CH349988A - Verfahren zur Herstellung von N-Aminoalkylderivaten von Azepinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N-Aminoalkylderivaten von Azepinen

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CH349988A
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Schindler Dr Walter
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Geigy Ag J R
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  Verfahren zur Herstellung von     N-Aminoalkylderivaten    von     Azepinen       Die vorliegende Erfindung betrifft ein     Verfahren     zur Herstellung neuer     N-Aminoalkylderivate    von     5-          Dibenzo[b,f]azepinen        (Iminostilbenen)    der Formel  
EMI0001.0008     
    worin X Wasserstoff, Halogenatome oder     Methyl-          gruppen,

          Alkylen    einen     Alkylenrest    mit 2-6 Kohlen  stoffatomen und 2-4     Brückengliedern    zwischen N  und Am und Am einen     niedrigmolekularen        Dialkyl-          aminorest    bedeutet, die wertvolle pharmakologische  Eigenschaften, insbesondere antiallergische und seda  tive Wirksamkeit, besitzen und u. a. zur Behandlung  von gewissen Formen von Geisteskrankheiten in Be  tracht kommen.  



       Quaternäre        Ammoniumsalze,    die sich von den  vorstehend definierten tertiären Basen ableiten, wir  ken teilweise als     Ganglioplegica.     



  Das erfindungsgemässe     Verfahren    ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man ein     Iminostilben    der Formel  
EMI0001.0022     
    in Gegenwart eines säurebindenden Mittels mit einem  reaktionsfähigen Ester eines     Aminoalkohols    der For  mel       HO-Alkylen-Am        IIl     umsetzt.  



  Als säurebindende Mittel eignen sich insbeson  dere     Natriumamid,        Lithiumamid,        Kaliumamid,    Na-         trium,        Lithium    oder Kalium.

   Als reaktionsfähige Ester  von     Aminoalkoholen    der Formel<B>111</B> kommen ins  besondere die     Halogenide    in Frage, im einzelnen seien  genannt:       Dimethylaminoäthylchlorid,          Diäthylaminoäthylchlorid,          Methyläthylaminoäthylchlorid,          ss-Dimethylamino-propylchlorid,          l-Dimethylamino-isopropylehlorid,          y-Dimethylamino-propylchlorid,          8-Dimethylamino-butylchlorid,          a-Methyl-y-dimethylamino-n-amylchlorid,          f3-(Di-n-propylamino)-äthylchlorid,

            ss-Methylisopropylamino-äthylehlorid,          ss-(Di-n-butylamino)-äthylchlorid,          ss-(Di-isobutylamino)-äthylchlorid     und die entsprechenden     Bromide    und     Jodide.     



  Zur Umsetzung geeignete     Iminostilbene    sind  neben dem     Iminostilben    beispielsweise das     3,7-Di-          chlor-iminostilben,        2,8-Dichloriminostilben,        1,9-Di-          chlor-iminostilben,        3,7-Dibrom-iminostilben,        3,7-Di-          methyl-iminostilben    und     2,8-Dimethyl-iminostilben.     Die Ausgangsstoffe erhält man aus den entsprechen  den     Imino-dibenzylverbindungen    durch Überführen  in leicht spaltbare     N-Acylderivate,        Halogenierung,

       z. B. mit     Bromsuccinimid,        Halogenwasserstoffabspal-          tung    und Hydrolyse.  



  Durch Anlagerung von Halogeniden oder Sul  faten     aliphatischer    oder     araliphatischer    Alkohole, z. B.  von     Methyljodid,        Dimethylsulfat,        Äthylbromid,        Äthyl-          jodid    oder     Benzylehlorid,    entstehen aus den tertiären  Aminen der     Formel    I unter Reaktion der Gruppe Am  in üblicher Weise     quaternäre        Ammoniumverbindun-          gen.     



