEP> Glycerin <SEP> gut <SEP> angerührt, <SEP> dann <SEP> versetzt
<tb>  mit
<tb>  170 <SEP> Teilen <SEP> Traganth <SEP> 60: <SEP> 1000,
<tb>  140 <SEP> Teilen <SEP> British <SEP> Gum. <SEP> Das <SEP> ganze <SEP> wird <SEP> zusam  men <SEP> während <SEP> einer <SEP> halben <SEP> Stunde <SEP> gekocht
<tb>  und <SEP> unter <SEP> Rühren <SEP> abgekühlt. <SEP> Hernach <SEP> werden
<tb>  170 <SEP> Teile <SEP> Pottasche, <SEP> in
<tb>  250 <SEP> Teilen <SEP> Wasser <SEP> gelöst, <SEP> hinzugegeben, <SEP> noch  mals <SEP> kurz <SEP> aufgekocht <SEP> und <SEP> abgekühlt.
<tb>  1000 <SEP> Teile <SEP> = <SEP> 1 <SEP> kg.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von indigoiden Farb stoffen der allgemeinen Formel EMI0002.0038 worin Hal Halogen und n eine Zahl im Werte von 1 bis 3 bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 8-Halogen-1,2-naphthoxythiophen mit Isatin oder mit dessen im Benzolkern haloge- nierten Derivaten kondensiert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoffe ein 8-Chlor-1,2-naphthoxythiophen und ein Dibrom- isatin verwendet. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 5,7-Dibromisatin als Aus- gangsstoff verwendet.
CH336922D 1955-07-07 1955-07-07 Verfahren zur Herstellung indigoider Farbstoffe CH336922A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH336922T 1955-07-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH336922A true CH336922A (de) 1959-03-15

Family

ID=4504085

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH336922D CH336922A (de) 1955-07-07 1955-07-07 Verfahren zur Herstellung indigoider Farbstoffe

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH336922A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH336922A (de) Verfahren zur Herstellung indigoider Farbstoffe
DE1065547B (de) Verfahren zur Herstellung von indigoiden Farbstoffen
DE744771C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen
DE749495C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen
DE733702C (de) Verfahren zur Herstellung indigoider Farbstoffe
DE469249C (de) Verfahren zur Herstellung von indigoiden Farbstoffen
DE844781C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen
DE825577C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen
DE1070314B (de) Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen
DE749074C (de) Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonkuepenfarbstoffen
DE1569606A1 (de) Basische Farbstoffe
DE518335C (de) Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen der Benzanthronpyrazolanthronreihe
DE712447C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen der Anthrachinonreihe, die den Hydropyridinring enthalten
DE541267C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen
DE538313C (de) Verfahren zur Darstellung von indigoiden Kuepenfarbstoffen
DE659783C (de) Verfahren zur Herstellung indigoider Farbstoffe
DE546228C (de) Verfahren zur Herstellung stickstoffhaltiger Kuepenfarbstoffe
DE246837C (de)
DE964976C (de) Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonkuepenfarbstoffen
DE549284C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen der Pyranthronreihe
CH252953A (de) Verfahren zur Herstellung eines Küpenfarbstoffes.
DE2047291A1 (en) Carbazole vat dyes - for dyeing cotton in fast brown shades
DE3017935A1 (de) 1,1&#39;-binaphthyl-4,4&#39;,5,5&#39;,8,8&#39;-hexakarbonsaeurederivate, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung zur synthese asymmetrischer 3,4,9,10-perylentetrakarbonsaeurederivate sowie zum faerben und bedrucken textiler stoffe
CH293001A (de) Verfahren zur Herstellung eines Küpenfarbstoffes.
CH284078A (de) Verfahren zur Herstellung eines Küpenfarbstoffes.