CH355142A - Verfahren zur Herstellung neuer Steroide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Steroide

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CH355142A
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steroids
acid
pyridyl
oxy
piperidyl
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Inventor
Karl Dr Hoffmann
Julius Dr Heer
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J43/00Normal steroids having a nitrogen-containing hetero ring spiro-condensed or not condensed with the cyclopenta(a)hydrophenanthrene skeleton
    • C07J43/003Normal steroids having a nitrogen-containing hetero ring spiro-condensed or not condensed with the cyclopenta(a)hydrophenanthrene skeleton not condensed

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung neuer Steroide
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Salzen von   17-Oxy-17-piperidyl-stero-    iden.



   Diese in 17-Stellung neuartig substituierten Steroide gehören insbesondere der Androstan-oder Testanreihe an, wobei es sich auch um Homo-und/oder Norverbindungen und beliebig ungesättigte Verbindungen dieser Reihen handeln kann, wie z. B. entsprechend
17substituierte Oestrane.



   Die neuen Verbindungen können beliebig substituiert sein, z. B. besonders im Steroidteil durch freie oder funktionell abgewandelte Oxy-oder Oxogruppen oder Halogenatome und/oder gegebenenfalls am Piperidylstickstoffatom durch Alkyl, Acyl oder Aralkylreste. Eine funktionell abgewandelte Oxygruppe ist insbesondere eine mit einer aliphatischen, alicyclischen, araliphatischen, aromatischen oder   hetero-    cyclischen Carbonsäure,   Thioncarbonsäure,    Thiolcarbonsäure oder Sulfonsäure veresterte Oxygruppe.



  Als Säuren seien beispielsweise genannt : Essigsäure, Chloressigsäure, Trifluoressigsäure, Propionsäure,   Buttersäuren,    ValeriansÏuren, TrimethylessigsÏure,   Diäthylessigsäure,    CapronsÏuren, Oenanthsäuren, CaprinsÏuren, PalmitmsÏure, Crotonsäure,   Undecan-    säure,   Undecylensäure,    Oxalsäure, Bernsteinsäure,   Pimelinsäure,    MaleinsÏure, MilchsÏure,   Carbamin-    säuren,   p-Cyclopentyl-propionsäure,    Benzoesäure, Phenylessigsäure, Cyclohexylessigsäure,   Furan-2-car-      bonsäure,    Methansulfonsäure   und Toluolsulfonsäu-    ren. Auch die Oxygruppe in   17-Stellung    kann frei oder funktionell abgewandelt, z.

   B. mit einer der oben genannten Säuren verestert sein. Eine funktionell ab  gewandelte    Oxogruppe ist besonders eine ketalisierte Oxogruppe, z. B. die   Athylendioxygruppe.   



     N-Substituenten    sind besonders niedere Alkylreste oder die Acylreste niederer Fettsäuren, Benzoe säuren oder einfacher   Arylfettsäuren,    insbesondere der Methyl oder Acetylrest.



   Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften. So sind sie   Herz-wirk-    sam und können demgemäss als Arzneimittel Verwendung finden. Gleichzeitig stellen sie wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung von Arzneimitteln dar.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, da¯ 17-Oxo-steroide, gegebenenfalls unter vorübergehendem Schutze weiterer in der Aus  gangsverbindung    vorhandener freier   Oxogruppen,    mit   Pyridyl-metall-Verbindungen    umsetzt, die erhaltenen 17-Oxy-17-pyridyl-steroi, de mit Pyridinring   reduzie-    renden Mitteln behandelt und erhaltene 17-Oxy-17  piperidyl-steroide    in ihre Salze überführt.



   Die verfahrensgemässe Umsetzung mit der   Pyridyl-    Metall-Verbindung, besonders Pyridyl- (2)-lithium kann in üblicher Weise, z.   B.    in einem   Verdünnungs-    mittel vorgenommen werden, und das Reaktionsgemisch wie üblich, z. B. in saurem Medium aufgearbeitet werden. Sind im Molekül   Acyloxygruppen    vorhanden, so werden diese dabei zu freien Oxygruppen gespalten. Sofern weitere freie Oxogruppen in der   Ausgangsverbindlung    vorhanden sind, müssen diese vor der Umsetzung mit der   Pyridyl-Metall-Ver-    bindung durch Überführung in ein   Ketal-oder    Enolderivat geschützt werden.



   Als den Pyridinring reduzierendes Mittel ist in erster Linie Wasserstoff in Gegenwart eines   Kataly-    sators, vorzugsweise eines Edelmetallkatalysators, wie Platin, oder auch Nickel oder   Kupferchromit    zu nennen, sowie   naszierender    Wasserstoff, wie er z. B. durch Behandlung von Natrium mit einem Alkohol, z. B. Butanol, entsteht. Handelt es sich bei der einer solchen Reduktion unterworfenen Verbindung um ein quaternäres Ammonium-wie   Alkylammoniumderi-    vat, so wird eine tertiäre   Piperidylverbindung    erhalten. In einer durch einen Benzylrest quaternisierten Verbindung wird dieser jedoch abgespalten. Je nach der Wahl der   Reduktionsbedingungen    werden im Steroidmolekül vorhandene Doppelbindungen abgesättigt.



   Die gewünschtenfalls auszuführende Veresterung im   Steroid-rest    wird in üblicher Weise,   gegebenen-    falls unter Schutz anderer, nicht zur Umsetzung be  stimmter    Gruppen durchgeführt.



   Die freien Basen lassen sich in üblicher Weise in ihre Salze umwandeln, während man aus letzteren in an sich bekannter Weise die Basen freisetzen kann.



