CH337838A - Verfahren zur Herstellung von Carotinoiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Carotinoiden

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CH337838A
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Isler Otto
Herbert Dr Lindlar
Marc Dr Montavon
Rudolf Dr Rueegg
Paul Dr Zeller
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Hoffmann La Roche
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C403/00Derivatives of cyclohexane or of a cyclohexene or of cyclohexadiene, having a side-chain containing an acyclic unsaturated part of at least four carbon atoms, this part being directly attached to the cyclohexane or cyclohexene or cyclohexadiene rings, e.g. vitamin A, beta-carotene, beta-ionone
    • C07C403/24Derivatives of cyclohexane or of a cyclohexene or of cyclohexadiene, having a side-chain containing an acyclic unsaturated part of at least four carbon atoms, this part being directly attached to the cyclohexane or cyclohexene or cyclohexadiene rings, e.g. vitamin A, beta-carotene, beta-ionone having side-chains substituted by six-membered non-aromatic rings, e.g. beta-carotene

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von Carotinoiden
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung vcn neuen Carotinoiden. Dieses Verfahren besteht darin, dass man Acetylen über eine metallorganische Verbindung beidseitig mit   8- [2',    6', 6' Trimethyl-cyclohexen- (2')-yliden]-2,6-dimethyl-octa  trien- (2,    4,6)-al- (l)-im folgenden   Dehydro- (retro)-      ClD-aldehyd    genannt-kondensiert, das gebildete 1,18 Di- [2', 6',   6'-trimethyl-cyclohexen- (2')-yliden]-3,    7,12,16tetramethyl-8,11-dioxy-octadecahexaen- (2,4,6,12,14,   16)-in- (9)-im    folgenden   Bisdehydro- (retro)-C4o-diol    genannt-einer Halogenierung unter Allylumlagerung unterwirft, das entstandene 15,15'-Dehydro-4,

  4'-di  halogen-ss-carotin    in   15, 15'-Dehydro-4, 4'-dioxy--    carotin überführt, an der   mittelständigen    Dreifachbindung partiell hydriert und zum all-trans-4,4'-Dioxy  p-carotin    isomerisiert.



   Der als Ausgangsmaterial verwendete Dehydro  (retro)-CI9-aldehyd    kann beispielsweise wie folgt hergestellt werden :    ss-Jonon    wird mittels einer Glycidesterreaktion mit   Chloressigsäureäthylester    kondensiert, der entstandene Glycidester alkalisch verseift, das erhaltene   4- [2',    6', 6' Trimethyl-cyclohexen-   (1')-yl]-2-methyl-buten-(2)-al-    (1) mittels N-Bromsuccinimid bromiert, aus dem Bro  mierungsprodukt    mit Chinolin Bromwasserstoff abgespalten, das erhaltene 4- [2', 6', 6'-Trimethyl-cyclohexen (2')-yliden]-2-methyl-buten- (2)-al- (1) acetalisiert, das gebildete Acetal in Gegenwart eines sauren Kondensa  tionsmittels,    wie Zinkchlorid, mit einem Vinyläther kondensiert,

   das erhaltene Kondensationsprodukt mit Essigsäure und Natriumacetat gekocht, wobei 6  [2', 6', 6'-Trimethyl-cyclohexen-   (2')-yliden]-4-methyl-    hexadien- (2,4)-al- (1) entsteht. Dieses wird wiederum acetalisiert, das gebildete Acetal in Gegenwart eines sauren Kondensationsmittels, wie Zinkchlorid, mit einem   Propenyläther    kondensiert und das erhaltene Kondensationsprodukt mit Essigsäure und Natriumacetat gekocht.



   In der ersten Stufe des erfindungsgemässen Verfahrens wird Acetylen über eine metallorganische Verbindung beidseitig mit dem   Dehydro- (retro)-C,,-alde-    hyd kondensiert. Hierzu kann man ein Acetylendimagnesiumhalogenid mit der doppelt molaren Menge des Dehydro-(retro)-Cl9-aldehyds durch eine Grignardreaktion kondensieren. Acetylendimagnesiumhalogenide können in bekannter Weise durch Einwirkung von Acetylen auf eine Lösung von Alkylmagnesiumhalogeniden in einem inerten Lösungsmittel hergestellt werden. Vorzugsweise wird eine ätherische Lösung des Alkylmagnesiumhalogenids in einer Acetylenatmo  sphäre    mehrere Stunden gerührt oder geschüttelt. Als Alkylmagnesiumhalogenide eignen sich beispielsweise   Äthyl-,    Butyl-und Hexylmagnesiumbromide bzw.



