Brennkraftmaschinenanlage für Fahrzeuge Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschinen- anlage für Fahrzeuge mit einer die Leistung der Brennkraftmaschinen übertragenden Vorrichtung und mit einer derart auf letztere einwirkenden Dreh momenteinstellvorrichtung, dass bei sinkender Dreh zahl der Brennkraftmaschine das Drehmoment ver kleinert wird und umgekehrt.
Es ist bekannt, bei Kraftübertragung auf elektri schem Wege die Drehmomenteinstellvorrichtung auf die Erregung des mit der Brennkraftmaschine gekup- pelten Generators einwirken zu lassen, beispielsweise durch Zu- oder Abschalten von Widerstand im Er regerstromkreis. Erfolgt die Kraftübertragung auf hydraulischem Wege, so kann die Einstellung des Drehmomentes durch Beeinflussung der Primär- und/oder der Sekundärseite des hydraulischen Ge triebes vorgenommen werden, z. B. durch Verstellen der Schaufeln. In der Regel ist hierbei die Brenn stoffzufuhr durch einen einstellbaren Geschwindig keitsregler geregelt.
Die Charakteristik solcher Steuerungen bringt es mit sich, dass im Leerlaufbetrieb der Brennkraft- maschine die Drehmomenteinstellvorrichtung selbst tätig auf grösstes Drehmoment gebracht wird und in dieser Einstellung verharrt, bis der Fahrzeugführer eine Beschleunigung einleitet, was wieder eine all mähliche Verminderung des Drehmomentes herbei führt.
Der Anlauf der Brennkraftmaschine erfolgt also mit maximaler Drehmomenteinstellung; dies ergibt aber eine nur langsame Drehzahlerhöhung der Brenn- kraftmaschine. Diese Erscheinung wirkt sich überall dort nachteilig aus, wo es auf eine rasche Beschleu nigung des Fahrzeuges aus dem Leerlaufbetrieb an kommt, z. B. bei Lokomotiven für Rangierbetrieb und bei Schleppschiffen.
Hinzu kommt bei aufgela denen Brennkraftmaschinen mit aus Abgasturbine und Verdichter bestehenden Ladegruppen, dass infolge Trägheit der Ladegruppe eine beträchtliche Verzöge rung entsteht zwischen dem vom Motor bei einer bestimmten Drehzahl verlangten und dem vom Ver dichter erreichten Ladedruck, was eine entsprechende Begrenzung der Brennstoffzufuhr bedingt, um eine Überlastung der Brennkraftmaschine zu verhindern. Ein langsamer Drehzahlanstieg verunmöglicht also, dass rasch eine hohe Leistung der Brennkraftmaschine erzielt werden kann.
Die Erfindung erlaubt, die geschilderten Nach teile weitgehend auszuschalten. Sie ist gekennzeichnet durch eine vorübergehend auf die Drehmomentein- stellvorrichtung einwirkende Umschaltvorrichtung, die für Beschleunigung der Brennkraftmaschine aus Leer laufbetrieb ein gegenüber dem von der Drehmoment einstellvorrichtung eingestellten Drehmoment vermin dertes Drehmoment einstellt und im Leerlauf selbst tätig beim Zurücknehmen eines den Lauf der Anlage beeinflussenden Einstellorgans auf seine Nullstellung in Funktion tritt.
Für eine Beschleunigung der Brenn- kraftmaschine aus dem Leerlaufbetrieb erfolgt dann der Anlauf mit verminderter Drehmomenteinstellung, vorzugsweise mit der kleinstmöglichen Einstellung was eine rasche Drehzahlsteigerung zur Folge hat.
Die Umschaltvorrichtung kann vorteilhaft so aus gebildet sein, dass sie bei Verstellen einer Drehzahl Last-Einstellvorrichtung der Brennkraftmaschine un ter einen einstellbaren Betriebspunkt in Funktion tritt. Solange der Hauptgenerator bei elektrischer Kraftübertragung mit dem Triebmotor in Verbindung steht, darf die Umschaltvorrichtung zur Vermeidung von Gleichgewichtsstörungen nicht in Funktion tre ten.
