CH352681A - Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Wismut-Rutin-Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Wismut-Rutin-Verbindungen

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CH352681A
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rutin
bismuth
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Reiser Mario
Conrad Dr Koch
Tamm Horst
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Albert Ag Chem Werke
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H17/00Compounds containing heterocyclic radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H17/04Heterocyclic radicals containing only oxygen as ring hetero atoms
    • C07H17/06Benzopyran radicals
    • C07H17/065Benzo[b]pyrans
    • C07H17/07Benzo[b]pyran-4-ones

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Verfahren    zur   Herstellung    wasserlöslicher      Wismut-Rutin-Verbindungen   Es ist bekannt,    Rutin   durch    Überführung      in   chemische Abkömmlinge, z. B. Säuren, Ester, Äther von    Oxysäuren,   Äther von    Aminoalkoholen   usw. wasserlöslich zu machen und damit in eine Form zu bringen, die zur    parenteralen   Anwendung geeignet ist. 



  Es ist weiter bekannt, wasserlösliche    Wismutver-      bindungen   für therapeutische Zwecke    einzusetzen,   beispielsweise    Bismutylkaliumtartrat   und    Wismutthio-      glykolat   in der Therapie der    Treponema-Erkrankun-      gen.   



  Es wurde nun gefunden, dass wasserlösliche    Wis-      mut-Rutin-Verbindungen   dadurch hergestellt werden können, dass man auf eine    wässrige   Suspension von    Rutin   oder auf Lösungen von    Rutin   in mit Wasser mischbaren organischen    Lösungsmitteln   oder auf    wässrige   Lösungen der Alkali- oder    Erdalkalisalze   des    Rutins      wässrige   Lösungen komplexer oder nicht komplexer    Wismutsalze,   gegebenenfalls unter    Erwärmen,   einwirken lässt. 



  Die erfindungsgemäss hergestellten    Verbindungen   haben besondere    therapeutische      Eigenschaften,   da sie ausser der vom Wismut    bekannten      treponemaziden   Wirkung auch eine    kapillardichtende   Wirkung aus- üben. 



  Für die    therapeutische   Verwendung werden    mit      Vorteil   solche    Verbindungen      eingesetzt,   die auf 1 g Atom Wismut etwa 1    Mol      Rutin   enthalten. 



  Als    Wismutsalz   werden    vorzugsweise   Wismutnitrat oder    Wismutacetat   und    als   komplexe Salze vorzugsweise    Bismutylnatrium-   oder    Kaliumtartrat   oder    Wismutammoniumcitrat      verwendet,   wobei diese    Salze,      gegebenenfalls   in Gegenwart von verdünnten Säuren, zur Umsetzung mit den    Alkali-   oder    Erdalkalisalzen,   zum Einsatz gelangen können. Die    Wismut-Rutin-      Verbindungen   können aus ihren Lösungen nach der Umsetzung durch Einengen,    Abfiltrieren,   Auswa- scheu und Trocknen im Vakuum    isoliert   werden.

   Sie sind gelb    gefärbt   und es fällt aus ihnen bei Zugabe von Schwefelwasserstoff oder    Natriumsulfit   Wismutsulfid aus. 



  Beispiel 1 Aus 48,5g    Wismutnitrat   [Bi    (NO3)3      +   5    H20]   wird in bekannter Weise' durch Fällen mit    Ammoniak      Wismuthydroxyd   hergestellt. Dieses wird auf der    Nutsche      nitratfrei   gewaschen und noch feucht    in   480 ml 50    o/oiger   (50 g in 100    ml)   Essigsäure gelöst. Diese Lösung lässt man innerhalb von etwa 30 Minuten zulaufen zu einer von aussen gekühlten Lösung von 66,4 g    Rutin   und 160 g    Natriumhydroxyd      in   500 ml Wasser, wobei das    Reaktionsgemisch      ständig   von aussen gekühlt wird.

   Die Reaktion wird unter    Stickstoff      durchgeführt,   um eine Veränderung des    Rutins   bzw. des Reaktionsproduktes durch den Luftsauerstoff zu    vermeiden.   Zum Schluss wird das Reaktionsgemisch im Vakuum eingeengt, nach dem Abkühlen scheidet sich die    Wismut-Rutin-Verbindung   ab. Sie wird    abfiltriert   und    mit   wenig kaltem Wasser gewaschen.

   Durch Versetzen der Mutterlauge    mit      Alkohol,   Abkühlen und    Abfiltrieren   des gebildeten Niederschlages lässt sich ein weiterer Anteil    gewinnen.   Die    Verbindung      lässt   sich durch    Wiederauflösen   in Wasser,    Versetzen   mit Alkohol und    Abkühlen   reinigen. 



  Rohausbeute nach Trocknen im Vakuum    etwa      80      g      =      96      %      der      Theorie.   



  Beispiel 2 66,4 g    Rutin   werden in 600 ml Wasser suspendiert und mit einer Lösung von 200g    Wismutammo-      niumcitrat   (etwa 4/10    Mol)   in 345    ml   Wasser versetzt. Man    erhitzt   auf dem    Babotrichter      zum   Sieden und hält etwa    1/4   Stunde beim Sieden, bis sich das 

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    Rutin   gelöst hat. Man erhält weitere 30 Minuten am mässigen Sieden. Zum Schluss wird das Reaktionsgemisch abgekühlt und mit 1,7 1 Alkohol    (96o/oig)   versetzt, wobei sich die    Wismut-Rutin-Verbindung   abscheidet. Sie wird abgesaugt und mit wenig Alkohol gewaschen. Rohausbeute nach Trocknen im Vakuum etwa 190 g. 



  Zur Reinigung löst man das Rohprodukt in 750 ml Wasser,    zentrifugiert   Ungelöstes ab und versetzt das    Zentrifugat   mit 750    ml   Alkohol (96    o/oig).   Der hierbei sich bildende Niederschlag wird abgesaugt    und      mit      75      %      igem      Alkohol      gewaschen,      bis      das      Filtrat   farblos abläuft. Ausbeute nach Trocknen im Vakuum: 76 g = 91    "/a   der Theorie.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Wis- mut-Rutin-Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man auf Rutin oder dessen Alkali- oder Erdal- kalisalze wässrige Lösungen von Wismutsalzen einwirken lässt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Rutin in wässriger Suspension verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Rutinsalze in wässriger Lösung verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Rutin in einem mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein organisches Wismutsalz verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Wismutkomplexsalz verwendet. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung unter Erwärmen vornimmt.
CH352681D 1956-06-23 1957-04-04 Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Wismut-Rutin-Verbindungen CH352681A (de)

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