Thermostatisch gesteuertes Ventil für Flüssigkeiten oder Gase Die Erfindung betrifft ein thermostatisch ge steuertes Ventil für Flüssigkeiten oder Gase, insbeson dere für Wasser, um die Flüssigkeitszufuhr zu einer Kraftwagenheizung oder einem Kraftwagen-Wärme- austauscher und damit die Temperatur der Luft zu regeln, die über den Wärmeaustauscher strömt.
Das gebräuchlichste Heizverfahren für die heu tigen Kraftwagen besteht darin, dass die Luft von aussen über einen Wärmeaustauscher in die Personen kabine eingesogen wird, der mit einem heissen Gas oder einer heissen Flüssigkeit, z. B. Wasser, aus dem Kühler des Kraftwagenmotors gespeist wird. Bei ho hen und mittleren Reisegeschwindigkeiten ist eine ausreichende Zufuhr von Aussenluft zum Wärmeaus- tauscher zur Heizung des Personenraums gewähr leistet, während bei niedrigen Fahrgeschwindigkeiten ein Ventilator zur Verstärkung der Luftzufuhr ver wendet wird.
Früher waren die Fahrzeugheizungen dieser Art mit einem mit der Hand zu betätigenden Wasser ventil ausgestattet, um die Zuströmung von heissem Wasser zum Wärmeaustauscher zu regeln und dadurch die Temperatur der in den Personenraum gelangenden Luft einzustellen. Bei den meisten modernen Heiz anlagen für Autos ist das mit der Hand einzustellende Heizventil durch ein thermostatisch geregeltes Was serventil ersetzt worden, das selbsttätig die Tempe ratur der in den Personenraum gelangenden Luft ein reguliert.
Bei Verwendung von automatisch geregelten Wasserventilen in Kraftwagen-Heizanlagen müssen Vorrichtungen vorgesehen sein, die den im Betrieb vorhandenen Temperaturbereich des Ventils ändern. Genauer gesagt, muss ein Ventil mit einer Vorrich tung vorhanden sein, mit dem nach Bedarf die Höchsttemperatur der zum Personenraum zugeführten Luft verändert werden kann. Die Notwendigkeit, eine Vorrichtung zur Änderung des Temperatur bereichs des thermostatisch gesteuerten Ventils vor zusehen, ergibt sich daraus, dass der Wärmebedarf für die Personenkabine entsprechend den Wünschen der Reisenden sich ändern- lassen muss und von der Temperatur der äusseren Luft abhängig ist.
Zum Beispiel muss an einem relativ warmen Tag, wenn die Lufttemperatur draussen etwa 150 C beträgt, dem Wärmeaustauscher nur eine begrenzte Menge heissen Wassers zugeführt werden, um die Tempe ratur der Aussenluft auf die passende, für die Rei senden angenehme Innentemperatur zu erhöhen. Ent sprechend braucht das Ventil nur ein kleines Stück seines ganzen Hubs geöffnet zu werden, um diese begrenzte Menge heissen Wassers zuzuführen.
Wenn aus irgendeinem Grund die Temperatur der in den Personenraum gelangenden Luft einen zuvor fest gelegten Wert übersteigt, dehnt sich das thermostati- sche Element, das mit dem Ventil verbunden ist, aus und schliesst das Ventil etwas mehr, wodurch die Zu fuhr heissen Wassers zum Wärmeaustauscher verrin gert wird. Bei anfangs nur um ein kleines Stück sei nes ganzen Hubs geöffnetem Ventil wird dem Per sonenraum Luft von einer relativ niedrigen, zuvor festgelegten Temperatur zugeführt, und diese wird von selbst aufrecht erhalten.
An einem kalten Tag jedoch muss der Wärme austauscher mit einer grösseren Menge heissen Was sers versorgt werden, um die Temperatur der über den Wärmeaustauscher streichenden Aussenluft zu erhöhen. Entsprechend muss das Ventil am Anfang über einen grösseren Teil seines Gesamthubs geöff net werden, damit der Personenraum Luft von hö herer, zuvor festgelegter Temperatur erhält. Der im Betrieb vorhandene Temperaturbereich des Ventils kann also zuvor nach Bedarf bestimmt werden, in dem die anfängliche Öffnung des Ventils geändert wird. Nachdem der bestimmte Temperaturbereich ausgesucht ist, kann das thermostatisch gesteuerte Ventil von selbst die in den Personenraum eintre tende Luft auf der ausgewählten, zuvor festgelegten Temperatur halten.