Die Brennkraftmaschine wird aber in der Regel auch im Leerlaufbetrieb verschiedene Hilfsanlagen wie Umwälzpumpen, Kühlventilatoren, Druckluft kompressoren usw. anzutreiben haben, deren gesam ter Leistungsbedarf je nach Anlage und Einsatzart des Fahrzeuges grossen Schwankungen unterworfen sein kann.
Die Einstellbarkeit desjenigen Betriebs punktes, bei welchem die Umschaltvorrichtung in Funktion tritt, ermöglicht eine weitgehende Anpas sung an vorhandene Betricbsverhälfnisse. Zweck mässig kann auch eine Sperrvorrichtung vorgesehen sein, welche ein Betätigen der Umschaltvorrichtung vor Abschalten des Triebmotors bzw. der Triebmoto ren von der Leistungsübertragungsvorrichtung ver hindert.
Bei einer Brennkraftmaschinenanlage, bei welcher die Drehmomenteinstellvorrichtung in Abhängigkeit der von einem Geschwindigkeitsregler geregelten Brennstoffzufuhr beeinflusst wird, können ferner vor teilhaft Begrenzungsmittel vorhanden sein, mit deren Hilfe der Einfluss der Brennstoffzufuhr auf die Drehmomenteinstellvorrichtung bei Unterschreiten eines einstellbaren Wertes der Brennstoffzufuhr aus geschaltet wird.
Eine solche Anordnung kann ver hindern, dass bei übergang aus Fahrbetrieb in Leer laufbetrieb zeitlich vor der Einwirkung der Um schaltvorrichtung die Drehmomenteinstellvorrichtung in eine Stellung entsprechend grösstem Drehmoment gebracht wird. Die Umschaltvorrichtung tritt dann bereits bei einer Zwischenlage der Drehmomentein- stellvorrichtung in Funktion.
Bei einer Brennkraftmaschinenanlage, bei welcher der Geschwindigkeitsregler auf unterschiedliche Dreh zahlen einstellbar ist und bei welcher der Geschwin digkeitsregler auf den Steuerschieber eines die Brenn stoffzufuhr einstellenden Servomotors einwirkt, kann hierbei vorteilhaft die Bewegung des Kolbens dieses Servomotors mit Hilfe eines Gestänges auf die Dreh momenteinstellvorrichtung übertragen werden, und die Begrenzungsmittel können einen Teil des Gestän ges bildendes, nachgiebiges Glied und ferner einen der Bewegung des zwischen nachgiebigem Glied und Drehmomenteinstellvorrichtung befindlichen Ge- stängeteils begrenzenden,
einstellbaren Anschlag auf weisen.
Eine Brennkraftmaschinenanlage mit einer Dreh zahleinstellvorrichtung, welche mit dem Steuerschie ber eines Servomotors verbunden ist, dessen Kolben über eine Druckfeder eine der eingestellten Drehzahl entsprechende Kraft auf die Muffe eines Fliehkraft reglers ausübt, kann zweckmässig so ausgestaltet sein, dass die beim Zurücknehmen der Drehzahleinstellvor- richtung erfolgende Bewegung des Servomotorkolbens durch einen einstellbaren Anschlag begrenzt ist, dass ferner der Servomotorkolben über einen Rückführ- hebel mit seinem Steuerschieber verbunden ist,
und dass schliesslich die Umschaltvorrichtung durch die jenige Bewegung des Rückführhebels betätigt wird, die der Hebel nach erfolgtem Anschlag des Servo- motorkolbens bei weiterer Verstellung der Drehzahl- einstellvorrichtung im Sinne einer Drehzahlvermin derung ausübt.
