CH354519A - Elektrischer Kondensator - Google Patents
Elektrischer KondensatorInfo
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Description
Elektrischer Kondensator Die Erfindung betrifft einen elektrischen Kon densator, insbesondere einen solchen mit sehr dünnen Elektrodenschichten, z. B. einen aus einem Streifen gewickelten Rollkondensator.
Das Selbstheilen von solchen Kondensatoren bei an schwachen Stellen auftretenden Durchschlägen ist bekannt und erfolgt in der Weise, dass das in sehr dünner Schicht vorhandene Metall einer oder mehrerer Elektroden an den schwachen Stellen aus brennt und dabei verdampft, dadurch den weiteren Stromdurchgang an diesen Stellen verunmöglicht und damit den Kondensator vor der Zerstörung schützt.
Es sind verschiedene Verfahren zur Herstellung von elektrischen Kondensatoren aus mit einem Lacküberzug versehenen dünnen Metallstreifen oder aus einem dünne Metallschichten tragenden Streifen aus dielektrischem Material und Verfahren zum Herstellen der elektrischen Anschlüsse an die durch Aufdampfen, Aufspritzen oder sonstigen Verfahren auf einen Trägerstreifen aus Isoliermaterial aufge brachten sehr dünnen Metallbeläge bekannt ge worden.
Bei Kondensatoren, in denen die eine Elektrode gleichzeitig als Träger für das Dielektrikum und für die zweite dünne Elektrode dient und diese auf dem Dielektrikum aufgebracht ist, liegt eine der grössten Schwierigkeiten im Anbringen eines An schlussorgans an dieser Elektrode.
Die Verwendung von mittelbaren Anschluss- organen, wie sie beispielsweise im italienischen Schweizer Patent Nr. 341232 vorgeschlagen werden, hatte den Nachteil, dass die während dem Wickeln einzulegenden Organe einen unregelmässigen Wickel und eine Vergrösserung des Kondensators zur Folge hatten.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Beseiti gung dieses Nachteils durch- eine neuartig(> Anord- nung der Elektroden und der als Dielektrikum dienenden Isolierschichten, die irgendwelche einzu legende Anschlussorgane überflüssig macht.
Der erfindungsgemässe elektrische Kondensator ist gekennzeichnet durch einen die eine Konden- satorelektrode bildenden Trägerteil, der aus zwei sehr verschieden breiten, durch einen sehr kleinen Abstand voneinander getrennten und Kante an Kante parallel zueinander verlaufenden Teilstreifen besteht, ferner durch eine die beiden Teilstreifen an beiden Seitenflächen überdeckende isolierende Lack schicht und eine auf beiden Seiten auf der Lack schicht aufgebrachte Gegenelektrode,
die bei Durch schlagen selbstheilend ist und die sich bis zum äusseren Rand des schmäleren Teilstreifens erstreckt, dagegen am äusseren Rand des breiteren Teilstreifens die Lackschicht auf einer in der Längsrichtung ver laufenden Randzone nicht überdeckt.
Die Erfindung ist nachstehend anhand von zwei in der beiliegenden Zeichnung schematisch darge stellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. In der Zeichnung zeigt die Fig. 1 einen quer zur Längsrichtung geführ ten Schnitt durch einen Kondensatorstreifen, und die Fig.2 einen gleich geführten Schnitt durch eine gleiche Ergebnisse zeitigende Variante des Kondensatorstreifens nach Fig. 1.
Bei dem in der Fig. 1 stark vergrössert gezeich neten Schnitt durch den zum Wickeln bereiten Streifen besteht der Trägerteil aus zwei, beispiels weise aus Aluminium bestehenden Metallstreifen von sehr ungleicher Breite, von denen der Streifen 1 eine der Kondensatorelektroden bildet, während der andere bedeutend schmälere Streifen 1b als Unter lage für die die zweite Elektrode des Kondensators bildenden Metallschichten und zur Hauptsache zur Verstärkung des Anschlusses an eine der äussern Klemmen des Kondensators dient.
Die beiden Streifen verschiedener Breite werden automatisch in der Weise erhalten, dass ein Metall streifen, dessen Gesamtbreite der Breite der beiden Streifen entspricht, beim Eintauchen in das Lackier bad geschnitten wird.
Wie die Fig. 1 zeigt, liegt der Streifen 1 sehr nahe am Streifen 1b. Die beiden beidseitig mit einem isolierenden Lack 2, 2a überzogenen Streifen ver binden sich beim Trocknen der Lacküberzüge, wobei der Lack auch in den zwischen den sich gegenüber liegenden Streifenkanten liegenden Zwischenraum X eindringt und damit die beiden Streifen voneinander elektrisch isoliert. Der Lacküberzug bildet das Dielektrikum des Kondensators.
