CH354478A - Turbomechanischer Antrieb an Drehgestell-Lokomotiven - Google Patents

Turbomechanischer Antrieb an Drehgestell-Lokomotiven

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CH354478A
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CH
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drive
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Inventor
Hefti Walter
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Schweizerische Lokomotiv
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C9/00Locomotives or motor railcars characterised by the type of transmission system used; Transmission systems specially adapted for locomotives or motor railcars
    • B61C9/08Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines
    • B61C9/10Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines mechanical
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C17/00Arrangement or disposition of parts; Details or accessories not otherwise provided for; Use of control gear and control systems
    • B61C17/12Control gear; Arrangements for controlling locomotives from remote points in the train or when operating in multiple units

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Description


  Turbomechanischer Antrieb an Drehgestell-Lokomotiven    Die Erfindung bezieht sich auf einen turbo  mechanischen Antrieb an Drehgestell-Lokomotiven mit  drei- oder mehrachsigen Drehgestellen und im Haupt  rahmen untergebrachten Antriebs-, insbesondere  Brennkraftmaschinen, welcher Antrieb über Ge  lenkwellen sowie ein Verteilergetriebe,     Drehmoment-          wandler,    Stufen- und Wendegetriebe auf die Achsen  arbeitet.  



  Bei einer bekannten Diesel-Lokomotive der  Achsfolge C     +    C arbeitet jede der beiden im Haupt  rahmen befindlichen Antriebsmaschinen auf ein  turbomechanisches, im einen der beiden dreiachsigen  Drehgestelle     untergebrachtes    Getriebe, von welchem  aus die drei Achsen über Gelenkwellen und Zahnrad  getriebe angetrieben werden. Nachteilig wirkt sich bei  diesem Antrieb aus, dass die drei Achsen eines Dreh  gestelles mechanisch gekuppelt sind, weshalb bei  etwas     ungleichen    Raddurchmessern unerwünschte  zusätzliche Verspannungen, Zahn- und Lagerdrücke  in den Antriebselementen auftreten, die zu vermehr  tem Verschleiss führen.  



  Bei einem anderen bekannten Schienenfahrzeug  mit Drehgestellen sind ausser den Antriebsmaschinen  auch die beiden Hauptgetriebe im Hauptrahmen un  tergebracht und die     Verbindungen    mit den Achsen  über Drehmomentwandler hergestellt. Durch diese       letztere    Massnahme werden zwar     zusätzliche,    durch  kleine Unterschiede der Raddurchmesser verursachte  Beanspruchungen vermieden; aber zufolge der La  gerung der Hauptgetriebe im Fahrzeugkasten ergeben  sich grosse Ausschläge für die langen Gelenkwellen  und verhältnismässig grosse Radstände.

   Da ferner bei  dieser Ausbildung     zunächst        eine    Verteilung des  Kraftflusses auf je drei Wandler, dann aber eine  Weiterführung auf zwei ganz verschieden gebaute  Wendegetriebe folgt, wird der Antrieb umständlich,  kostspielig und im Unterhalt teuer.    Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst  sein, diese Nachteile für eine Drehgestell-Lokomo  tive mit drei- oder mehrachsigen Drehgestellen zu  vermeiden. Dies geschieht erfindungsgemäss dadurch,  dass zu jeder Achse ein gleichartiger Antriebszug ge  hört, wobei das Verteilergetriebe, die nachgeschalte  ten Drehmomentwandler und die Stufengetriebe in  einem im Drehgestellrahmen befestigten gemeinsa  men Gehäuse, die Wendegetriebe dagegen in Hoch  lage an den einzelnen Achsgetrieben untergebracht  sind.  