Um eine genaue Einstellung des Ventils sicher zustellen, muss es mit einer Einstellmöglichkeit ver sehen sein, so dass das Ventil geschlossen wird, wenn die zum Personenraum zugeführte Luft eine zuvor festgelegte Temperatur erreicht. Bei einem Ventil mit einer richtigen Einstellung übersteigt die Tempe ratur der in den Personenraum beförderten Luft in keinem Fall den zuvor eingestellten Wert.
Um ein selbsttätig gesteuertes Ventil für Flüssig keiten oder Gase mit einem einstellbaren Temperatur bereich zu versehen, ist es bisher üblich gewesen, antriebsmässig das Ventil mit einem festgelagerten Hebel zu verbinden, der es bei Drehung öffnet oder schliesst. Die Drehung des Hebels in beiden Rich tungen wird dabei durch ein thermostatisches Ele ment bewirkt, das mit einer Feder zusammenarbeitet ; Feder und Element sind beide antriebsmässig mit dem Hebel gekoppelt.
Die Feder und das thermosta- tische Element sind hinsichtlich des das Ventil steuernden Hebels so angebracht, dass die auf den Hebel ausgeübte Federkraft der vom thermostatischen Element herrührenden Kraft entgegengerichtet ist. Die stärkere Kraft sucht den Hebel zu drehen und das Ventil entsprechend zu öffnen oder zu schlies- sen. Bei Verwendung dieser Anordnung der Bestand teile -wird der Temperaturbereich des Ventils nach Bedarf dadurch eingestellt, dass eine Möglichkeit zur Änderung der Federkraft vorgesehen ist.
An sich bekannte Anordnungen dieser Art haben jedoch bestimmte Nachteile im Aufbau und uner wünschte Betriebseigenschaften. So ist es ein Nach teil, eine zweite Feder in der Ventilanordnung ge brauchen zu müssen. Diese zweite Feder ist entweder auf einem Hebel angebracht, um diesen mit einer mit dem Ventil verbundenen Stange in Eingriff zu brin gen, oder koaxial zur Ventilstange montiert, um das Ventil nach der geöffneten oder geschlossenen Stel lung hin zu spannen.
Ein betriebsmässiger Nachteil rührt auch von der Verwendung eines festgelagerten Hebels des Ventils her. Dieser ruft einen übermässigen Verschleiss am Ventil wegen eines Verklemmens und eines ungünsti gen Ventilsitzes hervor. Dies kommt dadurch zu stande, dass die Kraft, die das Ventil bewegt, im we sentlichen nicht längs der Bewegungsachse des Ven tils wirkt.
Eine weitere unerwünschte Eigenschaft besteht darin, dass die thermostatischen Elemente keine zweckmässige und einfache Einstellung aufweisen. Das Fehlen einer zweckmässigen Einstellung verur sacht Ungenauigkeiten bei der Arbeitsweise des Ventils.
Um diese Nachteile auszuschalten, wird bei der Erfindung der festgelagerte Hebel des Ventils durch einen solchen auf einer zweckmässig einfach gekröpf- ten Kurbel ersetzt. Bei Drehung der Kurbel kann der Hebel in mehrere Stellungen gebracht werden, damit der Temperaturbereich des Ventils nach Bedarf ge ändert werden kann. Die Erfindung stellt gegenüber den an sich bekannten Ausführungsformen durch die Verwendung einer einzigen Feder eine Verbesserung dar. Die Feder übernimmt dabei mehrere Funktionen. Sie bringt den Hebel des Ventils mit der Ventilstange in Berührung, verschiebt den Ventilschliessteil in die geöffnete Lage und dreht den Hebel des Ventils, bis er das thermostatische Element berührt.
Eine andere wesentliche Verbesserung durch die Erfindung besteht in der Herstellung einer Einstellmöglichkeit in Kom bination mit dem erwähnten Hebel, wobei das Ein stellmittel vorteilhaft aus dem Hebelkörper heraus gestanzt ist.
Ein Ausführungsbeispiel mit einer Variante der Erfindung ist nachfolgend anhand der Zeichnung be schrieben.
