CH350288A - Verfahren zur Herstellung von 1,4-3,20-Diketo-11B,17a-diosy-21-acyloxy-pregnadienen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1,4-3,20-Diketo-11B,17a-diosy-21-acyloxy-pregnadienen

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CH350288A
CH350288A CH350288DA CH350288A CH 350288 A CH350288 A CH 350288A CH 350288D A CH350288D A CH 350288DA CH 350288 A CH350288 A CH 350288A
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diketo
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acetoxy
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acyloxy
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Merck & Co Inc
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    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond
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Description


      Verfahren    zur Herstellung von     d1.4-3,20-Diketo-llss,17a-dioxy-21-acyloxy-pregnadienen       Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Ver  fahren zur Herstellung von     d1.4-3,20-Diketo-1lss,l7a-          dioxy-21-acyloxy-pregnadienen.    Diese     d1.4-3,20-Di-          keto-llss,17a-dioxy-21-acyloxy-pregnadiene    besitzen  eine pharmakologische Wirkung ähnlich derjenigen  von     Cortison,    unterscheiden sich     jedoch    darin von       Cortison,    dass sie keine merkliche Natrium- oder       Wasserretentionswirkung    besitzen.

   Sie sind somit spe  ziell wirksam für die Behandlung von Arthritis und  verwandten Krankheiten, da sie wegen ihrer     Cortison-          wirkung    verabreicht werden können, ohne eine uner  wünschte     Oedemwirkung    zu erzeugen.  



  Nach dem erfindungsgemässen Verfahren wird ein    3,20     -Diketo    -1     lss,17a-dioxy-        21-acyloxy-allopregnan     (Verbindung 1 des nachfolgenden Schemas) mit einem       Halogenierungsmittel    behandelt zur Bildung des ent  sprechenden     2,2-Dihalogen-3,20-diketo-llss,17a-di-          oxy-21-acyloxy-allopregnans,    diese Verbindung her  nach bei Zimmertemperatur stehengelassen,

       zur        Iso-          merisierung    eines     Halogenradikals    in     2-Stellung    in die       4-Stellung    unter Bildung des entsprechenden     2,4-Di-          halogen-allopregnans    (Verbindung 2), wonach auf die  letztere Verbindung ein     Halogenwasserstoffabspal-          tungsmittel    zur Bildung des entsprechenden     d1.4-3,20-          Diketo-llss,17a-dioxy-21-acyloxy-pregnadiens    (Ver  bindung 3) einwirken gelassen wird.

   Diese Reaktio  nen können wie folgt dargestellt werden:  
EMI0001.0032     
    Als Ausgangsstoffe können unter anderem fol  gende     3,20-Diketo-11ss,17a-dioxy-21-acyloxy-allopre-          gnane    verwendet werden:     3,20-Diketo-11ss,17a-dioxy-          21-alkanoyloxy-allopregnane,    z.

   B.     3,20-Diketo-l        lss,          17a-dioxy-21-acetoxy-allopregnan,        3,20-Diketo-11ss,          17a-dioxy-21-propionoxy-allopregnan,        3,20-Diketo-          1        lss,17a    -     dioxy    - 21-     heptanoyloxy    -     allopregnan    oder       3,20-Diketo-11ss,17a-dioxy-21-benzoxy-allopregnan     <B>USW.</B>    Als     Halogenierungsmittel    kann man ein solches  vom positiven Halogentypus, wie Brom, Chlor usw.,  verwenden,

   wobei man vorteilhaft ein für das Halo  genierungsmittel     inertes    Lösungsmittel     verwendet,    wie  z. B. einen     halogenierten    Kohlenwasserstoff, wie       Chloroform,        Tetrachlorkohlenstoff,    Eisessig usw.

    Vorzugsweise     führt    man die     Halogenierung    bei Zim  mertemperatur durch, indem man     tropfweise        innert     etwa 30 Minuten eine Lösung, welche mindestens      zwei     molare    Äquivalente des Halogens in Essigsäure  enthält, zu einer Lösung von einem     Mol        3,20-Diketo-          11ss,17a-dioxy-21-acyloxy-allopregnan    in Essigsäure  zugibt.  