  In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele  des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen  zum ersten Ausführungsbeispiel:  Fig. 1 den Antrieb an einem sechsachsigen Dreh  gestell-Triebfahrzeug in schematischer Darstellung,  Fig. 2 den Grundriss eines seiner Drehgestelle,  Fig. 3 einen Querschnitt durch den Antrieb nach  der Linie III-III der Fig. 1,  Fig. 4 einen Querschnitt durch eine Triebachse  nach der Linie IV-IV der Fig. 2,  Fig. 5 einen Mittellängsschnitt durch das Ge  triebe nach der Linie V-V der Fig. 2,  Fig. 6 einen Querschnitt durch dieses Getriebe  und zum zweiten Ausführungsbeispiel:

         Fig.    7 den Antrieb an einem achtachsigen Dreh  gestell-Triebfahrzeug in schematischer Darstellung,       Fig.    8 den Grundriss eines seiner Drehgestelle,       Fig.    9 einen Querschnitt durch den Antrieb nach  der Linie     IX-IX    der     Fig.    7,       Fig.    10 einen Mittel-Längsschnitt durch das Ge  triebe nach der     Linie        X-X    der     Fig.    11 und       Fig.ll    einen     Mittelquerschnitt    durch dieses  Getriebe.  



  Beim ersten Ausführungsbeispiel gemäss den       Fig.    1-6 stützt sich der Fahrzeugkasten 1 mittels       kreisbogenförmiger    Gleitbahnen 15 über je zwei Wie-      genfedern 2 und Pendelstützen 3 auf den Rahmen 4  der beiden dreiachsigen Drehgestelle 5 ab. Die Organe  zur Übertragung der Zug- und Bremskräfte zwischen  den Drehgestellen und dem Kasten sind weiter unten  näher beschrieben. Das Fahrzeug weist zwei gleich  artige, auf je eines der Drehgestelle arbeitende An  triebsgruppen auf. Sie bestehen zur Hauptsache aus  einer Brennkraftmaschine 6, einem im Drehgestell  rahmen 4 befestigten Getriebe 7, den Achsgetrieben  8-10 und den diese Teile untereinander verbinden  den Gelenkwellen 11-14.  



  In jedem Getriebegehäuse sind drei Arten über  tragungsorgane eingebaut. Erstens wird von der An  triebswelle 11 die motorische Leistung über ein Ver  teilergetriebe auf die drei in gleicher Höhe liegenden  Zwischenwellen 18-20     verteilt    und gleichzeitig     die     Drehzahl erhöht. Hiezu ist das Verteilerrad 21 durch  ein Zahnrad 22 mit der mittleren und durch gleich  grosse Zahnräder 23, 24 und Zwischenräder 25, 26  mit den beiden seitlichen Zwischenwellen 19 und 20  verbunden. Die so     unterteilten    Drehmomente wer  den nun zweitens auf hydraulische     Drehmomentwand-          ler    27-29 geleitet, die unter sich gleich sind.

   Deren  Ausgangsseiten sind mit den Primärwellen 30-32  je eines dritten Übertragungsorgans, nämlich von  zweistufigen Zahnradvorgelegen 33-35, gekuppelt.  Diese Vorgelege können, wie in der Zeichnung ange  deutet, mit innenliegenden Reibungskupplungen ver  sehen sein, die mittels Drucköl vom Wellenende aus  ein- und ausgekuppelt werden.  



  Den Sekundärwellen 36-38 der drei Stufenge  triebe schliessen sich die Kardanwellen 12-14 an,  welche die nun etwa zu gleichen Teilen aufgeteilte  Antriebsleistung zu den Achsgetrieben 8-10 der  drei Triebradsätze führen. An den Achsgetrieben  ist in Hochlage je ein mit Verschiebemuffe 40 ar  beitendes Kegelrad-Wendegetriebe 41-43 und ein  anschliessendes Stirnrad-Untersetzungsgetriebe 44  bis 46 angeordnet. Wie insbesondere aus Fig. 4 zu  ersehen ist, sind die Wendegetriebe von     Achs-Mittel-          ebenen    um den Betrag v nach aussen versetzt ange  ordnet, was ermöglicht, die beiden neben dem Zen  tralgetriebe liegenden Radsätze sehr nahe an     dieses     heranzubringen und noch genügend lange Gelenk  wellen 12 und 13 unterzubringen.

