CH347907A - Verfahren zur Herstellung eines Magnetkernes mit einer nahezu rechteckförmigen Hystereseschleife - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Magnetkernes mit einer nahezu rechteckförmigen HystereseschleifeInfo
- Publication number
- CH347907A CH347907A CH347907DA CH347907A CH 347907 A CH347907 A CH 347907A CH 347907D A CH347907D A CH 347907DA CH 347907 A CH347907 A CH 347907A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- magnetic core
- hysteresis loop
- sep
- rectangular hysteresis
- mixed crystals
- Prior art date
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B35/00—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
- C04B35/01—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics
- C04B35/26—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on ferrites
- C04B35/2608—Compositions containing one or more ferrites of the group comprising manganese, zinc, nickel, copper or cobalt and one or more ferrites of the group comprising rare earth metals, alkali metals, alkaline earth metals or lead
- C04B35/2625—Compositions containing one or more ferrites of the group comprising manganese, zinc, nickel, copper or cobalt and one or more ferrites of the group comprising rare earth metals, alkali metals, alkaline earth metals or lead containing magnesium
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Ceramic Engineering (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Soft Magnetic Materials (AREA)
- Hard Magnetic Materials (AREA)
- Magnetic Ceramics (AREA)
- Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)
Description
Verfahren zur Herstellung eines Magnetkernes mit einer nahezu rechteckförmigen Hystereseschleife Magnetkerne mit einer nahezu rechteckigen Hystereseschleife sind für verschiedene Anwendun gen wichtig. Kerne dieser Art werden unter anderem für sogenannte magnetische Speicher verwandt (siehe beispielsweise W. N. Papian, Proceedings of the I. R. E. April 1952, S. 475-478 und D. R. Brown und E. Albers-Schoenberg Electronics April 1953, S. 146-149). Solche magnetischen Speicher finden u. a. in Rechenmaschinen und auto matischen Piloten Verwendung.
Eine andere Anwen dung finden diese Kerne bei magnetischen Schal tungen.
Das Mass, welches angibt, wie weit sich die Form der Hystereseschleife der Rechteckform nähert, kann verschiedenartig quantitativ zum Aus druck gebracht werden. Ein übliches Mass ist bei spielsweise der Quotient
EMI0001.0012
. Zur Erläuterung der Bedeutung des erwähnten Quotienten wird auf Fig. 1 verwiesen, die eine schematische Darstellung eines Teils einer Sättigungs-Magnetisierungskurve ist. In dieser Figur stellt Br die Remanenzinduktion dar, während B,1 diejenige Induktion darstellt, bei der sich die Hystereseschleife gerade schliesst.
In der Praxis ist es häufig schwierig, B"1 mit grosser Ge nauigkeit zu messen. Es ergibt sich jedoch ein an näherungsweise richtiger Wert für B,,1 dadurch, dass der Mittelwert der Induktionen nach teilweiser Ma gnetisierung bzw. teilweiser Entmagnetisierung (mit zwischenzeitlicher Sättigung) genommen wird, wobei die beiden Induktionen bei der gleichen Feldstärke gemessen werden, die so gewählt ist, dass die er wähnten Induktionen um mehr als<B>10/9,</B> jedoch um weniger als 3114 voneinander abweichen.
Dieses Verfahren wurde auch bei den beim Zustande kommen der vorliegenden Erfindung durchgeführten Messungen angewendet; für diese Messungen fand ein ballistisches Galvanometer Verwendung (siehe Bozorth, Ferromagnetism S. 843). Wenn hier von dem Quotienten die Rede ist, wird stets an genommen, dass er
EMI0001.0025
an einem ringförmigen Magnet kern mit einem konstanten Querschnitt des ferro- magnetischen Materials über den ganzen Umfang des Ringes und mit einem Aussendurchmesser, der höchstens das 1,6fache des Innendurchmessers be trägt, gemessen ist.
Das Mass, welches angibt, wie weit sich die Form der Hystereseschleife der Rechteckform nähert, lässt sich gleichfalls mittels des sog. Rechteckigkeits- verhältnisses ( Squareness ratio ) (RS)"," zum Ausdruck bringen. Für die Bedeutung dieser Grösse wird auf die vorstehend erwähnte Literatur verwie sen.
Vollständigkeitshalber folgt hier eine kurze Er läuterung unter Hinweis auf Fig. 2, gleichfalls eine schematische Darstellung eines Teils einer Magneti- sierungskurve, die sich auf einen Fall bezieht, bei dem die Entmagnetisierung angefangen wurde, bevor die magnetische Sättigung erreicht war. Die Grösse (Ra)".,,, wird als
EMI0001.0041
definiert. Der Quotient
EMI0001.0042
ist eine Funktion der an gelegten grössten Feldstärke Hm.
Es stellt sich heraus, dass dieser Quotient für einen bestimmten Wert von H"" der sich meist wenig von der Koerzitivkraft H,, unterscheidet, einen Höchstwert aufweist. Dieser Höchstwert des Quotienten wird durch das Symbol (Rs)ma, angedeutet. Die zur Ermittlung von (R9)",,, erforderlichen Messungen von<I>B (Hm)</I> und-<I>B (_</I> TH-) können auch wieder mit Hilfe eines ballistischen. Galvanometers durchgeführt werden.