Schliesslich empfiehlt sich die Anordnung von Mitteln, mit deren Hilfe aus jeder Stellung der Dreh- zahleinstellvorrichtung eine sofortige Verminderung des eingestellten Drehmomentes herbeigeführt werden kann, zum Beispiel wenn eine rasche Entlastung der Triebmotoren einer Lokomotive infolge Gleitens der Triebräder nötig sein sollte. Die genannten Mittel können vorteilhaft als Elektromagnet ausgebildet sein, welcher auf den Steuerschieber eines Servomotors einwirkt, mit dessen Hilfe das Drehmoment einge stellt werden kann.
Die Erfindung ist nachstehend anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Kol- ben-Brennkraftmaschinenanlage in der Ansicht und in einem Teilschnitt durch die Regel- und Steuerungs organe, Fig. 2 eine graphische Darstellung des zeitlichen Verlaufes von Drehzahl, Drehmomenteinstellung und Leistung während einer Beschleunigung der Brenn- kraftmaschine aus Leerlaufbetrieb,
und zwar sowohl für eine erfindungsgemäss ausgestaltete Anlage wie für eine solche ohne auf den Drehmomentwandler einwirkende Umschaltvorrichtung. Die in der Fig. 1 dargestellte Anlage dient zum Antrieb einer Lokomotive und besitzt eine Kolben- Brennkraftmaschine 1, welche den Hauptgenerator 2 und den Hilfsgenerator 3 antreibt und mit dem Hauptgenerator auf einem Rahmen 4 gelagert ist. Der Hauptgenerator 2 liefert den Strom für die nicht gezeichneten Triebmotoren der Lokomotive.
Die ein gespritzte Brennstoffmenge regelt der von der Brenn- kraftmaschine 1 über die Welle 5 angetriebene Ge schwindigkeitsregler 6, der von seiner Muffe 7 aus über den Hebel 8 den Steuerschieber 9, den Servo- motorkolben 10 sowie über das Gestänge 11 die Regelstange 12 der Brennstoffpumpen 13 verstellt. Der Servomotorkolben 10 ist durch die Feder 14 belastet. Als Arbeitsmittel für die Servoeinrichtung 9, 10 dient ein Druckmittel - z. B. Drucköl-, das dem Steuerschieber 9 durch die Leitung 15 mit konstan tem Druck zugeführt werden kann.
Der Servomotor kolben 10 ist über die als Rückführhebel wirkende Verlängerung des Hebels 8 mit dem Steuerschieber 9 verbunden.
Bei sinkender Drehzahl bewegt sich die Muffe 7 des Geschwindigkeitsreglers 6 nach unten. Hierdurch wird der Steuerschieber durch den Hebel 8 nach unten verschoben, womit Druckmittel aus der Leitung 15 in den unterhalb des Kolbens 10 befindlichen Raum zufliessen und Druckmittel aus dem oberhalb des Kolbens liegenden Raum abfliessen kann. Dies be wirkt eine Bewegung des Kolbens 10 nach oben und eine Bewegung der Regelstange 12 nach links, was eine Vergrösserung der Brennstoffzufuhr zur Folge hat. Umgekehrt bewirkt ein Ansteigen der Drehzahl auf entsprechende Weise eine Verminderung der Brennstoffzufuhr.
Zur Drehzahleinstellung dient das vom Lokomo tivführer bediente Steuerorgan 16, das an die Druck- luftleitung 17 angeschlossen ist. Die Leitung 17 steht über ein im Innern des Steuerorgans 16 befindliches Druckreduzierventil mit der Leitung 18 in Verbin dung. Das Druckreduzierventil kann mit Hilfe des Handrades 19 so verstellt werden, dass der konstant gehaltene Luftdruck in der Leitung 17 auf jeden be liebigen Druck in der Leitung 18 reduziert werden kann. Insbesondere herrscht bei Einstellung des Handrades auf maximale Drehzahl in der Leitung 18 der höchste Druck, während bei Einstellung auf Leerlauf in der Leitung 18 Atmosphärendruck vor handen ist.
