Elektrisch beheizte Herdplatte Leistungsfähige, mit festen, flüssigen oder gas förmigen Brennstoffen beheizte Kochherde weisen oft eine geschlossene Herdplatte auf, welche an minde stens einer Stelle unter direkter Flammeneinwirkung steht. Diese von der Brennstoffflamme direkt beheizte Stelle der Herdplatte wird auf eine sehr hohe Tem peratur erhitzt und, wenn ihr durch ein aufgestelltes Kochgefäss in höherem Masse Wärme entzogen wird, erfolgt ein rasches Nachströmen der Wärme. Diese Zone höchster Temperatur und Wärmeleistung ist von Zonen abnehmender Temperatur umgeben, welche mit der heissesten Zone eine ebene Fläche bil den, auf welcher die Koch- und Bratgefässe beliebig, je nach der gewünschten Wärmeeinwirkung, verscho ben werden können.
Die bekannten elektrischen Kochherde weisen eine Herdplatte auf, in welche mindestens eine elek trisch beheizte Kochplatte eingesetzt ist. Diese Koch platte weist eine über ihre ganze Fläche annähernd gleichmässige Temperatur auf, deren Höhe nach Mass gabe der eingeschalteten Heizleistung variiert. Wer den hierbei Arbeitszonen verschiedener Temperatur verlangt, so bedingt dies das Vorhandensein von zwei oder mehr Kochplatten mit unterschiedlichen Heiz- leistungen. Elektrische Kochplatten erreichen bei hohen Heizleistungen im Trockengang wohl annä hernd eine so hohe Temperatur, wie sie in der heisse sten Zone von mit Brennstoffen beheizten Herdplatten vorhanden ist, aber der Wärmenachschub ist wesent lich ungünstiger als bei diesen.
Diese Nachteile kön nen durch die vorliegende Erfindung behoben werden.
Gegenstand der Erfindung ist eine elektrisch be heizte Herdplatte, welche mindestens eine elektrisch beheizte Kochplatte besitzt, welche zentrisch in eine Aussparung eines nicht direkt beheizten Teiles der Herdplatte, von welchem sie in kaltem Zustande durch einen Luftspalt getrennt ist, eingebaut und in dieser durch mindestens ein federndes Organ in zen trischer Lage gehalten ist.
Zweckmässig ist hierbei die Weite des Luftspaltes in kaltem Zustand der Kochplatte 100 bis 250 mal grösser als das Produkt aus Durchmesser der Koch platte und deren linearem Ausdehnungskoeffizienten, das heisst z. B. bei einer Kochplatte aus Gusseisen mit einem linearen Ausdehnungskoeffizienten von 0,000011 20 cm<B>0,0000 11</B> 100 --- 0,022 cm bis 20 cm 0,000011 250 = 0,55 cm.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausfüh rungsform des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch eine elek trisch beheizte Herdplatte und Fig. 2 eine Draufsicht auf diese elektrisch beheizte Herdplatte.
Die dargestellte elektrisch beheizte Herdplatte besitzt als Teil eine an sich bekannte elektrische Kochplatte 1, deren Heizwicklung und Anschlüsse in der Zeichnung nicht dargestellt sind, und einen nicht direkt beheizten Teil 2. Die Kochplatte 1 ist in einer Aussparung des Teiles 2 durch einen am oberen Teil ihrer zylindrischen Umfangsfläche angeordneten, dünnen, radial abstehenden Ring 3 gehalten, welcher durch einen Ring an einen Flansch 5 im obersten Teil der Aussparung des Teiles 2 angepresst ist. Der Ring 4 liegt satt in der Aussparung des Teiles 2 der Herdplatte an und ist in dieser durch Unterlagsschei- ben 6 und Schrauben 7 gehalten.
