CH349966A - Verfahren zur Herstellung von Alkylensulfaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkylensulfaten

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CH349966A
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CH
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sulfate
sulfates
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ethylene
alkylene
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Johannes Dr Brunken
Gloeckner Gerhilde
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Wolfen Filmfab Veb
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D327/00Heterocyclic compounds containing rings having oxygen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms
    • C07D327/10Heterocyclic compounds containing rings having oxygen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms two oxygen atoms and one sulfur atom, e.g. cyclic sulfates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond

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Description


  Verfahren     zur    Herstellung von     Alkylensulfaten       Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung  von     Alkylensulfaten.    Die bekannten Methoden zur  Herstellung von     cyclischen    Sulfaten der 1,2- bzw.     1,3-          Diole    haben verschiedene Nachteile.     Baker    und Field       (Journ.        Chem.        Soc.    London 1932, S.

   89) erhielten       Äthylensulfat    aus     Äthylenbromid    und dem für tech  nische Zwecke viel zu teuren     Silbersulfat    in einer     Aus-          beute        von        23        %,        bezogen        auf        Äthylenbromid.        Tri-          methylensulfat    stellten die gleichen     Verfasser    aus     Tri-          methylenbromid    und     Silbersulfat    her,

   jedoch auch in  mässiger Ausbeute. J. Lichtenberger und R.     Lichten-          berger    (Bulletin de la     Soci6te        Chimique    de France  1948, S. 1002 bis 1012) erhielten     Trimethylensulfat     aus     Propandiol-1,3    und rauchender Schwefelsäure in  einer Ausbeute von 10 0/0.

   Aus dem     Bariumsalz    des       Propandiol-1,3-disulfats    erhielten sie durch     pyrogene     Zersetzung im Vakuum     Trimethylensulfat    in einer       Ausbeute        von    3 8     %;        diese        letztere        Arbeitsmethode     ist     ausbeutemässig    zwar besser als die erstere, jedoch  sehr umständlich.  



  Gegenstand der vorliegenden     Erfindung    ist ein  Verfahren zur Herstellung von     Äthylensulfat    oder       Alkylensulfaten    der Formel  
EMI0001.0048     
    in der R Wasserstoff oder einen niedrigen     Alkylrest     bedeutet, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man       Carbonsäureester    von     Äthylenglykol    oder gegebenen  falls in     2-Stellung        alkylsubstituiertem        Propandiol-(1,3)

       mit     Dialkylsulfaten    umsetzt und anschliessend eine  Vakuumdestillation     vornimmt.    Das neue     Verfahren        ist     einfach durchführbar unter Verwendung billiger, im  technischen Massstab     zugänglicher    Ausgangsmateria-         lien    und liefert wesentlich     verbesserte    Ausbeuten als  die bekannten Verfahren. Der Gesamtverlauf der Re  aktion lässt sich durch folgende Gleichung wieder  geben, dargestellt am Beispiel des     Athylenglykols:     
EMI0001.0063     
    Es ist bekannt,     Carbonsäureester    einwertiger Al  kohole, z.

   B.     ss-Chlor-äthylacetat,    mit     Dimethylsulfat     zu den entsprechenden     Sulfaten,    also zum Beispiel     Di-          (ss-chlor-äthyl)-sulfat,        umzuestern        (Levaillant,        Anna-          les    de     Chimie,    11. Serie, 1936, S. 556).

   Dass     Carbon-          säuereester    von zweiwertigen Alkoholen bei der     Um-          esterung    mit     Dialkylsulfaten        Alkylensulfate    ergeben,  war in keiner Weise vorauszusehen. Der in der vor  hergehenden Formel gegebene Reaktionsverlauf stellt       lediglich    den Gesamtverlauf der Reaktion dar. Tat  sächlich ist er wesentlich komplizierter, und es wer  den verschiedene     Zwischenstufen    durchlaufen.

   Die       Umesterung    von     Carbonsäureestern    der Glykole mit       Dialkylsulfaten    verläuft nur gut bei     diprimären        1,2-          bzw.        1,3-Glykolen;    nicht dagegen konnten     Alkylen-          sulfate    bei der Umsetzung von Estern primärsekun  därer 1,2- bzw.     1,3-Diole    mit     Dialkylsulfaten    erhal  ten werden, da in diesem Fall überraschenderweise  Zersetzung des Reaktionsproduktes eintritt.  



  Das Verfahren gemäss vorliegender Erfindung  wird vorzugsweise wie folgt     durchgeführt:        Carbon-          säureester    von     Äthylenglykol    oder gegebenenfalls       2-alkylsubstituiertem        Propandiol-(1,3)    werden mit       Dialkylsulfaten,    gegebenenfalls unter Anwendung von      Vakuum, so hoch erhitzt, bis sich das Eintreten der  Reaktion durch ein leicht siedendes Reaktionsprodukt  bemerkbar macht. Es können verschiedene     Carbon-          säuren    zur     Veresterung    der     Diole    verwendet werden,  z. B.