Der Druck in der Leitung 18 wirkt auf die durch die Feder 20 belastete Membran 21 im Innern des Servomotors 22. Die Bewegung der Mem bran 21 wird durch die Stange 23 und den Hebel 24 auf den Steuerschieber 25 übertragen, der den Raum über dem Servomotorkolben 26 mit der Druckmittel leitung 27 oder mit der Atmosphäre verbinden kann. Die Bewegung des Kolbens 26 wird zwecks Rück führung des Schiebers 25 über den Hebel 24 auf den Schieber 25 übertragen. Die Lage des Servo- motorkolbens 26 bestimmt die Grösse der Kraft der auf die Muffe 7 des Geschwindigkeitsreglers 6 wir kenden Regulatorfeder 28. Zur Drehzahlerhöhung wird das Handrad so verstellt, dass in der Leitung 18 sich ein höherer Druck einstellt.
Hierdurch bewegt sich die Membran 21 nach oben, desgleichen der Steuerschieber 25, womit Druckmittel in den über dem Kolben 26 liegenden Raum nachfliesst und den Kolben nach unten verschiebt. Dies erhöht den Druck der auf die Muffe 7 des Geschwindigkeits reglers durch die Feder 28 ausgeübten Kraft. Eine Drehzahlverminderung erfolgt auf entsprechend um gekehrte Weise.
Der zur Leistungsübertragung dienende Haupt generator 2 wird durch den Hilfsgenerator 3 erregt. Im Erregerstromkreis 29, 30 ist der elektrische Feld widerstand 31 angeordnet. Durch Verstellen des Kon taktbügels 32 zwischen Kurzschlussstellung und Stel lung mit grösstem Widerstand kann die Feldstärke des Hauptgenerators verändert und damit das von die sem aufgenommene Drehmoment variiert werden. Die Kurzschlussstellung des Kontaktbügels 32 entspricht der Maximal-Drehmomenteinstellung, während in der entgegengesetzten Endlage des Kontaktbügels 32 der Generator auf kleinstes Drehmoment eingestellt ist. Der Kontaktbügel 32 kann mit Hilfe des aus Dreh kolben 33 und Steuerschieber 34 bestehenden Servo motors verstellt werden.
Der Steuerschieber 34 regu liert den Zufluss bzw. Abfluss des ihm aus der Lei tung 35 zugeführten Druckmittels in die beidseitig des Drehkolbens 33 befindlichen Räume bzw. aus diesen Räumen in eine nicht gezeichnete Sammel- leitung. Beim Anheben des Steuerschiebers 34 fliesst Druckmittel durch die Leitung 36 in den mit ihm verbundenen Raum auf der einen Seite des Drehkol bens 33, während Druckmittel aus dem andern Raum durch die Leitung 37 abfliesst.
Hierbei bewegt sich der Drehkolben 33 im Gegenuhrzeigersinn, was eine Verminderung des Feldwiderstandes und damit eine Vergrösserung des Drehmomentes herbeiführt. Um gekehrt bewirkt ein Verschieben des Steuerschiebers 34 nach unten eine Verminderung des Drehmomentes.
Der Steuerschieber 34 ist über das Gestänge 38, 39, 40, 41 mit dem Servomotorkolben 10 und damit mit der auf die Brennstoffpumpen einwirkenden Re gelstange 12 verbunden. Ein Anheben des Servo- motorkolbens 10 bei sinkender Drehzahl der Brenn- kraftmaschine bewirkt über das Gestänge 41, 40, 39, 38 ein Absenken des Steuerschiebers 34 und damit eine Verkleinerung des eingestellten Drehmomentes.
Umgekehrt löst eine Drehzahlerhöhung der Brenn- kraftmaschine eine Verminderung der Brennstoff zufuhr - das heisst eine Abwärtsbewegung des Servomotorkolbens 10 - aus und damit eine Ver grösserung des eingestellten Drehmomentes durch ent sprechende Verstellung des Feldwiderstandes. Zwi schen den Gestängeteilen 39 und 40 ist ein als Zug feder 42 ausgebildetes nachgiebiges Glied angeord net. Die einander zugekehrten Enden der Gestänge teile 39 und 40 sind im festen Lager 43 schwenkbar gelagert. Der Hebel 39 besitzt eine mit der fest an geordneten, einstellbaren Anschlagschraube 44 zu sammenarbeitende Anschlagfläche 45.