   Die     Hochlage    der  Wendegetriebe ermöglicht     ferner,    die vom zentralen  Getriebe zur rechtsseitigen Endachse führende Ge  lenkwelle oberhalb der Mittelachse zu verlegen, wo  mit sich sehr     kleine    Wellenwinkel ergeben. Ferner  trägt diese Massnahme zu einer Verkürzung des  Gesamtradstandes bei.  



  Da die drei Antriebszüge je einen Turbowandler  enthalten, können auch bei etwas ungleichen Rad  durchmessern keine zusätzlichen Verspannkräfte in  den einzelnen     Übertragungsteilen    auftreten, die zu  höheren mechanischen Beanspruchungen und zu ver  mehrtem     Verschleiss    führen würden.     Weil    ausserdem  die drei Antriebszüge untereinander grundsätzlich  gleichartig gebaut sind, kann man mit einer ent-    sprechend kleinen Zahl von Reserveteilen auskom  men.  



  Aus den Fig. 3 und 5 ist die Längsverbindung  zwischen Kasten 1 und Drehgestellen 5 zu erkennen.  Man ersieht daraus, dass das Gehäuse des am Dreh  gestellrahmens 4 befestigten Getriebes 7 als Träger  eines abwärtsragenden Drehzapfens 48 dient. Dieser  greift mittels Kugelbüchse und Gleitstein in den  Querschlitz 49 der Kastentraverse 50 und überträgt  auf diese Weise die Zug- und Bremskräfte unter  Umgehung der Wiegebalken 51 direkt vom Dreh  gestellrahmen auf den Fahrzeugkasten.  



  Beim zweiten Ausführungsbeispiel gemäss den  Fig. 7-11 sind die beiden Triebdrehgestelle vier  achsig anstatt nur dreiachsig. Wie aus Fig. 7 ersicht  lich ist, befinden sich die beiden     Brennkraftmaschi-          nen    6 wieder im Fahrzeugkasten 1 und arbeiten eben  falls unabhängig voneinander auf das zugehörige  Drehgestell.  



  Die zentralen, an den Drehgestellrahmen 4 be  festigten Getriebe 52 sind vollständig symmetrisch  ausgebildet, was besonders aus den Fig. 8 und 10 zu  erkennen ist. Das Eingangsrad 53 des Verteiler  getriebes arbeitet auf die beiden Verteilräder 54.  Diese treiben je zu ihren beiden Seiten die Primär  stufen von vier hydraulischen Wandlern 55 an. Deren  Sekundärstufen sind dann wie beim .ersten Ausfüh  rungsbeispiel mit den     Primärwellen    von zweistufigen  Zahnradgetrieben 56 verbunden, die z. B. mit hydrau  lisch betätigbaren Reibungskupplungen ausgerüstet  sind.  



  Die vom zentralen Getriebe nach den Achsge  trieben führenden Gelenkwellen 57 und 58 sind mit  gleichem seitlichem Abstand a von der     Drehgestell-          Längsmitte    angeordnet. Anderseits sind die Wende  getriebe 59 so ausgebildet, Anderseits die Gelenkwelle so  wohl an die eine als auch an die andere Seite an  geschlossen werden kann. Dies ermöglicht, die vier  Radsätze mit ihren Achsgetrieben vollständig gleich  artig auszubilden. Im Falle des Ersatzes eines sol  chen Radsatzes muss dann nur noch das Kardan  gelenk an die richtige Seite des     Wendegetriebeein-          gangs    gebaut werden, wozu zum vornherein an bei  den Eingangsseiten des Wendegetriebes ein Stummel  60 zum Befestigen des Kardangelenkes vorgesehen  ist.  



