CH353027A - Schaltungsanordnung zum Steuern und Überwachen von Flankenschutzeinrichtungen in Eisenbahnstellwerken mit elektrischen Verschlüssen, insbesondere Gleisbildstellwerken - Google Patents

Schaltungsanordnung zum Steuern und Überwachen von Flankenschutzeinrichtungen in Eisenbahnstellwerken mit elektrischen Verschlüssen, insbesondere Gleisbildstellwerken

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CH353027A
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CH
Switzerland
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switch
relays
contacts
circuit arrangement
edge protection
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Application number
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English (en)
Inventor
Gotthold Dipl Ing Rehschuh
Hoetter Willy
Kowallik Gerhard
Original Assignee
Siemens Ag
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L21/00Station blocking between signal boxes in one yard
    • B61L21/04Electrical locking and release of the route; Electrical repeat locks
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L7/00Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks
    • B61L7/06Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks using electrical transmission

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description


  Schaltungsanordnung zum Steuern und Überwachen von Flankenschutzeinrichtungen  in Eisenbahnstellwerken mit elektrischen Verschlüssen, insbesondere Gleisbildstellwerken    In der Eisenbahnsignaltechnik werden heutzutage  vorzugsweise Stellwerke mit elektrischen Verschlüssen,  insbesondere Gleisbildstellwerke, verwendet. Hierbei  sind den einzelnen Weichen, Signalen, Gleissperren  und dergleichen gruppenweise     zusammengefasste    Re  lais     zugeordnet    und in als Relaisgruppen bezeichne  ten, vorzugsweise steckbaren Gehäusen untergebracht.  Durch Tasten in den zugehörigen Gleisbildstelltischen  bzw. durch Gleisschaltmittel oder Fernsteuerschalt  mittel erfolgt die Ansteuerung der Relais, welche  die erforderlichen Zustandsänderungen der Weichen,  Signale usw. bewirken.

   Eine Weichenrelaisgruppe um  fasst nicht nur die erforderlichen Steilrelais und     über-          wachungsrelais,    sondern auch noch Verschluss- und  Festlegerelais. Bei den meisten Stellwerken werden die  Verschlussrelais beim Einstellen von Zug- und     Ran-          gierfahrstrassen,    dagegen die Festlegerelais nur beim  Einstellen von Zugfahrstrassen betätigt. Eine Wei  chenrelaisgruppe umfasst ausserdem durch Gleisschalt  mittel steuerbare Relais für die     Auflösung    der Fahr  strassen, wenn der Zug den zugehörigen Abschnitt  geräumt hat.

   Wesentlich ist bei der praktischen Aus  führung dieser Stellwerke, dass die Schaltung nicht  mehr für jeden Bahnhof individuell gestaltet werden  muss, sondern dass die Relaisgruppen und die Re  laisgestelle durch eine schablonisierte Verdrahtung  bereits derart vorbereitet sind, dass beim Einstecken  einer Relaisgruppe in das Gestell sämtliche erforder  lichen Anschlüsse bzw. Verbindungen für die Spei  sung, die Steuerung und die Überwachung der ange  schlossenen Ausseneinrichtungen sowie die sonstigen  Abhängigkeiten bestehen.  



  Neuerdings hat man auch noch Relais zum Steuern  und überwachen von Flankenschutzeinrichtungen in  den Weichengruppen angeordnet. Diese Relais haben    den Zweck, die     zum    Schutz einer Fahrt über eine  Weiche erforderlichen Schutzstellungen von benach  barten Weichen für den Ausschluss     vors    Flankenge  fährdungen sicherzustellen, d. h.

   also die am nicht  befahrenen Strang einer zu befahrenden Weiche an  schliessende Weiche in die     Schutzstellung    zu     bringen.     Wenn ein     Flankenschutz    durch die anschliessende  Weiche nicht möglich ist, weil ihre Spitze nach der  zu schützenden Weiche zeigt, muss über die Schutz  Stellungsrelais dieser Weiche bei den daran     an-          schliessenden    Weichen oder     gegebenenfalls    auch über  diese hinweg bei den folgenden Weichen die Schutz  stellung herbeigeführt werden.  