  -chloride. Die   Acetylendimagnesiumhalogenide    scheiden sich bei dieser Reaktion als schwere Öle oder in fester Form ab. Zweckmässig werden dann zwei Mol   Dehydro- (retro)-Ci9-aldehyd    in einem inerten Lösungsmittel, vorzugsweise Äther, gelöst, zur gut gerührten Suspension des Acetylendimagnesiumhalogenids gegeben und die Mischung mehrere Stunden bei Zimmertemperatur oder bei der Siedetemperatur des Lösungsmittels gerührt. Nach der Hydrolyse des Kondensationsproduktes erhält man das   Bisdehydro-(retro)-C40-    diol als sehr zähes   (51,    das im Ultraviolettspektrum ein Absorptionsmaximum bei 349,5   mu    u (in Petroläther) aufweist. Die   Zerewitinoffbestimmung    zeigt 2 Mol aktive Wasserstoffatome an.

   Eine weitere   Ausführungs-    form der ersten Stufe des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass man   Dehydro-(retro)    aldehyd in flüssigem Ammoniak mit einem Alkalioder Erdalkaliacetylid reagieren lässt und das gebildete Kondensationsprodukt zweckmässig nach Hydrolyse zum 10- [2', 6',   6'-Trimethyl-cyclohexen- (2')-yliden]-4,    8  dimethyl-decatrien- (4,    6,8)-in-(1)-ol-(3)-im folgenden Dehydro-(retro)-C2l-acetylencarbinol genannt-mittels einer weiteren metallorganischen Reaktion mit einem zweiten Mol   Dehydro-(retro)-Cl9-aldehyd    umsetzt. Die Kondensation in flüssigem Ammoniak kann man unter erhöhtem Druck bei Raumtemperatur oder unter Normaldruck bei der Siedetemperatur des Ammoniaks ausführen.

   Vorzugsweise verwendet man zur Kondensation Lithiumacetylid. Der Dehydro  (retro)-Ci9-aldehyd    kann in einem inerten Lösungsmittel, wie beispielsweise Äther, zugefügt werden. Das Kondensationsprodukt wird am besten durch Zugabe eines Ammoniumsalzes vor Entfernung des Ammoniaks oder durch Zugabe von Säure nach Entfernung des Ammoniaks hydrolysiert. Das Dehydro- (retro)  C2l-acetylencarbinol    zeigt im Ultraviolett ein Absorptionsmaximum bei 349   m,      (in Petroläther)    und stellt ein dickflüssiges   61    dar. Die   Zerewitinoffbestimmung    zeigt in der Kälte   1    Mol und in der Wärme 2 Mol aktive Wasserstoffatome an.

   Die Kondensation des   Dehydro- (retro)-C2, 7acetylencarbinols    mit einem zweiten Mol   Dehydro-(retro)-Cl9-aldehyd    erfolgt durch eine weitere metallorganische Reaktion. Die bevorzugte Ausführungsform besteht darin, dass man auf das   Dehydro-(retro)-C2l-acetylencarbinol    2 Mol   Alkyl-    magnesiumhalogenid in Äther einwirken lässt. Das erste Mol wird von der Hydroxylgruppe gebunden, während das zweite Mol mit der Acetylenbindung reagiert und das endständige Kohlenstoffatom konden  sationsfähig    macht. Die gebildete Dimagnesiumhalogenidverbindung setzt man zweckmässig im gleichen Lösungsmittel mit dem   Dehydro-(retro)-Cl9-aldehyd    um.

   Das Kondensationsprodukt wird am besten ohne Reinigung in üblicher Weise hydrolysiert, beispielsweise durch Eingiessen in ein Gemisch von Eis und verdünnter Schwefelsäure, wobei das oben beschriebene   Bisdehydro- (retro)-C4o-diol    erhalten wird.



   In der zweiten Stufe des erfindungsgemässen Verfahrens wird das   Bisdehydro- (retro)-C40-diol    einer Halogenierung unter   Allylumlagerung unterworfen.   



