CH352704A - Eisenbahnwagenbremse - Google Patents

Eisenbahnwagenbremse

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CH352704A
CH352704A CH352704DA CH352704A CH 352704 A CH352704 A CH 352704A CH 352704D A CH352704D A CH 352704DA CH 352704 A CH352704 A CH 352704A
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CH
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brake
lever
rod
coupling rod
coupling
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Hogfors Einar
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Bromsregulator Svenska Ab
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H13/00Actuating rail-vehicle brakes
    • B61H13/20Transmitting mechanisms
    • B61H13/30Transmitting mechanisms adjustable to take account of variation of vehicle weight
    • B61H13/32Transmitting mechanisms adjustable to take account of variation of vehicle weight by varying brake lever leverage

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description


  Eisenbahnwagenbremse    Die Erfindung bezieht sich auf eine Eisenbahn  wagenbremse mit Bremszylinder und Bremsgestänge  mit einem Bremshebel, der an zwei Kuppelstangen  angelenkt ist, von denen die eine ein beim leeren und  bis auf ein gewisses Lastgewicht beladenen Wagen  verwendetes niedrigeres und die andere ein beim über  dieses Lastgewicht beladenen Wagen verwendetes  höheres Übersetzungsverhältnis des Bremshebels be  stimmt.  



  In den meisten Druckluft- oder Vakuumbremsen  ist es für eine gute Funktion der Bremse erwünscht,  dass der Hub des Bremskolbens im Bremszylinder  beim Bremsen in allen Bremsvorgängen ungefähr  konstant bleibt. Bei Anwendung eines Bremsgestän  ges mit mechanischem Lastwechsel wird jedoch der  Bremskolbenhub verschieden, je nachdem die Brem  sung über das höhere oder das niedrigere Überset  zungsverhältnis erfolgt, falls die Klotzspielräume auf  einem konstanten Wert gehalten werden.

   Bisher hat  man diesem Umstand dadurch abgeholfen, dass der  selbsttätige Gestängesteller derart gesteuert wurde,  dass er beim Bremsen über das höhere Übersetzungs  verhältnis, das heisst mit dem Lastwechsel in der Lage   Beladen , die Klotzspielräume auf einem Wert hält,  der den erwünschten Wert des Bremskolbenhubes er  gibt, und dass etwa derselbe erwünschte Wert des  Bremskolbenhubes beim Bremsen über das niedrigere  Übersetzungsverhältnis dadurch erzielt wird, dass der  das niedrigere Übersetzungsverhältnis bestimmenden  Bremshebelkuppelstange ein zusätzlicher Leergang  über denjenigen hinaus erteilt wird, der beim Um  stellen des Lastwechsels in die Lage  Leer  durch  den beweglichen Anschlag des Lastwechsels beschränkt  wird.

   Dieser zusätzliche Leergang der das niedrigere  Übersetzungsverhältnis bestimmenden Bremshebel  kuppelstange bewirkt, dass beim Ansetzen der Bremse  die genannte Kuppelstange erst dann wirksam wird,    wenn der Bremskolben etwa denselben Weg zurück  gelegt hat, den er beim Bremsen über das höhere  Übersetzungsverhältnis wegen der Klotzspielräume       zurücklegen    muss, um die Bremsklötze zur Anlage  gegen die Räder zu bringen, ehe Bremskraft     entwik-          kelt    wird.  



  Eine bekannte Ausbildung, bei der dieses Ergeb  nis erreicht werden kann, besteht darin, dass die das  niedrigere Übersetzungsverhältnis bestimmende Kup  pelstange mit einer Vorrichtung versehen ist, die eine  Einstellung des     zusätzlichen    Leerganges der Kuppel  stange gestattet. Diese Einstellung muss von Wagen  zu Wagen wiederholt werden, und um diese Einstel  lung richtig auszuführen, ist beträchtliche Geschick  lichkeit erforderlich, und sie nimmt viel Arbeit in An  spruch. In der Praxis liegt deshalb die Gefahr vor,  dass die Einstellung an irgendeinem Wagen unrichtig  ausgeführt wird, was zur Folge hat, dass die Bremse  dieses Wagens nicht in der beabsichtigten Weise funk  tionieren wird.