  Nach Befriedigung des  Schutzbedürfnisses , d.h.  beim Empfang einer Schutzstellungsmeldung, spricht  ein der zu befahrenden Weiche zugeordneter Schutz  stellungsüberwacher an. Die erreichten Schutzstellun  gen werden hierbei in der Regel durch einen jeder  Schutzweiche zugeordneten Schutzstellungsverschliesser  gesichert.

   Ist bei diesem Schutzsystem vor dem nicht  befahrenen Strang einer     zu    befahrenden Weiche     ein     Lichtsperrsignal als Schutzeinrichtung vorgesehen, so  wird dieses stets in der     Haltstellung    verschlossen und  damit das von der Fahrweiche in Richtung dieses       Lichtsperrsignals    wirksame     Schutzbedürfnis        befriedigt.     Das genügt jedoch nicht allen betrieblichen Sicher  heitsbedürfnissen bei modernen Stellwerken, da ein       Lichtsperrsignal    nur einen bedingten     Flankenschutz     gibt.  



  In vielen Fällen, z. B. bei Güterzugfahrten, genügt       zwar    der bedingte Flankenschutz; bei Personenzug  fahrten, vor allem     Schnellzugfahrten,    werden dagegen  höhere Anforderungen     hinsichtlich    des Flanken  schutzes gestellt. In diesen     Fällen    muss ein absoluter       Flankenschutz    durch eine     Schutzweiche    oder Gleis-      sperre bestehen. Ist dies nicht möglich,     weil    für den  Flankenschutz nur Lichtsperrsignale vorhanden sind,  so muss ausser dem als Nahschutzmittel wirksamen  ersten Lichtsperrsignal noch das folgende als Fern  schutzmittel in der Haltstellung verschlossen werden.

    Nun sind die Voraussetzungen für bedingten und  absoluten     Flankenschutz    bzw. Nahschutz und Fern  schutz bei den Bahnhöfen entsprechend der jeweils  vorhandenen Gleisanlage verschieden. Ausserdem wer  den auch von den Bahnverwaltungen der einzelnen  Länder unterschiedliche Flankenschutzbedingungen  vorgeschrieben. Hierdurch ergibt .sich, dass praktisch  jedes Stellwerk in seinem Aufbau individuell gestaltet  sein muss.  



  Die     Erfindung    bezweckt, bei Stellwerken die Be  rücksichtigung der verschiedenen Verhältnisse und  Vorschriften bezüglich des     Flankenschutzes        in,    ein  facher Weise zu ermöglichen. Dies kann     erfindungs-          gemäss    dadurch erreicht werden, dass die Stromkreise  der Steuer- und     Überwachungsrelais    von Flanken  schutzeinrichtungen, die keinen absoluten Flanken  schutz geben, über Schaltbrücken mit den entspre  chenden Stromkreisen der im Gleisplan folgenden  Flankenschutzeinrichtungen verbunden sind. Diese  Schaltbrücken können dauernd durchgeschaltet sein.

    Dann wird stets ausser der Flankenschutzeinrichtung  für bedingten Flankenschutz auch die nachfolgende  Flankenschutzeinrichtung in der Schutzstellung ver  schlossen. Ist die nachfolgende Flankenschutzeinrich  tung eine Weiche, so wird hierdurch ein absoluter  Flankenschutz hergestellt. Ist die nachfolgende Flan  kenschutzeinrichtung nur ein Lichtsperrsignal, auf das  keine     Schutzweiche    mehr folgt, so ist ausser dem be  dingten Nahschutz zwar nur noch ein bedingter  Fernschutz hergestellt; der hierdurch hergestellte  Schutz ist dann aber ausreichend. Es ist auch möglich,  in den Schaltbrücken Kontakte anzuordnen, die nur  bei     definierten    Betriebsverhältnissen, z.

