CH343397A - Verfahren zur Herstellung von Diphenylaminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Diphenylaminen

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CH343397A
CH343397A CH343397DA CH343397A CH 343397 A CH343397 A CH 343397A CH 343397D A CH343397D A CH 343397DA CH 343397 A CH343397 A CH 343397A
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piperidyl
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Stoll Arthur Dr Prof
Jany Dr Renz
Pierre Dr Bourquin Jean
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Sandoz Ag
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  Verfahren zur Herstellung von     Diphenylaminen       Es wurde gefunden, dass man zu bisher unbe  kannten     Diphenylaminen    der Formel  
EMI0001.0003     
    worin     R1    eine     Alkylmercapto-Gruppe    bedeutet, ge  langen kann, indem man ein sekundäres Amin der  Formel  
EMI0001.0006     
    worin     R1    obige Bedeutung besitzt, mit     2-(N-Methyl-          piperidyl-2')-1-chlor-äthan    der Formel  
EMI0001.0010     
         kondensiert.     Das Verfahren wird beispielsweise so ausgeführt,  dass ein sekundäres Amin der Formel     1I    in einem  geeigneten Lösungsmittel, wie Benzol,

       Toluol,        Xylol       usw. gelöst und unter Rühren und Zusatz eines ge  eigneten Kondensationsmittels, z. B.     Alkalihydroxyd,          Alkaliamid,        Alkalicarbonat    oder     Kupferpulver,    mit       2-(N-Methyl-piperidyl-2')-1-chlor-äthan    der     Formel          III    bei Zimmertemperatur oder bei erhöhter Tempe  ratur umgesetzt wird. Nach beendeter     Umsetzung     gewinnt man das Reaktionsprodukt durch entspre  chende Aufarbeitung des     Reaktionsgemisches    und  Destillation im Vakuum.

   Die weitere Reinigung kann  durch Überführung in ein geeignetes     Salz    und Rück  gewinnung der freien Base erfolgen.  



  Im Hauptpatent wird die Herstellung von     Di-          phenylaminen    beschrieben, die gegebenenfalls an  einem oder beiden     Phenyl-Resten    einen einwertigen  schwefelfreien     Substituenten    tragen. Diese Verbin  dungen besitzen     spasmolytische    Wirkung; ferner die  nen sie als Zwischenprodukte für die Herstellung von  narkotisch,     analgetisch    und hypnotisch wirksamen  Pharmaka.  



  Die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen  besitzen demgegenüber in     m-Stellung    eines     Phenyl-          restes    einen schwefelhaltigen     Substituenten    in Form  einer     Alkylmercapto-Gruppe.     



  Sie sind bei Zimmertemperatur flüssig und bilden  mit Säuren beständige, kristallisierte Salze. Sie be  sitzen bemerkenswerte     antimykotische    Eigenschaften  und sollen deshalb als     Fungicide    in der Therapie Ver  wendung     finden.        Ferner    dienen sie als Zwischenpro  dukte für die Synthese von therapeutisch wirksamen  Verbindungen. Sie     liefern    z. B. beim Behandeln mit  elementarem Schwefel in Gegenwart oder bei Ab  wesenheit eines Katalysators, wie Jod, oder mit       Schwefeldihalogeniden        Phenothiazin-Derivate    mit  wertvollen therapeutischen Eigenschaften, wie z. B.

    Potenzierung des Effektes narkotisch, hypnotisch und       analgetisch    wirkender Pharmaka. Letztere Stoffe  eignen     sich    deshalb zur Narkose-Vorbereitung, kön-           nen    aber ausserdem auch bei allergischen Erkrankun  gen sowie als     Spasmolytika    oder als     Neuroplegika    in  der Therapie verwendet werden.  



  <I>Beispiel 1</I>       N-[m-Methylmercapto-phenyl]-N-[2-(N'-methyl-          piperidyl-2')-äthyl-1        ]-anilin     Man kondensiert     m-Methylmercapto-anilin        (Sdp.     163-165 116 mm     Hg)    mit dem     Kaliumsalz    der       o-Chlor-benzoesäure    und     decarboxyliert    die entstan  dene     N-(m-Methylmercapto-phenyl)-anthranilsäure          (Smp.    139-l41 ) durch Erhitzen und anschliessende  Destillation zum     N-(m-Methylmercapto-phenyl)-anilin          (Smp.        59-610)

  .     