   Falls der zusätzliche Leergang an  einem Wagen zu gross eingeregelt wird, was leicht  vorkommen kann, kann dies dazu führen, dass beim  Bremsen mit dem Lastwechsel des Wagens in der  Lage  Leer  die das niedrigere Übersetzungsverhält  nis bestimmende Kuppelstange zu spät in Wirksam  keit tritt, so dass die das höhere Übersetzungsverhält  nis bestimmende Kuppelstange nicht nur während der       Einholung    der     Klotzspielräume,    sondern auch beider  darauffolgenden Entwicklung von Bremskraft wirk  sam bleibt. Hierdurch entsteht die     Gefahr    eines Fest  bremsens der Wagenräder, wenn der Wagen leer oder  nur wenig beladen ist.  



  Um die erwähnten Schwierigkeiten und     Gefahren     zu     vermeiden,    die mit einer Einstellung des Leer  gangs der das niedrigere Übersetzungsverhältnis be  stimmenden     Kuppelstange    von Wagen zu Wagen ver  bunden sind, hat man bereits vorgeschlagen, auf die      die genannte Einstellung ermöglichende Vorrichtung  zu verzichten und dem zusätzlichen Leergang einen  fixierten     Wert    zu verleihen, welcher unverändert an  jedem Wagen gebraucht werden kann und welcher  hinreichend gross ist, um die unbehinderte Umstel  lung des beweglichen Anschlags in bzw.

   aus der wirk  samen Lage zu gestatten, und gleichzeitig hinreichend  klein ist, um jede Gefahr zu beseitigen, dass die das  niedrigere Übersetzungsverhältnis bestimmende Kup  pelstange beim Bremsen mit dem Lastwechsel in der  Lage  Leer  nicht zur Wirkung kommt. Dieser Vor  schlag lässt sich aber in der Praxis lediglich unter der  Bedingung verwirklichen, dass andere Mittel vorgese  hen sind, um die Anforderung an ungefähr denselben  Hub des Bremskolbens im Bremszylinder beim Brem  sen über irgendeines der zwei verschiedenen Überset  zungsverhältnisse zu erfüllen.  



  Die Erfindung bezweckt, dieser Anforderung mit  tels eines doppeltwirkenden Gestängestellers und  durch eine besondere Steuereinrichtung für diesen    Gestängesteller zu genügen.  



  Man hat vorgeschlagen, einen doppeltwirkenden  selbsttätigen Gestängesteller derart zu steuern, dass  der Gestängesteller nach Einstellung eines der zur  Verfügung stehenden Übersetzungsverhältnisse die  Klotzspielräume selbsttätig derart verändert, dass der  zur Einholung der Klotzspielräume und Anlage der  Bremsklötze gegen die Räder erforderliche Brems  kolbenhub für die verschiedenen Übersetzungsver  hältnisse der gleiche ist.

   Dies reicht jedoch nicht aus,  um einen bedeutenden Unterschied in dem gesamten  Bremskolbenhub beim Vollbremsen über irgendeines  der verschiedenen Übersetzungsverhältnisse zu ver  meiden, da der gesamte Bremskolbenhub nicht nur  denjenigen Teil umfasst, welcher zur Einholung der  Klotzspielräume und Anlage der Bremsklötze gegen  die Räder erforderlich ist, sondern auch den zusätz  lichen Teil, welcher der elastischen Durchbiegung des  Bremsgestänges unter der Bremsspannung entspricht.  Dieser letztere Teil ist bei den verschiedenen     über-          setzungsverhältnissen    sehr unterschiedlich, und aus  diesem Grunde kann gemäss dem gerade erwähnten  Vorschlag eine vollständige Gleichheit der Bremskol  benhübe beim Vollbremsen über die beiden verschie  denen Übersetzungsverhältnisse nicht erreicht werden.

