CH346547A - Verfahren zur Herstellung eines neuen Aminobenzolsulfonamids - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen Aminobenzolsulfonamids

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CH346547A
CH346547A CH346547DA CH346547A CH 346547 A CH346547 A CH 346547A CH 346547D A CH346547D A CH 346547DA CH 346547 A CH346547 A CH 346547A
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amino
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Jean Dr Druey
Paul Dr Schmidt
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D231/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings
    • C07D231/02Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings
    • C07D231/10Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D231/14Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D231/38Nitrogen atoms
    • C07D231/42Benzene-sulfonamido pyrazoles

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines neuen     Aminobenzolsulfonamids       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein  Verfahren zur Herstellung des     3-(p-Amino-benzol-          sulfonarnido)-2-phenyl-pyrazols    der Formel  
EMI0001.0004     
    Diese neue Verbindung besitzt bei experimenteller  Infektion an Tieren, wie z. B. bei     mit        Streptokokken     infizierten Mäusen, eine überraschend gute Heil  wirkung. Sie kann daher vorzugsweise als Heil  mittel bei Infektionserkrankungen, z. B.     Strepto-          kokkeninfektionen,    Verwendung finden.

   Gegenüber  bekannten, vergleichbaren     Aminobenzolsulfonamiden     besitzt die neue Verbindung überraschend bessere  chemotherapeutische Eigenschaften. So tritt der  Heileffekt auf die     Streptokokkeninfektion    an der  Maus unter Behandlung mit der neuen Verbindung  schon bei einer Blutkonzentration auf, die nur die  Hälfte derjenigen des bekannten     3-(p-Amino-benzol-          sulfonamido)    - 2 -     phenyl-5        -methyl-pyrazols    beträgt.  Weiterhin zeigt die neue Verbindung im Darm eine  bessere antibakterielle Wirkung als die oben genannte       5-Methyl-Verbindung    und ist dieser auch im Hin  blick auf die Urindesinfizierende Wirkung überlegen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel  
EMI0001.0016     
    mit einer Verbindung der Formel  
EMI0001.0017     
    umsetzt, wobei X und Y mit Ausnahme einer in  einem von ihnen enthaltenen     Iminogruppe,        -NI-,     sich bei der Reaktion abspaltende Reste, R die       Aminogruppe    oder einen das zur Bildung der     Amino-          gruppe    notwendige Stickstoffatom enthaltenden, in  die     Aminogruppe        überführbaren        Substituenten,    und       R1    eine freie oder veresterte     Carboxylgruppe    dar  stellt,

   und die erhaltenen Verbindungen gegebenen  falls nach Hydrolyse     decarboxyliert    und gegebenen  falls R in die     Aminogruppe    überführt. So kann man  beispielsweise ein     Benzolsulfonsäurehalogenid,    insbe  sondere das Chlorid, das in     p-Stellung    den in die       Aminogruppe        überführbaren        Substituenten    aufweist,  mit einem     3-Amino-2-phenyl-pyrazol,    das eine     ver-          esterte        Carboxylgruppe    besitzt, reagieren lassen.

   Die  Umsetzung wird vorteilhaft in Anwesenheit von     Ver-          dünnungs-    und     Kondensationsmitteln    durchgeführt.  Der in die     Aminogruppe        überführbare        Substituent    ist  z. B. ein solcher, der sich durch Hydrolyse, wie eine       Acylaminogruppe,    z.

   B. die     Acetylamino-    oder     Carb-          äthoxyaminogruppe,    oder durch Reduktion, wie eine       Nitro-    oder     Azogruppe,    in die     Aminogruppe    um  wandeln lässt; diese Umwandlungen können in  üblicher Weise vorgenommen werden.  



  Vom erfindungsgemäss erhältlichen     Aminobenzol-          sulfonamid    lassen sich in üblicher Weise     Salze    ge  winnen, so z. B. durch Umsetzung mit Basen, wie      Alkali- oder     Erdalkalihydroxyden,    oder organischen  Basen: Das     Natriumsalz    des neuen Sulfonamids weist  in 1     Ohiger        wässriger    Lösung den sehr niedrigen     pH-          Wert    von 8 auf.  



  Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder lassen sich  nach an sich bekannten Methoden gewinnen.  



  Das neue     Sulfonamid    und seine     Salze    können als  Heilmittel Verwendung finden, und zwar zweckmässig  in einer Menge von über 0,1 g pro Dosierungs  einheit, am besten zwischen 0,25 und 3 g.  