Solange der Gestängeteil 39 nicht an der Anschlagschraube 44 anstösst, wirken die Teile 39 und 40 als im Dreh punkt 43 gelagerter Hebel. Durch die einstellbare Anschlagschraube 44 kann die kraftschlüssige Ver bindung unterhalb einer bestimmten, beispielsweise durch den Zeiger 46 angezeigten Brennstoffzufuhr unterbrochen werden. Mit dem Steuerschieber 34 ist auch die Drehzahleinstellvorrichtung 16, 25, 26 ver bunden. Der Hebel 24 besitzt eine Verlängerung 24', an welchem die Stange 47 angelenkt ist. Diese steht über den im Drehpunkt 48 gelagerten Hebel 49 und über die Stange 55 mit dem Steuerschieber 34 in Verbindung.
Die Stellung des Handrades 19 wird durch den Zeiger 52 veranschaulicht, der sich beim Drehen des Handrades längs der Skala 51 bewegt. Die Stellung 10 entspreche einer Einstellung auf maximale Dreh zahl und damit - weil jeder Drehzahl eine ganz bestimmte Leistung zugeordnet ist - auch einer Ein stellung auf maximale Leistung. In Stellung Null ist der Druck in der Leitung 18 vollständig entlastet und die Triebmotoren vom Hauptgenerator abgeschaltet. Die elektrischen Antriebsmotoren der Hilfsanlagen wie Kühlwasser, Umwälzpumpe, Druckluftkompres- soren usw. werden dann vom Hilfsgenerator gespeist.
Durch die Bewegung des Handrades 19 im Sinn einer Verstellung des Zeigers von Null auf 1 werden durch nicht gezeichnete Steuerorgane die Triebmoto ren eingeschaltet, desgleichen die Erregung des Hauptgenerators, während das Druckreduzierventil im Innern des Steuerorgans 16 so weit geöffnet wird, dass der Druck in der Leitung 18 auf einen bestimm ten Anfangsdruck steigt. Bei Weiterdrehung des Handrades bewegt sich der Zeiger 52 gegen die Stel lung 10 auf der Skala 51. Die obere Endlage des Servomotorkolbens 26 der Drehzahl und Laststeuereinrichtung kann mit Hilfe der verstellbaren Anschlagschraube 50 verän dert werden.
Die Drehzahleinstellvorrichtung 16, 25, 26 ist nun so einreguliert, dass kurz vor Abschalten der Triebmotoren vom Hauptgenerator - das heisst bei etwa auf Stellung 1 befindlichem Zeiger 52 - die Membran unter dem erwähnten Anfangsdruck in der Leitung 18 steht, während der Servomotorkolben 26 an der Anschlagschraube 50 anstösst. Die Wirkungs weise der geschilderten Einrichtung ist dann folgende: Es sei angenommen, dass die Brennkraftmaschine mit Vollast arbeite und dass sich alle Regelorgane im Gleichgewicht befinden. Von diesem Zustand aus soll nun der Übergang in Leerlaufbetrieb verfolgt werden.
Hierzu dreht der Fahrzeugführer das Hand rad 19 im Sinne einer Drehzahlverminderung. Dies bewirkt ein Absinken des Luftdruckes in der Lei tung 18 und eine Bewegung des Schiebers 25 nach unten, womit der Servomotorkolben 26 sich nach oben gegen seine mit Hilfe der Schraube 50 einstell bare Leerlauflage bewegt.