    



  Zum Unterschied von dem Stand der Technik,  bei dem die verschiedenen Werte der Klotzspielräume  voneinander abhängig sind, da beide nach Massgabe  ein und derselben konstanten Länge des Bremskol  benhubes geregelt werden, welche zur Einholung der  Klotzspielräume und Anlage der Bremsklötze gegen  die Räder beim Bremsen über irgendeines der ver  schiedenen Übersetzungsverhältnisse nötig ist, be  zweckt die Erfindung, eine Bremse zu schaffen, bei  welcher jeder der verschiedenen Werte der Klotzspiel  räume unabhängig von dem anderen innerhalb ange  messener Grenzen gewählt werden kann, so dass die  genannten Werte einen vollständigen Ausgleich oder  etwa einen erwünschten oder leicht erträglichen Un  terschied zwischen den gesamten Bremskolbenhüben    beim Vollbremsen über irgendeines der verschiede  nen Übersetzungsverhältnisse gewähren.  



  Diese Bremse ist erfindungsgemäss dadurch ge  kennzeichnet, dass im Bremsgestänge ein doppeltwir  kender Bremsgestängesteller vorgesehen ist, der eine  zweiteilige Bremsstange und ein auf dieser axial ver  schiebbares Betätigungsglied aufweist, das in eine  normale Endlage im Verhältnis zu dem mit dem  Bremshebel verbundenen ersten der beiden zueinan  der axial verschiebbaren Teile der Bremsstange in  Richtung gegen die Verbindung des besagten ersten  Teils mit dem Bremshebel durch Federdruck ge  drückt wird und entgegen dem Federdruck durch  eine vorgesehene Steuereinrichtung beim Bremsen  verschoben werden kann, wobei diese Steuereinrich  tung einen Hilfshebel aufweist, der am einen Ende  an ein Verankerungsglied angelenkt und zwischen  seinen Enden an die das höhere Übersetzungsverhält  nis bestimmende Kuppelstange angelenkt ist,

   während  am anderen Ende des Hilfshebels ein mit dem Betäti  gungsglied zu dessen Verschiebung auf der Brems  stange zusammenwirkender Anschlag vorgesehen ist,  und dass an der das höhere Übersetzungsverhältnis  bestimmenden Kuppelstange Vorkehrungen getroffen  sind, die dem an diese Kuppelstange gekuppelten  Hilfshebel hinsichtlich des genannten Anschlags ledig  lich beim Bremsen über das niedrigere Übersetzungs  verhältnis einen zusätzlichen Leergang in der Achs  richtung der Bremsstange im Verhältnis zum Brems  hebel gestatten.  



  Beispiele der Erfindung werden im folgenden an  Hand der Zeichnung beschrieben. Es zeigen:  Fig. 1 einen Grundriss eines Teils des Brems  gestänges einer Druckluftbremse mit einem doppelt  wirkenden selbsttätigen Gestängesteller und mit einer  Steuereinrichtung,  Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in  Fig. 1,  Fig. 3 und 4 einen Grundriss bzw. eine entspre  chende Seitenansicht eines abgeänderten Einzelteils,  Fig. 5 einen schematischen Grundriss des Brems  gestänges, das bezüglich Anbringung des Gestänge  stellers und dessen Steuereinrichtung abgeändert ist,  Fig. 6 einen Grundriss eines Teils einer Vakuum  bremse mit einer weiteren Ausführungsform des  Bremsgestänges und der Steuereinrichtung,  Fig.

   7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII in       Fig.    6 und       Fig.    8 einen Schnitt nach der Linie     VIII-VIII     in     Fig.    6.  



       Fig.    1 zeigt einen     Druckluftbremszylinder    1 des  üblichen Typs mit einer vom Kolben des Zylinders  betätigten Kolbenstange 2 und zwei Ausgleichsbrems  hebel 3 und 4, die in verschiedenen Punkten, welche  verschiedene Übersetzungsverhältnisse bestimmen,  durch     Kuppelstangen    5 und 6 verbunden sind. Der  Bremshebel 3 ist am einen Ende an der Kolbenstange  2 schwenkbar befestigt, während der andere Brems  hebel 4 am einen Ende auf einem Stützorgan am  Bremszylinder schwenkbar gelagert ist. An die ande-      ren Enden der Bremshebel 3 und 4 sind die Haupt  bremszugstangen 7 bzw. 8 angeschlossen, die sich zu  den an den beiden Wagenenden vorgesehenen Teilen  des zur Betätigung der mit den Wagenrädern zusam  menwirkenden Bremsklötze dienenden Bremsgestän  ges erstrecken.