   B. automa  tisch durch Relais für Zuggattungsmeldungen oder  von Hand durch Betätigen bestimmter Schalter, ge  schlossen werden und dann den besseren Flanken  schutz bewirken.  



  Anhand der Zeichnung sind     nachstehend    einige  Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes nä  her erläutert.  



  Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt eines Bahnhofgleis  planes und die Fig. 2 und 3 zeigen die diesem zu  gehörigen     Schaltungsausschnitte    für die zum Steuern  und Überwachen der Flankenschutzeinrichtungen  erforderlichen Relais, die in jeder Relaisgruppe ent  halten sind. Die den einzelnen Weichen zugeordne  ten Schaltungsausschnitte sind in gleicher Weise be  zeichnet wie die entsprechenden Einrichtungen im  Gleisplanausschnitt nach Fig. 1.  



  Wird die in Fig. 1 durch dicke Linien gekenn  zeichnete Fahrstrasse eingestellt, so werden auf be  kannte Weise die zu befahrenden Weichen W8 sowie  W9a'b und W9c/d gestellt und verschlossen. Hierbei  werden in dem für den Flankenschutz vorgesehenen  Steuerstromkreis nach Fig. 2 in dem der Weiche W8    zugeordneten Schaltungsteil die Kontakte<I>SA 1</I> bis  SA3 eines nicht dargestellten Schutzanschaltrelais und  der Kontakt FSP1 des nicht dargestellten Fahrweg  stellrelais für die Pluslage, d. h. die Rechtslage, der  Weiche W8 umgelegt. Durch Ansprechen des Signal  verschlussrelais SV wird das Lichtsperrsignal Ls8 in  der Schutzstellung verschlossen.

   Hiermit ist das Flan  kenschutzbedürfnis für die Weiche W8 befriedigt,  wenn kein absoluter Flankenschutz vorgeschrieben ist,       sondern    ein bedingter Flankenschutz durch das     Signal     Ls8 ausreicht. Für viele Betriebsfälle genügt dies  jedoch nicht, sondern es wird ein absoluter Flanken  schutz durch     eine    in abweisender Lage befindliche  Weiche oder Gleissperre verlangt. Um diese Forde  rung     erfüllen    zu können, ist eine Schaltbrücke B 1 mit  einem weiter unten erläuterten Kontakt Z2 vorge  sehen, durch welche in Fig. 2 an den Schutzstellungs  steuerstromkreis der zu befahrenden Weiche W8  parallel zum Signalverschlussrelais SV noch der Schutz  stellungssteuerstromkreis der Weiche W7 angeschlos  sen ist.  



  Hierdurch wird bei geschlossenem Kontakt SSM1  des Minus-Schutzstellrelais SSM gleichzeitig mit dem  Signalverschlussrelais SV auch das Schutzstellrelais  SSP für die Pluslage der Weiche W7 angeschaltet.  Diese Weiche wird dann in die Pluslage, in der sie als  Schutzweiche für die Weiche W8 wirkt, gestellt und in  dieser Lage auch verschlossen. Für die in Fig. 1 kennt  lich gemachte Fahrstrasse ist dann für die Weiche W8  jede     Flankengefährdung    durch Fahrzeuge aus dem  Gleis 1 verhindert. Es ist also durch die abweisende  Lage der Weiche W7 ein absoluter Flankenschutz ge  währleistet.  



  Das Bestehen des Flankenschutzes wird in der  Schaltung nach Fig. 3 überwacht. Genügt der Flan  kenschutz durch das Signal Ls8, so sind in dieser  Schaltung die Brücke B2 sowie die Kontakte GL, Z3  und Z4 nicht vorhanden. Nach dem Ansprechen des  Schutzverschlussrelais SV wird dann im Stromkreise  SV1-SS1-rtU-L1p-SU  das Schutzüberwachungsrelais SU der Weiche W8  zum Ansprechen gebracht. In diesem Stromkreis  bedeuten: SV1 ein Kontakt des Signalverschlussrelais  SV, SS1 ein Kontakt eines Signalstellrelais, rtU ein  Kontakt eines Rotlichtüberwachungsrelais des Licht  sperrsignals Ls8 und L1p ein bei Pluslage der Weiche  W8 geschlossener Kontakt eines Weichenlagerelais.  



