CH347724A - Quervorschubeinrichtung für Innenschleifapparate - Google Patents
Quervorschubeinrichtung für InnenschleifapparateInfo
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Description
Quervorschubeinrichtung für Innenschleifapparate Bisher wurde bei Innenschleifapparaten der Quervorschub von Hand vorgenommen, wodurch eine ununterbrochene Bedienung erforderlich war.
Die Erfindung bezweckt nun die Schaffung einer selbsttätigen Vorschubeinrichtung, die eine fort laufende Bedienung entbehrlich macht und dabei eine grössere Gleichmässigkeit erreicht, so dass sich das Innenschleifen weitaus wirtschaftlicher gestaltet.
Die Einrichtung wird beispielsweise an einem Drehbank-Kreuzsupport angebracht, auf dem der Innenschleifapparat mit der Steuereinrichtung für den axialen Schleifspindelvorschub montiert ist. Sie kann jedoch auch an Innenschleifmaschinen montiert werden.
Erfindungsgemäss erhält zur Erreichung des er forderlichen Vorschubweges der Zylinder eines Druckkolbens über eine Druckleitung Druckimpulse, wodurch der Druckkolben beaufschlagt wird und dieser Vorschubmittel betätigt. Diese Druckimpulse können sowohl pneumatisch als auch hydraulisch durch die Wendeeinrichtung der Schleifspindel di rekt oder über eine von dieser betätigten Steuer einrichtung erfolgen.
Als Impulsgeber können hierbei Arbeitskolben, Bremskolben oder Ventile verwendet werden. Vorteilhafterweise wird eine besondere Steuereinrichtung in Anwendung kommen, da mit dieser zur Kleinhaltung des Vorschubes die Beauf- schlagung des Druckkolbens jeweils nach mehreren Hubbewegungen der Schleifspindel bewirkt wird.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes mit pneumatischem Antrieb dar: Fig. 1 ist eine Draufsicht der Einrichtung, aus der ihre Gesamtanordnung zu ersehen ist.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie A -B in Fig. 1. Fig. 3 zeigt in senkrechtem Schnitt eine Steuer einrichtung, welche die Beistellung der Schleifspindel jeweils nach einer bestimmten Anzahl von Hub bewegungen der Schleifspindel ermöglicht.
Fig.4 ist ein Schnitt nach der Linie C-D in Fig. 3.
Das verzahnte Schaltrad 1 ist über den Druck ring 2 und die Ringmutter 3 mit der Vorschubspindel 4 des Querschlittens eines Drehbank-Kreuzsupports drehfest verbunden. Auf dem Bund des Einsatz stückes 5, mit welchem die Vorschubspindel 4 ge lagert wird, ist das Gehäuse 6 befestigt.
Im Gehäuse 6 ist der Druckluftkolben 8 mit dem hydraulischen Bremssystem untergebracht. Die von der Steuereinrichtung für die axiale Schleifspindel bewegung abgeleitete Druckluft wird in die Bohrung des Gehäuses 6, welche den Druckluftkolben 8 auf nimmt, durch die Anschlussbüchse 7, 71 zugeführt. Im vordern Teil. des Druckluftkolbens 8 ist um einen Bolzen schwenkbar die Mitnehmerklinke 9 gelagert, welche in die Verzahnung des Schaltrades 1 eingreift und somit die Verbindung zwischen Druckluftkolben 8 und Vorschubspindel 4 herstellt.
Die in einer Längsbohrung des Kolbens 8 angeordnete Druck feder 10 stützt sich über den Federbolzen 11 an einer Nase 91 der Mitnehmerklinke 9 ab. Zum Aus schalten des Vorschubes wird die Mitnehmerklinke 9 so weit nach oben geschwenkt, bis die Nase 91 über den Federbolzen 1 abgleitet und die Mitnehmer- klinke 9 in der in Fig.2 gestrichelt gezeichneten Stellung festgehalten wird. Mit der Stellschraube 12 kann der rückwärtige Anschlag des Druckluftkolbens 8 und damit seine Hublänge einer bestimmten Grösse des Vorschubweges des Schleifwerkzeuges entspre chend eingestellt werden.
Die in Fig. 2 gezeigte Stel lung der Stellschraube 12 entspricht der maximalen Hublänge des Kolbens 8 und damit dem grösst- möglichen Vorschubweg des Schleifwerkzeuges pro Kolbenhub. In einer zum Kolben 8 senkrechten Bohrung des Gehäuses 6 ist der hydraulische Brems kolben 13 verschiebbar, der mit seinem abgeschräg ten obern Ende 131 durch die Druckfeder 14 in Einer Ausbohrung des Druckluftkolbens 8 gehalten wird. Die Ausbohrung des Kolbens 8 ist gegenüber der Schrägfläche am Ende des Bremskolbens ent sprechend abgeschrägt.
Beide Kolben 8 und 13 sind über eine zwischen ihren Schrägflächen angeordnete Kugel 15 durch die Feder 14 kraftschlüssig verbun den, wodurch der Druckluftkolben 8 in seiner Aus gangsstellung gehalten bzw. in diese zurückgeholt wird. Der Bremskolben 13 besitzt unterhalb seines abgeschrägten Endes 131 eine mit dem Ölreservoir 16 verbundene ringförmige Ausdrehung 132 und ist unterhalb dieser Ausdrehung mit geringem Spiel raum in der Bohrung des Gehäuses 6 angeordnet, so dass das Öl auch den Raum unter dem Kolben 13 füllt, in welchem sich die Feder 14 befindet.