   Die Kuppelstange 5 bestimmt das  höhere Übersetzungsverhältnis, welches dann verwen  det wird, wenn der Wagen über ein gewisses Last  gewicht beladen ist, während die Kuppelstange 6 das  niedrigere Übersetzungsverhältnis bestimmt, welches  dann verwendet wird, wenn der Wagen leer oder  höchstens bis zu dem genannten Lastgewicht beladen  ist. Die Kuppelstange 6 ist mit einer Lastwechselvor  richtung 9 versehen, die aus einem Gehäuse besteht,  welches mit dem Bremshebel 4 in demselben Punkt  wie die Kuppelstange 6 schwenkbar verbunden ist  und einen beweglichen Anschläg enthält, der ein- und  ausrückbar ist und in eingerückter, das heisst wirk  samer Lage einen in der Verbindung der Kuppel  stange 6 mit dem Bremshebel 4 vorgesehenen Leer  gang vermindert.

   Wenn dieser bewegliche Anschlag  in unwirksamer Lage ist, ist der genannte Leergang  hinreichend, um die Kuppelstange 6 ausser Wirkung  zu versetzen und dadurch die Kuppelstange 5 wäh  rend des Bremsansetzens zur Wirkung zu bringen.  Die Lastwechselvorrichtung 9 kann irgendeines ge  eigneten Typs sein, vorzugsweise des in der schwei  zerischen Patentschrift Nr. 173966 beschriebenen  Typs. Wie aus dieser Patentschrift hervorgeht, ist es  bekannt, die Kuppelstange 5 mit einem Schlitz 10 zu  versehen, damit sie beim Bremsen über die Kuppel  stange 6 keinem Druck ausgesetzt wird.  



  Die Hauptbremszugstange 7 besteht ganz oder  teilweise aus einem doppeltwirkenden Gestängesteller  mit einer zweiteiligen Bremsstange, deren beide Stan  genteile zueinander axial verstellbar sind, und einem  Betätigungsglied 11, das auf der zweiteiligen Brems  stange axial verschiebbar ist und unter einem Feder  druck steht, welcher das Glied in eine normale     End-          lage    im Verhältnis zu dem einen Teil der zweiteiligen  Bremsstange in Richtung gegen die Verbindung dieses  Teils mit dem Bremshebel 3 drückt. In der genann  ten Hinsicht kann der Gestängesteller irgendwelcher  geeigneten Bauart sein, z. B. der in den schweizeri  schen Patentschriften Nr. 178937 oder Nr.292635  gezeigten.  



  Eine Steuereinrichtung ist vorgesehen, um das Be  tätigungsglied 11 entgegen dem darauf wirkenden  Federdruck zu verschieben, und zwar in Abhängig  keit von der Bewegung, die dem Bremshebel 3 beim  Bremsansetzen von der Kolbenstange 2 erteilt wird.  Diese Steuereinrichtung ist in folgender Weise kon  struiert: An dem mit dem Bremshebel 3 verbundenen  Ende ist die Kuppelstange 5 mit einer Verlängerung  12 versehen, und ein Lagerzapfen 13 verbindet einen  Hilfshebel 14 in einem Punkt zwischen dessen Enden  mit dem vorragenden Ende der Verlängerung 12.

