CH351275A - Verfahren zur Herstellung eines neuen Aminobenzolsulfonamids - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen Aminobenzolsulfonamids

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CH351275A
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Jean Dr Druey
Paul Dr Schmidt
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Ciba Geigy
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D231/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings
    • C07D231/02Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings
    • C07D231/10Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D231/14Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D231/38Nitrogen atoms
    • C07D231/42Benzene-sulfonamido pyrazoles

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung eines neuen     Aminobenzolsulfonamids       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein  Verfahren zur Herstellung von     3-(p-Amino-benzol-          sulfonamido)-2-phenyl-pyrazol    der Formel  
EMI0001.0005     
    Diese neue Verbindung besitzt bei experimen  teller Infektion an Tieren, wie z. B. bei mit     Strepto-          kokken    infizierten Mäusen, eine überraschend. gute  Heilwirkung. Sie kann daher vorzugsweise als Heil  mittel bei Infektionserkrankungen, z. B.     Strepto-          kokkeninfektionen,    Verwendung finden.

   Gegenüber  bekannten, vergleichbaren     Aminobenzolsulfonamiden     besitzt die neue Verbindung überraschend bessere  chemotherapeutische Eigenschaften. So tritt der Heil  effekt auf die     Streptokokkeninfektion    an der Maus  unter Behandlung mit der neuen Verbindung schon  bei einer Blutkonzentration auf, die nur die     Hälfte     derjenigen des bekannten     3-(p-Amino-benzolsulfon-          amido)-2-phenyl-5-methylpyrazols    beträgt.

   Weiterhin  zeigt die neue Verbindung     im    Darm eine bessere  antibakterielle Wirkung als die oben     genannte        5-Me-          thyl-Verbindung    und ist dieser auch im Hinblick auf  die Urindesinfizierende Wirkung überlegen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel  
EMI0001.0019     
    mit einem gegebenenfalls in 4- oder     5-Stellung     durch eine freie oder veresterte     Carboxylgruppe     substituierten     2-Phenyl-3-Y-dihydropyrazol    umsetzt,  wobei X und Y mit     Ausnahme    einer in einem von  ihnen enthaltenen     Iminogruppe,        -NH-,    sich bei  der Reaktion abspaltende Reste und R die     Amino-          gruppe    oder einen in die     Aminogruppe        überführbaren          Substituenten    bedeutet,

   und in dem erhaltenen Kon  densationsprodukt den     Dihyd'ropyrazolring    zum     Pyr-          azolring    oxydiert, die gegebenenfalls vorhandene freie  oder veresterte     Carboxylgruppe    abspaltet und, falls  R einen in die     Aminogruppe        überführbaren    Rest  bedeutet, diesen in die     Aminogruppe    überführt, wo  bei die drei letzteren Reaktionen in beliebiger Reihen  folge     durchgeführt    werden können.

   So kann man bei  spielsweise ein     Benzolsulfonsäurehalogenid,    insbeson  dere das Chlorid, das in     p-Stellung    einen in die       Aminogruppe        überführbaren        Substituenten    aufweist,  mit einem     3-Amino-2-phenyl-dihydro-pyrazol,    das       unsubstituiert    ist oder eine freie oder     veresterte          Carboxylgruppe    besitzt, reagieren lassen.

   Die ver  fahrensgemässe Umsetzung wird vorteilhaft in An  wesenheit von     Verdünnungs-    und     Kondensations-          mitteln        durchgeführt.    Ein in die     Aminogruppe          überführbarer        Substituent    ist z. B. ein solcher, der  sich durch Hydrolyse,     wie    eine     Acylaminogruppe,     z. B. die     Acetylamino-    oder     Carbäthoxyaminogruppe,     durch Reduktion, wie eine     Nitro-    oder     Azogruppe    in  die     Aminogruppe    umwandeln lässt.

   Die Oxydation  kann in üblicher Weise, z. B. unter Verwendung von       Oxydationsmitteln,    wie     Eisen-III-salze,    Wasserstoff  peroxyd und dergleichen, vorgenommen werden.  Läuft die Reaktion jedoch über ein durch Hydrolyse  in das Endprodukt zu     überführendes    Zwischenpro  dukt, wie das     3-(p-Acetylamino-benzolsulfonamido)-          2-phenyl-pyrazol,    so tritt die Oxydation bei der  üblichen     Verseifung    ohne besondere Zugabe von           Oxydationsmitteln    ein.

   Die Abspaltung der freien  oder veresterten     Carboxylgruppe    kann in üblicher  Weise durch     Decarboxylierung,    gegebenenfalls nach  Hydrolyse, erfolgen.  



  Von den neuen     Aminobenzolsulfonamiden    lassen  sich in üblicher Weise Salze gewinnen, so z. B. durch  Umsetzung mit Basen, wie     Alkali-    oder     Erdalkali-          hydroxyden,    oder     organischen    Basen.

