CH357255A - Vorrichtung zum Einrichten von Werkzeugen auf Werkzeughaltern für Mehrspindeldrehautomaten - Google Patents

Vorrichtung zum Einrichten von Werkzeugen auf Werkzeughaltern für Mehrspindeldrehautomaten

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CH357255A
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Schwendenwein Karl
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Description


  Vorrichtung zum Einrichten von Werkzeugen auf Werkzeughaltern  für Mehrspindeldrehautomaten    Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ein  richten von     Werkzeugen        auf        Werkzeughaltern        für     Mehrspindeldrehautomaten.  



  Beim Einrichten von mehrspindligen Drehauto  maten entfällt der weitaus grösste Teil der hierfür  aufzuwendenden Rüstzeit auf das genaue Einstel  len einer ganzen Anzahl von Bearbeitungswerkzeu  gen für die verschiedenen Arbeitsvorgänge sowie auf  das Ausprobieren der     einzelnen    Werkzeuge auf dem  betreffenden Automaten. Dieser letztere, ganz beson  ders zeitraubende Vorgang ist deswegen     notwendig,     weil bekanntlich Werkzeuge entsprechend ihrer  Form, der jeweiligen Schnittgeschwindigkeit und Vor  schübe sowie dem zu bearbeitenden Werkstoff ver  schieden wirken.  



  Die Rüstzeit spielt dann keine wesentliche Rolle,  wenn der betreffende Arbeitsautomat lange Zeit  gleiche Werkstücke     herstellet,    weil sie,     dann    prozen  tual gerechnet gering ist. In solchen     Fällen    ist es  bekannt, die Werkzeugbaueinheiten, welche aus  einem Werkzeug und einem dieses aufnehmenden  Werkzeughalter bestehen, anhand von     Schablernen     ausserhalb der Maschine genau     einzustellen,    so dass  nach Abnützung irgendeines     Werkzeuges.    die Werk  zeugbaueinheiten aus dem Automaten herausgenom  men und dafür andere mit neu geschärften Werk  zeugen eingesetzt werden können, die dann ohne  besondere Massnahmen wiederum masshaltige Werk  stücke herstellen.

   Unbedingte Voraussetzung für  dieses Einstellen der Werkzeugbaueinheiten ausser  halb des Automaten ist jedoch, dass die Schneiden  form eines Werkzeuges bereits     festliegt    und sie in  der Folge     beim    Nachschärfen stets eingehalten wird.  Dieses Verfahren ist deshalb nur dann     anzuwenden,     wenn die Schneidenform des betreffenden Werkzeu-    ges an sich und     seine    relative Lage zum Werkzeug  halter auf Grund längerer Erfahrung bei der Her  stellung eines bestimmten Werkstückes bereits fest  stehen und danach die vorerwähnten Schablonen  hergestellt werden können, was beim erstmaligen  Einrichten von Drehautomaten - das die weitaus  längste Rüstzeit erfordert - nicht     zutrifft.     



  Das Einrichten und     damit    die Rüstzeit nimmt  mit der     Anzahl    der in     einem    Drehautomaten vor  handenen     Spindeln    zu, einmal, weil die Zahl der'       Werkzeuge    immer grösser     wird    und zum andern,  weil die Platzverhältnisse für das Einrichten bei  Mehrspindelautomaten gegenüber einem Einspindel  automat     wesentlich    ungünstiger sind.  



  Um nun bei dem Einrichten von Mehrspindel  automaten die Rüstzeit zu verkleinern, ist gemäss  der     Erfindung    zum Einrichten von Werkzeugen auf  Werkzeughaltern für Mehrspindeldrehautomaten  ausserhalb der Automaten eine Vorrichtung vorge  sehen, die aus einer Einspindeldrehmaschine besteht,  deren Verhältnisse in bezug auf die Aufnahme der  Werkzeughalter und ihre Anordnung zur Spindel  mitte dem Arbeitsautomaten, an dem die Werkzeuge  verwendet werden sollen, entsprechen. In einer der  artigen Vorrichtung können dann die Werkzeuge  im, in ihren Werkzeughalter eingespannten Zustand  entsprechend geformt werden, beispielsweise durch  Schleifen.

