CH344412A - Verfahren zur Herstellung von Trichlormethylsulfensäureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Trichlormethylsulfensäureestern

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CH344412A
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hydroxylamine
sep
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Engelbert Dr Kuehle
Richard Dr Wegler
Ferdinand Dr Grewe
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Bayer Ag
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  Verfahren zur Herstellung von     Trichlormethylsulfensäureestern       Bei der Umsetzung von     cyclischen        Säureanhydri-          den    mit     Hydroxylamin    erhält man Verbindungen,  welche wahrscheinlich eine     Oximidstruktur    A auf  weisen.

   Als Beispiele für solche     Anhydride    seien  genannt:     Phthalsäure-,        Tetrahydrophthalsäure-,        Endo-          methylentetrahydrophthalsäure-,        Hexahydrophthal-          säure-,    2 -Chlor -     phthalsäure-,        Nitrophthalsäure-,          Naphthalsäure-,        Thiodiglykolsäure-,        Bernsteinsäure-          Dimethylmaleinsäureanhydrid,        2,

  3-Pyridindicarbon-          säure-    und     Kampfersäure-anhydrid.    Andere Möglich  keiten des Aufbaues derartiger Verbindungen sind  zum Beispiel in den Formeln B und C wiedergegeben:  
EMI0001.0023     
    Entsprechende Verbindungen werden auch unter  Anwendung der     Dicarbonsäuren    selbst oder ihrer       Diester    oder     Dihalogenide    erhalten.  



  Die     cyclischen    Verbindungen, wie sie bei der       Umsetzung    von     cyclischen        Säureanhydriden    mit       Hydroxylamin    erhalten werden, lassen sich, wie gefun  den wurde, mit     Trichlormethylsulfenchlorid    zu     Sulfen-          säureestern    umsetzen.

   Die Umsetzung kann entweder  durch Reaktion eines Alkali- oder     Erdalkalisalzes     oder andern Salzes der betreffenden     cyclischen    Ver  bindung in     nichtwässriger    oder wässriger Lösung oder  Suspension bzw. unter Zusatz von Netzmitteln mit  dem     Perchlormethylmercaptan    erfolgen. Die Reaktion  kann aber auch unter Ausschluss von Wasser oder in  Wasser in     Gegenwart    tertiärer Basen durchgeführt  werden.

   In wässriger Lösung können ferner andere  schwach basische     Verbindungen,    wie zum Beispiel       Natriumbicarbonat,        Natriumacetat    oder     Alkaliborate     bzw.     -phosphate,    zur     Pufferung    benutzt werden. Die  Wahl der Lösungsmittel hängt in weitem Masse von  der Löslichkeit der Salze der angewandten     cycli-          schen        Ausgangsverbindung    ab. An folgendem Reak  tionsschema sei das Verfahren erläutert:  
EMI0001.0049     
    Die erfindungsgemäss erhaltenen Verbindungen  waren bisher nicht bekannt.

   Sie eignen sich für die    verschiedensten Zwecke, zum Beispiel in der Kau  tschukindustrie, im Pflanzenschutz usw. Besonders      hervorzuheben ist die     fungizide    Eigenschaft dieser  Stoffe. Schliesslich können die erfindungsgemäss erhal  tenen Verbindungen als Zwischenprodukte für wei  tere Synthesen Verwendung finden.  



  <I>Beispiel 1</I>  Man erhitzt das Reaktionsgemisch von 40,2 g des  Na-Salzes der aus     3,6-Endomethylen-44-tetrahydro-          phthalsäureanhydrid    und     Hydroxylamin        erhältlichen     Verbindung und 37,2.g     Perchlormethylmercaptan     3 Stunden lang in 250 ml siedendem Benzol und saugt  anschliessend heiss vom Kochsalz ab. Das Filtrat wird  i. V. eingeengt und der Rückstand mit     Petroläther     versetzt; hierbei scheidet sich ein allmählich kristal  lisierendes Öl ab. Man saugt ab und wäscht mit  Methanol nach. Die     Trichlormethylsulfenverbindung     schmilzt bei 134  (Z.).

    
EMI0002.0009     
  
    C1oH803NSC13 <SEP> (328,5)
<tb>  Berechnet: <SEP> N: <SEP> 4,26 <SEP> % <SEP> S: <SEP> 9,75 <SEP> 0/n
<tb>  Gefunden: <SEP> N: <SEP> 4,25 <SEP> % <SEP> S: <SEP> 9,75 <SEP> %       <I>Beispiel 2</I>  In einem mit     Rührer,        Rückflusskühler    und Tropf  trichter versehenen     500-ml-Dreihalskolben    legt man  eine Suspension von 43 gdes     Na-Salzes    der aus     Phthal-          säureanhydrid    und     Hydroxylamin    erhältlichen Ver  bindung in 150     ml    absolutem Benzol vor.

