CH341160A - Verfahren zur Herstellung von Alkylenimino-chinonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkylenimino-chinonen

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CH341160A
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CH
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benzoquinone
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naphthoquinone
alkoxy
methanol
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Walter Dr Gauss
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Bayer Ag
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D203/00—Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D203/04—Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D203/06—Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D203/08—Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D203/14—Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to the ring nitrogen atom with carbocyclic rings directly attached to the ring nitrogen atom

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Verfahren    zur      Herstellung   von    Alkylenimino-chinonen   Im deutschen Patent Nr. 967794 ist ein Verfahren zur Herstellung von    2,5-Bis-alkylenimino-benzo-      chinonen-(1,4)   beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man    2,5-Di-alkoxy-benzochinone-      (1,4)   mit    a,ss-Alkyleniminen   umsetzt. 



  Gemäss Schweizer Patent Nr. 335673 gewinnt man aus geeigneten    Halogen-äthylenimino-chinonen   durch Einwirkung von    Alkalimetallalkoholaten   oder    -mercaptiden   solche    Chinone,   welche gleichzeitig    Alkyleniminogruppen   und    Alkoxy-   bzw.    Alkylmer-      captoreste   im Molekül enthalten. 



  Es wurde nun gefunden, dass man in einfacher Weise zu    Alkyleniminochinonen   mit    Alkoxy-   und/ oder    Alkylmercaptogruppen   gelangt, indem man    p-Chinone,   die mindestens zwei benachbarte    Alkoxy-      oder      Alkylmercaptoreste   enthalten, mit    a,ss-Alkylen-      iminen   umsetzt. 



     Chinone   mit benachbarten    Alkoxy-   oder    Alkyl-      mercaptogruppen   sind beispielsweise:    2,3-Dimethoxy-benzochinon-(1,4),      2,3-Diäthoxy-benzochinon-(1,4),   2,    3-Dimethoxy-naphthochinon-(1,4),      2,3-Diäthoxy-naphthochinon-(1,4),      2,3,5,6-Tetramethoxy-benzochinon-(1,4),      2,3,5,6-Tetraäthoxy-benzochinon-(1,4),      2,3-Dimethylmercapto-naphthochinon-(1,4),      2,3,5,6-Tetramethylmercapto-benzochinon-(1,4)   und    2,3,5,6-Tetraäthylmercapto-benzochinon-(1,4).   Es können auch    Chinone   verwendet werden,

   die höhere    Alkoxy-   oder    Alkylmercaptoreste   enthalten oder in denen    gleicbzeitig      Alkoxy-   und    Alkyl-      mercaptogruppen   vorhanden sind. 



     a,ss-Alkylenimine   sind z. B.    Äthylenimin,      2-Me-      thyl-äthylenimin,      2,2-Dimethyl-äthylenimin   und    Cyclo-      hexenimin.   Bei der Einwirkung eines    a,ss-All,,-ylenimins   auf ein    Chinon   der vorgenannten Art tritt der    Alkylen-      iminrest   an die Stelle .einer    Alkoxy-   oder    Alkyl-      mercaptogruppe,   aus der sich dann der entsprechende Alkohol oder das    Mercaptan   bildet. Der im    Chinon-      molekül   verbliebene    Substituent   wird durch überschüssiges    Alkylenimin   nicht ersetzt.

   Im Falle des    2,3,5,6-Tetra-alkoxy-   und des    2,3,5,6-Tetra-alkyl-      mercapto-benzochinons-(1,4)   werden stets 2    p-stän-      dige   Reste gegen    a,ss-Alkylenimine   ausgetauscht. Man gelangt auf diese Weise zu denselben oder ähnlichen Verbindungen,    derenHerstellungimPatentNr.335673   vorgeschlagen wurde. 



  Zur praktischen Ausführung kann man auf das umzusetzende    Chinon   - vorteilhaft in einem    inerten   Verdünnungsmittel wie etwa Methanol, Äthanol oder Benzol - entweder bei Raum- oder schwach erhöhter Temperatur das    Alkylenimin   einwirken lassen. 



  Ein    LUberschuss   des    Alkylenimins   ist oft sehr nützlich. Meistens kristallisiert das Endprodukt nach beendeter Reaktion und Erkalten oder bei geringer Löslichkeit auch schon während der Umsetzung in grosser Reinheit aus. Die Bildung von Nebenprodukten wird kaum beobachtet. 



  Die erfindungsgemäss erhältlichen    Alkylenimino-      chinone   hemmen das Wachstum von Tumorzellen. Beispiel 1 1,14 g    2,3,5,6-Tetramethoxy-benzochinon-(1,4),   das nach    Journ.      Chem.      Soc.   1941, 662, hergestellt werden kann, kocht man in 25    cm3   Methanol mit 2    cm3      Äthylenimin      rückfliessend   30 Minuten lang. Die Lösung färbt sich rasch dunkel. Gegen Ende der    Umsetzung   scheiden sich dunkle,    nadelförmige   Kristalle aus, die bei Raumtemperatur abgesaugt und mit Methanol gewaschen werden; die Ausbeute beträgt 1,04 g.

   Die Verbindung stellt rohes 2,5-Di- 

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    methoxy-3,6-bis-äthylenimino-benzochinon-(1,4)   vom F. 182-183  unter Zersetzung dar. Durch Umkristallisieren aus    Glykolmonomethylätheracetat   lässt sich der Schmelzpunkt auf 191-191,5  steigern. Die Mischprobe mit einem nach Beispiel 1 des Patentes Nr. 335673 hergestellten Präparat ergibt keine Depression. 



