CH346397A - Brennkraftmaschinenanlage für Fahrzeuge - Google Patents

Brennkraftmaschinenanlage für Fahrzeuge

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CH346397A
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Description


      Brennkraftmaschinenanlage    für Fahrzeuge    Die Erfindung betrifft eine     Brennkraftmaschinen-          anlage    für Fahrzeuge mit einer die Leistung der       Brennkraftmaschinen    übertragenden Vorrichtung und  mit einer derart auf letztere einwirkenden Dreh  momenteinstellvorrichtung, dass bei sinkender Dreh  zahl der     Brennkraftmaschine    das Drehmoment ver  kleinert wird und     umgekehrt.     



  Es ist bekannt, bei Kraftübertragung auf elektri  schem Wege die     Drehmomenteinstellvorrichtung    auf  die Erregung des mit der     Brennkraftmaschine        gekup-          pelten    Generators einwirken zu lassen, beispielsweise  durch Zu- oder Abschalten von Widerstand im Er  regerstromkreis. Erfolgt die Kraftübertragung auf  hydraulischem Wege, so kann die Einstellung des  Drehmomentes durch     Beeinflussung    der     Primär-          und/oder    der Sekundärseite des hydraulischen Ge  triebes vorgenommen werden, z. B. durch Verstellen  der Schaufeln. In der Regel ist hierbei die Brenn  stoffzufuhr durch einen einstellbaren Geschwindig  keitsregler geregelt.  



  Die Charakteristik solcher Steuerungen bringt es  mit sich, dass im     Leerlaufbetrieb    der     Brennkraft-          maschine    die     Drehmomenteinstellvorrichtung    selbst  tätig auf grösstes Drehmoment gebracht wird und in  dieser Einstellung verharrt, bis der Fahrzeugführer  eine Beschleunigung einleitet, was wieder eine all  mähliche Verminderung des Drehmomentes herbei  führt.

   Der Anlauf der     Brennkraftmaschine    erfolgt also  mit maximaler     Drehmomenteinstellung;    dies ergibt  aber eine nur langsame Drehzahlerhöhung der     Brenn-          kraftmaschine.    Diese Erscheinung wirkt sich überall  dort nachteilig aus, wo es auf eine rasche Beschleu  nigung des Fahrzeuges aus dem     Leerlaufbetrieb    an  kommt, z. B. bei Lokomotiven für Rangierbetrieb  und bei Schleppschiffen.

   Hinzu kommt bei aufgela  denen     Brennkraftmaschinen    mit aus Abgasturbine  und Verdichter bestehenden Ladegruppen, dass infolge    Trägheit der Ladegruppe eine beträchtliche Verzöge  rung entsteht zwischen dem vom Motor bei einer  bestimmten Drehzahl verlangten und dem vom Ver  dichter erreichten Ladedruck, was eine entsprechende  Begrenzung der Brennstoffzufuhr bedingt, um eine  Überlastung der     Brennkraftmaschine    zu verhindern.  Ein langsamer Drehzahlanstieg verunmöglicht also,  dass rasch eine hohe Leistung der     Brennkraftmaschine     erzielt werden kann.  



  Die Erfindung erlaubt, die geschilderten Nach  teile weitgehend auszuschalten. Sie ist gekennzeichnet  durch eine vorübergehend auf die     Drehmomentein-          stellvorrichtung    einwirkende Umschaltvorrichtung, die  für Beschleunigung der     Brennkraftmaschine    aus Leer  laufbetrieb ein gegenüber dem von der Drehmoment  einstellvorrichtung eingestellten Drehmoment vermin  dertes Drehmoment einstellt und im Leerlauf selbst  tätig beim Zurücknehmen eines den Lauf der Anlage       beeinflussenden    Einstellorgans auf seine Nullstellung  in Funktion tritt.

   Für eine Beschleunigung der     Brenn-          kraftmaschine    aus dem     Leerlaufbetrieb        erfolgt    dann  der Anlauf mit     verminderter        Drehmomenteinstellung,     vorzugsweise mit der kleinstmöglichen Einstellung   was eine rasche Drehzahlsteigerung zur Folge hat.  



