CH352073A - Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Azofarbstoffen

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CH352073A
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Frederick Strobel Albert
Wilson Williams William
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Gen Anilini & Film Corp
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds

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Description


      Verfahren    zur Herstellung von     metallhaltigen        Azofarbstoffen       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein  Verfahren zur Herstellung neuer metallhaltiger Kom  plexverbindungen des     Azofarbstoffes    der Formel  
EMI0001.0005     
    Es ist in jüngster Zeit eine Nachfrage entstanden  nach Farbstoffen für Nylon und andere synthetische  Fasern mit extrem hoher Lichtechtheit, das heisst nach  Farbstoffen, welche bei einer Belichtung im      Fadeo-          meter     während 100 Stunden nicht angegriffen wer  den.

   Diese Eigenschaft, welcher wesentliche Bedeu  tung zukommt bei Geweben, die beispielsweise ver  wendet werden für Vorhänge, Automobilpolsterungen  und Sitzüberzüge, ist besonders schwer zu erreichen,  wenn Pastelltöne gewünscht werden. Es ist ausserdem  sehr wünschenswert, dass solche Farbstoffe gute  Waschechtheit besitzen und in Wasser genügend lös  lich sind, dass sie Nylon und andere Fasern aus einem  neutralen     wässrigen    Bad unter guter Erschöpfung  desselben anfärben. Die für die angegebenen Zwecke  bisher verwendeten Farbstoffe sind meistens bezüg  lich der gewünschten Eigenschaften in     einer    oder  mehreren Hinsichten ungenügend.

      Es wurde nun gefunden, dass metallhaltige Kom  plexverbindungen des oben beschriebenen     Azofarb-          stoffes    die gewünschten Eigenschaften besitzen und  verwendet werden können zum Färben von Nylon  und andern Fasern aus einem neutralen     wässrigen     Bad mit guter Erschöpfung, wobei gefärbte Fasern  von ausserordentlich guter Lichtechtheit und guter  Waschechtheit erhalten werden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man     2-Amino-phenol-4-suifonamid          diazotiert,    mit einem     1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon     kuppelt und das Kupplungsprodukt metallisiert.  



  Die     Metallisierung    kann in bekannter Weise in  saurem, neutralem oder alkalischem Medium, gege  benenfalls unter Anwendung oder nicht von Druck  und/oder erhöhten Temperaturen durchgeführt wer  den. Als     Metallisierungsmittel    können beispielsweise  solche verwendet werden, welche Kupfer, Kobalt,  Nickel und vorzugsweise Chrom liefern. Diese Mittel  können in Form von Oxyden,     Hydroxyden    oder von  Salzen angewendet werden, beispielsweise denjenigen  von anorganischen oder organischen Säuren, wie  Salzsäure, Schwefelsäure,     Fluorwasserstoffsäure,     Ameisensäure, Essigsäure, Weinsäure,     Salicylsäure     usw.

   Die     Metallisierungsmittel    können allein oder in  Gegenwart einer weiteren Substanz zur Anwendung  gelangen, welche mit dem     Metallisierungsmittel    eine  Komplexverbindung bilden oder nicht bilden kann,  beispielsweise von Ammoniak,     Pyridin,    Äthylen  diamin,     Äthanolamin,    Ameisensäure, Essigsäure,       Oxalsäure,        aliphatischen    oder aromatischen     hydroxyl-          haltigen    Verbindungen, wie Alkohol oder Glycerin,       aliphatischen        Oxycarbonsäuren,    wie Weinsäure,  Milchsäure, Zitronensäure usw.,

   aromatischen     Oxy-          carbonsäuren,    wie     Salicylsäure    usw., Zuckern,     Cellu-          losederivaten,        Phenolen,        Tanninen    und     Ligninen    usw.,  löslichen     Salzen    von     Sulfonsäuren    und     Carbonsäuren         der     aliphatischen,    aromatischen und     hydroaroma-          tischen    Reihe, anorganischen Metall-, Alkali- und       Erdalkalisalzen,

          -oxyden    und     -hydroxyden    usw. Beim       Metallisierungsprozess    können ferner     Dispersions-          mittel,    Lösungsmittel und andere Hilfsstoffe verwen  det werden.    Die     Metallisierung    kann mit einem oder mehreren       Metallisierungsmitteln    gleichzeitig oder nacheinander  durchgeführt werden. Das     Metallisierungsmittel    kann       derart    angewendet werden, dass die entstehende Kom  plexverbindung des     Azofarbstoffs    weniger als ein, ein  oder mehr als ein Metallatom enthält.

