Thermostatisch gesteuertes Ventil für Flüssigkeiten oder Gase Die Erfindung betrifft ein thermostatisch gesteuer tes Ventil für Flüssigkeiten oder Gase, insbesondere für Wasser, um die Flüssigkeitszufuhr zu einer Kraft wagenheizung oder einem Kraftwagen-Wärmeaustau- scher und damit die Temperatur der Luft zu regeln, die über den Wärmeaustauscher strömt.
Mit der Erfindung wird ein Ventil geschaffen, dessen Temperaturbereich nach Wahl geändert wer den kann. Dadurch kann das Ventil in eine solche Stellung gebracht werden, dass eine bestimmte Menge an Flüssigkeit oder Gas zum Wärmeaus- tauscher freigegeben wird, wodurch die maximale Temperatur des Mediums, das der Wärmeaus- tauscher erwärmt, festgelegt wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben Fig. 1 ist eine Seitenansicht des Ventils ein- schliesslich Führungsarm, Steuerzug und Temperatur fühler ; Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch das Ventil nach Fig. 1, wobei der Schnitt um 180 gedreht ist ;
Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht des Füh- rungsarms einer drehbaren Einstellplatte und der mit dieser antriebsmässig verbundenen Teile ; Fig. 4 ist eine perspektivische Ansicht des C-för- migen Klammer aus Fig. 2 ;
Fig. 5 ist eine perspektivische Ansicht der dreh- baren, in Fig. 3 dargestellten Einstellplatte. Während die Erfindung insbesondere für eine Heizanlage eines Fahrzeuges verwendet werden kann, soll sie jedoch nicht nur auf dieses spezielle Anwen dungsgebiet beschränkt werden, da sie überall da, wo die Verwendung eines thermostatisch gesteuerten Flüssigkeits- oder Gasventils mit einem einstellbaren Wärmebereich erwünscht ist, angewendet werden kann.
Die Fig. 1-5 zeigen eine besondere Ausführungs form der Erfindung, wobei das Ventil eine Montage platte 10 mit einem U-förmigen Rahmen 12 auf deren Oberseite enthält. Die Montageplatte trägt auf ihrer Unterseite ein röhrenartiges Ventilgehäuse 14. Ein. Zuleitungsrohr 16 ragt durch eine Wand des Ventilgehäuses 14 und ist an dieser in passender Weise, z.
B. durch eine Hartlötung oder durch Schweissen befestigt. Eine Löt- oder Schweisstelle 18 ist in der Fig. 1 zu sehen. Das Ventilgehäuse 14 weist an der Stelle 19 einen verminderten Querschnitt auf, um eine Auslassöffnung zu bilden.
Im Innern des Ventilgehäuses 14 liegt ein Ventilsitz 20. Er ist an de Innenwand des Gehäuses 14 in geeigneter Weise, vorzugsweise durch Löten oder Schweissen an der Stelle 22 befestigt.
Gemäss Fig. 2 liegt auch ein Ventilschliessteil 24 innerhalb des - Gehäuses 14 und kann in mehrere Steuerstellungen bewegt werden, um die durch laufende Strömung zu regeln. Er weiset eine Scheibe 26 auf, die von einem ringförmigen Flansch 27 gehalten wird. Dieser befindet sich an einem in der Mitte liegenden Körper 28,
der von einem ring- förmigen Dichtungsteil 30 umgeben. ist. Der ring- förmige Dichtungsteil 30 hält die Scheibe 26 auf dem Flansch 27 des Körpers fest und ist mit dem Körper 28 in geeigneter Weise verbunden.
Die Scheibe 26 kommt mit dem Ventilsitz 20 in Eingriff, wenn der Ventilschhessteil 24 in die Schliesstellung gebracht wird, wodurch die Flüssigkeits- oder Gas strömung durch das Ventilgehäuse 14 gänzlich unter brochen wird.
Der Ventilschliessteil 24 wird von einer Ventil- stange 32 gehalten, auf deren unterem Ende en kugeliger Kopf 34 sitzt, wie in Fig. 2 gezeigt ist. Dieser sitzt innerhalb einer= Fassung 33, die im Ventilkörper 28 vorhanden ist. Die derart gestaltete Fassung oder Höhle 33 begrenzt eine dünne Wand 35 im oberen Teil des Körpers 28.
Der kugelige Kopf 34 wird in der Fassung 33 in geeigneter Weise zurückgehalten, meistens dadurch, dass die dünne Wand 35 des Körpers 28 soweit angedrückt wird, dass sie mit dar Oberfläche des kugeligen Kopfes 34 in Eingriff kommt.