  Hiezu eignen sich Halogenwasserstoffsäuren in inerten Lösungsmitteln. Dabei wird 15,15'-Dehydro-4,4'-di  halogen-ss-carotin    gebildet. Eine bevorzugte Ausführungsform besteht darin, dass man Bisdehydro- (retro)  C4o-diol    in   Ätherlösung    mit wässeriger Bromwasserstoffsäure bei einer Temperatur   von-20   C    bis   +20  C    behandelt, wobei nach kurzer Zeit das 15,15' Dehydro-4,4'-dibrom--carotin als orangerotes Pulver mit einem Absorptionsmaximum im Ultraviolett bei 428   m,      u (in Petroläther) ausfällt.   



   In der dritten Stufe des erfindungsgemässen Verfahrens werden im 15,15'-Dehydro-4,4'-dihalogen-jcarotin die Halogenatome durch Oxygruppen ersetzt.



  Dies kann z. B. durch Umsetzung der Halogenverbindung mit Alkalisalzen niedriger Fettsäuren in organi  schen    Lösungsmitteln erfolgen, wodurch die Ester des 15,15'-Dehydro-4,4'-dioxy--carotins gebildet werden.



  In einer zweckmässigen Ausführungsform wird das 15,15'-Dehydro-4,4'-dibrom-j-carotin mit Kaliumacetat in Eisessig gekocht. Durch milde alkalische Verseifung kann man sodann aus den Estern des 15,15' Dehydro-4,4'-dioxy-carotins das 15,15'-Dehydro-4,4'  dioxy-ss-carotin    als rotes feinkristallines Pulver mit zwei Absorptionsmaxima im Ultraviolett bei 429,5   mlz    und 456   m, u (in Petroläther)    erhalten. Diese Verbindung weist einen unscharfen Schmelzpunkt bei 138 bis   142  C    auf. Besonders vorteilhaft ist es, das 15,15' Dehydro-4,4'-dihalogen-ss-carotin direkt in das 15,15' Dehydro-4,4'-dioxy--carotin umzuwandeln.

   Zu diesem Zweck wird in der bevorzugten Ausführungsform die Halogenverbindung in einem inerten Lösungsmittel, wie Benzol, mit Silberoxyd und Wasser bei Zimmertemperatur einige Stunden gut durchgerührt.



   In der letzten Stufe des erfindungsgemässen Verfahrens wird das 15,15'-Dehydro-4,4'-dioxy-ss-carotin an der Dreifachbindung partiell hydriert und zur alltrans-Verbindung isomerisiert. Die partielle Hydrierung wird z. B. mit Hilfe von Metallkatalysatoren und Wasserstoffin einem organischen Lösungsmittel durchgeführt. Ein geeigneter Katalysator ist ein durch Zugabe von Blei und Chinolin desaktivierter Palladium Calciumcarbonat-Katalysator. Besonders vorteilhaft kann man die Hydrierung in einem Kohlenwasserstoff durchführen, in welchem sich das 4,4'-Dioxy-15,15'  dehydro-ss-carotin    nur zum Teil lösen. Dadurch gehen diese Verbindungen erst mit fortschreitender Hydrierung langsam in Lösung, wobei gleichzeitig das Hydrie  rungsprodukt    aus der Hydriermischung   auskristalli-    sieren kann.

   Man erhält auf diese Weise die entsprechende cis-Verbindung, nämlich das 4,4'-Dioxy-15,15'  cis-ss-carotin,    mit einem charakteristischen     cis-Peak      im Ultraviolettabsorptionsspektrum. So weist das 4,4' Dioxy-15,15'-cis-ss-carotin neben dem Hauptmaximum bei 459   m, u einen   cis-Peak      bei 338   moi (in    Petrol äther) auf. Die Isolierung des Hydrierungsproduktes ist für die Isomerisierung zu der entsprechenden alltrans-Verbindung nicht erforderlich. Man kann direkt die Suspension des Hydrierungsproduktes verwenden.



  Die Isomerisierung gelingt beispielsweise durch Behandeln mit Jod, durch Belichten oder durch   Erwär-    men. Mit Vorteil erwärmt man das 4,4'-Dioxy-15,15'  cis-ss-carotin    in einer zum Auflösen der Substanz ungenügenden Menge eines organischen Lösungsmittels, beispielsweise   Petroläther,    Benzol usw., während mehrerer Stunden auf 80 bis   100  C.    Mit fortschreitender Isomerisierung geht die cis-Verbindung in Lösung, wobei gleichzeitig die gebildete trans-Verbindung auskristallisiert. Dabei wird eine fast quantitative Isomerisierung erreicht.



   Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens zur Herstellung von 4,4'-Dioxy-ss-carotin besteht darin, dass man Dehydro  (retro)-Cl9-aldehyd    mittels einer Grignardreaktion mit Acetylendimagnesiumbromid kondensiert, das gebildete   Bisdehydro- (retro)-C4o-diol    in   Ätherlösung    mit wässeriger Bromwasserstoffsäure behandelt, auf das entstandene 15,15'-Dehydro-4,4'-dibrom-ss-carotin Silberoxyd und Wasser einwirken lässt, das erhaltene 15,15'-Dehydro-4,4'-dioxy-ss-carotin an der Dreifach bindung mit Hilfe eines mit Blei und Chinolin   desakti-    vierten Palladiumkatalysators partiell hydriert und das gebildete 15,15'-cis-4,4'-Dioxy-ss-carotin in Form einer Suspension in einem inerten Lösungsmittel durch Erwärmen zum 4,

  4'-Dioxy-ss-carotin isomerisiert.



   Das Verfahrensprodukt lässt sich durch Kristallisation, Trennen zwischen Lösungsmitteln und Chromatographieren reinigen. Es kann durch Zugabe von Antioxydantien, die auch während des Ablaufes der Synthese anwesend sein können, stabilisiert werden.



   Die erfindungsgemäss erhältliche neue Verbindung, das 4,4'-Dioxy-ss-carotin, ist ein wertvoller Farbstoff, welcher vor allem zur Lebens-und   Futtermittelfärbung    verwendet werden soll.



   Beispiel 1    a) DeDydro- (retro)-C40-diol   
Aus 16 Gewichtsteilen Magnesium und 110 Gewichtsteilen Hexylbromid in 330 Raumteilen absolutem Äther wird eine Lösung von Hexylmagnesiumbromid hergestellt. Die Lösung wird 24 Stunden in einer Acetylenatmosphäre gerührt. Es bilden sich zwei Schichten. Man trennt die obere ab und wäscht die untere Schicht einmal mit 100 Raumteilen Äther.



  Hierauf gibt man 200 Raumteile Äther zu und lässt rasch eine Lösung von 80 Gewichtsteilen   8- [2',    6', 6' Trimethyl-cyclohexen-(2')-yliden]-2,6-dimethyl-octa  trien- (2,    4,6)-al-(l) in 200 Raumteilen Äther zutropfen. Die Mischung   kccht    man unter Rühren 3 Stunden unter Rückfluss in einer Stickstoffatmosphäre. Nach dem Erkalten giesst man auf 75 Gewichtsteile Ammoniumchlorid und 175 Gewichtsteile Eis und rührt 10 Minuten gut durch. Hierauf wird die   Ätherlösung    dreimal mit je 200 Raumteilen Wasser gewaschen.



  Nach dem Trocknen über Natriumsulfat und Abdampfen des Äthers erhält man 87 Gewichtsteile gelbes harziges   1,      18-Di-    [2', 6',   6'-trimethyl-cyclohexen- (2')-    yliden]-3,7,12,16-tetramethyl-8,11-dioxy-octadecahexaen- (2, 4,6,12,14,16)-in- (9) mit einem Absorptionsmaximum im Ultraviolettspektrum bei 349,5   mli    in   Petroläther.       b) 15, 15'-Deltydro-4, 4'-dibl ont-ss-carotin   
10 Gewichtsteile   1,    18-Di- [2', 6', 6'-trimethyl-cyclohexen- (2')-yliden]-3, 7,12,16-tetramethyl-8,11-dioxyoctadecahexaen- (2, 4,6,12,14,16)-in- (9)

   in 80 Raumteilen Äther werden bei   0  C    unter gutem Rühren binnen 2 Minuten mit 4 Raumteilen   60% iger wässe-    riger Bromwasserstoffsäure versetzt und die Mischung noch weitere 10 Minuten bei   0  C gerührt. Hielauf    wird das Produkt abfiltriert und mit Äther und Wasser gewaschen. Das gebildete 15,15'-Dehydro-4,4'-dibrom  -carotin    weist im Ultraviolettspektrum ein Absorptionsmaximum bei 430 mu (in Petroläther) auf. c)   15,      15'-Deltydro-4, 4'-dioxy- (3-carotin   
6 Gewichtsteile 15,15'-Dehydro-4,4'-dibrom-ss-carotin werden in 180 Raumteilen Benzol gelöst und mit 6 Gewichtsteilen Silberoxyd und 60 Raumteilen Wasser in einer Kohlendioxydatmosphäre bei Zimmertemperatur 4 Stunden geschüttelt.