Fig. 1 ist ein Seitenriss des Ventils mit Steuer zug und Temperaturfühler ; Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch das in Fig. 1 dargestellte und um 1800 gedrehte Ventil ; Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2 ; Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 2 ; Fig. 5 ist eine Seitenansicht eines Teils des Me chanismus, der eine andere Ausführungsform der Er findung darstellt.
Während die Erfindung insbesondere für eine Heizanlage eines Fahrzeuges verwendet werden kann, soll sie jedoch nicht auf dieses besondere Anwen dungsgebiet beschränkt werden, da sie überall, wo die Verwendung eines thermostatisch gesteuerten Ventils für Flüssigkeiten oder Gase mit einstellbarem Temperaturbereich erwünscht ist, eine Anwendungs möglichkeit haben kann.
Die in den Fig. 1-4 gezeigte, bevorzugte Ausfüh rungsform der Erfindung enthält eine Stütz- oder Montageplatte 1 mit mehreren darin befindlichen Öffnungen lca. Diese sind zur Aufnahme von Teilen zur Halterung, z. B. Bolzen oder dergleichen, vor gesehen ; hiermit kann das Ventil in der gewünschten Gebrauchslage starr befestigt werden. Ein röhrenarti ges Ventilgehäuse 2 wird von der Unterseite der Platte 1 gehalten. Ein U-förmiger Rahmen 3 ist auf der Oberseite der Platte 1 angebracht.
Ein Einlassrohr 4 ragt durch eine Wand des Ge häuses 2 und ist an dieser durch geeignete Hilfsmass- nahmen festgemacht, z. B. durch eine Hartlötung oder Schweissung. Eine Schweiss- oder Lötstelle 4a ist in Fig. 2 zu sehen. Das Ventilgehäuse hat einen verringerten Durchmesser an der Stelle 5, um eine Auslassöffnung zu bilden.
Im Inneren des Ventilgehäuses 2 befindet sich ein ringförmiger Ventilsitz 6. Er ist an der Innenwand des Gehäuses 2 in geeigneter Weise festgemacht, z. B. durch Hartlöten oder Schweissen an der Stelle 6a. Ein Ventilschliessteil 7 ist ebenfalls im Gehäuse 2 angeordnet und kann in mehrere Steuerstellungen bewegt werden. Er hat eine Scheibe 8, die von einem Mittelkörper 9 gehalten wird, der von einer ringför migen, nachgiebigen Dichtung 10 umgeben ist. Diese steht mit der Scheibe 8 und dem Mittelkörper 9 über passende Hilfsmittel in Verbindung und kommt mit dem Ventilsitz 6 in Eingriff, wenn der Ventilschliess- teil 7 die Ventilöffnung schliesst.
Die Umfangsfläche der Dichtung 10 dient auch als Führung für den Ventilschliessteil 7, wenn sich die Dichtung 10 auf- und abwärts durch die Öffnung des Ventilsitzes 6 verschiebt.
Der Ventilschliessteil 7 wird von einer Ventil stange 11 gehalten, deren eines Ende eine Kugel 11a trägt. Nahe an ihrem oberen Ende hat die Ventil stange 11 eine relativ grosse Eindrehung 12 und einen weiteren kleinen Einschnitt 13. Am oberen Ende weist die Ventilstange 11 auch einen Teil 14 mit vermindertem Querschnitt auf, der die Verbindung zu einem Kugelkopf 15 auf dem oberen Stangenende herstellt.
Das Gehäuse 2 wird von einer mit konzentrischen Absätzen versehenen, kreisförmigen Platte 16 gehal ten. Ein konzentrischer Absatz in der Platte 16 bil det eine zylindrische Wand 17, die fest in das Ge häuse 2 eingepasst ist. Das Gehäuse 2 ist durch ge eignete Hilfsmassnahmen, besonders durch Hartlöten oder Schweissen an der Stelle 17a mit der Platte 16 verbunden. Ein anderer zylindrischer Absatz in der Platte 16 bildet eine Aussenwand 18, deren Rand fläche die Unterseite der Platte 1 berührt und daran in geeigneter Weise befestigt ist. Die Platte 16 hat auch eine Öffnung 19 in der Mitte, die die sich bewegende Ventilstange 11 aufnimmt.