Wie in Fig. 2 zu sehen ist, ist die Ventilstange 32 nahe an ihrem oberen Ende mit :einer relativ grossen Eindrehung 36 und einem kleinen ringförmigen Ein schnitt 38 versehen. In der Nähe dies, Einschnitts 38 ist der Durchmesser der Ventilstange 32 auf einem Teil 40 vermindert, dar in einem zweiten kugeligen Kopf 42 auf dem oberen Stangenende endigt.
Das. Ventilgehäuse 14 wird von einer kreisför migen Platte 44 mit konzentrischen Absätzen gehal ten. Ein konzentrischer Absatz in der Platte 44 bildet eine zylindrische Wand 46, die fest im Gehäuse 14 eingepasst ist. Das Gehäuse 14 ist in passender Weise meistens durch Löten oder Schweissen an der Stelle 48 mit der Platte 44 verbunden.
Ein anderer zylindrischer Absatz in. der Platte 44 bildet eine Wand 50, deren Randfläche die Unterseite der Platte 10 berührt und an dieser in geeigneter Weise fest gemacht ist. Die Platte 44 ist auch mit einer zen tralen Öffnung 52 versehen, die die sich bewegende Ventilstange 32 aufnimmt.
Eine Abschlussplatte 54 umgibt den oberen Teil der Ventilstange 32 und umfasst einen Randwulst 56, der im Raume zwischen der Wand 50, der Platte 44 und der Unterseite der Montageplatte 10 ver ankert ist.
Aus einem Stück mit dem Randwulst 56 ist ein Verbindungsteil 58 hergestellt, der in einem ringförmigen Mittelteil 60 endigt, der das obere Ende der Ventilstange 32 umgibt. Ein Ring 62 liegt fest auf dem Umfang des Dichtungsteils 60 und stellt darin einen ringförmigen, nach innen umgebogenen Teil 64 her,
der die Abschlussplatte 54 mit der Ventilstange 32 fest verbindet. Der ringförmige, um gebogene Teil 64 ist dabei in die Eindrehung 36 der Stange eingelassen. Ein. im allgemeinen kappen- förmiger, ringartiger Aufsatz 66 umgibt den Teil 60 der Abschlussplatte 54, steht mit dem Umfang des Rings 62 in Eingriff und dient dazu, das freiliegende, obere Ende der Abschlussplatte 54 abzuschirmen.
Der kappenförmige Aufsatz 66 weist -eine Öffnung 68 auf, deren Durchmesser etwas grösser als der der Stange 32 ist.
Der kappenförmige Aufsatz 66, die Abschluss- platte 54 und die Ventilstange 32 werden in dieser Lage von einer federnden Klemmplatte 70 gehalsten, die in geeigneter Weise in dem ringförmigen Ein- schnitt 38 in der Stange 32 festsitzt.
Beim Zusam menbau dieser Bestandteile wird der Aufsatz 66 über den Kugelkopf 42 der Stange 32 gesteckt und dann in Achsenrichtung an der Stange 32 entlang geschoben, wobei ein leichter Druck im Teil 60 ent steht. Bei diesem Druck auf die Abschlussplatte 54 wird die Klemmplatte 70 in. den Einschnitt 38 ein- geschoben, damit der Aufsatz 66 in der Schutzstel lung festgehalsten wird.
Die Montageplatte 10 hat eine Öffnung 72, durch die sich der obere Teil der Stange 32 und die daran festsitzenden Einzelteile hin- und herbewegen kön nen, wenn der Ventilschliessteil 24 in seine Regel stellung bewegt wird. Es sei hervorgehoben, dass der Verbindungsteil 58 der Abschlussplatte 54 ständig gebogen ist, auch wenn sich der Ventilschliessteil 24 in seine geöffnete Lage verschiebt.
Der U-förmige Rahmen 12 ist aus einem Deckel teil 74 und zwei einander gegenüberliegenden Seiten wänden 76 zusammengesetzt, von denen nur eine Seitenwand 76 gezeigt ist. Zwischen den Seiten wänden 76 befindet sich, von diesen gehalten, eine Kurbel 78 mit einer einzigen Kröpfung 80, die zwi schen den Kurbelenden und Seitenwänden 76 liegt und durch gestrichelte Linien in Fig. 1 dargestellt ist.
Ein Ende der Kurbel 78 (nicht gezeigt) ragt durch eine kreisförmige Öffnung (nicht gezeigt) in einer Seitenwand 76 und ist drehbar in dieser gelagert. In der gegenüberliegenden Seitenwand verläuft die Kurbel 78 durch eine längliche Öffnung 82, in der sie drehbar und gleitend gelagert ist. Die längliche Öffnung 82 ist deutlich in den Fig. 1 und 3 zu erken nen.