In an sich bekannter Art werden auf den beiden die Seitenflächen der Metallstreifen 1 und 1 b über deckenden Lacküberzügen sehr dünne Metallüberzüge 3 und 3a aufgebracht, die die zweite Elektrode oder Gegenelektrode bilden, und zwar derart, dass sie sich auf der Seite B bis an den Rand erstrecken, dagegen auf der Seite A eine in der Längsrichtung verlaufende Randzone des Lacküberzuges unbedeckt lassen und damit eine sichere Isolation zwischen den beiden Kondensatorelektroden gewährleisten.
Nachdem der so gebildete Kondensatarstreifen in einer der gewünschten Kapazität entsprechenden Länge zu einem Wickel gerollt worden ist, werden die äusseren Anschlussorgane an den beiden Wickel stirnseiten angebracht.
Das eine Anschlussorgan lässt sich auf der Seite A leicht anbringen, da der die eine Elektrode bildende Streifen 1 in bezug auf die Elektrode 3, 3a verhältnismässig dick ist. Das andere Anschlussorgan wird dagegen an eine Metallschicht angelötet, die auf die Wickelstirnseite B aufgespritzt oder sonstwie aufgebracht wird. Das so aufgebrachte Metall ver bindet Metallschichten 3, 3a und den schmalen Streifen 1b elektrisch untereinander und ergibt einen dichten und homogenen Zusammenbau.
Bei der in der Fig.2 gezeigten Variante zur Fig. 1 besteht der aus zwei Teilstreifen gebildete Trägerteil aus einem Metallstreifen 1 und einem an dessen Kante anliegenden Streifen 1 b aus Isolier material, z. B. aus metallisiertem oder nicht- metallisiertem Papier oder Kunststoff von gleicher Dicke, aber wesentlich geringerer Breite als der Teil streifen 1, mit welchem der Teil 1b durch den Lack verbunden ist.
Die Herstellung eines Kondensatorwickels aus einem Kondensatorstreifen nach Fig. 2 vollzieht sich in ähnlicher Weise, wie dies anhand der Fig. 1 beschrieben worden ist. Die zum Anschliessen des Anschlussorgans für die Gegenelektrode 3, 3a an der Wickelstirnseite B aufgespritzte oder sonstwie aufgebrachte Metallschicht überdeckt in diesem Falle die Kanten der diese Elektrode bildenden Metallschichten 3, 3a und die Kante des Strei fens<B>l b,</B> der in diesem Falle lediglich als Abstand halter zwischen den Schichten 3 und 3a dient.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Elektrischer Kondensator, gekennzeichnet durch einen die eine Kondensatorelektrode bildenden Trä gerteil, der aus zwei sehr verschieden breiten, durch einen sehr kleinen Abstand voneinander getrennten und Kante an Kante liegend parallel zueinander verlaufenden Teilstreifen besteht, ferner durch eine die beiden Teilstreifen an beiden Seitenflächen über deckende isolierende Lackschicht und eine auf bei den Seiten auf der Lackschicht aufgebrachte Gegen elektrode, die bei Durchschlägen selbstheilend ist und die sich bis zum äusseren Rand des schmäleren Teil streifens erstreckt, dagegen am äusseren Rand des breiteren Teilstreifens die Lackschicht auf einer in der Längsrichtung verlaufenden Randzone nicht überdeckt. UNTERANSPRÜCHE 1.Kondensator nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beide Teilstreifen aus Metall bestehen. 2. Kondensator nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nur der breitere Teilstreifen aus Metall besteht. 3. Kondensator nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der das Dielektrikum des Kondensators bildende isolierende Lack die beiden einander gegenüberliegenden Kanten der Teilstreifen voneinander isoliert, und dass ferner der schmälere Streifen eine zusätzliche Verbindung nach dem An schlussorgan für die Gegenelektrode bildet. 4.Kondensator nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnseite des Konden- satorwickels auf der Seite des schmäleren Teil streifens die Kanten der auf dem Lacküberzug auf gebrachten Metallschichten aufweist und eine auf dieser Stirnseite aufgespritzte Metallschicht diese Kanten unter sich und mit einem daran angelöteten Anschlussorgan elektrisch verbindet, während auf der andern Stirnseite des Wickels das andere Anschluss- organ an der Kante des breiteren Teilstreifens ange schlossen ist. 5.Kondensator nach Unteranspruch 2, dadurch ,gekennzeichnet, dass der schmälere Teilstreifen aus Isoliermaterial besteht und der die beiden Streifen beidseitig überdeckende Lacküberzug die beiden Teilstreifen zu einem einzigen biegsamen Streifen verbindet und ferner die beidseitig aufgebrachten Metallschichten der Gegenelektrode die Verbin dungsstelle zwischen den beiden Teilstreifen über decken.
Applications Claiming Priority (1)
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1957
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