Eine Abschlussplatte 20 umgibt den oberen Teil der Ventilstange 11. Sie umfasst einen Wulstrand 21, der im Raume zwischen der Wand 18, der Platte 16 und der Unterseite der Montageplatte 1 verankert ist. Aus einem Stück mit dem Randwulst 21 ist ein Ver bindungsteil 22 gebildet, der in einem ringförmigen Mittelteil 23 endigt, der das obere Ende der Stange 11 umgibt. Ein Ring 24 liegt fest am Umfang des Mittelteiles 23 der Abschlussplatte 20 an. Er stellt einen nach innen umgebogenen Teil 25 der Ab- schlussplatte 20 her, der die Abschlussplatte mit der Ventilstange 11 fest verbindet. Der ringförmige, um gebogene Teil 25 ist dabei in die Eindrehung 12 in der Spindel eingelassen.
Ein im allgemeinen kap- penförmiger, ringartiger Aufsatz 26 umgibt den Teil 23 der Abschlussplatte 20, steht mit dem Umfang des Ringes 24 im Eingriff und dient dazu, das frei liegende obere Ende der Abschlussplatte 20 abzu schirmen. Der kappenförmige Aufsatz 26 weist eine Öffnung 27 auf, deren Durchmesser etwas grösser als der der Stange 11 ist.
Der kappenförmige Aufsatz 26, die Abschluss- platte 20 und die Ventilstange 11 werden in dieser Lage von einer federnden Klemmplatte 28 gehalten, die in geeigneter Weise in dem ringförmigen Ein- schnitt 13 der Stange 11 festsitzt. Beim Zusammen bau dieser Bestandteile wird der Aufsatz 26 über den Kugelkopf der Stange 11 gesteckt und dann in Achsenrichtung an der Stange 11 entlang geschoben, wobei ein leichter Druck im Teil 23 entsteht. Bei diesem Druck auf die Abschlussplatte 20 wird die Klemmplatte 28 in den Einschnitt 13 eingeschoben, damit der Aufsatz 26 in der Schutzstellung fest gehalten wird.
Die Montageplatte 1 hat eine Öffnung 29, durch die sich der obere Teil der Stange 11 und die daran festsitzenden Einzelteile hin und her bewegen können, wenn der Ventilschliessteil 7 in seine Regelstellungen bewegt wird. Es sei hervorgehoben, dass der Verbin dungsteil 22 der Abschlussplatte 20 ständig gebogen ist, auch wenn sich der Ventilschliessteil 7 in seine geöffnete Lage verschiebt.
Der Rahmen 3 ist aus einem Deckelteil 30 und zwei einander gegenüberliegenden Wänden 31 und 32 zusammengesetzt. Zwischen den Wänden befindet sich, von diesen gehalten, eine Kurbel 33 mit einer einzigen Kröpfung 34, die zwischen den Enden der Kurbel liegt (Fig. 3). Ein Ende 35 der Kurbel 33 ragt durch eine kreisförmige Öffnung (nicht gezeigt) in der Rahmenwand 32 hindurch, in der sie drehbar gelagert ist. In der gegenüberliegenden Wand 31 ver läuft die Kurbel 33 durch eine längliche Öffnung 37, in der sie gleitend und drehbar gelagert ist (Fig. 1).
Nahe bei dem Punkt des Durchtritts durch die öff- nung 37 hat die Kurbel 33 einen rechtwinklig gebo genen Teil 36, der in einem kleinen Zapfen 38 endigt, der fast rechtwinklig zu der Achse des gebogenen Teiles 36 verläuft. _ Ein Hebel 39 des Ventils kann durch die Kurbel 33 betätigt werden. Der Hebel 39 hat einen rinnen- förmigen Querschnitt und enthält einen Unter- oder Bodenteil 42 und zwei sich gegenüberstehende Wände 40 und 41. Zwischen den Enden weist der Ventil hebel 39 einen Schlitz 43 auf, der in den Wänden 40 und 41 nach oben verläuft.
Der Schlitz 43 stellt eine Möglichkeit her, um den Hebel 39 auf der Kurbel 33 drehbar zu lagern. Der Hebel 39 ist dadurch gegen über der Kurbel 33 für eine kombinierte Trans- lations- und Drehbewegung gelagert.