  Zufolge der aus den     Achs-Mittelebenen    um den  Betrag v versetzten Wendegetriebe können auch  beim zweiten Ausführungsbeispiel die innern Rat  sätze sehr nahe an das zentrale Getriebe 52 heran  gerückt werden. Ferner können die zu den äussern  Radsätzen führenden Kardanwellen 58 wieder ober  halb der innern Achsen und ungefähr horizontal ver  legt werden, und es sind deshalb     verhältnismässig     kurze Radstände möglich.  



  Zur Übertragung der Zug- und Bremskräfte sind  in jedem Drehgestell zwei Drehzapfen 61 vorge  sehen und am Gehäuse des Zentralgetriebes 52 be  festigt. Die Gleitsteine haben aber auf ihrer Aussen  seite erhebliches Spiel s, so dass die     Übertragung         der Längskräfte stets nur durch den einen Zapfen,  und zwar an der der Drehgestellmitte zugekehrten  Seite des betreffenden Gleitsteins,     .erfolgt.    Der An  griffspunkt liegt dann bei Übertragung von Zugkräf  ten stets hinter der Drehgestellmitte und bei Aus  übung von Bremskräften vor dieser.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Turbomechanischer Antrieb an Drehgestell- Lokomotiven mit drei- oder mehrachsigen Dreh gestellen und im Hauptrahmen untergebrachten An triebsmaschinen, welcher Antrieb über Gelenkwellen sowie ein Verteilergetriebe, Drehmomentwandler und Stufen- und Wendegetriebe auf die Achsen arbeitet, dadurch gekennzeichnet, dass zu jeder Achse ein gleichartiger Antriebszug gehört, wobei das Ver teilergetriebe (21-24, 53, 54), die nachgeschalte ten Drehmomentwandler (27-29, 55) und die Stu fengetriebe (33-35, 56) in einem am Drehgestell rahmen (4) befestigten gemeinsamen Gehäuse, die Wendegetriebe (41-43, 59)
    dagegen in Hochlage an den einzelnen Achsgetrieben untergebracht sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Antrieb nach Patentanspruch, an Lokomo tiven mit dreiachsigen Drehgestellen, dadurch gekenn zeichnet, dass die drei Drehmomentwandler (27-29) auf gleicher Höhe unterhalb der Primärwelle des Verteilergetriebes angeordnet sind und dass der mitt lere Wandler (27) von der Primärwelle aus über ein Paar von Zahnrädern (21, 22), die beiden anderen Wandler (28, 29) dagegen über je ein Zahnräder getriebe mit Zwischenrad (25 bzw. 26) angetrieben sind. 2.
    Antrieb nach Patentanspruch, an Lokomotiven mit vierachsigen Drehgestellen, dadurch gekenn zeichnet, dass nur zwei Verteilzahnräder (54) mit dem Eingangsrad (53) des Verteilergetriebes käm men und dass jedes der beiden Verteilerzahnräder (54) mit den Drehmomentwandlern (55) von zwei Antriebszügen gekuppelt ist. 3. Antrieb nach Patentanspruch und Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Antriebszüge einerseits diejenigen der ersten und dritten Achse, anderseits diejenigen der zweiten und vierten Achse sind. 4.
    Antrieb nach Patentanspruch und Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die vom zen tralen Getriebe zu den Achsgetrieben führenden Getriebewellen (57, 58) in gleichem seitlichem Ab stand (a) von der Drehgestell-Längsmitte angeord net sind, wobei die an sich gleichartig ausgebildeten Achsgetriebe (59) es ermöglichen, die zugehörigen Übertragungswellen (57, 58) sowohl an der vorderen als auch an der hinteren Seite anzulenken, damit die Radsätze mit montiertem Achsgetriebe austausch bar sind. 5.
    Antrieb nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Gehäuse des am Drehgestell rahmen befestigten Getriebes als Träger eines oder zweier abwärtsragender Drehzapfen verwendet ist.
CH354478D 1957-10-29 1957-10-29 Turbomechanischer Antrieb an Drehgestell-Lokomotiven CH354478A (de)

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