Durch die Entlastung der Regulatorfeder 28 bewegt sich die Muffe 7 und der Steuerschieber 9 nach oben, was eine Abwärtsbewe gung des Servomotorkolbens 10 und damit eine Re duktion der Brennstoffzufuhr zur Folge hat. Über das Gestänge 41, 40, 39, 38, 55 wird der Steuerschieber 34 nach oben gezogen und deshalb der Feldwider stand gegen die Kurzschlussstellung gebracht, das heisst gegen maximale Drehmomenteinstellung.
Schliesslich stösst der Kolben 26 an der Anschlag schraube 50 an. Je nach Lage der Schraube erfolgt dies früher oder später, z. B. kurz bevor der Zeiger sich in Stellung 1 befindet oder aber bereits schon in einer vom Nullpunkt der Skala noch weiter entfernteren Stellung. In dem derart herbeigeführten Betriebs zustand kann sich ein weiteres Zurücknehmen des Handrades 19 nicht mehr auf den Drehzahlregler auswirken. Hingegen bewirkt ein weiteres Zurück nehmen eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung der Stange 23 und über das Gestänge 24, 24', 47, 49, 55 durch die damit verbundene Abwärtsbewegung des Schiebers 34 eine Verminderung des eingestellten Drehmomentes, das heisst, die Brennkraftmaschine wird entlastet.
Dies würde eine Drehzahlsteigerung einleiten; da aber die Fliehkraftgewichte des Reglers 6 auseinanderstreben, wird gleichzeitig über den Steuer schieber 9 und den Servomotorkolben 10 die Brenn stoffzufuhr reduziert, so dass sich ein neuer Gleich- gewichtszustand mit gleichbleibender Drehzahl, je doch verminderter Drehmomenteinstellung und ver minderter Brennstoffzufuhr einstellt.
Bis zum Ab schalten der Triebmotoren ergibt sich deshalb ein Arbeitsbereich, in welchem Laständerungen ohne Drehzahländerungen herbeigeführt werden können, und zwar durch Zurücknehmen der Handradstellung am Steuerorgan 16; dieser Arbeitsbereich zeichnet sich durch eine besonders für Rangierbetrieb vorteil hafte Feinregulierung aus. Ein weiteres Zurücknehmen der Handradstellung am Organ 16 entlastet schliesslich zum Beispiel bei Zeigerstellung A den Druck in der Leitung 18 voll ständig und schaltet die Triebmotoren vom Generator ab. Durch die Drucksenkung in der Leitung 18 be wegt sich die Membran 21 noch weiter nach unten.
Da der Servomotorkolben 26 sich nicht weiter nach oben bewegen kann, führt der Hebel 24, 24' eine Drehbewegung um den nunmehr festen Drehpunkt 53 aus, womit der Schieber 34 nach unten bewegt wird. Dies lässt den Kontaktbügel 32 sich gegen maximalen Widerstand bewegen, was eine Drehmomenteinstel- lung am Generator mit minimalem Drehmoment er gibt.
Die aus den Teilen 16, 21, 23, 24, 24', 47, 49 und 55 bestehende Einrichtung wirkt also als Um schaltvorrichtung, die im Leerlauf selbsttätig beim Zurücknehmen des Einstell- bzw. Steuerorgans auf seine Nullstellung in Funktion tritt und ein vermin dertes Drehmoment einstellt gegenüber dem von der Drehmomenteinstellvorrichtung 6, 8, 9, 10, 41, 40, 39, 38, 55 eingestellten Drehmoment.
Bei einer nach folgenden Beschleunigung der Brennkraftmaschinen- anlage ist eine rasche Beschleunigung von Brenn- kraftmaschine samt Ladegruppe gewährleistet, da der Anlauf nunmehr mit kleinster Drehmomenteinstellung erfolgt. Da der Druck in der Leitung 18 erst mit dem Abschalten der Triebmotoren entlastet wird, wirkt das Steuerorgan 16 als Sperrvorrichtung, welche ein Be tätigen der geschilderten Umschaltvorrichtung und da mit die Verminderung des eingestellten Drehmomentes im Leerlaufbetrieb erst nach Abschalten der Trieb motoren ermöglicht, das heisst nach vollständiger Ent lastung des Hauptgenerators 2.