Beim Arbeitshub des Druckluftkolbens 8 wird der Brems kolben 13 über die Kugel 15 und die schrägen Flä chen der Kolben 8 und 13 nach unten bis zum An schlag an das Gehäuse 6 bewegt, wodurch das unter dem Bremskolben befindliche Öl zwischen Kolben- und Zylinderwandungen in die Ausdrehung 132 im mittleren Teil des Bremskolbens 13 und in das Ölreservoir 16 verdrängt wird. Dadurch wird die Geschwindigkeit des Druckluftkolbens 8 ge dämpft und sein Arbeitshub begrenzt.
Beim Betrieb des Innenschleifapparates wird der Kolben 8 durch Pressluft, die von einer Druck leitung durch die Anschlussbüchse 7, 71 in die Bohrung des Gehäuses 6 hinter den Kolben einströmt und von einem Pressluftsteuermittel der Wende einrichtung der Schleifspindel gesteuert, das heisst in Form von in gewissen Zeitabständen erfolgenden Druckimpulsen dem Kolben 8 zugeführt wird, in seine linke Endlage bewegt, so dass seine Mitnehmer- klinke 9 das Schaltrad 1 und die Beistellspindel 4 entsprechend der Einstellung der Stellschraube 12 dreht.
Der Kolben 8 wird von der genannten End- lage durch die Wirkung der Feder 14 über den Kolben 13, die Schrägflächen der Kolben 13 und 8 und die Kugel 15 in die Ausgangsstellung zurück gebracht, wobei der Druckraum durch das Spiel zwischen dem Kolben 8 und der Zylinderwandung entlüftet wird. Der Kolben 8 verbleibt dann so lange in der Ausgangsstellung, bis er den nächsten Druck impuls erhält.
Fig. 3 und 4 stellen eine zusätzliche Steuer einrichtung dar, welche ermöglicht, dass der Vor schubarbeitskolben 8 jeweils nach einer bestimmten Anzahl von Hubbewegungen der Schleifspindel be- aufschlagt wird. In der zum Zylinder des Druck kolbens 8 führenden Pressluftleitung ist ein Dreh schieber 17 mit einer Querbohrung 171 angeordnet und mit einem verzahnten Schaltrad 172 versehen, an welchem die mit dem Kolben 18 verbundene Mit nehmerklinke 19 angreift.
Der Kolben 18 steht unter der Wirkung einer Rückhohlfeder und wird eben falls durch die vom Steuermittel der Wendeeinrich tung der Schleifspindel gesteuerte Pressluft betätigt, wobei der Schieber 17 von der Mitnehmerklinke 19 um jeweils einen Zahn weitergeschaltet wird. Besitzt das Schaltrad 172 des Drehschiebers 17 beispiels weise 12 Zähne, so würde jeweils nach jedem sechs ten Schleifspindelhub die Querbohrung 171 des Dreh schiebers über die Bohrung 21 die Verbindung zwi schen der Druckluftleitung des Innenschleifapparates und dem Anschluss 20 der zum Vorschubarbeitskol- ben 8 führenden Leitung herstellen.
Für die Schaltung des Drehschiebers 17 ist man nicht auf die beschriebene Ausführungsform be schränkt, sondern kann andere geeignete Mittel zur schrittweisen Drehung des Drehschiebers anwenden, wie z. B. mechanische Schaltmittel, die mit den be weglichen Teilen der Schleifspindel direkt oder indi rekt verbunden sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Quervorschubeinrichtung für Innenschleifappa- rate, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erreichung des erforderlichen Vorschubweges der Zylinder eines Druckkolbens (8) über eine Druckleitung Druck impulse erhält, wodurch der Druckkolben (8) beauf- schlagt wird und dieser wiederum Vorschubmittel (9, 1) betätigt. UNTERANSPRÜCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Impulsgeber eine Steuer einrichtung (17, 18, 19) dient, durch welche die Be- aufschlagung des Druckkolbens (8) jeweils nach einer bestimmten Anzahl von Hubbewegungen der Schleif spindel erfolgt. 2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer einrichtung einen Drehschieber (17) aufweist und mit Übertragungsmitteln (172, 19) versehen ist, welche ihre Schaltimpulse von der Wendeeinrichtung der Schleifspindel erhalten. 3.Einrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltmittel für den Drehschieber (17) sich aus einem Druckkolben (18) und Übertragungsmitteln (172, 19) zusammensetzen, welch letztere die grad linige Kolbenbewegung in eine Drehbewegung des Drehschiebers (17) umwandeln. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkolben (8) mit stoss dämpfenden Mitteln in Verbindung steht. 5. Einrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Verwendung eines Druckluftkolbens (8) als Antriebs mittel für die Vorschubmittel (9, 1) die Stossdämp fung durch ein Hydrauliksystem (13, 14) bewirkt wird. 6.Einrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck- luftkolben (8) über einen Rollkörper mit einem hydraulischen Bremskolben (13) verbunden ist. 7. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Übertragungsmittel (9) vorge sehen sind, über welche der Druckkolben (8) mit einem Schaltrad (1) in Antriebsverbindung steht. B. Einrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Über tragungsmittel aus einer Mitnehmerklinke (9) be steht. 9. Einrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Unterbrechung des Vorschubes das übertra gungsmittel ausgeschaltet werden kann. 10.Einrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur Unterbrechung des Vorschubes die Mitnehmer- klinke (9) mit einer Nase (91) versehen ist, die bei Ausschaltung der Klinke über einen sich daran ab stützenden Federbolzen (11) abgleitet und danach durch den Federdruck in der ausgeschalteten Stel lung festgehalten wird.
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