  Die Umschaltvorrichtung kann vorteilhaft so aus  gebildet sein, dass sie bei Verstellen einer Drehzahl  Last-Einstellvorrichtung der     Brennkraftmaschine    un  ter einen einstellbaren     Betriebspunkt    in Funktion  tritt. Solange der Hauptgenerator bei elektrischer  Kraftübertragung mit dem Triebmotor in Verbindung  steht, darf die Umschaltvorrichtung zur Vermeidung  von Gleichgewichtsstörungen nicht in Funktion tre  ten.

   Die     Brennkraftmaschine    wird aber in der Regel  auch im     Leerlaufbetrieb    verschiedene     Hilfsanlagen     wie     Umwälzpumpen,    Kühlventilatoren, Druckluft  kompressoren usw. anzutreiben haben, deren gesam  ter Leistungsbedarf je nach Anlage und Einsatzart      des Fahrzeuges grossen Schwankungen unterworfen  sein kann.

   Die     Einstellbarkeit    desjenigen Betriebs  punktes, bei welchem die Umschaltvorrichtung in  Funktion tritt, ermöglicht eine weitgehende Anpas  sung an vorhandene     Betricbsverhälfnisse.    Zweck  mässig kann auch eine Sperrvorrichtung vorgesehen  sein, welche ein Betätigen der Umschaltvorrichtung  vor Abschalten des Triebmotors bzw. der Triebmoto  ren von der     Leistungsübertragungsvorrichtung    ver  hindert.  



  Bei einer     Brennkraftmaschinenanlage,    bei welcher  die     Drehmomenteinstellvorrichtung        in        Abhängigkeit     der von einem Geschwindigkeitsregler geregelten  Brennstoffzufuhr beeinflusst wird, können ferner vor  teilhaft Begrenzungsmittel vorhanden sein, mit deren  Hilfe der Einfluss der Brennstoffzufuhr auf die       Drehmomenteinstellvorrichtung    bei Unterschreiten  eines einstellbaren Wertes der Brennstoffzufuhr aus  geschaltet wird.

   Eine solche Anordnung kann ver  hindern, dass bei     übergang    aus Fahrbetrieb in Leer  laufbetrieb     zeitlich    vor der Einwirkung der Um  schaltvorrichtung die     Drehmomenteinstellvorrichtung     in eine Stellung entsprechend grösstem Drehmoment  gebracht wird. Die Umschaltvorrichtung tritt dann  bereits bei einer Zwischenlage der     Drehmomentein-          stellvorrichtung    in Funktion.  



  Bei einer     Brennkraftmaschinenanlage,    bei welcher  der Geschwindigkeitsregler auf unterschiedliche Dreh  zahlen einstellbar ist und bei welcher der Geschwin  digkeitsregler auf den Steuerschieber eines die Brenn  stoffzufuhr einstellenden Servomotors einwirkt, kann  hierbei vorteilhaft die Bewegung des Kolbens dieses  Servomotors mit     Hilfe    eines Gestänges auf die Dreh  momenteinstellvorrichtung übertragen werden, und  die Begrenzungsmittel können einen Teil des Gestän  ges bildendes, nachgiebiges     Glied    und ferner einen  der Bewegung des zwischen nachgiebigem Glied  und     Drehmomenteinstellvorrichtung    befindlichen     Ge-          stängeteils    begrenzenden,

   einstellbaren Anschlag auf  weisen.  



  Eine     Brennkraftmaschinenanlage    mit einer Dreh  zahleinstellvorrichtung, welche mit dem Steuerschie  ber eines Servomotors verbunden ist, dessen Kolben  über eine Druckfeder eine der eingestellten Drehzahl  entsprechende Kraft auf die Muffe eines Fliehkraft  reglers ausübt, kann zweckmässig so ausgestaltet sein,  dass die beim Zurücknehmen der     Drehzahleinstellvor-          richtung    erfolgende Bewegung des     Servomotorkolbens     durch einen einstellbaren Anschlag begrenzt ist, dass  ferner der     Servomotorkolben    über einen     Rückführ-          hebel    mit seinem Steuerschieber verbunden ist,

   und  dass schliesslich die Umschaltvorrichtung durch die  jenige Bewegung des     Rückführhebels    betätigt wird,  die der Hebel nach     erfolgtem    Anschlag des     Servo-          motorkolbens    bei weiterer Verstellung der     Drehzahl-          einstellvorrichtung    im Sinne einer Drehzahlvermin  derung ausübt.  