Als Mess- objekte dienten auch ringförmige Magnetkerne mit einem konstanten Querschnitt des magnetischen Ma terials über den ganzen Umfang des Ringes und einem Aussendurchmesser, der maximal das 1,6fache des Innendurchmessers beträgt. Bei den Verwendun gen ferromagnetischer Materialien mit einer nahezu rechteckigen Hystereschieife handelt es sich meist um Wechselströme hoher Frequenz, und es kommt somit darauf an, das Auftreten von Wirbelströmen soweit wie möglich zu beschränken.
Bei der Ver wendung ferromagnetischer Legierungen kann dies bis zu einem gewissen Grade dadurch erfolgen, dass der Magnetkern aus voneinander isolierten, sehr dünnen Schichten des ferromagnetischen Materials aufgebaut wird. Häufig ist es jedoch sehr schwierig, aus diesen dünnen Schichten Kerne mit einer nahezu rechteckigen Hystereseschleife aufzubauen. Es ist somit bei diesen hohen Frequenzen vorteilhaft und bei noch höheren Frequenzen sogar notwendig, ma gnetisch weiche, eisen-(III)-oxydhaltige Materialien mit Spinellstruktur zu verwenden.
Diese Stoffe haben nämlich an sich bereits eine sehr geringe elektrische Leitfähigkeit.
Für die Verwendungsfähigkeit der in Rede stehenden Magnetkerne für magnetische Speicher und magnetische Schaltungen ist es weiterhin eine wesentliche Bedingung, dass die Koerzitivkraft gering ist (vorzugsweise nicht höher als 10 Oersted und sogar niedriger als 5 Oersted), weil sonst die elektro magnetischen Verluste zu hoch sind.
Erfindungsgemäss wurde gefunden, dass Magnet kerne mit einer nahezu rechteckförmigen Hysterese- schleife, wobei die Bedingungen (R6)",a, > 0,6 und H, < 4 Oersted erfüllt werden, dadurch erzielbar sind, dass sie aus Mischkristallen mit Spinellstruktur mit der Gesamtformel Ni.,Mg"_1_Y,ZnyFe20.1 her gestellt werden, wobei x = 0,6 bis 0,8, y = 0,1 bis 0,3 und x + y = 0,7 bis 0,9 ist, und die Misch kristalle dadurch hergestellt werden, dass ein in die genannten Mischkristalle überführbares,
oxydische Verbindungen von Nickel, Magnesium, Zink und Eisen im erforderlichen Gewichtsverhältnis enthal tendes Stoffgemisch in einer Gasatmosphäre mit einem Sauerstoffgehalt von mehr als 50 Volumen prozent auf eine Temperatur von 1375 bis 1475 C erhitzt wird.
<I>Beispiel</I> Ein Gemisch aus Magnesiumkarbonat, Nickel karbonat, Eisenoxyd und Zinkoxyd wird 8 bis 10 Stunden in reinem Alkohol oder wasserfreiem Benzol gemahlen und darauf eine Stunde bei 900 C in Luft vorgebrannt. Nach Abkühlen wird das Reaktions- Produkt einige Zeit, beispielsweise 2 Stunden, in reinem Alkohol gemahlen. Danach wird es zu einem Ring gepresst, und dieser Ring wird bei angenähert 1450 C in Sauerstoff gesintert.
Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht der Werte des Quotienten des Rechteckigkeits- verhältnisses (R,)",. und der
EMI0002.0043
Koerzitivkraft H, der Magnetkerne mit einer in dem in den Rahmen der Erfindung fallenden Bereich liegenden Zusammen setzung.