  Wird jedoch für die Weiche W8 ein absoluter       Flankenschutz    durch die Weiche W7 verlangt, d. h.  ist in Fig. 2 die Brücke B1 vorhanden, so wird in       Fig.    3 die Leitung K vom     Anschlusspunkt    P abge  trennt und die Schaltbrücke<I>B2</I> mit dem Kontakt     GL,     aber ohne den Kontakt Z3 angeordnet, durch welche  die Kontakte     SVl,        SSl    und     rtU    in Reihe mit dem zum  Überwachen der Schutzstellung der Weiche W7 vor  gesehenen Schaltungsteil geschaltet werden.

   In diesem  Falle kann das     Schutzüberwachungsrelais    SU der  Weiche W8 nur dann ansprechen, wenn das Licht  sperrsignal     Ls8    in     Haltstellung    ist und auch     die    Wei-      che W7 in abweisender Lage überwacht und festgelegt ist. In dem zum Überwachen des Flankenschutzes ge  bildeten Ansprechstromkreis (Fig. 3).  



  F1-U-L2p-SSP3-Z3-GL-SV1-SS1-rtU-L1p-SU    des Schutzüberwachungsrelais bedeuten: F1 ein Kon  takt des Festlegerelais, U ein Kontakt des     Endlage-          überwachungsrelais,    L2p ein bei Pluslage der Weiche  W7 geschlossener Kontakt des Weichenlagerelais,  SSP3 ein Kontakt des Plus-Schutzstellrelais der  Weiche W7, Z3 ein Kontakt des Relais Z, GL ein  Kontakt des Gleisrelais des Gleisabschnittes zwi  schen den Weichen W8 und W7. Hierbei wird der  Kontakt GL in der Schaltbrücke B2 nur dann vor  gesehen, wenn für den Gleisabschnitt zwischen den  Weichen W8 und W7 die Freimeldung erforderlich ist.    Auch bei Schaltungen mit den Schaltbrücken B1  und B2 bleiben die grundlegenden Vorteile des be  weglichen Schutzsuchsystems bestehen. Wird z.

   B. in  dem in Fig.4 gezeigten Gleisplan die durch dicke  Linien gekennzeichnete Fahrstrasse über die Weiche  W2 eingestellt, so wird bei vorgeschriebenem absolu  tem Flankenschutz der     Schutzauftrag    der Weiche W2  an das Lichtsperrsignal Ls2 und an die Weiche W3a/b  der doppelten Kreuzungsweiche gegeben. Ausserdem  gibt die Kreuzung K einen Flankenschutzauftrag an  die Weiche W3a/b. Da die Erfüllung beider Aufträge  durch diese Weiche nicht möglich ist, wird auf übliche  Weise über die Flankenschutzschaltmittel dieser Wei  che und der Weiche W3c/d die Weiche W4 in die  Pluslage, d. h. in die für die Kreuzungsweiche W3  erforderliche -Schutzstellung, gebracht.

   Ausserdem wird  von den Flankenschutzrelais der doppelten Kreuzungs  weiche ein Schutzauftrag an das Lichtsperrsignal Ls3  und an die Weiche W6 gegeben, die hierdurch in die  Schutzstellung für die     doppelte    Kreuzungsweiche ge  bracht wird. Alle aus den Gleisen 1 und 2 kommenden  Fahrzeuge werden also auf das Gleis 3 abgelenkt. In  diesem Falle wird in der Relaisgruppe der Weiche  W3a'b der doppelten Kreuzungsweiche ein Ersatz  schutzstellrelais in die Wirkstellung gebracht, das sei  nerseits den Schutzauftrag an die entsprechenden  Schutzstellrelais der Weichen W4 und W6 weitergibt.  Die Anschaltung der Schutzüberwachungsrelais erfolgt  hierbei unter Vermittlung von Ersatzschutzüberwa  chungsrelais, die stets bei den Weichen zur Wirkung  kommen, die den Schutzauftrag weitergeben.  