   Man filtriert vom Silberoxyd ab und dampft die Benzollösung nach dem Trocknen über Natriumsulfat ab. Das 15,15'-Dehydro4,4'-dioxy-ss-carotin lässt sich aus   Äther-Petroläther    und Methylenchlorid-Methanol   umlösen.    Es schmilzt unscharf zwischen 138 bis   142  C    und weist im Ultraviolettspektrum zwei Maxima bei 429,5   m, u und    456   ma      u (in Petroläther)    auf.

      d) 15, 15'-cis-4, 4'-Dioxy-ss-carotin   
100 Gewichtsteile 15,15'-Dehydro-4,4'-dioxy--carotin in 5000 Raumteilen Toluol werden mit 30 Gewichtsteilen Lindlar-Katalysator [Helvetica Chimica Acta 35,446 (1952)] und 0,005 Raumteilen Chinolin bei   20   C    in einer Wasserstoffatmosphäre geschüttelt, bis 1 Mol Wasserstoff aufgenommen ist. Nach dem Abfiltrieren des Katalysators wird im Hochvakuum eingedampft.

   Das 15,15'-cis-4,4'-Dioxy-ss-carotin zeigt im Ultraviolettspektrum zwei Maxima bei 338 mu und 459   m, u in Petrolather.    e) 4, 4'-Dioxy-ss-carotin    1    Gewichtsteil 15,15'-cis-4,4'-Dioxy-ss-carotin wird mit 3 Raumteilen   Petroläther    (Sdp. 70 bis   100  C)    12 Stunden auf   80  C    in einer Kohlendioxydatmo  sphäre    erwärmt. Hierauf wird filtriert. Das gebildete 4,4'-Dioxy-ss-carotin kann aus Methylenchlorid-Petrol äther oder Methylenchlorid-Methanol umgelöst werden.

   Es stellt ein feinkristallines rotes Pulver dar, das im Ultraviolettspektrum bei 452   m, u und    480   m, u    zwei Absorptionsmaxima (in Petroläther) aufweist und bei 145 bis   147  C    unter Zersetzung schmilzt.



   Beispiel 2    Delzydro- (retro)-C40-diol   
Man leitet in eine Lösung von 3 Gewichtsteilen Lithium in 1200 Raumteilen   Rüssigem    Ammoniak bis zur vollständigen Umsetzung trockenes, acetonfreies Acetylen ein. Dann gibt man unter energischem   Rüh-    ren innert 20 Minuten eine Lösung von 100 Gewichtsteilen   8- [2',    6', 6'-Trimethyl-cyclohexen- (2')-yliden]-2, 6dimethyl-octatrien- (2, 4,6)-al- (l) in 400 Raumteilen absolutem Äther zu und rührt die Reaktionsmischung unter Feuchtigkeitsausschluss intensiv während 20 Stunden. Darauf gibt man in kleinen Portionen 50 Gewichtsteile Ammoniumchlorid zu und lässt das Ammoniak verdampfen. Nach Zugabe von 400 Raumteilen Wasser wird die Ätherschicht abgetrennt, mit Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und eingeengt.

   Das zurückbleibende rötliche Öl wird im Vakuum scharf getrocknet. Man erhält 108 Gewichtsteile 10- [2', 6', 6'-Trimethyl-cyclohexen- (2')-yliden]-4,8-dimethyl-decatrien- (4,6,8)-in-   (1)-ol-    (3), welches im Ultraviolettspektrum ein Absorptionsmaximum bei 349   m, st in Petroläther    aufweist.



   Das Produkt wird in 500 Raumteilen absolutem Äther gelöst und zu einer aus 18 Gewichtsteilen Magnesium, 91 Gewichtsteilen Äthylbromid und 300  Raumteilen absolutem Äther hergestellten Grignardlösung unter Rühren bei 15 bis 20  C allmählich zugegeben. Anschliessend erhitzt man während einer Stunde in Stickstoffatmosphäre unter Rückfluss, kühlt mit Eiswasser ab, fügt bei etwa   20  C eine Lösung    von 92 Gewichtsteilen 8- [2', 6', 6'-Trimethyl-cyclohexen (2')-yliden]-2,6-dimethyl-octatrien- (2,4,6)-al- (1) in 400 Raumteilen absolutem Äther zu und erhitzt 3 bis 4 Stunden in Stickstoffatmosphäre unter Rückfluss.

