CH353354A - Verfahren zur Herstellung spasmolytisch wirksamer Hydroxyäther - Google Patents

Verfahren zur Herstellung spasmolytisch wirksamer Hydroxyäther

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CH353354A
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CH
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parts
production
hydroxy ethers
ethers
allyl
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Inventor
Otto Dr Schlichting
Heinz Dr Pachaly
Franz Dr Westphal
August Dr Amann
Original Assignee
Basf Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C43/00Ethers; Compounds having groups, groups or groups
    • C07C43/02Ethers
    • C07C43/03Ethers having all ether-oxygen atoms bound to acyclic carbon atoms
    • C07C43/04Saturated ethers
    • C07C43/10Saturated ethers of polyhydroxy compounds
    • C07C43/11Polyethers containing —O—(C—C—O—)n units with ≤ 2 n≤ 10

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung spasmolytisch wirksamer Hydroxyäther
Es ist bekannt, dass Glycerinäther von Phenolen,. z. B. von o-Kresol oder Guajakol, spasmolytische Wirkung zeigen. Die Wirkung klingt allerdings bereits nach kurzer Zeit ab; ausserdem treten unerwünschte Nebenwirkungen ein [vgl. B. Mallison, Proc. Roy.



  Soc. med. 40, 1947,   598;    J. I. Pugh und G.   H.Hale-    Enderby, Lancet 1947, 253; E. Levas, Compt. rend. hebd. Seances Acad.   Sci.    223, 1946,   901;W.    Braddley und F. M. Berger, Nature (London), 159, 1947 813].



   Es wurde nun gefunden, dass man Hydroxyäther mit spasmolytischer Wirkung der Formel
EMI1.1     
 in welcher n 3, 4, 5 oder 6 und R Wasserstoff oder eine Alkyl-, Alkenyl-, Aralkyl- oder Cycloalkylgruppe bedeutet, erhält, wenn man Verbindungen der Formel
EMI1.2     
 mit organischen Persäuren und gleichzeitig oder danach mit Wasser behandelt.



   Ausgangsstoffe für die Ausführung der Erfindung erhält man z. B. in der Weise, dass man auf entsprechend cycloaliphatische Epoxyde, also Epoxycyclopentan, -hexan, -heptan   oder -octan,    in Gegenwart saurer Katalysatoren Alkohole einwirken lässt, die eine Allylgruppe enthalten, z. B. Allylalkohol; den entstandenen Monoallyläther kann man gewünschtenfalls, zweckmässig in Form seiner Alkali  metailderivate,    mit alkylierenden Mitteln, wie Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Allyl-, Benzyl- oder Cyclohexylhalogeniden, in die entsprechenden Diäther umwandeln.

   Die gleichen, für die Erfindung als Ausgangsstoffe verwendbaren Diäther kann man auch so herstellen, dass man die cycloaliphatischen Epoxyde in Gegenwart saurer Katalysatoren zunächst mit halogenfreien Alkoholen, wie Methanol, Propanol, Allylalkohol, Benzylalkohol oder Cyclohexanol, umsetzt und die so erhaltenen Monoäther der cycloaliphatischen Glykole in Form ihrer Alkalimetallderivate mit Allylhalogeniden, z. B. Allylbromid, umsetzt.



   Ferner erhält man derartige Verbindungen, wenn man die cycloaliphatischen Epoxyde zunächst mit Acetylenalkoholen, wie Propargylalkohol, in die Mono-Propinyläther der cycloaliphatischen Glykole umwandelt, letztere gewünschtenfalls in Form ihrer   Alkalimetailderivate    mit alkylierenden Mitteln umsetzt und die Dreifachbindung partiell hydriert, z. B. mit feinverteiltem Palladium als Katalysator. Man kann auch die aus den cycloaliphatischen Epoxyden und gesättigten Alkoholen erhältlichen Monoäther der cycloaliphatischen Glykole in Form ihrer Alkalimetallsalze mit Alkinylhalogeniden, wie Propargylbromid, umsetzen, und dann die Dreifachbindung partiell hydrieren.  



   Die Umwandlung der so erhältlichen, Allylgruppen enthaltenden Ausgangsstoffe in die gewünschten Endprodukte erfolgt z. B. in der Weise, dass man sie mit wasserhaltigen Persäuren, wie Perameisen-, Peressig- oder Perbenzoesäure, einige Zeit erwärmt.



   Man kann die die Allylgruppe enthaltenden Ausgangsstoffe auch durch Behandeln mit wasserfreien Persäuren in Glycidgruppen enthaltende Äther umwandeln und diese danach mit Wasser behandeln.



   Die nach der Erfindung erhältlichen Hydroxy äther der eingangs angegebenen Formel sind farbund geruchlose, viskose, in Wasser leicht lösliche bzw. dispergierbare Flüssigkeiten. Sie sind weniger giftig als die bekannten Glycerinmonoäther aromatischer Hydroxyverbindungen, z. B. des o-Kresols oder des Guajakols, und besitzen zum Teil eine erheblich länger andauernde und stärkere spasmolytische Wirkung als jene.