  Wäre beispielsweise die Weiche W7 (Fig. 1) in  der Minuslage als Schutzweiche für eine an den Plus  strang angrenzende, nicht dargestellte Weiche ver  schlossen, so würden in Fig. 2 die Kontakte SSM1,  SSM2, L1 und F2 de entgegengesetzte Lage ein  nehmen. Dann spricht über die Schaltbrücke B1 das  Ersatzschutzstellrelais ES an, gibt durch Schliessen  seines Kontaktes ES4 den Schutzauftrag weiter und  schaltet mit seinem Kontakt ES2 das Plus-Schutzstell  relais SSP an. Beim Melden der Schutzstellung der  durch den Kontakt ES4 angesteuerten Flankenschutz  einrichtung spricht das nicht dargestellte Ersatzschutz  überwachungsrelais der Weiche W7 an und schliesst    die Kontakte EU1 und EU2. Das Schutzüberwa  chungsrelais SU der Weiche W8 wird in diesem Falle  durch den Kontakt EU2 angeschaltet.  



  Wird der absolute Flankenschutz der Weiche W8  durch die Weiche W7 nur bei bestimmten Arten von  Zügen, z. B. schnellfahrenden Personenzügen oder  Triebwagenzügen,     gefordert,    so werden die Schal  tungen nach Fig. 2 und 3 durch das Relais Z mit den  Kontakten Z1. bis Z4 und durch die Kontakte El l  bis E14 sowie A1 und A2 ergänzt. Ausserdem wird  die Speiseleitung K mit dem Anschlusspunkt P ver  bunden. Das     Anschalten    des Relais Z kann wahlweise,  z. B.     durch    tastengesteuerte Schaltmittel, oder automa  tisch in Abhängigkeit von Meldeeinrichtungen für die  Zuggattung erfolgen.

   Die zum wahlweisen Herstellen  des absoluten Flankenschutzes vorgesehenen Schalt  mittel können bei Zentralstellwerken durch die Stell  werkswärter, bei abhängigen Stellwerken von Befehls  stellwerken bzw. Befehlsstellen aus durch den Fahr  dienstleiter oder, wenn eine     Fernsteuerung    vorhan  den ist, auch durch den Streckenfahrdienstleiter     von:    der  Fernsteuerzentrale oder der Zugleitstelle aus über die  Fernsteuereinrichtungen betätigt werden. Die Tasten  zum wahlweisen Anschalten des     Flankenschutzes     können sogenannte Gruppentasten sein,     die    in Ver  bindung mit der Weichentaste bedient werden, welche  der Fahrweiche zugeordnet ist, für welche ein absolu  ter Flankenschutz hergestellt werden soll.  



  Wird die in Fig. 1 gekennzeichnete Fahrstrasse  für einen langsam fahrenden Zug eingestellt, so wird  das Relais Z nicht betätigt. Die Schaltungen nach  Fig. 2 und 3 arbeiten dann so, wie es bereits für be  dingten Flankenschutz der Weiche W8 durch das       Signal        Ls8    beschrieben     wurde.    Wird die Fahrstrasse  aber beispielsweise für einen schnellfahrenden Per  sonenzug gestellt, so werden bei     Annäherung    des  Zuges durch an sich bekannte Meldeeinrichtungen  für     Zuggattung    und     Zugnummer    automatisch die  Kontakte E11 und E12     geschlossen.    Das Relais Z  spricht an und betätigt seine Kontakte     Z1    bis Z4.