  15 g     N-(m-Methylmercapto-phenyl)-anilin    wer  den in 75     cm3        abs.        Xylol    gelöst, mit 3,26 g fein  pulverisiertem     Natriumamid    versetzt und während  2 Stunden bei einer     Badtemperatur    von 180  zum  Sieden am     Rückfluss    erhitzt. Darauf lässt man, ohne  das Erhitzen zu unterbrechen, innerhalb von     11/2    Std.

    12,7 g     2-(N-Methyl-piperidyl-2')-1-chlor-äthan        (Sdp.          840j10    mm     Hg)    gelöst in 12     cm3        abs.        Xylol        zutropfen     und erhitzt, ohne das Rühren zu unterbrechen, das  Gemisch während weiterer 3 Std. zum Sieden. Als  dann wird abgekühlt und das überschüssige     Natrium-          amid    durch Zusatz von 5 g     Ammoniumchlorid    zer  setzt.

   Die dreimal mit je 25     cm3    Wasser gewaschene       Xylollösung    wird einmal mit 30     cm3,    dann dreimal  mit je 10     cm3    3n Essigsäure ausgezogen. Man schüt  telt die vereinigten     Essigsäureauszüge    mit 50     em3     Äther aus und macht sie mit 16     cm3        konz.    Natron  lauge     phenolphthalein-alkalisch.    Die Lösung der aus  geschiedenen öligen Base in 100     em3    Benzol wird mit  30     cm3    Wasser ausgeschüttelt, über Pottasche ge  trocknet, filtriert und unter vermindertem Druck ein  gedampft.

   Der Rückstand wird im Hochvakuum  destilliert, wobei die unter 0,01 mm     Hg    bei 215 bis  218  übergehende Hauptfraktion aufgefangen wird.  Das analysenreine     N-[m-Methylmercapto-phenyl]-N-          [2-(N'-methyl-piperidyl-2')-äthyl-1]-anilin    hat den  Siedepunkt 216  bei 0,01 mm     Hg.       <I>Beispiel 2</I>       N-[m-Äthylmercapto-phercyl]-N-[2-(N'-metiayl-          piperidyl-2')-äthyl-1        ]-anhin       Man kondensiert     m-Äthylmercapto-anilin        (Sdp.          147-152 ,110    mm     Hg)

      mit dem     Kaliumsalz    der       o-Chlor-benzoesäure    und     decarboxyliert    die entstan  dene     N-(m-Äthylmercapto-phenyl)-anthranilsäure          (Smp.        114-116 )    durch Erhitzen und anschliessende  Destillation zum     N-(m-Äthylmercapto-phenyl)-anilin          (Sdp.    140  bei 0,007 mm     Hg).     



  20,12 g     N-(m-Äthylmercapto-phenyl)-anilin    wer  den in 90     cm3        abs.        Xylol    gelöst, mit 4,10 g fein  pulverisiertem     Natriumamid    versetzt und während  2 Stunden bei einer     Badtemperatur    von 180  zum  Sieden am     Rückfluss    erhitzt. Darauf lässt man ohne  das Erhitzen zu unterbrechen innerhalb von<B>1</B>1/2 Std.

    15,9 g     2-(N-Methyl-piperidyl-2')-1-chlor-äthan        (Sdp.       84  bei 10 mm     Hg)    gelöst in 15     cm3        abs.        Xylol    zu  tropfen und erhitzt ohne das Rühren zu unterbrechen  das Gemisch während weiterer 3 Std. zum Sieden.  Alsdann wird abgekühlt, und das überschüssige       Natriumamid    durch Zusatz von 5,0 g     Arnmonium-          chlorid    zersetzt.

   Die dreimal mit je 30     cm3    Wasser  gewaschene     Xylollösung    wird einmal mit 40     cm3,     dann dreimal mit je 15     cm-3    3n Essigsäure ausge  zogen. Man schüttelt die vereinigten     Essigsäureaus-          züge    mit 50     cm3    Äther aus und macht sie mit 25     em3          konz.    Natronlauge     phenolphthalein-alkalisch.    Die Lö  sung der ausgeschiedenen öligen Base in 110 cm-'  Benzol wird mit 30     cm3    Wasser ausgeschüttelt, über  Pottasche getrocknet, filtriert und unter verminder  tem Druck eingedampft.