Nahe bei dem Punkt des Durchtritts durch die Öffnung 82 hat die Kurbel 78 (wie am besten in Fig. 3 erkennbar ist) einen rechtwinklig abgebogenen Teil 84, der in einem kleinen Zapfen 86 endigt, der fast rechtwinklig zu der Achse des gebogenen Teils 84 verläuft.
Ein Ventilhebel 88, der nur in Fig. 2 gezeigt ist, kann durch die Kurbel 78 betätigt werden. Er ent hält einen Bodenteil 90 und zwei sich gegenüber stehende Wände 92, von denen nur eine Wand 92 dargestellt ist. Der Ventilhebel 88 weist zwischen seinen Enden einen Schlitz 94 auf, der in den Wän den 92 nach oben verläuft, und von denen nur ein Schlitz 94 gezeigt ist. Der Schlitz 94 stellt eine Möglichkeit her, um den Hebel 88 auf der Kurbel kröpfung 80 drehbar zu lagern.
Der Hebel 88 ist dadurch gegenüber der Kurbel 78 für eine kombi nierte Translations- und Drehbewegung gelagert.
Wie in der Fig. 2 zu sehen ist, kommt der Ventilhebel 88 in der Nähe seines linken Endes 96 mit dem oberen Kugelkopf 42 der Ventilstange 32 in Eingriff. In der Nähe dieses Berührungspunktes mit dem Kugelkopf 42 der Ventilstange 32 weist der Ventilhebel 88 eine querliegende, etwas nach innen versetzte Vertiefung 98 auf. Diese kann mehrere konusförmige Vorsprünge 100 aufnehmen, die an einer Seite eines im wesentlichen L-förmigen Ver bindungsglieds 102 gebildet sind, und von denen nur einer dargestellt ist.
Die Vorsprünge 100 ermöglichen eine drehbare Lagerung des Verbindungsglieds 102 auf dem Bodenteil 90 des Ventilhebels 88. Das Ver bindungsglied 102 hat an seinem einen Ende eine kleine Nase 104, die mit dem Glied aus einem Stück hergestellt ist. In der Nähe seines anderen, entgegen gesetzten Endes ist es abwärts gebogen, damit ein Sitz für eine Feder, wie später beschrieben wird, ent steht.
Eine Klemmvorrichtung oder U-förmige Klam mer 108, wie in den Fig. 2 und 4 gezeigt ist, kann in das Verbindungsglied 102 eingreifen und es antriebsmässig mit der Ventilstange 32 verbinden. Die Klammer 108 weist in der Nähe ihres einen Endes eine kleine Öffnung 110 und am anderen entgegen gesetzten Ende einen darin ausgebildeten, V-förmigen Einschnitt 112 auf, der in einem kreisförmigen Loch 114 endigt. Wie in Fig. 2 zu sehen ist, kann die kleine Öffnung 110 in der Klammer 108 die Nase 104 am Verbindungsglied 102 aufnehmen, damit das Glied 102 und die Klammer 108 antriebsmässig ver bunden werden.
Das Loch 114 am entgegengesetzten Ende der Klammer 108 kann dagegen auf der Unter seite des Kugelkopfes 42 am oberen Ende der Ventil stange 32 in die richtige Lage gebracht werden.
Das Loch 114 in der Klammer 108 ist ein wenig grösser als der Teil 40 mit vermindertem Durch messer der Ventilstange 32, damit das Einsetzen der Klammer 108 erleichtert wird. Ebenfalls schafft es eine vergrösserte Berührungsfläche zwischen der Klammer 108 und der Unterseite des Kugelkopfes 42 der Ventilstange 32. Diese vergrösserte Berührungs fläche ist besonders wichtig, wenn der Ventilhebel 88 sich im Uhrzeigersinn dreht, um den Ventilschliess- teil 24 in Richtung auf die Schliesstellung zu be wegen, wie in Fig. 2 gezeigt ist.
Wenn sich der Ventilhebel 88 im Uhrzeigersinn dreht, sucht die durch das Loch 114 hergestellte, vergrösserte Berührungsfläche die den Ventilschliessteil 24 bewe genden Kräfte im wesentlichen längs der Bewegungs achse des Ventilschliessteils zu lenken und: dadurch ein Verklemmen oder einen ungünstigen Sitz des Ventilschliessteils auszuschalten.
Der Sitz 106 des Verbindungsglieds 102 kann das Ende einer Feder, in diesem Fall eine einzelne Druckfeder 116 aufnehmen. Das gegenüberliegende Ende der Druckfeder 116 sitzt m einem ringförmigen Flansch 118, der in einem überwölbten Abschnitt 120 eines Gehäuseteils 122 auf dem Deckelteil 74 des U-förmigen Rahmens 12 hergestellt ist. Das Gehäuse 122 wird später in Einzelheiten beschrie- ben. Die Druckfeder 116 in ihrem Sitz 106 über nimmt, wie man leicht erkennen kann, mehrere Funktionen.