Zwischen den Enden des Hebels 39 befindet sich auch eine Durchbrechung 44 in dem Bodenteil 42, deren Zweck später genannt wird. Gemäss der Fig. 2 ist das linke Ende des Hebels 39 mit einer Vertie fung 45 im Bodenteil versehen, die als Sitz für das kugelige, obere Ende 15 der Ventilstange 11 dient. Der Hebel 39 hat noch eine andere Durchbrechung 44a in seinem Bodenteil, die einen Streifen 46 des Bodenteils am rechten Ende des Hebels 39 begrenzt, wie am besten in den Fig. 2 und 4 zu sehen ist.
Oberhalb des Streifens 46 des Hebels befindet sich im Deckel 30 des Rahmens 3 ein thermostati- sches Element 47. Es umfasst einen Körper 48, der einen Stift eines hin- und herbeweglichen Stempels 49 enthält, der sich bei einer Temperaturzu- oder -abnahme aus dem Körper 48 heraus- oder in diesen hineinschiebt. Das thermostatische Element 47 ist mit einem zylindrischen Oberteil 50 versehen, in den ein Ende einer Kapillarröhre 51 hineinläuft.
Die Ka pillare 51 enthält eine Flüssigkeit, deren Volumen sich bei Temperaturänderungen verändert, und die auf diese Weise dem Stempel 49 eine Bewegung erteilt, um eine Drehung des Hebels 39 des Ventils herbei zuführen. Da thermostatische Elemente dieser Art dem Fachmann geläufig sind, ist eine weitere Bespre chung ihres Aufbaues und ihrer Wirkungsweise wohl nicht notwendig.
Der Körper 48 des thermostatischen Elementes 47 ragt durch die Öffnung 52 im Deckel 30 des Rah mens nach unten. Die Öffnung 52 ist derart ange ordnet, dass der Stempel 49 des thermostatischen Elementes über dem Streifen 46 des Hebels liegt. Die Ausrichtung des Stempels 49 und des Streifens 46 macht es möglich, dass eine Einstellung des He bels 39 hergestellt werden kann. Die Einstellung wird dadurch gebildet, dass der Streifen 46 aus der Ebene des Bodenteils 42 nach oben herausgebogen wird, und dadurch mit dem Stempel 49 in Eingriff kommt, wie am besten in Fig. 4 ersichtlich ist.
Wie man leicht erkennen kann, kann das Ventil schnell und genau durch blosse Durchbiegung des Streifens 46 geeicht werden.
Der Oberteil 50 des thermostatischen Elements ist in einem im wesentlichen U-förmigen Gehäuse 53 untergebracht, das an der Aussenfläche des Deckels 30 durch nicht dargestellte Mittel befestigt ist. Der obere Abschlussteil 54 des Gehäuses 53 weist eine in ihm gebildete, längs verlaufende Vertiefung 55 auf. Die Vertiefung 55 nimmt die Kapillare 51 des ther- mostatischen Elements in sich auf und vermeidet deren Beschädigung in der Nähe ihrer Verbindung mit dem Oberteil 50 des thermostatischen Elements.
Das Gehäuse 53 hat ebenfalls einen aus einem Stück bestehenden Arm 56, der im wesentlichen in einem rechten Winkel vom Gehäuse absteht. Der Arm 56 ist ebenfalls mit einer länglichen Vertiefung, die dar in gebildet ist, ausgestattet. Um mit dem Arm 56 zusammenwirken zu können, ist auch ein Klemm stück 58 mit einer länglichen Vertiefung 59 versehen, die darin gebildet ist, wobei diese und die Vertiefung 57 aufeinanderpassen. Das Klemmstück 58 ist in passender Weise mit dem Arm 56 durch eine Schraube 60 verbunden.
Wie dies am besten aus den Fig. 2 und 4 zu erkennen ist, eignen sich das Klenun- stück 58 und die Vertiefungen 57 und 59 dazu, eine Schutzhülle 86 eines Steuerkabels 85 festzuhalten, das später erwähnt wird.