   Ausserdem können die Werkzeuge relativ  zum Werkzeughalter     eingestellt    und die Werkzeuge       im    praktischen Betrieb erprobt werden, um festzu  stellen, ob sie einwandfrei arbeiten. Hierdurch     wird     der grösste Teil der     Rüstzeit    von dem     einzurichten-          den        Mehrspindeldrehautomaten    wegverlegt, der dann  während dieser Zeit für die Produktion von Werk  stücken eingesetzt bleibt.

        Diese erfindungsgemässe Vorrichtung ist gerade  im Zusammenhang mit Mehrspindelautomaten des  wegen mit     Vorteil    zu verwenden, weil diese Vorrich  tung in Form einer Einspindeldrehmaschine wesent  lich billiger als ein Mehrspindeldrehautomat ist, denn  es ist bekannt, dass der letztere ein     Vielfaches    der  erfindungsgemässen Vorrichtung kosten würde. Wäh  rend nämlich Mehrspindeldrehautomaten je nach  Anzahl der Spindeln DM 80 000.-     bis    120     000.-          kosten,    kann die Vorrichtung bereits um ungefähr  DM 5 000.- hergestellt werden.  



  Würde man nun die erfindungsgemässe Vorrich  tung, die ja aus einem Einspindelautomat besteht,  im Zusammenhang mit einem Einspindelarbeitsauto  maten verwenden, der mit Hilfe der erfindungsge  mässen Vorrichtung eingerichtet werden soll, so er  gibt sich, dass diese Vorrichtung und der Einspindel  arbeitsautomat im Preise nicht so verschieden sind, dass  sich die Aufstellung     einer    solchen Vorrichtung     wirt-          schaftlich    lohnen würde. Aus diesem Grunde ist die  Anwendung der Erfindung nur     in        Zusammenhang     mit Mehrspindeldrehautomaten vorgesehen.  



  Zur Erleichterung des     Einstehens    ist es dabei  zweckmässig, wenn der die Werkzeugbaueinheit tra  gende Träger von Hand, beispielsweise mittels eines  Handhebels, bewegbar ist.  



  Zweckmässig weist die Einspindeldrehmaschine  zu beiden Seiten ihres Spindelkopfes je einen Quer  schlitten auf, die beide derart ausgebildet und an  geordnet sind, dass durch die beim Arbeiten dieser  Maschine auftretenden     Schnittkräfte    das Werkzeug  der Werkzeugbaueinheit auf dem einen Schlitten  gegen diesen hin gepresst und das Werkzeug der  Werkzeugbaueinheit auf dem anderen Schlitten von  diesem weggedrückt wird.

   Durch diese Anordnung  der beiden Querschlitten sind     alle    bei Mehrspindel  drehautomaten auftretenden     Verhältnisse    in dieser  Einspindeldrehmaschine kopierbar, und es können       beispielsweise    sämtliche auf     Querschlitten    angeord  neten Werkzeugbaueinheiten an Vier- oder Sechs  spindelautomaten, d. h. Mehrspindelautomaten all  gemein, auf dieser einspindeligen Drehmaschine zu  gerichtet, eingestellt und erprobt werden, wobei die       günstigste    Zugänglichkeit beim Einrichten gewähr  leistet ist.  



  Um auf dieser Einspindeldrehmaschine auch die  Werkzeugbaueinheiten für Revolverköpfe, Längs  schlitten oder Pinolen von Arbeitsautomaten einstel  len zu können, ist es     vorteilhaft,    wenn die Drehma  schine einen Reitstock aufweist, dessen Aufnahme  element für die Werkzeugbaueinheiten dem entspre  chenden Aufnahmeelement des. betreffenden Revol  verkopfes und dergleichen entspricht.  



  In der Zeichnung sind Werkzeugbaueinheiten an  einem Mehrspindelarbeitsautomaten und an einer,  ein Beispiel des Erfindungsgegenstandes darstellen  den Einspindeldrehmaschine dargestellt. Es zeigen:  Fig. 1 eine Teilansicht auf die Spindeltrommel  eines Vierspindelautomaten,    Fig. 2 eine Teilansicht nach Linie 2-2 der  Fig. 1,  Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Einspindeldreh  maschine gemäss der Erfindung,  Fig. 4 einen Teilschnitt durch diese Drehma  schine nach Linie 4-4 der Fig. 3,  Fig. 5 eine Teilvorderansicht der Maschine ge  mäss Fig. 3 und 4.  