Zwischen der zy lindrischen Umfangsfläche der Kochplatte 1 und dem Ring 4 sind Druckfedern 8 in gleichen Abständen voneinander radial angeordnet, welche die Koch platte 1 in zentrischer Lage im Ring 4 halten.
Der Durchmesser d, der Kochplatte 1 ist um ein bestimmtes Mass kleiner als der Innendurchmesser dz des Ringes 4, so dass die Kochplatte 1 in kaltem Zu stand durch einen Luftspalt d vorn Ring 4 getrennt ist. Die Weite dieses Luftspaltes in kaltem Zustand der Kochplatte 1 ist zweckmässig 200 bis 500 mal grösser als das Produkt aus Durchmesser der Koch platte und deren linearem Ausdehnungskoeffizienten. Der Aussendurchmesser des Ringes 3 ist kleiner als der Aussendurchmesser des Ringes 4.
Der Ring 3 dient nicht nur zur Halterung der Kochplatte 1 in der Aussparung des Teiles 2, sondern gleichzeitig auch zum Abschluss des Luftspaltes zwischen der Koch platte 1 und dem Ring 4. Verschüttetes Kochgut kann somit nicht durch diesen Luftspalt unter die Herd platte gelangen. Der dünne Ring 3 besteht zweckmä ssig aus schlecht wärmeleitendem Material, damit die Wärmeableitung über diese Brücke möglichst gering bleibt. Die Oberflächen der Kochplatte 1 und des Teiles 2 der Herdplatte sollen mit Vorteil in der gleichen Ebene liegen, damit die Koch- und Brat- gefässe beliebig auf ihnen verschoben werden können.
Da der Abstand des Ringes 3 von der Oberfläche der Kochplatte 1 klein ist, sind infolge verschiedener Temperaturen einerseits der Kochplatte 1 und anderseits des Teiles 2 der Herdplatte auftretende Höhenunterschiede so klein, dass sie praktisch gar nicht zu spüren sind.
Wird die Kochplatte 1 durch Einschalten ihrer Heizwicklung erhitzt, wirkt vorerst der ringförmige Luftspalt zwischen ihrer zylindrischen Umfangsfläche und dem Ring 4 wärmeisolierend und die Kochplatte 1 gelangt rasch auf eine höhere Temperatur. Infolge der dabei eintretenden Ausdehnung der Kochplatte 1 nimmt die Weite des genannten Luftspaltes ab und bei einer bestimmten Temperatur gelangt die Koch platte 1 in direkten metallischen Kontakt mit dem Ring 4, welcher aus gut wärmeleitendem Material besteht. Es fliesst nun Wärme von der Kochplatte 1 in den Ring 4 ab, welche von diesem an den Teil 2 der Herdplatte abgegeben wird.
Dabei tritt eine Er wärmung des Ringes 4 und des Teiles 2 der Herd platte ein, wodurch infolge der dadurch bedingten Ausdehnung dieser Teile der metallische Kontakt zwischen der Kochplatte 1 und dem Ring 4 gelockert wird. Damit der ursprünglich, das heisst in kaltem Zustande zwischen der Kochplatte 1 und dem Ring 4 vorhandene Luftspalt geschlossen wird und bleibt, muss die Kochplatte 1 dauernd eine höhere Tempe ratur aufweisen als der Ring 4 bzw. der Teil 2 der Herdplatte. Der Teil 2 der Herdplatte wird dann durch den Wärmeübergang von der Kochplatte 1 über den Ring 4 allmählich aufgeheizt, wobei dessen Temperatur mit zunehmendem Abstand von der Kochplatte 1 fällt.
Die beschriebene elektrisch be heizte Herdplatte weist somit eine Zone sehr hoher Temperatur und Wärmeleistung. nämlich die Koch platte 1, und diese umgebende Zonen, deren Tempe raturen mit wachsender Entfernung von der Koch platte 1 abfallen, auf.