EMI0002.0047
B
<tb> Zusammensetzung <SEP> <U>''</U> <SEP> (Rg)n"" <SEP> H, <SEP> (in <SEP> Oersted)
<tb> Bcl
<tb> Nio,7 <SEP> M90,2 <SEP> Zno,1 <SEP> Fe204 <SEP> 0,65 <SEP> 0,8 <SEP> 2,2
<tb> N'0,7 <SEP> M90,1 <SEP> Zno,2 <SEP> Fe204 <SEP> 0,70 <SEP> 0,75 <SEP> 2,0
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung eines Magnetkernes mit einer nahezu rechteckförmigen Hystereseschleife, wobei die Bedingungen (Rs)",a, > 0,6 und H, < 4 Oersted erfüllt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetkern aus Mischkristallen mit Spinell- struktur mit der Gesamtformel Ni,Mg(1-a-"ZnYFe204 hergestellt wird, wobei x = 0,6 bis 0,8,y = 0,1 bis 0,3 und x + y = 0,7 bis 0,9 ist, und die Misch- kristalle dadurch hergestellt werden,dass ein in die genannten Mischkristalle überführbares, oxydische Verbindungen von Nickel, Magnesium, Zink und Eisen im erforderlichen Gewichtsverhältnis enthal tendes Stoffgemisch in einer Gasatmosphäre mit einem Sauerstoffgehalt von mehr als 50 Volumen prozent auf eine Temperatur von 1375 bis 1475 C erhitzt wird. II. Magnetkern, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL183813A NL82274C (de) | 1953-12-21 | 1953-12-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH347907A true CH347907A (de) | 1960-07-31 |
Family
ID=32733183
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH345087D CH345087A (de) | 1953-12-21 | 1954-12-20 | Verfahren zur Herstellung eines Magnetkerns mit einer nahezu rechteckförmigen Hystereseschleife |
| CH347907D CH347907A (de) | 1953-12-21 | 1954-12-20 | Verfahren zur Herstellung eines Magnetkernes mit einer nahezu rechteckförmigen Hystereseschleife |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH345087D CH345087A (de) | 1953-12-21 | 1954-12-20 | Verfahren zur Herstellung eines Magnetkerns mit einer nahezu rechteckförmigen Hystereseschleife |
Country Status (7)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE534276A (de) |
| CH (2) | CH345087A (de) |
| DE (1) | DE977603C (de) |
| ES (1) | ES219084A1 (de) |
| FR (1) | FR1116094A (de) |
| GB (1) | GB759246A (de) |
| NL (1) | NL82274C (de) |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL61937C (de) * | 1941-10-24 | 1948-11-15 | ||
| US2656319A (en) * | 1949-01-03 | 1953-10-20 | Aladdin Ind Inc | Magnetic core composition and method of producing the same |
| NL77389C (de) * | 1949-04-28 | 1955-02-15 |
-
1953
- 1953-12-21 NL NL183813A patent/NL82274C/xx active
-
1954
- 1954-12-18 ES ES0219084A patent/ES219084A1/es not_active Expired
- 1954-12-18 DE DEN9925A patent/DE977603C/de not_active Expired
- 1954-12-20 CH CH345087D patent/CH345087A/de unknown
- 1954-12-20 GB GB3675654A patent/GB759246A/en not_active Expired
- 1954-12-20 BE BE534276D patent/BE534276A/xx unknown
- 1954-12-20 FR FR1116094D patent/FR1116094A/fr not_active Expired
- 1954-12-20 CH CH347907D patent/CH347907A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1116094A (fr) | 1956-05-03 |
| BE534276A (de) | 1955-06-20 |
| NL82274C (de) | 1956-08-15 |
| DE977603C (de) | 1967-07-20 |
| GB759246A (en) | 1956-10-17 |
| CH345087A (de) | 1960-03-15 |
| ES219084A1 (es) | 1955-12-16 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE102017115791A1 (de) | R-T-B-basierter Seltenerdpermanentmagnet | |
| US4063970A (en) | Method of making permanent magnets | |
| DE969525C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Ferritwerkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu rechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen | |
| DE976166C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Ferrit-Werkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezurechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen | |
| DE1105213B (de) | Magnetostriktiver Vibrator | |
| DE977635C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Ferritwerkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu rechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen | |
| DE977563C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Ferrit-Werkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu rechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen | |
| CH347907A (de) | Verfahren zur Herstellung eines Magnetkernes mit einer nahezu rechteckförmigen Hystereseschleife | |
| DE1109077B (de) | Verfahren zum Herstellen ferromagnetischer Koerper fuer elektrotechnische Zwecke mitpraktisch rechteckiger Hysteresisschleife und niedriger Koerzitivkraft | |
| DE1006090B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Ferrit-Werkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu echteckfoermige Hystereseschleife aufweisen | |
| AT164420B (de) | Magnetischer Kern aus einem ferromagnetischen Ferrit | |
| US2860105A (en) | Method of manufacturing ferromagnetic cores | |
| CH260717A (de) | Verfahren zur Herstellung eines magnetischen Kernes, und nach diesem Verfahren hergestellter magnetischer Kern. | |
| DE1178763B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Mangan-Ferrit-kernes mit annaehernd rechteckiger Hystereseschleife | |
| CH345394A (de) | Verfahren zur Herstellung eines Magnetkernes mit einer nahezu rechteckigen Form der Hystereseschleife | |
| CH340561A (de) | Ferromagnetisches Material mit einer nahezu rechteckigen Hystereseschleife und Verfahren zu dessen Herstellung | |
| CH337962A (de) | Verfahren zur Herstellung eines Magnetkernes mit einem hohen Rechtwinkligkeitsverhältnis der Hystereseschleife und nach diesem Verfahren hergestellter Magnetkern | |
| DE590506C (de) | Verfahren zur Verbesserung der magnetischen Eigenschaften von magnetischen Stoffen | |
| DEN0009925MA (de) | ||
| DEN0009926MA (de) | ||
| DE1087507B (de) | Verfahren zur Herstellung ferromagnetischen Materials mit rechteckfoermiger Hystereseschleife | |
| DEN0009921MA (de) | ||
| DE1295459B (de) | Magnetkern mit wenigstens annaehernd rechteckiger Hystereseschleife | |
| DEN0010099MA (de) | ||
| DEN0009920MA (de) |