  Schliesslich empfiehlt sich die Anordnung von  Mitteln, mit deren     Hilfe    aus jeder Stellung der     Dreh-          zahleinstellvorrichtung    eine sofortige Verminderung    des eingestellten Drehmomentes herbeigeführt werden  kann, zum Beispiel wenn eine rasche Entlastung der  Triebmotoren einer Lokomotive infolge     Gleitens    der  Triebräder nötig sein sollte. Die genannten Mittel  können vorteilhaft als Elektromagnet ausgebildet sein,  welcher auf den Steuerschieber eines Servomotors  einwirkt, mit dessen Hilfe das Drehmoment einge  stellt werden     kann.     



  Die Erfindung ist nachstehend anhand des in der  Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher  erläutert. Es zeigen:       Fig.    1 eine schematische Darstellung einer     Kol-          ben-Brennkraftmaschinenanlage    in der Ansicht und  in einem Teilschnitt durch die Regel- und Steuerungs  organe,       Fig.    2 eine graphische Darstellung des zeitlichen  Verlaufes von Drehzahl,     Drehmomenteinstellung    und  Leistung während einer Beschleunigung der     Brenn-          kraftmaschine    aus     Leerlaufbetrieb,

      und zwar sowohl  für eine erfindungsgemäss ausgestaltete Anlage wie  für eine solche ohne auf den     Drehmomentwandler     einwirkende Umschaltvorrichtung.    Die in der     Fig.    1 dargestellte Anlage dient zum  Antrieb einer Lokomotive und besitzt eine     Kolben-          Brennkraftmaschine    1, welche den Hauptgenerator 2  und den     Hilfsgenerator    3 antreibt und mit dem  Hauptgenerator auf einem Rahmen 4 gelagert ist.  Der Hauptgenerator 2 liefert den Strom für die nicht  gezeichneten Triebmotoren der Lokomotive.

   Die ein  gespritzte Brennstoffmenge regelt der von der     Brenn-          kraftmaschine    1 über die Welle 5 angetriebene Ge  schwindigkeitsregler 6, der von seiner Muffe 7 aus  über den Hebel 8 den Steuerschieber 9, den     Servo-          motorkolben    10 sowie über das Gestänge 11 die  Regelstange 12 der Brennstoffpumpen 13 verstellt.  Der     Servomotorkolben    10 ist durch die Feder 14  belastet. Als Arbeitsmittel für die Servoeinrichtung 9,  10 dient ein Druckmittel - z. B. Drucköl-, das dem  Steuerschieber 9 durch die Leitung 15 mit konstan  tem Druck zugeführt werden kann.

   Der Servomotor  kolben 10 ist über die als     Rückführhebel    wirkende  Verlängerung des Hebels 8 mit dem Steuerschieber 9  verbunden.  



  Bei sinkender Drehzahl bewegt sich die Muffe 7  des Geschwindigkeitsreglers 6 nach unten. Hierdurch  wird der Steuerschieber durch den Hebel 8 nach unten  verschoben, womit Druckmittel aus der Leitung 15  in den unterhalb des Kolbens 10 befindlichen Raum  zufliessen und Druckmittel aus dem oberhalb des  Kolbens liegenden Raum abfliessen kann. Dies be  wirkt eine Bewegung des Kolbens 10 nach oben und  eine Bewegung der Regelstange 12 nach links, was  eine Vergrösserung der Brennstoffzufuhr zur Folge  hat. Umgekehrt bewirkt ein Ansteigen der Drehzahl  auf entsprechende Weise eine Verminderung der  Brennstoffzufuhr.  



  Zur Drehzahleinstellung dient das vom Lokomo  tivführer bediente Steuerorgan 16, das an die Druck-           luftleitung    17 angeschlossen ist. Die Leitung 17 steht  über ein im Innern des Steuerorgans 16 befindliches       Druckreduzierventil    mit der Leitung 18 in Verbin  dung. Das     Druckreduzierventil    kann mit Hilfe des  Handrades 19 so verstellt werden, dass der konstant  gehaltene Luftdruck in der Leitung 17 auf jeden be  liebigen Druck in der Leitung 18 reduziert werden  kann. Insbesondere herrscht bei Einstellung des  Handrades auf maximale Drehzahl in der Leitung 18  der höchste Druck, während bei Einstellung auf  Leerlauf in der Leitung 18 Atmosphärendruck vor  handen ist.