   In der  Siedehitze lässt man langsam 40g     Perchlormethyl-          mercaptan        zutropfen    und erhitzt die Reaktionslösung  so lange nach, bis die rote Farbe ganz verschwunden  ist, was etwa     1/s    Stunde erfordert. Man saugt heiss  vom Kochsalz ab und gewinnt aus dem     Filtrat    neben  nicht umgesetztem     Perchlormethylmercaptan    die     Tri-          chlormethylsulfenverbindung    vom     Fp:    179  (aus  Essigester).

    
EMI0002.0027     
  
    CqH,,03NSC13 <SEP> (312,5)
<tb>  Berechnet: <SEP> N: <SEP> 4,481/o <SEP> S: <SEP> 10,24 <SEP> %
<tb>  Gefunden: <SEP> N: <SEP> 5,15 <SEP> % <SEP> S: <SEP> <B>11,31</B> <SEP> 0/0       <I>Beispiel 3</I>  Man erhitzt das Gemisch von 44 g des Na-Salzes  der aus     44-Tetrahydrophthalsäureanhydrid    und       Hydroxylamin        erhältlichen    Verbindung und 30 g     Per-          chlormethylmercaptan    1 Stunde lang in 150 ml Ben  zol zum Sieden, saugt heiss vom Kochsalz ab und engt  das Filtrat i. V. ein. Das Umsetzungsprodukt bleibt  als öliger Rückstand     zurück,    der durch     geringe    Men  gen an Ausgangsverbindung verunreinigt ist.  



  <I>Beispiel 4</I>  224 g des Na-Salzes der aus Bernsteinsäure  anhydrid und     Hydroxylamin        erhältlichen    Verbindung  werden in 80     ml    siedendem Benzol suspendiert und  tropfenweise mit 37,2 g     Perchlormethylmercaptan     versetzt. Man rührt das Reaktionsgemisch     1/,4    Stunde  lang nach und saugt heiss vom Kochsalz ab. Man engt  das" Filtrat     im    Vakuum ein und kristallisiert den    Rückstand aus Essigester um. Hierbei erhält man die       Trichlormethylsulfenverbindung    vom     Fp.    147  (Z.).

    <I>Beispiel 5</I>  Man suspendiert 48 g des Na-Salzes der aus       Hexahydrophthalsäureanhydrid-    und     Hydroxylamin          erhältlichen    Verbindung in 200     ml    siedendem Benzol  und tropft innerhalb von     3/.1    Stunden 40 g     Perchlor-          methylmercaptan    in die Reaktionslösung ein. Nach  kurzem     Nachrühren    versetzt man kalt mit Wasser,  trennt die     benzolische    Schicht ab und engt sie nach  dem Trocknen über     NazS04    ein.

   Hierbei     hinterbleibt     die     Trichlormethylsulfenverbindung    als öliger Rück  stand.  



  <I>Beispiel 6</I>  135 g des Na-Salzes der aus     Naphthalsäure-          anhydrid    und     Hydroxylamin    erhältlichen Verbindung  werden in 100     ml    Benzol verrührt und in .der Siede  hitze langsam mit 10 g     Perchlormethylmercaptan     versetzt. Man rührt     1/2    Stunde lang nach und saugt  heiss vom Kochsalz ab. Das Filtrat wird im Vakuum  eingeengt. Hierbei bleibt die     Trichlormethylsulfen-          verbindung    zurück.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Trichlormethyl- sulfensäureestern, dadurch gekennzeichnet, dass man cyclische Verbindungen, wie sie bei der Umsetzung von cyclischen Säureanhydriden mit Hydroxylamin erhalten werden, oder von Salzen dieser Verbindun gen, mit Perchlo.rmethylmercaptan umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Natriumsalz der durch Umsetzung von 3,6-Endomethylen-44-tetrahydro- phthalsäureanhydrid mit Hydroxylamin erhältlichen Verbindung mit Perchlormethylmereaptan umsetzt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Natriumsalz der durch Umsetzung von Phthalsäureanhydrid mit Hydroxyl- amin erhältlichen Verbindung mit Perchlormethyl- mercaptan umsetzt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Natriumsalz der durch Umsetzung von 44 - Tetrahydrophthalsäureanhydrid mit Hydroxylamin erhältlichen Verbindung mit Per- chlormethylmercaptan umsetzt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Natriumsalz der durch Umsetzung von Hexahydrophthalsäureanhydrid mit Hydroxylamin erhältlichen Verbindung mit Perchlor- methylmercaptan umsetzt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Natriumsalz der durch Umsetzung von Naphthalsäureanhydrid mit Hydroxyl- amin erhältlichen Verbindung mit Perchlormethyl- mercaptan umsetzt.
CH344412D 1955-01-15 1955-12-20 Verfahren zur Herstellung von Trichlormethylsulfensäureestern CH344412A (de)

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