Der Hebel 39 ist zwischen seinen Enden mit zwei Vorsprüngen 62 und 63 versehen, die aus dem Kör per des Hebels herausgestanzt sind und sich quer zum Hebel in die Durchbrechung 44 in der Ebene des Hebelbodens hinein erstrecken. Die Vorsprünge 62 und 63 sind so angeordnet, dass sie ein etwa S-förmiges, kräfteübertragendes Glied 67 schwenk bar halten. Zwischen seinen Enden hat das Glied 67 einen flachen Abschnitt 68, der mit den Vorsprüngen in Eingriff kommt; dabei halten die Vorsprünge das Glied ungefähr in seinem Mittelpunkt schwenkbar fest.
Wie am besten in Fig. 2 ersichtlich ist, liegt die rechte Hälfte des Gliedes 67 in der Durchbrechung 44 im Bodenteil des Hebels 39.
Wie in Fig. 3 dargestellt ist, hat das linke Ende des Gliedes 67 einen V-förmigen Schlitz 69, der in einer Kreisöffnung 70 endigt. Schlitz 69 und Kreisöffnung sind beide durch gestrichelte Linien markiert. Die Ränder der Öffnung 70 können mit dem unteren Teil des kugeligen Endes 15 der Ventil stange 11 in Eingriff kommen und auf diese Weise eine Verbindung zwischen dem Hebel 39 des Ventils und der Ventilstange 11 herstellen. Der V-förmige Schlitz 69 lässt den Stangenteil 14 mit vermindertem Querschnitt frei in die Kreisöffnung 70 eintreten.
Das Glied 67 hat in der Nähe seines anderen Endes einen vertieften Teil 71, der eine Federauflage 72 bildet, die ein Ende der Druckfeder 73 aufneh men kann. Das andere Ende der Feder 73 greift in eine Vertiefung 74 ein, die im Deckel 30 des Rah mens 3 vorhanden ist, um eine Federauflage 75 her zustellen. Wie man also sieht, bringt die Druckfeder 73 nicht nur das Glied 67 mit der Ventilstange in Eingriff und den Ventilschliessteil 7 in eine offene Stellung, sondern dreht auch den Hebel 39 gegen den Uhrzeigersinn (Fig. 2) bis zum Eingriff mit dem thermostatischen Element 47 und hält so die ver schiedenen Bestandteile aneinander.
Wie am besten in den Fig. 1 und 3 ersichtlich ist, ist ein Führungshebel 76 drehbar an der Wand 31 des Rahmens 3 angebracht. Ein Ende des Führungs hebels 76 ist mit einem etwa schuhförmigen Füh rungsrand 77 versehen, der antriebsmässig mit dem Zapfen 38 an einem Ende der Kurbel 33 in Eingriff kommt. Der Führungshebel 76 ist um einen Stift 78 an der Wand 31 drehbar und mit einer Unterleg scheibe 79 befestigt, die zwischen dem abgeflachten Kopf 80 des Stifts und der Aussenfläche des Hebels liegt. Ein Abstandsring 81 liegt zwischen dem Füh rungshebel 76 und der Wand 31.
Der Führungshebel 76 trägt einen aus dem He belkörper ausgestanzten Ansatz 82, der im wesent lichen quer zu ihm herausragt. Der Führungshebel ist ferner mit einem quer abstehenden Halter 83 an seinem Rand und einer quer herausstehenden Auf hängeöse 89 an der dem Führungsrand gegenüber liegenden Seite versehen. Wie am besten in Fig. 3 ersichtlich ist, kann der Ansatz 82 auf dem Führungs hebel 76 in zwei in einem bestimmten Abstand von einander befindliche, quer liegende Ansatzstücke 84 und 84a eingreifen, die aus der Wand 31 ausgestanzt sind.
Die Ansatzstücke 84 und 84a wirken mit dem Ansatz 82 des Führungshebels zusammen, um zwei Anschläge herzustellen und auf diese Weise die Dreh bewegung des Führungshebels 76 sowohl bei Dre hung im Uhrzeigersinn als auch gegen den Uhrzeiger sinn zu begrenzen, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist.
