CH356339A - Verfahren zum Herstellen von Lötwerkzeugen aus mehreren pulverförmigen Metallen und nach diesem Verfahren hergestelltes Erzeugnis - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Lötwerkzeugen aus mehreren pulverförmigen Metallen und nach diesem Verfahren hergestelltes Erzeugnis

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CH356339A
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Eckstaedt Hans
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Eckstaedt Hans
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K3/00Tools, devices or special appurtenances for soldering, e.g. brazing, or unsoldering, not specially adapted for particular methods
    • B23K3/02Soldering irons; Bits

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description


  Verfahren zum Herstellen von     Lötwerkzeugen    aus mehreren     pulverförmigen    Metallen  und nach diesem Verfahren hergestelltes     Erzeugnis       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein  Verfahren zum Herstellen eines Lötwerkzeuges, ins  besondere eines Lötkolbens. Lötkolben sind meist aus  Kupfer gefertigt, weil dieser Werkstoff für das Löten  manche vorteilhafte Eigenschaft besitzt. Einmal ist  das Wärmeleitvermögen gut, und zum anderen wird  die Fähigkeit des Kupfers, sich mit den Loten ein  wandfrei zu legieren, oder, wie es in der Fach  sprache heisst, zu verzinnen, ausgenutzt.

   Anderseits  haben reine Kupferlötkolben aber eine verhältnis  mässig kurze Lebensdauer, weil sich reines Kupfer in  den normalerweise gebräuchlichen geschmolzenen  Zinn-Blei-Loten - in Abhängigkeit vom Zinnanteil des  Lotes - mehr oder weniger rasch auflöst. Als Folge  davon muss beim Gebrauch die Arbeitsfläche des  Lötwerkzeuges verhältnismässig häufig nachgearbeitet  werden.  



  Man hat bereits verschiedene Vorschläge gemacht,  um die Lebensdauer von Lötwerkzeugen zu erhöhen.  So ist es bekannt, einen reinen Kupferlötkolben aussen  mit einer dünnen Eisenschicht zu überziehen, wo  durch die geschilderten Mängel jedoch nur teilweise  beseitigt werden. Bei der erforderlichen Nachbearbei  tung eines solchen Kolbens wird nach kurzer Zeit die  äussere Eisenschicht abgetragen, und das Kupfer  kommt wieder mit dem Lot in Berührung.  



  Es ist auch bekannt, pulverförmige Metallteile  zur Herstellung von Lötwerkzeugen zu verwenden.  Dabei werden zahlreiche Metallpartikel von hoher  Wärmeleitfähigkeit - wie Kupfer - allseitig von einer  dünnen Schicht eines anderen Metalles umgeben,  welches eine verhältnismässig geringe Löslichkeit in  einem geschmolzenen Zinn-Blei-Lot besitzt. Die Um  hüllung der innenliegenden Panikelchen - die so  genannten Kerne - kann aus reinem Eisen bestehen.  Solche Lötwerkzeuge stellt man wie folgt her:    Die reinen Kupferkerne, die elektrolytisch gewon  nen werden, überzieht man     gänzlich    mit dem anderen  Metall, wobei der Überzug vielfach durch     Elektro-          plattierung    gewonnen wird.

   Während des Überzuges  müssen die Kerne dauernd umgerührt werden, um  einen allseitigen Überzug von annähernd gleicher  Stärke zu erhalten. Es ist auch     möglich,    die Kupfer  partikel mit einer Eisenschicht durch Verdampfen und  Niederschlagen desselben im Hochvakuum zu über  ziehen. Auch in diesem Fall ist eine ständige Bewe  gung der Kerne erforderlich.  



  Sobald der überzog gebildet ist, muss eine um  ständliche und zeitraubende Nachbehandlung der  Kerne erfolgen. Sofern die Elektroplattierung zur Bil  dung des Überzuges benutzt wird, ist als Nachbehand  lung eine gründliche Reinigung erforderlich, durch  die jede Spur der     Plattierungsflüssigkeit    oder auch  andere fremde Bestandteile entfernt werden. üblich  ist ein mehrmaliges Waschen der überzogenen Kerne  in heissem Wasser und ein anschliessendes Spülen in  Alkohol. Nach diesem Reinigen erfolgt das Pressen  der Lötwerkzeuge unter Zuhilfenahme von an sich be  kannten     Pressvorrichtungen    und unter Zufuhr von  Wärme. Es schliessen sich noch Nachbehandlungen  wie Säubern usw.     an.     