Ausser der Vorspannung des Verbin dungsgliedes 102 im Uhrzeigersinn (Fig. 2) und der antriebsmässigen Kopplung des Ventilhebels 88 mit der Ventilstange 32 übt sie auch eine konstante Kraft auf den Ventilhebel 88 gegen den Uhrzeiger sinn aus und hält verschiedene Bestandteile des Ven tils zusammen. Der gegenseitige Eingriff des Glieds 102, der Klammer 108 und der Ventilstange 32 und die Kopplung des Ventilhebels 88 mit der Kurbel kröpfung 80 werden durch die Kraft der Feder 116 bewirkt.
Oberhalb des rechten Endes des Ventilhebels 88 befindet sich im Deckelheil 74 des U-förmigen Rah mens 12 ein thermostatisches Element 126, das am besten in der Fig. 2 zu erkennen ist. Es umfasst einen Körper 128, der einen Stift eines hin- und her beweglichen Stempels 130 enthält, der siech bei einer Temperaturzunahme oder -abnahme aus dem Körper 128 hinaus oder in diesen hinein verschiebt.
Das thermostatische Element 126 ist fernerhin mit einem zylindrischen Oberteil 132 versehen, in den ein Ende einer Kapillarröhre 134 hineinläuft. Diese tritt durch eine Öffnung 133 im Gehäuse 122 hindurch. Die Kapillare 134 enthält eine Flüssigkeit, deren Volu men sich bei Temperaturänderungen verändert, und die auf diese Weise dem Stempel 130 eine Bewegung erteilt, um eine Drehung des Ventilhebels 88 herbei zuführen.
Da thermostatische Elemente dieser Art dem Fachmann geläufig sind, ist eine _ weitere Besprechung ihres Aufbaues und ihrer Wirkungs weise wohl nicht notwendig.
Der Körper 128 des thermostatischen Elements 126 ragt durch eine Öffnung 136 im Deckel 74 des U-förmigen Rahmens 12 nach unten. Die Öffnung 136 ist derart angeordnet, dass der Stempel 130 des thermostatischen Elements über einer Erhebung 138 des Ventilhebels 88 nahe an dessen rechtem Ende 124 liegt.
Wie man der Fig. 2 entnehmen kann, schiebt sich der Stempel 130 nach unten, wenn sich infolge einer Temperatursteigerung die Flüssigkeit in der Kapillare 134 ausdehnt, und sucht den Ventilhebel 88 im Uhrzeigersinn zu drehen. Eine Bewegung des Ventilhebels 88 im Uhrzeigersinn bringt eine Bewe gung des Ventilschliessteils 24 in Richtung auf seine Schliesstellung zu mit sich.
Drehbar an der Aussenfläche der Rahmenwand 76 befestigt, ist eine im wesentlichen rechtwinklig geformte Platte 140 mit einem L-förmigen Ausläufer 142 an ihrer linken Seite vorgesehen, wie in Fig. 1 gezeigt ist. Wie am besten in Fig. 3 erkennbar ist, ist die Platte 140 an der Wand 76 mit Hilfe einer Schlaufe 144 angebracht, die aus dem Körper der Platte ausgestanzt ist.
Die Schlaufe 144 greift in die Nute 145 in der Rahmenwand 76 ein und ist an der Innenseite der Wand eingehakt, um eine lockere, drehbare Verbindung zwischen der Platte 140 und der Wand 76 herzustellen, die offensichtlich nur eine begrenzte Drehbewegung der Platte gestattet.
Wie in Fig. 3 dargestellt ist, weist die Platte 140 an ihrem rechten Ende einen aus ihrem Körper aus gestanzten Ansatz 146 auf, der von der Platte senk recht absteht. Die Platte 140 nimmt einen quer- liegenden Stift 148 auf, der die Platte 140 trägt und sie in ihrer Stellung festhält. Der Stift ist auch mit einem anderen Bestandteil des Ventils verbunden, was hiernach noch näher erklärt wird.
Wie am besten aus den Fig. 1 und 3 zu erken nen ist, wird die Drehung der Kurbel 78 und die resultierende Verschiebung der Drehachse des Ventil hebels 88 durch einen Führungsarm 150 hervorge rufen. Dieser Führungsarm 150 besitzt eine unregel mässige Form und ist ebenfalls auf dem querliegen den Stift 148 drehbar gelagert. Gemäss den Fig. 1 und 3 ist der Führungsarm 150 an einem bestimmten Rand mit einer entsprechend geformten Führungs fläche 152 versehen, die schiebend und drehend mit dem Zapfen 86 am Ende der Kurbel 78 in Eingriff steht.