   Der Druck in der Leitung 18 wirkt auf  die durch die Feder 20 belastete Membran 21 im  Innern des Servomotors 22. Die Bewegung der Mem  bran 21 wird durch die Stange 23 und den Hebel 24  auf den Steuerschieber 25 übertragen, der den Raum  über dem     Servomotorkolben    26 mit der Druckmittel  leitung 27 oder mit der Atmosphäre verbinden kann.  Die Bewegung des Kolbens 26 wird zwecks Rück  führung des Schiebers 25 über den Hebel 24 auf  den Schieber 25 übertragen. Die Lage des     Servo-          motorkolbens    26 bestimmt die Grösse der Kraft der  auf die Muffe 7 des Geschwindigkeitsreglers 6 wir  kenden     Regulatorfeder    28. Zur Drehzahlerhöhung  wird das Handrad so verstellt, dass in der Leitung 18  sich ein höherer Druck einstellt.

   Hierdurch bewegt  sich die Membran 21 nach oben, desgleichen der  Steuerschieber 25, womit Druckmittel in den über  dem Kolben 26 liegenden Raum nachfliesst und den  Kolben nach unten verschiebt. Dies erhöht den  Druck der auf die Muffe 7 des Geschwindigkeits  reglers durch die Feder 28 ausgeübten Kraft. Eine  Drehzahlverminderung erfolgt auf entsprechend um  gekehrte Weise.  



  Der zur Leistungsübertragung dienende Haupt  generator 2 wird durch den Hilfsgenerator 3 erregt.  Im Erregerstromkreis 29, 30 ist der elektrische Feld  widerstand 31 angeordnet. Durch Verstellen des Kon  taktbügels 32 zwischen     Kurzschlussstellung    und Stel  lung mit grösstem Widerstand kann die Feldstärke  des Hauptgenerators verändert und damit das von die  sem aufgenommene Drehmoment variiert werden. Die       Kurzschlussstellung    des Kontaktbügels 32 entspricht  der     Maximal-Drehmomenteinstellung,    während in der  entgegengesetzten Endlage des Kontaktbügels 32 der  Generator auf kleinstes Drehmoment eingestellt ist.  Der Kontaktbügel 32 kann mit Hilfe des aus Dreh  kolben 33 und Steuerschieber 34 bestehenden Servo  motors verstellt werden.

   Der Steuerschieber 34 regu  liert den     Zufluss    bzw. Abfluss des ihm aus der Lei  tung 35 zugeführten Druckmittels in die beidseitig  des Drehkolbens 33 befindlichen Räume bzw. aus  diesen Räumen in eine nicht gezeichnete     Sammel-          leitung.    Beim Anheben des Steuerschiebers 34 fliesst  Druckmittel durch die Leitung 36 in den mit ihm  verbundenen Raum auf der einen Seite des Drehkol  bens 33, während Druckmittel aus dem andern Raum  durch die Leitung 37 abfliesst.

   Hierbei bewegt sich  der Drehkolben 33 im     Gegenuhrzeigersinn,    was eine  Verminderung des Feldwiderstandes und damit eine    Vergrösserung des Drehmomentes     herbeiführt.    Um  gekehrt bewirkt ein Verschieben des Steuerschiebers  34 nach unten eine Verminderung des Drehmomentes.  



  Der Steuerschieber 34 ist über das Gestänge 38,  39, 40, 41 mit dem     Servomotorkolben    10 und damit  mit der auf die Brennstoffpumpen einwirkenden Re  gelstange 12 verbunden. Ein Anheben des     Servo-          motorkolbens    10 bei sinkender     Drehzahl    der     Brenn-          kraftmaschine    bewirkt über das Gestänge 41, 40, 39,  38 ein Absenken des Steuerschiebers 34 und damit  eine Verkleinerung des eingestellten Drehmomentes.