   So kann die  entstehende metallhaltige Komplexverbindung eine  komplexe Vereinigung eines Metallatoms mit einem  Molekül des     Azofarbstoffs    oder eines Metallatoms  mit zwei Molekülen des     Azofarbstoffs    darstellen.  



  Die erfindungsgemäss erhältlichen metallhaltigen  komplexen     Azoverbindungen        sind    in Wasser löslich  und     liefern    ausgezeichnete Ergebnisse bei der Ver  wendung zum Färben von Nylon aus neutralem     wäss-          rigem    Bad. Es versteht sich indessen, dass diese  Farbstoffe auch zum Färben von andern Materialien  verwendet werden können, wie z. B. von Seide, Wolle,  Leder,     Mischfasern    usw.     Polyacrylnitrilfasern    können  mit den erfindungsgemäss erhältlichen Farbstoffen  nach der     Kupferhydroxylamin-Methode    gefärbt wer  den.

   Die Komplexfarbstoffe können auch verwendet  werden zum Färben von natürlichen oder synthe  tischen Harzen und Kunststoffen in Masse, Lacken  <B>USW.</B>    In den folgenden Beispielen bedeuten Teile, wo  nichts anderes angegeben ist, Gewichtsteile.    <I>Beispiel 1</I>  5,45 g     2-Amino-phenol-4-sulfonamid    (0,029     Mol)     wurden mit 65 cm-' Wasser und 5,0     cm3        konzentrier-          ter        (37%iger)        Salzsäure        zu        einem        Brei        angerührt.     Durch Zugabe von Eis wurde das Material auf 5  C  gekühlt.

   Hierauf liess man 23,5     cm3        wässrige        Natrium-          nitritlösung        (10%        Gewicht/Volumen)        eintropfen        und          rührte    das Material während 15 Minuten. Das über  schüssige     Natriumnitrit    wurde     zerstört    durch Zugabe  von 1,5     cm3    wässriger     Sulfaminsäure        (1011/o    Gewicht/  Volumen).

   Eine Kupplungslösung wurde hergestellt  durch Zugabe von 30     cm3    Wasser und 3,0     em3        wäss-          rigem        Natriumhydroxyd        (40%        Gewicht/Volumen)        zu     5,54 g     1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon    (0,0318     Mol).     Das Material wurde bis zur Auflösung gerührt. Dann  wurde es in die     Diazolösung    gegossen.

   Man fügte  5,0     cm3    konzentriertes     wässriges    Ammoniak zu, und  nach 30minütigem Rühren wurde die Prüfung auf  freies     Diazo    negativ. Das Reaktionsgemisch wurde       filtriert    und der     Presskuchen,    welcher den     Azofarb-          stoff    enthielt, mit 200     cm3    Wasser und 5,0     em3    kon  zentrierter     (3711/oiger)    Salzsäure wieder zu einem Brei  gerührt und nochmals     filtriert,    worauf man den     Press-          kuchen    mit Wasser neutral wusch.

   Der so erzeugte       Azofarbstoff    hatte die Formel:  
EMI0002.0075     
    Der     Presskuchen,    welcher 10,7 g (0,029     Mol)     nichtmetallisierten     Azofarbstoff    enthielt, wurde in  100     cm3        Formamid    mit 5,6g     Chromformiatpaste          (13,5511/o        Cr,    0,0145     Mol)    verrührt.

   Das Material  wurde in einem     Becherglas    auf dem Dampfbad bis  zur Homogenität erhitzt und dann in einen mit     Rüh-          rer    und Thermometer versehenen     500-cm3-Kolben     gegossen. Zum Spülen wurden weitere 50     cm3        Form-          amid    verwendet. Das Material wurde auf 95  C erhitzt  und während 6 Stunden auf dieser Temperatur gehal  ten. Dann wurde die Temperatur auf 135  C erhöht,  bei welcher Temperatur man während 4 Stunden       rührte.    Hierauf wurde das Reaktionsgemisch abge  kühlt und in 250     em3    Wasser gegossen.

