CH352076A - Verfahren zur Herstellung neuer Phthalocyaninfarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Phthalocyaninfarbstoffe

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CH352076A
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CH
Switzerland
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phthalocyanine
production
acid
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phthalocyanine dyes
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Inventor
Christian Dr Zickendraht
Eugen Dr Koller
Original Assignee
Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B47/00Porphines; Azaporphines
    • C09B47/04Phthalocyanines abbreviation: Pc
    • C09B47/08Preparation from other phthalocyanine compounds, e.g. cobaltphthalocyanineamine complex
    • C09B47/24Obtaining compounds having —COOH or —SO3H radicals, or derivatives thereof, directly bound to the phthalocyanine radical
    • C09B47/26Amide radicals

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung neuer     Phthaloeyaninfarbstoffe       Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung  neuer,     acetonlöslicher        Phthalocyaninfarbstoffe,    die       Sulfonsäureamidgruppen    enthalten, deren     Amidstick-          stoffatome    je eine     Alkoxyalkylgruppe    tragen.  



  Zur Herstellung dieser     Sulfonsäure-N-alkoxyalkyl-          amidgruppen    enthaltenden     Phthalocyaninfarbstoffe     werden erfindungsgemäss     Alkoxyalkylamine    mit       Phthalocyaninsulfonsäurehalogeniden    umgesetzt.  



  Als     Alkoxyalkylamine    kommen hierbei vorzugs  weise     niedrigmolekulare        Alkoxyalkylamine    in Be  tracht, z. B. solche, die höchstens 2     Kohlenstoffatome     im     Alkoxyrest    enthalten. Als Beispiele solcher Amine  seien vor allem das     ss-Methoxyäthylamin,    das       Äthoxyäthylamin,    das     y-Methoxypropylamin    und das       y-Äthoxypropylamin    erwähnt.  



  Als für die Umsetzung geeignete     Phthalocyanin-          sulfohalogenide    kommen in erster Linie die     Sulfo-          chloride    des     Kupferphthalocyanins    und in zweiter  Linie die des Kobalt- oder     Nickelphthalocyanins    bzw.  des metallfreien     Phthalocyanins    in Frage.

   Die     Sulfo-          chloridgruppen    können in 4- oder     3-Stellungen    stehen,  je nachdem, ob man zu ihrer Herstellung von der       4-Sulfophthalsäure    ausgeht oder ob man die Gruppen  durch nachträgliche     Sulfonierung    bzw. durch direkte       Sulfochlorierung    des     Phthalocyanins    einführt.

   Bei den       Phthalocyaninen,    die aus mehrkernigen     Dicarbon-          säuren    oder     Dinitrilen    usw. hergestellt sind, wie bei  spielsweise aus     Diphenyl-o-dicarbonsäure,    können die       Sulfochloridgruppen    auch in den externen Kernen ste  hen. Ihre Zahl kann zwischen 1 und 4 schwanken und  bei     Phthalocyaninen    aus mehrkernigen Ausgangs  materialien sogar höher sein. Die     Phthalocyanine    kön  nen ausserdem noch weitere     Substituenten    wie bei  spielsweise Halogene tragen.  



  Mit Vorteil verwendet man gemäss vorliegendem  Verfahren möglichst reine     Phthalocyanintetrasulfo-          chloride.    Diese besonders wertvolle Resultate ergeben-    den, möglichst reinen     Phthalocyanintetrasulfochloride     kann man beispielsweise so herstellen, dass man       Phthalocyaninsulfonsäuren    oder     unsulfierte        Phthalo-          cyanine    mit     Chlorsulfonsäure    bei erhöhter Temperatur  (das heisst bei Temperaturen, die oberhalb 100 , z. B.

    zwischen 120 und     140 ,    liegen) umsetzt und vor der       Isolierung    der gebildeten     Phthalocyanintetrasulfochlo-          ride    das Reaktionsmedium mit     Thionylchlorid    be  handelt.  



  Die Behandlung des in an sich     bekannterweise    er  haltenen Reaktionsmediums mit     Thionylchlorid    ge  schieht mit Vorteil bei höchstens 85 . Aus dem  Reaktionsmedium können dann die     gebildeten          Tetrasulfochloride    in an sich üblicher Weise z. B.  durch Austragung auf Eiswasser isoliert werden.  



  Gemäss diesem Herstellungsverfahren erhält man  sehr reine     Phthalocyaninsulfonsäurechloride,    die     für     die Umsetzung mit     Alkoxyalkylamiden    besonders ge  eignet sind.  



  Diese Umsetzung der     Phthalocyaninsulfonsäure-          halogenide    mit den angegebenen     Alkoxyalkylaminen     wird vorzugsweise in     wässrigem    Medium     in    Gegenwart  säurebindender Mittel wie     Alkali-    oder     Erdalkali-          hydroxyde,        Alkalicarbonate,        Natriumacetat    oder ter  tiären Basen wie     Triäthanolamin    oder     Pyridin    vorge  nommen.