   Das     Natrium-          salz        des        neuen        Sulfonamids        weist        in        1%        iger        wässri-          ger    Lösung den sehr niedrigen     pH-Wert    von 8 auf.  



  Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder lassen sich  nach an sich bekannten Methoden gewinnen.  



  Das neue Sulfonamid und seine Salze können als       Heilmittel    Verwendung finden, und zwar zweckmässig  in einer Menge von über 0,1 g pro Dosierungseinheit,  zweckmässig zwischen 0,25 und 3 g.  



  Im nachstehenden Beispiel sind die Temperaturen  in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel</I>  Eine Lösung von 6,44 g     3-Amino-2-phenyl-di-          hydro-pyrazol    in 50 cm 3     Pyridin    wird innerhalb zehn  Minuten mit 23,8 g     p-Acetylamino-benzolsulfon-          säurechlorid    versetzt. Die Temperatur steigt auf etwa  65 . Nach     Abklingen    der     exothermen    Reaktion er  hitzt man     während    einer Stunde auf 95  (Innen  temperatur) und bringt dann die Reaktionslösung  auf 500     cm3    2n Salzsäure und etwas Eis. Es fällt ein  Niederschlag aus, von dem     abgenutscht    wird.

   Das  Kondensationsprodukt enthält     Bis-(p-acetylamino-          benzolsulfonyl)-3-amino-2-phenyl-dihydro-pyrazol.     



  Das so erhaltene rohe Produkt wird     direkt    mit  360     cm3    2,5n Natronlauge versetzt, und die erhal  tene Suspension wird während. zwei Stunden gekocht,  mit Tierkohle versetzt und filtriert. Man stellt dann  das Filtrat mit 5n     Salzsäure    auf PH 5-6, wonach ein  kristalliner Niederschlag ausfällt, der     abgenutscht     und aus Alkohol umkristallisiert wird. Es wird so  3 - (p -     Amino    -     benzolsulfonamido@-        2-phenyl-pyrazol     vom F. 177-178  erhalten.  



  Das gewonnene     3-(p-Amino-benzolsulfonamido)-          2-phenyl-pyrazol    lässt sich in üblicher Weise in sein       Natriumsalz    überführen.  



  Das als Ausgangsstoff verwendete     3-Amino-2-          phenyl-dihydro-pyrazol    wird auf folgende Weise be  reitet:  16,1 g     ss-Cyano-äthyl-phenylhydrazin    (durch Kon  densation von     Phenylhydrazin    mit     Acrylnitril    her  gestellt) werden mit 200     cm3    8n alkoholischer Salz  säure versetzt. Es fällt sofort ein weisser Niederschlag  aus. Man rührt dann während einer Stunde bei Zim-         mertemperatur    und erhitzt noch zwei Stunden zum  Sieden.

   Nach dem Erkalten wird von dem ausgefal  lenen, hygroskopischen Niederschlag     abgenutscht.     Das so erhaltene Hydrochlorid wird in 70     cm-          Wasser    gelöst, und die Lösung wird unter Eiskühlung  stark     alkalisch    gestellt, wonach ein weisser Nieder  schlag ausfällt, von dem     abgenutscht    wird. Das so  erhaltene     3-Amino-2-phenyl-dihydro-pyrazol    schmilzt  nach dem     Umkristallisieren    aus     Isopropyläther    bei       106-107 .  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 3-(p-Amino- benzolsulfonamid'o)-2-phenyl-pyrazol, dadurch ge kennzeichnet, d'ass man eine Verbindung der Formel EMI0002.0063 mit einem gegebenenfalls in 4- oder 5-Stellung durch eine freie oder veresterte Carboxylgruppe substituier ten 2-Phenyl-3-Y-dihydropyrazol umsetzt, wobei X und Y mit Ausnahme einer in einem von ihnen ent haltenen Iminogruppe, NH-,
    sich bei der Reak tion abspaltende Reste und R die Aminogruppe oder einen in die Aminogruppe überführbaren Substituen- ten bedeutet, und in dem erhaltenen Kondensations produkt den Dihydropyrazolring zum Pyrazolring oxydiert, die gegebenenfalls vorhandene freie oder veresterte Carboxylgruppe abspaltet und, falls R einen in die Aminogruppe überführbaren Rest be deutet, diesen in die Aminogruppe überführt,
    wobei die drei letzteren Reaktionen in beliebiger Reihen folge durchgeführt werden können. UNTERANSPROCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das erhaltene 3-(p-Amino- benzolsulfonamido)-2-phenyl-pyrazol in ein Salz überführt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man von einem Benzolsulfon- säurehalogenid der Formel EMI0002.0086 worin Hal ein Halogenatom darstellt, und 2-Phenyl- 3-amino-dihydro-pyrazol ausgeht.
CH351275D 1957-02-21 1957-02-21 Verfahren zur Herstellung eines neuen Aminobenzolsulfonamids CH351275A (de)

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