    Umgekehrt löst eine Drehzahlerhöhung der     Brenn-          kraftmaschine    eine Verminderung der Brennstoff  zufuhr - das heisst eine Abwärtsbewegung des       Servomotorkolbens    10 - aus und damit eine Ver  grösserung des eingestellten Drehmomentes durch ent  sprechende Verstellung des Feldwiderstandes. Zwi  schen den     Gestängeteilen    39 und 40 ist ein als Zug  feder 42 ausgebildetes nachgiebiges Glied angeord  net. Die einander zugekehrten Enden der Gestänge  teile 39 und 40 sind im festen Lager 43 schwenkbar  gelagert. Der Hebel 39 besitzt eine mit der fest an  geordneten, einstellbaren Anschlagschraube 44 zu  sammenarbeitende Anschlagfläche 45.

   Solange der       Gestängeteil    39 nicht an der Anschlagschraube 44  anstösst, wirken die Teile 39 und 40 als im Dreh  punkt 43 gelagerter Hebel. Durch die einstellbare  Anschlagschraube 44 kann die kraftschlüssige Ver  bindung unterhalb einer bestimmten, beispielsweise  durch den Zeiger 46 angezeigten Brennstoffzufuhr  unterbrochen werden. Mit dem Steuerschieber 34 ist  auch die     Drehzahleinstellvorrichtung    16, 25, 26 ver  bunden. Der Hebel 24 besitzt eine Verlängerung 24',  an welchem die Stange 47     angelenkt    ist. Diese steht  über den im Drehpunkt 48 gelagerten Hebel 49 und  über die Stange 55 mit dem Steuerschieber 34 in  Verbindung.  



  Die Stellung des Handrades 19 wird durch den  Zeiger 52 veranschaulicht, der sich beim Drehen des  Handrades längs der Skala 51 bewegt. Die Stellung  10 entspreche einer Einstellung auf maximale Dreh  zahl und damit - weil jeder Drehzahl eine ganz  bestimmte Leistung zugeordnet ist - auch einer Ein  stellung auf maximale Leistung. In Stellung Null ist  der Druck in der Leitung 18 vollständig entlastet und  die Triebmotoren vom Hauptgenerator abgeschaltet.  Die elektrischen Antriebsmotoren der Hilfsanlagen  wie Kühlwasser,     Umwälzpumpe,        Druckluftkompres-          soren    usw. werden dann vom Hilfsgenerator gespeist.

    Durch die Bewegung des Handrades 19 im Sinn einer  Verstellung des Zeigers von Null auf 1 werden  durch nicht gezeichnete Steuerorgane die Triebmoto  ren eingeschaltet, desgleichen die Erregung des  Hauptgenerators, während das     Druckreduzierventil     im Innern des Steuerorgans 16 so weit geöffnet wird,  dass der Druck in der Leitung 18 auf einen bestimm  ten Anfangsdruck steigt. Bei Weiterdrehung des  Handrades bewegt sich der Zeiger 52 gegen die Stel  lung 10 auf der Skala 51.      Die obere Endlage des     Servomotorkolbens    26  der     Drehzahl    und     Laststeuereinrichtung    kann mit  Hilfe der verstellbaren Anschlagschraube 50 verän  dert werden.

   Die     Drehzahleinstellvorrichtung    16, 25,  26 ist nun so einreguliert, dass kurz vor Abschalten  der Triebmotoren vom Hauptgenerator - das heisst  bei etwa auf Stellung 1 befindlichem Zeiger 52 - die  Membran unter dem erwähnten Anfangsdruck in der  Leitung 18 steht, während der     Servomotorkolben    26  an der Anschlagschraube 50 anstösst. Die Wirkungs  weise der     geschilderten    Einrichtung ist dann folgende:    Es sei angenommen, dass die     Brennkraftmaschine     mit Vollast arbeite und dass sich alle Regelorgane im  Gleichgewicht     befinden.    Von diesem Zustand aus  soll nun der Übergang in     Leerlaufbetrieb    verfolgt  werden.

   Hierzu dreht der Fahrzeugführer das Hand  rad 19 im Sinne einer Drehzahlverminderung. Dies  bewirkt ein Absinken des Luftdruckes in der Lei  tung 18 und eine Bewegung des Schiebers 25 nach  unten, womit der     Servomotorkolben    26 sich nach  oben gegen seine mit Hilfe der Schraube 50 einstell  bare     Leerlauflage    bewegt.

