Verfahren zur Herstellung indigoider Farbstoffe Es wurde gefunden, dass man wertvolle indigoide Farbstoffe erhält, welche der allgemeinen Formel
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entsprechen, worin Hal Halogen und n eine Zahl im Werte von 1 bis 3 bedeutet, wenn man ein 8-Halogen-1,2-naphthoxythiophen mit Isatin oder mit dessen im Benzolkern halogenierten Derivaten kondensiert.
Ein für das vorliegende Verfahren besonders geeigneter Ausgangsstoff stellt das 8-Chlor-1,2- naphthoxythiophen dar. Dieses kann nach bekann tem Verfahren durch Ringschluss aus dem 8-Chlor- 1-naphthyl-thioglycolsäurechlorid mittels Alumi niumchlorid erhalten werden.
Als zweite Komponente kommen dem unsubsti- tuierten Isatin vor allem die im Benzolkern halo- genierten Derivate des Isatins in Frage, insbesondere die Mono- und Dibromisatine.
Besonders wertvoll erweist sich der Farbstoff, der erhalten wird, wenn man das 8-Chlor-1,2- naphthoxythiophen mit 5,7-Dibromisatin kondensiert.
Die Kondensation kann in bekannter Weise durch Zusammenbringen der Komponenten in einem indifferenten Lösungsmittel, wie Benzol, oder in einem chlorierten Benzol, insbesondere Monochlor benzol, z. B. bei leicht erhöhter Temperatur, herbei geführt werden.
Als besonders zweckmässig erweist es sich, den Ringschluss des 8-Chlor-l-naphthyl-thioglycolsäure- chlorids zum 8-Chlor-1,2-naphtholoxythiophen und die nachfolgende Kondensation desselben mit dem Isatin im gleichen Reaktionsmedium, also ohne Isolierung des Zwischenproduktes, durchzuführen.
Die erhaltenen Farbstoffe, insbesondere aber der Farbstoff der Formel
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können in bekannter Weise zum Färben der ver schiedensten Materialien, wie Wolle, Seide, Super polyamidfasern, Acetatkunstseide, insbesondere aber von Fasern natürlicher und regenerierter Cellulose verwendet werden. Sie eignen sich jedoch insbeson dere zum Drucken nach den üblichen Verfahren, beispielsweise auch im Gemisch mit andern Küpen- farbstoffen. Man erhält damit Drucke von gedeckten braunen Tönen, die sich durch gute Licht- und Reib echtheit auszeichnen.
Die Farbstoffe können auch in an sich bekannter Weise in Leukoesterderivate, insbesondere Leuko- schwefelsäureester übergeführt und nach den in die ser Farbstoffklasse üblichen Methoden zum Färben und Drucken verwendet werden.
In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Ge wichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
<I>Beispiel 1</I> 253 Teile 8-Chlor-l-naphthyl-thioglykolsäure, <B>1800</B> Teile Chlorbenzol und 98 Teile Phosphor- trichlorid werden auf 95 geheizt und einige Stun- den bei dieser Temperatur gehalten. Nach dem Ab kühlen auf 45 trägt man 140 Teile Aluminium chlorid ein, wobei sich durch Ringschluss das 8-Chlor-1,2-naphthoxythiophen bildet. Zu dieser Reaktionsmasse gibt man eine Anschlämmung von 305 Teilen 5,7-Dibromisatin in 500 Teilen Chlor benzol und heizt auf 95 . Nach kurzer Zeit bildet sich ein dunkelbrauner Farbstoff.
Zu dessen Isolie rung wird das Chlorbenzol mit Wasserdampf ab destilliert. Das zurückbleibende Produkt wird fil triert, mit verdünnter Natronlauge gereinigt und getrocknet. Der Farbstoff bildet ein braunviolettes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit weinroter Farbe löst und Baumwolle aus gelber Küpe in schwärzlichbraunen Tönen färbt.
<I>Beispiel 2</I> Ersetzt man in Beispiel 1 das 5,7-Dibromisatin durch 216 Teile 5,7-Dichlorisatin, so erhält man einen Farbstoff von ähnlichen Eigenschaften.
<I>Beispiel 3</I> Ersetzt man in Beispiel 1 das 5,7-Dibromisatin durch 226 Teile 5-Bromisatin, so erhält man eben falls einen Farbstoff von ähnlichen Eigenschaften. <I>Beispiel 4</I> Ersetzt man in Beispiel 1 das 5,7-Dibromisatin durch 147 Isatin, so bildet sich ein braunes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit rot violetter Farbe löst und Baumwolle aus gelber Küpe in braunen Tönen färbt.
<I>Färbevorschrift</I> 30 Teile des nach Beispiel 1 erhaltenen Farb stoffes werden mit 20 Teilen Alkohol und 120 Teilen Wasser gut angenetzt, dann gemischt mit 700 Teilen Pottascheverdickung, 30 Teilen Natron lauge von 36 B6, 20 Teilen Natriumhydrosulfit und auf 50 bis 60 erwärmt. Nach dem Abkühlen wer den noch 80 Teile Natriumformaldehydsulfoxylat zugegeben und auf der Nassfarbenmühle gemahlen.
Nach dem Drucken und Trocknen wird während 8 Stunden im luftfreien Matherplatt gedämpft, in kaltem Wasser gespült, dann bei 40 reoxydiert, mit 3 Teilen/Liter Perborat und 2 Teilen Essigsäure 40'% gespült und während 10 Minuten bei 80 bis' 90 geseift. Zum Schluss wird nochmals gut gespült.
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Herstellung <SEP> der <SEP> Pottascheverdickung:
<tb> 70 <SEP> Teile <SEP> Weizenstärke <SEP> werden <SEP> mit <SEP> einem <SEP> Ge misch <SEP> von
<tb> 100 <SEP> Teilen <SEP> Wasser,
<tb> <B>100</B> <SEP> Teilen <SEP> Glycerin <SEP> gut <SEP> angerührt, <SEP> dann <SEP> versetzt
<tb> mit
<tb> 170 <SEP> Teilen <SEP> Traganth <SEP> 60: <SEP> 1000,
<tb> 140 <SEP> Teilen <SEP> British <SEP> Gum. <SEP> Das <SEP> ganze <SEP> wird <SEP> zusam men <SEP> während <SEP> einer <SEP> halben <SEP> Stunde <SEP> gekocht
<tb> und <SEP> unter <SEP> Rühren <SEP> abgekühlt. <SEP> Hernach <SEP> werden
<tb> 170 <SEP> Teile <SEP> Pottasche, <SEP> in
<tb> 250 <SEP> Teilen <SEP> Wasser <SEP> gelöst, <SEP> hinzugegeben, <SEP> noch mals <SEP> kurz <SEP> aufgekocht <SEP> und <SEP> abgekühlt.
<tb> 1000 <SEP> Teile <SEP> = <SEP> 1 <SEP> kg.