    Durch den     Selbstschlusskontakt        Z1    macht es sich von  den Kontakten     Ell    und E12 unabhängig, so     dass     diese wieder geöffnet werden     können.    Die Kontakte  Z2 und Z3 schalten die Schaltbrücken B1 und B2  durch. Der Kontakt Z4 unterbricht die Speiseleitung K.  Die Schaltungen nach     Fig.2    und 3 arbeiten dann  genau so, wie es für absoluten Flankenschutz der  Weiche W8 durch die Weiche W7 beschrieben wurde.  Ist die     Zugnummernmeldeeinrichtung    gestört, so kann  das Relais Z durch die Kontakte E13 und E14 an  geschaltet werden, die beim Betätigen von Tasten für  das wahlweise Herstellen des absoluten Flanken  schutzes geschlossen werden.

    



  Das Relais Z kann durch     Öffnen    des Kontaktes  A1     und/oder    A2 wieder abgeschaltet werden. Der      Kontakt K1 kann beispielsweise durch Auflöserelais  der Weiche W8 betätigt werden. Das Relais Z wird  hierdurch automatisch beim Räumen der Weiche W8  durch den Zug abgeschaltet. Bei Störung der Auflöse  relais wird der Kontakt A2 geöffnet, der beispiels  weise von einer nicht dargestellten Taste bzw. einem  Tastenrelais     gesteuert    wird.  



  Anstelle eines Relais Z mit Selbstschlusskontakt  kann für das Herstellen des absoluten Flankenschutzes  auch ein entsprechend arbeitendes Stützrelais,     Kipp-          relais    oder dergleichen verwendet werden. Es ist auch       möglich,        Handschalter    für das Steuern der     Kontakte     Z1 bis Z4 zu benutzen.  



  Der Kontakt A2 kann auch     verwendet    werden, um  in     Sonderfällen        nachträglich    auf den bereits herge  stellten absoluten     Flankenschutz    zugunsten einer  wichtigeren Zugfahrt über den Plusstrang der Wei  che W7 zu verzichten. Damit in diesem Falle das über  die     Überwachungsstromkreise    der Weiche W7 an  geschaltete Schutzüberwachungsrelais SU beim Wech  seln der     Kontakte    Z3 und Z4 in die gezeichnete Lage  nicht     abfällt,    erhält es eine entsprechende Abfallver  zögerung. Es ist ferner möglich, selbsttätig einen  Flankenschutzwechsel bzw. eine Aufhebung des abso  luten Flankenschutzes durch Zugnummernmelde  relais bzw.

   Zuggattungsmelderelais vorzunehmen, die  den Fahrstrassen über den Plusstrang der Weiche W7  zugeordnet sind und deren Kontakte mit den Kon  takten<I>A 1</I> und<I>A2</I> in Reihe liegen.  



