CH346944A - Verfahren zur Herstellung von Hochspannungsspulen für Hochspannungstransformatoren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Hochspannungsspulen für HochspannungstransformatorenInfo
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Description
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Verfahren zur Herstellung von Hochspannungsspulen für Hochspannungstransformatoren Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Hochspannungsspulen für Hochspannungstransformatoren, insbesondere solcher kleinerer Leistung von 0,5 bis 50 kVA.
Bei Transformatoren grösserer Leistung mit Spannungen in der Grössenordnung 100 kV bis 150 kV gegen Erde wird die Abmessung des Transformators vorwiegend durch das erforderliche Eisen- und Wicklungsvolumen und die notwendigen Anordnungen zur Kühlung von Eisen und Wicklungen bestimmt, während die Massnahmen zur Beherrschung der Spannung innerhalb des Transformators wegen der an sich grossen Abmessungen vergleichsweise konstruktiv besser zu bewältigen sind als bei kleinen Transformatoren des obengenannten Leistungsbereiches.
Transformatoren für die genannten hohen Spannungen bei kleinen Leistungen kommen vorwiegend in der Röntgentechnik vor, ausserdem als Prüf- und Messtransformatoren. Bei ihnen bestimmen die Massnahmen zur Beherrschung der Spannung vorwiegend die Abmessungen des Transformators und des Isolier- flüssigkeitsbehälters und damit das Gewicht und die Kosten.
Die Hochspannungswicklungen von Transformatoren dieser Art werden in der Regel als Lagenwick- lungen ausgeführt. Die Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung zeigt beispielsweise in vereinfachter Darstellung im Schnitt den Aufbau eines Teiles eines derartigen Transformators. Es sind dabei alle für die nachfolgende Erklärung nicht erforderlichen Einzelteile fortgelassen, und es ist angenommen, dass es sich um eine einpolig geerdete Hochspannungswicklung handelt.
In Fig. 1 ist 1 die geerdete Begrenzung des Wicklungsfensters, die durch den Eisenkern oder die Wandungen des Flüssigkeitsbehälters gegeben sein kann, während 2 die Unterspannungswicklung darstellt. Die Fläche 3 ist durch die Hochspannungswicklung ausgefüllt, und zwar ist die Wicklung aus dünnen Lackdrähten, mit ihrem geerdeten Ende auf dem Isolierzylinder 4 beginnend, in Lagenwicklungen aufgebracht, während die zur Lagenisolation erforderlichen Papierzwischenlagen die Fläche 5 ausfüllen. Die Lagenzahl kann sehr hoch sein und 100 Ibis 200 betragen.
Die äussere Begrenzung der Wicklung 3 wird in der Regel entsprechend der Darstellung in Fig. 1 gewählt, um die Feldstärke an der Spule klein zu behalten.
Macht man sich, z. B. durch Untersuchungen an Modellen im elektrolytischen Trog, ein Bild über die Potentialverteilung des Feldes in dem Raum zwischen Wicklung 3 und geerdeter Begrenzung 1, so erhält man Äquipotentialflächen 6 der gezeichneten Form.
Während innerhalb der Spule 3 die Beanspruchung der Isolierpapierbahnen senkrecht zur Papierebene und damit in günstiger Weise erfolgt, tritt an den Stirnflächen der Spule, wie aus dem Potentialbild erkennbar ist, eine erhebliche Tangentialbeanspru- chung der Papierbahnen auf. Nun ist die überschlags- festigkeit in Richtung der Papierbahn auf der Trennfläche Papier-Isolierflüssigkeit wesentlich geringer als die Durchschlagsfestigkeit senkrecht zur Papierebene. Beispielsweise treten auf der Oberfläche von Papieren unter öl schon bei 3 kV/mm Gleitfunken auf, während die Durchschlagsspannung senkrecht zur Papierebene 40 bis 70 kV/mm beträgt.
Es .ist also leicht einzusehen, dass die zulässige Längsbeanspruchung an den Stirnflächen, insbesondere am äusseren Teil der Hochspannungswicklung 3, leicht überschritten werden kann, wenn man nicht durch konstruktive Massnahmen, wie zum Beispiel grössere Abmessungen oder grösseres Bauvolumen und Kosten erfordernde
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Abschirmelektroden, die Potentialverteilung günstiger gestaltet und damit die Längsbeanspruchung in erträb lichen Grenzen hält.