  Durch dieses Verfahren entsteht zwar ein     Löt-          werkzeug,    dessen Lebensdauer im Vergleich mit den  aus reinem Kupfer gefertigten grösser ist, jedoch  sind die zur Erreichung dieses Zieles aufzuwenden  den Mittel derart hoch, dass von einem     wirtschaft-          lichen    Verfahren kaum noch gesprochen werden  kann.  



  Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis       zugrunde,    dass das Überziehen der einzelnen     Kerne,     also von Metallteilchen mit einem hohen Wärme  leitvermögen mit einer mehr oder weniger dünnen      Schicht eines anderen Metalles mit geringer Lös  lichkeit in Zinn-Blei-Loten für die Erzeugung eines  Lötkolbens mit verhältnismässig langer Lebens  dauer nicht die von der Fachwelt bisher angenom  mene Voraussetzung ist. Die Erfindung zeigt einen  Weg, wie man unter Verwendung von pulverför  migen     Ausgangsstoffen,    aber unter Fortfall des  Überziehens der     Kerne,    Lötwerkzeuge mit längerer  Lebensdauer und guten löttechnischen Eigenschaf  ten erzeugen kann.

   Das erfindungsgemässe Verfahren  ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Pulver eines  Metalls mit hoher Wärmeleitfähigkeit, vorzugsweise  Kupfer, mit einem Pulver eines Metalles geringerer  Löslichkeit in Zinn-Blei-Loten, vorzugsweise Eisen,  ohne vorherige     Bildung    eines Überzuges mechanisch  innig miteinander vermischt werden, worauf das Ge  misch in die Form des Lötwerkzeuges gepresst wird,  wobei der     Formling    auf eine Temperatur erhitzt wird,  die unterhalb des Schmelzpunktes des niedrigst  schmelzenden Metalles liegt. Hierdurch ist das Her  stellungsverfahren für Lötwerkzeuge wesentlich ver  einfacht und wirtschaftlich gestaltet. Vor allem ent  fällt das Überziehen der Metallpartikelchen und das  daran anschliessende mehrfache Reinigen und Nach  behandeln der überzogenen Partikelchen.  



  Versuche haben ergeben, dass der prozentuale An  teil der beiden pulverförmigen Stoffe zum Herstellen  eines Lötwerkzeuges zwischen 10% Fe und 90% Cu  bzw. zwischen 90% Fe und 10% Cu liegen kann.  Normalerweise ist ein Metallgemisch von     50 o    Fe und  50% Cu vorteilhaft. In dem gemäss der Erfindung  hergestellten     Lötwerkzeug    liegen die pulverförmigen  Metallteilchen frei, das heisst ohne Überzug neben  einander.  



  Versuche mit dem erfindungsgemäss hergestellten  Lötwerkzeug haben ergeben, dass die Lebensdauer  im Vergleich mit aus reinem Kupfer bestehendem  Lötkolben wesentlich erhöht ist. Dies lässt sich leicht  dadurch feststellen, dass man die zu untersuchenden,  unterschiedlichen Lötkolben unter gleichen Bedin  gungen während einer bestimmten Zeit in ein Bad  aus Lötzinn, beispielsweise bei 350  C, eintaucht und  im Anschluss daran die Gewichtsabnahme überprüft.  



  Mit dem erfindungsgemässen Verfahren können  sowohl ganze Lötwerkzeuge als auch nur Teile davon,  beispielsweise Lötkolbenspitzen, hergestellt werden.  Die letztgenannte Möglichkeit ist deshalb von Be  deutung, weil man bereits auf dem Markt befind  liche, reine Kupferlötkolben nachträglich mit einer  erfindungsgemäss hergestellten Lötkolbenspitze ver  sehen kann. Die Verbindung der Lötkolbenspitze mit  dem eigentlichen Lötkolben kann auf verschiedene  Weise erfolgen, beispielsweise durch eine Maden  schraube oder aber durch einen Bajonettverschluss.  



