CH339668A - Verfahren zur tonfrequenten Überlagerung von Energieübertragungsnetzen mit Steuerimpulsen - Google Patents
Verfahren zur tonfrequenten Überlagerung von Energieübertragungsnetzen mit SteuerimpulsenInfo
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Description
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Verfahren zur tonfrequenten Überlagerung von Energieübertragungsnetzen mit Steuerimpulsen Zentralfernsteueranlagen, auch Rundsteueranlagen genannt, dienen bekanntlich dazu, von einer Kommandostelle aus über das elektrische Energieverteil- netz Schaltbfehle an alle Verbrauchsstellen des Netzes senden zu können, sei es zur Tarifumsteuerung von Zählern, sei es zur Ein- und Ausschaltung von Verbrauchern, z. B. Boilern, Öfen, Strassenbeleuchtung usw.
In bekannter Weise werden hierzu an der Kommandostelle von einem Sender tonfrequente Impulse auf das Netz gegeben, und die zu steuernden Stellen weisen Empfänger auf, welche auf vorbestimmte Kommandos ansprechen und die vorgesehenen Schaltfunktionen durchführen.
Die Überlagerung auf die Energieübertragungs- netze erfolgt mit bekannten Ankopplungsmitteln, z. B. mittels Parallelankopplungen, Serieankopplun- gen usw., welche die Aufgabe haben, der Steuerfrequenz einen Pfad auf das Netz zu legen und anderseits die Rückwirkung der Netzfrequenz auf die Steuereinrichtung zu sperren. Als Tonfrequenzquelle bedient man sich meistens maschineller Tonfrequenzgeneratoren, z. B. Zackenpolgeneratoren, asynchroner Frequenzumformer usw., deren erzeugte Tonfrequenz mittels Tastschütze zu Tonfrequenzimpulsdiagram- men moduliert wird.
Als Antriebsmotoren für die Tonfrequenzgeneratoren werden Synchronmotoren, Asynchronmotoren oder auch Gleichstrommotoren und dergleichen bekannte Mittel verwendet.
Der Einfachheit halber benutzt man heute als Antriebsmotoren meistens Asynchronmotoren. Deren Drehzahl ist indessen gemäss Speisefrequenz und den Schlupfeigenschaften gewissen Schwankungen unterworfen, denen entsprechende Schwankungen der erzeugten Tonfrequenz entsprechen. In den meisten Fällen der zur Zeit gebräuchlichen Zentralfernsteuer- verfahren sind diese Schwankungen der Steuerfrequenz über einen Bereich von einigen Prozenten der Nennfrequenz zulässig, da man heute über Ankopp- lungsmittel und Empfangseinrichtungen verfügt, die eine genügende Bandbreite aufweisen, was eine einfache und robuste Sende- und Empfangstechnik ermöglicht.
Es gibt jedoch auch überlagerungsgebiete, bei denen beispielsweise Empfangseinrichtungen mitüber- nommen werden müssen, die mit äusserst empfindlichen Zungenfrequenzrelais versehen sind. Bekanntlich gestaltet sich die Fabrikation solcher Zungenfrequenzrelais derart schwierig bezüglich einer einheitlichen Frequenzselektivität, dass zur Erfassung aller Relais in einem Überlagerungsgebiet die Steuerfrequenz künstlichen Schwankungen unterworfen, also gewobbelt werden muss.
Ausserdem darf auf Grund der grossen Selektivität dieser Relais eine verhältnismässig kleine Breite der Wobbelzone nicht überschritten werden, das heisst, die Steuerfrequenz muss zudem noch frequenzregelnden Bedingungen unterworfen werden.
Es ist auch bekannt, dass beim Überlagern eines linearen Netzgebildes mit mehreren Spannungsquellen gleicher oder annähernd gleicher Frequenz Interferenzen entstehen können, die zu gelegentlichen spannungstoten oder spannungsüberhöhten Zonen führen. Es ist ebenfalls bekannt, dass solche Interferenzerscheinungen verwischt werden können, indem man die verschiedenen, in das gleiche Netz steuernden Fre- quenzspannungsquellen wobbelt. Dieses Vorgehen ist nicht nur auf dem Gebiete der Elektrotechnik, sondern auch auf den Gebieten der Akustik und Optik bestens bekannt.