  Wenn erwünscht, kann man dieses Reaktions  gemisch mit Wasser verdünnen, das     wässrige    Gemisch  mit Chloroform extrahieren und den     chloroformischen     Auszug im Vakuum zur Trockne eindampfen, wobei  man als Zwischenprodukt das entsprechende     2,2-Di-          halogen-        3,20-diketo    -1     lss,17a-dioxy-21-        acyloxy-allo-          pregnan    erhält, beispielsweise     2,2-Dibrom-3,20-di-          keto    - l     lss,

  17a-        dioxy-21-        alkanoyloxy    -     allopregnane,     z. B.     2,2-Dibrom-3,20-diketo-llss,17a-dioxy-21-acet-          oxy-allopregnan    oder     2,2-Dichlor-3,20-diketo-llss,          17a-dioxy-21-alkanoyloxy-allopregnane,    z. B.     2,2-Di-          chlor-3,20-diketo-1        lss,17a-dioxy-21-        acetoxy-        allopre-          gnan    usw.  



  Man lässt das     Halogenierungs-Reaktionsgemisch     bei Zimmertemperatur, z. B. bei etwa 15-25  C,  vorzugsweise während etwa 2-5 Stunden, stehen,  wobei einer der     Halogensubstituenten    in     2-Stellung    in  die     4-Stellung        isomerisiert.    Das     isomerisierte    Produkt  kann leicht aus dem     Halogenierungsgemisch    gewon  nen werden, indem man dieses mit Wasser verdünnt,  das     wässrige        Gemisch    mit einem mit Wasser nicht  mischbaren organischen Lösungsmittel, beispielsweise  Chloroform,

   extrahiert und den     chloroformischen    Aus  zug im Vakuum zur Trockne eindampft. Der Rück  stand kann leicht gereinigt werden durch     Chromato-          graphieren    auf     neutraler    Tonerde und     Umkristallisie-          ren    aus     Aceton-Petroläther,    wobei man das entspre  chende     2,4-Dihalogen-3,20-diketo-11P,17a-dioxy-21-          acyloxy-allopregnan    erhält, beispielsweise 2,4-Dihalo       gen-3,20-diketo-11ss,17a-dioxy-21-alkanoyloxy-allo-          pregnane,        2,4-Dibrom-3,20-diketo-llss,

  17a-dioxy-21-          alkanoyloxy-allopregnane,        2,4-Dibrom-3,20-diketo-          llss,17a-dioxy-21-acetoxy-allopregnan,        2,4-Dichlor-          3,20-        diketo-1        lss,17a-        dioxy-21-alkanoyloxy-        allopre-          gnane,        2,4-Dichlor-3,20-diketo-llss,17a-dioxy-21-          acetoxy-allopregnan    usw.  



  Die     Halogenwasserstoffabspaltung    aus dem     2,4-          Dihalogen    - 3 ,20     -diketo    -11     ss,17a    -     dioxy-    21-     acyloxy-          allopregnan    kann     durchgeführt    werden, indem man  die     2,4-Dihalogen-Verbindung        mit    einem tertiären  Amin, wie     Pyridin,        Collidin    usw., oder vorzugsweise  mit     einem    Gemisch eines tertiären Amins mit einem       Dialkylalkanoylamid,

      wie     Dimethylformamid,    reagie  ren lässt. Wenn erwünscht, kann als     Halogenwasser-          stoffabspaltungsmittel    ein stickstoffhaltiges     Keton-          reagens    verwendet werden, wie z. B. ein     Semicarbazid.     



  Die     Halogenwasserstoffabspaltung    wird vorzugs  weise     durchgeführt    durch Erhitzen der Reaktions  teilnehmer (z. B.     2,4-Dihalogen-3,20-diketo-llss,17a-          dioxy-21-acyloxy-allopregnan,    tertiäres Amin und       N,N-Dialkyl-alkanoylamid)    während 1-2 Stunden  unter     Rückfluss,    wobei man das entsprechende     A1,4-          3,20-Diketo-1        lss,l7a-dioxy-21-acyloxy-pregnadien    er  hält.