   Zum Aus  salzen des     metallisierten    Produkts, eines sehr gut  löslichen Farbstoffs, gab man 100 g     Natriumchlorid     zu. Das Material wurde filtriert und getrocknet, wobei  man 12 g Farbstoff erhielt, welcher mit<B>80</B>     cm3     Alkohol aufgerührt und     filtriert    wurde. Das Filtrat  wurde in 400     crn3    Wasser gegossen. Es entstand ein  Niederschlag. Der Brei wurde während 3 Stunden  gerührt, dann filtriert.

   Der     Presskuchen    wurde mit       Warmluft    bei 80  C getrocknet, wobei man 6,8 g  eines     chromierten    Farbstoffs erhielt, welcher, wie die  Analyse ergab, ein Atom Chrom in komplexer Bin  dung mit 2 Molekülen der     Azo-Vorstufe    enthielt.  Anders ausgedrückt, war das Produkt eine     chrom-          haltige    Komplexverbindung mit einem halben Atom  Chrom auf je eine     o,o'-Di-oxy-azo-Gruppe    im     Farb-          stoffmolekül.     



  Der so erhaltene Farbstoff kann wie folgt verwen  det werden:  0,025 g des     chromierten    Farbstoffs werden in  einem 300     cm3    Wasser enthaltenden     Becherglas    gelöst  und auf 93  C erhitzt. Man gibt 5,0 g Nylontuch zu  und     rührt    dieses Material im     Becherglas    bei dieser  Temperatur während 45 Minuten, wonach man es  entnimmt, spült und trocknet. Das Tuch zeigt eine  rotorange Färbung von ausgezeichneter Lichtechtheit  und guter Waschechtheit, bei vorzüglicher Erschöp  fung des Färbebades.  



  Das Produkt gemäss vorliegendem Beispiel     zeigte     eine bessere Erschöpfung und war weniger löslich als  der nach dem folgenden Beispiel hergestellte Farb  stoff.      <I>Beispiel 2</I>  80,9 g des     Azofarbstoffs    von Beispiel 1 wurden  zu einer Lösung von 83,4 g     Chromformiat        Paste-(ent-          haltend    13,77      /a        Cr,    0,217     Mol)    in 250     cms    Form  amid gegeben, auf 140  C erhitzt und während 6 Stun  den bei dieser Temperatur gehalten, während welcher  Zeit sich der Farbstoff vollständig löste.

   Hierauf  wurde das Material in 750     cms    Wasser gegossen. Zur  Lösung gab man 100g     Natriumchlorid.    Das Material  wurde ausgefällt und während 2 Stunden     gerührt.    Es  wurde     abgenutscht,    worauf man den Filterkuchen  presste und bei 70  C     lufttrocknete.    Der trockene     chro-          mierte    Farbstoff wog 101,6 g und enthielt 1 Atom  Chrom auf je eine     o,o'-Dioxy-azo-Gruppe    des     Azo-          farbstoffmoleküls.       Der so erhaltene Farbstoff kann wie     folgt    ver  wendet werden:

    Ein 10,0 g schweres Gewebestück aus Nylon wird  während 3/4 Stunden unter periodischem     Rühren    in  300     cms    Wasser, welches 0,25 g des obigen     chro-          mierten    Farbstoffes     enthält,    auf 93  C erhitzt. Danach  wird das Gewebestück herausgenommen,     mit    Wasser  gespült und getrocknet. Es wird eine egale, gelblich  orange Färbung erzielt, welche ausserordentlich licht  echt und sehr waschecht ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Komplexverbindungen des Azofarbstoffes der Formel EMI0003.0028 dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Amino-phenol-4- sulfonamid diazotiert, mit einem 1-Phenyl-3-methyl- 5-pyrazolon kuppelt und das Kupplungsprodukt me tallisiert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Kupplungsprodukt chro- miert. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man zum Metallisieren eine solche Menge eines Metallisierungsmittels verwendet, dass der entstehende Komplex weniger als 1 Metall atom pro komplexbildende Gruppe des Azofarbstoffes enthält. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man züm Metallisieren eine solche Menge eines Metallisierungsmittels verwendet, dass der entstehende Komplex mindestens 1 Metallatom pro komplexbildende Gruppe des Azofarbstoffes enthält.
CH352073D 1956-09-19 1956-09-19 Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Azofarbstoffen CH352073A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4364864A (en) * 1976-10-25 1982-12-21 Ciba-Geigy Corporation 1:2 Cobalt and chromium complex unsymmetrical azo dyes

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4364864A (en) * 1976-10-25 1982-12-21 Ciba-Geigy Corporation 1:2 Cobalt and chromium complex unsymmetrical azo dyes

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