  Mit anorganischen oder organischen Säuren, wie  Salzsäure,     Bromwasserstoffsäure,    Schwefelsäure, Phos  phorsäure,     Methansulfonsäure,        Äthandisulfonsäure,         Essigsäure,     Citronensäure,    Apfelsäure, Bernstein  säure, Weinsäure,     Benzoesäure    und     Phthalsäure    bil  den die     tertiären    Basen Salze, welche zum Teil was  serlöslich sind.  



  Im nachfolgenden Beispiel bedeuten Teile Ge  wichtsteile; diese verhalten sich zu     Volumteilen    wie  Gramm zu Kubikzentimeter. Die Temperaturen sind  in     Celsiusgraden    angegeben.    <I>Beispiel</I>  3,86 Teile     Iminostilben    werden in 50     Volumtei-          len        abs.        Benzol    gelöst,

   eine     benzolische    Lösung der  aus 5 Teilen     y-Dimethylamino-propylchlorid-Hydro-          chlorid    freigesetzten Base zugefügt und das Ganze  auf 60-70      erwärmt.    Innerhalb einer halben Stunde  lässt man nun eine Suspension von 11 Teilen     Natrium-          amid    in     Toluol        zutropfen    und kocht anschliessend  18 Stunden unter     Rückfluss.    Dann kühlt man ab und  versetzt mit Wasser. Die     benzolische    Schicht wird ab  getrennt, zweimal mit Wasser gewaschen und hierauf  dreimal mit je 50 Teilen 2-n. Essigsäure ausgezogen.

    Die essigsauren Auszüge werden vereinigt, mit Alkali  lauge alkalisch gestellt und     ausgeäthert.    Der     Ather-          extrakt    wird über Natriumsulfat getrocknet, das Lö  sungsmittel     abdestilliert    und der Rückstand im Hoch  vakuum destilliert. Das     5-(y-Dimethylamino-propyl)-          iminostilben    geht unter 0,006 mm Druck bei 163 bis  165  über. Es kristallisiert nach längerem Stehen und  schmilzt nach Umkristallisation aus     Pentan    bei 56 bis  57 . Das mittels alkoholischer Salzsäure hergestellte  Hydrochlorid     schmilzt    bei 176-177 .  



  Ausgehend von der aus 5 Teilen     ss-Dimethyl-          amino-propylchlorid-Hydrochlorid    freigesetzten Base       erhält    man analog das     5-(ss-Dimethylamino-propyl)-          iminostilben    vom     Kpo,o2    151-153 , und ausgehend  von der aus 4,6 Teilen     fl-Dimethylamino-äthylchlorid-          Hydrochlorid    freigesetzten Base das     5-(ss-Dimethyl-          amino-äthyl)-iminostilben.     



  Anderseits erhält man beim Ersatz des     Imino-          stilbens    im obigen Beispiel durch 4,55 Teile     3,7-Di-          chlor-iminostilben    und im übrigen     gleicher    Arbeits-    weise das     5-(y-Dimethylamino-propyl)-3,7-dichlor-          iminostüben,    und beim Ersatz des     Iminostilbens    durch  4,14 Teile     3,7-Dimethyl-iminostilben    das     5-(y-Dime-          thylamino-propyl)-3,7-dimethyl-iminostilben.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von N-Aminoalkyl- derivaten von Azepinen der Formel EMI0002.0055 worin X Wasserstoff, Halogenatome oder Methyl- gruppen, Alkylen einen Alkylenrest mit 2-6 Kohlen stoffatomen und 2-4 Brückengliedern zwischen N und Am, und Am einen niedrigmolekularen Dialkyl- aminorest bedeutet, dadurch gekennzeichnet,
    dass man ein Iminostilben der Formel EMI0002.0067 in Gegenwart eines säurebindenden Mittels mit einem reaktionsfähigen Ester eines Aminoalkohols der For mel HO-Alkylen-Am III umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als reaktionsfähigen Ester eines Aminoalkohols ein Halogenid eines solchen ver wendet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die erhaltenen tertiären Basen in ihre Salze mit anorganischen oder organischen Säuren überführt.
CH349988D 1956-11-13 1956-11-13 Verfahren zur Herstellung von N-Aminoalkylderivaten von Azepinen CH349988A (de)

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