   Dieses Produkt kann aus dem     Reaktionsgemisch     leicht gewonnen werden durch Abkühlen des Gemi  sches und Eingiessen in Eiswasser, wobei das d1,4-         3,20-Diketo-l   <I>l</I>     ss,17a-        dioxy-    21-     acyloxy-pregnadien     ausfällt und durch Filtrieren aus dem entstehenden       wässrigen    Brei abgetrennt werden kann. Zu den auf  diese Weise gewonnenen     J1,4-3,20-Diketo-llfl,l7a-          dioxy-21-acyloxy-pregnadienen    gehören:     -11,4-3,20-Di-          keto-l        1ss,17a-dioxy-2l-alkanoyloxy-pregnadiene,    z. B.

         d1.4-3,20-Diketo-l        lss,17a-dioxy-    21-     acetoxy-pregna-          dien,        d1,4-3,20-Diketo-llss,l7a,-dioxy-21-propionoxy-          pregnadien    usw.  



  <I>Beispiel 1</I>  Zu 813 mg     3,20-Diketo-llss,17a-dioxy-21-acet-          oxy-allopregnan    in 20     cm3    Essigsäure gibt man bei  15  C innert 30 Minuten 640 mg Brom in 10     cm3     Essigsäure. Nach beendeter Zugabe kann man das       Bromierungsgemisch    mit Eiswasser verdünnen, das       wässrige    Gemisch mit Chloroform extrahieren und den       chloroformischen    Auszug zur Trockne eindampfen,  wobei man das als Zwischenprodukt entstandene 2,2  Dibrom-3,20-diketo-11j3,17a -     dioxy-21-        acetoxy-allo-          pregnan    erhält.

   Anstatt diese Verbindung zu isolieren,  hält man das     Bromierungsgemisch    während 31     @    Stun  den bei 15  C und während 1 Stunde bei 25  C, wo  bei die     2,2-Dibrom-Verbindung    zum entsprechenden       2,4-Dibrom-Derivat        isomerisiert.    Man verdünnt das       isomerisierte        Bromierungsgemisch    mit Wasser, extra  hiert das     wässrige        Gemisch    mit Chloroform und  dampft den     chloroformischen    Auszug zur Trockne  ein, wobei man 1,28 g rohes     2,4-Dibrom-3,20-diketo-          llss,

  17a-dioxy-21-acetoxy-allopregnan    erhält.  



  Dieses     2,4-Dibrom-3,20-dikeLo-11',17a-dioxy-21-          acetoxy-allopregnan    (1,28 g) wird in 3     cm3        Collidin     und 7,5     cm3        Dimethylformamid    gelöst, worauf man  das Gemisch während     1%    Stunden auf     Rückfluss    er  hitzt.

   Dann kühlt man das Reaktionsgemisch auf Zim  mertemperatur, fügt Wasser zu und extrahiert das       wässrige    Gemisch mit Chloroform, worauf man den       chloroformischen    Auszug trocknet und zur Trockne  eindampft, wobei man rohes     Al.4-3,20-Diketo-11j3,          17a-dioxy-21-acetoxy-pregnadien    erhält. Dieses rohe  Produkt wird gereinigt durch     Chromatographieren     auf neutraler Tonerde und anschliessendes Kristallisie  ren aus     Aceton-Petroläther,    wobei man reines     al.4-          3,20-Diketo-1        lss,17a-dioxy-21-acetoxy-pregnadien    er  hält.  



  <I>Beispiel 2</I>  Zu einer Lösung von 0,22 g     3,20-Diketo-11ss,17a-          dioxy-21-acetoxy-allopregnan    in 70 cm-' Chloroform  gibt man innert 90 Minuten bei 25  C ein Gemisch  aus 0,1     em3    einer 1-n Lösung von Bromwasserstoff  in Essigsäure und 0,96g Brom in 3     cm3    Essigsäure,  wobei man die Temperatur des     Bromierungsgemisches     auf 25  C hält.