Wenn die Führungsfläche 152 ständig mit dem Kurbelzapfen 86 in Eingriff steht, ruft eine Drehung des Führungsarms 150 eine entsprechende Drehung der Kurbel 78 hervor und verschiebt die Kurbel kröpfung 80, so dass infolgedessen die. Lage der Drehachse des Ventilhebels 88 verändert wird.
Wie man in Fig. 3 sieht, ist der unregehnässig geformte Führungsarm 150 auch mit einer Nase 154 versehen, die in den Ansatz 146 an der Platte 140 eingreifen kann und die Drehung des Führungsarms im Uhrzeigersinn begrenzt. Der Führungsarm 150 ist ausserdem an der Stelle 156 zur Bildung eines weiteren Anschlags tief eingeschnitten, in den eben falls der Ansatz 146 eingreift, wodurch die Drehung des Führungsarms gegen den Uhrzeigersinn begrenzt wird.
An einem Ende weist der Führungsarm 150 einen Ausläufer 158 auf, der mit ihm aus einem Stück besteht und im wesentlichen rechtwinklig von ihm absteht. Nahe am Ausläufer 158 hat der Führungsarm 150 einen weiteren querstehenden Vor sprung 160, in dem sich ein V-förmiger Einschnitt 162 befindet. Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, endigt die Führungsfläche des Führungshebels 150 in einer im wesentlichen V-förmigen Einbuchtung 164.
Wie in Fig. 1 gezeigt ist, wird der Führungsarm 150 auf dem Stift 148 durch einen nachgiebigen Splint 166, der in einer ringförmigen Vertiefung in dem Stift 148 aufsitzt.
Die ringförmige Vertiefung ist nicht dargestellt. Ein Abstandsring 168, der von dem Stift 148 ge tragen wird, trennt, wie in Fig. 3 zu sehen ist, den Führungsarm 150 und die Platte 140 und verhindert infolgedessen jegliches Verklemmen und jegliche Stö rung zwischen dem Arm und dem Führungsarm.
Der Führungsarm 150 wird mit Hilfe eines Steuerkabels 172 gedreht, das an dem in Fig. 1 gezeigten Ausläufer 158 des Führungsarms befestigt ist. Das Steuerkabel 172 wird in seinen Einzelheiten hiernach genauer beschrieben. Es genügt hier zu erwähnen, dass die Drehung des Führungsarms 150 gegen den Uhrzeigersinn beim Ziehen des Steuer kabels 172 erfolgt, während die Drehung des Führungsarms 150 im Uhrzeigersinn durch Drücken des Steuerkabels 172 hervorgerufen wird.
Um ein Verbiegen des Steuerkabels 172 zu verhindern, wenn der Führungsarm 150 sich im Uhrzeigersinn dreht, wird dieser ständig von einer Spannfeder 170, wie in Fig. 1 gezeigt ist, im Uhrzeigersinn gezogen. Das eine Ende der Spannfeder ist in dem V-förmigen Einschnitt 162 eingehakt, während das entgegen gesetzte Ende in einer nicht gezeigten Öffnung in der Montageplatte 10 festsitzt.
Um eine sichere Arbeitsweise des Ventils zu gewährleisten, ist dieses mit einer Einstellvorrich- tung 174 versehen, die am besten in den Fig. 3 und 5 zu sehen ist. Die Einstellvorrichtung enthält eine Platte 176, auf deren einer Seite eine kreisrunde Scheibe 178 in geeigneter Weise befestigt ist, oder die mit dieser aus einem Stück hergestellt ist.
Diese kreisrunde Scheibe 178 kann innerhalb einer Öffnung 180 von passender Grösse in der Seitenwand 76 dies Rahmens gelagert sein, wodurch die Drehachse der Einstellvorrichtung festgelegt ist.
Nach Fig. 5 trägt die Einstellvorrichtung 174 auch dien Stift 148, auf dem der Führungsarm <B><I>150</I></B> drehbar gelagert ist. Der Stift 148 ist .exzentrisch zur Drehachse oder geometrischen Mitte der Scheibe mit der Scheibe 178 fest verankert. Er kann in geeigneter Weise an der Scheibe 178 festgemacht oder aus einem Stück mit dieser hergestellt sein.
Die Platte 176 weist auch eine Gewindebohrung <B>180</B> auf, die eine Schraube 182 aufnimmt. Diese kann sich in einem bogenförmigen, länglichen Schlitz 184 in der Rahmenseitenwand 76 verschieben, wenn sich die Platte 176 dreht. Die Drehung der Einstell- vorrichtung 174 kann durch blosses Festziehen der Schraube 182 unterbunden werden, wodurch die Platte 176 fest gegen die Rahmenwand 76 gedrückt wird.