Man könnte anstreben, die Papierbahnen an den Stirnseiten der Spulen in Richtung der Äquipotential- flächen 6 weiterlaufen zu lassen, um somit die Feldstärke senkrecht oder angenähert senkrecht zur Papierbahn zu erhalten, so dass die Längsbeanspruchung null oder sehr klein ist.
Ein Weg hierzu besteht darin, die über die Wicklung überstehenden Papierbahnen, am äusseren Durchmesser der Spule beginnend, streifenförmig einzuschneiden und nach aussen nacheinander umzuklappen. Dieser Vorgang ist aber sehr zeitraubend und kostspielig und ausserdem in der Praxis nicht befriedigend, weil man die Einschnitte in das Papier bis an die sehr dünndrahtige Lackdrahtwicklung durchführen muss, so dass Beschädigungen der Wicklung möglich sind, oder dass die zwischen zwei Lagen bestehende Spannungsdifferenz zu einem Durchschlag durch den Einschnitt in die Papierbahn führt.
Diese Schwierigkeiten werden durch die Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung behoben, indem zur Lagenisolation über die Wicklung hinausragende Zwischenlagen aus Papier verwendet werden, deren Orientierung derart ist, dass ihre Hauptdehnungsrichtung in der Wickelrichtung liegt und dass nach Fertigstellung des Wicklungsvorganges nach Befeuchtung der Stirnflächen die Papierzwischenlagen radial nach aussen umgekrempt werden, so dass sie sich mindestens annähernd den Äquipotentialflächen des elektrischen Feldes anpassen.
Auf diese Weise kann eine vom Standpunkt der Hochspannungstechnik aus betrachtet optimale Gestaltung erreicht werden. Über diesen Fortschritt hinaus ,erhält die Hochspannungswicklung eine grosse mechanische Festib keit, die die Kurzschlusssicherheit erhöht.
Während man bei einer Anordnung nach Fig. 1 während des Wickelvorganges eine Verklebung des Drahtes mit dem Wickelpapier vornehmen muss, um die mechanische Festigkeit zu erreichen - ein Vorgang, der zeitraubend ist undder zu unterschiedlichen Spulenhöhen führt wegen eines unterschiedlichen Auftragens der Klebemittel - kann man auf :diese Klebung beim Verfahren nach der Erfindung verzichten, so dass auch herstellungstechnische Vorteile erwachsen.
Die Erfindung benützt folgende Kenntnisse: Bekanntlich ist die Dehnung von Isolierpapieren abhängig von der Herstellungsrichtung des Papiers. In der Herstellungsrichtung der Papierbahnen ist die noch nicht zum Zerreissen führende Dehnung bei höherem Feuchtigkeitsgehalt sehr klein, senkrecht dazu ist sie wesentlich grösser und kann bei speziellen Papiersorten noch wesentlich gesteigert werden, und zwar - wie Versuche ergeben haben - bis 20 (1/o Verlängerung.
Während man bisher die Wickelpapierbahnen von Rollen abschnitt, bei denen in Richtung der Papierbahn die Dehnung klein ist, weil sie der Herstellungsrichtung entspricht, wird man zweckmässigerweise beim Verfahren nach der Erfindung die Wickelpapierbahnen in ihrer Längsrichtung senkrecht zur Herstellungsrichtung des Papiers schneiden. Das spätere Auskrempen der Stirnfläche, das einer Verlängerung des Umfanges entspricht, erfolgt dann in Richtung der grösseren Dehnung.
Die Erfindung soll anhand der nachfolgenden Beschreibung der Hochspannungsspule nach F.ig.2; die nach einem beispielsweisen Verfahren nach der Erfindung hergestellt ist, erläutert werden.
Die Spulenwicklung füllt die Fläche 3, während die entsprechend der Erläuterung im Zusammenhang mit Fig.l hergestellten Papierzwischenlagen nach dem Wickelvorgang das Volumen ausfüllen würden, das durch die gestrichelte Linie 7 begrenzt wird.
