CH344413A - Verfahren zur Herstellung eines neuen Aminobenzolsulfonamids - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen Aminobenzolsulfonamids

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CH344413A
CH344413A CH344413DA CH344413A CH 344413 A CH344413 A CH 344413A CH 344413D A CH344413D A CH 344413DA CH 344413 A CH344413 A CH 344413A
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Jean Dr Druey
Paul Dr Schmidt
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D231/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings
    • C07D231/02Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings
    • C07D231/10Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D231/14Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D231/38Nitrogen atoms
    • C07D231/42Benzene-sulfonamido pyrazoles

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines neuen     Aminobenzolsulfonamids       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein  Verfahren zur Herstellung von     3-(p-Amino-benzol-          sulfonamido)-2-phenyl-pyrazol    der Formel  
EMI0001.0004     
         Diese    neue Verbindung besitzt bei experimenteller  Infektion an Tieren, wie z. B. bei mit     Streptokokken     infizierten Mäusen, eine überraschend gute Heilwir  kung. Sie kann daher vorzugsweise als     Heilmittel    bei  Infektionserkrankungen, z. B.     Streptokokkeninfektio-          nen,    Verwendung finden.

   Gegenüber bekannten, ver  gleichbaren     Aminobenzolsulfonamiden    besitzt die  neue Verbindung überraschend bessere chemothera  peutische Eigenschaften. So tritt der Heileffekt auf die       Streptokokkeninfektion    an der Maus unter Behand  lung mit der neuen Verbindung schon bei einer Blut  konzentration auf, die nur die Hälfte derjenigen des  bekannten     3-(p-Amino-benzolsulfonamido)-2-phenyl-          5-methyl-pyrazols    beträgt. Weiterhin zeigt die neue  Verbindung im Darm eine bessere antibakterielle  Wirkung als die oben genannte     5-Methyl-Verbindung     und ist dieser auch im Hinblick auf die urindesinfizie  rende Wirkung überlegen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel  
EMI0001.0015     
    mit Verbindungen der     Formel     
EMI0001.0017     
    umsetzt, wobei X und Y mit Ausnahme einer in  einem von     ihnen    enthaltenen     Iminogruppe,        -NH-,     sich bei der Reaktion abspaltende Reste, R die       Aminogruppe    oder einen das zur Bildung der     Amino-          gruppe    notwendige Stickstoffatom enthaltenden, in die       Aminogruppe        überführbaren        Substituenten    bedeuten,  und in erhaltenem     3-(p-R-Benzolsulfonamido)

  -2-phe-          nyl-pyrazol    gegebenenfalls den in die     Aminogruppe          überführbaren    Rest R in diese überführt. So kann  man beispielsweise ein     BenzoIsulfonsäurehalogenid,     insbesondere das Chlorid, das in     p-Stellung    einen das  zur Bildung der     Aminogruppe    notwendige Stickstoff  atom enthaltenden, in die     Aminogruppe    überführ  baren     Substituenten    aufweist, mit     3-Amino-2-phenyl-          pyrazol    reagieren lassen.

   Die Umsetzung wird vorteil  haft in Anwesenheit von     Verdünnungs-    und Konden  sationsmitteln durchgeführt. Der in die     Aminogruppe          überführbare        Substituent    ist zum Beispiel ein solcher,  der sich durch Hydrolyse wie eine     Acylaminogruppe,     z. B. die     Acetylamino-    oder     Carbäthoxyaminogruppe,     oder durch Reduktion wie eine     Nitro-    oder     Azo-          gruppe    in die     Aminogruppe    umwandeln lässt; diese  Umwandlungen können in üblicher Weise vorgenom  men werden.  



  Von den neuen     Aminobenzolsulfonamiden    lassen  sich in üblicher Weise     Salze    gewinnen, so zum Bei  spiel durch Umsetzung mit Basen wie Alkali- oder       Erdalkalihydroxyden    oder organischen Basen. Das       Natriumsalz    des neuen     Sulfonamids    weist in<B>10/9</B>     iger         wässriger Lösung den sehr niedrigen     pH-Wert    von 8  auf.  



  Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder lassen sich  nach an sich bekannten Methoden gewinnen.  



  Das neue     Sulfonamid    und seine Salze können als  Heilmittel Verwendung finden, und zwar zweckmässig  in einer Menge von über 0,1g pro Dosierungseinheit,  am besten zwischen 0,25 und 3 g.  



  In den nachstehenden Beispielen sind die Tem  peraturen in Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel 1</I>  In eine Lösung von 15,9 g     3-Amino-2-phenyl-          pyrazol    in 60     cm3        wasserfreiem        Pyridin    werden in  nerhalb etwa 25 Minuten 29 g     p-Carbäthoxyamino-          benzolsulfosäurechlorid    eingetragen.