   Der Rückstand wird im  Hochvakuum destilliert, wobei die unter 0,005 mm       Hg    bei 205-207  übergehende Hauptfraktion aufge  fangen wird. Das analysenreine     N-[m-Äthylmercapto-          phenyl]        -N-[2-(N'-methyl-piperidyl-2')-äthyl-1        ]-anilin     hat den     Sdp.    206  bei 0,005 mm     H1-1.       <I>Beispiel 3</I>         N-[m-lsopropylmereapto-phenyl]-N-[2-(N'-ntethyl-          piperidyl-2')-äthyl-]]-anhin       Man reduziert     m-Isopropylmercapto-nitrobenzol          (Sdp.    148-150  bei 11 mm     Hg)

      mit     Stannochlorid     oder Eisenspänen und Salzsäure zu     m-Isopropyl-          mercapto-anilin        (Sdp.    142-144  bei 10 mm     Hg),     das mit     o-chlorbenzoesaurem    Kalium zur     N-(m-Iso-          propylmercapto-phenyl)-anthranilsäure        (Smp.    114 bis  116 ) kondensiert wird.

   Diese Verbindung wird durch  Erhitzen und anschliessende Destillation zum     N-(m-          Isopropylmercapto-phenyl)-anilin        (Sdp.    143  bei  0,005 mm     Hg)        decarboxyliert.     



  30,0 g     N-(m-Isopropylmercapto-phenyl)-anilin     werden in 135     cm-3        abs.        Xylol    gelöst, mit 5,77 g fein  pulverisiertem     Natriumamid    versetzt und während  2 Std. bei einer     Badtemperatur    von 180  zum Sieden  am     Rückfluss    erhitzt.

   Darauf lässt man, ohne das Er  hitzen zu unterbrechen, innerhalb von<B>11</B>     .Std.     22,4 g     2-(N-Methyl-piperidyl-2')-1-chlor-äthan        (Sdp.     84  bei 10 mm     Hg)    gelöst in 25     cm3        abs.        Xylol          zutropfen    und erhitzt, ohne das Rühren zu unter  brechen, das Gemisch während weiterer 3 Std. zum  Sieden. Alsdann wird abgekühlt und das überschüs  sige     Natriumamid    durch Zusatz von 10 g     Ammo-          niumchlorid    zersetzt.

   Die dreimal mit je 50     cm3    Was  ser gewaschene     Xylollösung    wird einmal mit 60 cm;,  dann dreimal mit je 20     cm3    3n Essigsäure ausge  zogen. Man schüttelt die vereinigten     Essigsäureaus-          züge    mit 100     cm-3    Äther aus und macht sie mit  30     cm3        konz.    Natronlauge     phenolphthalein-alkalisch.     Die Lösung der ausgeschiedenen öligen Base in  200     cm3    Benzol wird mit 60     cmz    Wasser ausgeschüt  telt, über Pottasche getrocknet, filtriert und unter ver  mindertem Druck eingedampft.

   Der Rückstand wird  im Hochvakuum destilliert, wobei die unter  0,005 mm     Hg    bei 203-205  übergehende Haupt  fraktion aufgefangen wird. Das analysenreine N-[m-           Isopropylmercapto-phenyl]-N-[2-(N'-methyl-piperidyl-          2')-äthyl-1        ]-anilin    hat den     Sdp.    204  bei 0,005 mm     Hg.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Diphenylaminen der Formel EMI0003.0007 worin R1 eine Alkylmercapto-Gruppe bedeutet, da durch gekennzeichnet, dass man ein sekundäres Amin der Formel EMI0003.0010 mit 2-(N-Methyl-piperidyl-2')-1-chlor-äthan der For mel EMI0003.0012 kondensiert UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man N-(m-Methylmercapto-phenyl)- anilin mit 2-(N-Methyl-piperidyl-2')-1-chlor-äthan kondensiert.
CH343397D 1954-09-28 1956-02-13 Verfahren zur Herstellung von Diphenylaminen CH343397A (de)

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