Befeuchtet man die Stirnseiten der Spulen beispielsweise durch Eintauchen in warmes Wasser, so kann nach dem Entfernen des überschüssigen Wassers nach kurzer Zeit das über die Wicklung hinausragende Wickelpapier umgekrempt werden. Zweckmässig legt man die Spule auf einen Drehtisch und krempt jeweils eine Papierdicke von 1 bis 2 mm, vom äusseren Durchmesser der Spule beginnend, bei gleichzeitigem Drehen der Spule nacheinander um, so dass im Endzustand die Spulenenden eine Form annehmen, die in Fig. 2 bei 8 angedeutet ist.
Durch beiderseitig angebrachte und mechanisch miteinander verbundene tellerförmige Formstücke kann man die Spulenköpfe bei eng aneinanderliegen- den, umgekrempten Papierlagen, gegebenenfalls im Vakuum bei höheren Temperaturen, trocknen lassen. Auch bei sehr dünnen Drähten in der Stärke von 0,1 mm ist bei dieser Behandlung die mechanische Belastung klein und man erhält Hochspannungsspulen von ausgezeichneten mechanischen und elektrischen Eigenschaften.
Man erkennt durch -den Vergleich mit dem Potentialbild der Fig. 1, dass die Übereinstimmung des Verlaufs der Papierbahnen mit den Potentialflächen sehr befriedigend ist.
Es ist auch möglich, die Deformation der Papierlagen durch Zentrifugalkräfte zu erreichen, indem man die Spule nach dem Befeuchten um ihre Mittelachse schnell rotieren lässt. Die auftretenden Zentri- fugalkräfte sorgen für eine gleichförmige, gleichzeitige Dehnung und Aufrichtung der stirnseitigen Papierbahnen, und durch Einbringen in die vorgenannte Pressform kann die endgültige Form der Stirnseiten erreicht werden. Es ist selbstverständlich, dass die so hergestellte Spule, je nach den hochspannungstechnischen Erfordernissen durch weitere Papierbandagen verstärkt werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Hochspannungsspulen für Hochspannungstransformatoren, dadurch gekennzeichnet, dass zur Lagenisolation über die Wicklung hinausragende Zwischenlagen aus Papier verwendet werden, deren Orientierung derart ist, dass ihre Hauptdehnungsrichtung in der Wickelrichtung liegt und dass nach Fertigstellung des Wicklungs- <Desc/Clms Page number 3> vorganges nach Befeuchtung der Stirnflächen die Papierzwischenlagen radial nach aussen umgekrempt werden, so dass sie sich mindestens annähernd den Äquipotentialflächen des elektrischen Feldes anpassen.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Umkrempen durch Zentri- fugalkräfte infolge schneller Rotation der Spule um ihre Achse bewirkt wird. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spulen an ihren Stirnflächen mit tellerförmigen Formen versehen werden, in denen sie getrocknet werden. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Papiere derart verwendet werden, d'ass die Wickelrichtung der Spule und der Papierbandagen senkrecht zur Herstellungsrichtung in der Papierfertigung liegen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE346944X | 1955-08-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH346944A true CH346944A (de) | 1960-06-15 |
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ID=6255689
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH346944D CH346944A (de) | 1955-08-25 | 1956-08-23 | Verfahren zur Herstellung von Hochspannungsspulen für Hochspannungstransformatoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH346944A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1182340B (de) * | 1961-05-26 | 1964-11-26 | Messwandler Bau Gmbh | Transformator fuer hohe und hoechste Spannungen, insbesondere Prueftransformator oder Spannungswandler in Isoliermantelbauweise |
| US4311979A (en) * | 1978-07-13 | 1982-01-19 | Messwandler-Bau Gmbh | Layered transformer winding |
-
1956
- 1956-08-23 CH CH346944D patent/CH346944A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1182340B (de) * | 1961-05-26 | 1964-11-26 | Messwandler Bau Gmbh | Transformator fuer hohe und hoechste Spannungen, insbesondere Prueftransformator oder Spannungswandler in Isoliermantelbauweise |
| US4311979A (en) * | 1978-07-13 | 1982-01-19 | Messwandler-Bau Gmbh | Layered transformer winding |
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