  Ist bei der Weiche W8 am Plusstrang und am Mi  nusstrang je ein Lichtsperrsignal angeordnet, so ge  nügt zum Herstellen des absoluten     Flankenschutzes     für den einen oder den anderen Fahrweg dasselbe  Relais Z, wenn je ein bei Pluslage der Weiche W8 ge  schlossener Kontakt mit den Kontakten Z2 und Z3 in  Reihe     bzw.    zu dem Kontakt Z4 parallel geschaltet wird.  Die Stromkreise zum Steuern und Überwachen der  Flankenschutzeinrichtungen für den anderen Fahrweg  sind in entsprechender Weise durch bei Minuslage  der Weiche W8 geschlossenem Kontakt zu ergänzen.  Die von der Weichenlage abhängigen     Kontakte    können  von Weichenlagerelais, Weichenstellrelais oder der  gleichen gesteuert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schaltungsanordnung zum Steuern und Überwa chen von Flankenschutzeinrichtungen in Eisenbahn stellwerken mit elektrischen Verschlüssen, insbeson dere Gleisbildstellwerken, bei denen den einzelnen Weichen, Signalen, Gleissperren und dergleichen gruppenweise zusammengefasste Relais zum Steuern und Überwachen dieser Einrichtungen sowie zum Herstellen und Überwachen des Flankenschutzes zu geordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Strom kreise der Steuer- und Überwachungsrelais von Flan kenschutzeinrichtungen (Ls8), die keinen absoluten Flankenschutz geben, über Schaltbrücken mit den ent sprechenden Stromkreisen der im Gleisplan folgenden Flankenschutzeinrichtungen (W7)
    verbunden sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Steuerstromkreis der im Gleisplan folgenden Flankenschutzeinrichtung (W7) über die Schaltbrücke (B1) zu dem Steuerrelais (SV) der keinen absoluten Flankenschutz gebenden Ein richtung (Ls8) parallel geschaltet ist. 2. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die zu überwachenden Kontakte (SSP3, L2p, U, F1) von Relais der im Gleis plan folgenden Flankenschutzeinrichtung (W7) über die Schaltbrücke (B2) in Reihe mit den zu überwa chenden Kontakten (SV1, SS1, rtU) von Relais der keinen absoluten Flankenschutz gebenden Einrich tung (Ls8) geschaltet sind. 3.
    Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Schaltbrücke (B2) des Überwachungsstromkreises Kontakte (GL) von Gleisrelais der zwischen den Flankenschutzeinrich tungen (Ls8, W7) liegenden Gleisabschnitte an geordnet sind. 4. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Relais (Z) vorgesehen sind, die bei bestimmten Betriebsvorgängen automatisch zum Ansprechen gebracht werden und mit je einem Kontakt (Z2, Z3) die Schaltbrücken<I>(B1, B2)</I> durch schalten, sowie mit einem weiteren Kontakt (Z4) die für den Betrieb ohne absoluten Flankenschutz vor gesehene Speiseleitung (K) des Überwachungsstrom kreises der keinen absoluten Flankenschutz gebenden Einrichtungen (Ls8) abschalten. 5.
    Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Relais, deren Kon takte die Schaltbrücken durchschalten, durch Einrich tungen für Zuggattungsmeldungen gesteuert werden. 6. Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Relais (Z), deren Kontakte (Z2, Z3) die Schaltbrücken<I>(B1, B2)</I> durch schalten, durch Kontakte (E13, E14), die in Ab hängigkeit von handbetätigten Schaltern gesteuert werden, anschaltbar sind. 7.
    Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Relais (Z), deren Kontakte (Z2, Z3) die Schaltbrücken<I>(B1, B2)</I> durch schalten, durch Betätigen einer Flankenschutztaste und der Weichentaste der zu schützenden Weiche (W8) anschaltbar sind. B. Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, d'ass die Relais (Z), deren Kontakte (Z2, Z3) die Schaltbrücken<I>(B1, B2)</I> durch schalten, von einer Fernsteuerzentrale aus anschalt- bar sind. 9.
    Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Relais (Z), deren Kontakte (Z2, Z3) die Schaltbrücken <I>(B1, B2)</I> durch schalten, den Lichtsperrsignalen zugeordnet sind und durch Kontakte<B><I>(A1,</I></B><I> A2,<B>El l</B></I> bis E14) von Schalt mittel gesteuert werden, die der durch das betreffende Signal (Ls8) geschützten Weiche (W8) zugeordnet sind.
    10. Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 4 für eine Weiche mit je einem Lichtsperrsignal am Plus- und am Minusstrang, dadurch gekennzeichnet, dass das Relais (Z), dessen Kontakte (Z2, Z3) die Schaltbrücken durchschalten, der Weiche (W8) zu- geordnet ist und in Reihe mit diesen Kontakten ein Kontakt eines von der Lage der Weiche abhängigen Relais sowie ein gleichartiger Kontakt parallel zu dem Kontakt (Z4) angeordnet ist, welcher die Speiselei tung (K) abschaltet.
CH353027D 1956-01-13 1957-01-05 Schaltungsanordnung zum Steuern und Überwachen von Flankenschutzeinrichtungen in Eisenbahnstellwerken mit elektrischen Verschlüssen, insbesondere Gleisbildstellwerken CH353027A (de)

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