   Die erhaltene Reaktionslösung wird auf eine Mischung von 400 Raumteilen 3-n Schwefelsäure und 600 Gewichtsteilen Eis gegossen, die Ätherschicht abgetrennt, mit   5% iger Natriumbicarbonatlösung    gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Man erhält 200 Gewichtsteile harziges 1,18 Di- [2', 6', 6'-trimethyl-cyclohexen- (2')-yliden]-3, 7,12, 16-tetramethyl-8,11-dioxy-octadecahexaen- (2,4,6,12, 14,16)-in- (9), das gemäss Beispiel   1    weiterverarbeitet wird.



   Beispiel 3
15, 15'-Dehydro-4,   4'-diacetoxy-, 8-carotin       I Gewichtsteil    15,15'-Dehydro-4,4'-dibrom-p-carotin (gemäss Beispiel la und   b    gewonnen) wird in 15 Raumteilen Eisessig mit 2 Gewichtsteilen wasserfreiem Kaliumacetat 2 Stunden in einer   Kohlendioxydatmo-      sphäre    auf   100     C erwärmt. Die Mischung wird mit Wasser verdünnt, mit Äther extrahiert und die Ätherlösung dreimal mit Wasser und verdünnter Natrumbicarbonatlösung gewaschen. Man erhält nach dem Trocknen und Abdampfen   der Ätherlösung    das 15,15' Dehydro-4,4'-diacetoxy-p-carotin als rotes, zähes Harz, welches im Ultraviolettspektrum ein Absorptionsmaximum bei 434   m, u (in Petroläther)    aufweist.

   Diese Verbindung wird in an sich bekannter Weise zum 15,15'-Dehydro-4,4'-dioxy-ss-carotin hydrolysiert und darauf nach den Angaben von Beispiel   1    zu all-trans4,4'-Dioxy-p-carotin verarbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Carotinoiden, dadurch gekennzeichnet, dass man Acetylen über eine metallorganische Verbindung beidseitig mit 8- [2', 6', 6' Trimethyl-cyclohexen- (2')-yliden]-2,6-dimethyl-octa trien- (2, 4,6)-al- (l) kondensiert, das gebildete 1, 18 Di- [2', 6', 6'-Trimethyl-cyclohexen- (2')-yliden]-3, 7,12, 16-tetramethyl-8,11-dioxy-octadecahexaen-(2,4,6,12, 14,16)-in- (9) einer Halogenierung unter Allylumla- gerung unterwirft, das entstandene 15,15'-Dehydro4,4'-dihalogen-p-carotin in 15,15'-Dehydro-4,4'-dioxy ss-carotin überführt, letztere Verbindung an der Dreifachbindung partiell hydriert und zum all-trans-4, 4' Dioxy-p-carotin isomerisiert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 1, 18-Di- [2', 6', 6'-Trimethyl-cyclo- hexen- (2')-yliden]-3, 7,12,16-tetramethyl-8,11-dioxyoctadecahexaen- (2, 4,6,12,14,16)-in- (9) zwecks Halogenierung unter Allylumlagerung mit Halogenwasserstoffsäure behandelt.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Acetylendimagnesiumbromid mittels einer Grignardreaktion mit 8- [2', 6', 6'-Trimethyl-cyclohexen- (2')-yliden]-2, 6-dimethyl-octatrien (2,4,6)-al- (1) kondensiert, das gebildete 1, 18-Di- [2', 6', 6'-Trimethyl-cyclohexen- (2')-yliden]-3,7,12,16-tetramethyl-8,11-dioxy-octadecahexaen- (2,4,6,12,14,16) in- (9) in Ätherlösung mit wässeriger Bromwasserstoffsäure behandelt, auf das entstandene 15,15'-Dehydro4,4'-dibrom-p-carotin Silberoxyd und Wasser einwirken lässt, das erhaltene 15,15'-Dehydro-4,4'-dioxy-Bcarotin an der Tripelbindung mit Hilfe eines mit Blei und Chinolin desaktivierten Palladiumkatalysators partiell hydriert und das gebildete Hydrierungsprodukt in Form einer Suspension in einem inerten Lösungsmittel erwärmt.
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