   Das  eine Ende des Hilfshebels 14 ist gabelförmig, wie dies  bei 15 in Fig. 2 gezeigt ist, und reitet auf dem einen  Teil 16 der zweiteiligen Bremsstange 7 zwischen    deren Verbindung mit dem Bremshebel 3 und dem  Betätigungsglied 11 und ist mit einem Anschlag 17  zum Zusammenwirken mit dem gegenüberliegenden  Ende 18 des Betätigungsgliedes 11 versehen. An dem  anderen Ende ist der     Hilfshebel    14 mit einem Zapfen  19 auf einem Verankerungsglied schwenkbar gelagert,  so dass bei völlig gelöster Bremse ein Abstand oder  Leergang zwischen dem Anschlag 17 und dem gegen  überliegenden Ende 18 des Betätigungsgliedes 11 be  steht, welcher Leergang den erwünschten Klotzspiel  räumen beim Bremsen über die das höhere Überset  zungsverhältnis bestimmende Kuppelstange 5 ent  spricht.  



  Das Verankerungsglied für den Lagerzapfen 19  des Hilfshebels 14 kann irgendeiner zweckmässigen  Ausführung sein. Es kann aus     einem    den Lagerzap  fen 19 mit einem festen Punkt an dem Wagenunter  gestell verbindenden Lenker bestehen. Falls ein sol  cher Lenker zur Verankerung des Lagerzapfens 19  verwendet wird, muss aber darauf Rücksicht genom  men sein, dass eine Änderung der Winkellage der bei  den Bremshebel 3 und 4 im Verhältnis zur Achse des  Bremszylinders bei gelöster Bremse, wie sie im Laufe  der Zeit durch den Verschleiss der Bremsklötze und  die entsprechende Verkürzung der Gestängesteller  bremsstange 7 verursacht wird, den Abstand zwischen  dem Anschlag 17 und dem gegenüberliegenden Ende  18 des Betätigungsgliedes 11 des Gestängestellers  ändern wird, sofern nicht der Lagerzapfen 13,

   durch  den der Hilfshebel 14 mit dem Bremshebel 3 ver  bunden ist, den Hilfshebel mit einem Verhältnis zwi  schen den Teilen (Armlängen) teilt, das dem Verhält  nis zwischen denjenigen Armlängen gleich ist, in wel  che der Bremshebel 3 durch seinen Verbindungspunkt  mit der Kuppelstange 5 geteilt ist. In diesem Falle  wird aber der Lagerzapfen 19, wenn die Verlänge  rung 12 mit der Kuppelstange 5 fluchtet, auf der ver  längerten Achse des Bremszylinders 1 zu liegen kom  men, was wegen der üblichen Handbremsverbindung  20 oft zu Schwierigkeiten Anlass geben würde. Um  solche Schwierigkeiten zu vermeiden, kann es er  wünscht sein, den     Hilfshebel    14 zu verkürzen.

   Um  dasselbe Verhältnis zwischen den Armlängen des       Hilfshebels    aufrechtzuerhalten, ist es     dann    nötig, die  Verlängerung 12 mehr oder weniger schräg zur Achse  der Kuppelstange 5 zu verlegen, und ferner muss die  Schrägstellung der Verlängerung 12 zur Kuppelstange  5 verschieden sein, je nach den verschiedenen Wagen  typen mit verschiedenen Anforderungen an Brems  kraft in der  Beladen -Lage und damit verbundenen  verschiedenen     Anbringungen    der das -höhere     überset-          zungsverhältnis    bestimmenden     Kuppelstange    5.

   Um  es zu ermöglichen, einen Hilfshebel 14, der wesent  lich kürzer ist als der Bremshebel 3, und nichtsdesto  weniger an jedem Wagen eine     Standardkuppelstange     5 mit einer damit fluchtenden Verlängerung 12 zu  verwenden, kann die Verankerung des Lagerzapfens  19 in der Weise ausgeführt sein, wie dies in der Zeich  nung gezeigt ist, und zwar mittels einer Verbindungs  stange 21, die sich frei durch den Bremshebel 3 (wel-      eher wie üblich aus zwei im Abstand voneinander  angeordneten parallelen Platten besteht) nach einem  Punkt 22 auf dem schwenkbar gelagerten Bremshebel  4 erstreckt. Wenn die Bremshebel 3 und 4 von der  selben Länge sind, muss der Punkt 22 im wesent  lichen in demselben Abstand wie der Lagerungspunkt  19 von der Achse des Bremszylinders liegen.