   Gegebenenfalls kann als säurebindendes  Mittel ein     überschuss    des zur Umsetzung verwendeten       Alkoxyalkylamins    dienen, welches für weitere     Um-          setzungen        mit        Phthalocyaninsulfochloriden    aus des  sen Chlorhydrat regeneriert werden kann. Die Um  setzungstemperatur kann in sehr weiten Grenzen vari  iert werden,     vorteilhafterweise    wird bei niederen Tem  peraturen z. B. zwischen 20 bis     40     gearbeitet. Zweck  mässig verwendet man solche     Phthalocyaninsulfo-          chloride,    die von     salzbildenden    Gruppen, z.

   B. von       in        Sulfochloridgruppen    nicht umgewandelten Sulfon-           säuregruppen,    frei     sind    und die z. B. nach der weiter  oben geschilderten Methode zugänglich sind.  



  Die nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen  Produkte sind neu. Sie sind     Phthalocyaninsulfonsäure-          amide,    deren     Amidstickstoffatome        Alkoxyalkylgrup-          pen    tragen.  



  Sie sind     in        organischen    Lösungsmitteln wie Ester,  Alkohol und besonders in Aceton löslich. Sie sind  zum Färben natürlicher oder künstlicher Harze,  Wachse, Lacke und plastischer Massen z. B. aus       Celluloseäthern    oder     -estern,    beispielsweise zum  Spinnfärben von     Acetatseide    sowie zum Färben von  natürlichen oder synthetischen Polymeren oder Kon  densationsprodukten geeignet.  



  Mit den erfindungsgemäss hergestellten Farbstof  fen lässt sich z. B.     Acetatkunstseide    nach der Spinn  färbemethode in klaren, chlor- und     abgaseechten     Blautönen färben.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile, sofern nichts anderes erwähnt wird, Gewichts  teile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Tem  peraturen sind in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  193 Teile     Cu-Phthalocyanin    werden innert einer  Stunde in 1500 Teilen     Chlorsulfonsäure    eingetragen.  Unter Rühren erwärmt man eine Stunde auf 70 bis  75  und steigert hierauf in 11/2 Stunden auf 130 bis  135 . Bei dieser Temperatur wird 4 Stunden ge  rührt. Nach Abkühlung auf     80     werden innert einer  Stunde 600 Teile     Thionylchlorid        zugetropft    und an  schliessend eine weitere Stunde bei 75 bis 80  ge  rührt. Nach Abkühlung auf Raumtemperatur wird die  Masse auf Eis ausgetragen. Das     Cu-Phthalocyanin-          tetrasulfochlorid    wird abgesaugt und mit Wasser neu  trag gewaschen.  



  Die erhaltene Paste wird in 3000 Teilen Wasser       verrührt    und nach Zugabe von 120 Teilen     y-Methoxy-          propylamin    und 100 Teilen     Natriumbicarbonat    12  Stunden bei 35 bis 40  gerührt. Man verdünnt an  schliessend mit 3000 Teilen Wasser und filtriert das    erhaltene     Säureamid    ab. Es stellt ein blaues, wasser  unlösliches Pulver dar, welches sich in Aceton und  Alkohol gut löst und     Acetatseide    in der Masse in  licht- und waschechten, grünstickig blauen Tönen  färbt.  



  <I>Beispiel 2</I>  89,6 Teile     kupferphthalocyanin-4,4',4",4"'-tetra-          sulfonsaures    Natrium werden in 525 Teile     Chlorsul-          fonsäure    eingetragen. Man rührt eine Stunde bei  70 bis 75 , steigert dann die Temperatur     innert    11/2  Stunden auf 130 bis 135  und hält hierauf 4 Stunden  bei dieser Temperatur. Nach Abkühlung auf     70      werden innert einer Stunde 195 Teile     Thionylchlorid          zugetropft    und anschliessend 4 Stunden bei 80 bis 85   gerührt.

   Nun wird auf Eis ausgetragen und das     Tetra-          sulfochlorid        abfiltriert    und mit Wasser neutral ge  waschen. Die Umsetzung mit     Methoxypropylamin    er  folgt nach dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfah  ren. Der so gewonnene Farbstoff stellt getrocknet ein  in Alkohol und Aceton gut lösliches, blaues Pulver  dar, welches     Acetatseide    in der Masse in licht- und  waschechten, grünstickig blauen Tönen färbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung acetonlöslicher Phthalo- cyaninfarbstoffe, die Sulfonsäureamidgruppen ent halten, deren Amidstickstoffatome je eine Alkylalkyl- gruppe tragen, dadurch gekennzeichnet, dass man Phthalocyaninsulfonsäurehalogenide mit Alkoxyalkyl- aminen umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man reines Kupferphthalocyanin- tetrasulfonsäurechlorid verwendet. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man niedrigmolekulare Alkoxy- alkylamine verwendet, die höchstens 2 Kohlenstoff atome im Alkoxyrest und höchstens 3 Kohlenstoff- atome im Alkylrest enthalten.
CH352076D 1957-03-18 1957-03-18 Verfahren zur Herstellung neuer Phthalocyaninfarbstoffe CH352076A (de)

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