   Durch die Entlastung der       Regulatorfeder    28 bewegt sich die Muffe 7 und der  Steuerschieber 9 nach oben, was eine Abwärtsbewe  gung des     Servomotorkolbens    10 und damit eine Re  duktion der     Brennstoffzufuhr    zur Folge hat. Über das  Gestänge 41, 40, 39, 38, 55 wird der Steuerschieber  34 nach oben gezogen und deshalb der Feldwider  stand gegen die     Kurzschlussstellung    gebracht, das  heisst gegen maximale     Drehmomenteinstellung.     



  Schliesslich stösst der Kolben 26 an der Anschlag  schraube 50 an. Je nach Lage der Schraube erfolgt dies  früher oder später, z. B. kurz bevor der Zeiger sich  in Stellung 1 befindet oder aber bereits schon in einer  vom Nullpunkt der Skala noch weiter     entfernteren     Stellung. In dem derart herbeigeführten Betriebs  zustand kann sich ein     weiteres    Zurücknehmen des  Handrades 19 nicht mehr auf den Drehzahlregler  auswirken. Hingegen bewirkt ein weiteres Zurück  nehmen eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung der  Stange 23 und über das Gestänge 24, 24', 47, 49, 55  durch die damit verbundene Abwärtsbewegung des  Schiebers 34 eine Verminderung des eingestellten  Drehmomentes, das     heisst,    die     Brennkraftmaschine     wird entlastet.

   Dies würde eine Drehzahlsteigerung       einleiten;    da aber die     Fliehkraftgewichte    des     Reglers    6       auseinanderstreben,        wird    gleichzeitig über den Steuer  schieber 9 und den     Servomotorkolben    10 die Brenn  stoffzufuhr reduziert, so dass sich ein neuer     Gleich-          gewichtszustand    mit gleichbleibender Drehzahl, je  doch verminderter     Drehmomenteinstellung    und ver  minderter     Brennstoffzufuhr    einstellt.

   Bis zum Ab  schalten der Triebmotoren ergibt sich deshalb ein  Arbeitsbereich, in welchem Laständerungen ohne  Drehzahländerungen herbeigeführt werden können,  und zwar durch     Zurücknehmen    der     Handradstellung     am Steuerorgan 16; dieser Arbeitsbereich zeichnet  sich durch eine besonders für Rangierbetrieb vorteil  hafte     Feinregulierung    aus.    Ein weiteres Zurücknehmen der     Handradstellung     am Organ 16 entlastet schliesslich zum Beispiel bei  Zeigerstellung A den Druck in der Leitung 18 voll  ständig und schaltet die Triebmotoren vom Generator  ab. Durch die Drucksenkung in der Leitung 18 be  wegt sich die Membran 21 noch weiter nach unten.

    Da der     Servomotorkolben    26 sich nicht weiter nach  oben bewegen kann, führt der Hebel 24, 24' eine  Drehbewegung um den nunmehr festen Drehpunkt 53  aus, womit der Schieber 34 nach unten bewegt wird.  Dies lässt den Kontaktbügel 32 sich gegen maximalen  Widerstand bewegen, was eine     Drehmomenteinstel-          lung    am Generator mit minimalem Drehmoment er  gibt.  



  Die aus den Teilen 16, 21, 23, 24, 24', 47, 49  und 55 bestehende Einrichtung wirkt also als Um  schaltvorrichtung, die im Leerlauf selbsttätig beim  Zurücknehmen des     Einstell-    bzw. Steuerorgans auf  seine     Nullstellung    in Funktion tritt und ein vermin  dertes Drehmoment einstellt gegenüber dem von der       Drehmomenteinstellvorrichtung    6, 8, 9, 10, 41, 40,  39, 38, 55 eingestellten Drehmoment.

   Bei einer nach  folgenden Beschleunigung der     Brennkraftmaschinen-          anlage    ist eine rasche Beschleunigung von     Brenn-          kraftmaschine    samt Ladegruppe gewährleistet, da der  Anlauf nunmehr mit kleinster     Drehmomenteinstellung     erfolgt.    Da der Druck in der Leitung 18 erst mit dem  Abschalten der Triebmotoren entlastet wird, wirkt das  Steuerorgan 16 als Sperrvorrichtung, welche ein Be  tätigen der geschilderten Umschaltvorrichtung und da  mit die Verminderung des eingestellten Drehmomentes  im     Leerlaufbetrieb    erst nach Abschalten der Trieb  motoren ermöglicht, das heisst nach vollständiger Ent  lastung des Hauptgenerators 2.