   Die Ver  bindungsstange 21 kann mit einer Verschraubung 23  versehen sein, damit die Länge der Stange und somit  der Abstand zwischen dem Anschlag 17 und dem  gegenüberliegenden Ende 18 des Betätigungsgliedes  11 des Gestängestellers bei gelöster Bremse eingestellt  werden kann.  



  Für die beabsichtigte Arbeitsweise der den Hilfs  hebel 14 aufweisenden Steuereinrichtung ist es wich  tig, dass der Hilfshebel 14 beim Bremsen über die   Leer -Stange 6, dagegen nicht beim Bremsen über  die  Beladen -Stange 5, einen zusätzlichen Leergang  im Verhältnis     zu    den Bremshebeln 3 und 4 in Achs  richtung des Gestängestellers hat. In der dargestellten  Ausführungsform ist dieser Leergang in der Verbin  dung zwischen der Kuppelstange 5 und dem Brems  hebel 4 geschaffen, und zwar dadurch, dass die Kup  pelstange 5 einen Schlitz 24 von zweckentsprechender  Lage und Länge zur Aufnahme des die Kuppelstange  5 mit dem Bremshebel 4 verbindenden Zapfens 25  aufweist. In der Löselage der Bremse erstreckt sich  dieser Schlitz 24 nach innen von dem Zapfen 25.

    Beim Bremsen über das höhere Übersetzungsverhält  nis wird die Kuppelstange 5 auf Zug beansprucht,  und ihre Verbindungszapfen 25 und 26 befinden sich  an den äusseren Enden der bezüglichen Schlitze 24  und 10, so dass diese Schlitze die Funktion des Brems  gestänges nicht beeinflussen und auch nicht die Funk  tion der Steuereinrichtung des Gestängestellers.

   Beim  Bremsen über die  Leer -Stange 6 bewegt sich aber  der Verbindungszapfen 26 nach innen im Schlitz 10,  und somit kann die Kuppelstange 5 und ihre Verlän  gerung 12 keine feste Stütze für den Zapfen 13 bil  den, bis die vom Bremszylinder abgekehrten Enden  der Bremshebel 3, 4 so weit gegeneinander bewegt  worden sind und/oder die Kuppelstange 5 so weit  nach rechts in Fig. 1 verschoben worden ist (dadurch,  dass der Hilfshebel 14 durch das federbelastete Be  tätigungsglied 11 geschwenkt wird), dass der Verbin  dungszapfen 25 am inneren Ende des Schlitzes 24 zu  liegen kommt.

   Es ist offensichtlich, dass die Länge des  Schlitzes 24 den Grad der Vergrösserung des Abstan  des oder Leerganges     zwischen    dem Anschlag 17 und  dem ihm zugekehrten Ende 18 des Betätigungsgliedes  11 bestimmt, welche Vergrösserung lediglich beim  Bremsen über die  Leer -Stange 6 zustande kommt.  Da der Abstand oder Leergang zwischen dem An  schlag 17 und dem ihm zugekehrten Ende 18 des  Betätigungsgliedes 11 den Grad der dem Gestänge  steller erteilten Nachstellbewegung steuert, leuchtet es  ein, dass jede erwünschte Vergrösserung der Klotz  spielräume zur Verlängerung des sonst zu kurzen  Bremskolbenhubes beim Bremsen über die Kuppel  stange 6 durch zweckmässige Wahl der Länge des    Leerganges erreicht werden kann, der in der in Fig. 1  gezeigten Ausführungsform durch den Schlitz 24 ge  schaffen ist.  



  Es sei darauf aufmerksam gemacht, dass in Fig. 1  die Bremshebel 3 und 4 in der Löselage der Bremse  als parallel gezeigt sind. Diese ungewöhnliche Anord  nung der Bremshebel hat viele praktische Vorteile.  Einer dieser Vorteile ist, dass beide Kuppelstangen 5,  6 von Standardlänge sein können, unabhängig davon,  dass die Teilung der Bremshebel durch die Kuppel  stangen bei verschiedenen Wagentypen verschieden  gewählt wird zwecks Anpassung der Übersetzungsver  hältnisse der Bremshebel an die verschiedenen Wa  gentypen.  