Die exzentrische Lage des. Stifts 148 an der Scheibe 178 ist besonders bedeutungsvoll, da durch sie die Stellung des Führungsarms 150 bei einer Drehung der Einstellvorrichtung 174 verändert wer den kann. Die Lageänderung des Führungsarms 150 bewirkt eine Drehung der Kurbel 78, wodurch die Stellung der Kurbelkröpfung 80 verändert und die Drehachse des Ventilhebels 88 verschoben wird.
Wie man leicht verstehen wird, ändert die Stellungs, änderung der Kurbelkröpfung 80 ebenfalls gleich zeitig die Lage des Ventilhebels 88 und die Stellung des Ventilschliessteils 24 gegenüber seinem Sitz;
infolgedessen ist eine grössere oder geringere Abwärtsbewegung des Stempels <B>130</B> des thermosta- tischen Elements nötig, um den Ventilschliessteil 24 in die Schliesstellung zu bringen.
Wenn die Kurbel kröpfung 80 gesenkt wird, wie in den Fig. 1 und 2 zu sehen ist, muss sich der Stempel 130 ein grösseres Stück seines ganzen Hubs nach unten schieben, damit die Drehung des Ventilhebels 88 ausreicht, um den Ventilschliessteil 24 in die Schliesstellung zu bringen. Wenn sich die Kurbelkräpfung 80 hebt, werden Ventilhebel 88 und Ventilschliessteil 24 ebenfalls aufwärts geschoben.
Der Stempel braucht sich ebenfalls, nur ein kleines Stück seines ganzen Hubs zu bewegen, um den Ventilschliessteil 24 in die Schliesstellung zu bringen.
Das Ventil kann so eingestellt werden, dass der Ventilschliessteil 24 mit seinem Sitz bei einer gewünschten Maximaltemperatur der von dem Wärmeaustauscher abgegebenen Luft oder bei einem bestimmten maximalen Hub des Stempels 130 des thermostatischen Elements in Eingriff kommt.
Diese Einstellung wird dadurch bewirkt, diass zuerst der Führungsarm 150 in eine der maximalen Temperatur entsprechenden Lage gedreht und dann die Einstell vorrichtung 174 gegen den Uhrzeigersinn soweit gedreht werden, wie aus Fig. 1 hervorgeht, bis die Kurbelkröpfung 80 eine ausreichende Drehung des Ventilhebels 88 gegenüber dem ausgezogenen Stem pel 130 dies thermostatischen Elements bewirkt, um den Ventilschliessteil 24 auf seinen Sitz zu bringen.
Oben auf der Oberfläche des Deckelteils 74 über dem U-förmigen Rahmen 12 befindet sich ein kanal artiger Gehäuseteil 122, der den oberen Teil 132 des thermostatischen Elements 126 aufnimmt. In geeigneter Weise kann dieser Gehäuseteil 122 am Deckelteil 74 befestigt sein. Der überwölbte Teil 120 ist aus einem Stück mit dem Gehäuseteil 122 her gestellt und verläuft in Längsrichtung zum Rahmen 12.
Wie bereits erwähnt, weist der überwölbte Teil 120 dien ringförmigen Flansch 118 auf, der einen Sitz für die Druckfeder <B>116</B> darstellt. Neben dem ringförmigen Flansch 118 ist der überwölbte Teil 120 mit einem Winkel<B>186</B> ausgestattet, der in einem anderen Winkel 188 endigt. Der Winkel 186 der überwölbung 120 ragt durch ein Loch 190 im Rahmendeckel 74 nach unten hindurch; der andere Winkel 188 läuft an der Innenseite des Deckels 74 entlang und ist an diesem in geeigneter Weise befes tigt.
Es sei auch bemerkt, dass das Loch 190 im Rahmendeckel 74 die Druckfeder 116 aufnimmt.
Das Steuerkabel 172 ist von einer Hülle 192 um schlossen. Sein Ende ist am querliegenden Ausläufer 158 am oberen Ende des Führungsarms 150 befe stigt, wie in der Fig. 1 zu sehen ist. Das Steuerkabel 172 und die Hülle 192 werden von einer Klemm- vorrichtung 194 in geeigneter Weise festgehalten, die aus einem längs verlaufenden Teil 196 des L-för- migen Ausläufers 142 der Platte 140 besteht.