  In Fig. 1 und 2 ist schematisch ein Teil eines  Vierspindelautomaten gezeigt, und es ist mit 30 ein  Bett bezeichnet, das Schlittenführungen 31 und 32  für einen linken unteren Querschlitten 35 und einen  rechten unteren Querschlitten 36 aufweist. Auf die  auf den Querschlitten angeordneten Werkzeugbau  einheiten wird später näher eingegangen.  



  Mit 38 ist ein oberer Gestenteil     bezeichnet,    der       Schlittenführungen    39 und 40 besitzt, auf denen ein       linker    oberer     Querschlitten    42 bzw. ein rechter oberer  Querschlitten 43 verschiebbar sind.  



  Bei 45 ist eine Spindeltrommel erkennbar, die  insgesamt vier Spindeln 46-49 trägt, die in bekann  ter Weise zur Aufnahme der Werkstücke dienen.  



  Auf den vier Querschlitten ist je eine Werkzeug  baueinheit 50, 51, 52 bzw. 53 angeordnet, und da  diese vier Werkzeugbaueinheiten unter sich grund  sätzlich gleich sind, sei im folgenden lediglich eine  einzige des näheren beschrieben.  



  Die Werkzeugbaueinheit 51 weist einen Werk  zeughalter 55 auf, der an seiner gemäss Fig. 2 linken  Seite eine Aussparung 54 aufweist. In dieser Ausspa  rung ist einmal ein Einstellkeil 56 und zum anderen  ein Werkzeug 57 angeordnet, und mit Hilfe von       Befestigungsschrauben    60 wird das Werkzeug<I>gegen</I>  den Keil und dieser gegen eine Begrenzungswand  der Aussparung 54 angepresst. Die Befestigung der  Werkzeugbaueinheit auf dem Schlitten 36 geschieht  mit Hilfe eines Bolzens 62, dessen Fuss 63 in eine  T-Nut des Querschlittens 36 eingreift und der mit  Hilfe einer     Mutter    64 die     Werkzeugbaueinheit    gegen  den     Querschlitten        anpresst    und so in ihrer Lage  festhält.

   Bei 65 sind zwei     Anschlagschrauben    er  kennbar, die quer zur Bewegungsrichtung des Quer  schlittens angeordnet sind und die gegen eine An  schlagleiste 66 des Querschlittens anschlagen kön  nen. Nach Lösen des     Befestigungsbolzens    62 kann  mit Hilfe dieser Anschlagschrauben 65 die     gewünschte     Verstellung der     Werkzeugbaueinheit    relativ zum  Querschlitten vorgenommen werden.  



  Wie bereits erwähnt, sind die vier Werkzeugbau  einheiten 50-53 unter sich gleich und unterschei  den sich lediglich durch     die    Werkzeuge, die     in,    ihnen  eingespannt sind. Da sich     alle    vier     Spind'el'n    (46-49)  im selben Drehsinn, beispielsweise gemäss     Pfeil'    B der       Fig.    1, drehen, ergibt sich aus der Anordnung der       Werkzeugbaueinheiten,    dass bei zweien,     nämlich    50  und 52, das Werkzeug durch den Schnittdruck gegen  den Querschlitten hin gepresst und bei den übrigen  beiden,     nämlich    51 und 53, das Werkzeug vom  Schlitten weggedrückt wird.

        In Fig. 3-5 ist nun eine Einspindeldrehmaschine  dargestellt, die, soweit erforderlich,     gleiche    Grössen  verhältnisse aufweist wie der Vierspindelautomat  gemäss Fig. 1 und 2.  



  Wie aus den Fig. 3-5 erkennbar, weist die Ein  spindeldrehmaschine ein Maschinengestell 70 auf,  auf dem ein Spindelstock 71 angeordnet ist. In die  sem ist eine Spindel 72 vorgesehen, die beispiels  weise über eine Riemenscheibe 73 in nicht näher  dargestellter Weise angetrieben werden kann. Mit  74 ist ein Spindelkopf bezeichnet, in den ein Werk  stück 75 eingespannt ist.  



  Das Maschinengestell weist zu beiden Seiten des  Spindelkopfes Schlittenführungen 76 und 77 auf,  76 und 77 auf,  auf denen je ein     Querschlitten    80     bzw.    81     mit    Hilfe  eines Handhebels 78 bzw. 79 bewegbar angeordnet  ist, wobei die Übertragung beispielsweisse mit     Hilfe     eines Zahnrades und :einer Zahnstange geschehen  kann. Anstelle der Betätigung der     Querschlitten    durch  Handhebel ist auch eine nicht dargestellte Schraub  spindel verwendbar.