   Ameisen-,     Essib,        Propion-,    Buttersäure. Auch  die     Alkyl-Reste    der     Dialkylsulfate    können verschieden  sein, z. B.     Methyl,    Äthyl,     Propyl.    Zweckmässig ist es,  die     Carbonsäure-Reste    und     Alkyl-Reste    so zu     wählen,     dass die bei der     Umesterung    gebildeten     Carbonsäure-          alkylester    leicht flüchtig sind, jedenfalls leichter     als    die  Ausgangsmaterialien und das     im    Kolben verbleibende  Reaktionsprodukt,

   um das Reaktionsgleichgewicht  möglichst weit nach der gewünschten Seite zu ver  schieben. Das Erhitzen der Reaktionspartner wird so  lange     fortgesetzt,    bis kein leichtflüchtiger Bestandteil  mehr übergeht. Dann entfernt man das überschüssige       Dialky1sulfat    durch Vakuumdestillation und fraktio  niert den verbleibenden Rückstand unter Anwendung  eines guten Vakuums, z. B. von 3     Torr    oder weniger.  Das so erhaltene Destillat     kristallisiert    bei Abkühlung  in Eis oder Kältemischung. Das abgeschiedene     cycli-          sche    Sulfat wird abgesaugt, gewaschen und getrock  net. Für die meisten Zwecke ist es von genügendem  Reinheitsgrad.

   Man kann es durch     Umkristallisation,     z. B. aus     Äthylenchlorid,    oder durch Vakuumdestil  lation, reinigen.  



  Die gemäss vorliegender Erfindung erhaltenen       Alkylensulfate    sind besonders wertvolle Zwischen  produkte. Sie sind zum Beispiel     verwendbar    zur Her  stellung von wertvollen optischen     Sensibilisatoren    für  photographische     Halogensilber-Emulsionen,    von ober  flächenaktiven Stoffen, allgemein zur Einführung lös  lichkeitserhöhender Gruppen in organische Substan  zen.  



  <I>Beispiel 1</I>  146 g     Glykoldiacetat    (1     Mol)    und 252 g über       Magnesiumoxyd    entsäuertes     Dimethylsulfat    (2     Mol)     werden in einem Heizbad von 130  bei 360     Torr    er  hitzt. Der Kolben ist mit     einem        Fraktionieraufsatz     und einem absteigenden Kühler versehen; die Vorlage  besteht aus einem weiten     U-Rohr    und befindet sich in       einer        Kältemischung.    Nach kurzer Zeit setzt leichte  Siedeerscheinung ein, und in der Vorlage kondensiert  sich eine Flüssigkeit. Nach etwa 2 Stunden ist die  Umsetzung beendet.

   In der Vorlage befinden sich  137 g = 92,5      /o    (der     Theorie)    einer Flüssigkeit, die  durch nochmalige Destillation als     Methylacetat        iden-          tifiziert    wurde (Kp. 56-58 ). Aus dem im Kolben  verbleibenden Rückstand     destilliert    man zunächst     im     Vakuum überschüssiges     Dimethylsulfat    ab. Die  Hauptmenge des gebildeten Reaktionsproduktes de-         stilliert    bei 3     Torr    bei 110-142 .

   Nach Abkühlung  in     Kältemischung    werden die abgeschiedenen Kristalle  abgesaugt, mit kaltem Äther gewaschen und getrock  net. Ausbeute an erhaltenem     Äthylensulfat    82 g =       66        %        (der        Theorie).        F.        94-95 .     



  Statt des     Glykoldiacetats    kann man mit dem glei  chen Erfolg     Glykoldipropionat    einsetzen.    <I>Beispiel 2</I>  160 g     Trimethylendiacetat    (1     Mol)    und 252 g ent  säuertes     Dimethylsulfat    (2     Mol)    werden     in    gleicher  Weise wie im Beispiel 1 verarbeitet. In der Vorlage  werden 137,5g     Methylacetat    = 92,5 0/0 (der Theorie)  aufgefangen. Bei der     Vakuumdestillation    des Rück  standes geht die Hauptmenge bei 110-140  bei  3     Torr    über.

   Nach Abkühlung in Kältemischung  scheiden sich aus der Hauptfraktion Kristalle ab, die  abgesaugt und mit kaltem Äther gewaschen werden.  Sie bestehen aus     Trimethylensulfat.    Ausbeute 89 g  = 64,5 0/0 (der Theorie). F. 57-59 .  



  Aus der Mutterlauge lässt sich durch fraktionierte  Destillation noch eine zweite Kristallisation gewinnen.  Ausbeute 8,5 g = 6,2      /o    (der Theorie). F. 57-59 .       Gesamtausbeute    70,7     4/o    (der Theorie).  



  Statt     Dimethylsulfat    kann man mit dem gleichen  Erfolg     Diäthylsulfat    einsetzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Athylensulfat oder Alkylensulfaten der Formel EMI0002.0078 in der R Wasserstoff oder einen niedrigen Alkylrest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man Carbon- säureester von Äthylenglykol oder gegebenenfalls in 2-Stellung alkylsubstituiertem Propandiol-(1,3) mit Dialkylsulfaten umsetzt und anschliessend eine Va kuumdestillation vornimmt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Diacetat oder Dipropionat von Athylenglykol oder Trimethylenglykol verwendet wer den. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Dimethyl- oder Diäthylsulfat ver wendet wird.
CH349966D 1956-06-23 1956-09-15 Verfahren zur Herstellung von Alkylensulfaten CH349966A (de)

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