   Das entstehende     Gemisch    wird neu  tralisiert durch Zugabe von     wässriger        Natriumbicar-          bonatlösung,    und der     chloroformische        Auszug    wird  abgetrennt und im Vakuum zur Trockne eingedampft,  wobei man     2,4-Dibrom-3,20-diketo-11,3,17a-dioxy-          21-acetoxy-allopregnan    erhält.  



  Das durch     Bromierung    von 0,22     Q        3,20-Diketo-          llss,17a-dioxy-21-acetoxy-allopre,        an@wie    oben be  schrieben erhaltene     2,4- Dibrom-3,20-diketo-llss,              17a-dioxy-21-acetoxy-allopregnan    wird in     Dimethyl-          formamid    gelöst.

   Zu dieser Lösung gibt     man    eine  Lösung von 7,5     cm3        Dimethylformamid    und 3     cm3          Collidin.    Das entstehende Gemisch wird während  etwa 2 Stunden auf     Rückfluss    erhitzt.  



  Man kühlt das Reaktionsgemisch ab, verdünnt  mit Wasser und extrahiert das     wässrige    Gemisch mit  Chloroform. Der     chloroformische    Auszug wird mit  Wasser gewaschen, getrocknet und im     Vakuum    zur  Trockne eingedampft. Der Rückstand wird aus     Ätha-          nol    zur Kristallisation gebracht und aus Äthanol um  kristallisiert, wobei man reines     d1,4-3,20-Diketo-llss,          17a-dioxy-21-acetoxy-pregnadien    erhält, Schmelz  punkt 236-239  C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von d1,4-3,20-Diketo- l1ss,17a-dioxy-21-acyloxy-pregnadienen, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein 3,20-Diketo-llss,17a-di- oxy-21-acyloxy-allopregnan mit einem Halogenie- rungsmittel behandelt zur Bildung des entsprechenden 2,2-Dihalogen- 3,20- diketo -1 lss,17a- dioxy-21-acyl- oxy-allopregnans,
    dass man diese Verbindung hernach bei Zimmertemperatur stehenlässt zur Isomerisie- rung eines Halogenradikals in 2-Stellung in die 4-Stel- lung unter Bildung des entsprechenden 2,4-Dihalo- gen-allopregnans, und dass man die letztere Verbin dung mit einem Halogenwasserstoffabspaltungsmittel behandelt zur Bildung des entsprechenden 41,4-3,20- Diketo-l l ss,
    17a-dioxy-21-acyloxy-pregnadiens. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch zur Herstel lung eines d1.4-3,20-Diketo-llss,17a-d'ioxy-21-alka- noyloxy-pregnadiens, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsmaterial ein 3,20-Diketo-llss,17a- d'ioxy - 21- alkanoyloxy - allopregnan,
    als Halogenie- rungsmittel Brom und als Halogenwasserstoffabspal- tungsmittel ein tertiäres Amin verwendet. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1 zur Herstel lung von 41,4-3,20-Diketo-llss,17a-dioxy-21-acetoxy- pregnadien, dadurch gekennzeichnet, dass man 3,20- Diketo-llss,17a-dioxy-21-acetoxy-allopregnan mit zwei molaren Äquivalenten Brom behandelt zur Bil dung eines 2,2-Dibrom-3,20-diketo-Ilss,17a-dioxy- 21-acetoxy-allopregnan enthaltenden Bromierungs- gemisches,
    dass man dieses Bromierungsgemisch bei Zimmertemperatur stehenlässt zur Isomerisierung eines Bromradikals in 2-Stellung in die 4-Stellung unter Bildung von 2,4-Dibrom-3,20-diketo-11ss,17a- d'ioxy-21-acetoxy-allopregnan, und dass man diese Verbindung mit Collidin und Dimethylformamid be handelt zur Bildung von d1.4-3,20-Diketo-11ss,17a- dioxy-21-acetoxy-pregnadien.
CH350288D 1955-11-16 1956-11-13 Verfahren zur Herstellung von 1,4-3,20-Diketo-11B,17a-diosy-21-acyloxy-pregnadienen CH350288A (de)

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