  Als Salze kommen solche anorganischer oder organischer Säuren in Betracht wie z. B. der   Halogen-    wasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Salpetersäure, PhosphorsÏure, Rhodanwasserstoffsäure, Essigsäure, PropionsÏure, OxalsÏure, Malonsäure, Bernsteinsäure, ¯pfelsÏure, MethansulfonsÏure, ¯thansulfonsÏure, OxyÏthansulfonsÏure, Benzol-oder Toluolsulfonsäure.



   Die Ausgangsstoffe sind   bekann't    oder können nach an sich bekannten Verfahren gewonnen werden.



   Im folgenden Beispiel sind die Temperaturen in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel
Zu einer   Pyridyl-Lithium-Lösung,    bereitet aus 6,   4 g    Lithium unter   200 ml Ather, 74 g    Brombenzol in 200 ml Ather und   74 g Brompyridin    in 200ml Benzol, lässt man innert 60 Min. bei -30 bis -40¯ eine Lösung von 33   g      zf5-3-Acetoxy-androsten-17-on    in   200ml Benzol zufliessen.    Nach beendeter Reaktion fügt man 2-n. Salzsäure und gegebenenfalls zur vollständigen Lösung Methanol zu, und fällt die Base aus der wässrigen Lösung mit wässrigem Ammoniak. Die so erhaltene Rohbase wird in einer Lösung von 200 ml   Ather    und 50 ml Isopropyläther aufgenommen, worauf nach einigem Stehen Kristalle anfallen.

   Das so erhaltene ?5-3   I 7fl-Dihydroxy-I 7a-pyridyl- (2')-and-    rosten schmilzt aus   Aceton-Methanol umkristalli-    siert bei 199 bis   201 ,    [a] 23D = -53¯ ¯ 4 (c = 0, 97 in Chloroform).



   Die übliche Acetylierung in Pyridin-Acetanhydrid bei 24  liefert das   3-Mono-acetyl-derivat    vom F. = 146 bis   147 .   



   Das 3, 17-Di-acetyl-derivat erhält man, indem eine Lösung von   400mg      ?5 -3¯, 17¯ -Dihydroxy-17α-    pyridyl-(2')-androsten in 10 ml Pyridin und 2 ml Acetanhydrid 10 Stunden im Bad von   150     erhitzt werden. Die übliche Aufarbeitung ergibt ein Rohprodukt, aus dem man durch   fraktionierte Kristalli-    sation neben etwas 3-Acetat ?5-3¯,17¯-Diacetoxy    17α-pyridyl-(2')-androsten    vom F. = 204 bis 206¯ erhÏlt,   H==-8     4 (c = 0,   961    in Alkohol).



   Eine Lösung von 3, 67g ?5-3¯, 178-Dihydroxy    17α-pyridyl-(2')-androsten    in 72 ml Eisessig wird in Gegenwart von 300 mg Platinkatalysator bei 50¯ unter Wasserstoff gesch ttelt. Innert 2 Stunden wird die für 4Mol berechnete Menge (927 cm3) Wasserstoff aufgenommen. Nach dem Filtrieren und Eindampfen der Reaktionslösung versetzt man den R ckstand mit Wasser und anschliessend'die klare Lösung mit verdünntem wässrigem Ammoniak. Die anfallende Rohbase wird aus Aceton umkristallisiert, wobei das    3¯,17¯-Dihydroxy-17α-piperidyl-(2')-androstan in Na-    deln vom F. = 192 bis   194     erhalten wird.



   Sein mittels alkoholischer Salzsäure hergestelltes Hydrochlorid kristallisiert aus Essigester in schönen Nadeln vom F. = über 260¯.   



   5 g 3¯,17¯-Dihydroxy-17α-piperidyl-(2')-androstan    werden in 20 ml Pyridin mit 10ml Acetanhydrid acetyliert. Das erhaltene N-Acetvl-3¯-acetoxy-17¯  hydroxy-17α-piperidyl-(2')-androstan schmilzt,    aus Methanol kristallisiert, bei 220 bis   223¯; [α]23D =    + 6  + 4 (c =   1, 139    in Chloroform).



   Wenn man diese   Diacetylverbindlung    mit Kaliumhydroxyd in Methanol Wasser verseift, erhält man N-Acetyl   17/ ?- dihydroxy-17a-piperidvit-    (2')  androstan,    Smp.   205 ('.   



   Wenn man   3.17/?-Dihydroxy-17a-piperidyl-(2Q-    androstan mit einer Lösung von Formaldehyd und Ameisensäure behandelt und die Rohbase in das Hydrochlorid überführt, so erhÏlt man das Hydrochlorid des   N-Methyl-3¯,17¯-dihydroxy-17α-piperidyl-    (2')-androstans, aus   Methanol-Essigester    in Nadeln vom F. = über 260  kristallisiert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer heterocyclisch substituierter Steroide, dadurch gekennzeichnet, dass man 17-Oxo-steroide mit Pyridyl-Metall-Verbinddun- gen umsetzt, die erhaltenen 17-Oxy-17-pyridyl-steroide mit Pyridinring reduzierenden Mitteln behandelt und erhaltene 17-Oxy-17-piperidyl-steroide in ihre Salze überführt.
    UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man weitere, in der Ausgangsver- bindung vorhandene, freie Oxogruppen vorüber- gehend schützt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dassman : erhaltene 17-Oxy-17-piperidylsteroide verestert.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter-ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Ausgangsstoffe mit Pyridyl-(2)-lithium umsetzt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als den Pyridinring reduzierende Verbindung katalytisch angeregten Wasserstoff verwendet.
    5. Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoff 3-Acetoxy-17-oxo-androsten verwendet.
    6. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoff den 3-Athyl-enoläther des An- drosten-3, 17-dions verwendet.
CH355142D 1956-10-03 1956-10-03 Verfahren zur Herstellung neuer Steroide CH355142A (de)

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