  Im nachstehenden Beispiel sind die Temperaturen  in Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel</I>  In eine Lösung von 23,1 g     3-Amino-2-phenyl-4-          carbäthoxy-pyrazol    in 80     cms    wasserfreiem     Pyridin     werden innerhalb etwa 15 Minuten 26,7 g 96     0/uiges          p-Acetylamino-benzolsulfonsäurechlorid    eingetragen.  Nach Abklingen der Reaktion wird noch eine Stunde  auf 91-95  Innentemperatur erhitzt. Man giesst  dann die Reaktionslösung auf 300     cm3    2n     -Salzsäure,     wobei das     Sulfonamid    schmierig ausfällt.

   Nach Ab  dekantieren von Wasser wird die Schmiere direkt auf  folgende Weise verseift:  Die rohe Schmiere wird mit 300     cm3    3n Natron  lauge während 3 Stunden am     Rückfluss    gekocht. Man  klärt dann die Lösung mit Tierkohle und stellt das  Filtrat mit 6n Salzsäure auf     pH    3, wonach ein Nieder  schlag ausfällt, von dem     abgenutscht    wird. Das rohe  Produkt     wird    während 15 Minuten in einem Bade  von 180  erhitzt, wobei starke     Kohlendioxyd-Ent-          wicklung    beobachtet wird.

   Man kristallisiert hierauf  aus Alkohol und erhält so     3-(p-Aminobenzolsulfon-          amido)-2-phenyl-pyrazol    in weissen Kristallen vom  F. 177-178 .  



  Das als Ausgangsstoff verwendete     3-Amino-2-          phenyl-4-carbäthoxy-pyrazol    kann auf folgendem  Wege hergestellt werden:  17 g     Athoxymethylencyanessigsäure    -     äthylester     werden in 100     em3    Äthylalkohol gelöst. Die Lösung  wird dann langsam mit einer Lösung von 10,8 g       Phenylhydrazin    in 50     cm3        Äthylalkohol    versetzt. Zur  Vervollständigung der Reaktion wird während 2  Stunden zum Sieden erhitzt. Man dampft im Vakuum  zur Trockne, wonach ein rötliches Öl zurückbleibt,  das bei Zusatz von Benzol kristallisiert.

   Durch Um  kristallisation aus Essigester unter Zusatz von Tier  kohle     erhält    man     3-Amino-2-phenyl-4-carbäthoxy-          pyrazol    der Formel  
EMI0002.0038     
    in weissen Kristallen vom F. 99-101 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung des 3-(p-Amino- benzol-sulfonamido)-2-phenyl-pyrazols, dadurch ge kennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI0002.0041 mit einer Verbindung der Formel EMI0002.0042 umsetzt, wobei X und Y mit Ausnahme einer in einem von ihnen enthaltenen Iminogruppe, -NH-, sich bei der Reaktion abspaltende Reste, R die Aminogruppe oder einen das zur Bildung der Amino- gruppe notwendige Stickstoffatom enthaltenden, in die Aminogruppe überführbaren Substituenten,
    und R1 eine freie oder veresterte Carboxylgruppe be deutet, und die erhaltenen Verbindungen gegebenen falls nach Hydrolyse decarboxyliert und gegebenen falls R in die Aminogruppe überführt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das erhaltene 3-(p-Amino- benzolsulfonamido)-2-phenyl-pyrazol in ein Salz überführt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI0002.0058 mit einer Verbindung der Formel EMI0002.0059 umsetzt, wobei R die Aminogruppe oder einen das zur Bildung der Aminogruppe notwendige Stickstoff- atom enthaltenden, in die Aminogruppe überführ baren Substituenten, R1 eine freie oder veresterte Carboxylgruppe und Hal ein Halogenatom bedeutet,
    und die erhaltene Verbindung gegebenenfalls nach Hydrolyse decarboxyliert und gegebenenfalls den Rest R in die Aminogruppe überführt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 2-Phenyl-3-amino-pyrazol verwendet, das im Pyrazol- kern eine veresterte Carboxylgruppe trägt und diese nach der Kondensation verseift und decarboxyliert.
CH346547D 1956-05-07 1956-05-07 Verfahren zur Herstellung eines neuen Aminobenzolsulfonamids CH346547A (de)

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