   Die in den Beispielen genannten Teile sind Gewichtsteile.



   Beispiel 1
Zu einer Suspension von 45,5 Teilen Natriumpulver in 280 Teilen trockenem Toluol lässt man allmählich unter Rühren 314 Teile a-Methoxy-cyclooctanol fliessen, wobei sich das Gemisch unter Wasserstoffentwicklung erwärmt. Es wird weiter unter Rückfluss erwärmt, bis das Natrium vollständig gelöst ist. Dann kühlt man auf 20 bis 250 C ab und gibt unter Rühren im Laufe einer Stunde 284 Teile Allylbromid hinzu. Nach dem Abklingen der Reaktionswärme rührt man das Gemisch, aus dem sich Natriumbromid ausscheidet, noch zwei Stunden bei 600 C und drei Stunden bei   700 C    weiter. Dann wird es mit Wasser ausgeschüttelt, um das Natriumbromid zu entfernen; die Toluolschicht wird getrocknet, worauf man das Toluol abdestilliert.

   Bei der fraktionierten Destillation des Rückstandes erhält man nach einem Vorlauf von 15 Teilen   (Kp0,4    69 bis   74"    C) 284 Teile l-Allyloxy-2-methoxy-cyclooctan vom   Kp0,4    75 bis 780 C   (D24O      =      0,9577;      n2D0= = 1,4680).   



   Den gleichen Diäther erhält man, wenn man das   a-Allyloxy-cyclooctanol    in sein   Natriumderivat    umwandelt und letzteres im Druckgefäss mit Methylchlorid umsetzt.



   50 Teile des Diäthers werden bei   10"C    allmählich in eine Lösung von Perameisensäure eingerührt, die man durch Vermischen von 125 Teilen konzentrierter Ameisensäure mit 50 Teilen   35 0/obigen    Wasserstoffperoxyds und einstündiges Stehenlassen bei gewöhnlicher Temperatur hergestellt hat. Man rührt das Oxydationsgemisch eine Stunde bei   10     C, dann 16 Stunden bei 200 C und schliesslich weitere 10 Stunden bei   300 C,    engt es dann an der Wasserstrahlpumpe bei   37  C    nicht übersteigender Temperatur ein, fügt 70 Teile   300/oige    Natronlauge hinzu und rührt eine Stunde bei 300 C.

   Nach dem Neutralisieren mit   20 0/obiger    Schwefelsäure nimmt man die organische Schicht mit Chloroform auf, wäscht die Chloroformlösung mit Natriumbisulfit- und dann mit Natriumcarbonatlösung, trocknet sie über Natriumsulfat und destilliert das Chloroform ab. Man erhält 26 Teile des 2-Methoxy-cyclooctanol-(l)-glycerinäthers   (Kpoo5    = 135 bis   140"C).   



   Beispiel 2   
Man rührt bei 100 C allmählich 50 Teile a-Allyl-    oxy-cyclooctanol in eine Lösung von Perameisensäure ein, die man durch Vermischen von 150 Teilen konzentrierter Ameisensäure mit 50 Teilen 35   6/obigem    Wasserstoffperoxyd und einstündiges Stehenlassen bereitet hat. Das Oxydationsgemisch wird 30 Minuten bei   10"C,    dann 16 Stunden bei 200 C und schliesslich weitere 10 Stunden bei   300 C    gerührt, an der Wasserstrahlpumpe bei   37O C    nicht übersteigender Temperatur eingeengt, mit 115 Teilen   300/obiger    Natronlauge versetzt und eine Stunde bei   30 C    gerührt und schliesslich mit   200/0 ihrer    Schwefelsäure neutralisiert.

   Man nimmt die organische Schicht mit Chloroform auf, wäscht die Lösung mit Natriumbisulfit- und Natriumcarbonatlösung, trocknet sie über Natriumsulfat und verdampft das Chloroform.



  Bei der Destillation des Rückstandes erhält man 24 Teile   2- Oxy-cyclooctanol - (1) - glycerinäther    vom   Kp02 170-1800C.   



   Der neue Glycerinäther zeigt bei peroraler und intraperitonaler Verabreichung von 0,3 g/kg Maus noch nach 60 Minuten eine Schutzwirkung gegen den durch Pentamethylentetrazol verursachten Streckkrampf.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von spasmolytisch wirkenden Hydroxyäthern der Formel EMI2.1 in welcher n 3, 4, 5 oder 6 und R Wasserstoff oder einen Alkyl-, Alkenyl-, Aralkyl- oder Cycloalkylrest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man Allyläther cycloaliphatischer Glykole der Formel EMI2.2 mit organischen Persäuren und gleichzeitig oder danach mit Wasser behandelt.
CH353354D 1955-09-29 1956-08-23 Verfahren zur Herstellung spasmolytisch wirksamer Hydroxyäther CH353354A (de)

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