Aus obenerwähnten, beispielsweisen Gründen hat man gelegentlich Interesse daran, in der Zentralfern- steuerungStechnik die Steuerfrequenz an bestimmte, zeitlich funktionelle Bedingungen zu knüpfen, sei es,
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dass man die Steuerfrequenz nach einem bestimmten Programm verändert, oder sei es, dass man die Steuerfrequenz mit einer bestimmten Genauigkeit aufrechterhalten muss.
Die vorliegende Erfindung befasst sich deshalb mit einem Verfahren zur tonfrequenten Überlagerung von Energieübertragungsnetzen mit Steuerimpulsen über Ankopplungsmittel, wobei als Tonfrequenzquelle für die Steuerfrequenz ein durch einen Motor angetriebener Frequenzwandler verwendet wird, welches Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass zur Erzielung einer steuerseitig vorgeschriebenen Fre- quenzfunktion zwischen dem Frequenzwandler und der Netzankopplung ein Drehfeldtransformator eingeschaltet und durch eine regelbare Antriebsvorrichtung derart angetrieben ist, dass sich die Ausgangstonfrequenz nach der vorgeschriebenen Funktion ändert.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Verfahrens sei anhand des Beispiels der Fig. 1 erläutert, welche schematisch eine dreiphasige Zentral- Fernsteuersendeeinrichtung darstellt. Der Tonfre- quenzgenerator G sei ein asynchroner Frequenz- wandler, der primärseitig (1) an das Speisenetz S mit der Frequenz f, (z. B. 50 Hz) angeschlossen ist und der durch einen asynchronen Motor M, der ebenfalls an das Speisenetz S angeschlossen ist, mit der Tourenzahl n angetrieben wird.
Zwischen der Sekundärseite II des Frequenzwandlers G, der die Frequenz f2 abgibt, und der Ankopplungseinrichtung für das zu überlagernde Netz N, welches letztere beispielsweise besteht aus einem Tastschützen T, einem Iso- liertransformator JT, einer Drossel D und einer Kapazität C (im einphasigen Ersatzschaltbild), ist ein Drehstromtransformator DT angeschlossen, welcher die primäre Frequenz f.2 auf eine sekundäre Frequenz F2 zu transformieren vermag.
Steht der Transformator DT still, so ist bekanntlich f2 = F2; je nachdem er indessen vorwärts oder rückwärts mit der Tourenzahl m gedreht wird, unterliegt die Frequenztransformation der Beziehung F2 = f2 A (t). Unterwirft man deshalb die Drehung des Drehtransformators einem bestimmten Steuerprogramm, so kann man hierdurch eine bestimmte gewünschte Frequenzfunk- tion F2 (t) für die Steuerfrequenz gewinnen, entsprechend
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wobei p1 die Polpaarzahl des Drehfeldtransformators bedeutet.
Um nicht zu grosse Tourenzahlen für bestimmte Frequenzände- rungen zu benötigen, ist es deshalb zweckmässig, die Polpaarzahl p1 möglichst gross zu machen.
Die Antriebsvorrichtung A des Drehfeldtransfor- mators DT wird zweckmässig durch ein Regelglied R gesteuert, welches die steuerseitige Frequenz F2 vergleicht mit einem die vorgeschriebene Frequenzfunk- tion F2 (t) erzeugenden Frequenzprogrammgeber P. Der Frequenzprogrammgeber P kann beispielsweise eine Wobbelfunktion F2 (t) = f 2 Ar (t) mit der Wobbelperiode T erzeugen, ähnlich dem in der Fig. 3 dargestellten Verlauf.
Der Frequenzprogrammgeber kann aber etwa auch ein eine konstante Frequenz F2 (t) = K erzeugendes Frequenznormal sein.