  Die Erfindung ist nicht auf die in Fig. 1 und 2  gezeigte und in ihren Einzelheiten beschriebene Aus  führungsform beschränkt. Einige Beispiele von Ab  änderungen sind in Fig. 3 bis 5 gezeigt. Fig. 3 und 4  zeigen, wie der Schlitz 24 durch eine Leergangver  bindung zwischen dem Lagerzapfen 13 und dem Ver  bindungszapfen 26 der Kuppelstange 5 ersetzt sein  kann. Die Lagerzapfen 13 und 26 sind mittels einer  Stange 27 verbunden, die in einer axialen Bohrung  der Verlängerung 12 verschiebbar ist und einen Kopf  28 besitzt, durch welchen der Zapfen 13 hindurch  geht, wogegen das andere Ende der Stange 27 sich  lose gegen den Lagerzapfen 26 abstützt, wobei der  Leergang durch ein Spiel zwischen dem Kopf 28 und  dem vorragenden Ende der Verlängerung 12 geschaf  fen ist.  



  Fig. 5 zeigt, wie der Gestängesteller in der mit  dem schwenkbar gelagerten Bremshebel 4 verbun  denen Bremszugstange 8 angebracht sein kann.  



  Fig. 6 bis 8 zeigen beispielsweise, wie die Bremse  als Vakuumbremse ausgebildet sein kann. In diesem  Falle wird die Bremskraft vom Bremszylinder 1 auf  das eine Ende des Bremshebels 3 mittels einer Welle  29 übertragen, die im Wagenuntergestell drehbar ge  lagert und mit zwei Armen 30 und 31 versehen ist,  wobei der Arm 30 von der Bremskolbenstange 32  betätigt wird und der Arm 31 durch einen Lenker 33  mit dem genannten Ende des Bremshebels 3 verbun  den ist.