Das Steuerkabel 85 liegt in einer Hülle 86. Sein Ende ist an der Aufhängeöse 89 am oberen Ende des Führungshebels 76 festgemacht. Sein anderes Ende geht vorzugsweise zum Instrumentenbrett in den Personenraum des Kraftwagens (nicht gezeigt) und endigt dort in einem Knopf 87. Eine Spannfeder 88, deren Ende in einem Loch 1b (Fig. 1, 3) in der Montageplatte 1 festgemacht ist, und deren anderes Ende zum Halter 83 des Führungshebels führt, hält den Führungshebel 76 ständig unter Zug im Uhr zeigersinn (Fig. 1). Die Verwendung der Spannfeder 88 verhindert ein Verbiegen des Kabels 85, wenn der Führungshebel 76 im Uhrzeigersinn bewegt wer den muss.
Während das eine Ende der Kapillare 51 in das thermostatische Element 47 hineinragt, endet das andere in einem temperaturempfindlichen Kolben 90, der nahe an der Ausflusseite des Wärmeautauschers (nicht gezeigt) im Heizluftstrom zum Personenraum angebracht ist. <I>Arbeitsweise</I> In Fig. 1 ist der Ventilschliessteil 7 in seiner ge schlossenen Lage dargestellt, in der er vollständig die Flüssigkeits- oder Gasströmung zum Wärmeaus taucher unterbindet.
Es sei bemerkt, dass bei dieser Ventilstellung der Führungshebel 76 so weit im Uhrzeigersinn gedreht worden ist, dass der Ventil- schliessteil 7 ständig geschlossen bleibt. Bei dieser Stellung des Führungshebels 76 ist die Kurbel 33 so weit gedreht, dass der Hebel 39 sich in seiner äus- sersten Lage befindet, so dass eine weitere Ausdeh nung des thermostatischen Elements bloss zur Dre hung des Hebels 39 im Uhrzeigersinn (Fig. 2) dient und auf diese Weise nur den Ventilschliessteil 7 in einen festeren Eingriff mit seinem Sitz bringt.
Um jedoch das Ventil zu schliessen, wenn der Führungshebel 76 in die in Fig. 1 gezeigte Stellung gedreht ist, muss der Einstellstreifen 46 in die richtige Lage gebogen werden. Fernerhin muss der Streifen 46 in die richtige Lage gebogen sein, wenn sich der Stempel 49 des thermostatischen Elements in der aus gefahrenen Lage befindet, die einer zuvor festgelegten Temperatur entspricht, welche von dem Kolben 90 der Kapillare gemessen wird. Diese zuvor festgelegte Temperatur wird gewöhnlich als maximale Tempe ratur der von dem Wärmeaustauscher zum Personen raum des Kraftwagens zugeführten Luft eingestellt.
Um daher in geeigneter Weise das Ventil zu eichen, wird zuerst der Kolben 90 der Kapillare auf die zuvor festgelegte Maximaltemperatur gebracht, um den Stempel 49 auszufahren. Wie in Fig. 1 wird der Führungshebel 76 dann bis zum grössten Aus schlag gegen den Uhrzeigersinn gedreht, um die Stel lung der Kurbelkröpfung 34 festzulegen.
In der tief sten Stellung der Kurbelkröpfung 34 oder der Dreh achse des Hebels 39 wird der Einstellstreifen auf wärts gebogen, bis er mit der Bodenfläche des Stem pels in Berührung gelangt, wie am deutlichsten in der Fig. 4 zu sehen ist, und durch eine genügende Drehung des Hebels 39 den Ventilschliessteil 7 mit seinem Sitz 6 in Eingriff bringt. Abweichend von der Darstellung in Fig. 1 mag angenommen werden, dass das Ventil geöffnet und Wärme dem Personenraum zugeführt werden soll. Wenn die Aussenluft relativ warm ist, z.
B. eine Temperatur von etwa 130 C aufweist, darf nur eine begrenzte Menge heissen Wassers zum Wärmeaustau- scher gelangen, um die Temperatur der dem Perso nenraum zuzuführenden Aussenluft zu erhöhen. Dem entsprechend zieht man an dem Steuerkabel 85, um den Führungshebel gegen den Uhrzeigersinn ein kur zes Stück zu drehen, wie in Fig. 1 erkennbar ist. Die Bewegung des Führungshebels 76 erteilt der Kurbel 33 eine Drehung und schiebt dadurch den Hebel -39 abwärts und dreht ihn in Fig. 2 gegen den Uhrzeiger sinn durch die Kraft der Feder 73.