   Nach Abklingen  der Reaktion wird noch eine Stunde auf 90-95   Innentemperatur     erhitzt.    Man giesst dann die Reak  tionslösung auf 300     cm3    2-n.     Salzsäure,        nutscht    von  dem ausgefallenen Niederschlag ab und kristallisiert  aus verdünntem Alkohol um. Das     3-(p-Carbäthoxy-          amino-benzolsulfonamido)-2-phenyl-pyrazol    wird so  in weissen Kristallen vom F. 175-176  erhalten.  



  Letzteres wird in 250     cm3    2-n. Natronlauge auf  genommen und während einer Stunde auf dem sie  denden Wasserbade erhitzt. Man stellt dann mit       Salzsäure    auf     pH    6-7,     nutscht    von dem ausgefallenen  Niederschlag ab und kristallisiert aus     75A/aaigem        Athyl-          alkohol.    Das so erhaltene     3-(p-Amino-benzol-sulfon-          amido)-2-phenyl-pyrazol        kristallisiert    in weissen Kri  stallen und zeigt einen F. von 177-178 .  



  Das als Ausgangsstoff verwendete     3-Amino-2-          phenylpyrazol    kann auf folgendem Wege hergestellt  werden:  Eine Lösung von 2 g     3-Amino-2-phenyl-4-carb-          äthoxypyrazol    in 20     cms        75o/oiger    Schwefelsäure  wird während sechs Stunden in einem Bade von  150  erhitzt. Man bringt dann die Reaktionslösung  auf Eis, stellt mit     konz.    Natronlauge auf     pH    8, zieht  mit Chloroform aus und destilliert den Chloroform  rückstand.

   Das     3-Amino-2-phenyl-pyrazol    geht bei  einem Druck von 0,15 mm und einer Temperatur  von l42-144  über und erstarrt kristallin in der  Vorlage; F.     42-44 .     



  Das gewonnene     3-(p-Amino-benzolsulfonamido)-          2-phenylpyrazol    lässt sich in üblicher Weise in sein       Natriumsalz    überführen.  



  <I>Beispiel 2</I>  In eine Lösung von 159 g     3-Amino-2-phenyl-          pyrazol    in 600     cm3    wasserfreiem     Pyridin    werden in  nerhalb etwa 30 Minuten 267 g     96o/oiges        p-Acetyl-          amino-benzolsulfonsäurechlorid    eingetragen. Nach  Abklingen der Reaktion wird noch eine Stunde auf  90-95  Innentemperatur erhitzt. Man giesst dann  die Reaktionslösung auf 3 Liter 2-n. Salzsäure, wobei  das Sulfonamid schmierig ausfällt.

   Nach Abdekantie-         ren    von Wasser wird die Schmiere direkt wie folgt  verseift:  Das Rohprodukt, bestehend aus einer Mischung  von     3-(p-Acetylamino-benzolsulfonamido)-2-phenyl-          pyrazol        (Fig.    190-191  aus     Athanol)    und     Bis-(p-          acetylamino-benzolsulfonyl)-    3 -     amino    - 2 -     phenyl-pyr-          azol    wird in 3 Liter 2,5-n. Natronlauge aufgenom  men und während 21/2 Stunden am     Rückfluss    gekocht.  Man klärt die Lösung mit Tierkohle und stellt das  Filtrat mit 6-n.

   Salzsäure auf     pii    6, wonach ein Nie  derschlag ausfällt, der bald kristallin erstarrt. Er wird  aus 1200     ein3    Alkohol unter Zusatz von Tierkohle  umkristallisiert. Man erhält so     3-(p-Amino-benzolsul-          fonamido)-2-phenyl-pyrazol    in weissen Kristallen, das  nach Mischschmelzpunkt und U.     V.-Spektrum    mit  dem in     Beisipel    1 erhaltenen Produkte     übereinstimmt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 3-(p-Amino-ben- zolsulfonamido)-2-phenyl-pyrazol, dadurch gekenn zeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI0002.0066 mit Verbindungen der Formel EMI0002.0067 umsetzt, wobei X und Y mit Ausnahme einer in einem von ihnen enthaltenen Iminogruppe, -NH-, sich bei der Reaktion abspaltende Reste, R die Aminogruppe oder einen das zur Bildung der Amino- gruppe notwendige Stickstoffatom enthaltenden, in die Aminogruppe überführbaren Substituenten be deuten,
    und in erhaltenem 3-(p-R-Benzolsulfon- amido)-2-phenyl-pyrazol gegebenenfalls den in die Aminogruppe überführbaren Rest R in diese über führt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das erhaltene 3-(p-Amino- benzolsulfonamido)-2-phenyl-pyrazol in ein Salz überführt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein Benzolsulfonsäurehalo- genid der Formel EMI0002.0086 worin R die im Patentanspruch gegebene Bedeutung besitzt und Hal ein Halogenatom darstellt, mit einer Verbindung der Formel EMI0003.0002 umsetzt und in dem erhaltenen Produkt den Substi- tuenten R gegebenenfalls in die Aminogruppe über führt.
CH344413D 1957-02-21 1956-05-07 Verfahren zur Herstellung eines neuen Aminobenzolsulfonamids CH344413A (de)

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