Wird nun der Kochplatte 1 durch Aufsetzen eines Koch- oder Bratgefässes mit Inhalt viel Wärme ent- zogen, so fällt ihre Temperatur. Dadurch wird der Kontakt der Kochplatte 1 mit dem Ring 4 gelockert oder aufgehoben und es fliesst weniger oder keine Wärme von der Kochplatte 1 durch den Ring 4 in den Teil 2 der Herdplatte ab. Die der Kochplatte 1 durch elektrische Energie übermittelte Wärme steht somit zum weitaus überwiegenden Teil für den auf ihr zur Durchführung gelangenden Kochvorgang zur Verfügung.
Wird dagegen dem Teil 2 der Herdplatte durch Aufsetzen eines Kochgefässes viel Wärme ent zogen, so sinkt dessen Temperatur, was zur Folge hat, dass der Kontakt des Ringes 4 mit der Kochplatte 1 verbessert und damit der Wärmezufluss von der Kochplatte 1 über den Ring 4 zum Teil 2 der Herd platte verstärkt wird.
Durch zweckentsprechende Bemessung der Weite des Luftspaltes zwischen der Kochplatte 1 und dem Ring 4 kann erreicht werden, dass die direkte Berüh rung zwischen diesen Teilen erst eintritt, wenn die Kochplatte 1 eine für die Durchführung aller Koch- und Bratprozesse genügend hohe Temperatur er reicht hat, dass aber dann der Wärmeabfluss von der Kochplatte 1 so intensiv wird, dass die Kochplatte 1 auch bei einer sehr hohen Heizleistung nicht über eine für ihr Material dauernd zulässige Temperatur erhitzt wird. Diese selbsttätige Begrenzung der Tem peratur macht den Einbau eines Temperaturreglers als L7berhitzungsschutz überflüssig.
Durch die Druck federn 8 wird die Kochplatte 1 bei ihrem Abkühlen erneut im Ring 4 zentriert, so dass sich der ringför mige Luftspalt zwischen der Kochplatte 1 und die sem Ring 4 immer wieder einstellt.
Die elektrisch beheizte Herdplatte kann, wie dar gestellt, nur eine einzige Kochplatte 1 besitzen und diese kann, ebenfalls wie dargestellt, aussermittig im Teil 2 der Herdplatte angeordnet sein; die Kochplatte 1 kann aber auch in der Mitte des nicht direkt be heizten Teiles der Herdplatte vorgesehen sein. Die elektrisch beheizte Herdplatte kann aber auch zwei oder mehr elektrisch beheizte Kochplatten aufweisen, welche in Aussparungen ein und desselben nicht direkt beheizten Teiles der Herdplatte in zweckentsprechen der Weise angeordnet sind.
Zur Zentrierung der Kochplatte 1 im Ring 4 bzw. in der Aussparung des nicht direkt beheizten Teiles 2 der Herdplatte können an Stelle der dargestellten, als zylindrische Schraubenfedern oder Kegelfedern aus gebildeten Druckfedern 8 auch U-förmig gebogene Blattfedern vorgesehen sein. Diese Druckfedern kön nen statt zwischen dem Ring 4 und der Kochplatte 1 auch zwischen dem nicht direkt beheizten Teil 2 der Herdplatte und der Kochplatte 1 angeordnet sein. Die am Teil 2 der Herdplatte sich abstützenden, be liebig ausgebildeten Druckfedern können gegebenen falls über Druckkörper, welche Durchbrechungen des Ringes 4 mit reichlichem Spiel durchsetzen, zentrie rend auf die Kochplatte wirken.
Die Druckfedern werden dabei thermisch weniger stark beansprucht, was sich günstig auf ihre Dauerhaftigkeit auswirkt. An Stelle der in gleichen Abständen radial zwi schen der Kochplatte 1 und dem Ring 4 angeord neten Druckfedern 8 kann auch ein geschlossener, gewellter Federring zwischen die Kochplatte 1 und den Ring 4 eingesetzt sein.