Da ja der Hebel 39 mit dem kugeligen Oberende 15 der Ventilstange 11 in Eingriff steht, ist die Drehung des Hebels 39 gegen den Uhrzeigersinn mit einer entsprechenden Bewegung der Ventilstange 11 nach unten verbun den, wobei sich der Ventilschliessteil 7 ein kleines Stück seines ganzen Hubs verschiebt und mit seinem Sitz 6 ausser Eingriff kommt.
Es sei bemerkt, dass die Drehung des Hebels 39 gegen den Uhrzeigersinn auch den Einstellstreifen in Berührung mit dem Stempel 49 des thermostatischen Elements bringt und dadurch jeglichen toten Gang des Stempels bei einer Temperaturzunahme ausschal tet. Es möge auch hinzugefügt sein, dass infolge der Kraft der Feder 73 der Streifen 46 ständig mit dem Stempel 49 des thermostatischen Elements in allen Lagen des Hebels 39 in Berührung steht, ausser wenn sich die Kröpfung 34 der Kurbel in der tief sten Lage oder der Führungshebel 76 in seiner äus- sersten Stellung gegen den Uhrzeigersinn (Fig. 1) befinden.
Wenn die Temperatur der in den Personenraum eintretenden Luft zunehmen soll, nachdem zu Anfang der Ventilschliessteil 7 ein kleines Stück seines gan zen Hubs geöffnet worden ist, dehnt sich die Flüssig keit in der Kapillare 51 aus, der Stempel 49 schiebt sich abwärts und der Hebel 39 dreht im Uhrzeiger sinn (Fig. 2), wobei der Ventilschliessteil 7 sich in Richtung des Sitzes bewegt und dadurch der Flüssig- keits- oder Gasstrom zum Wärmeaustauscher ver mindert wird.
Auf diese Weise wird dem Personen raum Luft von einer zuvor gewählten Temperatur zugeführt und selbsttätig geregelt, damit diese Tem peratur aufrecht erhalten bleibt.
Wenn andererseits die Aussentemperatur relativ niedrig ist, z. B. 011 C beträgt, ist es nötig, eine viel grössere Menge heissen Wassers dem Wärmeaustau- scher zuzuführen, um die Temperatur der in den Per sonenraum eintretenden Luft - zu erhöhen. Hierfür wird der Führungshebel 76 ein viel grösseres Stück gegen den Uhrzeigersinn (Fig. 1) gedreht. Der Ven- tilschliessteil 7 wird ein weit grösseres Stück seines ganzen Hubs geöffnet. Die Kurbel 33 wird auch in eine tiefere Lage hineingedreht, um dadurch den Drehpunkt des Hebels 39 zu senken.
Bei dieser Stel lung des Führungshebels 76 wird Luft von einer- viel höheren, zuvor gewählten Temperatur dem Personen raum zugeleitet und von selbst diese höhere Tempe ratur aufrecht erhalten.
Die Erfindung ermöglicht daher dem Reisenden im Personenraum eines Kraftwagens, den Tempera turbereich des Ventils entsprechend der Temperatur der Aussenluft dadurch auszusuchen, dass er nur das Kabel 85 zieht oder drückt, um die Stellung des Führungshebels 76 zu ändern. Wenn die Hebelstel lung geändert ist, hält das Ventil selbsttätig die Tem peratur der in den Personenraum gelangenden Luft innerhalb des gewünschten Bereichs aufrecht.
Die Fig. 5 zeigt eine andere Ausführungsform der Halterung für das S-förmige, kraftübertragende Glied 67. Anstatt einer Halterung auf zwei Vorsprün gen wird es von einem im wesentlichen U-förmigen Joch 91 gehalten, das zwei rechtwinklig gebogene Teile 92 und 93 an seinen freien Enden aufweist. Die umgebogenen Teile 92 und 93 liegen fest in zwei (nicht gezeigten) Schlitzen an den oberen Rän dern der Seitenflächen 40 und 41 des Hebels 39. Der Bodenteil des U-förmigen Teils 91 liegt zwischen den Seitenflächen 40 und 41 des Hebels 39 und hält das S-förmige Glied 67 um seinen ungefähren Mittel punkt schwenkbar fest.
An etwa demselben Punkt wird das Glied von den Vorsprüngen in der ersten Ausführungsform der Halterung unterstützt.