Die Fig. 2 zeigt eine Variante, bei der die Antriebseinrichtung A des Drehfeldtransformators ein stetig regulierbares Getriebe enthält. Letzteres ist schematisch dargestellt durch eine antreibende Scheibe AN, durch eine abtreibende Scheibe AB und eine Spindel S, die in der Richtung X tourenzahlregelnd durch das Regelglied R verstellt wird. Zum Unterschied von andern Möglichkeiten für die Antriebsvorrichtung A, wie mit Hilfe von Gleichstrommotoren usw., hat das in der Fig. 2 aufgezeigte Beispiel den Vorzug, dass lediglich ein direkt vom Netz gespeister robuster Asynchronmotor AM verwendet werden kann.
Das erfindungsgemässe Verfahren hat den wesentlichen Vorteil, dass für eine gewünschte Steuerung der überlag erungsfrequenz keine Eingriffe im zugrunde gelegten Frequenzumformeraggregat G, M erforderlich sind. So kann man z. B. bei Zugrundelegung eines einfachen, robusten Frequenzumformeraggre- gates, bestehend aus einem asynchronen Frequenz- wandler G, welcher durch einen asynchronen Motor M angetrieben ist, jederzeit nach dem erfindungsgemässen Verfahren lediglich durch Zufügung eines beschriebenen Drehfeldtransformator-Aggregates besondere Steueraufgaben für die überlagerungsfrequenz lösen.
Damit wird dem praktisch wesentlichen Bedürfnis in der Zentralfernsteuertechnik, von der einfachsten Grundaufgabe aus durch baukastenmässige Zusätze Sonderaufgaben lösen zu können, in besonders vorteilhafter Weise Rechnung getragen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur tonfrequenten Überlagerung von Energieübertragungsnetzen mit Steuerimpulsen über Ankopplungsmittel, wobei als Tonfrequenzquelle für die Steuerfrequenz (f2) ein durch einen Motor (M) angetriebener Frequenzwandler (G) verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung einer steuerseitig vorgeschriebenen Frequenzfunktion zwischen dem Frequenzwandler (G) und der Netzankopp- lung ein Drehfeldtransformator (DT) eingeschaltet und durch eine regelbare Antriebsvorrichtung (A) derart angetrieben ist,dass sich die Ausgangs-Ton- frequenz (F2) nach der vorgeschriebenen Funktion ändert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (A) des Drehfeldtransformators (DT) durch ein Regelglied (R) gesteuert wird, welches die steuerseitige Frequenz (F2) vergleicht mit einem die vorgeschriebene Fre- quenzfunktion [F2 (t)] erzeugenden Frequenzpro- grammgeber (P). 2.Verfahren nach Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Frequenzprogrammgeber (P) eine Wobbelfunktion <Desc/Clms Page number 3> F.2 (t) = f z 4.r (t) mit der Wobbelperiode T erzeugt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fre- quenzprogrammgeber (P) ein eine konstante Frequenz F# (t) = K erzeugendes Frequenznormal ist. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehfeldtransformator (DT) mit mindestens vier Polpaaren ausgeführt ist. 5.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die An- triebsvorrichtung (A) aus einem über eine Verstellspindel stetig regulierbaren Getriebe besteht, dessen abtreibende Welle (AB) auf den Drehfeldtransfor- mator (DT) arbeitet, wobei die Verstellspindel des Getriebes durch das Regelglied (R) verstellt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zum Antrieb des Getriebes ein Asynchronmotor (AM) verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH339668T | 1955-11-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH339668A true CH339668A (de) | 1959-07-15 |
Family
ID=4505093
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH339668D CH339668A (de) | 1955-11-22 | 1955-11-22 | Verfahren zur tonfrequenten Überlagerung von Energieübertragungsnetzen mit Steuerimpulsen |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| BE (1) | BE552809A (de) |
| CH (1) | CH339668A (de) |
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0
- BE BE552809D patent/BE552809A/xx unknown
-
1955
- 1955-11-22 CH CH339668D patent/CH339668A/de unknown
Also Published As
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|---|---|
| BE552809A (de) |
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