  Beispiel 2 0,35 g    2,3,5,6-Tetra-äthyhmercapto-benzochinon-      (1,4),   hergestellt nach    Journ.   Am.    Chem.      Soc.   27, 1122 (1905), übergiesst man mit 10    cm-3   Methanol und dann mit 0,52    cm3      Äthylenimin.   Es tritt sofort der Geruch von    Äthylmercaptan   auf. Man stellt das lose verschlossene Gefäss 10 Minuten lang auf ein Wasserbad und lässt dann erkalten. Die ausgeschiedenen olivgrünen Nadeln werden abgesaugt und mit Methanol gewaschen. Man erhält 0,13 g reines 2,5-    Diäthylmercapto-3,6-bis-äthylenimino-benzochinon-      (1,4)   vom F. 134-135 .

   Die Mischprobe mit einem nach Beispiel 7 des Patentes Nr. 335673 hergestellten Präparat ergibt keine Depression. Durch Aufarbeitung der Mutterlauge lässt sich die Ausbeute noch steigern. 



  Beispiel 3 5,7 g (0,025    Mol)      2,3,5,6-Tetramethoxy-benzo-      chinon-1,4   werden in 50    em3   Methanol mit 3,1    cm3   (0,06    Mol)      Äthylenimin   zwei Stunden lang rückfliessend gekocht. Es entsteht ein tief violetter Kristallbrei, der bei 0  abgesaugt, mit Methanol gewaschen und dann getrocknet wird. Man erhält 5,8 g rohes    2,5-Dimethoxy-3,6-bis-äthylenimino-benzochinon-1,4   vom Schmelzpunkt 180-183  unter Zersetzung, was einer Ausbeute von 93  /o, bezogen auf das    Tetra-      methoxychinon,   entspricht. Durch    Umkristallisieren   aus    Glykolmonomethylätheracetat   lässt sich der Schmelzpunkt auf 190-191  (Zersetzung) steigern.

   Die Mischprobe mit einem nach Beispiel 1 des Patentes Nr. 335673 hergestellten Präparat ergibt keine Depression. 



  Beispiel 4 21,8 g (0,1    Mol)      2,3-Dimethoxy-naphthochinon-      1,4   löst man heiss in 200    cm3   Methanol und kühlt unter Rühren sofort wieder ab. Zur gelben Suspension gibt man 6,2    cm3   (0,12    Mol)      Äthylenimin   und rührt bei Raumtemperatur 20 Stunden lang. Es entsteht ein dicker roter Brei, den man bis zur Lösung erwärmt; dann lässt man ruhig erkalten. Alsbald scheiden sich dicke rote Nadeln ab, die bei 0  abge- saugt und mit Methanol gewaschen werden. Die Ausbeute dieser ersten Kristallisation beträgt 17,2 g; der Schmelzpunkt liegt bei 107-108 . Alle Filtrate werden vereinigt und auf etwa 70    em3   eingeengt.

   Man gibt 2    em3      Äthylenimin   hinzu und lässt 20 Stunden stehen, wodurch eine weitere Kristallisation erhalten wird, die man wie üblich isoliert. Sie wiegt 40 g und schmilzt bei 100-101 . Die gesamte Rohausbeute, bezogen auf das    Ausgangs-Chinon,   beträgt    somit      21,2      g      =      92,5      %      der      theoretischen      Ausbeute.   Durch    Umkristallisieren   aus 300    cm3      Cyclohexan   erhält man 17,7g völlig reines    2-Methoxy-3-äthylen-      imino-naphthochinon-1,4   vom Schmelzpunkt 109 bis 110 . 



  Das als Ausgangsmaterial verwendete    2,3-Di-      methoxy-naphthochinon-1,4   lässt sich nach L. F. Fieser und R. H.    Brown,   J. Am.    Chem.      Soe.   71, 3614 (1949) aus    2,3-Dichlor-naphthochinon-1,4   und    Natriummethylat   herstellen. 



  Beispiel S 5,0 g (0,02    Mol)      2,3-Dimethylmercapto-naphtho-      chinon-1,4   werden in 50    crn3   Methanol mit 1,2    cm3   (0,023    Mol)      Äthylenimin   eine Stunde lang rückfliessend gekocht. Die dunkle Lösung scheidet nach einiger Zeit rote    Nädelchen   aus, die bei 0  abgesaugt und mit gekühltem Methanol gewaschen werden. Sie stellen reines    2-Methylmercapto-3-äthylen-      imino-naphthochinon-1,4   dar, das bei 91  schmilzt und mit einem nach Beispiel 9 des Patentes Nr. 335673 erhaltenen Präparat keine Depression zeigt.

   Aus der Mutterlauge lassen sich 0,4 g Ausgangsmaterial zurückgewinnen; unter    Berücksichti-      gung      dessen      beträgt      die      Ausbeute      77      %      bezogen      auf   das    Ausgangs-Chinon.   



  Das als Ausgangsmaterial verwendete    2,3-Di-      methylmercapto-naphthochinon-1,4   lässt sich nach L. F. Fieser und R. H.    Brown,   J. Am.    Chem.      Soc.   71, 3613 (1949) aus    2,3-Dichlor-naphthochinon-1,4   und    Natrium-methylmercaptid   herstellen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Alkylenimino- chinonen mit Alkoxy- undioder Alkylmercaptogrup- pen, dadurch gekennzeichnet, dass man p-Chinone, die mindestens zwei benachbarte Alkoxy- oder Alkyl- mercaptoreste enthalten, mit a,ss-Alkyleniminen umsetzt.
CH341160D 1955-02-03 1956-01-10 Verfahren zur Herstellung von Alkylenimino-chinonen CH341160A (de)

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