Die Klemmvorrichtung 194 wird auf dem in Längsrich tung verlaufenden Teil 196 mit Hilfe einer Schraube 198 geschlossen. Das andere Ende des Steuerkabels 172 geht vorzugsweise zum Instrumentenbrett 200 im Personenraum des Kraftwagens und endigt dort in einem Knopf 202, der am freien Ende des Kabels festgemacht ist.
Falls man den Führungsarm 150 gegen den Uhrzeigersinn (Fig. 1) zu drehen wünscht, braucht der Fahrer im Personenwagen bloss den Knopf 202 zu ziehen, während er im umgekehrten Fall den Knopf 202 für eine Drehung im Uhrzeiger sinn nur zu drücken braucht.
Wie in Fig. 1 dargestellt ist, trägt die Kapillare 134 an ihrem freien Ende einen temperaturempfind- lichen Kolben 204.
Obgleich es nicht aus der Zeich nung zu ersehen ist, liegt der Kolben 204 in der Nähe der Ausgangsöffnung der Heizung oder des Wärmeaustauschers im Heizluftstrom, der in den Personenraum gelangt.
Wenn der Kolben 204 in diese Lage gebracht wird, bewegt sich der Ventil- schliessteil 24 bei einer Temperaturänderung der in den Personenraum gelangenden Luft hin oder her und regelt auf diese Weise genau die Strömung des Mediums zum Wärmeaustauscher.
Wenn auch die Ausführungsform der Erfindung nach Fig. 1 einen temperaturempfindlichen Kolben 204 am freien Ende der Kapillare 134 benutzt, so kann dieser durch mehrmaliges Aufwickeln der Kapillare 134 zu einer festen Schlinge (in der Figur nicht gezeigt) und durch Unterbringung der Schlinge an dem Platz beseitigt werden, wo die Feststellung der Temperaturänderungen erwünscht ist, z.
B. im Heizluftstrom, der in den Personenraum gelangt. Die Verwendung einer aufgewickelten Kapillarschlinge bringt den besondreren Vorteil mit sich, dass ein gros- ser Anteil der Flüssigkeit in der Kapillare 134 am Ort, wo die Temperaturänderungen wahrgenommen werden sollen, konzentriert wird, wodurch die Genauigkeit bei der Betätigung des Stempels 130 am thermostatischen Element gegenüber Temperatur änderungen erhöht wird.
Es sei ebenfalls bemerkt, dass die Kapillare 134, wie in Fig. 1 gezeigt ist, völlig frei schwebt und nir gends befestigt ist, wenn man von dem Teil absieht, der durch das Loch 133 im Gehäuseteil 122 nach unten in das thermostatische Element 126 hinein ragt.
Bei der wirklichen, praktischen Ausführung der Erfindung wird jedoch ein Teil der Kapillare 134 zurückgebogen und in geeigneter Weise an einem Befestigungsarm (nicht gezeigt) befestigt, der quer zu dem Teil 196 des L-förmigen Ausläufers 142 an der Platte liegt.
Eine derartige Befestigung der Kapillare 134 gibt dieser einen stabilen Halt und verhindert Brüche und Beschädigungen an dem Punkt der Kapillare,
wo diese in den oberen zylindrischen Teil 132 des thermostat'schen Elements 126 oder in das Loch 133 im Gehäuseteil 122 eintritt. ARBEITSWEISE Gemäss den Fig. 1 und 2 ist das thermostatisch gesteuerte Ventil so, dargestellt, dass, es bei einem maximalen Wärmebereich tätig ist, d.
h., dass sich der Ventüschliessteü 24 in seiner am weitesten geöff neten Stellung befindet und: ein. maximaler Flüssig- keits- oder GasdurchVitt zum 'Wäx=airstauscher freigegeben ist.
In dieser am weitesten geöffneten Stellung des Ventilschhessteils 24 befindet sich die Kurbelkröpfung 80 oder die Drehachse des Ventil hebers 88 in ihrer gegenüber dem Stempel 130 des thermostatischen Elements, tiefsten, Lage, wie man leicht erkennen kann. Der Führungsarm 150 ist maximal gegen den Uhrzeigersinn gedreht (Fig. 2).
Wenn sich die verschiedenen Bestandteile des Ventils in der in den Fig. 1 und 2 angegebenen Stellung ber finden, wird Luft von maximaler Temperatur dem Personenraum zugeführt.
Der Stempel 130 des ther- mostatischen Elements muss sich dann ein sehr gros" sei Stück seines Gesamthubs nach unten schieben, damit eine ausreichende Drehung des. Ventilhebels 88 zustandekommt, um den Vmtilschliessteil 24 mit seinem Sitz in Berührung zu bringen.