   Auf diesen Querschlitten ist je  eine Werkzeugbaueinheit, die gleich aufgebaut ist  wie diejenigen des Vierspindelautomaten nach Fig. 1  und 2, angeordnet, und es entspricht nun bei einer  Drehrichtung der Spindel gemäss Pfeil C der     linke     Querschlitten 80 und die linke Werkzeugbaueinheit  den Querschlitten 35 und 43 bzw. den Werk  zeugbaueinheiten 50 und 52 des Vierspindel  automaten gemäss Fig. 1 und 2. Ähnliches trifft auch  auf den rechten Querschlitten und die rechte Werk  zeugbaueinheit in bezug auf die beiden anderen  Querschlitten und Werkzeugbaueinheiten des Vier  spindelautomaten zu, und es sind aus diesem Grunde  Werkzeugbaueinheiten der Einspindeldrehmaschine  mit den gleichen Zahlen bezeichnet, wie sie bei den  entsprechenden Querschlitten gemäss Fig. 1 ver  wendet sind.  



  Da in bezug auf die     Schlittenführung    und deren  Abstand und Anordnung bezüglich der Arbeitsspin  delachse gleiche Verhältnisse auf dieser Einspindel  drehmaschine vorherrschen, wie bei dem Vierspindel  automaten nach Fig. 1, ist es daher möglich, die  Werkzeugbaueinheiten auf dieser einfachen Maschine  einzurichten, d. h. die Werkzeuge zu formen, sie  richtig einzustellen und gegebenenfalls auszupro  bieren.    Auf dem Maschinengestell ist ferner noch     ein     Reitstock 90 angeordnet, essen Pinole 91 mit Hilfe  eines     Handhebels    92 längsbewegt werden kann, der  bei 93 an einem Halter 94 angelenkt ist. An der  Pinole ist noch ein Halterschaft 95 und ein Quer  halter 96 angeordnet, an dem das Werkzeug 97 be  festigt ist.

   Mit     Hilfe    des Reitstockes kann nun das  Werkzeug auf der Einspindeldrehmaschine eingerich  tet, d. h. das Werkzeug geformt,     eingestellt    und aus  probiert werden.  



  Eine ähnliche     Einrichtung    kann für sämtliche  Werkzeuge des Revolvers des     Längsschlittens-    oder  von einzelnen Pinolen vorgenommen werden, die  nacheinander in den Reitstock zum     Einrichten    ein  gesetzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Einrichten von Werkzeugen auf Werkzeughaltern für Mehrspindeldrehautomaten ausserhalb der Automaten, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Einspindeldrehmaschine ist, deren Ver hältnisse in bezug auf die Aufnahme der Werkzeug halter und ihre Anordnung zur Spindeknitte dem Arbeitsautomaten, an dem die Werkzeuge verwendet werden sollen, entsprechen. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass sie zu beiden Seiten des Spindel kopfes je einen Querschlitten aufweist, die so ein gerichtet sind, dass beim Arbeiten auf dieser Ma schine das Werkzeug der auf dem einen Schlitten angebrachten Werkzeugbaueinheit gegen diesen Schlitten hin gepresst und das Werkzeug der Werk zeugbaueinheit auf dem anderen Schlitten von die sem weggedrückt wird. 2.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Reitstock aufweist, dessen Aufnahmeelement für die Werkzeugbauein- heiten dem entsprechenden Element des Revolver kopfes des Arbeitsautomaten entspricht, derart, dass unter Verwendung dieses Reitstockes die Werkzeuge mit ihren Werkzeughaltern eingerichtet werden können.
CH357255D 1956-10-03 1957-07-25 Vorrichtung zum Einrichten von Werkzeugen auf Werkzeughaltern für Mehrspindeldrehautomaten CH357255A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1242434B (de) * 1963-07-11 1967-06-15 Staatsbedrijf Artillerie Inric Vorrichtung zum Voreinstellen der Werkzeuge eines Revolverkopfes und der damit zusammenarbeitenden Anschlaege einer Anschlagtrommel einer Drehmaschine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1242434B (de) * 1963-07-11 1967-06-15 Staatsbedrijf Artillerie Inric Vorrichtung zum Voreinstellen der Werkzeuge eines Revolverkopfes und der damit zusammenarbeitenden Anschlaege einer Anschlagtrommel einer Drehmaschine

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