  Um einen Wärmestau in dem Lötwerkzeug zu ver  meiden, kann zwischen dem Kupferteil des     Lötwerk-          zeuges    und der gesinterten Metallspitze eine Zwi  schenschicht geschaltet werden, die vorzugsweise aus  Kupfer besteht, dem ein bestimmter Prozentsatz an  Graphit zugesetzt ist. Dabei berechnet sich der pro-    zentuale Anteil des Graphits im Kupfer nach dem  jeweils gewünschten Wärmeleitwert dieser Zwischen  schicht. Zweckmässig wählt man diesen so, dass  er einerseits kleiner ist als der des reinen Kupfers  und anderseits grösser als der der Kolbenspitze, so dass  man einen stufenlosen Wärmeübergang vom Kupfer  auf die Spitze des Kolbens erreicht.  



  Die Zeichnung zeigt beispielsweise einen Löt  kolben in schaubildlicher Darstellung.  



  Der Lötkolben hat einen an sich bekannten  Aufbau und umfasst einen Handgriff 1, der aus einem  wärme- und stromisolierenden Werkstoff, beispiels  weise aus Holz gefertigt ist. An den Handgriff 1  schliesst sich ein rohrförmiger Metallschaft 2 an, wel  cher die abnehmbare Spitze 3 des Lötwerkzeuges  trägt. Innerhalb des Schaftes ist in an sich bekannter  Weise eine elektrische Heizspirale oder auch eine  andere Wärmequelle angeordnet, die Strom von  einer Energiequelle über eine Zuleitung 4 erhält.  Die Spitze 3 kann beispielsweise an dem Schaft 2  durch eine, der Einfachheit halber nicht mit darge  stellte,     Madenschraube    befestigt werden. Die Bohrung  zur Aufnahme der Schraube ist im Bund 5 des  Schaftes 2 vorgesehen.  



  Beim dargestellten Ausführungsbeispiel besteht  der Schaft 2 aus reinem Kupfer, während die Spitze 3  nach dem erfindungsgemässen Verfahren gefertigt ist.  Vorzugsweise erhält die Ausgangsmischung     Kupfer-          und    Eisenpulver, und zwar in einem der vorstehend  angegebenen Mischungsverhältnisse.  



  Die Form und Gestalt des Lötkolbens kann in  mannigfacher Weise abgeändert werden, beispiels  weise kann anstelle des dargestellten Spitzenkol  bens auch ein an sich bekannter Hammerkolben oder  dergleichen Verwendung finden. Auch ist es möglich,  nicht nur die Spitze 3 des Lötwerkzeuges, sondern  den gesamten Metallteil desselben nach dem erfin  dungsgemässen Verfahren zu fertigen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum Herstellen von Lötwerkzeugen aus mehreren pulverförmigen Metallen, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Pulver eines Metalls mit hoher Wärmeleitfähigkeit mit einem Pulver eines Metalls geringerer Löslichkeit in Zinn-Blei-Loten mechanisch innig miteinander vermischt wird, das Gemisch in die Form des Lötwerkzeuges gepresst und der Form- ling auf eine Temperatur erhitzt wird, die unterhalb des Schmelzpunktes des niedrigst schmelzenden Me- talles liegt.
    1I. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellter Lötkolben, dadurch gekennzeichnet, dass die Lötkolbenspitze aus den verpressten Metall pulvern besteht und auswechselbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Eisenpulver in einem Mengen anteil von 10-90% verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass Kupferpulver in einem Mengen anteil von 10-90% verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Eisen- und Kupferpulver zu gleichen Teilen verwendet werden. 4.
    Lötkolben nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass an dem der Arbeitsfläche abge kehrten Ende der Lötkolbenspitze eine Schicht eines Werkstoffes mit einem grösseren Wärmeleitvermögen als demjenigen der Lötkolbenspitze angeordnet ist.
CH356339D 1956-06-05 1957-05-14 Verfahren zum Herstellen von Lötwerkzeugen aus mehreren pulverförmigen Metallen und nach diesem Verfahren hergestelltes Erzeugnis CH356339A (de)

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