Die Teile 40, 42, 43, 44, 45 wirken als Begren zungsmittel, welche den Einfluss der Brennstoffzufuhr auf die geschilderte Drehmomenteinstellvorrichtung unterhalb eines bestimmten Wertes der Brennstoff- zufuhr ausschalten. Mit der einstellbaren Anschlag schraube 44 wird bei Reduktion der Brennstoffzufuhr unterhalb des eingestellten Wertes der Einfluss des Servomotorkolbens 10 auf den Schieber 34 der Dreh momenteinstellvorrichtung unterbrochen.
Es wird so erreicht, dass bei Ausschalten der Triebmotoren und dementsprechender Verminderung der Brennstoff zufuhr ein weiteres Anheben des Schiebers 34 ver hindert und deshalb das vollständige Rücklaufen des Kontaktbügels 32 in Kurzschiussstellung vermieden wird.
Sollte während einer aus Leerlaufbetrieb erfol genden Beschleunigung, wenn sich der Kontaktbügel 32 bereits der Kurzschlussstellung nähert, eine rasche Entlastung der Triebmotoren nötig werden, z. B. bei Gleiten der Triebräder, kann durch Betätigen eines Elektromagneten 54 ein Absinken des Schiebers 34 herbeigeführt werden. Dieser Magnet wirkt dann auf den Gestängeteil 39 und kann diesen nach unten ziehen, und zwar dank dem elastischen Glied 42, un geachtet der jeweiligen Lage der Servomotoren 9, 10 und 21. Ein sofortiges Entlasten des Generators und damit der Triebmotoren ist die Folge, wobei der Geschwindigkeitsregler die eingestellte Drehzahl ein hält.
Fig. 2 zeigt in einer graphischen Darstellung den zeitlichen Verlauf von Drehzahl n, Drehmomentein- stellung und elektrischer Leistung N während eines Anlaufvorganges aus Leerlaufbetrieb. Auf der Ab szisse ist die Zeit in Sekunden aufgetragen.
In Rich tung der Ordinate ist die Drehzahl n in Prozenten der Höchstdrehzahl, ferner die Leistung N in Prozen ten der Höchstleistung und schliesslich die Dreh momenteinstellung in Prozenten des maximal einstell baren Feldwiderstandes R aufgetragen. 100 19/u Wider stand entsprechen minimaler Drehmomenteinstellung, und 0 0/a Widerstand entspricht maximaler Dreh momenteinstellung. Die ausgezogenen Kurven gelten für eine erfindungsgemäss ausgestaltete Anlage, wäh rend die gestrichelten Kurven einer Anlage entspre chen, welche keine auf den Drehmomentwandler ein wirkende Umschaltvorrichtung aufweist.
Es ergibt sich, dass bei der erfindungsgemässen Anlage die Drehzahl wesentlich rascher ansteigt, was die ein gangs geschilderten Vorteile mit sich bringt. Nachdem die Umschaltvorrichtung ausser Funktion getreten ist, erfolgt die Regelung der Brennkraftmaschine auf ge schilderte Weise.
Die Erfindung ist nicht auf das geschilderte Aus führungsbeispiel beschränkt. An Stelle eines elektri schen Generators könnte auch ein hydraulisches Ge triebe verwendet werden. Die Drehmomenteinstell- vorrichtung und die Umschaltvorrichtung, welche für Beschleunigung der Brennkraftmaschine aus Leer laufbetrieb das Drehmoment gegenüber dem von der Drehmomenteinstellvorrichtung eingestellten Dreh moment vermindert, können dann die Schaufeln des Primär- oder Sekundärteils des Getriebes verstellen. An Stelle der gezeichneten, mechanisch, hydraulisch bzw. pneumatisch wirkenden Regel- und Steuerorgane könnten selbstverständlich auch gleichwirkende Or gane anderer Bauart, z.
B. auf elektrischem Weg wirkende Organe, benützt werden.