Wenn sich also zu Anfang der Ventilschliessteil 24 in seiner am weitesten geöffneten Lage befindet, wird die dem Personenraum zugeführte Luft auf eine Maximal temperatur gebracht. Dann wird anschliessend der Ventilschliessteil 24 selbsttätig geregelt und diese maximale Temperatur aufrecht erhalten. Wenn andererseits nicht soviel Wärme im Per sonenraum des Fahrzeugs erwünscht ist, z.
B. wenn die Temperatur der Aussenluft relativ hoch ist, muss man den Temperaturbereich des Ventils ändern kön nen. Dieser kann durch blosses Drücken des Knopfes 202 eingestellt und festgelegt werden, wodurch der Führungsarm 150 im Uhrzeigers.inn gedreht wird, wie aus Fig. 1 zu erkennen ist. Wie man aus den Fig. 1 und 2 sehen kann, bewirkt der Führungsarm 150 eine ähnliche Drehung der Kurbel 78 im Uhr zeigersinn und hebt die Kurbelkröpfung 80 in die Höhe.
Diese Hebung der Kurbelkröpfung 80 beför dert den Ventilhebel 88 nach oben und bewegt den Ventilschliessteil 24 näher an seinen Sitz heran. Wenn sich der Ventilschliessteil 24 zu Anfang näher an seinem Sitz befindet, ist die Wasserströmung zum Wärmeaustauscher verringert, und entsprechend ist auch die Temperatur der in den Personenraum gelangenden Luft um ein bestimmtes Mass niedriger.
Wenn der Führungsarm 150 aus seiner in Fig. 1 diagestellten Lage im Uhrzeigersinn heraus geschwenkt und de Kurbelkröpfung 80 aus ihrer in Fig. 2 wiedergegebenen Stellung nach oben ver schoben ist, braucht sich, wie man leicht sehen kann, der Stempel 130 des thermostatischen Elements nur ein weit geringeres Stück abwärts zu schieben, damit eine ausreichende Schwenkung des Ventilhebels 88 bewirkt wird, um den Ventilschhessteil 24 mit seinem Sitz in Eingriff zu bringen.
Wenn sich also zu Anfang der Ventilschliessteil 24 in einer gegenüber seinem Sitz näheren Lage befindet, wird Luft von einer zuvor festgelegten, niedrigen Temperatur dem Per sonenraum zugeführt und diese selbsttätig geregelt, damit diese niedrigere Temperatur aufrecht erhalten wird.
Die Erfindung gibt daher dem Fahrer im Per sonenraum eines Kraftwagens die Möglichkeit, sich den Temperaturbereich des Ventils entsprechend der Aussentemperatur durch Ziehen oder Drücken des Steuerkabels 172 auszusuchen, wodurch die Stellung des Führungsarms 150 verändert wird.
Falls de Stellung des Führungsarms 150 ver- ändert worden ist, hält das Ventil sebsttätig de Tem peratur der in den Personenraum gelangenden Luft innerhalb des gewünschten Temperaturbereichs auf recht.
Um eine genaue Arbeitweise des Ventils und insbesondere das Schliessen des Ventilschliessteils 24 zu gewährleisten, wenn die Temperatur der in den Personenraum eintretenden Luft eine zuvor fest gelegte Höhe annimmt, ist es wesentlich, das Ventil richtig einzustellen. Um das Ventil richtig einzustel len, wird, wie in Fig. 1 gezeigt ist,
der Kolben 204 der Kapillare zuerst der festgesetzten Maximaltem peratur ausgesetzt, um den Stempel 130 des thermo- statischen Elements herauszuschieben. Diese fest gesetzte Maximaltemperatur :entspricht gewöhnlich der gewünschten Maximaltemperatur der in den Per sonenraum eintretenden Luft. Der Führungsarm 150 wird dann am weitesten gegen den Uhrzeigersinn geschwenkt, um den Ventilschliessteil 24 auf seinen Sitz hin zu verschieben, wie in Fig. 1 gezeigt ist.
Wenn in der äusseren Stellung gegen den Uhr zeigersinn des Führungsarms 150 der Ventilschliess- teil 24 nicht fest auf seinen Sitz drückt, wird die Einstellscheibe 174 gegen die Uhrzeigerrichtung so weit verschoben,
bis der Ventilschliessteil fest mit seinem Sitz in Eingriff kommt und die Erhebung<B>138</B> des Ventilhebels 88 die Unterseite des Stempels 130 des thermostatischen Elements berührt. Wenn sich die Erhebung 138 des Ventilhebels 88 dann mit dem Stempel 130 des thermostatischen Elements in Wirk verbindung befindet, schiebt jede weitere Tempera turzunahme am Kolben 204 der Kapillare den Stempel 130 heraus und dient nur dazu,
den Ventil- schliessteil 24 fester auf seinen Sitz 20 zu drücken.