CH354788A - Verfahren zur Herstellung neuer Derivate der Schleimsäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Derivate der Schleimsäure

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CH354788A
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CH
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ester
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Charles Dr Morel
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Geigy Ag J R
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C231/00—Preparation of carboxylic acid amides
    • C07C231/02—Preparation of carboxylic acid amides from carboxylic acids or from esters, anhydrides, or halides thereof by reaction with ammonia or amines

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung neuer Derivate der   Schleimsäure   
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung neuer Derivate der Schleimsäure mit wertvollen pharmakologischen Ei  genschaften.   



   Es wurde überraschenderweise gefunden, dass man Verbindungen mit starker antiphlogistischer Wirksamkeit erhält, wenn man auf einen aliphatischen    Mucyl -N,N'- bis-aminomonocarbonsäure - dialkylester    bzw. -aminodicarbonsäure-tetraalkylester Acetylchlorid oder -bromid in Gegenwart einer tertiären organischen Base und gegebenenfalls eines inerten organischen Verdünnungsmittels einwirken lässt.

   Zur Durchführung der Reaktion fügt man beispielsweise bei niedriger Temperatur das Acetylhalogenid allmählich zu dem in Pyridin oder Triäthylamin und gegebenenfalls einem inerten organischen Lösungsmittel, wie Chloroform, dispergierten bzw. gelösten    Mucyl-N,N'-bis- aminomonocarbonsäure -dialkylester      bzw. -amino - dicarbonsäure - tetraalkylester    und lässt nach beendigter Zugabe die Temperatur zur Vervollständigung der Umsetzung allmählich ansteigen, z. B. bis zum Siedepunkt des verwendeten inerten Lösungsmittels.



   Die verwendeten   Mucyl-N,N'-bis-aminomonocar-    bonsäure-dialkylester   bzw. -aminodicarbonsäure-tetra-    alkylester sind durch Umsetzung von Schleimsäuredialkylestern, z. B. Diäthylester oder Dimethylester, mit entsprechenden Aminocarbonsäureestern leicht herstellbar.



   Die antiphlogistische Wirkung der erfindungsgemäss herstellbaren neuen Verbindungen lässt sich im Tierversuch beispielsweise anhand der Schwellungsverminderung beim Formalinoedem an Rattenpfoten nachweisen. Sie kann zur Behandlung von entzündlichen Krankheitsprozessen, z. B. von Thrombophlebitis oder rheumatischen Erkrankungen, thera peutisch nutzbar gemacht werden.



   Im nachfolgenden Beispiel bedeuten die Teile Gewichtsteile; diese verhalten sich zu Volumteilen wie g zu cm3. Die Temperaturen sind in Centigraden angegeben.



   Beispiel
13,3 Teile Schleimsäurediäthylester (Smp.   172 )    werden mit 13,3 Teilen frisch destilliertem Glycin äthylester übergossen. Das Gemisch erwärmt sich und bildet eine harte Masse. Es wird unter Ausschluss von Feuchtigkeit 2 Tage bei Zimmertemperatur stehengelassen. Zur Entfernung des überschüssigen Amins wird das Produkt mit Äther verrieben und gewaschen. Das Rohprodukt (Smp.   192-197")    wird aus der zehnfachen Menge dest. Wasser umkristallisiert. Nach zweimaliger Umkristallisation schmilzt die Substanz bei   205-206".   



   Die Suspension von 3,8 Teilen des so erhaltenen Mucyl-N,N'-bis-glycin-diäthylesters in 4 Volumteilen Pyridin und 50 Volumteilen Chloroform wird auf   0"    abgekühlt und hierauf unter Ausschluss von Feuchtigkeit und Rühren das Gemisch von 3,3 Teilen Acetylchlorid und 4 Volumteilen Chloroform derart zufliessen gelassen, dass die Innentemperatur zwischen 0 und   10     bleibt. Man rührt das Gemisch bei der erwähnten Temperatur noch eine Stunde und erhitzt es dann noch anderthalb Stunden zum Rückfluss. Nach dem Abkühlen wird die klare   Chloroformlösung    mit   ln-Salzsäure,    mit gesättigter Natriumbicarbonatlösung und dann mit dest. Wasser gewaschen, über Calciumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft.

   Der trockene Rückstand wird aus der elffachen Menge Methanol zweimal umkristallisiert, worauf der Tetra  acetylmucyl-N,N'-bis-glycin-diäthylester    bei 216 bis   218     schmilzt.



   In analoger Weise können die Tetraacetylschleimsäurederivate der Formel  
EMI2.1     
 worin Ac als Abkürzung für den Acetylrest   CH3-CO-    steht und R die in der Tabelle angegebene Bedeutung hat, hergestellt werden:
Tabelle   
R umkristallisiert Smp. aus   
EMI2.2     


<tb> H5C2O <SEP> O <SEP> C-C <SEP> H2-C <SEP> H2-CH-C <SEP> O <SEP> O <SEP> C2H5 <SEP> (laevo) <SEP> Methanol <SEP> 147-1 <SEP> 48"
<tb>  <SEP> NH
<tb> HSCz00C-CHz-CH-COOCzHs <SEP> (laevo) <SEP> Essigester <SEP> 140-141"
<tb>  <SEP> NH
<tb> HSCz00 <SEP> C-CH-CH2-CH2-S-CHs <SEP> (laevo) <SEP> Essigester <SEP> 1911920
<tb>  <SEP> NH
<tb> H5C2OOC-CH2-N-CH0 <SEP> Äthanol <SEP> 78790
<tb> H5C200C-CH-CH3 <SEP> (laevo) <SEP> äthanol <SEP> 192-195"
<tb>  <SEP> NH    

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen N-substituierten Tetraacetylschleimsäureamiden, dadurch gekennzeichnet, dass man auf einen aliphatischen Mucyl N,N'-bis-aminomonocarbonsäure-dialkylester oder aliphatischen Mucyl-N,N'-bis-aminodicarbonsäure-tetraalkylester Acetylchlorid oder -bromid in Gegenwart einer tertiären organischen Base einwirken lässt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in Gegenwart eines inerten organischen Verdünnungsmittels durchführt.
    2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Chloroform als inertes organisches Verdünnungsmittel verwendet.
    3. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Pyridin oder Triäthylamin als tertiäre organische Base verwendet.
CH354788D 1957-04-15 1957-04-15 Verfahren zur Herstellung neuer Derivate der Schleimsäure CH354788A (de)

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