      Die Teile 40, 42, 43, 44, 45 wirken als Begren  zungsmittel, welche den Einfluss der Brennstoffzufuhr  auf die geschilderte     Drehmomenteinstellvorrichtung     unterhalb eines bestimmten Wertes der     Brennstoff-          zufuhr    ausschalten. Mit der einstellbaren Anschlag  schraube 44     wird    bei Reduktion der     Brennstoffzufuhr     unterhalb des eingestellten Wertes der Einfluss des       Servomotorkolbens    10 auf den Schieber 34 der Dreh  momenteinstellvorrichtung unterbrochen.

   Es wird so  erreicht, dass bei Ausschalten der Triebmotoren und  dementsprechender Verminderung der Brennstoff  zufuhr ein weiteres Anheben des Schiebers 34 ver  hindert und deshalb das vollständige Rücklaufen des  Kontaktbügels 32 in     Kurzschiussstellung    vermieden  wird.  



  Sollte während einer aus     Leerlaufbetrieb    erfol  genden     Beschleunigung,    wenn sich der Kontaktbügel  32 bereits der     Kurzschlussstellung        nähert,    eine rasche  Entlastung der Triebmotoren nötig werden, z. B. bei  Gleiten der Triebräder, kann durch Betätigen eines  Elektromagneten 54 ein Absinken des Schiebers 34  herbeigeführt werden. Dieser Magnet wirkt dann auf  den     Gestängeteil    39 und kann diesen nach unten      ziehen, und zwar dank dem elastischen Glied 42, un  geachtet der jeweiligen Lage der Servomotoren 9, 10  und 21. Ein sofortiges Entlasten des Generators und  damit der Triebmotoren ist die Folge, wobei der  Geschwindigkeitsregler die eingestellte Drehzahl ein  hält.  



       Fig.    2 zeigt in einer graphischen Darstellung den  zeitlichen Verlauf von Drehzahl n,     Drehmomentein-          stellung    und elektrischer Leistung N während eines  Anlaufvorganges aus     Leerlaufbetrieb.    Auf der Ab  szisse ist die Zeit in Sekunden aufgetragen.

   In Rich  tung der Ordinate ist die Drehzahl n in Prozenten  der Höchstdrehzahl, ferner die Leistung N in Prozen  ten der Höchstleistung und schliesslich die Dreh  momenteinstellung in Prozenten des maximal einstell  baren Feldwiderstandes R aufgetragen. 100     19/u    Wider  stand entsprechen minimaler     Drehmomenteinstellung,     und 0     0/a    Widerstand entspricht     maximaler    Dreh  momenteinstellung. Die ausgezogenen Kurven gelten  für eine erfindungsgemäss ausgestaltete Anlage, wäh  rend die gestrichelten Kurven einer Anlage entspre  chen, welche keine auf den     Drehmomentwandler    ein  wirkende Umschaltvorrichtung aufweist.

   Es ergibt  sich, dass bei der erfindungsgemässen Anlage die  Drehzahl wesentlich rascher ansteigt, was die ein  gangs geschilderten Vorteile mit sich bringt. Nachdem  die Umschaltvorrichtung ausser Funktion getreten ist,  erfolgt die Regelung der     Brennkraftmaschine    auf ge  schilderte Weise.  



  Die Erfindung ist nicht auf das geschilderte Aus  führungsbeispiel beschränkt. An Stelle eines elektri  schen Generators könnte auch ein hydraulisches Ge  triebe verwendet werden. Die     Drehmomenteinstell-          vorrichtung    und die Umschaltvorrichtung, welche für  Beschleunigung der     Brennkraftmaschine    aus Leer  laufbetrieb das Drehmoment gegenüber dem von der       Drehmomenteinstellvorrichtung    eingestellten Dreh  moment vermindert, können dann die Schaufeln des  Primär- oder Sekundärteils des Getriebes verstellen.  An Stelle der gezeichneten, mechanisch, hydraulisch  bzw. pneumatisch wirkenden Regel- und Steuerorgane  könnten selbstverständlich auch gleichwirkende Or  gane anderer Bauart, z.