   Die Verbindungen der beiden Ausgleichs  bremshebel 3 und 4 zur Erzielung von verschiedenen  Übersetzungsverhältnissen, die Anordnung des dop  peltwirkenden selbsttätigen Gestängestellers mit dem  axial beweglichen, federbelasteten Betätigungsglied  11 und die Anordnung der Steuereinrichtung für den       Gestängesteller    sind im wesentlichen so, wie sie an  Hand der     Fig.    1 beschrieben sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Eisenbahnwagenbremse mit Bremszylinder und Bremsgestänge mit einem Bremshebel, der an zwei Kuppelstangen angelenkt ist, von denen die eine ein beim leeren und bis auf ein gewisses Lastgewicht be ladenen Wagen verwendetes niedrigeres und die an dere ein beim über dieses Lastgewicht beladenen Wagen verwendetes höheres Übersetzungsverhältnis des Bremshebels bestimmt, dadurch gekennzeichnet, dass im Bremsgestänge ein doppeltwirkender Brems gestängesteller vorgesehen ist, der eine zweiteilige Bremsstange und ein auf dieser axial verschiebbares Betätigungsglied aufweist,
    das in eine normale End- lage im Verhältnis zu dem mit dem Bremshebel ver bundenen ersten der beiden zueinander axial ver schiebbaren Teile der Bremsstange in Richtung gegen die Verbindung des besagten ersten Teiles mit dem Bremshebel durch Federdruck gedrückt wird und ent gegen dem Federdruck durch eine vorgesehene Steuereinrichtung beim Bremsen verschoben werden kann, wobei diese Steuereinrichtung einen Hilfshebel aufweist, der am einen Ende an ein Verankerungs glied angelenkt und zwischen seinen Enden an die das höhere Übersetzungsverhältnis bestimmende Kuppel stange angelenkt ist, während am anderen Ende des Hilfshebels ein mit dem Betätigungsglied zu dessen Verschiebung auf der Bremsstange zusammenwirken der Anschlag vorgesehen ist,
    und dass an der das höhere Übersetzungsverhältnis bestimmenden Kup pelstange Vorkehrungen getroffen sind, die dem an diese Kuppelstange gekuppelten Hilfshebel hinsicht lich des genannten Anschlags lediglich beim Brem sen über das niedrigere Übersetzungsverhältnis einen zusätzlichen Leergang in der Achsrichtung der Brems stange im Verhältnis zum Bremshebel gestatten. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Eisenbahnwagenbremse nach Patentanspruch, bei welcher der Bremshebel der eine zweier durch die beiden Kuppelstangen in verschiedenen Punkten mit einander verbundenen Ausgleichhebel des Brems gestänges ist, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Hilfshebel den zusätzlichen Leergang im Verhältnis zu diesem Bremshebel lediglich beim Bremsen über die das niedrigere Übersetzungsverhältnis bestimmende Kup pelstange gestattenden Vorkehrungen an der Stelle der Verbindung der das höhere Übersetzungsverhältnis bestimmenden Kuppelstange mit dem anderen Aus gleichhebel getroffen sind. 2.
    Eisenbahnwagenbremse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Hilfshebel den zusätzlichen Leergang im Verhältnis zum Bremshebel lediglich beim Bremsen über die das niedrigere Über setzungsverhältnis bestimmende Kuppelstange gestat tenden Vorkehrungen an der Stelle der Kupplung des Hilfshebels mit der das höhere Übersetzungsverhält nis bestimmenden Kuppelstange getroffen sind. 3. Einsenbahnwagenbremse nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Vorkehrungen eine axiale Verschieb barkeit der das höhere Übersetzungsverhältnis be stimmenden Kuppelstange im Verhältnis zum besag ten anderen Ausgleichhebel bewirken. 4.
    Eisenbahnwagenbremse nach Patentanspruch, bei welcher der Bremshebel der eine zweier durch die beiden Kuppelstangen in verschiedenen Punkten mit einander verbundenen Ausgleichhebel des Brems gestänges ist, dadurch gekennzeichnet, dass die das höhere Übersetzungsverhältnis bestimmende Kuppel stange eine sich an diesem Ausgleichhebel vorbei er streckende Verlängerung aufweist, die den Hilfshebel um einen zwischen dessen Enden liegenden Punkt schwenkbar trägt. 5.
    Eisenbahnwagenbremse nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 3 und 4, dadurch ge- kennnzeichnet, dass die das höhere Übersetzungsver hältnis bestimmende Kuppelstange mit einem den zu sätzlichen Leergang des Hilfshebels im Verhältnis zum Bremshebel nur beim Bremsen über das niedri gere Übersetzungsverhältnis ergebenden Längsschlitz für einen diese Kuppelstange mit dem besagten an deren Ausgleichhebel verbindenden Zapfen versehen ist. 6.
    Eisenbahnwagenbremse nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 2 und 4, dadurch gekenn zeichnet, dass der Hilfshebel mit der das höhere über setzungsverhältnis bestimmenden Kuppelstange durch eine in einer axialen Bohrung in der Verlängerung dieser Kuppelstange verschieblich eingesteckten Stange gekuppelt ist, die an ihrem äusseren Ende mit einem Kopf versehen ist, auf welchem der Hilfshebel schwenkbar gelagert ist. 7.
    Eisenbahnwagenbremse nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem äusseren Ende der besagten Kuppel stangenverlängerung und dem Kopf am äusseren Ende der in dieser Verlängerung verschieblich eingesteckten Stange ein axiales Spiel vorgesehen ist, das den zu sätzlichen Leergang des Hilfshebels im Verhältnis zum Bremshebel beim Bremsen über das niedrigere Übersetzungsverhältnis ergibt. B. Eisenbahnwagenbremse nach Patentanspruch, mit zwei Ausgleichhebeln, dadurch gekennzeichnet, dass der doppeltwirkende Gestängesteller mit dem einen und das Verankerungsglied des Hilfshebels mit dem anderen Ausgleichhebel verbunden ist.
CH352704D 1956-05-29 1957-02-28 Eisenbahnwagenbremse CH352704A (de)

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