   B. auf elektrischem Weg  wirkende Organe, benützt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Brennkraftmaschinenanlage für Fahrzeuge mit einer die Leistung der Brennkraftmaschine übertragenden Vorrichtung und mit einer derart auf letztere einwirken den Drehmomenteinstellvorrichtung, dass bei sinken der Drehzahl der Brennkraftmaschine das Dreh moment verkleinert wird und umgekehrt, gekenn zeichnet durch eine vorübergehend auf die Dreh momenteinstellvorrichtung einwirkende Umschaltvor richtung,
    die für Beschleunigung der Brennkraft- maschine aus Leerlaufbetrieb ein gegenüber dem von der Drehmomenteinstellvorrichtung eingestellten Dreh moment vermindertes Drehmoment einstellt und im Leerlauf selbsttätig beim Zurücknehmen eines den Lauf der Anlage beeinflussenden Einstellorgans auf seine Nullstellung in Funktion tritt.
    UNTERANSPRÜCHE , 1. Brennkraftmaschinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalt vorrichtung bei Verstellen einer Drehzahl-Last-Ein- stellvorrichtung (16 bis 24) der Brennkraftmaschine unter einen einstellbaren Betriebspunkt (A) in Funk tion tritt. z. Brennkraftmaschinenanlage nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch Mittel, welche ein Be tätigen der Umschaltvorrichtung vor Abschalten der Triebmotoren des Fahrzeuges vom Generator ver hindern.
    3. Brennkraftmaschinenanlage nach Patentan spruch, bei welcher die Drehmomenteinstellvorrich- tung in Abhängigkeit der von einem Geschwindig keitsregler geregelten Brennstoffzufuhr beeinflusst wird, gekennzeichnet durch Begrenzungsmittel (42 bis 45), mit deren Hilfe der Einfluss der Brennstoff zufuhr auf die Drehmomenteinstellvorrichtung bei Unterschreiten eines einstellbaren Wertes der Brenn stoffzufuhr ausgeschaltet wird.
    4. Brennkraftmaschinenanlage nach Unteran spruch 3, bei welcher der Geschwindigkeitsregler (6) der Brennkraftmaschine auf verschiedene Drehzah len einstellbar ist und bei welcher der Geschwindig keitsregler auf den Steuerschieber (9) eines die Brenn stoffzufuhr einstellenden Servomotors (10) einwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Kol bens dieses Servomotors mit Hilfe eines Gestänges (38 bis 41) auf die Drehmomenteinstellvorrichtung (31 bis 35) übertragen wird und dass die Begrenzungs mittel ein einen Teil des Gestänges bildendes, nach giebiges Glied (42)
    und ferner einen die Bewegung des zwischen nachgiebigem Glied und Drehmoment einstellvorrichtung befindlichen Gestängeteils begren zenden, einstellbaren Anschlag (44, 45) aufweisen. 5. Brennkraftmaschinenanlage nach Patentan spruch, mit einer Drehzahleinstellvorrichtung (16 bis 24), welche mit dem Steuerschieber (25) eines Servo motors verbunden ist, dessen Kolben (26) über eine Druckfeder (28) eine der eingestellten Drehzahl ent sprechende Kraft auf die Muffe (7) eines Fliehkraft- reglers (6) ausübt, dadurch gekennzeichnet,
    dass die beim Zurücknehmen der Drehzahleinstellvorrichtung erfolgende Bewegung des Servomotorkolbens durch einen einstellbaren Anschlag (50) begrenzt ist, dass ferner der Servomotorkolben über einen Rückführ- hebel (24') mit seinem Steuerschieber (25) verbunden ist, und dass schliesslich die Umschaltvorrichtung durch diejenige Bewegung des Rückführhebels (24') betätigt wird, die der Hebel nach erfolgtem Anschlag des Servomotorkolbens bei weiterer Verstellung der Drehzahleinstellvorrichtung im Sinne einer Drehzahl verminderung ausübt.
    Hilfe aus jeder Stellung der Drehzahleinstellvorrich- tung eine sofortige Verminderung des eingestellten Drehmomentes herbeigeführt werden kann. 7. Brennkraftmaschinenanlage nach Unteran spruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (54) als Elektromagnet ausgebildet sind, welcher auf den Steuerschieber (34) eines Servomotors einwirkt, mit dessen Hilfe das Drehmoment eingestellt werden kann.
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